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Kommt Deutschland in den Himmel?

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  • Kommt Deutschland in den Himmel?

    Um es vorweg zu nehmen, Hasi ist (als neutraler Schweizer) für Deutschland, schliesslich wird das der deutschen Börse und meinen am Freitag gekauften Call-Optionen auf Deutsche Telecom, gut tun.
    Ebenso der Regierungswechsel im Herbst. ;)

    Kommt Deutschland in den Himmel?
    Es geht um alles. Und die Frage ist: Wie viele Freunde haben wir auf der Welt? Wer drückt uns im Finale der Fußballweltmeisterschaft die Daumen? Eine Übersicht, damit Sie wissen, wohin Sie ab heute nie mehr in Urlaub fahren werden. . .
    Von Ansgar Graw und Jonathan Reinhardt

    Die Berliner Morgenpost hat durch vorsichtige, sich über Jahre erstreckende repräsentative Umfragen in der jeweiligen Bevölkerung herausgefunden, welcher der Finalteilnehmer mehrheitlich unterstützt wird. Bei der F-Frage spielen im Vergleich zur aktuellen sportlichen Situation längerfristige Überzeugungen und auch taktische Überlegungen eine Rolle. Es ist ganz einfach: Für oder gegen uns?



    D = Deutschland

    B = Brasilien




    Afghanistan: D

    Zwischen Berlin und Kabul gibt es engste Bindungen. Da kann Rio nicht zwischengrätschen.

    Ägypten: D

    Araber sind Karl-May-freundlich. Punkt.

    Albanien: D

    Hütchenspieler am Kudamm haben zu emotionaler Nähe geführt.

    Algerien: D

    Nordafrika ist halt nicht Schwarzafrika.

    Andorra: D

    Geld ist schließlich Geld.

    Angola: B

    In Afrika schlägt das Herz für Südamerika. Und dann noch die portugiesische Sprache.

    Antigua & Barbuda: B

    Die Nähe macht's.

    Äquatorialguinea: B

    Spanisch-portugiesische Vergangenheit verbindet.

    Argentinien: B

    Sonst Rivale - jetzt aber Südamerika-Patrioten.

    Armenien: D

    Von der Reeperbahn bis Eriwan - Kontakte reichen weit.

    Aserbaidschan: D

    Fürs Öl gibt's Geld - und Sympathie.

    Äthiopien: D

    Die kaiserliche Tradition der Äthiopier verbindet. Hoffen wir.

    Australien: B

    Wie viele britische Ex-Kolonien mit Hang zum Exotischen.

    Bahamas: B

    Mit der «West Indies»-Cricket-Gruppe sportlich nach Süden orientiert.

    Bahrain: D

    Streng in arabischer Tradition.

    Bangladesch: B

    Das Commonwealth-Land denkt sportlich wie England.

    Barbados: B

    wie Bahamas

    Belgien: B

    Der Nachbar liebt uns nicht.

    Belize: B

    Die deutsche Mennoniten-Minderheit ist zu leise.

    Benin: B

    Black Power!

    Bhutan: D

    Bekommt Entwicklungshilfe aus Deutschland.

    Bolivien: B

    1994 haben wir die rausgekickt. Rache!

    Bosnien-Herzegowina: D

    Die Hälfte von denen lebt eh bei uns, sagt der Mann am Tresen.

    Botswana: D

    Weil Südafrika für Brasilien ist, hält der Nachbar zu Deutschland.

    Brunei: D

    Der Sultan saß vor wenigen Wochen bei Schröder auf der Couch.

    Bulgarien: D

    Der inoffizielle Teil der EU-Aufnahmeverhandlungskriterien.

    Burkina Faso: B

    Ein Asamoah macht noch keinen Sommer.

    Burundi: B

    Der ehemaligen belgischen Kolonie sind Europäer eher unbequem.

    Chile: B

    Vetternwirtschaft.

    China: D

    Mao wollte, dass Königsberg wieder deutsch wird.

    Costa Rica: D

    Den Mittelamerikanern hat Brasilianer die WM versaut.

    Dänemark: B

    Flogen gegen England raus, die dann von Brasilien abgestraft wurden.

    Dominikanische Republik: B

    Amerika first!

    Dschibuti: D

    Bundeswehrsoldaten sind in Schussweite.

    Ecuador: D

    In der Qualifikation vor Brasilien, bei der WM Gruppenletzter. Tut weh.

    Elfenbeinküste: B

    Der weltgrößte Kakaoproduzent zeigt schwarze Solidarität.

    El Salvador: B

    Der ganze Kontinent freut sich auf den Cup.

    Eritrea: B

    Weil Äthiopien für Deutschland ist.

    Estland: D

    Immer dicht an Deutschland.

    Fidschi: B

    Immer weit weg von Deutschland.

    Finnland: D

    Verpassten in der Deutschland-Gruppe die Qualifikation.

    Frankreich: B

    Den Boches keinen Zentimeter.

    Gabun: B

    Brasilien ist ein Teil Afrikas.

    Gambia: B

    Und Gambia schließlich auch.

    Georgien: D

    Hier wird Goethe noch verehrt. Und sicher auch Kahn.

    Ghana: B

    Europäer sind suspekt.

    Griechenland: D

    Abendländischer Doppelpass.

    Großbritannien: B

    Hauptsache, die Krauts verlieren.

    Guatemala: D

    Die Mittelamerikaner setzen sich so von Mexiko ab.

    Guinea: B

    Sympathie out of Afrika.

    Guinea-Bissau: B

    dito

    Guyana: B

    Mittel ist Süd ist Nord ist Amerika.

    Haiti: B

    Wo, bitte, liegt Deutschland?

    Honduras: B

    Eine Frage der Nachbarschaft.

    Indien: B

    Schwellenländer halten . . .

    Indonesien: B

    . . . zusammen.

    Irak: D

    Weil Völler die Bush-Jungs geschlagen hat.

    Iran: B

    Weil Europäer böse sind.

