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    Ebay: Der Fiskus surft mit

    Freibetrag von 512 Euro - Problem der Nachhaltigkeit

    DÜSSELDORF. Ganz Deutschland steckt in der Krise? Von wegen: Beim Internet-Auktionshaus Ebay brummt das Geschäft immer stärker. Immer mehr Internet-Nutzer wollen im Netz versteigern und ersteigern. Aber Achtung: Auch der Fiskus klickt mit. Gesetze und Regeln sollte man beachten.

    Während in der Vergangenheit ausrangierte Kleidung den Weg meist zu den Sammel-Containern fand, wird nun vieles bei Ebay verhökert. Von A wie Abfalleimer bis Z wie Zettelbox kommt alles unter den elektronischen Hammer. Aber auch für Privatleute sind, anders als vielfach vermutet, Gewinne aus Internet-Auktionen durchaus steuerpflichtig - wenn die Gegenstände innerhalb eines Jahres vor dem Verkauf erworben wurden.

    Anzugeben sind solche Gewinne dann als "private Veräußerungsgeschäfte" in der Anlage SO der Einkommensteuerklärung. Es gibt hierfür einen Freibetrag: Die Steuerpflicht beginnt erst ab einem jährlichen Gesamtgewinn von insgesamt 512 EUR.

    Gewerbliche Einkünfte erzielt ein Verkäufer hingegen, wenn er "nachhaltig" bei den Auktionen Ware anbietet und verkauft. Das könnte bei den so genannten "Powersellern" zutreffen, die jeden Tag was Neues anbieten. Dann kann je nach Umsatz sogar noch eine Mehrwertsteuer- und Gewerbesteuerpflicht hinzukommen.

    Eine einheitliche Rechtsprechung fehlt bislang. Nach Ansicht von Steuerberatern liegt noch keine Nachhaltigkeit vor, wenn jemand nach und nach seine private Plattensammlung versteigert oder den Dachboden ausräumt und den Krempel stückweise unters Volk bringt. "Wer sich als Privatmann aber für Ebay regelmäßig Nachschub etwa auf Flohmärkten besorgt, kann Probleme bekommen", warnt der Krefelder Steuerberater Markus A. Pfeifer.

    Eindeutiger ist der Fall bei Händlern, die neben ihren Ladenlokalen das Internet als weiteren Vertriebskanal nutzen. Dann unterliegen die Ebay-Umsätze ebenso der üblichen Besteuerung wie die sonstigen Geschäftsumsätze. Um diesen Personenkreis kümmern sich die Fahnder besonders. Denn während die Geschäfte im Netz blühen, werden gerne im Ladenlokal Verluste erzielt, die noch über Jahre hinaus verrechenbar sind. Der Steuerausfall ist enorm, da erst jetzt wirksame Kontrollen aufgebaut werden.

    Viel Hoffung setzen die Fahnder dabei eine neue Software, die verdächtige Umsätze im Netz ausfindig machen soll. Die Suchmaschine des Bundesamtes für Finanzen sammelt automatisch Informationen auf Händlerseiten, stellt Verbindungen zwischen An- und Verkäufen her und vergleicht die Erkenntnisse schließlich mit Datenbanken der Finanzbehörden oder zum Beispiel mit den Handelsregistern.

    Wer also etwa regelmäßig neue PC-Teile anbietet, könnte schnell im Raster der Suchmaschine hängenbleiben. Der Rest ist dann Routine: Der Verkäufer wird ermittelt, seine Steuererklärung gecheckt - wenn dort zu den Umsätzen nichts angegeben war, droht Ärger. Treten Nutzer unter Phantasienamen wie "Schneewittchen" auf, sind sie trotzdem nicht aus dem Schneider: "Der Datenschutz ist oft eingeschränkt", sagt Rechtsanwalt Udo Vetter (Düsseldorf).

