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Thema: Russland Gas / Nord Stream

  1. #1

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    Russland Gas / Nord Stream

    Nord Stream 2 hat gegen die Kritik von US-Präsident*Donald Trump an der Gas-Pipeline zwischen Russland und Deutschland zurückgeschlagen und festgestellt, dass niemand gezwungen ist, den Kraftstoff zu kaufen.

    Die Pipeline sei nach europäischem und nationalem Recht gebaut worden und werde Gas zu Marktpreisen nach Europa verkaufen

    Trump hatte am Mittwoch Deutschlands Abhängigkeit von russischem Erdgas angegriffen und gesagt, dass Nord Stream 2 zeige, dass Europas größte Volkswirtschaft ``vollständig von Russland kontrolliert wird''

  2. #2
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    Nord Stream 2: Trump erwägt Sanktionen wegen Ostsee-Pipeline

    Nord Stream 2 soll Gas von Russland nach Deutschland liefern, die USA lehnen die Pipeline immer deutlicher ab. US-Präsident Trump will nun Strafmaßnahmen prüfen - und bringt sich selbst als Energiepartner ins Spiel.

    Mittwoch, 12.06.2019 20:50 Uhr

    Um den Bau der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 doch noch zu stoppen, hat US-Präsident Donald Trump Sanktionen ins Spiel gebracht. "Das ist etwas, das wir uns anschauen und worüber ich nachdenke", sagte Trump am Rande eines Besuchs des polnischen Präsidenten Andrzej Duda im Weißen Haus. "Wir schützen Deutschland vor Russland, und Russland bekommt Abermilliarden Dollar von Deutschland." Dabei gebe es "etwas viel Besseres", sagte er. "Wir haben riesige Mengen an Flüssiggas."

    Trump warnte, Deutschland begebe sich mit der Pipeline in Abhängigkeit und könne im schlimmsten Fall zur "Geisel Russlands" werden. Er betonte aber, am Ende liege die Entscheidung über das Projekt bei Deutschland. Nord Stream 2 soll unter Umgehung von Polen und der Ukraine Gas von Russland nach Deutschland liefern. Trump und Duda lehnen die Pipeline ab, an der die Bundesregierung festhält.

    Energieminister kündigte Sanktionsgesetz an

    US-Energieminister Rick Perry hatte im Mai angekündigt, "in nicht zu ferner Zukunft" werde ein Gesetz vorgelegt, das Strafen gegen die an Nord Stream 2 beteiligten Unternehmen vorsehe. Die US-Regierung hat wiederholt Kritik an dem Projekt geübt. Ihrer Auffassung nach macht sich Europa zu sehr abhängig von russischen Energielieferungen. Trump wirbt für amerikanisches Flüssiggas (LNG) als Alternative. Perry gab am Mittwoch bekannt, mit Polen sei eine Verlängerung eines solchen Lieferabkommens unterzeichnet worden.

    Nord Stream 2 ist die zweite Ostsee-Pipeline zwischen Russland und Deutschland. Dahinter steht der russische Staatskonzern Gazprom, der die Hälfte der geplanten Gesamtkosten von 9,5 Milliarden Euro stemmen soll. Die andere Hälfte finanzieren fünf europäische Energieunternehmen: die BASF-Tochter Wintershall, OMV sowie Uniper, Royal Dutch Shell und die französische Engie. Trump machte keine Angaben dazu, gegen wen etwaige Sanktionen gerichtet sein könnten.

    Die USA versuchen, ihr im Überfluss vorhandenes Gas in Europa zu verkaufen. Mit Polen haben die USA einen über fünf Jahre laufenden Liefervertrag unterzeichnet. Polen hat ein eigenes Terminal gebaut, wo Schiffe mit US-Gas an Bord anlegen können.

    Auch der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hatte zuletzt beklagt, das Projekt untergrabe "die Sicherheit der Ukraine und Europas". Auch zahlreiche weitere Länder sehen die Pipeline kritisch, darunter auch einige EU-Länder. Sie warnen vor einer wachsenden Abhängigkeit Deutschlands von Russland. Zuletzt hatte der Streit auch die deutsch-französischen Beziehungen belastet.

    Lesen Sie hier: US-Attacken auf Nord Stream 2 - Die Sabotage

    Nord Stream 2 ist bereits zu weiten Teilen gebaut und soll Ende 2019 in Betrieb gehen. Die etwa 1200 Kilometer lange Leitung durch die Ostsee soll jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Russland nach Deutschland transportieren.

    apr/dpa/Reuters

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/un...a-1272132.html


    Ergo: Mit Erpresser macht man keine Geschäfte - der Ami gehört aus Deutschland rausgeworfen.

