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Büro in der Wohnung der Freundin

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  • Büro in der Wohnung der Freundin

    Hallo liebe Gemeinde,

    ich habe ein Problem, bei dem ich nach tagelanger Recherche im Netz zu keiner Lösung bzw. Antwort gekommen bin.

    Ich wohne in einer 70qm 3-Zimmer-Wohnung mit meiner Freundin zusammen.
    Das kleine Zimmer (ca. 10qm) möchte ich in ein Büro verwandeln und mich selbständig machen. Hauptsächlich wird die Selbständigkeit in diesem Büro stattfinden.

    Nun mein Problem: Der Mietvertrag, sowie der Vertrag mit dem Stromanbieter laufen über meine Freundin. Klar möchte ich dieses Büro bei der Steuer geltend machen, also Kaltmiete + Nebenkosten + Strom + Internet.
    Ist das überhaupt möglich, wenn der Mietvertrag und der Strom über meine Freundin laufen?
    wie erklärt man das dem Finanzamt? Oder ist das alles kein Problem?

    über Antworten bin ich sehr dankbar.

    Benjamin

  • #2
    Mach mit Deiner Freundin separate Mietverträge über das Arbeitszimmer und die Mitnutzung der privaten Wohnräume. Die tatsächlich geflossenen Zahlungen müssen belegt werden, durch Kontoauszüge oder Barquittungen. Die Nebenkosten wie Strom, Heizung, Internet können pauschalisiert vereinbart werden bzw. eine pauschale Warmmiete inkl. NK. Oder der tatsächliche Verbrauch mittels Nebenkostenabrechnung nachgewiesen werden (Zwischenzähler).

    Falls auch die Privatnutzung möglich ist, sowohl durch dich wie auch durch deine Freundin, Computer etc., erkennt das Finanzamt die Arbeitszimmerkosten vielleicht nicht vollumfänglich an. Lässt sich nicht vorhersagen und bliebe abzuwarten. Du solltest deshalb die Steuerbescheide und ggf. Steuervorauszahlungsbescheide darauf überprüfen, denn Kürzungen erfolgen gern auch stillschweigend ohne Hinweis und ohne Begründung. Wenn Du mit der Steuerberechnung nicht einverstanden bist, ist natürlich Widerspruch möglich.

    Auch ohne separate Mietverträge und Zahlungen für Wohn- u. Arbeitsbereich könntest Du die Arbeitszimmerkosten anteilig geltend machen. Mithilfe einer eindeutig belegten Vertragsregelung wäre es aber vermutlich einfacher und erspart Dir vielleicht Diskussionen über die Anerkennung.

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    • #3
      Tag zusammen!

      Ich muss jetzt erstmal ganz ehrlich sagen, dass ich mir überhaupt nicht vorstellen könnte täglich in der Wohnung meiner Freundin zu arbeiten.

      Stattdessen würde ich mir dann doch lieber wie hier einen Platz in einem CoWorking Space mieten und dort zum Arbeiten hingehen.

      Neben der geringeren Ablenkung hat man dort auch gute Möglichkeiten neue Connections zu finden.
      [FONT=Verdana,Arial,Helvetica,Sans serif][SIZE=3]Kämpfen für den Frieden ist etwa so sinnvoll wie Poppen für die Keuschheit [/SIZE][/FONT]

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      • #4
        Hast du schon was in Erfahrung bringen können?

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        • #5
          Vorsicht beim Einrichten eines Büros bei der Freundin

          Bevor in der Wohnung der Freundin ein Büro eingerichtet wird, sollte wahrscheinlich zuerst
          der Vermieter gefragt werden, ob er mit einer Untervermietung einverstanden ist. Auch
          müsste er aus meinem Baugefühl heraus die Zustimmung bei gewerblicher Nutzung geben.
          Erst wenn der Vermieter sein OK gibt, kann ein Mietvertrag mit der Freundin abgeschlossen
          werden. Im Extrem könnte dies ein Kündigungsgrund vom Vermieter sein.

