DAX30
Gold
Brent Oil
EUR/USD
+ Auf Thema antworten
Ergebnis 1 bis 9 von 9

Thema: Frage... wenn ich nun alle Aktien vom Unternehmen kaufe ...?

  1. #1

    Dabei seit
    04/2003
    Beiträge
    2

    Durch die Bank betrogen

    Ich habe ein problem, dass ich wie folgt darstelle und freue mich für jede Unterstützung und Hilfe.

    Zu Gunsten unserer Firma wurde ein unwiderrufliches Akkreditiv in Höhe von 200.000,- EUR eröffnet. unsere Bank avisierte uns das Akkreditiv. Die Bedingungen des Akkreditivs waren, Eine Vollmacht und einen Vertrag, unterzeichnet durch bestimmte Person, in orginal zu praesentieren. Noch waehrend der Gültigkeit des Akkreditivs praesentierten wir die angeforderten Dokumenten bei unserer Bank (advising bank). Ei Paar Tage spaeter beanstandete die eröffnende Bank die Dokumenten. Daraufhin bestaetigte unsere Bank (advising bank) der Akkreditivbank per SWIFT, dass die Dokumenten in Volle Übereinstimmung mit den Konditionen des Akkreditivs sind. Jedoch reklamierte die Akkreditivbank noch einmal die Dokumenten (Abweichungen) und erklaerte den Fall für geschlossen und verweigerte die Zahlung. Als Begründung gab die Bank an, dass nicht alle Seiten des Vertrages unterzeichnet sind und lediglich die Letzte Seite des Vertrages ist unterschrieben ( obwohl diese nicht ausdrücklich angefordert war). Leider ist aus das Akkreditiv abgelaufen. Unsere Bank bezeichnete den Fall als dubios, aber mehr taten sie auch nicht.
    Unsere Frage ist, was kann ich tun? kann die Bank eine Ausrede finden, um nicht zu zahlen? Und wenn sie diese tut, was kann der Begünstigter tun?

    Ich danke für jede Hilfe

  2. #2

    Dabei seit
    04/2003
    Beiträge
    48

    RE: Durch die Bank betrogen

    hallo,

    mal ehrlich, klingt nach einem komplizierten fall.

    es wäre interessant, einmal einen original-auszug aus dem akkreditiv zu sehen (den teil, der die dokumente betrifft)...
    ich nehme an, dass es von der hausbank lediglich avisiert aber nicht bestätigt wurde ?
    welches ist das land der akkreditivbank ?
    ist die ware bereits unterwegs ?

    --> in vielen ländern ist es in der tat so, dass alle blattseiten eines mehrseitigen vertrages unterzeichnet werden müssen, meistens die letzte blattseite voll, die anderen mit kurzzeichen.
    wenn die rechtslage in land der akkreditivbank dieses vorsieht, hat sie m.e. das recht, die dokumente abzulehnen - leider.

    es lohnt einen blick in die ERA: art. 13 + 14 der ERA (einheitliche richtlinien für dokumentenakkreditive) sagen aus:

    [size=11]Artikel 13 Grundsatz der Dokumentenprüfung

    a Die Banken müssen alle im Akkreditiv vorgeschriebenen Dokumente mit angemessener Sorgfalt prüfen, um festzustellen, ob sie ihrer äußeren Aufmachung nach den Akkreditiv-Bedingungen zu entsprechen scheinen. Die Feststellung, ob vorgeschriebene Dokumente der äußeren Aufmachung nach den Akkreditiv-Bedingungen entsprechen, richtet sich nach dem Standard internationaler Bankpraxis, wie er sich in diesen Richtlinien widerspiegelt. Dokumente, die sich ihrer äußeren Aufmachung nach untereinander widersprechen, werden als ihrer äußeren Aufmachung nach nicht den Akkreditiv-Bedingungen entsprechend angesehen. Im Akkreditiv nicht vorgeschriebene Dokumente werden von den Banken nicht überprüft. Wenn sie solche Dokumente erhalten, geben sie diese dem Einreicher zurück oder leiten diese unverbindlich weiter.

    b Der eröffnenden Bank, der etwaigen bestätigenden Bank oder einer für sie handelnden benannten Bank steht jeweils eine angemessene, sieben Bankarbeitstage nach dem Tag des Dokumentenerhalts nicht überschreitende Zeit zu, die Dokumente zu prüfen und zu entscheiden, ob sie die Dokumente aufnehmen oder zurückweisen will, und denjenigen entsprechend zu unterrichten, von dem sie die Dokumente erhielt.