  3. #3

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    Underdogs

    Die Deutschen sind leider gepruegelte Hunde
    Und die CDU mit ihren ganzen Atlantikern und Atlantik-Bruecklern...
    Haben die Gruenen schon mal Laut gegen USA gegeben?
    Man erinnerere sich, was bei Gerd Schroeder loss war,
    Und dann wurde Angie installiert.

  4. #4

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    Wenn NS2 fällt, fällt Gazprom, und das richtig. Der Ami will es unbedingt verhindern. Offen ist nur, ob die BRD Machtclique mitspielt. Murkel wurde installiert von der Transatlantikbrücke. Für mich ist der Ausgang noch offen, aber sicher ist es nicht, dass NS2 kommt. Der Ami hat sogar die Macht, chinesische Handys aus dem Markt zu drängen, obwohl es nahezu kein Handy gibt, das nicht in China gebaut wird. Warum hat der Yankee diese Macht? Weil wir es zulassen. Wer kauft Apple - Ihr, wer frisst bei McD und BK - Ihr, wer ist bei Fressebuch und Insta aktiv - Ihr, wer kriecht Uncle Sam in den Arsch - die BRD Regierung und die EU. Niemand soll sich wundern. Viele von uns haben beigetragen, den Yankee stark zu machen.

  5. #5
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    Wenn NS2 fällt, fällt Gazprom, und das richtig
    warum? wohin soll gazprom fallen? nach dem krimanschluss war gazprom teuerer als heute. gazprom ist unten, da gibt es wenig platz zum fallen, aber viel raum bis zu den höchstständen von über 25€. das meiste geld in ns2 kommt von den beteiligten westunternehmen. schon rechtlich ist ns2 nicht zu stoppen. notfalls baut gazprom das rohr selbst fertig, vielleicht wird die pipeline ein halbes jahr später fertig. zitat trump: "Deutschland mache hier einen "riesigen Fehler". Er betonte aber, am Ende liege die Entscheidung über das Projekt bei Deutschland."
    jetzt zur kostenseite:
    Budget und Finanzierung
    Anteilseigner: PJSC Gazprom
    Finanzinvestoren: ENGIE S.A., OMV AG, Royal Dutch Shell plc, Uniper SE und Wintershall GmbH. Jedes dieser Unternehmen wird einen Anteil von bis zu 950 Millionen Euro finanzieren
    Investitionsaufwand: ca. 8 Mrd. Euro, vollständig privat finanziert
    Gesamtkosten inkl. Finanzierungskosten: ca. 9.5 Mrd. Euro
    (aus: https://www.google.com/url?sa=t&rct=...VHEHtzhrmurFgj )

    auch wenn alles schief gehen würde, geht es um 5 Mrd. Euro für Gazprom ... viel geld, stimmt, ca. 4% des umsatzes 2018 der gazprom.

  6. #6

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    Der Weltterror könnte auch Nordstream erreichen

    Die Falken scheinen keine Friedenstauben zu mögen. Schwierige Lage. Hat die Menschheit
    wirklich etwas gelernt?
    Wenn die Erde stirbt, nützt auch das Geld nichts?
    Wer sind die Übeltäter?

  7. #7

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    Walter, ganz so ist es nicht. Ein Unternehmen wie Gazprom kann es sich nicht leisten, 5 Milliarden in den Sand zu setzen. Das würde die Aktionäre hart treffen, die Dividende würde für Jahre ausfallen. Entscheidend ist, dass NS2 fertiggebaut wird und dann zuverlässig liefert und zwar bis zum Sankt Nimmerleinstag. Wohin könnte der Kurs fallen? Er könnte sich halbieren, wenn das Projekt NS2 platzt. Die BRD-Regierung sollte sich entscheiden, was sie will, Atom will sie nicht, Kohle auch nicht, was will sie dann, Sonne, Wind und Sterne? Damit kann keine Autofabrik versorgt werden und auch kein Chemiebetrieb.

  8. #8
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    die 5 mrd. wird gazprom notfalls bei der bundesrepublik einklagen. verträge sind zu erfüllen. die 5 beteiligte unternehmen werden sich bestimmt der klage anschliessen.
    was die 5 mrd.$ gazproms kosten angeht, so hat gazprom allein im 1Q.2019 5.1mrd$ gewinn gemacht. gazprom wird notfalls einen einmaligen gewinneinbruch in der höhe von 25% ohne große kurstechnische probleme wegstecken.
    so weit wird es aber, meiner meinung nach nicht kommen. spätestens nächstes frühjahr müsste das ns2 gas fliessen.

