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Thema: Rohöl-Preisentwicklung

  1. #34

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    oil

    Rohoil hat ja in den letzen Tagen schön Federn gelassen, brennt den Russen schon der Kittel dass sie versuchen die weißrussische Sau durchs Dorf zu treiben.
    die Idioten sind auch nicht besser wie die andere Feldpostnummer mit ihrer Alaska Peipe.
    naja da können sich zumindest die Chinesen jetz billig eindecken.
    Zimmi.

  2. #35
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    Zimmi,

    die russen können dafür nichts, wenn die weissrussen die pipeline zweckentfremden ( politsch / und anzapfen ) mir blockade.
    Die russen wollen nur anährend marktgerecht internationale preise für gas und oil!...wie in der ukraine.
    Das ist wie wenn ich in einer kneibe gehen würde, und mir eine halbe weissbier für 2,50 bestelle (marktgerechte preise), dann kommen bekannte/freunde vom wirt die kriegen das bier umsonst oder für den halben preis.
    Wenn die freunde/bekannten sich mit dem wirt verstritten haben, ist es legitim den vollen preis, für´s bier abzuverlangen oder gar kein bier denen auszuschenken.

    Wieso soll russland, oil gaz nicht mit internationalen preise handeln können, weissrussland & ukraine muss genauso viel für einen unze gold bezahlen, wie deutsche amerikaner inder araber oder chinesen ect...

    Natürlich trifft es leider die sozial schwächeren, aber in deutschland werden auch keine fotoapperate fernseh videorecorder ect...ab heute auch keine handy mehr ect...hergstellt!

    Das ist halt globaler wettbewerb!

    In deutschland arbeiten ca. 35.000 menschen im abbau von steinkohle, für jeden muss der steuerzahler 120.000 euronen im jahr aufwenden! Von der 35.000 schein beschäftigten arbeiten 5% unter tage, davon wiederum ist nur die hälfe beschäftigt mit dem abbau der steinkohle, und die andere hälfte, abwicklung/sicherung der alten stollen :eek:
    WAS FÜR EIN WAHNSINN, um 875 (2,5%) aktive kohlearbeiter zu fördern, muss der steuerzahler 4.200.000.000 euronen jedes jahr investieren.

    Prost mahlzeit

    grüsse

    dd

  3. #36

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    Tino

    Vallourec (12035.FR) übergewichten, Ziel EUR280; SBM Offshore (36062.AE),
    übergewichten, Ziel EUR27,50; Gazprom (GSPBEX.RS),
    übergewichten, Ziel USD63,35; Rosneft (ROSN.RS), übergewichten, Ziel USD10,90; BG Group (BG.LN), à
    übergewichten, Ziel 800 pence; et Tullow (TQW.DB)
    keine Zielangabe.

    BP (BP.LN), neutral, Ziel 685 pence

    Die Bank glaubt, die russischen Ölwerte würden 2007 überperformen

    Gruss

  4. #37

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    oil

    @, Hallo Dago.

    vonwegen so einfach wie du das darstellst währe zu schön um wahr zu sein, da steckt System dahinter.
    hast Du es doch schon richtiggestellt mit deinem SATZ Krieg ist auch eine Sache der wirtschaftlichkeit, ok dafür muss auch was getan werden & nicht einfach behauptet der hat Oil geklaut.
    und wenn schon ist doch kein Beinbruch beklauen uns die Sauuköpfe nicht alle.
    auch mir währe manch andere Variation lieber, machen die Holzköpfe aber nicht.
    WER IST SCHON IN DER LAGE, EINE RUSSISCHE ROHSTOFFHURE UND FALLENSTELLERIN ZU KONTROLLIEREN.?
    Zimmi.

