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Thema: INSOLVENZEN-MELDELISTE BEGINN mit: Gersthofer Insolvenz in Bayern

  1. #34

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    Lieber Luis bei dem Wort GmbH u.Co. KG dreht sich bei mir der Magen?

    Andere Länder, andere Sitten? Ist der Vollhafter bei dieser Gesellschaftsform in Österreich
    auch nur die GmbH? Mit welcher Summe war hier das Haftungskapital der GmbH eingetragen?
    Die gemachten Zahlen sind wenig aussagefähig. Wichtig scheint bei der Fortführung dieser
    Gesellschaft auch zu sein, wie viel Anlagevermögen -Istwert- vorhanden ist. Die angegebene
    Lücke zwischen Passiva und Aktiva ist einfach zu groß. Sofern die Filialen nicht alle gemietet
    sind, müsste sich doch ein Gleichgewicht der beiden Seiten ergeben.
    Persönlich weiß ich nicht, ob das österreichische Insolvenzverfahren mit dem der BRD ver-
    gleichbar ist. Nach dem deutschen Recht verlören die jetzigen Manager die rechtliche Herr-
    schaft über die Unternehmung und ein Sachwalter würde eingesetzt, der die noch vor-
    handenen Vermögensteile versilbern würde. Für die gesamten Mitarbeiter wäre dies wohl
    eine schlechte Lösung.

  2. #35
    Avatar von tbhomy
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    Aureum Realwert AG: Vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt

    https://www.finanznachrichten.de/nac...eutsch-016.htm

    ISIN: DE000A0N3FJ3
    WKN: A0N3FJ
    Börsen: Freiverkehr in Berlin, Hamburg

  3. #36
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    Konkurs

    Zitat Zitat von tbhomy Beitrag anzeigen
    https://www.finanznachrichten.de/nac...eutsch-016.htm

    ISIN: DE000A0N3FJ3
    WKN: A0N3FJ
    Börsen: Freiverkehr in Berlin, Hamburg
    https://youtu.be/VegXJvk849E

    https://www.youtube.com/watch?v=VegXJvk849E

    Danke für deinen guten Beitrag!

    Zitat Zitat von HuppertzR Beitrag anzeigen
    Andere Länder, andere Sitten? Ist der Vollhafter bei dieser Gesellschaftsform in Österreich
    auch nur die GmbH? Mit welcher Summe war hier das Haftungskapital der GmbH eingetragen?
    Die gemachten Zahlen sind wenig aussagefähig. Wichtig scheint bei der Fortführung dieser
    Gesellschaft auch zu sein, wie viel Anlagevermögen -Istwert- vorhanden ist. Die angegebene
    Lücke zwischen Passiva und Aktiva ist einfach zu groß. Sofern die Filialen nicht alle gemietet
    sind, müsste sich doch ein Gleichgewicht der beiden Seiten ergeben.
    Persönlich weiß ich nicht, ob das österreichische Insolvenzverfahren mit dem der BRD vergleichbar ist.
    Nach dem deutschen Recht verlören die jetzigen Manager die rechtliche Herrschaft
    über die Unternehmung und ein Sachwalter würde eingesetzt, der die noch vorhandenen
    Vermögensteile versilbern würde. Für die gesamten Mitarbeiter wäre dies wohl
    eine schlechte Lösung.
    Schlechthin die alte gute Pleitegeier Konstruktion: GmbH u.Co. KG !


    Der ist richtig gut: https://youtu.be/Ox7ZKCTBXzk

    https://www.google.de/search?hl=de&q...w=1920&bih=967

  4. #37
    Avatar von tbhomy
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    Decheng Technology AG stellt Insolvenzantrag (Insolvenzplan)

    https://www.finanznachrichten.de/nac...antrag-015.htm

    Erneut eine AG, die seitens chinesischer Verantwortlicher führungslos der Insolvenz überlassen wurde.

    Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung.

    Die Deutsche Balaton (H.J. Plaggemars) plant Sanierung und Börsenerhalt. Siehe auch das Pendant "Snowbird AG", welches bereits im Januar 2019 Insolvenz anmeldete.

    ISIN(s): DE000A1YDDM9
    Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt; Freiverkehr in Düsseldorf; Freiverkehr in Berlin, Tradegate

  5. #38
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    Grüss Gott, Bankrott

    Zitat Zitat von tbhomy Beitrag anzeigen
    https://www.finanznachrichten.de/nac...antrag-015.htm

    Erneut eine AG, die seitens chinesischer Verantwortlicher führungslos der Insolvenz überlassen wurde.

    Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung.

    Die Deutsche Balaton (H.J. Plaggemars) plant Sanierung und Börsenerhalt. Siehe auch das Pendant "Snowbird AG", welches bereits im Januar 2019 Insolvenz anmeldete.

    ISIN(s): DE000A1YDDM9
    Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt; Freiverkehr in Düsseldorf; Freiverkehr in Berlin, Tradegate

    Grüss Gott, Bankrott, wir fahren mit Vollgas gegegen die Wand: https://youtu.be/fobOz7vihXQ

    https://www.youtube.com/watch?v=fobOz7vihXQ

  6. #39
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    Bäckereigruppe Kronenbrot stellt Insolvenzantrag...

    Der Bäckereigruppe Kronenbrot droht Zahlungsunfähigkeit. Grund für die schlechten Unternehmenszahlen könnte eine veränderte Konsumgewohnheit der Deutschen sein.

    https://www1.wdr.de/nachrichten/kron...apremiumxl.jpg

    Die Bäckereigruppe Kronenbrot mit Standorten in Köln, Witten und Würselen hat wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung einen Insolvenzantrag gestellt. Das teilte am Mittwoch das Amtsgericht Essen mit. Der Betrieb läuft jedoch vorerst weiter, wie das Unternehmen in einer Mitteilung betonte.