  9. #9
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    Alles nur Seemannsgarn und Panik der Dumköpfe

    Nordstream 2 was für ein Theater

    Diese besagte Erdgas fließt doch schon lang über die Ukraine nach Deutschland !

    In Zukunft fließt das Gas weniger durch die Ukraine sondern durch eine Ökologisch Vertretbarer neuen Pipeline, Nord Stream 2.

    Wenn Deutschland die Kohlekraftwerke abstellen muss, dann ist sogar eine Nordstream 3 von Nöten, und vielleicht noch eine Nordstream 4 ...

    Die Yankee´s sollen sich ihr Raubbau/ Fracking Erdgas in der Hintern stecken.

    Fracking Erdgas,... X Nein Danke
    (Der Umwelt zu liebe)

  10. #10

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    Was gazp viel mehr beschäftigen sollte, warum ist Öl wieder so verdammt billig. Wiederhole es immer und immer wieder. Öl sollte nie wieder unter 100 USD kosten. Politik muss so gemacht werden, dass diese Preislinie nicht mehr fällt. Dann erst ist Frieden auf der Welt, weil der Westen dann angemessen bezahlt, was er verbraucht.

  11. #11
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    @Dagobert Duck
    du hast es erkannt. sila sibiri (kraft sibiriens) bringt echt neue absatzmärkte bzw. neuen umsatz für gazprom. türkstream erschließt auch neue märkte in südeuropa auch zusätzlicher umsatz. ns 2 erschliesst im moment keine neue märkte, sondern reduziert die gasmenge durch die ukrainische pipeline. das ist auch der hauptvorwurf an ns2, es geht nicht um neue märkte, es geht um die pipeline durch die ukraine. wenn dieses rohr unrentabel wird, im moment ist es schon praktisch so, muß sich ukraine entscheiden, entweder die pipeline verschrotten, oder verkaufen. an wen? nur gazprom bzw. russland hätte ein interesse dran. ein konsortium aus westlichen firmen? ohne russland können sie nur luft pumpen. die amis trifft es besonders unangenehm. diese pipeline und die krim sind die wichtigste gründe für das interesse der usa an der ukraine. die krim ist inzwischen weg. ohne ns und türkstream, würde 2/3 des russischen gases durch die ukraine fließen. wenn ich die heutige meldungen aus dem persischem golf sehe in den passend für die amerikaner tanker in flammen aufgehen und sofort der bösewicht iran benannt wird braucht man nicht viel fantasie, wenn plötzlich ganz zufällig kurz vor weihnachten ein par aktivisten des rechten sektors die pipeline in der ukraine sprengen. was dann? die ames werden gleich schreien "wir haben euch gewarnt, vor zu viel abhängigkeit von den russen! wir werden europa wiedermal retten mit unserem flüssiggas" oder so ähnlich. das ist der wahre grund für ns1 und ns2 eigentlich auch für south stream, aus dem türkstream wurde.
    ohne ns2 ist russland sehr verwundbar was den gasexport nach europa angeht. um auf nummer sicher zu gehen wurde jamal spg flüssiggasanlage in betrieb genommen. jetzt können die russen auch flüssiggas um die ecke nach europa liefern. sehr interessant ist auch "sila sibiri (kraft sibiriens)" von dieser pipeline redet man im westen nicht viel, aber die ist sehr interessant. durch diese pipeline kann russland europa und china sich um das russische gas streiten lassen, falls es mal für beide nicht im vollem umfang reichen sollte. im nov-dez 2019 wird das erste gas nach china fliessen. es ist sehr spannend was da noch passiert. mit dem ersten gas durch ns2 wird das interesse der usa an der ukraine schlagartig abnehmen und das ist gut so, vielleicht muss dort keiner mehr sinnlos sterben und europa wird in ruhe gelassen.
    ist alles nur meine sicht der dinge, vielleicht habe ich nicht recht, mal sehen...

