Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Tippfehler nicht bindend für VK

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Tippfehler nicht bindend für VK

    Hi,

    folgende Meldung kam auf heise.de:

    Tippfehler bei Internet-Auktionen nicht bindend für Verkäufer

    Ein Zahlendreher oder andere Tippfehler bei der Angabe des Mindestangebots für eine Online-Auktion binden den Anbieter nicht an den falschen Preis. Der Kaufvertrag gilt spätestens dann als angefochten, wenn der Anbieter den Käufer auf den Fehler aufmerksam macht, so die in Köln erscheinende Zeitschrift Capital (Ausgabe 4/2004). Sie beruft sich dabei auf ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Oldenburg (Az.: 8 U 136/03).

    Im verhandelten Fall hatte der Anbieter chinesische Möbel im Wert von rund 3000 Euro wegen eines Tippfehlers zu einem Mindestpreis von 100 statt 1000 Euro angeboten. Ein Interessent beharrte anschließend darauf, dass der Kauf für 100 Euro zu Stande gekommen sei und verlangte die Herausgabe der Möbel. Als der Anbieter dies verweigerte, zog der verhinderte Käufer vor Gericht und forderte 5500 Euro Schadenersatz. Die Richter wiesen die Klage jedoch ab. Ein Vertrag zwischen den beiden Parteien sei wegen der deutlich unterschiedlichen Preisvorstellungen nicht abgeschlossen worden. (dpa) / (anw/c't)
    Freibrief für Lockangebote?

    Hurz

  • #2
    naja das ist doch kein Freibrief

    hier das Urteil / die Begründung.

    Kommentar


    • #3
      Dieses Urteil sollte man wirklich lesen. Das Zitat ist grob irreführend, weil es die Besonderheiten des konkreten Falls völlig unberücksichtigt lässt, die auch in der Urteilsbegründung gut zum Ausdruck kommen:

      Zum Abschluss eines Kaufvertrages im Wege der Internetauktion ist es deshalb nicht gekommen; weil die Parteien während der Bietzeit umfangreich per EMail verhandelt haben. Ein Vertragsschluss ist dabei gerade an den erheblich differierenden Preisvorstellungen der Parteien gescheitert.
      Die grundsätzliche Verbindlichkeit der bei ebay abgeschlossenen Verträge wird durch dieses Urteil nicht in Frage gestellt. Es würde mich aber nicht wundern, wenn mit diesem Urteil in Zukunft Missbrauch getrieben wird.

      Kommentar


      • #4
        Irgendwie verstehe ich das Ganze nicht so ganz? Warum haben die beiden während der Bietzeit bereits Emailkontakt geführt? Wollten sie die Möbel an Ebay vorbei verkaufen? Daß man sich nicht über einen Verkauf ausserhalb von Ebay einigen konnte hat doch eigentlich nix mit dem Ergebnis dder Auktion zu tun.

        Und wenn der Verkäufer bereits während der Bietzeit aufgrund des Emailkontakts wusste, daß er die Möbel für 100 und nicht für 1000 eingestellt hat, dann hätte er die Auktion doch einfach beenden können. Da er dies nicht tat war es doch anscheinend absichtlich auf 100 Euro Mindestgebot eingestellt (in der Hoffnung daß die Gebote auf über 1000 Euro gehen).

        Kommentar

        Lädt...
        X