Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Börsenstrategie

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Börsenstrategie

    Kann der Mensch bei seinen finanziellen Entscheidungen aus Erfahrung lernen?

    Peter Oppenheimer, der renommierte Analyst der Bank Goldman Sachs, macht der Welt wenig Hoffnung. Die Börsenentwicklung, so der Experte, verlaufe historisch immer nach demselben Muster: Erst komme die Phase der Verzweiflung, dann der Hoffnung, dann komme das Wachstum, dann der Optimismus - und dieser Optimismus lege die Saat für die folgende Verzweiflung.

    Die These vom wiederkehrenden Zyklus hat Charme, zumal sie der Behavioural-Finance-Forschung Rechnung trägt, die dem Menschen ein gefährliches Herdenverhalten attestiert. Doch Oppenheimers Team verzichtet auf den Blick in die Psyche der Anleger; vielmehr hat er die Phasen auf gute Investments hin untersucht.

    Wo soll der Anleger jetzt investieren? Die Antwort ist nicht ganz einfach, denn viel ist passiert seit dem Börsentief am 9. März 2009. Seit damals hat nahezu alles an Wert zugelegt: Aktien, Anleihen, Gold, Rohstoffe. Wie aber geht es weiter, in welcher Phase des Zyklus stehen wir?

    Optimismusphase: Dezember 2005 bis Juni 2007

    Ende 2006 – Anfangs 2007: 3/4tel meiner Shares verkauft

    Verzweiflungsphase: Juli 2007 bis März 2009 (26? Monate)

    Käufe November 2008: Gazprom, Uralsviazinform, Sberbank, OGK 1, RusHydro,

    Käufe Dezember 2008:: RusHydro, OGK 4,

    Käufe Januar 2009: FSK UES, Sibir Energy, Nizhnekamskneftekhin Pref

    Käufe März 2009: Ufa Oil Refinery Pref

    Hoffnungsphase: März 2009 bis Januar 2010 (10 Monate)

    Verkauf Juni 2009: Sibir Energy (Übernahmeangebot)

    Käufe August 2009: Gazprom, Kazanorgsintez Pref, VTB Bank, Avtovaz

    Mit dem Kauf von TGK 9 im November ist meine Investitionsphase abgeschlossen, das heisst,: ich werde in diesem Zyklus keine weiteren Aktien mehr kaufen

    «Wir befinden uns derzeit am Ende der Hoffnungsphase», sagt Oppenheimer. In der Geschichte, so seine Analyse, hätten die Hoffnungsphasen im Durchschnitt zehn Monate gedauert, und die Aktienkurse seien in dieser Zeit um 51 Prozent angestiegen. «Ab 2010 folgt die Wachstumsphase, die historisch rund 33 Monate andauerte», sagt Oppenheimer weiter. Aktienkurse hätten in diesen Perioden durchschnittlich 10,9 Prozent zugelegt.

    Wachstumsphase: Januar 2010 bis Oktober 2012 (33 Monate)

    Folgt man seiner Interpretation, dann ist das grosse AktienRally vorbei; Investoren können nur dann Geld verdienen, wenn sie die richtigen Einzelmärkte identifizieren. Das würde aktuell Folgendes bedeuten: Während in der Hoffnungsphase Aktien generell einen grossen Wertzuwachs erreichen, wären in der Wachstumsphase Rohstoffe wie Öl und Gas stark gefragt sowie Immobilien und die Tourismusbranche. So ist es zumindest in der Vergangenheit gewesen. Nach dieser Wachstumsphase, die nahezu drei Jahre andauere, wachse auch die Euphorie der Anleger. Diese von Oppenheimer identifizierte Phase des Optimismus dauerte historisch rund 14 Monate, die Aktienkurse gewannen durchschnittlich noch einmal 24 Prozent.
    Es ist der Abschluss des gesamten Zyklus, denn was folgt, ist wieder die Verzweiflung. Diese Kapitulationsphase der Investoren dauerte historisch im Schnitt 26 Monate, und in dieser Periode fielen die Aktienkurse im Schnitt um 24,9 Prozent. Wiederholt sich die Geschichte ab 2010, dann wird der Aufschwung an den Börsen in den kommenden drei Jahren merklich abflauen.

    Optimismusphase: November 2012 bis Januar 2014 (14 Monate)

    Der Start der nächsten Verzweiflungsphase wäre demzufolge Februar 2014 :eek: . Um sicher zu gehen, müsste ich im Jahr 2013 mein Aktiendepot (diesmal) vollständig leeren und den Erlös (wiederum) in €, $ und CHF – Festgeld anlegen…
    …………….mal schauen :cool:


    So einfach kann Börse sein, doch natürlich können sich Zyklen verändern. Schon allein, weil Wissenschaftler Muster menschlichen Verhaltens identifizieren und diese Erkenntnisse bekannt machen, verändert sich das Verhalten der Menschen. Sie passen sich an und geben der Entwicklung womöglich einen völlig neuen Impuls.
    Auch Klaus Kaldemorgen ist ein erfahrener Finanzprofi. Seit 1982 arbeitet er bei der DWS, der Fondsgesellschaft der Deutschen Bank; 2003 ist er zum DWS-Geschäftsführer ernannt worden. Er hat ebenfalls ein Muster entdeckt in der Finanzmarktgeschichte: «Die Amerikaner haben seit 1990 in jeder Krise die Geldpolitik ausgeweitet. Das hat immer, auch jetzt, funktioniert», sagt er. Allerdings sei das viele Geld seit damals nicht wieder abgeschöpft worden. Und so schwappe es bei der geringsten Hoffnung auf Rendite zurück an die Börsen.
    «Die Liquidität schafft sich ein Ventil», sagt Kaldemorgen. Wie Oppenheimer geht er deshalb davon aus, dass die Aktienkurse 2010 steigen werden, und das, obwohl er keinen selbsttragenden Wirtschaftsaufschwung erwartet. Die Finanzmärkte haussieren also in einer Phase der Stagnation. Das billige Geld macht es möglich. «Wenn Geld sehr billig ist, dann macht mancher damit auch dumme Sachen», sagt Kaldemorgen. So formuliert er seine Befürchtung, dass sich schon jetzt die nächste Blase ausformt.
    Publiziert am 15.11.2009

  • #2
    http://www.faz.net/f30/Images/Logos/logo.gif

    „In Moskau ergeben sich immer wieder Chancen auf Verzehnfachungen“
    Börsen aus Osteuropa zieren oft die Tabellenspitze in der europäischen Performancebilanz. Das ist auch in diesem Jahr wieder so. Osteuropa-Experte Andreas Männicke verrät im Interview, wo weiterhin Chancen locken.