    Irland: D

    Ein 1:1 gegen den Weltmeister adelt!

    Island: D

    Geysire und Vulkane - wie Miroslav Klose.

    Israel: B

    Die Last der Vergangenheit.

    Italien: D

    Keine Teutonen-Fans - aber Brasilien soll Italien bei den WM-Titeln nicht endgültig abhängen.

    Jamaika: B

    No problem, man.

    Japan: D

    Man liebt Heidelberg, Loreley und Beethoven. Und Jancker.

    Jemen: D

    Tief im nahen Osten.

    Jordanien: D

    Der König steht gut mit Deutschland.

    Jugoslawien: B

    Rache für Genscher!

    Kambodscha: B

    Hier fehlt's an deutscher Entwicklungshilfe.

    Kamerun: D

    Nur gegen den Weltmeister verloren, das wär doch was . . .

    Kanada: B

    Kanadier sind grundsätzlich für Amerika.

    Kap Verde: B

    War auch mal Portugiesisch.

    Kasachstan: D

    Wir sprechen (teilweise) deutsch.

    Katar: D

    Absolute Monarchie, gute Geschäfte, viel Sympathie.

    Kenia: B

    Der Kaiser hat den Kilimandscharo einst Tansania zugeschlagen.

    Kirgisien: D

    Immerhin ein Prozent Deutsche.

    Kiribati: B

    Auf den Pazifikinseln hält man Europa für Geschichte.

    Kolumbien: B

    Brasilien - einer von uns.

    Komoren: D

    Brasilianische Touristen sind hier keine, Deutsche dagegen viele.

    Kongo, Dem. Rep.: B

    Die Wiege der Bantu-Intellektualität denkt und fühlt Schwarz.

    Kongo, Rep.: B

    Um der Demokratischen Republik nicht nachzustehen.

    Korea, Dem. VR: B

    Ob Kim Jong Il das angeordnet hat?

    Korea, Rep.: D

    Dann wäre man gegen den Weltmeister ausgeschieden. Das macht sogar den 3:2-Sieg der Türken erträglich!

    Kroatien: D

    Dank an Genscher.

    Kuba: B

    Vinceramos los americanos.

    Kuwait: B

    Al-Qaida-Lager terrorisiert so den dekadenten Westen.

    Laos: B

    Die Europäer interessieren sich schließlich auch nicht für Laos.

    Lesotho: B

    Ronaldo, Rivaldo, Carlos - unsere Vettern.

    Lettland: D

    Wer hat Riga gegründet?

    Libanon: B

    Schily will schließlich die Hisbollah verbieten.

    Liberia: B

    Ex-Sklavennation grüßt Ex-Sklavennation.

    Libyen: B

    Gaddafi, der Sprecher der Entrechteten. Aber: Wieso gehört Ronaldinho dazu?

    Liechtenstein: D

    Das Konto verbindet.

    Litauen: D

    Die Memel verbindet.

    Luxemburg: D

    Frankreich und Belgien raus - was bleibt dem Großherzogtum übrig?

    Madagaskar: B

    Die Insel Afrikas ist ebenso durchmischt wie Brasilien.

    Malawi: B

    Black is beautiful.

    Malaysia: D

    Schwellenland Südost gegen Schwellenland Südwest.

    Malediven: D

    Auch hier lebt man vom Reiseweltmeister.

    Mali: B

    Ziemlich arabisch - aber in erster Linie afrikanisch.

    Malta: B

    Ist ja nicht Mallorca.

    Marokko: D

    Und zwar schon seit der «Panther».

    Marshallinseln: B

    Ozeanien ist ausnahmsweise mal irgendwie vereint.

    Mauretanien: B

    Genau wie bei Mali.

    Mauritius: D

    TUI-Einfluss-Gebiet.

    Mazedonien: D

    Deutschland hat's gerichtet.

    Mexiko: B

    Gringos? Also bitte . . .

    Mikronesien: B

    Kleinststaaten bewundern Riesenländer.

    Moldawien: D

    Man fühlt europäisch.

    Monaco: D

    Schumi, Boris, Schiffer & Co. machen fast schon die Mehrheit aus.

    Mongolei: D

    Gemeinsame kulturelle Wurzeln - im Nibelungenlied ist Attila schließlich ein Held.

    Mosambik: B

    Man spricht portugiesisch.

    Myanmar: B

    Obwohl hier nicht die Wiege des Samba stand.

    Namibia: D

    Prost - wir trinken Windhuk-Lager.

    Nepal: D

    Aus der Höhe der Blick nach Europa.

    Neuseeland: B

    Wie Australien ist man südglobal.

    Nicaragua: B

    Die «taz»-Soli-Aktionen von vorgestern haben es nicht gerissen.

    Niederlande: B

    Immer gegen Deutschland.

    Niger: B

    Wegen Nigeria.

    Nigeria: B

    Wegen Afrika.

    Norwegen: B

    Wegen der Deutschen.

    Oman: B

    Der Halbmond lässt grüßen.

    Österreich: D

    Sonst sind es die Piefkes - aber Fußball können sie.

    Pakistan: B

    Weil man Nuklearmacht ist und das also darf.

    Palau: B

    Ist «frei assoziiert» mit den USA.

    Panama: B

    Jubel von den Anden herab.

    Papua-Neuguinea: D

    Der Bismarck-Archipel schafft Nähe.

    Paraguay: D

    Nur 0:1 gegen den Weltmeister verloren?

    Peru: B

    Keine Frage.

    Philippinen: B

    Katholiken halten zueinander.

    Polen: B

    Erst holen sie den Cup zurück - und dann Schlesien?

    Portugal: B

    Erst recht keine Frage.

    Ruanda: B

    Was haben wir mit den Weißen zu schaffen?

    Rumänien: D

    Kurs Nato.

    Russische Föderation: D

    Weil Berlin auf Königsberg verzichtet hat.

    Sahara: B

    Wenig Interesse für Fußball. Aber: Im Zweifel wird auf Schwarz gesetzt.