    Kronenbrot beschäftigt aktuell rund 980 Mitarbeiter, davon jeweils rund 530 in Würselen, 300 in Köln und 150 in Witten. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte die Gruppe nach eigenen Angaben einen Umsatz von rund 120 Millionen Euro.

    Veränderte Nachfrage stürzt Bäcker in die Krise

    Die Insolvenz sei eine Folge der schwierigen Marktverhältnisse und eines grundlegenden Wandels des Konsumentenverhaltens, betonte das Unternehmen. So sei die Nachfrage nach Grau- und Vollkornbrot, den Hauptprodukten des Unternehmens, in den vergangenen Jahren immer weiter eingebrochen. Eine Marktanalyse habe ergeben, dass Kronenbrot den notwendigen Wandel in seiner jetzigen Form aus eigener Kraft nicht mehr schaffen könne, hieß es in der Mitteilung.

    Kronenbrot hatte 2016 schon einmal einen Insolvenzantrag stellen müssen und war danach von Finanzinvestoren übernommen worden. Als Kern für eine mögliche Neuausrichtung der Gruppe sieht die Geschäftsführung vor allem den Standort Witten, wo stark nachgefragte Produkte wie Sandwich und Toast hergestellt werden.

    Das Amtsgericht Essen bestellte den Rechtsanwalt Biner Bähr von der Kanzlei White&Case in Düsseldorf zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

    Verwendete Quellen: Nachrichtenagentur dpa

    https://www.t-online.de/finanzen/boe...enzantrag.html


    https://www1.wdr.de/nachrichten/wirt...ntrag-100.html

  7. #40

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    Insolvenzen -Schläft die staatliche Marktaufsicht in BRD?-

    Sind die marktbeherrschenden Firmen hier nicht auch ein wenig schuld? Viele Anbieter
    von Nahrungsmitteln leiden unter einem starken Preisdruck und Wettbewerb, der von
    den Konsumgütervertreibern (Rewe, Edeka, Lidl, Kaufland, Netto, Norma, Penny und
    Aldi) aufgebaut wird. Haben die hier genannten Firmen nicht auch eine Verantwortung
    für die Produzenten? Oft werden von den genannten Firmen bei den Produzenten Preise
    durchgedrückt, die leider die Herstellungskosten nicht mehr decken. Das Beispiel Brot-
    produktion zeigt an Hand der vielen Pleiten in diesem Gewerbe, dass etwas nicht in
    Ordnung ist. Es liegt hier nicht immer nur am Brotsortiment. Die Wettbewerbsbehörden
    müssen auch eingreifen, wenn Dumpingpreise erzwungen werden? Es nützt hier wahr-
    scheinlich wenig, wenn neue Investoren Brotfabriken kurzfristig subventionieren, wenn
    langfristig die Verkaufserlöse nicht stimmen.

    Ähnlich sieht es auch bei der nicht mehr vorhandenen Zuckerordnung aus. Die wenigen
    großen Zuckererzeuger drücken den Preis pro Tone Rohrüben weit unter den heutigen
    Produktionskosten. Viele Erzeuger können sich noch erinnern als hier der Rübenpreis
    bei DM 100 je t lag. Nun sind die Kosten für Saatgut, Pflanzenschutz, Düngung, Afa, Lohn-
    kosten usw. auch auf diesem Sektor nicht stehengeblieben; mit einer linearen Steigerung
    der Produktionskosten wird hier kein Landwirt hinkommen. Wo liegt nun im Jahr 2019
    der Erzeugerpreis für 1000 kg reine Rüben? Wahrscheinlich schon weit unter 20 Euro je t.
    Wohin führen also die marktbeherrschen Firmen die produzierenden landwirtschaften
    Betriebe? Wohlgemerkt die Agrarhilfe also die Sozialhilfe für die Landwirte reicht hier
    nicht mehr, um das Manko auszugleichen. Selbst das sehr trockene Jahr 2018 mit
    magerem Ertrag reicht nicht nur als Begründung für die hohen Verluste, die von vielen
    Zuckerrüben-Betrieben eingefahren werden.

    Es könnten noch viele Beispiele in den vielen Produktionsbereichen genannt werden,
    wo die Marktaufsicht schläft und aus Bequemlichkeit ihrer Verpflichtung des Eingreifens
    nicht gerecht wird. Die Kontrollbehörden haben hier auch eine Mitschuld am Verlust
    vieler Arbeitsplätze.

    Neben den guten Insolvenlisten kann auch eine Analyse "warum" interessant sein.

  8. #41
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    Weniger Firmeninsolvenzen: Das wahre Pleiten-Problem wird sich erst noch -

    offenbaren.....

    Stand: 13:50 Uhr - Lesedauer: 4 Minuten - von Carsten Dierig - Wirtschaftskorrespondent

    https://www.welt.de/img/wirtschaft/m...zen-sk-jpg.jpg

    Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im ersten Halbjahr 2019 weiter zurückgegangen. Doch der Trend wird sich bald umkehren, prognostizieren Experten. Die Warnsignale seien unübersehbar. Für einen Berufsstand könnte das die Rettung sein.

    Seit Monaten schon mehren sich die Warnzeichen für die deutsche Wirtschaft. Konjunkturprognosen werden gleich mehrfach zurückgenommen. Die Auftragseingangszahlen in etlichen Industriebranchen sind zum Teil stark gefallen. Und auch der Arbeitsmarkt verliert an Schwung. Die Unternehmen in Deutschland zeigen sich dennoch robust.