    Wir sprachen mit Andreas Männicke, Geschäftsführer der ESI East Stock Informationsdienste GmbH und Herausgeber des East Stock Trends darüber, was die aussichtsreichsten Börsen sind und über die weiteren konjunkturellen Aussichten der Region.

    Herr Männicke, in Osteuropa ist im Zuge der Krise viel von dem konjunkturellen Schwung verloren gegangen. Ist der Konvergenzprozess, der früher das Geld verdienen in dieser Region relativ einfach machte, damit nicht fürs Erste passé?
    Es ist richtig, dass die treibende Kraft in Osteuropa nicht mehr der Konvergenzprozess ist. Durch die Wirtschaft- und Finanzkrise in den Jahren 2008/9 gerieten die osteuropäischen Länder auch in eine wirtschaftlich kritische Situation, die bei einigen Ländern wie Ungarn, Ukraine, Lettland und Weißrussland fast zum Staatsbankrott führte. Das hat alles andere überlagert und auch die vorher erkennbare Aufbruchsstimmung ging in diesen aufstrebenden Ländern verloren.

    Was in diesen Ländern aber bleibt ist, der wirtschaftliche Nachholprozess, der früher oder später auch wieder zu Wachstum in diesen südosteuropäischen Regionen führen wird. Hier kann man durch fast alle Branchen gehen, seien es Konsum-, Bank-, Versicherungs- oder Energieprodukte. Hier ist die Penetrationsrate im Vergleich zu Deutschland oder Westeuropa immer noch sehr gering, was im Laufen der Jahre durch den Aufholprozess per se zu mehr Wachstum sorgen wird, sobald sich die wirtschaftliche Situation - auch global - wieder stabilisiert. Zudem locken die geringen Lohnstückkosten auch wieder mehr westliche Firmen an.

    Ein anderes Fantasiemoment ist aber nicht der EU-Konvergenzprozesse, der mehr ein politischer Prozess im Zusammenhang mit dem „Abarbeiten“ von vorgegebenen EU-Kapiteln ist, sondern der EWU-Konvergenzprozess, was mehr ein wirtschaftlicher Disziplinierungsvorgang ist, denn hier sollen und müssen in der Tat die Inflationsraten und Zinsen auf westliches Niveau und es müssen vor allen die Haushalte nach den Maastricht-Kriterien konsolidiert werden. Die Maastricht-Kriterien werden zwar jetzt infolge der Mega-Konjunkturprogramme zur Bewältigung der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise auch von westlichen Industrienationen nicht eingehalten, sie sind aber immer noch conditio sine qua non für neue EWU-Mitglieder, die der Währungsunion beitreten und damit dem Euroeinführung wollen. Da Estland trotz Wirtschaftskrise aufgrund eines rigorosen Sparprogramms die Maastricht-Kriterien alle erfüllt hat, dürfen wir Estland auch am 1. Januar 2011 in der Währungsunion willkommen heißen. Die Börse OMX Tallin hat das schon mit einen wahren Kursfeuerwerk um 50 Prozent zu Jahresbeginn im Voraus honoriert.

    Vor allem die Volkswirtschaften in Asien präsentieren sich wesentlich dynamischer und auch in Lateinamerika sind die Wachstumsraten oft höher. Besteht nicht die Gefahr, dass die Region im internationalen Wettstreit an Boden verlieren wird?

    Ich betone bei meinen Seminaren und Veröffentlichungen immer wieder, dass man die osteuropäischen Länder nicht mit den aufstrebenden Ländern in Lateinamerika oder Asien vergleichen kann, weil die Ausgangssituation eine ganz andere ist. . Die Länder Osteuropas sind mehr oder weniger große „ETs“ also „Economics in Transition“. Diese System-Transformation beinhaltet auch Privatisierungsprozesse in einem Umfang wie sie in anderen Ländern nicht stattfinden. das vorherige starke Wachstum resultiert auf Aufholprozessen, die zum Teil, falls es schon EU-Länder sind, durch hohe EU-Subventionen gefördert wird. In den Anfangsjahren mussten auch die Bildungssysteme völlig neu strukturiert werden und die Professoren mussten, was die GUS-Republiken betraf, auch erst einmal die eigene Landessprache anstelle von russischen lernen. Es war ein Neubeginn, dass alle Bereichen des Lebens umfasste.

    Die Emerging Markets in Lateinamerika machen schon lange vor 1990 einen Entwicklungs- und Lernprozess durch. Asien hatte aus der Banken- und Finanzkrise aus dem Jahr 1998, das damals auch Osteuropa mit in den Abwärtssog zog, gelernt und sind jetzt global als solide finanzierte Wachstumsregion meines Erachtens am besten aufgestellt. Die Länder in Lateinamerika und Asien sind zudem wesentlich bevölkerungsreicher und sie haben auch nicht das demografische Zukunftsproblem, mit dem fast alle osteuropäischen Länder konfrontiert werden. Auf der anderen Seite sind die Fachkräfte in Osteuropa in vielen Bereichen sehr gut ausgebildet und es gibt, anders als in vielen Ländern Lateinamerikas, kein Analphabetentum. Leider wird Osteuropa trotz dieser großen Unterschiede immer in einen Topf mit den Emerging Markets sind Lateinamerika und Asien geschmissen.


