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ZEW-Gründungsreport Nr. 1 2012

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  • ZEW-Gründungsreport Nr. 1 2012

    Hallo,

    ich verkaufe seit geraumer Zeit erfolgreich EDV-Artikel in die EU. Die Artikel kaufe ich alle bei deutschen Distributoren/Händler ein. Neuerdings erhalte ich aber immer mehr Anfragen aus Nicht-EU Ländern ob ich die Ware zum Beispiel auch nach Kanada, Japan oder andere Drittstaaten versenden würde. Die Kunden wären auch bereit die höheren Versandkosten zu zahlen. Auch mein Hinweis auf die Import/Zollgebühren, Garantie usw. schreckt Sie nicht ab.

    Ich würde das gerne einmal probieren, jedoch schrecken mich Begriffe wir Grau-Import/Paralellimport, Lizenzen, internationalen Erschöpfung und Markenrecht ab. Dann traf ich im Internet auf Sätze wie "Einfuhr in Drittländer bedarf der Zustimmung des Schutzrechtsinhabers usw." und mittlerweile glaub ich ich hab zu viel gelesen und blick jetzt nicht mehr durch :eek:

    Manchmal sind die Kunden Privatpersonen mit jeweils nur 1-2 Artikel pro Bestellung, manchmal aber auch Firmenkunden die gleich >100 bestellen würden. Ob die Kunden die Ware dann weiterverkaufen oder privat nutzen ist mir unbekannt.

    1) Was muss ich als Exporteur und der Kunde als Importeur da alles beachten?
    2) Brauch ich eine Lizenz/Genehmigung von jedem Hersteller um die Produkte exportieren zu dürfen?
    Oder braucht der Kunde, also der Importeur diese Genehmigung?
    3) Was wenn der Hersteller in dem jeweiligen Drittstaat noch nicht vertreten ist, also dort noch keine eigene Importeure und Distributoren hat?
    4) Und wenn der Zoll im Bestimmungsland die Ware beschlagnahmt, drohen mir als Verkäufer / Exporteur dann rechtliche Folgen?

    Kenn mich da absolut nicht aus und will nicht in irgendeine rechtliche Falle tappen.

    Bin daher für jeden Tipp dankbar

    Gruß Gulnor

  • #2
    Prinzipell hast du Recht, wenn eine Firma die Schutz-Namesrechte hat muss man diese um Erlaubnis fragen, die Ware dorthin zu exportieren.

    Beispiel: Nokia Handys / IPOD etc.
    Man kann Nokia Handys kaufen in China, aber bekommt diese nicht nach Europa rein.

    Generell gilt.

    Aufpassen bei s.g. SCHURKENSTAATEN, hier ist ein Export sogar nur mit der Genehmigung von Deutschland möglich. Amerikanische Artikel, also hergestellt im Auftrag und Namen einer amerikanischen Firma (z.B. Dell) erfordert sogar die Ausfuhrgenehmigung der USA zusätzlich.
    Es gibt hier eine s.g. duale Verwendung, eine Festplatte kann in einem privaten PC sein aber auch in einer Steuerungseinheit von einer Raketenabschussbasis.

    Weiterhin solltest du klären, ob die Firmen Importe in andere Märkte verhindern, das kann sein die bieten keine Garantie mehr an, wenn ein Teil von Deutschland nach z.B. Japan geht. Oder Sie gehen sogar einen Schritt weiter und machen einen Fahndungsauftrag beim Zoll und verbieten den Import komplett unter Berufung auf die Urheberrechte / Namesrechte.
    Das zu Prüfen ist sehr schwierig, da dies meistens in Drittländer nirgendswo wirklich verzeichnet ist und es kaum Datenbanken darüber gibt.

    Hier sollte man einen Kollegen in dem Land anrufen und nachfragen, sofern man Verbindungen dorthin hat.

    Die Kernfrage ist halt, in welchen Mengen du exportierst. Wenn das nur eine Maus ist oder mal ein Monitor...mmhh das kann man mal so losschicken.

    Sind die Auftagsvolumina grösser, dann kann es schwierig werden.

    Entscheidend sind die Länder in die es geht. IRAQ, IRAN, LIBANON, SYRIEN, etc sowie Nord Korea sind absolute no goes...und nur mit viel Aufwand verbunden und Genehmigungen. Das kann dauern, bzw geht meistens nicht.

    Viele dieser Länder kaufen über Russland / Ukraine, und fahren den Kram dann mit dem Laster da runter. Oder es geht sogar direkt über die Türkei dorthin.
    Das hat man leider nur sehr schlecht unter Kontrolle.
    Auch wenn man dem Käufer sagt in den AGBs das diese Ware nicht dorthin verkauft oder transportiert werden darf, hält dieses Stück Papier die nicht davon ab es doch zu machen.


    Wichtig ist, das deine Ware dort nicht auftaucht, sonst kann es sein, das der nächste Urlaub in USA auf einer netten Insel namens Kuba endet. So fern die Kenntnis davon erlangen.

    Entscheidend sind die Empfängerländer für den nächsten Schritt.
    Ebenso kannst du Handelsbeschränkungen bei der IHK und Zollamt erfahren zu dem jeweiligen Empfängerland.

    Kommentar


    • #3
      ZEW-Gründungsreport Nr. 1 2012

      Der aktuelle ZEW Gründungs-Report widmet sich im ersten Beitrag dem Thema "Gründungsfinanzierung durch Banken - Der Einfluss von Ratings und Bankkonsolidierung".

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