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Internationale Aktien und wo liegt der Haken für die Anleger?

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  • Internationale Aktien und wo liegt der Haken für die Anleger?

    Im Prinzip wird es sicherlich unstreitbar sein, dass für alle Anleger gilt, dass die Aktien im
    jeweiligen Heimatland des Anlegers erhebliche Vorteile bringen können.

    Es ist hier nicht nur die steuerliche Mehrbelastung, die auf Aktien im jeweiligen Fremdland
    erhoben werden. Oft wird hier zwar ein Teil der jeweiligen Quellensteuer im Heimatland
    angerechnet doch ein Großteil ist leider verloren.

    Gerade im Börsenforum ist hier zu sehen, dass die Anleger, die jeweilige Aktie richtig zu-
    erst aus dem Blickwinkel des Heimatlandes sehen.

    Die weltweiten Währungen haben täglich verschiedene Kurse und können auch stark
    schwankende Inflationsraten haben. Von daher können hier Aktien, die außerhalb des
    Heimatlandes gekauft werden, Einflüsse durch Paritätenverschiebungen und normale
    Kursbeeinflussungen an den jeweiligen Börsen haben. Im Extrem können Länder mit
    viel stärkeren Inflationsraten fahren als im Heimatland.

    Die weiteren Risiken scheinen auch im jeweiligen Aktienrecht zu liegen. Keiner sollte
    hier glauben, dass die Aktienrechte überall gleich in der Welt wären. Gerade wurde
    noch ein Vorstand eines Besseren belehrt, der meinte trotz einer fast 25 % Be-
    teiligung, dass den Aktionären eine Gesellschaft gehören würde. Leider war dies
    in dem prekären Fall bereits eine Fehleinschätzung. So gesehen sind die heutigen
    Aktionäre nur Inhaber oder Halter des jeweiligen Papiers, dass hier noch nicht mal
    mit einem Wert unterlegt ist. Die Stückaktien wurden in der Mehrzahl zu den Wert-
    aktien abgelöst. In der Vergangenheit haben Staaten sogar beschlossen Aktien-
    unternehmungen zu Verstaatlichen und so gesehen wurden die Aktionäre ent-
    eignet. Auch hier wird jeder Aktionär etwas anderes unter "fair" verstanden haben.
    Also die Regierungsform in dem jeweiligen Land und die regierende Partei sollte
    sich auch sehr genau angesehen werden. Auch hier gilt oft, dass die jeweiligen
    Parteien unterschiedliche steuerliche Belastungen im Kopf haben. Die Stabilität
    der jeweiligen Regierung ist natürlich auch sehr wichtig bei der jeweiligen Anlage.
    Wie wird eine Unternehmung sonst noch im jeweiligen Land belastet? Eine starke
    steuerliche Belastung von Unternehmungen mindert auch den Nettoertrtag der
    Firmen.

    Der schwierigste Punkt wird sicherlich die Verwahrung der Aktien sein. Hier be-
    kommen die ausländischen Aktionäre oft die jeweiligen Ersatzwertpapiere angedreht
    "ADR" und sonstige Papiere, die in Krisenzeiten noch nicht mal das jeweilige Papier wert
    sind.

    Der Aktienhandel muss also weltweit nicht nur aus einem blauen Blickwinkel gesehen
    werden. Weiter gilt für Firmen im Ausland, dass hier andere Lohnsätze und Sozial-
    abgaben gelten, die auch wieder entscheidend auf Gewinne einwirken können, die
    letztendlich über Dividenden entscheiden.

    Die vielen anderen Gründe, die auf Kurse einwirken können im Optionshandel und
    CFD-Handel wurden den Anlegern schon oft in Beiträgen beschrieben. Die jeweiligen
    Ankeraktionäre können Kurse in beliebige Richtungen bewegen.

    Wie wird eine Aktie am Markt und dem jeweiligen Land täglich gehandelt? Dies wird
    von vielen Anlegern beim Kauf unterschätzt. Es kommt bei manchen Aktien vor, dass
    sich gar kein Kurs bildet.

    Also gerade für die jüngeren Anleger gilt, immer schön die Augen aufhalten und bei
    jeder Anlage die funddamentalen Daten, die Branche, die Zukunft der Unternehmung
    beachten. Es kann hier nicht verkehrt sein, eine Nacht nachzudenken, bevor die
    Aktie in der heutigen Zeit gekauft wird.


