Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Falschauskünfte von Inkassounternehmen können teuer kommen; OLG Bamberg Az. 6U59/03

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Falschauskünfte von Inkassounternehmen können teuer kommen; OLG Bamberg Az. 6U59/03

    Die Geschäfte einer Großhandelsfirma mit ausländischen Lieferanten liefen seit 1999 immer schlechter. Per Zufall erfuhr das Unternehmen, dass ein Inkassodienst seit 1998 auf Anfrage unrichtige Informationen über den Firmeninhaber verbreitet hatte, insbesondere, dass dieser den Offenbarungseid geleistet hätte. Grund für die Behauptung war eine Namensverwechselung.
    So meinte die Großhandelsfirma die Umsatzeinbußen erklären zu können und verklagte das Inkassobüro auf Schadenersatz für ein konkret wegen der Falschauskunft verlorener Auftrag im Wert von 4000 Euro sowie für die 1999 erlittenen Umsatzeinbußen von rund 37000 Euro.

    Die Klage hatte zum Teil Erfolg.

    Die Falschauskunft habe den guten Ruf der Firma geschädigt. Informationen einer Inkassofirma über die Zahlungsfähigkeit eines Kunden seien eine wesentliche Grundlage für Geschäftsbeziehungen und könnten sich, wenn sie unzutreffend seien, ruinös auswirken.

    Durch die Falschauskunft sei aber nur ein konkreter Auftrag in Höhe von 4000 Euro storniert worden. Daher sei der Schadenersatzanspruch auf diese Summe begrenzt. Ob die Falschauskunft daneben auch für den 1999 insgesamt erlittenen Umsatzverlust mitursächlich war, sei nicht bewiesen worden. Daher müsse die Inkassofirma für die allg. Umsatzeinbußen nicht einstehen.

    Urteil vom 07.05.2004 ( OLG Bamberg; Az.: 6U59/03 )
Lädt...
X