    Was das Wachstum angeht, so sind die süd- und zentralosteuropäischen Länder vor allem von dem Wachstum im EU-Raum abhängig, da die großen Unternehmen keine „Global Player“ sind und auch nicht werden können, sondern die Im- und Exporte sind zum großen Teil auf den europäischen Raum beschränkt. In normalen Zeiten, in den wir uns noch keinesfalls befinden, haben dann die Zentral- und osteuropäischen Länder ein wesentlich höheres Wachstum im Durchschnitt als die westeuropäischen Länder. Da aber das Wachstum in Europa nicht mehr als 2 Prozent ausmacht, erwarten ich auch bei den zentral- und südosteurpäischen Ländern kein so dynamisches Wachstum wie in Asien oder zum Teil auch in Lateinamerika.

    Die wirtschaftliche Entwicklung fällt auch in der Region derzeit viel heterogener aus als früher. Worauf ist das zurückzuführen und wie beeinflusst das die Anlageentscheidungen?

    Ebenso wie es ein Fehler ist, die Länder Osteuropas mit den Emerging Markets in Lateinamerika und Asien in einen Topf zu werfen, ist es ein Fehler Osteuropa als einheitliches, homogenes Gebilde zu sehen. Noch heute erlebe ich immer wieder in Interviews, dass der Begriff „Ostblock“ immer noch Verwendung findet, was Unfug ist. Schon zu Zeiten, wo der Begriff Ostblock aufgrund des Systemunterschied zum Westen oft auch aus Vereinfachungsgründe oft verwendet wurde, gab es große wirtschaftliche Entwicklungsunterschiede in Osteuropa, die nach der Öffnung des „eisernen Vorhangs“ noch offensichtlicher wurden.

    Das Wohlstandsgefälle in Osteuropa ist auch nach 20 Jahren immer noch sehr groß; es reicht von relativ reichen Ländern wie Slowenien mit einem Bruttosozialprodukt pro Kopf von über 17.000 Euro bis zu den Armenregionen wie der Ukraine mit einem Bruttosozialprodukt von nicht einmal 2000 Euro pro Kopf. Dementsprechend gibt es auch immer noch ein enormes Lohnkostengefälle in Osteuropa von Durchschnittslöhnen von über 1000 Euro (wie in Zentralosteuropa) bis unter 200 Euro im Monat für einen Facharbeiter (wie in der Ukraine und vielen GUS-Republiken). Auch hier zieht die Karawane der westlichen Industrie weiter und sucht sich die Länder mit den geringsten Lohnstückkosten aus.

    Nach der Öffnung 1989/90 und dem inhärenten Systemwandel, gab es zudem unterschiedliche Geschwindigkeiten bei den Transformationsprozessen. Später kamen dann in unterschiedlichen Zeiträumen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit die EU und EWO-Konvergenzprozesse für die zentral- und südosteuropäischen Länder als Multiplikator hinzu, so dass sich hier auch Entwicklungsunterschiede bei den Ländern offenbarten. Russland und auch Kasachstan waren von Vornherein in erster Linie „Rohstoffthemen“, wobei erst durch die Platzierung von ADR/GDR an der New Yorker und Londoner Börse die Aktien in westlichen Portfolios Beachtung fanden.

    Ist in absehbarer Zeit mit der Aufnahme neuer Länder in die EU zu rechnen und wenn ja, wie würde sich das voraussichtlich auf die Kurse der betroffenen Länder auswirken?
    Die nächsten EU-Länder werden die ex-jugoslawischen, südosteuropäischen Länder wie Kroatien, Serbien und Bosnien werden, wobei ein EU-Beitritt theoretisch schon ab 2012 möglich ist. Die EU-Kapital sind hier zum großen Teil schon abgearbeitet. Alle Länder leiden aber nach wie vor unter der globalen Wirtschaftskrise, obwohl sich erste Stabilisierungstendenzen jetzt ergeben. Allerdings ist die Arbeitslosenquote in dieser Region noch erschreckend hoch und auch ist die Korruption noch sehr verbreitet. Ich erwarte durch den EU-Beitritt einen positiven Effekt, der aber nicht so stark ausfallen wird wie in den Vorjahren.

    Speziell in den Randregionen Osteuropas und in den GUS-Staaten trifft man noch immer auf viel Korruption und mafiose Strukturen. Sollte man als Privatinvestor in solchen Ländern überhaupt investieren, da vom Mittelzufluss doch zumeist die „dunklen Kanäle“ profitieren? Oder ist es nicht sinnvoller, etwa durch das Streichen von EU-Subventionen, Missstände aktiver zu bekämpfen?
    Es stimmt, dass die Korruption nach wie vor wie ein Krebsgeschwür in Osteuropa wuchert und es ohne Korruption in Osteuropa vielfach nichts läuft. Das beginnt bei der Erteilung des Führerscheins und geht bis zur behördlichen Genehmigung von großen Industriekomplexen. Auch Gerichtsurteile sind oft von gewissen „Zuwendungen“ abhängig. Es stimmt auch, dass viele Gelder, sogar IWF-Gelder, zuweilen in „dunklen Kanälen“ verschwinden und hier sind sicherlich die Geldgeber berechtigt, entsprechende Nachweise und Kontrollverfahren zu verlangen.

    Nun ist es so, dass in vielen Ländern die jeweiligen Regierungen Bestandteil des korrupten Systems sind und dabei von bestimmten Genehmigungsverfahren nicht schlecht profitieren. So gibt es in Osteuropa sehr viele reiche Bürokraten und auch Gouverneure, die Ihr Geld im Ausland parken. Wenn ich es auch ablehne, dass Osteuropa mit den Emerging Markets aus Lateinamerika und Asien in einen Topf geschmissen werden, so gibt hier doch gewisse Gemeinsamkeiten, was die Korruption anbetrifft. Dieses Übel „Korruption“ ist also in vielen Emerging Markets anzutreffen, auch in Afrika, Asien (China oder Indonesien) und Lateinamerika.

    Auch deutsche Unternehmen wie VW und Siemens wissen wohl ein Lied davon zu singen, was es heißt in diesen Ländern Aufträge zu beschaffen ohne in irgendeiner Form jemand zu begünstigen. Ich würde es aber begrüßen, wenn es gelänge, über geringere Subventionen einen Anti-Korruptions-Mechanismus in die Wege zu leiten.

