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Wirecard - Schadensersatz

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  • #16
    Wirecard war eine riesige Geldwaschmaschine

    Die deutsche Finanzaufsicht hat sich mit Wirecard blamiert, das Unternehmen diente wohl der Geldwäsche. «Nun fragt sich, wo das schmutzige Geld künftig auftaucht», sagt Fahmi Quadir. Die junge Frau stellt sich der Arroganz der Wall Street, nachdem sie sich als Short-Sellerin im Zusammenhang mit Valeant einen Namen gemacht hat.

    Manche werden mit einer Berufung geboren, andere finden sie eher per Zufall. Fahmi Quadir zählt definitiv zu Letzteren. «Ich hatte eigentlich überhaupt kein Interesse daran und keine Lust darauf, in der Finanzbranche zu arbeiten», sagt die heute knapp 30-jährige Gründerin des New Yorker Hedge-Funds Safkhet Capital, «heute kann ich mir gar nichts anderes mehr vorstellen.» Ihr Job als Short-Sellerin sei herausfordernd und spannend, und vor allem entspreche er den politischen Ansichten und Werten, mit denen sie aufgewachsen und auf deren Basis sie erzogen worden sei.

    Quelle: Neue Zürcher Zeitung

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    • #17
      Beamtenhaftung?

      DGAP-News: Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.: Gutachten bestätigt Haftung der Bundesrepublik Deutschland in der Causa 'Wirecard'
      Trotz einer Vielzahl von Indizien und teilweise handfesten Beweisen und Hinweisen auf Untreuehandlungen und Bilanzfälschung wurden von Seiten der Behörden stets nur Ermittlungen gegen die Kritiker von Wirecard geführt. Den Vorwürfen der Kritiker hingegen wurde aus Sicht der SdK nicht hinreichend genug nachgegangen, teilweise wurden diese nicht einmal näher durch die Behörden geprüft.
      Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass sowohl eine Haftung der BaFin als auch ein Staatshaftungsanspruch gegen die Bundesrepublik Deutschland bestehen können. Die BaFin haftet demnach, soweit deren Mitarbeitern Amtspflichtverletzungen nachgewiesen werden können. Aus Sicht der SdK ist dies zwar eine hohe, aber aufgrund der Vielzahl an Ansatzpunkten nicht unüberwindbare Hürde. Soweit das deutsche Recht hier eine Haftung der BaFin ausschließt, verstößt das aus Sicht von Prof. Dr. Renner gegen vorrangiges EU-Recht. Ferner bestehe ein Staatshaftungsanspruch nach den Grundsätzen der "Francovich"-Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs. Hintergrund ist eine fehlerhafte Umsetzung der Transparenzrichtlinie in deutsches Recht (RL 2004/109/EG, RL 2013/50/EU).

      München, den 03.11.2020
      SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.

      Kontakt:
      Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.
      Hackenstr. 7b
      80331 München
      Tel: 089 / 2020846-0
      Fax: 089 / 2020846-10
      E-Mail: info@sdk.org

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      • #18
        Beamtenhaftung wäre nicht schlecht... in der Welt steht heute das:

        „Es erhärtet sich der Verdacht, dass Wirecard politischen Schutz genossen hat“


        Die europäische Aufsicht wirft der BaFin im Wirecard-Skandal große Versäumnisse vor. Der Druck auf Finanzminister Olaf Scholz und die Bonner Finanzaufsicht BaFin wächst. Anlegerschützer prüfen bereits eine Klage gegen die Bundesrepublik.

        Der Bericht ist eine Blamage für den Finanzstandort Deutschland. Die Europäische Wertpapieraufsicht ESMA hat untersucht, ob die deutschen Aufsichtsbehörden im Fall Wirecard ihre Aufgabe richtig erledigt haben. Das Ergebnis: Mängel, Versäumnisse und Kompetenzwirrwarr im Zusammenhang mit dem Wirecard-Bila
        nzbetrug.

        Laut Staatsanwaltschaft sollen die Manager die Bilanz mit Luftbuchungen in Asien aufgebläht und damit Verluste im Kerngeschäft kaschiert haben. Allein Banken und Investoren seien um mehr als drei Milliarden Euro geprellt worden. Am Pranger stehen nun vor allem jene, die offenbar nicht ganz so genau hingeschaut haben.