    In Nordrhein-Westfalen sind inzwischen Finanzbeamte nur für Online-Sünder abgestellt worden. Und die Ergebnisse? Nach Behördenangaben wurden in Düsseldorf im vergangenen Jahr 15 Ermittlungsverfahren abgeschlossen, in einem Fall soll das dem Fiskus Mehreinnahmen von 2 Mio. EUR gebracht haben. Steuerberater Pfeifer: "Es sollte jedem klar, dass gerade online viele Spuren zurückbleiben."

    aus tagblatt.de und citynetz.de

  • #2
    Fahnder im Netz

    mal ein kleiner aktueller Zusatz zu einem älteren thread...für alle die, die sich zu sicher fühlen... ;)

    aus: börse.de

    Berlin (ddp.vwd). Von Second-hand-Klamotten bis zum Brusthaartoupet - Auktionen im Internet werden immer beliebter. Fast zwölf Millionen Bundesbürger nutzen regelmäßig die Marktplätze von Ebay und Co., um ihre private Habe mit Profit zu verticken. Weltweit zählt Marktführer Ebay rund 60 Millionen Kunden. Alle 25 Minuten wandert ein VW, alle sieben Minuten ein Staubsauger und alle dreißig Sekunden ein Handy über den Ladentisch.

    Doch die auf den virtuellen Trödelmärkten erzielten Gewinne sind nicht immer reine Privatsache - gewerbliche Händler müssen mit dem Finanzamt teilen. Wer seinen Keller entrümpelt oder die Wohnung eines verstorbenen Angehörigen auflöst, hat beim Online-Verkauf nichts zu befürchten, selbst wenn er etliche Teile anbietet oder kurzfristig größere Umsätze erzielt. Zum steuerpflichtigen Händler wird man erst, wenn dauerhaft ertragreiche Geschäfte gemacht werden oder sogar Ware zugekauft wird, um sie mit Gewinn unters Volk zu bringen.

    Der Fiskus interessiert sich daher verstärkt für Existenzgründer und etablierte Händler, die die Anonymität des Internets gezielt nutzen, um am Finanzamt vorbei im großen Stil schwarze Kasse zu machen. Mit Hilfe einer virtuellen Suchmaschine namens «X-Pider» ?( durchforstet seit Sommer eine spezielle Prüfgruppe der Steuerfahndung aus Nordrhein-Westfalen sämtliche Verkaufsportale auf der Suche nach unerkannten Steuersündern. Wer über längere Zeit viel verkauft oder größere Posten Neuware anbietet, gerät daher schnell ins Visier der Fahnder. Pseudonyme bewahren die Profi-Verkäufer nicht vor der Enttarnung. Die Betreiber der Online-Portale müssen die Klarnamen der «Power-Seller» auf Verlangen der Finanzämter offenbaren. ?(

    Wer dem Fiskus Abgaben schuldig bleibt, kann sich auch nicht einfach unbemerkt aus dem Staub machen. Nicht nur die Meldebehörden müssen das neue Domizil offenbaren. Auch die Post leistet kräftig Amtshilfe. Unter der Adresse www.umzugsdatenbank.de stöbern pfiffige Steuerfahnder in den erteilten Nachsendeaufträgen säumigen Steuerzahlern hinterher, um die neue Anschrift zu ermitteln.

    Ins Visier der Beamten geraten in jüngster Zeit auch verstärkt professionelle Wertpapierhändler, so genannte Daytrader, die von zu Hause aus im Sekundentakt Wertpapiere kaufen und verkaufen, um am Fiskus vorbei üppige Spekulationsgewinne zu erwirtschaften. Als Handelsplattform dienen das Internet und Firmen wie die Düsseldorfer Sino AG, die den Zockern Software und Computertechnik zur Verfügung stellt. Da die Steuerfahndung den Börsenspekulanten im Netz nur schwer auf die Schliche kommt, werden die Dienstleistungsfirmen verstärkt von Betriebsprüfern des Finanzamtes durchleuchtet.

    Besonderes Interesse findet dabei regelmäßig die Kundenkartei. Massenweise Kontrollmitteilungen an die Wohnsitzfinanzämter der Profi-Zocker folgen. Da die Internet-Dienstleister keinen Banken-Status haben, können sie sich auch nicht unter Hinweis auf das Bankgeheimnis vor der gezielten Rasterfahndung schützen. Ist ein Spekulant nicht bei seinem Finanzamt gemeldet oder passen die Handelsdaten nicht zu seinen Einkommensverhältnissen, wird die Steuerfahndung in Marsch gesetzt. Das um seinen Anteil geprellte Finanzamt fordert bis zu zehn Jahre rückwirkend die hinterzogenen Steuern auf Heller und Pfennig ein - zuzüglich sechs Prozent Zinsen pro Jahr. ddp.vwd/mid/mos

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    • #3
      Powerseller in U-Haft

      http://www.manager-magazin.de/it/art...341555,00.html

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      • #4
        Ich lese immer Gewinn... wenn man bei eBay Waren mit Verlust verkauft, die man nicht zuvor nicht 1 Jahr lang besessen hat, müsste man diesen Verlust ja gegenrechnen können