    Gut sind zuletzt vor allem Randmärkte wie die baltischen Börsen und die Ukraine gelaufen. Handelt es sich hierbei bereits um Übertreibungen oder gibt es noch weiteres Kurspotenzial?
    Nun muss man ehrlich sein und dabei auch sagen, dass die Aktienmärkte in der Ukraine und im baltischen Raum im Jahr 2008 besonders stark eingebrochen waren. Da die Märkte zudem extrem markteng sind, kamen die Anleger in 2008 auch nicht zu vernünftigen Kurse (bzw. Spreads) wieder aus dem Markt heraus. So haben die Börsen aus Kiew und dem Baltikum noch lange nicht wieder ihre Allzeit-Hoch erreicht. Gemessen an den Allzeit-Hochs aus 2007/08 ist also noch viel Luft nach oben.

    Entscheidend sind immer die Bewertungen für eine Überhitzung. Gemessen am Kurs/Buchwert und auch Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) sind die Aktien aus der Ukraine und auch die aus dem Baltikum noch nicht überhitzt, sondern sogar relativ niedrig bewertet. So dürfte das KGV für die Ukraine trotz des rasanten Kursanstiegs um über 60 Prozent immer noch unter 10 liegen. Eine Bewertungsanalyse und Prognose für 20011/12 fällt aber aufgrund der Basiseffekte in 2009/10 schwer. So sind die KGV bei vielen Unternehmen jetzt noch sehr hoch, aber niedrig aufgrund der „Hochrechnungen“ bis 2012.

    Im Baltikum ist nur der estländische Aktienmarkt einigermaßen liquide, Litauen ist noch entwicklungsfähig und Lettland spielt im Moment noch überhaupt keine Rolle bei nennenswerten Portfolio-Investitionen. Auch hier sind noch keine „Bubbles“ erkennbar, sondern nur erste Anzeichen auf dem steinigen Weg zur Normalisierung. In jedem Fall ist keine Euphorie erkennbar. Man ist schon froh, dass alles wieder in einigermaßen geordneten Bahnen verläuft.

    Weitgehend ignoriert werden schon seit längerem die Börsen in Südosteuropa. Woran liegt das und wie sehen hier die Perspektiven aus für ein Ende der Baisse?
    Die Börsen Südosteuropas standen und stehen unter dem unmittelbaren Einfluss der Negativereignisse bei den „PIGS“, also der Verschuldungssituation bei den Ländern Südeuropas. Insbesondere der „Beinahe-Staatsbankrott“ Griechenlands, der fast den Euro gesprengt hätte, hat sich auch auf die Börsen Südosteuropa negativ ausgewirkt. Zudem befinden sich die meisten südosteuropäischen Länder immer noch in einer Rezession.

    Ein Ende der Baisse wird es dann geben, wenn entweder die Weltbörsen zu einer Hausse ansetzen oder sich zumindest die Südeuropabörsen wieder stabilisieren, was ich im Übrigen im nächsten Jahr erwarte. Zudem kommt dann in den Folgejahren wohl doch ein wenig Konvergenzfantasie hinzu, je greifbarer der geplante EU-Beitritt sein wird. Insofern gehören auch diese Länder auf die Überwachungsliste. Anleger können die meisten Länder Südosteuropas über Länder-Zertifikate auf Serbien- oder Kroatien-Baskets /Indices oder die gesamte Region über das SETX-Indexzertifikat abdecken. Falls das westliche Kapital wieder zurückkommen sollte, sehe ich die größten Reboundchancen in Rumänien, was über ein ROTX-Zertifikat möglich ist. Aber auch Bulgarien hat zumindest bei einzelnen Titeln noch Potential, wobei in beiden Ländern die Korruption zurückgedrängt und auch von der EU sanktioniert werden sollte. Dies würde dann auch den Börsen mehr Auftrieb verleihen, die bisher brach liegen.

    Was sind aktuell die Favoritenbörsen (inklusive Russland und die GUS-Staaten) und an welchen Börsen sieht es eher schlecht aus?
    Russland bleibt mein Favorit, zumal sich hier die liquidesten Werte finden lassen und auch eine Branchenselektion möglich ist. An der Moskauer Börse ergeben sich immer wieder, insbesondere nach Krisen, realistische „Tenbagger-Chancen“, also auf eine Verzehnfachung der Kurse in relativ kurzer Zeit (1-2 Jahren). So haben schon jetzt einige russische Aktien den Wert seit dem Tief in 2008/9 mehr als verzehnfachen können, einige Aktien haben dabei sogar neue Allzeit-Hochs erreichen können. So weisen meine beidem Muster-Baskets im East Stock Trends schon jetzt eine Performance von 171 Prozent im konservativem Portfolio und sogar 284 Prozent im spekulativem Portfolio auf.

    Einige Osteuropafondsmanager nehmen immer auch gerne schwergewichtig die Türkei mit in Ihr „Osteuropa-Portfolio“. Wenn man die Geographie nicht so ernst nimmt, dann gehört auch die Türkei weiterhin zu meinen Favoriten, wobei ich hier weiterhin auf Banken setzen werde.

    Mein zweiter Favorit unter den im Westen etablierten Börsen bleibt Warschau aufgrund der Branchen Vielfalt und Auswahlmöglichkeiten; zudem ist die Warschauer Börse der aktivste IPO-Platz in Osteuropa. Polen ist auch das einzige Land in Europa, das bisher keine Rezession hinnehmen musste du auch in diesem Jahr mit 3 Prozent überdurchschnittlich wachsen wird. Auch gibt es in Polen schon institutionelle, inländische Anleger wie Pensionskassen, Banken und Versicherungen, die in Aktien investieren und den Markt stabilisieren. Polen wird zudem mit der Ukraine die Fußball-EM in 2012 austragen, was für zusätzliche Impulse sorgen könnte. Aber auch einige Blue Chips in Ungarn und Tschechien gefallen mir nach wie vor, wobei Tschechien wohl das stabilsten Umfeld in den nächsten Jahren bieten wird, in jedem Fall stabiler als in Ungarn, die mit einer neuartigen Bankensteuer die Anleger verunsicherten.