        Zwei Behörden sollten die Bilanzen des betrügerischen Unternehmens kontrollieren: die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR), ein privater Verein, der 2005 als Antwort auf vorangegangene Bilanzskandale gegründet worden war. ESMA stellt in seinem Bericht bei beiden Stellen und bei der Zusammenarbeit der beiden erhebliche Defizite fest.

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        • #19
          Enthüllungsjournalist über ehemaligen Wirecard-Chef

          "Ich habe ihn gefragt, ob er ein Betrüger ist. Seine Antwort war merkwürdig"

          Der "Financial Times"-Journalist Dan McCrum hat den Wirecard-Skandal aufgedeckt. Hier spricht er darüber, wie er dem Unternehmen auf die Schliche kam.

          Hier der Link zu einem durchaus spannenden Artikel im "Spiegel":
          https://www.spiegel.de/wirtschaft/un...4-2dffdca484ed


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          • #20
            Bald hat es ein Ende…

            Dass der Verkauf der Wirecard-Bank und weiterer Kern-Bereiche des insolventen Zahlungsabwicklers kurz vor dem Abschluss stehen soll, hieß es in den letzten Wochen und Monaten immer wieder einmal. Doch diesmal könnte es tatsächlich so weit sein. Im Rennen seien ohnehin nur noch zwei Bieter.
            Wie das Branchenportals finanz-szene.de unter Berufung auf „gute Quellen“ berichtet, sollen die Verhandlungen über den Verkauf des Kerngeschäfts von Wirecard nun tatsächlich auf der Zielgeraden sein. Mehr noch: Bei den finalen Gesprächen werde „ein Zuschlag für die spanische Santander immer wahrscheinlicher“.
            Laut den Quellen liege das vor allem am zweifelhaften Ruf des einzigen verbliebenen Mitbieters, dem britischen Telekomkonzern Lycamobile. „Die BaFin tue sich schwer, dem Gegenkandidaten (…) die mit der Wirecard Bank zum Verkauf stehende Vollbanklizenz anzuvertrauen“, schreibt finanz-szene.de. Laut früheren Medienberichten ist Lycamobile in der Vergangenheit selbst ins Visier der Ermittler geraten – unter anderem wegen Geldwäschevorwürfen.
            Zu hoch gepokert?

            Der Verkauf der Wirecard Bank und der angeschlossenen Unternehmensteile wäre ein weiterer Meilenstein bei der Zerschlagung des Skandalkonzerns – schließlich gelten diese Assets als Herzstück des insolventen Zahlungsabwicklers. Laut früheren Berichten will Insolvenzverwalter Michael Jaffé beim Verkauf mindestens 100 Millionen Euro erlösen.
            Ob das letztlich gelingt, steht allerdings in den Sternen. Von den anfangs „mehr als 100 Interessenten“ sind nur noch zwei übrig – und trotzdem zieht sich der Verkaufsprozess seit Monaten hin. Wechselwillige Mitarbeiter und Kunden dürften in dieser Zeit längst das Weite gesucht haben, was den Wert der Unternehmensteile womöglich gedrückt hat.

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            • #21
              Verkauf des Wirecard-Kerngeschäfts

              Das sind die Vor- und Nachteile der potenziellen Käufer:








              Frankfurt Rund 1600 Mitarbeiter arbeiteten Ende Juni in der Wirecard-Zentrale, weniger als 580 sind noch übrig. Für sie beginnt nun die entscheidende Phase im Ringen um die Zukunft des insolventen Zahlungsdienstleisters. Im November soll das europäische Kerngeschäft verkauft werden. Die Gespräche stehen nach Handelsblatt-Informationen in der entscheidenden Phase.
              Mit der spanischen Großbank Santander und dem britischen Telekommunikationskonzern Lycamobile sind nur noch zwei Interessenten von ursprünglich knapp 80 übrig. Das Problem: Beide Kaufwilligen haben jeweils Vor- und Nachteile.
              Schon mehrmals wurde gemeldet, dass der Verkauf kurz bevorstehe. Doch wie fast alles im Fall Wirecard ist auch die Verwertung mit Überraschungen behaftet. Der Konzern war Ende Juni im Zuge eines milliardenscheren Bilanzbetrugs zusammengebrochen, was die Verkaufsverhandlungen deutlich erschwert.
              [FONT=FranklinGothic, Arial, Helvetica, sans-serif]Zwar hat Insolvenzverwalter Michael Jaffé [/FONT]bereits Erfolge erzielt[FONT=FranklinGothic, Arial, Helvetica, sans-serif]: Konzerntöchter, das Brasiliengeschäft und die profitable US-Einheit wechselten den Besitzer, was Geld für die Gläubiger einbrachte. Doch der Verkauf des europäischen Kerngeschäfts inklusive der Wirecard Bank stockte wiederholt.[/FONT]