    Die Zahl der Insolvenzen jedenfalls ist weiterhin rückläufig. Rund 9900 Firmen sind im ersten Halbjahr in die Pleite geschlittert, meldet die Wirtschaftsauskunftei Creditreform. Das sind 0,4 Prozent weniger als noch in den ersten sechs Monaten 2018.

    Damit setzt sich ein Trend fort, der hierzulande seit mittlerweile zehn Jahren andauert. 2009 gab es zuletzt einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland. Doch die Entwicklung scheint nun an ihre Grenzen zu kommen. Der Rückgang jedenfalls hat sich sukzessive abgeschwächt und nähert sich mittlerweile dem Nullpunkt, wie es bei Creditreform heißt.

    Die Entwicklung ist je nach Branche höchst unterschiedlich. Das zeigt der Blick auf die Hauptwirtschaftsbereiche: Im verarbeitenden Gewerbe wie auch im Dienstleistungssektor hat sich die Zahl der Insolvenzen im ersten Halbjahr bereits erhöht. Im Baugewerbe dagegen ist das Insolvenzgeschehen rückläufig, im Handel sogar deutlich.

    Wo es hingeht, zeigt sich bei Kronenbrot, Loewe & Gerry Weber

    Dass sich der einsetzende Abschwung bislang kaum in der Insolvenzstatistik widerspiegelt, kommt für Experten nicht überraschend. Zum einen sind die Zinsen unverändert niedrig, das erleichtert die Finanzierung für die Unternehmen. „Zum anderen sind Insolvenzen nachgelagert, deutlich sogar“, sagt Christoph Niering, Vorsitzender des Berufsverbands der Insolvenzverwalter Deutschlands (VID).

    „Die aufkommenden Konjunkturprobleme werden sich daher wohl erst 2020 oder sogar 2021 so richtig auswirken und in Insolvenzen münden.“ Aktuell seien vor allem Firmen betroffen, deren Geschäftsmodell entweder durch äußere Entwicklungen wie die Digitalisierung sehr schnell erodiert oder die nur mäßig saniert und durch billiges Geld am Leben gehalten wurden.

    Für beide Entwicklungen gibt es derzeit prominente Beispiele. Die Großbäckerei Kronenbrot etwa musste erst kürzlich Insolvenz anmelden – zum zweiten Mal binnen drei Jahren. Und auch der TV-Hersteller Loewe ist nicht zum ersten Mal zahlungsunfähig. Der Modefilialist Gerry Weber hingegen leidet unter dem florierenden Onlinehandel und damit eben jenem digitalen Wandel. Die Pralinen-Manufaktur Leysieffer wiederum leidet unter den geänderten Ernährungs- und Konsumgewohnheiten.

    In Summe ist die Zahl der Großinsolvenzen allerdings überschaubar. Weit vorne in der Pleitestatistik stehen stattdessen Kleinstbetriebe mit weniger als 100.000 Euro Umsatz und der „kleine“ Mittelstand mit Erlösen zwischen 500.000 und fünf Millionen Euro. Beide Größenklassen stehen für jeweils rund ein Drittel der Insolvenzfälle im ersten Halbjahr.

    Betroffen sind dabei zunehmend ältere Firmen. Fast die Hälfte der Insolvenzen betrifft Unternehmen, die älter sind als zehn Jahre. Zum Vergleich: 2009 lag dieser Anteil lediglich bei gut einem Drittel. „In dieser Entwicklung spiegelt sich das seit Jahren geringe Gründungsgeschehen wider“, erklärt Creditreform-Experte Bretz.

    Geografisch gesehen ist die Insolvenzgefahr am höchsten in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Hamburg. Während in der Hauptstadt 95 Firmen je 10.000 Unternehmen aufgeben mussten, waren es an Rhein und Ruhr 89 und in Hamburg 84. Im Bundesschnitt liegt die sogenannte Insolvenzquote bei 61. Unterschritten wird sie in insgesamt neun Bundesländern. Am geringsten ist das Insolvenzrisiko in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg.

    https://www.welt.de/img/wirtschaft/m...e-sk-1-jpg.jpg

    In den kommenden Monaten indes dürfte es unabhängig von der Platzierung im Länderranking in sämtlichen Regionen zu einem Anstieg der Pleitefälle kommen. „Die Warnsignale sind unübersehbar“, begründet Wirtschaftsforscher Bretz. „Da schwelt derzeit etwas.“ Für das Gesamtjahr 2019 rechnet Creditreform daher mit steigenden Insolvenzzahlen in Deutschland.

    In Verwalterkreisen dürfte diese Nachricht gut ankommen. Dort nämlich hat der nun schon zehnjährige Rückgang bei den Insolvenzen vereinzelt zu heftigen Problemen geführt. Manch ein Treuhänder musste sogar selbst Insolvenz anmelden. Andere haben sich vorzeitig in den Ruhestand verabschiedet.

    VID-Chef Niering jedenfalls berichtet von einer Konsolidierung in der Szene. „Es kommen schon seit einigen Jahren immer weniger Fälle rein. Das hat Auswirkungen auf die Insolvenzverwalter: Etliche Kollegen haben bereits aufgehört oder sind auf andere Rechtsbereiche umgestiegen. Zudem schließen sich spezialisierte Kanzleien zu größeren Einheiten zusammen.“

    Steigen die Fälle in den kommenden Monaten tatsächlich an, vielleicht sogar sehr deutlich, kann das zu Problemen führen. Denn es fehlt mittlerweile an Nachwuchs bei den Verwaltern. „Das Interesse an einem Berufseinstieg hat spürbar nachgelassen“, berichtet Niering. Das könne man unter anderem an der Teilnehmerzahl an Fachanwaltskursen ablesen.