    Unter den GUS-Republiken gefällt mir Georgien sehr gut. Der Konflikt mit Russland scheint beigelegt und die Wirtschaft entwickelt sich jetzt wieder sehr positiv. Das einzige Vehikel an westlichen Börsen ist hier allerdings die Bank of Georgia.

    In diesem Jahr wird die Börse Kiew wohl - wieder einmal - der Top-Performer unter den Weltbörsen werden. Hier gefallen mir Agrar- und Stahl/Kohleaktien sowie Maschinenbauwerte nach wie vor sehr gut.

    Die Kursentwicklung in Osteuropa wird allerdings primär vom Risikoappetit der ausländischen Großanleger abhängen und hier ist wiederum das Sentiment an den Weltbörsen zu beachten.

    Die Aktien aus Südosteuropa werden wohl vorläufig relative Underperformer bleiben, sie gehören aber in 2011 wieder auf die Überwachungsliste, da ich dann auch mit einem Rebound der Börsen die „PIGS-Länder“ rechne. Oft sind die Verlierer des Vorjahres die Gewinner des folgenden Jahres in Emerging Markets und diesmal so auch in Osteuropa.

    Wie lauten die drei aussichtsreichsten Favoriten auf Ebene der Einzelwerte?
    Hier sollte man immer unterscheiden, ob es sich um liquide, marktschwere Standardwerte oder um illiquide Nebenwerte handelt. Zudem hat eine Beschränkung nur auf drei Einzeltitel immer größeres Risiko als ein breit gestreutes Portfolio. Unter den marktschweren und liquiden Blue Chips gefallen mir Gazprom und Lukoil immer noch sehr gut, wobei beide Aktien von zukünftigen Öl- und Gaspreis abhängen. In diesem Jahr tendierte der Kurs bisher nur seitwärts. Die Aktien sind mit einem KGV von 4 bis 5 immer noch sehr preiswert und im internationalen Peer Group-Vergleich deutlich unterbewertet. Beide Russland“-Red Chips“ sind sogar an der Frankfurter Börse recht liquide und eignen sich daher auch als Trading-Positionen. Die größten Umsätze von russischen Aktien werden ansonsten an der Londoner Börse getätigt, die ich bei illiquiden Titeln auch als Handelsplatz empfehle.

    Unter den Mid Caps gefällt mir - auch unter spekulativen Gesichtspunkten - der russische Düngemittelproduzent Uralkali recht gut, der erst vor kurzem drei neue, sehr ambitionierte russische Großaktionäre bekommen hat, darunter den Oligarchen Suleiman Kerimov, der schon einen Anteil an dem russischen Düngemittelproduzenten Silvinit hält. Es gibt nun Gerüchte, das Kerimov anstrebt Uralkali mit Silvinit und Belaruskali aus Weißrussland im nächsten Jahr zum größten Düngemittelproduzenten der Welt avancieren zu lassen. Wenn dann noch die Düngemittelpreise steigen sollten und die Kapazitäten besser ausgelastet werden, was primär von der Asiennachfrage abhängen wird, hat die Russland-Story Charme.

    Welche Anlagestrategie ist Privatanlegern anzuraten, die an den Ostbörsen mitmischen wollen (Vorgehensweise, Gewichtung, Produktauswahl), aber nicht die Möglichkeit haben, sich intensiv und ständig mit der Materie zu beschäftigen?
    Es gibt schon eine Reihe von Osteuropafonds, die einem Anleger das Stock Picking abnehmen. Ich empfehle hier immer wieder gern den Deka Osteuropafonds oder den Raiffeisen Osteuropafonds, deren Kapitalgesellschaften auch jeweils Russlandfonds haben. Sie konnten in diesem und auch im letzten Jahr Fonds auf deutsche Werte und auch Europa-Werte zum Teil deutlich outperformen. Diese Osteuropafonds setzten vorrangig auf Russland und die Türkei zu 70 Prozent.

    Wer keinen aktiv gemanagten Fonds mit für den Anleger relativ hohen Kosten, sondern Gesamt-Osteuropa passiv im Portfolio haben will, der wählt einen Osteuropa-ETF (wie von Lyxor), wobei er hier anders als bei den oben erwähnten Osteuropa-Zertifikaten kein Emittentenrisiko hat. Die Osteuropa-ETFs sind zudem aufgrund der relativ geringen Transaktionskosten gut zum Traden geeignet.

    Ich empfehle im Grundsatz immer bei erkennbaren Haussephasen an den Weltbörsen die Ostbörsen überzugewichten und bei Baissephasen unterzugewichten, aber dies erfordert zumindest ein aktives Portfolio-Management, ein Timing-Modell und eine der Situation angepasste Liquiditätsstrategie.

    Die Gewichtung Osteuropaanteil zum Gesamt-Engagement in Aktien hängt von dem Risikoprofil des Anlegers ab. Risikogeneigte Anleger, die sich in Emerging Markets wohlfühlen, können 15-25 Prozent in Osteuropa anlegen, weniger risikogeneigte Anleger kommen auch mit 5-10 Prozent als Portfolio-Beimischung aus.

    Das Gespräch führte Jürgen Büttner

    Kommentar


    • #3
      http://www.faz.net/f30/Images/Logos/logo.gif

      Interview
      „Russlands Börse ist in unserem Universum am attraktivsten“

      Auch an den osteuropäischen Börsen ist Geld verdienen längst kein Selbstläufer mehr. Fondsmanager Aivaras Abromavicius von East Capital wittert für Stockpicker aber nach wie vor Chancen. Im Interview verrät er, warum ihm der russische Markt am besten gefällt.

      Aivaras Abromavicius, Fondsmanager bei East Capital
      07. Juli 2010 Geldanlegen an den Börsen in Osteuropa war einst eine einfache Sache. Der Konvergenzprozess im Zuge der EU-Annäherung hatte Gewinne fast garantiert. Doch auch bei dieser Anlageidee hat die Kreditkrise inzwischen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die osteuropäischen Aktienmärkte sind längst keine Einbahnstraßen mehr und auch die Volkswirtschaften tun sich schwer, an die frühere Erfolgsstory anzuknüpfen.