          Die Mietkosten und Nebenkosten müssen natürlich ehrlich monatlich abgeführt werden;
          damit diese kontrollierbar sind. Hier gelten natürlich bei einem Gewerbe die Anmelde-
          pflichten für ein Gewerbe. Beim Finanzamt muss eine Anmeldung erfolgen. Bei jeweiligen
          zuständigen Gewerbeamt muss ein Gewerbeschein beantragt werden. Je nach Gewerbe
          Anmeldung bei der Industrie- und Handelskammer. Bei der Industrie- und Handelskammer
          können auch fragen gestellt werden zur Gründung einer Unternehmung. Bei bestimmten
          Unternehmen wird auch eine Eignung mit Dokumenten verlangt. Hier kommt es sich auf
          das zu gründende Unternehmen an. Bei einem einfachen Büro ohne Geschäftshinter-
          grund ist dies natürlich alles nicht nötig.

          Bei Gewerbe muss auch ein Sanitärraum zur Verfügung stehen.

          Viel Erfolg!

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          • #6
            Auf jeden Fall brauchst Du von Deiner Freundin einen Untermietvertrag und einen Nachweis, dass Du diese Miete monatlich bezahlst. Ich würde es am besten per Überweisung machen, dann ist es immer problemlos nachweisbar. Eine Quittung mit der Unterschrift von Deiner Freundin tut es natürlich auch. Anders wird es das Finanzamt die Kosten nicht anerkennen.

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            • #7
              Hello!

              Ja, grundsätzlich spricht da in meinen Augen nicht wirklich etwas dagegen, wenn man zum Beispiel genügend Platz und Ruhe in der Wohnung der Freundin vorfindet.

              Wenn das gegeben ist, dann kannst du da nicht viel falsch machen.

              MfG

              Anmerkung der Moderation:
              Bitte keine Werbung!
              Zuletzt geändert von VomFach; 23.09.2020, 16:00. Grund: Link entfernt

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              • #8
                Zitat von townmile Beitrag anzeigen
                Mach mit Deiner Freundin separate Mietverträge über das Arbeitszimmer und die Mitnutzung der privaten Wohnräume. Die tatsächlich geflossenen Zahlungen müssen belegt werden, durch Kontoauszüge oder Barquittungen. Die Nebenkosten wie Strom, Heizung, Internet können pauschalisiert vereinbart werden bzw. eine pauschale Warmmiete inkl. NK. Oder der tatsächliche Verbrauch mittels Nebenkostenabrechnung nachgewiesen werden (Zwischenzähler).

                Falls auch die Privatnutzung möglich ist, sowohl durch dich wie auch durch deine Freundin, Computer etc., erkennt das Finanzamt die Arbeitszimmerkosten vielleicht nicht vollumfänglich an. Lässt sich nicht vorhersagen und bliebe abzuwarten. Du solltest deshalb die Steuerbescheide und ggf. Steuervorauszahlungsbescheide darauf überprüfen, denn Kürzungen erfolgen gern auch stillschweigend ohne Hinweis und ohne Begründung. Wenn Du mit der Steuerberechnung nicht einverstanden bist, ist natürlich Widerspruch möglich.

                Auch ohne separate Mietverträge und Zahlungen für Wohn- u. Arbeitsbereich könntest Du die Arbeitszimmerkosten anteilig geltend machen. Mithilfe einer eindeutig belegten Vertragsregelung wäre es aber vermutlich einfacher und erspart Dir vielleicht Diskussionen über die Anerkennung.
                gute Idee, guter Tipp, so würde ich das auch machen,

                Anmerkung der Moderation:
                Richtig zitieren will gelernt sein!
                Zitat angepasst damit es auch als solches erkannt wird.
                Zuletzt geändert von VomFach; 26.11.2020, 19:34.
                Dass man seinerzeit hätte glücklich sein können, erkennt man unglücklicherweise oft nicht beizeiten.

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