    Salomonen: B

    Man liebt Rio.

    Sambia: D

    Eigentlich für Brasilien - aber Deutschland half in der Hungersnot.

    São Tomé und Príncipe: B

    Liegt in der afrikanischen Kniekehle.

    Saudi-Arabien: B

    Eigentlich für Deutschland - aber die acht Tore schmerzen.

    Schweden: B

    Die Tysklander sind im Norden out.

    Schweiz: neutral

    Senegal: B

    Der Fußballstolz Afrikas wird sich weiter gegen Europa richten.

    Seychellen: B

    So verkauft man sicher mehr Bier.

    Sierra Leone: B

    Sing mit: Es gibt nur einen Luis Felipe Scolari.

    Simbabwe: B

    . . . ist Afrika - bis nach Rio.

    Singapur: B

    Sportbesessene südafrikanische Minderheit und Drogen-Deutsche dürften Brasilien verstärkt haben.

    Slowakei: B

    Das alte Misstrauen: Bratislava ist nicht Pressburg . . .

    Slowenien: D

    Nochmals: Genschers Erbe.

    Somalia: B

    Deutsche Soldaten sorgen für die richtige Stimmung.

    Spanien: B

    Hier ist sogar Europa südamerikanisch.

    Sri Lanka: B

    Folgt dem Commonwealth - Skepsis gegenüber Deutschland.

    Südafrika: B

    Zieht wie beim Rugby südamerikanische den europäischen Mannschaften vor.

    Sudan: B

    Lässt sich nicht von Europäern imprägnieren, damit das klar ist.

    Surinam: B

    Man spricht hier niederländisch.

    Syrien: D

    Möllemann sei Dank.

    Tadschikistan: D

    Putin sei Dank.

    Taiwan: D

    Blasilien, Lonaldo, Livaldo, Callos ist schwel auszusplechen.

    Tansania: D

    Wilhelm (Zwo) sei Dank.

    Thailand: D

    Das Touristenklientel entspricht wohl den Fußballguckern.

    Togo: D

    War mal Deutsch, dann französisch, nie portugiesisch.

    Tschad: B

    Roberto Carlos könnte auch von hier stammen.

    Tschechien: B

    Beneschs letzter Sieg.

    Tunesien: D

    Wiedergutmachung für Djerba.

    Türkei: D

    Schaut auf Berlin. Der Sieger von Samstag will mit dem Sieger von Sonntag feiern.

    Turkmenistan: D

    Keine Frage.

    Ukraine: D

    Aus alten Zeiten.

    Ungarn: D

    Aus k. u. k.-Zeiten

    Uruguay: D

    Die Urus lagen dreimal vorn, Brasilien viermal. Aber bitte nicht fünfmal!

    Usbekistan: D

    Im tiefen Osten sind wir beliebt.

    Vatikanstadt: neutral

    Venezuela: B

    Der Nachbar ist der Star.

    Vereinigte Arabische Emirate: D

    Das Thema hatten wir schon.

    Vereinigte Staaten von Amerika: Neutral.

    Soccer? Final? What? Who? Where?

    Vietnam: D

    Hier mag man Amerikanisches nicht.

    Weißrussland: D

    Beim Im- und Export ist Deutschland wichtiger Partner. Dann soll Völler auch gewinnen.

    Zentralafrikanische Republik: B

    Da leben Yakomas. Klingt so wie die Yanomamis in Brasilien. Auch das verbindet.

    Zypern: D

    Geteiltes Land. Da ist Deutschland, seit 1989, Vorbild.

    Summa summarum: Nach der Bevölkerung gerechnet drücken Deutschland 2 480 794 000 und Brasilien

    3 070 524 216 Menschen die Daumen.








    [Dieser Beitrag wurde von Hasi am 16.07.2002 editiert.]

  • #2
    Mikronesien: Nan Madol: Das steinzeitliche Venedig der Südsee

    By inhk -- 20 Mai 2019

    Pohnpei, Micronesia : https://youtu.be/2ZjE4cfxH8o

    https://www.youtube.com/watch?v=2ZjE4cfxH8o

    Die Sonne brennt gnadenlos vom Firmament, wenn es nicht wieder Mal in Strömen regnet. Doch Hitze und Regen machen mir nichts aus, denn das geheimnisvolle Ziel meiner außergewöhnlichen Reise, eine untergegangene Megalith-Kultur in den unendlichen Weiten der Südsee mit dem mystischen Namen Nan Madol, liegt zum Greifen nah. Unter Fachleuten gilt das mächtige, auf weißem Korallengrund errichtete Bauwerk, nicht weniger als das achte Weltwunder. Und doch ist es kaum jemandem bekannt.


    Ancient City of Nan Madol : https://youtu.be/0fdreKvuqgs

    https://www.google.de/imgres?imgurl=...MygHegUIARDjAQ

    https://www.google.de/search?q=Nan+M...yxa0Asv2LoLaM:

    https://www.google.de/maps/place/Fed...4!4d150.550812

    https://www.google.de/destination?q=...XASB1BvaG5wZWk

    https://www.google.de/search?q=Nan+M...pb%2526t%253Dd

    https://www.google.de/search?q=Nan+M...hrome&ie=UTF-8

    https://www.youtube.com/watch?v=0fdreKvuqgs


    Ich trete aus dem grünen Zwielicht des dampfenden Dschungels von Temwen Island ins Freie und alle Strapazen der letzten Stunden sind vergessen. Meine Augen haben anfangs Probleme, sich an das grelle Licht zu gewöhnen. Doch das ist nichts im Vergleich zu dem Anblick, der so spektakulär ist, dass er mir den Atem raubt. Das hatte ich nicht erwartet. Unmittelbar vor mir türmen sich gewaltige Steinstrukturen auf – mysteriöse Relikte einer untergegangenen Hochkultur. Ich habe es geschafft!