    2018 etwa ist dem Vernehmen nach bundesweit lediglich ein Lehrgang zum Thema Insolvenzrecht zusammengekommen. Gelistet sind an den Gerichten derzeit knapp 2200 Insolvenzverwalter, davon gelten rund 300 als professionelle Treuhänder mit mehr als einem Verfahren im Monat. Zum Vergleich: Vor einigen Jahren lag die Zahl der Profi-Verwalter Experten zufolge noch bei rund 500.

    https://www.welt.de/wirtschaft/artic...ten-Wende.html


    Ergo: Der billige Euro züchtet eine masse Zombie Unternehmen heran....und wie sieht das mit Zombie Banken aus?

    https://www.gabler-banklexikon.de/si...?itok=N9OvLFtN

    https://www.google.com/search?client...w=1704&bih=916

    https://www.google.com/search?client...+Banken+aus%3F


    Kritik an EZB Bundesbank-Vizechefin warnt vor Zombie-Banken

    https://www.gabler-banklexikon.de/si...?itok=yAuS37ex

    Die Bundesbank-Vizechefin Sabine Lautenschläger warnt in einem Zeitungsinterview vor den Folgen der Milliardenkredite, mit denen die Europäische Zentralbank die Finanzmärkte geflutet hat: Damit würden "Zombie"-Banken am Leben gehalten, die sonst längst pleite wären.

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/so...-a-820913.html

    https://media1.faz.net/ppmedia/aktue...-volkswirt.jpg

  9. #42
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    Fernsehbauer Loewe ist pleite - 25.06.2019 - 15:48 Uhr

    Das war’s für Loewe – zumindest erstmal!

    Der Fernseh-Hersteller ist pleite und will zum Wochenende kurzfristig den Betrieb einstellen. Dem Traditionsunternehmen aus Kronach in Oberfranken ist das Geld ausgegangen. So schreibt es die Geschäftsführung in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung.

    Demnach waren die Gläubiger nicht gewillt, ein weiteres Darlehen zur Fortsetzung des Betriebs zu geben. „Wir sind daher aus insolvenzrechtlichen Gründen zum Schutz unserer Gläubiger verpflichtet, den Geschäftsbetrieb voraussichtlich zum 1. Juli vorläufig bei geringster Kostenlast ruhend zu stellen“, erklärte Geschäftsführer Ralf Vogt in seiner Stellungnahme.

    Beim einstigen Pionier der Fernsehtechnik hat sich die Krise damit dramatisch verschärft!

    Bisher lief noch ein Insolvenzverfahren in Eigenregie, mittlerweile ist laut Unternehmen ein regulärer Insolvenzverwalter eingesetzt. Die Geschäftsführung hofft aber nach wie vor auf einen Investor, der das Unternehmen retten könnte.

    Loewe hatte schon lange mit massiven Umsatzeinbrüchen zu kämpfen. Bei dem oberfränkischen Traditionsunternehmen stieg die britische Investmentgesellschaft Riverrock ein. Anfang Mai 2019 beantragte das Unternehmen bei Gericht dann ein Insolvenzverfahren in Eigenregie. Dieses sollte eigentlich am 1. August eröffnet werden.

    https://www.bild.de/geld/wirtschaft/...7468.bild.html

  10. #43
    Avatar von tbhomy
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    Neue EU-Richtlinie: Die vor-insolvenzliche Sanierung

    https://www.finance-magazin.de/wirts...kommt-2034531/

    Man wird sehen, ob die Vor- oder die Nachteile dieser Richtlinie am Ende überwiegen werden.

    Es wird eine Schwächung der Gläubigerposition befürchtet, falls die Umsetzung der EU-Richtlinie in nationales Recht nicht notwendige Schutzmechanismen vorsieht.

    Für Aktionäre und Trader von Aktien börsennotierter Kapitalgesellschaften dürfte der Einfluss jedes neuen Teil-Prozesses der vor-insolvenzlichen Sanierung auf den Aktienkurs interessant sein.

    Wird die Bekanntgabe einer vor-insolvenzlichen Sanierung für vergleichbare Kurseinbrüche sorgen wie ein Insolvenzantrag mit oder ohne Eigenverwaltung ? Man darf gespannt sein.

    "Ab 2021 könnten deutsche Unternehmen das präventive Verfahren nutzen."

  11. #44
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    Hier 19 Kopfweh Seiten die auch schwer im Magen liegen...

    Oje EU: "Schlimmer geht's wohl nimmer"...

    Wesentliche Kritikpunkte vorliegender Stellungnahme an dem Vorschlag der EU-Kommission lassen sich wie folgt zusammenfassen:

    Der Vorschlag ist unausgewogen, weil er im Wesentlichen Gläubigern Lasten auferlegt und ihre Rechte beschneidet, aber kaum Pflichten oder Obliegenheiten der Schuldner vorsieht.

    https://www.google.com/search?client...lass+Cram-Down

    Zitat Zitat von tbhomy Beitrag anzeigen

    https://www.finance-magazin.de/wirts...kommt-2034531/

    Neue EU-Richtlinie: Die vor-insolvenzliche Sanierung

    Man wird sehen, ob die Vor- oder die Nachteile dieser Richtlinie am Ende überwiegen werden.

    Es wird eine Schwächung der Gläubigerposition befürchtet, falls die Umsetzung der EU-Richtlinie in nationales Recht nicht notwendige Schutzmechanismen vorsieht.