      Warum Fondsmanager Aivaras Abromavicius von der vielfach ausgezeichneten schwedischen Fondsgesellschaft East Capital trotzdem Chancen in der Region und vor allem in Russland wittert, verrät er im nachfolgenden Interview. Sein Urteil hat dabei Gewicht, ist Abromavicius als Fondsmanager doch mitverantwortlich dafür, dass es der East Capital Russia Fund im vergangenen Jahrzehnt mit einem Plus auf Dollar-Basis von 1.565 Prozent zum besten Fonds überhaupt gebracht hat.

      Herr Abromavicius, durch die Schuldenkrise in Griechenland hat sich eine gewisse EU-Müdigkeit breit gemacht. Ist der EU-Erweiterungsprozess deshalb vorbei?
      Eine Erweiterung der EU steht derzeit sicherlich nicht auf der Agenda. Aber obwohl die Chancen auf einen EU-Beitritt derzeit geringer sind, werden die Länder, die derzeit noch außen vor sind, trotzdem ein ansehnliches Wachstum zeigen. Denn sie profitieren von den eingeleiteten Reformen, den Privatisierungen und all den anderen ergriffenen Maßnahmen. Auch ausländische Direktinvestitionen werden weiter in diese Länder fließen und zwar nicht nur aus Europa. Dafür sprechen neben großen Konsumentenmärkten wie der Türkei und der Ukraine auch andere Gründe wie eine noch immer geringe Marktdurchdringung in vielen Branchen.

      Welche der Randregionen Baltikum, Südosteuropa und GUS-Staaten trauen sie am ehesten die Rückkehr auf den Wachstumspfad zu und wo werden Stockpicker am ehesten fündig?
      Alle diese Märkte notieren noch immer um mehr als 50 Prozent unter ihren Rekordhochs. In Serbien beträgt der Abstand sogar mehr als 80 Prozent. Doch die kleineren Märkte sind derzeit nicht auf dem Radarschirm der großen Mainstream-Investoren. Es wird Zeit brauchen, bis das Interesse zurückkehren wird, aber ein echter Stockpicker wird in allen diesen Märkten derzeit attraktive Anlageideen finden.

      Und innerhalb Ihres gesamten Anlageuniversums: Welcher Markt ist da derzeit am aussichtsreichsten?
      Unter fundamentalen Aspekten sieht der russische Markt zweifellos am attraktivsten aus. Für konservativere Anleger dürfte der beste Marktzugang aber ein Investment in einem breit investierenden Osteuropa-Fonds am besten sein. In unserem Osteuropa-Fonds ist Russland derzeit mit 60 Prozent gewichtet. Doch die anderen 40 Prozent sind in 18 anderen Ländern investiert, so dass das Portfolio ziemlich diversifiziert ist.

      Warum sind Sie für Russland so optimistisch?
      Dafür gibt es gleich mehrere Gründe: Zu nennen sind da die politische Stabilität, die hohen Devisenreserven und fallende Leitzinsen. Wer an langfristiges Wachstum in China und Indien glaubt, der ist in Russland gut aufgehoben. Denn selbst wenn diese beiden Länder nur mit Jahresraten von vier bis fünf Prozent wachsen sollte, werden mehr Rohstoffe gebrauchen. Und genau darüber verfügt Russland. Zudem ist natürlich die Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis für den Gesamtmarkt von rund sieben günstig.

      Die Bewertungen mögen günstig sein, das hat aber schon Tradition. Wann wird sich der Bewertungsabschlag aus Ihrer Sicht denn verringern?
      Weil das Land viel besser dasteht als vor 20 Jahren, hätte es längst eine höhere Bewertung verdient. Aber ein Umdenken wird nicht über Nacht passieren. Doch das gibt uns jetzt die Zeit weiterhin zu günstigen Kursen einzukaufen. Zu einem Höherbewertungsprozess könnte es beispielsweise dann kommen, wenn die heimische Fondsindustrie größer wird. Noch ist diese sehr klein, aber das wird sich ändern. Ein Markt wie der polnische weist nicht zuletzt wegen einer starken Anlegernachfrage aus dem Inland heute eine vergleichsweise hohe Bewertung auf.

      Das Gespräch führte Jürgen Büttner

      Kommentar


      • #4
        Wer lange Weile hat kann sich das ansehen!

        http://video.onvista.de/?token=05B74...son_vod.-1.flv

        Alte Weisheiten, aktuell ausgeplaudert. Nehme zur Zeit fleißig Gewinne mit, auch wenn es noch zu früh ist. Meine Strategie ist zur Zeit alles um die 300 bis 500 % + zu verkaufen und Avtovaz, NIZHNEKAMSKNEFTEKHIM, KAZANSKOYE OAO ORGAN SINTEZ, TRUBNAYA METALLURGICH. KOMP. REG.SHS noch liegen zu lassen oder nachzukaufen. Diese Werte sind noch nicht richtig gelaufen, außer Trubnaya.

        Die Energos (kann nicht alle aufschreiben) sind dabei der dickste Brocken im DEPOT. Die ca. 150.000.000 Stück lasse ich bis zur Rente liegen und lach mich hoffentlich bis dahin nicht krank. Grundstück mit 7500 m² von den aktuellen Gewinnen bereits gekauft. Die xxx.xxx,xx fehlenden Euros für´s Haus sind wohl auch bald da.

        Alles wird gut und beim nächsten Crash steige ich wieder voll ein. Bis dahin ist das Haus gebaut und ich habe wieder mehr Zeit.

        Hat sich doch wieder alles gelohnt mit unserem gliebten Mütterchen Russland! Und das in einem Leben bereits zum 2. Mal, ich bin fassungslos?!

        Übrigens zahle ich die Steuern gerne! :eek:

        Gruss Köpenicker! :cool: :cool: :cool:

        Kommentar


        • #5
          alter U botfahrer & submariner

          @ Köpi.

          naja das ist ein stück aus dem tollhaus.
          bei den zinsen momentan kannst du richtig bauen, mach kein pfusch. ok

          woher nimmst du den Chasch für den neueinstig.?

          gibts da was von der KFW.

          alter fuchs.

          Gruss
          Zimmi.