              [FONT=FranklinGothic, Arial, Helvetica, sans-serif]Hier der ganze Artikel:[/FONT]
              [FONT=FranklinGothic, Arial, Helvetica, sans-serif]https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/skandalkonzern-verkauf-des-wirecard-kerngeschaefts-das-sind-die-vor-und-nachteile-der-potenziellen-kaeufer/26594838.html?ticket=ST-7623512-B35vlnUlF9CQlupL0YYc-ap5[/FONT]







              Frankfurt Rund 1600 Mitarbeiter arbeiteten Ende Juni in der Wirecard-Zentrale, weniger als 580 sind noch übrig. Für sie beginnt nun die entscheidende Phase im Ringen um die Zukunft des insolventen Zahlungsdienstleisters. Im November soll das europäische Kerngeschäft verkauft werden. Die Gespräche stehen nach Handelsblatt-Informationen in der entscheidenden Phase.
              Mit der spanischen Großbank Santander und dem britischen Telekommunikationskonzern Lycamobile sind nur noch zwei Interessenten von ursprünglich knapp 80 übrig. Das Problem: Beide Kaufwilligen haben jeweils Vor- und Nachteile.
              Schon mehrmals wurde gemeldet, dass der Verkauf kurz bevorstehe. Doch wie fast alles im Fall Wirecard ist auch die Verwertung mit Überraschungen behaftet. Der Konzern war Ende Juni im Zuge eines milliardenscheren Bilanzbetrugs zusammengebrochen, was die Verkaufsverhandlungen deutlich erschwert.
              Zwar hat Insolvenzverwalter Michael Jaffé bereits Erfolge erzielt: Konzerntöchter, das Brasiliengeschäft und die profitable US-Einheit wechselten den Besitzer, was Geld für die Gläubiger einbrachte. Doch der Verkauf des europäischen Kerngeschäfts inklusive der Wirecard Bank stockte wiederholt.

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              • #22
                "Die Wirtschaftsprüfer haben spektakulär versagt"

                Der FT-Journalist, der den Wirecard-Skandal aufgedeckt hat, würde gerne als Zeuge vor dem Untersuchungsausschuss auspacken - darf aber nicht.

                https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wirecard-skandal-untersuchungsausschuss-mccrum-1.5106208

                Ich erinnere in diesem Zusammenhang gerne an mein großes Vorbild Tobias Bosler - habe ihn wegen seiner ehrlichen und direkten Art immer geschätzt...

                https://www.finanznachrichten.de/nac...nladen-049.htm

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                • #23
                  Neue Spur im Fall Marsalek: Die Staatsanwaltschaft München geht nun einer Verbindung des flüchtigen Wirecard-Managers in die Türkei nach. Darüber berichtete zuerst die "WirtschaftsWoche".

                  Ausgangspunkt ist die Münchner Beteiligungsgesellschaft IMS Capital, deren Geschäfte Marsalek wesentlich mitbestimmt haben soll, ohne ein offizielles Amt inne gehabt zu haben, so der Bericht des Magazins. Die IMS hatte knapp 20 Millionen Euro für Investitionen von zwei türkischen Gesellschaften erhalten, die miteinander verbunden sind.

                  Laut dem türkischen Handelsregister werden die Geschäfte der beiden Gesellschaften von dem früheren Chef des libyschen Geheimdienstes Rami El Obeidi geführt. Er gilt als enger Vertrauter von Jan Marsalek und hatte vor einigen Monaten Investoren und Journalisten ausspähen lassen, um Wirecard zu helfen. Die türkischen Gesellschaften äußerten sich nicht dazu, ob die bei der IMS investierten Mittel von Marsalek stammten.