  12. #12

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    @Walter, mit deinem Posting liegst du schon ganz richtig. Nur sind die Chinesen eine andere Liga. Die wollen die hohen Preise nicht bezahlen, die Europa zahlt. Die wollen riesige Mengen und am besten russische Inlandspreise dazu. Dort wird Gazp keinen Erfolg haben, jedenfalls nicht bis 2030. Westeuropa, der Westen generell bleibt der wirtschaftlich lukrativste Abnehmer.
    Die Türkei ist auch nicht schlecht, wobei auch hier klar ist, dass sich die Dynamik der Wirtschaft deutlich abgekühlt hat. Jeder bekommst das in der Türkei mit. Unterm Strich ist es sicher vorteilhaft, eine breite Kundenbasis zu haben.

  13. #13
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    das hat zu beginn der planung von kraft sibiriens schon gestimmt. inzwischen kaufen die chinesen flüssiggas (auch aus den usa) in praktisch jeder menge zu wesentlich höheren preisen als in europa. china hat vor 2-3 wochen nachgefraft, wie die kapazität dieser pipeline erhöht werden kann, es geht um den faktor 2. was die preise angeht zitat:
    Der geschlossene Liefervertrag ergebe durchschnittliches europäisches Preisniveau und sehe außerdem eine große Vorauszahlung vor. Durch Arbeitsplätze und eine verbesserte Infrastruktur ziehe zudem die ganze Region Nutzen aus dem Projekt. Vize-Premier Igor Schuwalow und Gazprom-Chef Alexei Miller sagten, sie haben keinerlei Zweifel an der Rentabilität des Projekts
    (aus https://rg.ru/2018/02/17/gazprom-uve...la-sibiri.html )
    ( https://www.welt.de/wirtschaft/energ...on-Europa.html )

    auf die vorauszahlung hat gazprom inzwischen zu gunsten höherer preise verzichtet (aus wikipedia):
    «Газпром» собирался строить «Силу Сибири», частично, на китайский аванс, но отказался от него, чтобы не снижать цену на газ, планируемый к поставке по трубопроводу.

    nach china geht nur die abzweigung der kraft sibiriens, das endziel ist die pazifikküste und ein neues gasverflüssigungswerk, das das gas für den export nach japan vorbereiten soll. ich glaube, den chinesen würde es recht sein, wen die russen auf die weiterleitung verzichten würden und das ganze gas nach china liefern würden. naja die chinesen und die japaner sich um das russische gas streiten lassen ist auch nicht das dümmste, was die preise angeht.

    P.S. eine pipeline nach südkorea soll auch noch im gespräch sein, wäre ja in der nähe
    Geändert von Walter (17.06.2019 um 16:23 Uhr)

  14. #14

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    Wenn es sich so ausgeht, um so besser. Das sind keine schlechten News. Die Japaner wären gute Kunden, denn die zahlen vernünftig und haben kurze Wege und gute Infrastruktur. Eine breite Kundenbasis ist keine schlechte Situation.

  15. #15
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    Warum die USA plötzlich so viel russisches Öl kaufen

    In der ersten Maihälfte haben US-Unternehmen fünf Mio. Barrel der Ölsorte Urals gekauft – diese Menge ist vergleichbar mit dem russischen Ölexport in die USA seit Jahresbeginn. Dieser sprunghafte Anstieg ist auf den akuten Rohstoffmangel wegen der US-Sanktionen gegen Venezuela zurückzuführen.

    Analysten prognostizieren, dass diese Zahlen bis Jahresende um das Dreifache wachsen werden.

    Nur wenig bekommen

    Fast gleichzeitig nach der Verhängung der Sanktionen gegen den venezolanischen Ölstaatskonzern PDVSA begannen US-Ölfirmen, ihre Verluste zu berechnen. Die Lieferungen aus Venezuela gingen um das Dreifache zurück. Die USA verfügen zwar über durchaus viel leichtes schwefelarmes Öl, aber diese Menge würde nicht ausreichen, um den Rohstoffbedarf zu decken. Mehrere Raffinerien, darunter an der Ostküste und im Golf von Mexiko, sind auf die Verarbeitung des schweren schwefelhaltigen Öls ausgerichtet, das vor allem aus Venezuela kam. Die Amerikaner selbst haben diesen Kanal gekappt.

    Erdöl (Symbolbild)
    CC BY 2.0 / EELKE / DSC_4712
    Russland erhöht rasch Öllieferungen in die USA – Bloomberg
    Nach Angaben der Investmentfirma Caracas Capital Markets wurden in der letzten Woche im Februar zwei Tankschiffe mit nur 766.000 Barrel aus Venezuela in die USA geschickt. Dabei entsandten russische Unternehmen in derselben Woche neun Tankschiffe mit mehr als drei Millionen Barrel in die USA.
    Anfang April ging der venezolanische Ölexport in die USA um das 4,5-Fache im Vergleich zur Vorjahresperiode auf 139.000 Barrel pro Tag zurück. Nachdem am 28. April das Embargo in Kraft getreten war, wurden die Lieferungen komplett gestoppt.