    Nan Madol liegt, von Europa aus gesehen, wortwörtlich am anderen Ende der Welt. Wer einmal dorthin gereist ist, der weiß, wie groß unser Erdball wirklich ist. Aber die rund 22.000 Kilometer Anreise lohnen sich! Auf der Suche nach dieser uralten Ruinenstadt war ich, vom chinesischen Festland kommend, viele Tage auf einem Schiff unterwegs, um das kleine Eiland Temwen zu erreichen. Es liegt südöstlich der Insel Pohnpei, früher auch Ponape genannt – man kann es mit „auf einem steinernen Altar“ übersetzen – im Archipel der Karolinen. Diese abgelegene Inselgruppe zählt politisch zu den Föderierten Staaten von Mikronesien und ist fast dreitausend Kilometer vom nächsten Kontinent entfernt. Doch jetzt liegt es unmittelbar vor mir – Nan Madol – und ich kann mir einen archäologischen Kindheitstraum erfüllen.

    Nan Madol, wörtlich übersetzt „Herr von Deleur“, benannt nach einem bedeutenden Stammesfürstentum auf Pohnpei, ist ein dichter Komplex von 92 künstlichen, von Menschenhand angelegten Inseln, die auf einem Korallenriff im türkisfarbenen Wasser errichtet wurden. Es war keine Stadt im heutigen Sinne, sondern primär ein abgegrenztes Ritualzentrum und Wohnstätte einer politisch-religiösen Dynastie und Elite, die sich Saudeleur nannte.

    Auf der Insel Pohnpei finden sich noch heute hunderte Überreste von Statusbauten wie Häuptlingsgräber und umhegte Residenzen, Häuser und Zeremonialanlagen. Doch das mächtigste und besterhaltene Hauptbauwerk ist Nan Dauwas („Im Mund des Hohen Häuptlings“), eine gigantische Grabplattform der Saudeleurs im östlichen Stadtteil. Hier wurden die ersten Herrscher von Nan Madol, darunter der sagenhafte Eroberer Isokelekel, feierlich in bunkerartigen Grüften bestattet, und hier soll einst die Gottheit Nahnisohnsapw verehrt worden sein. Jene Auserwählten sollen noch Kontakt zu den himmlischen Lehrmeistern gehabt haben, die in der Südsee als reale Wesen angesehen wurden und nicht als geistige Prinzipien oder Verkörperung von Naturgewalten.

    Zunächst wurde bei Ebbe ein Fundament aus tonnenschweren Steinbalken gelegt – unter Wasser! Ob der enormen bautechnischen Leistung kann man nur staunen! Hatte man erst einmal eine Grundmauer errichtet, so wurde sie hauptsächlich mit Steinmaterial, Korallenstücken und Erde aufgefüllt. Auf dieser Basis wurde eine fast neun Meter hohe und stolze drei Meter dicke Mauer im Blockhausstil aus überkreuzten Basaltsäulen aufgetürmt. Genau vor dieser grandiosen, noch völlig intakten Mauer stehe ich nun staunend, als ich den Urwald hinter mir zurücklasse.

    Die bis zu neun Meter langen, sechs- und achteckigen natürlichen „Steinbalken“, wovon einige bis zu fünfundzwanzig Tonnen wiegen, sind millimetergenau aufeinandergesetzt. Aufgeregt umlaufe ich den riesigen, quadratisch angelegten Gebäudekomplex mit mehreren breiten Durchlässen. Jede Seite misst neunzig Meter. Vorsichtigen Schätzungen zufolge wurden allein hier schon 25.000 Basaltsäulen verarbeitet!

    Selbst euphemistische Umschreibungen wie „unglaublich“ oder „einzigartig“ sind viel zu ausdrucksarm, um hinreichend zu beschreiben, was die genialen Konstrukteure Nan Madols hier mit amorphen Basaltblöcken und korallenem Material einst vollbracht haben! Auch noch so gute Fotos können die unglaublichen Leistungen der alten Südseebewohner nicht ausreichend würdigen.

    Tatsächlich war der Zweck des riesigen Bauwerkes ein rein repräsentativer, um die Macht der Saudeleurs zu unterstreichen. Besonders beeindruckend ist das detailliert überlieferte Ritual des Schildkrötenopfers. Priester holten die Schildkröte ab und brachten sie zum Strand, um sie rituell zu waschen und mit geweihtem Kokosöl zu salben. Aufrecht in ein Kanu gestellt, geschmückt und von Adepten eskortiert. Dort wurde das Opfer hochgehoben und auf einen heiligen Basaltstein geschleudert. Danach zerschmetterte man ihr auf dem Hügel aus Korallenblöcken den Kopf mit einer geweihten Keule. Der oberste Priester zerschnitt den Bauchpanzer mit einer scharfen Muschelschale und weidete das Opfer aus. Anschließend wurde das Fleisch in einem Erdofen gekocht. Unter Rezitieren von Beschwörungsformeln lockten die Priester die heilige Muräne aus ihrem Loch und fütterten sie mit den gekochten Innereien. Der Rest des Fleisches wurde an die Priester und die Saudeleurs verteilt. Dem Opfer durften nur die höchsten Priester und der Herrscher beiwohnen. Alle damit verbundenen Orte, Zeremonien und Gerätschaften waren für das gewöhnliche Volk tabu.

    Diese beeindruckenden Geschichten und Legenden im Kopf, fühle ich mich wie Indiana Jones auf der Suche nach unentdeckten Tunneln und Grabeingängen. Die rätselhaften Bauten wirken märchenhaft schön. In üppigem Pflanzengrün sind oft massive Mauerbauten nur noch zu erahnen. Selbst in den besterhaltenen Gebäudeteilen breitet sich stetig die Natur aus. Die mächtigen Wurzeln der Palmen durchdringen die Fundamente von Steinmauern und drohen sie zum Einsturz zu bringen. Mangrovenbäume wachsen direkt im Gemäuer und sprengen Steinblöcke auseinander. Andere wiederum sind fast vollständig von tropischem Blattwerk zugewuchert.