                  Nach der Flucht des ehemaligen Wirecard-Vorstands hatten die türkischen Firmen ihr Geld von der IMS zurückgefordert und im Spätsommer eine Zivilklage eingereicht sowie Strafanzeige gegen den offiziellen Geschäftsführer der IMS erstattet, um an das Geld zu kommen. Die Staatsanwaltschaft hat daraufhin das Vermögen der IMS arrestiert. Das zeigt ein Dokument, welches der "WirtschaftsWoche" vorliegt. Die Staatsanwaltschaft München gab zu dem gesamten Themenkomplex keinen Kommentar ab.
                  Wirecard-Gelder flossen in Startup, in welches auch IMS investierte

                  Die Beteiligungsfirma hatte unter anderem in das Startup Blinq investiert, dessen geschäftsführender Gesellschafter der Sohn des russischen Generalkonsuls in München ist. Zu den Co-Investoren anderer Firmen, denen IMS Geld gegeben hat, wie der Goomo Europe und Acomodeo, einem Buchungsportal für Appartements, zählen Personen beziehungsweise Firmen aus dem Wirecard-Umfeld. Insgesamt soll IMS rund 17,5 Millionen Euro investiert haben. Teilweise hatten die Startups zusätzlich auch Kredite von Wirecard erhalten.

                  Wirecard meldete im Sommer Insolvenz an, nachdem sich herausstellte, dass Treuhandkonten auf denen knapp zwei Milliarden Euro hätten liegen sollen, leer sind. Marsalek ist seitdem auf der Flucht. Die Staatsanwaltschaft München wirft ihm und vier weiteren ehemaligen Top-Managern vor, Wirecards Bilanzen aufgebläht zu haben, um Investoren zu täuschen.

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                  • #24
                    Braun hat Angst vor Corona - lol

                    Ex-Wirecard-Chef Braun wehrt sich gegen Anreise zum Untersuchungsausschuss (Quelle: Handelsblatt)

                    Der Streit um die Anwesenheit des früheren Wirecard-Chefs Markus Braun vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages kommt voraussichtlich vor den Bundesgerichtshof (BGH). Während FDP, Linke und Grüne auf einem persönlichen Erscheinen des wegen Betrugsverdachts inhaftierten Managers am Donnerstag in Berlin beharren, will Braun lediglich per Videovernehmung aus dem Augsburger Gefängnis heraus vor dem Ausschuss aussagen.

                    https://www.handelsblatt.com/finanze...tS69zUwytc-ap4

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                    • #25
                      Santander kauft Wirecards Kerngeschäft

                      Der Ausverkauf bei Wirecard geht weiter. Santander soll für das europäische Kerngeschäft wohl 100 Millionen Euro zahlen. Der Insolvenzverwalter scheint zufrieden: Ein Großteil der Mitarbeiter wird ihm zufolge übernommen.

                      Die spanische Großbank Santander hat das europäische Kerngeschäft des Zahlungsdienstleisters Wirecard gekauft. Banco Santander werde die Technologieplattform in Europa sowie alle dafür notwendigen Vermögenswerte übernehmen, schrieb Wirecards Insolvenzverwalter Michael Jaffé in einer Pressemitteilung. Die »Süddeutsche Zeitung« und das »Handelsblatt« berichteten, Santander zahle rund 100 Millionen Euro. Insgesamt soll Jaffé bislang Teile des Konzerns für 500 Millionen Euro verkauft haben, Wirecard schuldet Banken und Investoren laut »Süddeutscher Zeitung« 3,2 Milliarden Euro.
                      Quelle: Der Spiegel

                      Schon interessant wie der ganze Laden nun verramscht wird

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                      • #26
                        Zeuge im Wirecard-Verfahren bat um Vergebung. Ex-Chef Braun verweigerte die Aussagen.

                        Etwa 45 Minuten fehlen noch bis Mitternacht, da erscheint Oliver Bellenhaus auf dem Bildschirm einer Live-Übertragung aus Bayern in ein Gebäude des Bundestages. Man sieht sofort, dass er aus einem Gefängnis zugeschaltet ist. Vor einem Fenster des sparsam eingerichteten Raums, in dem sich der 47-Jährige mit seinem Rechtsanwalt befindet, sind Gitter. Die triste Wandfarbe ist typisches Knast-Gelb. Bellenhaus sieht wie jemand aus, der psychischen Stress verarbeitet. Man ahnt nicht ansatzweise, dass er noch vor wenigen Monaten gutverdienender Topmanager eines Konzerns war, dem die Anleger zuflogen. Er wirkt abgemagert, trägt Dreitagebart, kurze Haare und schwarzes T-Shirt. Befragt nach seiner momentanen Meldeadresse, sagt er: "Derzeit wohnhaft in der JVA Stadelheim in München."