  5. #38
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    Zitat Zitat von polo-10
    Vallourec (12035.FR) übergewichten, Ziel EUR280; SBM Offshore (36062.AE),
    übergewichten, Ziel EUR27,50; Gazprom (GSPBEX.RS),
    übergewichten, Ziel USD63,35; Rosneft (ROSN.RS), übergewichten, Ziel USD10,90; BG Group (BG.LN), à
    übergewichten, Ziel 800 pence; et Tullow (TQW.DB)
    keine Zielangabe.
    BP (BP.LN), neutral, Ziel 685 pence
    ...zum Glück irren sich Banken nur selten bei Ihren Prognosen :eek:
    Swissair "buy", Enron "buy", Worldcom "buy", Yukos (runter bis zur Kölner Stadtsparkasse) "buy" und alle Call's auf die Shares, "mega strong buy".
    Viele Anleger verkennen den Berufsstand der "Analysten"; das sind keine Wohltäter für Hinz und Kunz Kleinanleger, sondern ganz knallharte Verkäufer im Interesse der Banken

    Die Bank glaubt, die russischen Ölwerte würden 2007 überperformen

    Gruss
    Wäre am 1.1.1999 ein wirklich heisser Tip gewesen :mad:

    russ. Oeli's 1.Januar 1999-Heute

    GAZPRM SP ADR 2,58 > 34,80 + 1.248,84%
    LUKOIL SP ADR 4.03 > 62,00 + 1442.52%
    GAZPROM NEFT KO ADR 1,80 > 17,78 + 887,78%
    SURGUTNEFT SP.ADR 2,90 > 55,00 + 1.796,55%
    SURGUTNEFTGZ SP.ADR 1,51 > 78,00 + 5.065,56%
    TATNFT SP ADR REG-S 1,23 > 75,30 + 6.021,95%

  6. #39
    bihuhn-suppe
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    Hallo Hasi,
    natuerlich hast du so recht mit deiner meinung ueber unsere geliebten anal-lysten,jedoch glaube ich nach wie vor an unsere russischen oelies.Warum sollte nicht auch ein trittbrettfahrendes bankhaus auf die gedankenlose idee kommen,bei stuerzendem oelpreis,die vorher fuer schlau gehaltene strategie,umzukrempeln?War man so dumm,mit gazprom und rosneft zwei kremltoertchen im depot zu haben?meiner einschaetzung nach ist es allerdings der falsche zeitpunkt,sie loswerden zu wollen(insbesondere auch meine lieblinge-surgut und tatneft),da sie bewertungstechnisch immer noch im internationalen vergleich guenstig sind.Die entscheidende Frage ist meines erachtens auch nicht zwingend der momentane oelpreisverlauf,sondern vielmehr der kampf aller nationen mit gedanken um energie,bei dem ohne ende geheuchelt und getaeuscht wird.moeglicherweise ist es auch sinnvoll fuer uns ,dass in der rotation zunaechst mal die energos und telkos zwischenhochgeschaukelt werden,denn wenn die oilies auch noch hinzukommen,bekommt die eh schon dicke hausse fluegel.liquiditaet ist nicht nur im eigenen hause ohne ende vorhanden,inflation spielt in russland boersenrelevant noch keine rolle,man hat dieses jahr noch einige ipo's vor,fuer welche sich eine steigende boerse am besten eignet.so einige prozentchen muessen noch dazukommen,bevor von mir jemand russische oelies und energos kaufen kann.gruesse vom bihuhn

  7. #40

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    Von welcher Firma kommt das Öl eigentlich das nicht mehr fließt.

  8. #41

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    Das ist eigentlich egal.
    Wichtig ist sich den Urals future anzusehen *und* Dollar / Rubel.
    Die Sache mit dem oil das nicht mehr fliesst interessiert doch keine Sau aber
    einige verdienen dran - die Kernkraft und die alternative energy lobby - und einige verlieren in RU nämlich die denen Transneft nix bezahlt hat.
    Mal sehen wie dämlich der Lukoil Oligarch ist.