    Die künstlichen Inseln, verbunden durch kanalartige Seewege anstelle von Straßen, werden auch als „Ort der Zwischenräume“ bezeichnet und trotzen seit unzähligen Jahrhunderten den Gewalten des tosenden Meeres. Es ist ein faszinierendes Erlebnis, sich vorsichtig per Boot in jenes Kanallabyrinth hineinzuwagen. Im grünen Dickicht ragen hohe Pfahlwurzeln weit aus dem brackigen, manchmal faulig riechenden Wasser heraus, verzweigen sich oberhalb des Wasserspiegels zu bizarren gewachsenen Kunstwerken.

    So gut einige Teile der Außenmauer auch noch erhalten sind, so sehr haben furchteinflößende Kräfte gewaltigen Ausmaßes anderen Bereichen Nan Madols zugesetzt. Die imposanten Basaltsäulen, die heute nur mit starken Kränen bewegt werden könnten, wurden umhergewirbelt, so als handele es sich um ein überdimensionales Mikado-Spiel. Wer oder was brachte diese monumentale Konstruktion teilweise zum Einsturz? Ein Erdbeben? Ein Orkan? Eine Riesenwelle? Oder fielen sie von Menschenhand in einem Krieg?

    Viele unbeantwortete Fragen machen das in den Weiten der Südsee verlorene Nan Madol bis heute zu einem Mysterium besonderer Art. Warum wurden diese steinzeitlichen Monsterbauten unter kaum vorstellbarem Aufwand ausgerechnet im Meer vor Temwen Island geschaffen? Warum geschah dies nicht auf der Hauptinsel von Pohnpei selbst? Etwa im Norden, im Distrikt Sokehs, denn hier wachsen die vieleckigen Steinsäulen, erstarrte Lava, wie monströse Haare aus dem Boden. Warum wurden diese natürlichen Riesenbalken abgeschlagen und wie auch immer über weite Distanzen zur eigentlichen Grabanlage transportiert?

    Das Verschiffen und Verbauen dieser gewaltigen Blöcke muss den Einsatz von Zehntausenden von gut organisierten Arbeitern bedeutet haben. Und die müssen alle gekleidet und ernährt worden sein. Das aber, so die einhellige Meinung der Gelehrten, war eigentlich unmöglich. Für ein auch nur annähernd so großes Heer von Arbeitern gab es weder Platz noch hinreichende Nahrungsmittel. Überzeugende Antworten vermögen die Archäologen bis heute nicht bieten!

    Fazit: Eigentlich dürfte es die monumentalen Anlagen von Nan Madol gar nicht geben. Sie existieren aber – und lassen viel Raum für Spekulationen und Fantastereien, die bis zur baulichen Unterstützung durch Aliens reichen.

    Die Besiedlung der Insel Pohnpei liegt, wie aus Funden von Lapita-Keramik ersichtlich ist, mindestens 3.000 Jahre zurück. Nan Madol selbst begann seine Rolle als rituelles Zentrum des Stammesfürstentums von Madolenihmw um etwa 500 n. Chr. mit dem Aufstieg der Dynastie der Saudeleurs. Deren Megalithbauten, ein Werk ihres Donnergottes, wurden laut Uran-Thorium-Datierung, der beim Bau verwendeten Korallenbruchstücke, ab 1180 n. Chr. errichtet. Das zentralisierte Reich kollabierte um 1650. Die Gründe sind nur schwer nachzuvollziehen. Als das Reich wieder in Stammesfürstentümer zerfiel, wurde Nan Madol weiterhin als religiöses Zentrum genutzt, wenn auch in bescheidenem Umfang. Noch 1910 residierte ein Stammeshäuptling auf einer der Inseln.

    Erst anno 1828 entdeckte der russische Kapitän Fedor Lütke die fantastischen Zeugnisse der insularen Hochkultur. Ihm folgte ab 1869 der Forscher und Abenteurer Johann Stanislaus Kubary, der auf Pohnpei eine Plantage bewirtschaftete und für das Museum Godeffroy ab 1870 Relikte aus Nan Madol sammelte. Die erste Grabung nahm der damalige deutsche Vizegouverneur Victor Berg im April 1907 auf Wunsch des Leipziger Völkerkundemuseums vor. Seine Aufzeichnungen gingen aber leider verloren. Er starb nur einen Tag, nachdem er das Grab von Isokelekel öffnen ließ, nach dem ärztlichen Befund an einem Sonnenstich und „totaler Erschöpfung“. Die Einheimischen glaubten jedoch an die Vergeltung der Götter für die Entweihung des geheiligten Königsgrabes.

    Die erste Untersuchung unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten unternahm der Ethnologe Paul Hambruch, der im Rahmen der Hamburger Südsee-Expedition von 1908 bis 1910 Nan Madol sorgfältig vermaß und eine genaue Beschreibung sämtlicher Inseln vorlegte. Er zeichnete eine exakte Karte, die heute noch als Grundlage archäologischer Arbeiten herangezogen wird.

    Viel zu kurz ist meine Zeit vor Ort, um weitere Geheimnisse von Nan Madol zu lüften. Wer einmal hier war, ist vom geheimnisvollen, friedlich-idyllischen Zauber der Anlage gefangen und möchte immer wieder in dieses weltentrückte Paradies zurückkehren. Es sind nicht die erstaunlichen Ruinen allein, die faszinieren. Es ist auch nicht die üppige Pflanzenpracht, die es auf anderen Südseeinseln in bunteren Variationen gibt, die den Besucher fesselt. Es ist die dichte Atmosphäre, die von begabten Hollywood-Regisseuren mit noch so vielen Dollars nicht realisiert werden könnte, die den Besucher in ihren Bann zieht: Hier sind Mythen und alte Sagen förmlich greifbar. Man spürt sie geradezu körperlich, ohne sie zu verstehen.

    Ich blicke zurück auf die Mauern im Meer, die im Dunst der untergehenden Sonne langsam schemenhaft verschwinden. Zurück bleibt die Erinnerung an die märchenhaft schöne, verträumte Zauberwelt von Nan Madol, dem steinzeitlichen Venedig der Südsee.

