• Die Auswirkungen der US-Wahl auf die Börse

    Donald TrumpDer Donnerhall den, den die amerikanischen Präsidentschaftswahlen ausgelöst haben, ist noch nicht abgeklungen. Donald Trump hat es tatsächlich geschafft und wird im Januar als 45. Präsident der vereinigten Staaten vereidigt.

    Weltweit stellen sich Menschen die Frage, welche Auswirkungen dieses Ergebnis haben wird – sowohl in der Politik, als auch in der Wirtschaft. Anleger fragen sich dabei in erster Linie, welchen Einfluss Trumps Wahl auf die Aktienkurse haben wird. Wo lohnt es sich zu investieren, und wovon sollte man besser die Finger lassen? Eine kleine Prognose.


    Der amerikanische Markt wird profitieren

    Wie genau die Präsidentschaft des exzentrischen Milliardärs aussehen wird, lässt sich nicht vorhersagen. Denn in vielen Fragen hat er im Zuge des Wahlkampfs keine klaren Positionen vertreten. Er hat zwar Ziele formuliert, wie er diese aber erreichen will, blieb offen.

    Als gesichert gilt, dass er Amerika weitgehend unabhängig von anderen Ländern machen will, um die heimische Wirtschaft zu stärken. US-Konzerne wie Apple oder Google dürften also Kursgewinne verzeichnen, zumal Trump ihnen mit Steuervergünstigungen Wettbewerbsvorteile schaffen will.

    Auch die US-Rüstungsindustrie wird wohl von Trump profitieren, genau wie Waffenhersteller. Denn Trump setzt auf ein starkes Militär und auf das Recht jedes Einzelnen, eine Waffe zu tragen. Und der Dollar wird gegenüber anderen Währungen ebenfalls an Wert zulegen.

    Viel lässt sich nicht voraussagen

    In den meisten anderen Bereichen herrscht Unklarheit über Trumps Vorgehensweisen, so dass sich keine fundierten Prognosen abgeben lassen. Verluste werden besonders dem mexikanischen Peso vorausgesagt, sollte der designierte Präsident seinen Plan mit einer Grenzmauer tatsächlich umsetzen.

    In der Zeit direkt nach der Wahl, also jetzt und in den nächsten Wochen, rechnen die meisten Experten mit einem kurzzeitigen allgemeinen Rückgang der Aktienkurse, die sich allerdings schnell wieder stabilisieren sollten.

    Vielen stellt sich – nicht nur im Angesicht der aktuellen Ereignisse – die Frage, warum Unternehmen überhaupt an der Börse notiert sind, wo sie doch für äußere Einflüsse deutlich anfälliger scheinen. Um diese Frage zu beantworten, muss man sich zunächst den Aufbau und die Funktionsweise einer AG vor Augen führen.

    Die Rechtsform „Aktiengesellschaft“

    Eine AG ist eine Unternehmensform, die Anteile in Form von Aktien an Investoren ausgibt und so die Möglichkeit hat, schnell neues Kapital zu generieren und somit zu wachsen. Dabei arbeiten drei verschiedene Organe zusammen:

    Die Hauptversammlung: Sie besteht aus allen Aktionären einer AG. Diese haben zwar kein Weisungsrecht gegenüber dem Vorstand, verfügen aber über ein Stimmrecht. Je nach Anzahl der Aktien wird diese Stimme unterschiedlich gewichtet. Die Hauptversammlung kann

    • über Änderungen der Satzung entscheiden,
    • Aufsichtsratsmitglieder bestellen und abberufen,
    • Vorstand und Aufsichtsrat entlasten,
    • Abschlussprüfer bestellen
    • das Gesellschaftsvermögen übertragen,
    • die Gesellschaft auflösen.

    Der Vorstand

    Er leitet die AG. Er wird vom Aufsichtsrat gewählt und kontrolliert, ohne jedoch an dessen Anweisungen gebunden zu sein. Als Mitglied haftet man mit seinem persönlichen Vermögen für Schäden, die dem Unternehmen entstehen

    Der Aufsichtsrat

    Er kontrolliert die Arbeit des Vorstands und beruft dessen Mitglieder. Außerdem ruft er die Hauptversammlung ein und bestellt Abschlussprüfer.

    Die Vorteile der AG

    Die Übertragung von Geschäftsanteilen muss nicht notariell beglaubigt werden, sondern kann sehr einfach und schnell erfolgen. So ist die AG nicht von „Stammmitgliedern“ abhängig, sondern kann auch bei einem Wechsel der Investoren weiter bestehen. Zudem kann durch die Ausgabe neuer Aktien sehr schnell neues Kapital generiert werden, und das Risiko für Anleger hält sich in Grenzen, die die Haftung auf die Höhe der Einlage begrenzt ist.

    Für Unternehmen, die schnell wachsen wollen, ist es also absolut sinnvoll, sich an der Börse notieren zu lassen.

    Tipp für Gründer: Wer eine Aktiengesellschaft gründet, unterliegt den Regeln der doppelten Buchführung. Mit Hilfe von spezieller Software wie dieser lässt die sich auch von Laien problemlos erledigen.