    Artikel 14 Unstimmige Dokumente und Benachrichtigung

    a Wenn eine eröffnende Bank eine andere Bank ermächtigt, gegen Dokumente, die ihrer äußeren Aufmachung nach den Akkreditiv-Bedingungen zu entsprechen scheinen, zu zahlen, eine Verpflichtung zur hinausgeschobenen Zahlung zu übernehmen, Tratten zu akzeptieren oder zu negoziieren, sind die eröffnende Bank und die etwaige bestätigende Bank verpflichtet, – die benannte Bank, die gezahlt, eine Verpflichtung zur hinausgeschobenen Zahlung übernommen, Tratten akzeptiert oder negoziiert hat, zu remboursieren, – die Dokumente aufzunehmen.

    b Bei Erhalt der Dokumente muß die eröffnende Bank und/oder die etwaige bestätigende Bank oder eine für sie handelnde benannte Bank allein aufgrund der Dokumente entscheiden, ob sie ihrer äußeren Aufmachung nach den Akkreditiv-Bedingungen zu entsprechen scheinen. Wenn die Dokumente ihrer äußeren Aufmachung nach nicht den Akkreditiv-Bedingungen zu entsprechen scheinen, können diese Banken die Aufnahme der Dokumente verweigern.

    c Wenn die eröffnende Bank entscheidet, daß die Dokumente ihrer äußeren Aufmachung nach nicht den Akkreditiv-Bedingungen zu entsprechen scheinen, kann sie sich wegen eines Verzichts auf Geltendmachung der Unstimmigkeit(en) nach eigenem Ermessen an den Auftraggeber wenden. Dadurch verlängert sich jedoch nicht der in Artikel 13(b) erwähnte Zeitraum.

    d Wenn sich die eröffnende Bank und/oder die etwaige bestätigende Bank oder eine für sie handelnde benannte Bank zur Zurückweisung der Dokumente entscheidet, muß sie eine entsprechende Mitteilung unverzüglich, jedoch nicht später als am Ende des siebten Bankarbeitstages nach dem Tag des Dokumentenerhalts durch Telekommunikation oder, wenn dies nicht möglich ist, auf anderem schnellen Weg geben. Diese Mitteilung ist an die Bank zu richten, von der sie die Dokumente erhalten hat, oder an den Begünstigten, wenn sie die Dokumente unmittelbar von diesem erhalten hat. – Diese Mitteilung muß alle Unstimmigkeiten nennen, aufgrund derer die Bank die Dokumente zurückweist, und muß auch besagen, ob die Dokumente zur Verfügung des Einreichers gehalten oder ihm zurückgesandt werden. – Die eröffnende Bank und/oder die etwaige bestätigende Bank ist dann berechtigt, von der übersendenden Bank Rückerstattung des an diese Bank geleisteten Rembours mit Zinsen zu verlangen.

    e Wenn die eröffnende Bank und/oder die etwaige bestätigende Bank nicht gemäß den Bestimmungen dieses Artikels handelt und/oder wenn sie die Dokumente weder zur Verfügung des Einreichers hält noch diesem zurücksendet, kann die eröffnende Bank und/oder die etwaige bestätigende Bank nicht geltend machen, daß die Dokumente nicht den Akkreditiv- Bedingungen entsprechen. f Wenn die übersendende Bank die eröffnende Bank und/oder die etwaige bestätigende Bank auf irgendeine (irgendwelche) Unstimmigkeit(en) in den Dokumenten hinweist oder diese Bank(en) davon benachrichtigt, daß sie aufgrund dieser Unstimmigkeit(en) unter Vorbehalt oder gegen eine Garantie gezahlt, eine Verpflichtung zur hinausgeschobenen Zahlung übernommen, Tratten akzeptiert oder negoziiert hat, wird die eröffnende Bank und/oder die etwaige bestätigende Bank dadurch von keiner ihrer Verpflichtungen aus den Bestimmungen dieses Artikels befreit. Ein solcher Vorbehalt oder eine solche Garantie betrifft allein das Verhältnis zwischen der übersendenden Bank und dem Beteiligten, dem gegenüber der Vorbehalt ausgesprochen oder von dem oder für den die Garantie gestellt ist. [/SIZE]


    weiterhin lohnt ein blick in artikel 20d der era:


    [size=11]Artikel 20 Unklarheit über Aussteller von Dokumenten
    ...
    d Sofern im Akkreditiv nichts anderes vorgeschrieben ist, gilt eine Akkreditiv-Bedingung, wonach ein verlangtes Dokument authentisiert, für gültig erklärt, legalisiert, mit Sichtvermerk versehen, beglaubigt sein oder ein ähnliches Erfordernis ausweisen soll, als erfüllt, wenn irgendein(e) Unterschrift, Zeichen, Stempel oder Aufkleber auf dem Dokument der äußeren Aufmachung nach die vorgenannte Bedingung zu erfüllen scheint . [/SIZE]