          Kommentar


          • #6
            Marica

            lange nichts von Dir gehört, mit dem Cash kein Problem - ich gehe doch arbeiten ;) und spare

            Gruss Köpenicker! :cool:

            Kommentar


            • #7
              Zitat von Hasi
              Optimismusphase: Dezember 2005 bis Juni 2007

              Ende 2006 – Anfangs 2007: 3/4tel meiner Shares verkauft

              Verzweiflungsphase: Juli 2007 bis März 2009 (26? Monate)

              Käufe November 2008: Gazprom, Uralsviazinform, Sberbank, OGK 1, RusHydro,

              Käufe Dezember 2008:: RusHydro, OGK 4,

              Käufe Januar 2009: FSK UES, Sibir Energy, Nizhnekamskneftekhin Pref

              Käufe März 2009: Ufa Oil Refinery Pref

              Hoffnungsphase: März 2009 bis Januar 2010 (10 Monate)

              Verkauf Juni 2009: Sibir Energy (Übernahmeangebot)

              Käufe August 2009: Gazprom, Kazanorgsintez Pref, VTB Bank, Avtovaz

              Mit dem Kauf von TGK 9 im November ist meine Investitionsphase abgeschlossen, das heisst,: ich werde in diesem Zyklus keine weiteren Aktien mehr kaufen

              Wachstumsphase: Januar 2010 bis Oktober 2012 (33 Monate)


              Optimismusphase: November 2012 bis Januar 2014 (14 Monate)

              Der Start der nächsten Verzweiflungsphase wäre demzufolge Februar 2014
              @Köpi,
              super Sache so no Geldmaschine nicht? :cool:
              Du machst das schon Richtig, mit Haus und Garten und so...

              Ich habe Haus und Garten vor 5 Jahren bezogen und geniesse das Rentnerleben.
              Bleibe mindestens bis mitte Optimismusphase in RU-Shares und werde so ab 2013 langsam die besten Pferde im Stall, zu Dauerwurst verarbeiten

              @marica
              schön dass es Dich noch gibt, hast Du Deinen Umbau schön fertig?
              Bist wohl auf's Alter "die Ruhe selbst" geworden und kannst auf Adrenalin verzichten?

              Kommentar


              • #8
                Depotgebühren

                Passt nicht zu dem Thema, bin erst seit heute dabei und habe noch nicht herausbekommen, wie man ein neues Thema eröffnet.
                Ich habe folgendes Problem. Seit 1996 handle ich russische Aktien am RTS. Da mir dort die Liquidität zu gering ist, habe ich jetzt die Bank gewechselt um auch MICEX handeln zu können. Das funktioniert gut, werde aber für alle an Micex gekauften Titel von der Lagerstelle mit 0,3 % jährlich mit Depotkosten belastet, dazu kommt noch die normale Bankgebühr. Hat jemand eine kostengünstige Lagerstelle?

                Kommentar


                • #9
                  hast Du Deinen Umbau schön fertig?

                  @hallo hase.

                  la nouvelle greation auf der insel ist an der buerokratie vorleufig gescheitert.

                  die denunzianten sind bei uns weiterhin im formarsch. einem armen rentner goennen die auch keine 60 oder 70qm wohnflaeche.

                  das haette ich am wannsee, oder sogar auf schwanenwerder vieleicht hinbekommen.
                  es musste aber frankfurt sein. merde.
                  bin nicht bereit mehr cash in buerokratie zu versenken.

                  in zuerich bin ich auch gewesen, habe es nicht auf die reihe bekommen bei dir vorbeizuschauen.
                  das ist alles andere als professionelle.ok

                  egal, du hast mein wort. :cool:

                  bonne journee a tous

                  fidelment
                  Zimmi.

                  Kommentar


                  • #10
                    @marica

                    Es ist eben nicht mehr wie früher, man müsste halt, allen Unkenrufen zum Trotz, das Ganze ein wenig "sarrazinisieren". ;)

                    Übrigens, mit französisch wird die Sache auch nicht besser...

                    Bis demnächst?
                    Bhüetti, Hasi

                    Kommentar


                    • #11
                      Übrigens, mit französisch wird die Sache auch nicht besser...

                      @ Hase.

                      das ist richtig, du meinst zwei kranke.? ok

                      dazulernen kann nicht schaden.

                      Zimmi.

                      Kommentar


                      • #12
                        Zitat von Hasi
                        Kann der Mensch bei seinen finanziellen Entscheidungen aus Erfahrung lernen?

                        Peter Oppenheimer, der renommierte Analyst der Bank Goldman Sachs, macht der Welt wenig Hoffnung. Die Börsenentwicklung, so der Experte, verlaufe historisch immer nach demselben Muster: Erst komme die Phase der Verzweiflung, dann der Hoffnung, dann komme das Wachstum, dann der Optimismus - und dieser Optimismus lege die Saat für die folgende Verzweiflung.

                        Optimismusphase: Dezember 2005 bis Juni 2007
                        Ende 2006 – Anfangs 2007: 3/4tel meiner Shares verkauft

                        Verzweiflungsphase: Juli 2007 bis März 2009 (26? Monate)
                        Käufe November 2008: Gazprom, Uralsviazinform, Sberbank, OGK 1, RusHydro,
                        Käufe Dezember 2008:: RusHydro, OGK 4,
                        Käufe Januar 2009: FSK UES, Sibir Energy, Nizhnekamskneftekhin Pref
                        Käufe März 2009: Ufa Oil Refinery Pref

                        Hoffnungsphase: März 2009 bis Januar 2010 (10 Monate)

                        Verkauf Juni 2009: Sibir Energy (Übernahmeangebot)
                        Käufe August 2009: Gazprom, Kazanorgsintez Pref, VTB Bank, Avtovaz

                        Wachstumsphase: Januar 2010 bis Oktober 2012 (33 Monate)

                        Verkauf VTB Bank
                        Käufe Rosneft, Lukoil, Surgutneftegaz OGK2 und BMB Munai 3/10-7/10 aus Dividenden und Verk. VTB

                        Investoren können nur dann Geld verdienen, wenn sie die richtigen Einzelmärkte identifizieren. Das würde aktuell Folgendes bedeuten: Während in der Hoffnungsphase Aktien generell einen grossen Wertzuwachs erreichen, wären in der Wachstumsphase Rohstoffe wie Öl und Gas stark gefragt sowie Immobilien und die Tourismusbranche.