  • #2
    Internationale Aktien und wo liegt der Haken für die Anleger?

    Es ist leider so, dass in der heutigen Zeit das jeweilige Eigenkapital und Fremdkapital einer
    Unternehmung auch wieder eine große Rolle spielt. In Zeiten, wo das Fremdkapital zu sehr
    niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt geliehen werden kann, sind die Unternehmungen eher
    geneigt sich höher zu verschulden. Auch hier gilt bei der Aktienanlage, dass die Unter-
    nehmen in der Welt durch verschiedene Notenbankvorgaben in der Zinsgestaltung, jeweils
    auch in den Börsenkursen verschiedenen Risiken ausgesetzt sind. Wenn Notenbanken in
    der Welt höhere Leitzinsen haben, kann sich dies direkt auf die Börsenkurse der Aktien
    negativ auswirken.

    Hier haben zur Zeit viele EU-Länder Vorteile. Mit den Negativzinsen werden auch die
    Aktienmärkte angetrieben. Gerade bei Sorgen um eine Rezession kann dies ein Mittel
    sein, die Wirtschaft anzutreiben. Natürlich muss hier auch immer der jeweilige Konsum
    stimmen. Weiterhin muss das jeweilige Warensortiment wettbewerbsfähig sein.

    Für die Anleger ist auch wichtig, in welchem Tempo die jeweilige Neuverschuldung
    wächst und ob diese in einem guten Verhältnis zur Produktionsleistung und dem Absatz
    steht. Es gibt hier bekanntlich weltweit sehr verschiedene Ansichten über den richtigen
    Verschuldungsgrad. Für die Anleger sollte hier erstmal der Ansatz zwischen Eigenkapital
    und Fremdkapital sein. In Zeiten von steigenden Zinsen können Firmen mit hohem
    Eigenkapital besser auf unternehmerische Herausforderungen reagieren.

    Auch die internationalen Dividendenrenditen sollten immer auch im Verhältnis zum
    jeweiligen Börsenkurs gesehen werden. Hier tuen sich in letzter Zeit starke Band-
    breiten in die verkehrte Richtung auf. Die Börsenkurse in einigen Ländern explodieren
    durch die niedrigen Notenbankzinsen. Jedoch die jeweiligen Gewinne der Firmen und
    hier die Ausschüttungen hinken stark hinterher. Die Messlatte hier maximal das
    10 bis 15 fache des jeweiligen Gewinnes im Börsenkurs zu bezahlen, scheint richtig.

    Im Klartext heißt dies, dass die Aktionäre, die ausländische Aktien abseits des Heimat-
    landes kaufen, noch weit höhere Risiken zu beachten haben.

    Kommentar


    • #3
      Internationale Aktien und wo liegt der Haken für die Anleger?

      Manche guten ausländischen Aktien fallen kurz vor der Ausschüttung
      in verschiedenen Ländern. Dies kann damit zusammenhängen, weil
      die Steuerrechte in der Welt verschiedenen sind. Bei fremdländischen
      Aktien besteht stetig die Gefahr, dass die Anleger im Heimatland
      Steuern bezahlen müssen und zusätzlich noch eine Steuer im Ur-
      sprungsland. Die Wahrheit ist sicherlich, dass mit einer komplizierten
      Antragstellung im Ursprungsland Steuern zurückgeholt werden.
      Leider bleibt aber immer ein gewisser Teil der Steuern verloren.

      Jetzt könnte bei vielen Anlegern das Rechnen beginnen. In der BRD
      die Abschlagssteuer von 25 % plus der ausländischen Steuer macht
      die Ausschüttung nicht mehr lukarativ.

      Der Ausweg, den ausländischen Wert in bestimmten Fällen zu ver-
      kaufen. Es besteht hier ein Restrisiko, dass der ausländische Wert
      vor der Ausschüttung im Börsenkurs noch ansteigt.

      Ob hier der gute Rat eines Altmeisters sich bei einer Anlage nie
      von steuerlichen Aspekten leiten zu lassen richtig ist?

      Jeder Anleger muss diese schwierige Gretchenfrage selber für
      sich beantworten. In der Praxis hilft hier also nicht nur der Tunnel-
      blick; die Verliebtheit in einen Wert kann auch schon mal teuer
      werden.

      Weiterhin viel Erfolg bei einer Anlage mit dem jeweiligen Wert.

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