    Für Aktionäre und Trader von Aktien börsennotierter Kapitalgesellschaften dürfte der Einfluss jedes neuen Teil-Prozesses der vor-insolvenzlichen Sanierung auf den Aktienkurs interessant sein.

    Wird die Bekanntgabe einer vor-insolvenzlichen Sanierung für vergleichbare Kurseinbrüche sorgen wie ein Insolvenzantrag mit oder ohne Eigenverwaltung ? Man darf gespannt sein.

    "Ab 2021 könnten deutsche Unternehmen das präventive Verfahren nutzen."
    Die im Vorschlag vorgesehene Höchstfrist für die Restschuldbefreiung von drei Jahren ist abzulehnen.
    Sie ist zu kurz und setzt keine Anreize für den Schuldner zur Gläubigerbefriedigung.
    Die Dauer von drei Jahren sollte als Mindestdauer in die Richtlinie übernommen werden(Nr.5).

    https://die-dk.de/media/files/2017-0...ng_FBbRU93.pdf


    Oje EU: Gestört aber GeiL - aber nur wahrscheinlich: https://youtu.be/YGpak_xS47o


    https://www.google.com/search?client...%9F+die+Banken.

    EU-Bankenunion: Neue EU-Bankenpläne im Detail: Das ist die Giftliste für deutsche Sparer

    EU-Bankenaufsichtsbehörde

    dpa/Frank Augstein Der Sitz der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) in London.

    Donnerstag, 29.03.2018, 15:44

    Experten warnen eindringlich vor den Folgen der EU-Pläne für eine Bankenunion. Aber was soll eigentlich beschlossen werden? Und bis wann? FOCUS Online zeigt die Knackpunkte.

    Die EU plant neue Richtlinien für europäische Banken. Das Problem: Die würden viele deutsche Sparer im Krisenfall erheblich abstrafen. FOCUS-MONEY-Gastautor Michael Reuss warnt davor, dass eine Enteignung der Sparer wahrscheinlicher ist, als viele denken. Hier ein Überblick darüber, was die EU plant - und was das für deutsche Sparer bedeutet:

    1. Auszahlungsstopp

    Im Juli vergangenen Jahres wurde bekannt, dass es in der EU Überlegungen gibt, die Konten der Kunden einzufrieren, wenn eine Bank vom Zusammenbruch bedroht ist.

    https://www.focus.de/finanzen/banken...d_8689809.html



    Ergo: Die EU ist ein Verbrecher Verein, zuerst wurden die Sparer betrogen, dann folgen die Aktionäre und guten Schluß die Banken.


    Die letzte Rettung kann nur noch Gold sein....und die EU kann zur Hölle fahren!!!!


    Israelischer Minister: Die EU möge „tausendmal zur Hölle fahren“ - Welt
    https://www.welt.de › Politik

    https://www.welt.de/politik/article1...le-fahren.html

    23.05.2018 - Die EU möge „tausendmal zur Hölle fahren“ ... Hintergrund der zornigen Äußerungen von Steinitz ist ein EU-Aufruf vom Dienstag. .... werfen mit Schleudern faustgrosse Steine, was tödliche Verletzungen verursachen kann.

    https://www.google.com/search?client...en%21%21%21%21

  12. #45
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    Albtraum Privatinsolvenz: Schuldenberg statt Eigenheim

    SPIEGEL TV - Am 11.05.2019 veröffentlicht

    https://youtu.be/sJv9wKxVl9k

    In Bayern gibt es bundesweit die wenigsten Privat-Insolvenzen. Dennoch hat die Zahl der überschuldeten Menschen in München einen neuen Rekordstand erreicht: Knapp 110.000 Erwachsene sind pleite und kommen aus den Schulden nicht alleine raus.

    https://www.youtube.com/watch?v=sJv9wKxVl9k


    Ergo: nur 800 Gäste...wusste nicht das Türken auch im kleinen Kreis heiraten...

  13. #46
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    Insolvenz angemeldet: Beate Uhse ist schon wieder pleite - 12.07.2019

    Das Sex-Spielzeug-Unternehmen Beate Uhse ist erneut insolvent!

    Am Mittwoch meldete die Muttergesellschaft be you GmbH Insolvenz beim Amtsgericht Flensburg an. Ebenso die drei Töchter, die offenbar nicht genug Ertrag brachten: die Beate Uhse Einzelhandels GmbH, Versa Distanzhandel und das Beate Uhse Fun Center.

    Seit geraumer Zeit sollen die Lohn- und Gehaltszahlungen an die Beschäftigten ausstehen, berichtet die „Wirtschaftswoche“. Zunächst gehe es darum, die Bezahlung der insgesamt rund 70 Mitarbeiter über das Insolvenzgeld zu organisieren, sagte der vorübergehende Insolvenzverwalter Sven-Holger Undritz von der Wirtschaftskanzlei White&Case.

    Erst im vergangenen Sommer wurde das Unternehmen, das Ende 2017 schon einmal insolvent war, an Robus Capital verkauft. Doch auch dem Finanzinvestor gelang es nicht, die Zahlenkurve wieder hochzukriegen.

    Zudem gab Beate Uhse am Donnerstag einen weiteren Partnertausch bekannt: Die niederländische EDC Gruppe übernehme den Online-Handel von Beate Uhse. Ziel des Deals: So soll einer der größten Internetanbieter für Sexspielzeug in Europa entstehen.