    Die eingeführten Restriktionen gegen Venezuela sorgten für einen massiven Mangel auf dem US-Markt, wie die Internationale Energieagentur berichtete. Betroffen waren reihum die wichtigsten US-Ölverarbeiter – Citgo Petroleum, Valero Energy und Chevron.

    Während venezolanische Öllieferungen in die USA in den ersten zwei Maiwochen bei null lagen, wurden Rekordmengen des russischen Rohstoffs eingekauft.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: „USA gießen Öl ins Feuer“ – Röttgen in der Realität angekommen?<<<

    Wie Caracas Capital Markets berechnete, wurden vom 1. bis 13. Mai mit 13 Tankschiffen aus Russland fünf Mio. Barrel Öl in die USA geliefert – fast so viel, wie zusammen in den vier Monaten zuvor.

    „Die Ironie besteht darin, dass die Russen vom Zusammenbruch Venezuelas profitieren – ein von Sanktionen betroffenes Land löst ein anderes bei Lieferungen in die USA ab“, so Russ Dallen, Verwaltungspartner von Caracas Capital.

    Laut seiner Prognose werden die monatlichen Öllieferungen aus Russland an die USA zum Jahresende um das Dreifache steigen. Diesen Einschätzungen stimmten auch andere Analysten zu.

    „Russland besetzt gerne die venezolanische Nische auf dem US-Markt. Damit sichert sich Moskau sehr effektiv ab – es hat Caracas doch Geld geliehen, die Hoffnungen auf Rückzahlung sind aber nicht groß“, so Experten des Portals Oil Price.

    Weder für sich noch für andere

    Auch europäische Raffinerien mussten dringend nach Ersatz für schwefelhaltiges Öl suchen. Sie sind Opfer der US-Sanktionen gegen den Iran und Venezuela, weshalb der Markt fast 800.000 Barrel pro Tag verlor. Zudem kürzten die Exportländer im Rahmen des OPEC-Plus-Abkommens vor allem die Förderung von schweren Ölsorten, wobei die Fördermengen des teureren Leichtöls beibehalten wurden.

    Öl (Symbolbild)
    © REUTERS / BRENDAN MCDERMID/FILE PHOTO
    Ölmangel verhindern: USA verkünden Deal mit Saudis
    Nach Angaben des Finanzmarktbeobachters Refinitiv Eikon baute Saudi-Arabien im Zeitraum von Oktober bis März den Export des schwefelhaltigen Öls nach Europa fast um 50 Prozent ab, der Irak - um mehr als 40 Prozent. Im April führte der Ausfall des iranischen und venezolanischen Öls dazu, dass europäische Käufer um das russische Urals-Öl kämpfen, wie es aus Russland heißt.
    „Alle Raffinerien suchen nach Urals-Öl bzw. seine Analoga“, zitiert die Agentur einen europäischen Ölhändler. „Es liegt auf der Hand, dass dieses Öl nicht für alle ausreichen wird.“ Alternative Lieferungen werden deutlich teurer sein. Im März verringerte der sich zuspitzende Wettbewerb zwischen europäischen Raffinerien um das russische Öl den Preisunterschied zwischen Urals und Brent um 30 Prozent – auf den niedrigsten Wert seit 2013.

    So verdienten russische Ölunternehmen im März 140 Mio. Dollar mehr als im Oktober, vor der Einführung der Ölsanktionen gegen den Iran und vor dem Verbot für Öllieferungen aus Venezuela durch Trump.

    „Sanktionen und andere geopolitische Faktoren führten bereits dazu, dass es dem verarbeitenden Sektor an schwerem Öl mangelt, das früher aus Venezuela und teilweise aus dem Iran importiert wurde. Dieses Problem ist insbesondere für die USA aktuell“, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak im Interview mit der Zeitung „Ashaq al Awsat“. „Es ist schwer zu sagen, wie die Schweröl-Lieferungen wiederhergestellt werden, doch ihr Mangel wird bereits durch positive Prämien von Urals und wachsende Ermäßigungen von WTI gegenüber Brent bestätigt“, so Nowak.

    https://de.sputniknews.com/wirtschaf...es-oel-export/

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