    Christian Rommel, ROX Asia, Hong Kong

    https://www.inhkmagazin.com/nan-mado...g-der-suedsee/

    Kommentar


    • #3
      Was es sonst noch so gibt
      Anti-Terror-Gesetze greifen nicht nur in BRD?
      Gestern wurde in einem Beitrag ausführlich darüber geschrieben, dass
      mit Meldungen und News über Aktien Börsenkurse bewegt werden können.
      Heute kam die Add Hoc Meldung, dass der holländische Staat gegen die
      ABN-Amro eine fast 0,5 Mrd. Euro Strafe verhängt hat. Die Bank an der
      der holländische Staat noch eine starke Beteiligung hält, hat die Strafe
      akzeptiert.
      Diese hohe Strafe wird bestimmt nicht kursförderlich sein. Also, erzeugte
      oder erzwungene Strafen für Aktienunternehmungen aufgrund von Gesetzen,
      gehen hier direkt zu Lasten des Börsenkurses.

      Kommentar


      • #4
        Die richtige Entscheidung treffen?
        Zur Zeit fängt bei vielen Gesellschaften die Dividendenausschüttung an?!
        Kann es von Vorteil sein, vor der Dividendenausschüttung den jeweiligen Wert
        zu verkaufen. Gewiss, diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten. Nach
        dem ex fallen die meisten Werte um die Dividendenausschüttung. Einige
        gute Werte holen die Dividendenauszahlung schnell im Kurs wieder auf.
        Einen möglichen Gewinn oder Verlust mitnehmen kann schon der Überlegung
        wert sein. Der Fiskus oder die Fiskusse, wenn das Ausland noch involviert
        ist, kassieren meistens über 25 % von den Anlegern.
        Von einem Anleger -leider verstorben- habe ich den klugen Satz gehört: "dass
        er sich nie von steuerlichen Aspekten bei Anlagen hat leiten lassen." Hier handelte
        es sich um einen Langfristanleger. Wie gehen jetzt die kurzristig und mittelfristig
        orientierten Anleger vor? Die Steuererklärungen müssen ja jedes Jahr mit Freude
        ausgefüllt werden. Alle lieben Bürger zahlen bekanntlich gern Steuern?! Bis bald!

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        • #5
          Heiß, Heiß geht es zur Stunde an den Börsen her.
          Sollte jetzt der Spruch zur Wahrheit werden:"Sell in the May and go away?"
          Dieser Spruch ist in der Jetztzeit großer Käse. Kurse werden natürlich zu
          einem großen Teil von Hedge-Fonds usw. an den Börsenplätzen gebildet.
          Weiter spielen jedoch auch die wirtschaftlichen zukünftigen Perspektiven
          eine große Rolle. Gerade nach Corona hat die Wirtschaft einen großen
          Aufholbedarf und so ist bereits jetzt ein stetiges Wachstum vorprogrammiert.
          Irgendwie werden die Kurse auch wieder davon profitieren.
          Nicht zuletzt sind auch die Notenbanken der Welt durch Nullzinspolitik und
          Geldflut Treiber an den Weltbörsen.

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          • #6
            Konfrontation innenhalb der politischen Bühne kann der Börse und hier den Kursen nicht wirklich dienen
            Entspannung auf der Weltbühne könnte zur Zeit wirklich anders aussehen? Ein Muskelspiel hier Groß-
            manöver egal von welcher Seite passen nicht zu einer wirklichen Entspannungspolitik. Sicherlich ange-
            meldete Großmanöver hat es zu jeder Zeit gegeben. Die Nato unter Führung der USA planen ein Groß-
            manöver in ehemaligen Krisengebieten. Muss dies wirklich sein. Erst vor wenigen Tagen hat Russland
            ein Großmanöver in der Nähe zur Ukraine beendet. Selbst China gießt unbewusst noch etwas Öl ins
            Feuer indem militärische Flugzeuge das friedliebende Land Taiwan überfliegen. Friedenspolitik muss wieder
            anders aussehen. Die EU will ein Abkommen mit China außer kraft setzen. Über die Gründe lässt sich
            sicherlich friedlich streiten. Die Ever Given eines der größten Containerschiffe der Welt wird noch immer
            im Suezkanal festgehalten. Auch hier liegt die Vermutung nahe, dass die versicherungstechnischen
            Fragen nur vorgeschoben werden. Selbst die Ankündigung aus den USA, dass die Zinsen mittelfristig
            wieder angehoben werden könnten, sind nicht für den Konsolidierungskurs der Weltbörsen förderlich.

            Die Welt hat die Pandemie Covid 19 noch nicht wirklich überstanden und schon werden wieder andere
            Probleme auf der Weltbühne aufgebaut. Selbst das nicht harmlose Ebola Virus ist im Kongo wahrschein-
            lich noch nicht wirklich ausgerottet. Die ideologischen Machtkämpfe von Großmächten passen nicht
            wirklich in die Zukunft des 2100 Jahrhunderts. Das Elend in der Welt,welches in Teilen von Asien, Afrika
            und Südamerika nicht übersehen werden darf, muss die gesamte Menschheit angehen.

            Die Greta hat das Herz in die Hand genommen und aufgezeigt, was an der kranken Erde alles nicht stimmt.
            Zukünftige Kriege werden das Weltklima bestimmt nicht verbessern. Der morgige Tag wird es sicherlich in
            der Diplomatie in sich haben. Noch einen schönen Abend! Hier besteht die Hoffnung, dass die innere Ein-
            kehr wieder wirklichen Frieden in die Herzen bringt.

            Nordstream II ist sicherlich hier nur ein Seitenarm ungelöster Probleme.

            PS: Die Teufel der Welt können leider grausam zuschlagen.