    Gründerin Beate Rotermund-Uhse (✝2001), eine ehemalige Luftwaffen-Pilotin, war mal eine Pionierin der Erotikbranche. Sie eröffnete 1946 den ersten Sexshop der Welt in Flensburg, betrieb außerdem über Jahre Aufklärungsarbeit für einen offeneren Umgang mit Sexualität.

    Ihr Unternehmen ist die Dachmarke für Webshops und Geschäfte in acht europäischen Ländern. Die seit 1999 an der Börse gelistete Beate Uhse AG hatte Ende 2017 Insolvenz beantragt. Heute betreibt es nach Branchenschätzungen weniger als 20 Sexshops in Deutschland.

    https://www.bild.de/geld/wirtschaft/...0762.bild.html


    Aktien von Krisenunternehmen: Vorsicht vor dem Sekunden-Tod!

    Die Zahl der Firmenpleiten wird steigen. Investoren, die Anteile an Krisenunternehmen halten, müssen daher in Zukunft noch wachsamer sein und sollten schon jetzt ihr Krisen-Toolkit auf den neusten Stand bringen.

    Wann genau es krachen wird, wissen wir nicht. Aber die Wirtschaft nähert sich unzweifelhaft dem Endpunkt eines langen Aufschwungs. Erste Anzeichen für eine Verschlechterung gibt es bereits: Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben erst jüngst ihre 2019er-Wachstumsprognose für Deutschland von 1,9 auf 0,8 Prozent gesenkt und das Statistische Bundesamt berichtete von einem deutlichen Anstieg der Insolvenzen in den ersten Monaten des laufenden Jahres.

    Aktieninvestoren werden sich daher in der nächsten Zeit wieder öfter mit dem Thema „Krisenunternehmen“ auseinandersetzen müssen. Ein guter Zeitpunkt also, an dieser Stelle einen Blick auf ein wichtiges Investmentcharakteristikum von Krisenaktien zu werfen. Und wie so oft ist als Ausgangpunkt zunächst ein Blick in die Vergangenheit hilfreich.

    Das Beispiel Manroland

    Es war einst im Sommer 2011, als das Getuschel immer lauter wurde, der Druckmaschinenhersteller Manroland – durchaus schon gebeutelt von der allgemein nachlassenden Attraktivität von Print-Erzeugnissen in Zeiten von Internet und Umweltschutz – habe möglicherweise Probleme, seine Finanzschulden zu bedienen. Zu diesem Zeitpunkt war zwar alles noch im Konjunktiv, aber auf die Kunden des Offenbacher Unternehmens machten diese Informationen offenbar Eindruck. Derartige Druckmaschinen sind nämlich üblicherweise jahrelang in Gebrauch und während dieser Zeit werden häufig Ersatzteile sowie ein funktionierender Wartungsservice benötigt. Und da war ja auch noch der Second-Hand-Markt, auf dem die Maschinen bisher nach der Erstnutzung für immer noch gutes Geld ins Ausland verkauft werden konnten.

    Mit dem Damoklesschwert einer möglichen Insolvenz vor Augen erschien es nun den potenziellen Maschinenkäufern zu riskant, dass sie von Manroland vielleicht nicht mehr lange mit Unterstützung rechnen und dass die Wiederverkaufswerte der Maschinen in den Keller gehen könnten. Die meisten Kunden stoppten daher sofort ihre Aufträge und sahen sich lieber bei anderen Anbietern um – mit fatalen Konsequenzen für Manroland. Aus dem Konjunktiv wurde in nur wenigen Monaten ein Indikativ: Aufgrund der fehlenden Umsätze geriet das Unternehmen in Windeseile in eine noch schlimmere Schieflage und musste kurz darauf, im November 2011, Insolvenz anmelden. Eine grausame selbsterfüllende Prophezeiung hatte sich ihren Weg gebahnt.

    Erst schleichend, dann plötzlich

    Manroland war kein börsengelistetes Unternehmen. Aber ein solches Entwicklungsmuster – die graduelle Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage bis zu einem bestimmten Punkt, und ab diesem dann ein jäher Todesstoß – macht vor Publikumsaktiengesellschaften gewiss nicht halt. Im Gegenteil: Durch die kontinuierliche Marktwertnotierung wird den Stakeholdern (im Fall Manroland die Kunden) die ganze Dramatik meist noch deutlicher vor Augen geführt. Das beschriebene Muster ist sogar schon – unabhängig von Unternehmensgröße und Kapitalmarktorientierung – so lange typisch für den Fall einer Insolvenz, dass es bereits vor fast 100 Jahren Eingang in die große Weltliteratur gefunden hat. In Ernest Hemingways Roman Fiesta aus dem Jahr 1926 entspinnt sich beispielsweise folgender Dialog: „Wie bist Du bankrottgegangen?“, fragt Bill. „Auf zweierlei Weise“, antwortet Mike. „Erst schleichend und dann plötzlich.“

    Es müssen aber nicht immer die Kunden sein, die ihr Verhalten im Angesicht einer drohenden Insolvenz ändern. Zu dem beschriebenen Entwicklungsmuster führen nicht selten auch die Reaktionen anderer Stakeholder. Dies können etwa die Zulieferer sein, denen es zu heiß wird, weiterhin Waren ohne Vorkasse bereitzustellen (häufig auch in Zusammenhang mit einer Kündigung der Warenkreditversicherungen). Das konnte man in zahlreichen Einzelhandelsinsolvenzen beobachten. Dies können auch die Mitarbeiter sein, die dem Unternehmen mangels Zukunftsperspektive den Rücken kehren. Und dies können schließlich auch die Banken sein, die nervös

