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Thema: Bitcoin-Schwäche ohne Grund

  1. #1

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    Bitcoin-Schwäche ohne Grund

    Interessanter Artikel aus der "Neue Zürcher Zeitung":

    Die Krypto-Währungen haben zur Wochenmitte einen weiteren, herben Rückschlag eingesteckt. In der Nacht auf Donnerstag fiel der Bitcoin innerhalb weniger Stunden um 700 $ und markiert knapp über 5500 $ – ein neues Jahrestief. Auch andere Krypto-Währungen wie Ether, Ripple und Litecoin gaben deutlich über 10% nach. Nachdem der Bitcoin rund zwei Monate um das Niveau von 6500 $ oszillierte, ist dies ein unerwarteter Rücksetzer. Allein beim Bitcoin reduzierte sich die Marktkapitalisierung um über 25 Mrd. $.

    Oft werden Krypto-Währungen und Blockchain gleichgesetzt. Erstere basieren auf der Blockchain. Doch um die dezentrale Datenbank-Technologie gibt es derzeit eine rasende Entwicklung. Zahlreiche effiziente Anwendungen für den Transfer von Werten werden das Resultat sein. Die aus dieser Entwicklung resultierenden Coins und Token werden meist nicht für Anlagezwecke verfügbar sein. Angesichts des Potenzials der neuen Anwendungen auf Bitcoin & Co. zu setzen, ist keine gute Idee.

    Zahlreiche Begründungen wurden für die jüngste Kursschwäche gefunden. So soll etwa die anstehende Aufteilung (Fork) von Bitcoin Cash ein Grund sein. Markttechniker sehen das Fallen der wichtigen Marke von 6000 $ als Auslöser der Schwäche. Doch vielleicht ist es müssig, nach Gründen zu suchen. Als sich der Bitcoin vor einem Jahr in Wochen-, manchmal Tagesfrist um 1000 $ verteuerte, führten Experten zahlreiche Gründe an. Dies waren oft aber nur Vermutungen oder die halbe Wahrheit. Der wichtigste Treiber dürfte damals die Gier gewesen sein: Anleger sahen, wie andere schnell viel Geld verdienten, und wollten auch an der Party teilhaben. So wie sich damals der Auftrieb selbst verstärkte, könnte es jetzt eine Abwärtsspirale sein. Investoren, die nach einer langen Seitwärtsbewegung die Geduld verloren haben, steigen in der Abwärtsbewegung aus, um nicht die Letzten auf dem sinkenden Schiff zu sein.

  2. #2
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    Rund 1000 Digitalwährungen sind schon klinisch tot...

    Knapp 73 Prozent dieser 1000 Coins wurden demnach von Börsen ausgelistet, weisen kein Handelsvolumen oder Nodes mehr auf oder wurden von ihren Entwicklern wegen finanziellem Misserfolg schlicht aufgegeben. Knapp 20 Prozent der toten Coins haben sich im Nachhinein als Betrug herausgestellt. Gut ein Prozent starb wegen eines Hackerangriffs den Kryptotod.

    Daneben gibt es eine ganze Reihe an Projekten, die kaum mehr als ein Witz waren. Vodkacoin, Projekte wie der TheresaMay- und der SilvioBerlusCoin, der Useless Ethereum und der AssToken, sowie der Boringcoin, der Crapcoin und mehrere Jesus-Coins wurden nur zu dem Zweck geschaffen, um sich über die Gier am Kryptomarkt lustig zu machen.

    Die Lust der Kleinanleger, in allerlei seltsame Kryptoprojekte zu investieren, ging sogar so weit, dass selbst die sonst eher humorbefreite US-Börsenaufsicht SEC einen Parodie-Coin startete: den HoweyCoin.

    Bis heute wirbt die Webseite mit Champagner- und Karibikstrandfotos für ein Investment in den Token, der die Tourismus-Branche verändern soll. Wer jedoch auf den „Kaufen“-Button klickt, wird auf eine Seite der SEC weitergeleitet und bekommt dort in Sachen Investorenbetrug die Leviten gelesen.

    Die US-Aufsicht zerschlug Bitconnect vor einem Jahr. Dabei rutschte der Kurs von über 400 auf weniger als einen Euro. Mittlerweile ist der Betrüger-Token von allen zentralen Börsen ausgelistet und dümpelt in der Bedeutungslosigkeit.

    https://www.welt.de/wirtschaft/gruen...gestorben.html

    Am Gold führt kein Weg vorbei...

  3. #3
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    Bitcoin ist in seinen Augen ein betrügerisches Pyramidensystem.

    Der amerikanische Investment-Veteran Gary Shilling macht mit amerikanischen Staatsanleihen schon seit Jahrzehnten gute Erfahrungen und setzt weiterhin darauf. Er hält an seinen Sorgen über eine Deflation fest, Bitcoin ist in seinen Augen ein betrügerisches Pyramidensystem.

    https://www.nzz.ch/finanzen/rezessio...9?reduced=true

  4. #4
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    Beitrag Stromdiebe schürften Bitcoin

    Fünf Männer und eine Frau stehen in Sachsen im Verdacht, seit Anfang 2017 mit gestohlenem Strom Kryptowährungen geschürft zu haben. Mit einem Großaufgebot der Polizei wurden am Dienstag im Vogtland und Zwickau acht Objekte durchsucht. In Klingenthal wurden die Ermittler fündig: Sie entdecken eine Rechner-Anlage für das Mining von Kryptogeld, der Strom dafür kam aus einer Elektro-Installation, die den Stromzähler umging.

    Laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft Zwickau wurden insgesamt 49 Rechner zum Schürfen genutzt, 30 davon seien "spezielle Mining-Computer“ gewesen, also wohl ASIC-basierte Hardware. Ebenfalls seien 80 Grafikkarten in der Anlage in Betrieb gewesen. Durch die manipulierte Stromanlage sei dem Energieversorger ein Schaden von 220.000 Euro entstanden, der nicht genauer bezifferte Stromverbrauch habe dem "30 normaler Haushalte“ entsprochen.

    Zur Höhe des Stromverbrauchs hieß es: "Den Beschuldigten wird vorgeworfen, in 2017 und 2018 jährlich 390.500 kWh entnommen zu haben." Zum Vergleich: Laut Stromspiegel 2017 des Bundesumweltministeriums liegt ein mittlerer Jahresverbrauch eines Vier-Personen-Haushalts in einem Mehrfamilienhaus bei 3000 bis 3400 kWh.

    https://www.heise.de/newsticker/meld...n-4300312.html

  5. #5
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    Beitrag Nach Bitcoin-Crash fliehen Anleger zum Gold

    Der jüngste Absturz der Kryptowährungen basierte vordergründig auf drohenden Verboten. Doch tatsächlich setzen sich gerade viele Spekulanten der ersten Stunde ab. Sie schichten in eine jahrtausendealte Anlageform um.

    Am Mittwoch war der Bitcoin-Kurs erstmals seit Wochen kurzzeitig wieder unter 10.000 Dollar gefallen, ehe er sich am Donnerstag wieder erholte. Der oberflächliche Grund für de Absturz war, dass einige Staaten mit Verboten oder mit einer Regulierung des Kryptowährungsmarktes drohen. Doch die tiefer gehende Ursache ist, dass ganz offensichtlich viele, die frühzeitig in die Spekulation mit der virtuellen Währung eingestiegen sind und dadurch enorme Gewinne gemacht haben, jetzt aussteigen und wegrennen. Sie wollen ihren neuen Reichtum sichern – und sie tun dies, indem sie ihn in etwas gänzlich Unvirtuelles, äußerst Reales umtauschen: in Gold.

    Noch Mitte Dezember hatte der Bitcoin-Kurs ein Rekordhoch bei knapp 20.000 Dollar erreicht. Seither ist er um fast 50 Prozent abgestürzt, binnen vier Wochen. Die Marktkapitalisierung der virtuellen Währung hat sich parallel dazu auch praktisch halbiert, von rund 400 auf 200 Milliarden Dollar. 200 Milliarden Dollar haben sich also in Luft aufgelöst. Der Gründer des Branchendienstes Cryptocompare, Charles Hyter, sprach von Panik am Markt. „Die Leute versuchen, um jeden Preis aus Krypto-Währungen auszusteigen.“

    Offenbar geschieht nun das, wovor viele seit Wochen gewarnt hatten: Die Luft entweicht aus der Spekulationsblase, ganz so, wie dies auch bei vielen anderen Spekulationsblasen in der Finanzgeschichte geschehen ist. Doch parallel zum aktuellen Absturz geschah etwas Interessantes: Der Goldhandel erlebte eine neue Blüte. Beim Frankfurter Goldhandelshaus CoinInvest hat sich der Absatz von Goldmünzen verfünffacht, seit die Bitcoin-Kurse abstürzen. Von „verrückten Tagen“ berichtet Firmenchef Daniel Marburger. „Die Telefone standen nicht mehr still, Kunden fragen, wie sie ihre Kryptowährung in Gold umtauschen können.“ Allein am Dienstag, als der Bitcoin-Kurs 23 Prozent abstürzte, habe man 30 Kilo Gold verkauft, mit einem Wert von rund einer Million Euro.

    Ganz Ähnliches ist aus London zu hören. Ross Norman betreibt dort einen kleinen Laden, der zur Degussa Goldhandel GmbH gehört und in einer Gegend liegt, wo vornehmlich die Oberklasse verkehrt. Er bietet dort seit drei Monaten den Umtausch von Kryptowährungen über einen Intermediär in Gold an. „Wir handeln mehr als eine Million Pfund pro Woche“, sagt er.

    https://www.welt.de/finanzen/article...-zum-Gold.html

  6. #6
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    Deine Meldung ist aber schon über ein Jahr alt.

    Seitdem ging es weiter abwärts.

    Ich habe mir vor 2 Wochen auch einen Bitcoin zugelegt, eingeschweißt in Folie und aus Kupfer gepreßt.
    Kaufkurs: "0" Euro.

    https://www.comdirect.de/inf/waehrun..._VALUE=BITCOIN

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