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            • #7
              Was es sonst noch so gibt?
              Heiße Diskussion; sollen reiche Leute wirklich mehr Steuern zahlen?
              Selbst der Milliardär Warren Buffett ist im jüngsten Statement dafür,
              dass die Superreichen ruhig mehr Steuern zahlen sollen. Allerdings
              gibt es auch andere Gedanken zu diesem Thema. Einige Volkswirte
              sagen, dass höhere Steuern Gift für die Wirtschaft und die Beschäftigung
              seien. Ganz von der Hand kann diese These leider nicht geworfen werden.
              Im Produktionsgewerbe investieren viele Unternehmer den letzten Cent
              für die Unternehmung und sind hier auf die Kreditmühle angewiesen.
              Hier können Steuererhöhungen richtig weh tun. Es kann natürlich sein,
              dass den wirklich Superreichen, eine Steuererhöhung nicht schadet.
              Der richtige Umgang mit Vermögen und Steuern. Zur Zeit geben viele
              Staaten auf der Welt wegen der Pandemie Geld an Unternehmungen
              und Privatleute, weil die Gruppe nicht mehr zurecht kommt. Hier haben
              die Staaten bei den Maßnahmen nicht gedacht, dass die Pandemie
              so lange anhält. Also, der Gedanke, dass die vielen Hilfen jetzt langsam
              trotz Pandemie zurückgefahren werden, kann auch nicht schlecht sein.
              Die Verschuldung bei vielen Staaten hat progressiv seit der Pandemie
              zugenommen. Nur, die vielen Schulden müssen doch irgendwie in den
              Griff bekommen werden. Gewiss, auf dem Papier macht es wahrschein-
              lich wenig Unterschied, wenn statt 1 Billion Währungseinheit plötzlich
              2 Billionen Währungseinheit Schulden stehen. Das verführerische ist,
              dass die niedrigen Zinsen dies erst möglich gemacht haben. Wenn
              Volkswirtschaften mit starken Steigerungen wachsen kann dieses
              böse Spiel lange gutgehen. Nur, bei den lieben Schulden muss also
              bald wieder ein Umdenken kommen. Das jetzige Geldsystem ist so
              ausgelegt, dass wenn es so weitergeht irgendwann ein Crash kommen
              wird. Wollen die Gesellschaften wirklich Hyperinflationen verbunden
              mit Geldentwertung und Kaufkraftverlust. Sehr heißes Thema und hier
              ist es schwer, zwei Meinungen unter einem Hut zu bekommen.

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              • #8
                Was es sonst noch so gibt?
                Der Tag wird kommen, wo die vielen Staatshilfen in den Ländern der Erde wegfallen.
                Zur Zeit gibt es einen süßen Tropf aus dem Milch und Honig fließen für alle die Ziel-
                gruppen die besonders stark in der Pandemie zu kämpfen haben. Durch die starken
                Impfungen in der Welt besteht die Hoffnung, dass die Pandemie ein wenig einge-
                dämmt wird. Allerdings kann aus heutiger Sicht schon gesagt werden, dass es zu-
                künftig öfters notwendig sein wird, die Impfungen aufzufrischen. Das Tragen der
                Masken wird ein alltägliches Muß sein und natürlich das Desinfizieren - wo auch
                immer-. Viele Zielgruppen waren in der Pandemie in der Lage ganz ohne staatliche
                Hilfe auszukommen. Schwieriger wird die jetzt kommende Zeit, wo die Staaten
                schneller als gedacht, die Hilfen kürzen oder sogar ganz einstellen. Dies scheint
                schon ein kleiner Weckruf für uns alle zu sein. Die vielen Meinungen zu diesem
                Thema könnten auch die vielen Leser interessieren.

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                • #9
                  Zur Theorie, dass Imker kein Covid 19 bekommen können.
                  Nicht nur, dass die Firma Uniroyal in Aachen, BRD den Betrieb
                  vorübergehend einstellen musste. Viele Mitarbeiter scheinen
                  schwer an Covid 19 erkrankt zu sein. Ein Mitarbeiter hatte als
                  Hobby "Honigbienen" und liegt nach neuesten Erkenntnissen
                  auf der Intensivstation. Fazit, können es hier besondere Ver-
                  hältnisse am Arbeitsplatz gewesen sein oder hatten die
                  chinesischen Imker einfach nur viel Glück. Wer weiß hier mehr?

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                  • #10
                    Ursula von der Leyen zu Nord Stream 2 -Kommissionschefin
                    Beziehungen zu Russland sind schwieriger geworden. Immerhin,
                    die Gemeinschaft suche immer das konstruktive Gespräch. Aller-
                    dings versuche die EU wirtschaftliche Aktivitäten soweit möglich,
                    von politischen Lösungen und Vorschlägen zu trennen. Vor diesem
                    Hintergrund besteht die Hoffnung, dass der Konflikt zwischen Russ-
                    land und der Ukraine, auf dem Papierweg angegangen wird und
                    mögliche Lösungen angestrebt werden. Die Lieferungen von Gas
                    durch die Ukraine sind ja auch vertraglich unter Dach und Fach
                    gekommen. In Anbetracht dessen, dass sich die US zu einer
                    Lockerung im Sanktions-Prozess gegen Russland entschlossen
                    haben, könnte die Nordstream 2 Leitung in nächster Zeit fertig
                    werden. Hier ist davon auszugehen, dass wenigsten erst mal
                    1 Strang das Festland der BRD erreicht. Die Friedenstaube der
                    EU hat wahrscheinlich die richtigen Worte gefunden.

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                    • #11
                      Auch US-Präsident Joe Biden sieht es als kontraproduktiv an, noch gegen die fast fertig-
                      gestellte Nordstream 2 Aktionen einzuleiten. Auch gegen die Geschäftsführer der Be-
                      treibergesellschaft mit Sitz in der Schweiz soll nicht weiter vorgegangen werden. Aller-
                      dings gilt hier weiter, dass es kein Lieblingsprojekt des US-Präsidenten ist und war. Hier
                      gilt, dass der Präsident der US aus Verbundenheit mit EU-Staaten einen milderen Weg
                      einschlägt.
                      Die Geschehnisse in Belarus sind weit davon entfernt, dass hier Friedenstauben in die
                      Lüfte steigen. Internationaler Terrorismus im Flugverkehr wurde zuletzt auch in Russland
                      nicht für gut befunden. Also, hier war das Staatsgebiet von Belarus durch die Maschine
                      nicht in Gefahr. Wenn Knaben misshandelt werden, wirft dies kein gutes Bild auf ein Staats-
                      gefüge.
                      Die Nato bleibt und ist ein Friedensbündnis; alle Partner haben sich hier auch an gegenseitige
                      Friedensbemühigungen zu halten.