    Letzteres spielte in einem der großen deutschen Wirtschaftsjustizkrimis der letzten Jahre eine entscheidende Rolle: Als der damalige Deutsche-Bank-CEO und Präsident des Bankenverbandes, Rolf E. Breuer, im Jahr 2002 in einem Fernsehinterview andeutete, dass der Finanzsektor wohl Zweifel hat, ob er weitere Mittel für das schon mit Milliardenkredite ausgestattete Unternehmen Kirchmedia bereitstellen soll, führte das anscheinend erst recht dazu, dass die anderen Banken sich bei der Finanzierung zurückhielten. Nur zwei Monate später meldete Kirchmedia Insolvenz an.

    https://www.wiwo.de/finanzen/geldanl.../24571474.html

    Teil II : https://www.wiwo.de/finanzen/geldanl...4571474-2.html

  14. #47
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    Weber Automotive stellt Insolvenzantrag

    Mittwoch, 10. Juli 2019, 13.45 Uhr

    Insolvenz Weber Automotive: Altgesellschafter und Investor uneins

    Beim Streit unter den Gesellschaftern des insolventen Zulieferers Weber Automotive scheint eine Einigung vorerst nicht in Sicht. Die Vorwürfe des Mehrheitseigners Ardian zeigen, wie verhärtet die Fronten sind.

    Von Klaus-Dieter Flörecke

    Der Automobilzulieferer Weber Automotive hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Das Amtsgericht Konstanz hat den Rechtsanwalt Christina Gerloff von der Kanzlei Gerloff Liebler als vorläufigen Sachwalter bestellt. Dem vorangegangen ist ein Streit unter den Gesellschaftern über die Weiterfinanzierung des Zulieferers. Demnach haben die Gründerfamilie Weber, Minderheitsaktionär...

    https://www.automobilwoche.de/storyi...350&ExactH=197

    Weber Automotive aus Markdorf. Rund 1500 Mitarbeiter sind von der Insolvenz betroffen. (Foto: Weber Automotive)

    https://www.automobilwoche.de/articl...nvestor-uneins

    https://www.automobilwoche.de/section/nachrichten

    https://www.google.com/search?q=webe...w=1704&bih=916

  15. #48
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    „Viele Innenstädte in Deutschland sind in höchster Not“ - Stand: 00:06 Uhr

    Von Michael Gassmann - Korrespondent Handel und Konsumgüter

    Immer mehr kleine Händler verschwinden aus Deutschlands Fußgängerzonen. Inzwischen sind aber auch Konzerne wie C&A betroffen. Für viele Innenstädte ist das eine bedrohliche Perspektive. Chancen hat nur, wer experimentierfreudig ist.

    An diesem Dienstagmorgen herrscht ideales Einkaufswetter in Krefeld: trocken, sonnig, ab und zu ein paar Wölkchen. Doch in der Fußgängerzone sind kaum Passanten unterwegs. Beim Bekleidungshändler Gerry Weber verliert sich eine Kundin, ein paar Häuser weiter in der großen Sinn-Filiale sieht es ähnlich aus, ebenso bei Hunkemöller und im Kaufhof.

    In den finanzschwachen, unansehnlich gewordenen Städten tief im Westen der Republik ist deutlich erkennbar, was Wirtschaftsaufschwung und Milliardensubventionen in anderen Regionen Deutschlands noch verdecken: die heraufziehende Krise des klassischen Bekleidungshandels. Die Branche steht vor einem Umbruch, der die heutigen Strukturen weitgehend zermalmen könnte.

    Für die Innenstädte bedeutet das eine weitere Herausforderung. Noch sind Boutiquen, Kaufhäuser und die vielen Textilfilialisten wie C&A, Zara oder H&M Publikumsmagneten für die Citys. Der Bekleidungshandel nimmt rund 40 Prozent der Verkaufsflächen in Anspruch. Leidet diese Branche, leidet die ganze Stadt.

    Seit 2009 hat jeder dritte Händler aufgegeben

    Noch vor wenigen Jahren klangen die meisten Prognosen für die Filialisten einigermaßen zuversichtlich. Zwar werde es zu einem verschärften Wettbewerb kommen, bei dem wohl „nicht alle Fashion-Händler werden Schritt halten können“, sagte eine gemeinsame Studie von KPMG und dem Textilhandelsverband BTE 2015 voraus. Die Chancen für stationäre Händler stünden aber „vergleichsweise gut“, vorausgesetzt, sie ergriffen beherzt die Chancen des „Multi-Channel“, also der Verzahnung von digitalem und analogem Vertrieb.

    Die Dramatik hat seither zugenommen – bis hin zu der Prognose, ein „großes Sterben“ unter den Bekleidungsgeschäften stehe bevor. Das erwartet Jochen Strähle, Professor an der Fakultät Mode und Design an der Hochschule Reutlingen. „Der klassische Modehandel hat seine Daseinsberechtigung verloren“, sagt er. Fast in allen Punkten seien reine Onlinehändler im Vorteil, ob bei Auswahl, Lagerung oder Logistik. Selbst in Sachen Kundenberatung riskiere der klassische Bekleidungshandel seinen Vorsprung, weil man am Verkaufspersonal spare.

    Doch der Abstieg hat bereits begonnen. Seit 2009 hat jeder dritte Händler aufgegeben; nur noch 16.000 Unternehmen im Bekleidungsfachhandel gibt es laut dem Portal „Handelsdaten“ hierzulande. Im Straßenbild macht sich das bisher wenig bemerkbar, da meist kleinere Händler mit wenigen Filialen betroffen waren. Doch große Firmen wie C&A, Sinn oder Tom Taylor sind ebenfalls aus dem Tritt geraten.