    Btw. habe Bilder von einer Produktion von Norilsk Nickel erhalten wohl auf der Halbinsel Kola. Also ein Bergbaumuseum im Harz ist dagegen ausgesprochn fortschrittlich. Putin alter Knabe lass alle Oligarchen in Sibirien zum schneeschaufeln antreten für immer wenn du deinen Laden noch retten willst.
    Noch dümmer als ein Oligarch ist wohl nur ein österreicher Berggraf.

  9. #42

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    oilis

    @,bihuhn.

    dein ansatz ist ja ok, was hat dich gehindert gewinne mitzunehmen, die gier.? mußtest ja nicht alles rausschmeißen.
    wenn du doch zu einem anderen zeitpukt billiger wieder einsammeln könntest.
    kaufen und halten ist nicht unbedingt das gelbe vom ei.
    oder ist der EK. dein geheimniss?
    andere mütter haben auch schöne töchter.
    Grus

  10. #43
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    mehr news from oil and gas,

    http://www.theice.com

    PS:Gold & Hanry Hub geht es wieder gut

    dd

  11. #44

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    polo-10

    Danke fuer die Uebersetzung!

    Morgan Stanley findet also, man solle Oel und Russland nicht fluchtartig verlassen, sondern die gegenwaertigen Rueckschlaege zum Aufstocken nutzen.

    Ich denke, dass der Sperrung von Leitungen in den Westen politische und nicht wirtschaftliche Motivation zugeschrieben wird, sie untergraebt das Vertrauen der Investoren in einen "freien" russischen Markt gleich wie damals mit den Steuernachforderungen, das politische Risiko wird wieder hochgespielt.

    Aber Investoren vergessen dieses Risiko schnell. Das Potential der BRIC Staaten ist zu wichtig, um es ueber laengere Zeit vernachlaessigen zu koennen. Auf und Ab muss es ja geben.

    Wahrscheinlich bin ich nicht der einzige, dem es schwer faellt, den richtigen Zeitpunkt fuer den Kauf oder den Verkauf abzuschaetzen. Ich denke, dass sich der russische Markt schnell wieder erholen wird - politisch motivierte Einbussen werden schnell wettgemacht, wenn die Politik wieder stimmt. Wer rechtzeitig verkauft hat, wird hoffentlich auch rechtzeitig wieder zurueckkaufen koennen.
    Ich selbst habe leider letzte Woche den Ausstieg aus CNR verpasst, koennte aber vielleicht guenstig in ein paar Tagen bei VIP einsteigen...

  12. #45

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    Öl bei 500$

    ich bin fest davon überzeugt, dass Öl auf Sicht von 10 Jahren bei 500$ stehen wird. Nun meine Frage: Welche Stocks sollte ich kaufen um bestmöglichst zu profitieren? Ru Stocks wären mir am liebsten ... :cool:

    j2

  13. #46
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    kann schon sein...allerdings wird ein hamburger bei mcdonalds auch um die 10$ kosten und in € bestimmt mindestens 5€. nicht das öl wird teuer...unser geld wird nichts wert sein.
    DD wird mir bestimmt zustimmen ;)

  14. #47
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    Intressant

    ...
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  15. #48

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    USD Oil

    Die signifikante Korrelation USDX / commodities ist bekannt.
    D.h USDX down -> oil up.
    Oil bulls bleiben bei ihrer tight demand supply auch dann wenn demand
    seit 2005 eher fällt trotz China etc. nämlich dann wenn man demand am thruput refineries misst nicht am Import da können auch strategische reserven aufgebaut werden.
    Auch der Einfluss der Spekulation wird immer verneint obwohl gerade der die Korrelation USDX oil macht.
    Hierzu was interessantes:

