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Software-Programmierer/Entwickler: Freier Mitarbeiter oder Freiberufler?

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  • Software-Programmierer/Entwickler: Freier Mitarbeiter oder Freiberufler?

    Guten Tag an alle eifrigen Leser! Es handelt sich um folgende Situation: ich möchte mich als Software-Programmierer selbständig machen. Nun steht in Frage, ob ich nun Freier Mitarbeiter, Freiberufler oder als etwas anderes einzustufen bin. Das Wissen der Software-Programmierung habe ich mir durch Selbststudium und Lerngänge erworben. Ein staatlich anerkanntes Zertifikat ist vorhanden. Ich möchte Individualsoftware für verschiedene Unternehmen und Privatpersonen erstellen. Ich arbeite nicht für einen bestimmten Auftraggeber sondern habe immer wechselnde Kunden, wobei es natürlich auch vorkommen kann, dass ein Auftraggeber mehr als einmal meine Dienste in Anspruch nimmt (z.B. wenn die Software überarbeitet werden muss oder wenn ein anderes Projekt ansteht). Pro Projekt benötige ich meistens mehrere Tage bis ein paar Wochen. Bei komplexeren Projekte, oder wenn ich nebenbei noch an anderen Projekte arbeite, kann es auch über ein Monat in Anspruch nehmen. Ich arbeite hauptsächlich von zu Hause und arbeite alleine, ich habe also keine Mitarbeiter. Es kann vorkommen, dass ich mich mit dem Auftraggeber treffe, evtl. auch im Unternehmen des Auftraggebers, um mir einen Überblick der Situation zu verschaffen. Die eigentliche Programmierung und alle anderen Tätigkeiten werden von mir persönlich im eigenen Heim durchgeführt. Wie ist meine Tätigkeit nun einzustufen? Als freier Mitarbeiter, Freiberufler oder etwas anderes? Den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung habe ich bereits ausgefüllt und abgegeben. Als Tätigkeit habe ich „Software Programmierer“ angegeben und die „Kleinunternehmer-Regelung“ angekreuzt. Einige Wochen später habe ich einen Brief vom Finanzamt bekommen, dort haben Sie mir meine Steuernummer zugeteilt. In dem Brief steht: „Bezeichnung des Betriebes bzw. Art der Tätigkeit: s. Softwareentwicklung“. Einen Tag später bekam ich einen weiteren Brief: „Festsetzung von Vorauszahlungen“. Dort steht: „Festsetzung laufender Vorauszahlungen: Zeitraum ab Betrag 1. Einkommensteuer 2. Vj. 2019 0,00 2. Solidaritätszuschlag zur Einkommensteuer 2. Vj. 2019 0,00 Ich hoffe, mir kann da jemand helfen. Das Finanzamt wollte mir leider nicht helfen, da die Mitarbeiterin sehr unfreundlich war und wohl keine Lust zu arbeiten hatte. Entschuldigt bitte die fehlenden Absätze, es handelt sich dabei um ein technisches Problem. Dehalb habe ich den Beitrag nochmal als Textdatei angehängt. Herzlichen Dank im Voraus für Eure Bemühungen!
    Angehängte Dateien

  • #2
    Hallo BillGeht,

    willkommen hier bei uns im Forum.

    Soweit ich das beurteilen kann und verstanden habe läuft das ganze unter Freiberufler also in der Art Freelancer.
    Da du nicht an oder bei dem Unternehmen angestellt bist ist das nicht freiberuflicher Mitarbeiter.

    Viele Grüße

    Kommentar


    • #3
      Hast du folgende Links schon per Google gefunden?
      https://www.gewerbeanmeldung.de/gewe...wareentwickler
      Darin geht es genau darum wie man als Softwareentwickler ggf. einzustufen ist.
      https://www.heise.de/resale/artikel/...r-1619559.html
      https://news.steuerfinder.com/betrie...chied-883.html

      Was ich mir allerdings als recht kompliziert vorstellen kann ist, dass wenn man gerade für einen Kunden (A) eine Software erstellt die zu einem gewissen (vereinbarten!) Termin fertig sein muss und ein weiterer Kunde (B) kommt der auch etwas erstellt haben möchte, dass man das Projekt ggf. vorerst nicht beginnen kann weil erst das andere fertig werden müsste.

      Sicher, dass Kunde B dann wartet?
      Da wäre ich mir nicht so sicher.

      Auch stelle ich es mir nicht so leicht vor an Projekt A zu arbeiten und ein weiteres Projekt B zu starten und die Übersicht dabei zu behalten.
      Vor allem wenn das mehr als 2 Projekte werden welche noch nicht abgeschlossen sind.

      Nicht, dass man dann, wenn man gerade mitten im Projekt B steckt und man am Projekt A wieder Hand anlegt, sich erstmal wieder in dessen Code "einlesen" muss damit man ggf. an letzter Stelle wieder fortfahren kann.
      [URL="https://www.existenzgruenderforum.de/threads/9240-mehrwertsteuer-im-erstattungsfall?p=21774&viewfull=1#post21774"]Link: Wer seine USt.-Voranmeldungen und somit seine Buchungen selbst machen kann, für den ist eine extra Software, schon allein wegen den Berichten, sehr nützlich![/URL]

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      • #4
        VomFach, die Links sind mir bekannt. Trotzdem vielen Dank. Aber richtig weiter bringt mich das nicht. Ich kenne auch einige der Gerichtsurteile. Gerichtsurteile sind aber immer so eine Sache... Noch vor ca. 10-15 Jahren war es sehr viel schwieriger als Freiberufler im Software-Bereich zu arbeiten. Seit einigen Jahren vielen die Gerichtsurteile um vieles "milder" aus. Z.B. war es vorher nicht möglich als Freiberufler Anwendungssoftware zu erstellen. Zu der Zeit war es nur mit Systemsoftware möglich. Seit einigen Jahren, kann man aber auch mit Anwendungssoftware freiberuflich tätig sein, wenn man die Arbeit mit der eines Architekten vergleichen kann. Die Gerichte sehen die Sache heute etwas "moderner". Man muss also auch Softwareentwicklerische Tätigkeiten ausüben. Allein das Programmieren reicht nicht aus um den Status zu bekommen. Mehrere Projekte gleichzeitig bearbeiten ist auch nicht wirklich schwer. Man muss halt strukturiert und sauber arbeiten. Dann ist es auch kein Problem, ein Projekt zwischenzuschieben, welches man in nur 1-2 Tagen erledigen kann. Wenn mich jemand fragt "kannst du mir XY programmieren, ich zahle dir auch 300€", und ich weiß dass ich am nächsten Tag damit fertig bin weil ein Teil schon in modularer Form vorhanden ist, dann lehne ich das Angebot doch nicht ab. Auch wenn ich den ganzen Tag durcharbeiten muss und am nächsten Tag nur noch Tests durchführen muss, lohnt sich das. Man muss ja bei so einem Angebot nicht alles stehen und liegen lassen und sich ins neue Abenteuer stürzen. Man macht das Modul fertig, wo man gerade ist und beginnt das neue Projekt und macht es fertig. Danach werden die weiteren Module des vorigen Projekts programmiert. Das funktioniert natürlich nicht, wenn man einfach unstrukturiert drauf los programmiert, ohne modulare Programmierung, ohne sauberen Programmierstil, ohne vorheriger Analyse, ohne Dokumentation usw. Man kann natürlich nur kleine Projekte zwischenschieben, bei großen Projekten kann es dann schon zum Durcheinander kommen. Mit besten Grüßen BillGeht

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