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                      • #12
                        Belarus rückt in den Vordergrund der Weltpolitik
                        Luftpiraterie mit anschließender Geiselnahme und Inhaftierung von
                        Weltbürgern kann wahrscheinlich in Den Haag zur Anklage gebracht
                        werden. Auch Regierungschefs können bei abscheulichen Taten in
                        Den Haag angeklagt werden. Die Gesetzlosen können auch in Ab-
                        wesenheit verurteilt werden.
                        Die EU-Staaten und Natostaaten erwägen ein Flugverbot für Flugzeuge
                        aus Belarus durchzusetzen. Die Nato und die EU haben sich weitere
                        Maßnahmen vorbehalten. Gegen Protestanten im eigenen Land vorzu-
                        gehen ist eine andere Sache als Flugzeuge in der Luft zu kapern.
                        Aus jetziger Sicht muss es als Lüge angesehen werden, wenn hier dem
                        Verdacht einer Bombe an Bord nachgegangen werden sollte. Ist Belarus
                        zur Zeit ein Schurkenstaat, wo ein gesetzloser an der Macht ist?

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                        • #13
                          AfD&Trump&Putin Freunde mögen nicht zugeben dass der neue zar Vladimir Putin I kein Freund von Lukaschenko ist. Der ist genau im Gegensatz zum turbokapitalistischen Zaren kein Oligarchenfreund. Keine marktwirtschaft . Das Sozialsystem wird sogar von westlichen Analysten als beispielhaft für alle Staaten der ehemaligen UdSSR und des ehemaligen Ostblocks bezeichnet. Das muss der kleine Zar finanzieren weil er Belarus als Schutzwall gegen NATO braucht. Hat nun Lukaschenko mit der email (natürlich nicht von der hamas) den zaren reingelegt oder
                          wurde Lukaschenko reingelegt, um dem zaren noch eins auszuwischen? Oppositionelle haben gegen Lukaschenko keine Chance eben wegen des zarenfinanzerten Sozialsystems und der sozialistischen Wirtschaft. Der inhaftierte Typ geht nicht als Märtyrer durch.

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                          • #14
                            Vladimirbush,
                            die Weltbürger kennen den inhaftierten Typ wahrscheinlich zu wenig. Allerdings,
                            hier soll auch eine junge Frau beigewesen sein. Soll die Welt die Augen ver-
                            schließen? Dieses Kidnapping ist doch wohl von Lukaschenko eingeleitet worden.
                            Wenn ein Staat eine besondere Form hat, mit Oppositionellen umzugehen, kann
                            gewiss noch ein Auge zugedrückt werden. Hier könnte argumentiert werden, dass
                            jeder Staat das Recht hat, die staatliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Wenn an-
                            gefangen wird, Bürger aus einer neutralen Zone zu entführen, muss schon etwas
                            genauer hingeschaut werden. Für die Taten von Lukaschenko ist nicht der
                            russische Präsident verantwortlich. Bei manchen Zerwürfnissen liegt der russische
                            Präsident wahrscheinlich gar nicht so verkehrt. Wenn sich Völkergruppen nicht
                            verstehen, die aus zwei heute souveränen Staaten kommen, ist es schwer Richter
                            zu spielen. Auf der Krim hatte und hat auch die russische Atommacht ihr Domizil.
                            Die Bruderstaaten von Russland hier die Ukraine und Belarus sind bekanntlich
                            unterschiedlich zu sehen. Andere Völkergemeinschaften haben wenigstens ein
                            Recht sich eine Meinung zu bilden. Besser ein Geschrille auf dem Papier als
                            Tote auf dem Schlachtfeld. Das Friedensbündnis Nato und EU Europa soll einen
                            weiten Bogen um Belarus und die Ukraine machen. Dies wird dann bestimmt nicht
                            dem Frieden hinderlich sein. Wenn Lukaschenko zur Audienz nach Sotchi reist
                            hatte er bestimmt wieder etwas ausgefressen?

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                            • #15
                              Luftpiraterie über Belarus
                              Kidnapping einer Passagiermaschine mit vielen Menschen an Bord?
                              Zur Zeit stellt sich die Frage, ob die vielen Menschen zwischenzeitlich
                              den Flug ans Reiseziel fortsetzen konnten. Wurde die Maschine wieder
                              zum Weiterflug freigegeben?
                              Der festgenommene Weltbürger Roman Protassewitsch soll erst nach
                              4 Tagen einen Anwalt zu Gesicht bekommen haben und befindet sich noch
                              immer in Gewahrsam der Geiselnehmer. Auch ein Präsident Lukaschenko
                              muss sich dem internationalen Recht hier beugen und unverzüglich die
                              inhaftierte Person oder Personen freilassen. Ein Verfahren in Den Haag
                              scheint in diesem Fall unumgänglich zu sein.
                              Die Abschottung nicht nur im Flugverkehr sondern sogar Schließung der
                              Grenzen scheint unausweichlich zu sein.- Persönliche Meinung-
                              Luftpiraterie darf nicht schöngefärbt werden. Passagiermaschinen unter-
                              liegen einem besonderen Schutz. Jeder Staat wird sicher hier eigene Vor-
                              stellungen haben, wie mit der Angelegenheit umgegangen wird. Die Ver-
                              mutung hier, dass der Pilot der Militärmaschine die Anweisung hatte im
                              ernst die Maschine abzuschießen, zeigt doch, wie hart dieser Fall in
                              Wirklichkeit ist.

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