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        • #5
          Zur Info hole ich mal das alte Thema hoch, denn die Steuersünder-Suchmaschine der Finanzbehörden XPIDER ist immer noch im Einsatz:

          "Suchmaschine des Zolls überprüft täglich 100.000 Internetseiten

          Berlin: (hib/VOM) Die Internetsuchmaschine "XPIDER" des Zolls und der Finanzverwaltung hat von Februar 2006 bis Januar dieses Jahres täglich durchschnittlich 100.000 Internetseiten auf "steuerlich relevante unternehmerische Aktivitäten" überprüft. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung - 16/7978- auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion -16/7782- hervor. Mit Hilfe des XPIDER-Systems werde das Internet nach Unternehmern durchsucht, die im elektronischen Geschäftsverkehr tätig und in Deutschland steuerpflichtig sind. Das System sei in der Lage, automatisiert Internetseiten zu identifizieren, die anhand vorgegebener eindeutiger Merkmale auf eine unternehmerische Tätigkeit schließen lassen. Das System sei in der Lage, Angebote und Verkäufe aus Online-Verkaufs- und Versteigerungsplattformen anbieterbezogen zu bündeln. Nach den Käufern der im elektronischen Geschäftsverkehr angebotenen Waren und Dienstleistungen werde dagegen nicht gesucht, heißt es in der Antwort."
          Quelle: www.bundestag.de
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          • #6
            so, auch mal wieder im Lande ;)

            von der eierlegenden Wollmilchsau Xpider hab ich da eine geringfügig abweichende Einschätzung gelesen ;)

            http://www.heise.de/newsticker/meldung/90850/

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            • #7
              Ich hab mal eine Frage:

              Wenn ich so viel verkaufe und so, dass ich Stuern zahlen muss, bin ich dann kein Privatverkäufer mehr sondern gewerblich?
              Also: privat=keine steuernsteuern
              gewerblich = immer steuern?

              Und nochwas:
              Wenn ich doch erst bei 512€ GEWINN steuern zahlen muss, wie ist es dann, wenn ich im laden etwas für 100€ kaufen(Kassenzettel) und dann bei eBay für 200€ verkaufe? Also kann ich sowas 5 mal machen bevor ich mich überhaupt um die Steuer kümmern muss?

              Oder ist es schon stuerpflichtig wenn ich 2 gleiche und neue Artikel nach anander verkaufen, weil ja hier die gewerbliche idee dahintersteckt?

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              • #8
                Kennzeichnung als gewerblicher Verkäufer = immer als gewerblicher Verkäufer auftreten und handeln

                Ein gewerblicher Verkäufer muß sich als solcher kennzeichnen und alle Regeln bzw. Gesetze für gewerbliche Verkäufer beachten. Und das sind schon einige. Verstößt er gegen Vorgaben, so hat er mit Konsequenzen zu leben. Das reicht je nach Verstoß von einer vorübergehenden Sperrung bei ebay über eine kostenpflichtige Abmahnung eines Rechtsanwalts bis zur Steuerstrafsache. Bei groben Verstößen kann das einige tausend Euro kosten und zum finanziellen Ruin führen.

                Kennzeichnung als privater Verkäufer = nur soweit als Privatverkäufer zulässig, wie nicht als gewerblich einzustufen

                Bei einem privaten Verkäufer ist das nicht so pauschal zu sagen. Er kann als privater Verkäufer angesehen werden, oder er rutscht ganz schnell in die gewerbliche Zone ohne es zu merken, oder merken zu wollen. Es gibt verschiedene Gerichtsurteile, die das Maß für die Gewerblichkeit unterschiedlich festgelegt haben. Auch hier kann einem als privat auftretendem Verkäufer, der allerdings im gewerblich einzuordnenden Rahmen tätig ist, ganz schnell von Wettbewerbern oder Fiskus ein Verfahren angehängt werden. Das kann auch sehr teuer werden.

                Bei ebay findest Du erste Hinweise, wer sich selbst schon als gewerblich einstufen sollte:
                http://pages.ebay.de/rechtsportal/allg_1.html
                it appears that you have not posted on our forums in several weeks, why not take a few moments to ask a question, help provide a solution or just engage in a conversation with another member in any one of our forums?

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                • #9
                  Edit: Beitrag gelöscht, hatte Fingertrouble
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