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Wissentlich Diebesgut gekauft - Kein Schadensersatz bei Rückgabe; OLG Koblenz; Az 5 U 46/02

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  • Wissentlich Diebesgut gekauft - Kein Schadensersatz bei Rückgabe; OLG Koblenz; Az 5 U 46/02

    Koblenz (dpa/lrs) - Für wissentlich gekauftes Diebesgut kann der Käufer keinen Schadensersatz verlangen, wenn er die Ware dem Eigentümer zurückgeben muss. Dies entschied das Koblenzer Oberlandesgericht. Denn der Käufer habe von vornherein damit rechnen müssen, dass der Eigentümer das Diebesgut zurückverlangt (Az.: 5 U 46/02).

    Das Gericht wies mit seinem Urteil die Schadensersatzklage eines PC-Händlers gegen einen «Lieferanten» ab. Nach den Feststellungen des Gerichts hatte ein damals 19-jähriger Mann in den neunziger Jahren PC-Hardware verkauft, die er zuvor bei seinem Arbeitgeber gestohlen hatte. Als dies Ende 1998 aufflog und die Computer beim Kläger beschlagnahmt wurden, verlangte dieser von dem 19-Jährigen die Rückzahlung des Kaufpreises.

    Das OLG sah für diese Forderung jedoch keine Rechtsgrundlage. Die Richter hielten dem Kläger vielmehr vor, er habe von vornherein gewusst, worauf er sich einlasse. Schadensersatzansprüche stünden allenfalls demjenigen zu, der unwissentlich Diebesgut kaufe.


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