                        Optimismusphase: November 2012 bis Januar 2014 (14 Monate)

                        Der Start der nächsten Verzweiflungsphase wäre demzufolge Februar 2014 :eek: . Um sicher zu gehen, müsste ich im Jahr 2013 mein Aktiendepot (diesmal) vollständig leeren und den Erlös (wiederum) in €, $ und CHF – Festgeld anlegen…
                        …………….mal schauen :cool:

                        Es ist gar nicht so einfach, eine solche Strategie konsequent "zu fahren", mit einem Depot, dass seit Kauf 180% im Plus ist, und die Einzeltitel alle zwischen +570% und 86% performt haben. Die Verlockung ist gross, Ernte einzufahren und sich den vielen schönen Shares zu trennen. Gerade diese Tage, mit der (zu erwartenden) Korrektur gehen so ziemlich "an die Nieren" und lassen die Adrenalinproduktion steigen.

                        Doch alle meine (Kontra)Indikatoren sprechen gegen einen Verkauf.

                        Weder herrscht für Aktieninvests grosse Zuversicht und Medienpräsenz,
                        noch traut sich Otto Normalverbraucher im grossen Stil an die Börsen.
                        Viele VorCrashanleger sind noch am "Wundenlecken"
                        Am Stammtisch wird noch nicht über Aktiengewinne diskutiert,
                        die Putzfrau hat auch noch nix damit am Hut.
                        und vor allem; mein Schwager kauft (ums Himmels Willen) noch keine Aktien :eek: )

                        Speziell für Russland sind die Fundamental aber Top:

                        Hoher Oelpreis
                        Gesunde Finanzen
                        kleiner werdende Inflation
                        WTO Beitritt 2011?!

                        ...also, wenn meine Nerven auch ein wenig flattern, ich bleib bei meiner Strategie: vor 2012/2013 keine Ernte :cool:

                        3 Schritte vor, 1 zurück, führt über die Zeit auch zu einer ordentliche Ertrag ;)
                        Angehängte Dateien

                        Kommentar


                        • #13
                          "...noch traut sich Otto Normalverbraucher im grossen Stil an die Börsen"

                          sehe ich ganz anders. otto normalverbraucher ist noch gar nicht wieder an der börse. die aktienhausse der vergangenen 2 jahre wird nur von institutionellen anlegern getragen. und die können mangels alternativen gar nichts anderes tun.

                          hasi, super finde ich, dass du das thema strategie wieder aufbringst.
                          leider kommt es hier im board etwas zu kurz. viele fragen immer nur, wird die xy-aktie steigen oder nicht? 2008 hat gezeigt, dass es besser war alle titel zu verkaufen. denn die krise hat alles herunter gerissen, wie ein tsunami. :mad: auch die guten papiere.

                          für mich steht fest, die mehrheit der marktteilnehmer schaut nur auf die allgemeinen trends, nicht auf einzelne titel. und da märkte von der mehrheit "gemacht" werden, ist entscheidend, in welchem trend wir uns befinden. hier hat der oppenheimer recht.

                          Kommentar


                          • #14
                            na super, uns solls Recht sein

                            14.02.2011 17:12
                            Russland - der billigste Markt der Welt
                            EMFIS.COM - Liebe Leser,

                            der russische Aktienmarkt ist extrem unterbewertet. Mit einem KGV (e12) von 6,6 ist der russische Aktienmarkt der weltweit Billigste! Durchschnittlich sind die Börsen der BRIC-Staaten, USA und Deutschland mit einem KGV (e12) von 10,4 bewertet. Alleine daraus ergibt sich ein Potenzial zur Durchschnittsbewertung von 57%.

                            Russland: Strong Buy!

                            Wer aktuell noch billig Aktien einkaufen will, muss nach Russland. Dies erklärte auch jüngst der Börsenguru Dr. Marc Faber in einem Interview auf Bloomberg. Außer der belegten Unterbewertung russischer Aktien sprechen eine Vielzahl von Fakten für eine anstehende Outperformance oder gar Rallye am größten osteuropäischen Markt.

                            Die Fakten auf einen Blick:

                            Präsidentschaftswahlen: Wahljahre sind meist starke Börsenjahre
                            Infrastrukturausbau: Olympische Winterspiele 2014 und Fußball WM 2018 führen zu Großinvestitionen in die Infrastruktur
                            Sportevents: Historisch belegt (siehe Korea, China, etc.) beflügeln große Sportereignisse in einem Land die Wirtschaft überproportional
                            Rohstoffnachfrage: Weltkonjunktur treibt Energie- und Metallpreise in die Höhe. Russland hat die größten Öl- Gas- und Metallvorkommen
                            BIP-Wachstum 4,3%: sobald der Ölpreis um 10 USD/Barrel steigt, nimmt das Wachstum um 0,5% zu
                            Fondsumschichtung: Russland wird von Kapitalumschichtungen innerhalb der BRIC Staaten profitieren
                            Privatisierungswelle: Russland privatisiert weitere Riesen-Konzerne und macht somit den Finanzstandort Moskau für ausländische Investoren attraktiver
                            Russischer Rubel: durch Unterbewertung zusätzliches Kurspotenzial vorhanden
                            Weltweit Nr. 3 bei Währungsreserven: rund 500 Millionen USD
                            Niedrigste Staatsverschuldung innerhalb der G8-Staaten: nur 7% vom BIP!
                            WTO-Beitritt Russland: 2011 oder 2012 sehr wahrscheinlich
                            Mittelschicht wächst gigantisch
                            Konsum- und Binnenwachstum steigend

                            Alle Fakten, liebe Leser, sprechen für ein tolles Jahr 2011 am russischen Aktienmarkt. In Kürze erhalten Sie ein Russland Special, das die ausgezeichneten Chancen nochmals unterstreicht.

                            Kommentar


                            • #15
                              Jaja, immer haut ordentliche Verkaufsempfehlungen raus. Die Scheune ist voll

                              Kusoke

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X