                        Der Inhaftierte war einst der Repräsentant von Wirecard in Dubai. Er hatte maßgeblichen Anteil an Gewinnen, die sich als Schein statt Sein herausstellten. Nach der Pleite des Konzerns stellte er sich im Juli den deutschen Ermittlern und legte ein umfassendes Geständnis ab. Seither wird er von der Staatsanwaltschaft als Kronzeuge bezeichnet. Dass er es ernst meint, einen Beitrag zur Aufklärung des größten Bilanzbetrugs der deutschen Nachkriegszeit zu leisten, zeigt sich an einer Geste gleich zu Beginn einer kurzen persönlichen Erklärung als Zeuge vor dem Untersuchungsausschuss, der das Wirecard-Debakel aufarbeitet.

                        "Ein Riesendesaster, durch nichts zu beschönigen"


                        Bevor Bellenhaus ankündigt, als Beschuldigter von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch zu machen, und darum bittet, deshalb erst später von dem Ausschuss vernommen zu werden, bedankt er sich für die Möglichkeit eines Eingangsstatements. Er sagt: "Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei Ihnen als Vertreter der Öffentlichkeit als auch bei den Geschädigten entschuldigen." Die "zur Aufklärung anstehende Angelegenheit" nennt er "ein Riesendesaster, das sich durch nichts beschönigen lässt".

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                        • #27
                          EY Wirtschaftsprüfer verweigern im Fall Wirecard ihre Aussage... wie krass ist das denn??

                          Die vorgeladenen Wirtschaftsprüfer wollen im Untersuchungsausschuss zum Wirecard-Bilanzskandal in der kommenden Woche nicht aussagen. Das geht aus drei Anwaltsschreiben an den Ausschuss hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Demnach berufen sich die Mitarbeiter der Gesellschaft EY auf ihre Verschwiegenheitspflicht als Wirtschaftsprüfer. Dass der Insolvenzverwalter sie davon entbunden habe, ändere nichts, erklären die Anwälte in den Schreiben.

                          EY hatte als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Jahresabschlüsse von Wirecard geprüft. Das Unternehmen steht in der Kritik, weil der Milliardenbetrug dabei nicht früher entdeckt wurde. Am kommenden Donnerstag sollten die Prüfer im Ausschuss befragt werden.

                          Die Vertreter von FDP, Grünen und Linken im Ausschuss kritisierten die Weigerung deutlich. EY spiele eine entscheidende Rolle, „vieles deutet auf ein Versagen auch bei der Abschlussprüfung hin“, sagte der FDP-Abgeordnete Florian Toncar.

                          Der Linken-Abgeordnete Fabio De Masi betonte: „Wer wie EY bei öffentlichen Aufträgen von der Bundesregierung immer vor der Tür steht, hat auch im Parlament zu erscheinen.“ Danyal Bayaz von den Grünen erklärte, die Prüfer sollten trotz ihrer Weigerung vor dem Ausschuss erscheinen – und bis dahin „in sich gehen, ob sie ihren Beitrag zur politischen Aufklärung tatsächlich verweigern möchten“.

                          Quelle: FAZ

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                          • #28
                            Bundesbank sprach sich gegen Wirecard-Leerverkaufsverbot aus – Bafin verhängte es dennoch!!! (Quelle: Handelsblatt)

                            Der Fall wird immer grotesker... was ist denn nur aus dem Finanzplatz Deutschland geworden???

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                            • #29
                              Wirecard-Aktie deutlich schwächer: Vorstand entbindet Wirtschaftsprüfer von Schweigepflicht

                              Zwei Vorstände des insolventen Skandalunternehmens Wirecard haben mehrere der ehemaligen Wirtschaftsprüfer vor ihrem Auftritt im Untersuchungsausschuss des Bundestags von der Schweigepflicht entbunden.

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                              • #30
                                Und Schuldenkönig Scholz hält BaFin Beamte brav aus der Schusslinie

                                Kommentar

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