    --> eine endgültige lösung kann ich an dieser stelle nicht präsentieren. ich habe selbst solche fälle erlebt und konnte eigentlich immer die dokumente noch entsprechend anpassen. wenn die avisbank einen fehler gemacht hat (da sie u.u. aus unwissenheit ein dokument anerkannt hat, dass nicht ok war) dann muss sie auch haften.

    ich würde einen rechtsbeistand hinzuziehen (dringend) und folgende dinge prüfen lassen:

    - verschulden der avisbank oder der akkreditivbank ?
    - rechtslage im land der akkreditivbank bzgl. aufmachung / rechtsgültige unterschrift von dokumenten (!)

    sorry aber hier muss man wirklich ziemlich ins detail gehen meiner meinung nach...

    viel glück ! berichten sie doch bitte, wie der fall weitergeht.

  3. #3

    Dabei seit
    04/2003
    Beiträge
    2

    RE: Durch die Bank betrogen

    Die eröffnende Bank ist die ABN AMRO in Prag und wurde durch unsere Bank (HVB Bank) nur avisiert. Laut mehreren Gutachten und auch unserer Bank ist die ABN AMRO Zahlungspflichtig. Unsere Bank ist der Meinung, dass wir unsere Forderung gegenüber ABN AMRO direkt gelten machen müssen. Sie können in dieser Angelegenheit nichts mehr tun.
    Ein Orginalauszug aus dem Akkreditiv werde ich in kürze im Internet stellen.

    MfG

  4. #4

    Dabei seit
    05/2006
    Beiträge
    7

    Frage Frage... wenn ich nun alle Aktien vom Unternehmen kaufe ...?

    Hi, ich wollte euch mal was fragen...
    Was pasiert wenn ich jetzt von einer firma( ich sage jetzt einfach mal ninteno)
    alle aktien kaufen würde?
    Würde ich dann was bei der firma(nintendo) zu sagen haben oder würde mir das garnix bringen und die aktie würde einfach nur ins bodenlose fallen,weil ich ja keine aktie mehr verkaufe und somit ja auch kein handel mehr möglich wäre?
    Würde mich freuen wenn mir jemad ne antwort daruaf geben könnte.
    Danke schonmal

  5. #5
    Avatar von ChartTec
    Dabei seit
    03/2006
    Alter
    52
    Beiträge
    155
    Gesetzt den Fall es handelt sich um Aktien mit Stimmrecht (im Gegensatz z.B. zu Vorzugsaktien ohne Stimmrecht) so gibt es gewisse Grenzen, in denen Du mehr und mehr Kontrolle über die Aktiengesellschaft übernimmst.

    Angaben ohne Gewähr und nur als allgemeine Richtlinie:
    Es gibt meist eine so genannte Sperr-Minorität ab 25% Stimmrechtsanteil. Hiermit kannst Du z.B. Satzungsänderungen verhindern.
    Ab 50% + eine Stimme hat der Vorstand schon echte Schwierigkeiten noch Entscheidungen ohne den Aktionär zu treffen.
    Ab 66% sind durch den Aktionär meist Satzungsänderungen durchsetzbar
    Ab 95% ist in Deutschland ein Sqeeze-Out möglich (Barabfindung)

    P.S.: warum sollte der Kurs in´s Bodenlose fallen, nur weil wenige Stücke gehandelt werden? Es gilt ja immer noch Angebot und Nachfrage!

  6. #6

    Dabei seit
    05/2006
    Beiträge
    7
    ok danke für die hilfe!
    ähm könntest du mir evtl. noch erklären, was "Satzungsänderungen" sind?

  7. #7
    Avatar von ChartTec
    Dabei seit
    03/2006
    Alter
    52
    Beiträge
    155
    Die Satzung beschreibt, grob gesagt, was die AG eigentlich ist und was sie macht. Zweck der AG, Bestimmungen zum Aufsichtsrat etc.

    Über eine Satzungsänderung könnte ich diesen Gesellschaftsvertrag nun ändern und z.B. aus einer produzierenden AG eine Beteiligungs-AG machen. Oder ähnliche Dinge mehr, ich ändere also sozusagen die Hausordnung...

  8. #8

    Dabei seit
    05/2006
    Beiträge
    7
    achso danke dir!

  9. #9
    news
    Gast-Trader

    Trend zur Teilzeitarbeit auch bei Selbständigen

    In Deutschland wächst nicht nur die Zahl der Teilzeitbeschäftigten insgesamt, auch Selbständige arbeiten vermehrt Teilzeit. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, übten im März 2004 gut eine halbe Million der 3,8 Mill. Selbständigen ihre Tätigkeit nach eigener Einstufung in Teilzeit aus.

    Weiterlesen...

+ Auf Thema antworten

Lesezeichen

Lesezeichen