    Gerry Weber kämpft ums Überleben.

    Dabei geben die Deutschen viel Geld für Mode aus. Im vergangenen Jahr waren es knapp 65 Milliarden Euro für Klamotten vom Bikini bis zum Wintermantel. Doch ein wachsender Anteil des Geldstroms fließt an den Boutiquen, an den Damen- und Herrenabteilungen vorbei. Allein im Mai, so das Statistische Bundesamt, waren die Umsätze im stationären Handel mit Bekleidung und Schuhen vier Prozent niedriger als im Vorjahresmonat, Preisveränderungen herausgerechnet. Es war kein Ausreißer. Für die ersten fünf Monate ergibt sich ein reales Minus von 2,2 Prozent.

    Der Branchenverband BTE gibt sich unerschrocken. „Das erste Halbjahr ist für die Modebranche halbwegs ordentlich gelaufen“, sagte Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels WELT AM SONNTAG. An den Einbrüchen sei vor allem das Wetter schuld. Zudem sei der Juni besser gelaufen, sodass das Geschäft im ersten Halbjahr insgesamt „etwa auf Vorjahresumsatz“ gelegen habe.

    Onlineanbieter wie Zalando wachsen

    Das Fachblatt „Textilwirtschaft“ allerdings erwartet nach einer Umfrage unter Händlern ein Minus von einem Prozent. Doch diese Umfrage verdeutlicht auch, wie tief die Misere geht: In mehr als der Hälfte der Läden schrumpfen die Geschäfte, in jedem achten gar um 20 Prozent und mehr.

    Der Niedergang der Branche macht sich auch in den großen Einkaufscentern bemerkbar, die einen Großteil ihrer Mieteinnahmen aus dem Handel mit Hemd, Hose oder Wintermantel generieren. „Galt die Modebranche bis vor kurzem als Rückgrat der Center, so fordert die aktuelle Schwächephase neue Ansätze“, stellte das Kölner Einzelhandelsinstitut EHI kürzlich fest. Mehr Gastronomie und Erlebnis-Anbieter müssten die Lücken füllen.

    Die Kunden haben längst eine Alternative zum Einkauf in Städten und den weiten Wegen Richtung Outlet: das digitale Shopping. Black Friday, Cyber Week und andere Online-Rabatt-Aktionen haben Sommer- und Winterschlussverkauf als Schnäppchen-Event längst abgelöst. „Mehr als 70 Prozent der deutschen Verbraucher wollen in diesem Jahr beim Amazon Prime Day am 15. Juli einkaufen“, meldete die Plattform „“ dieser Tage – Zahlen, von denen stationäre Händler nicht einmal träumen können.

    Die reinen Onlineanbieter wachsen hingegen, beispielsweise Zalando: Der Konzern meldete für das erste Quartal erneut ein „starkes Wachstum in allen Bereichen“. Die Zahl der Kunden stieg europaweit um drei Millionen auf 27 Millionen, der Umsatz kletterte um gut 15 Prozent. Im vergangenen Jahr nahm Zalando 5,4 Milliarden Euro ein – etwa so viel, wie die Einwohner von Berlin, München und Köln zusammen im Jahr für Kleidung und Schuhe ausgeben.

    In den nächsten zehn Jahren, meint Marktkenner Strähle, werden die Karten neu verteilt. Gute Chancen hätten Unternehmen, die experimentierfreudig und angstfrei digitale und klassische Einkaufswelten verknüpften. Als Beispiel dafür gilt die Otto-Tochter Bonprix, die eine komplette Durchdringung von Ladeneinkauf und E-Commerce durchspielt. Das Smartphone übernimmt die Rolle des Verkäufers, lotst Kunden durch Regale und Kleiderständer, prüft die Verfügbarkeit von Ware und Umkleidekabinen und wickelt am Ende den Zahlungsvorgang ab – im Zweifel ganz ohne Verkäufer.

    Schuhhändler Deichmann will im Sommer drei neue Großgeschäfte in Essen, Frankfurt und München eröffnen, in denen laut Ankündigung „das Beste aus der stationären und der Online-Welt zusammengeführt wird“. Umgekehrt testen Zalando, Amazon und andere Firmen reale Läden. „Viele Manager haben verstanden, dass man vieles ausprobieren muss, um ein erfolgreiches Modell zu entwickeln“, meint Strähle.

    Doch es ist fraglich, wie viele kleine Boutiquenbesitzer und Ladeninhaber die erforderlichen Millioneninvestitionen stemmen können, bevor noch mehr Fußgängerzonen in die Ramschliga absteigen. Schon jetzt scheuen potenzielle Kunden den Besuch in den Zentren. Grund für die flauen Geschäfte, hieß es beispielsweise in der Händlerumfrage, sei die „mangelnde Kundenfrequenz“.

    Die Zeit drängt, ist sich der Handelsverband Deutschland (HDE) sicher. „Viele Innenstädte in Deutschland sind in höchster Not“, mahnte HDE-Chef Stefan Genth im Februar in einer Art Brandbrief an Innenminister Horst Seehofer (CSU). Einst attraktive und vitale Stadtzentren verlören ihre Zugkraft. Doch gerade die Modehändler wollten den Umschwung in seiner ganzen Radikalität oft noch nicht wahrhaben, spürt Strähle und warnt: „Die Augen vor der Wahrheit zu verschließen hat noch nie geholfen. Auch wenn sie wehtut.“

    Dieser Text ist aus der WELT AM SONNTAG. Wir liefern sie Ihnen gerne regelmäßig nach Hause.

    https://www.welt.de/wirtschaft/artic...eht-bevor.html

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