    Öl: Einfluss der Spekulanten größer als vermutet
    New York (BoerseGo.de) - Viele hatten es vermutet, jetzt wird es von einer Studie bestätigt. Der Markt für Ölkontrakte, der letztlich den Weltmarktpreis für den Energieträger bestimmt, wird stark von Spekulanten beeinflusst, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Die für die zuständige US-Terminmärkte zuständige Einrichtung The Commodity Futures Trading Commission veröffentlichte heute einen Bericht zum Öl-Kontrakt-Markt. Danach hielt ein einziges Konglomerat 11 Prozent aller an der New York Mercantile Exchange gehandelten Kontrakte, zumindest an einem bestimmten Zeitpunkt im Juni. Dabei handelte es sich laut AP, die sich wiederum auf die Washington Post beruft, um die private Schweizerische Vitol Group. Diese Gruppe sei ein Spekulant, weil sie vorwiegend kurzfristig Ölkontrakte handelt, mit der Absicht, damit Gewinne zu erzielen.

    Ru bulls werden nie erraten mit wessen Geld Vitol spekuliert.
    Vielleicht hilft das weiter:
    Russia's international reserves plummet



    RBC, 21.08.2008, Moscow 10:42:21.Russia's gold and currency reserves stood at $581.1bn on August 15, having tumbled $16.4bn, or 2.8 percent, compared to the previous showing. The reserves' rapid decrease in just five working days has been the highest since the Bank of Russia started publishing official information on their size. It is assumed that the slump was caused by the Central Bank's interventions on the market in order to support the ruble. The bank attempted to stabilize the situation on the domestic currency market, which was strongly affected by the escalation of conflict in South Ossetia. Furthermore, the decline can be attributed to the euro's significant depreciation against the US currency on international exchanges.

    As a result, Russia's reserves have gone back to their level of mid-July 2008.

    Ich glaube demnach nicht dass USD gegen Euro weiter als 1.5 bis 1.51 kommt
    aber man kann mit kleinem Einsatz long gehen. Oil wird auch nicht über 123 hinausgehen. Also die Marken 1.5 und 123 shorten ist einigermassen sicher.

  16. #49

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    Ölpreis unter 25 US-Dollar?

    Vorbemerkung
    Alle Prognosen von sogenannten Experten sind derzeit mit größter Vorsicht zu genießen. Noch kein halbes Jahr her, die Rezession war absehbar, wurde noch ein Ölpreis von 200 US-Dollar/Barrel für möglich gehalten. Wenn das obengenannte Horror-Szenario (25 US-$ je Barrel) dauerhaft eintreten sollte, würden eine Reihe von Ölförderländern unter extremen Druck geraten.

    Der Ölbarrel-Preis könnte im nächsten Jahr unter 25 US-Dollar sinken, wenn Chinas Wirtschaft in ein Rezessionsstadium eintritt, wie das bereits mit den Wirtschaften der USA, Japans, Großbritanniens und anderer europäischer Länder geschehen ist. Diese Meinung wird von Analysten der internationalen Bank Merrill Lynch vertreten. "Der Barrelpreis könnte vorübergehend unter 25 US-Dollar sinken, wenn die globale Rezession China erfassen wird", heißt es in einem am Donnerstag von Bloomberg veröffentlichten Bericht des Merrill-Lynch Strategen Francisco Blanch. Seit dem Juli dieses Jahres ist der Barrelpreis von 147 auf weniger als 50 US-Dollar gesunken. Am gestrigen Donnerstag erreichte der Ölpreis seinen niedrigsten Wert seit rund vier Jahren. "Vorerst liegen keine Anzeichen für einen Stopp des Preisrückganges vor", stellte Tom Bentz, Chefanalyst für Energiewirtschaft der Bank BNP Paribas in New York, fest. "Heute haben wir ein Preisniveau, wie es vor dem Beginn der Kampfhandlungen am Persischen Golf bestanden hat", sagte er. "40 und 37 Dollar pro Barrel sollen kommen." "Der Preisrückgang wird andauern, bis die Finanzkrise geregelt ist", äußerte Michael Lynch, Chef des US-Instituts für Energie- und Wirtschaftsstudien in Vinchester, Bundesstaat Massachusetts. "Wir werden Zeugen einer wesentlichen Verringerung der Vorräte und eine Senkung der Produktionsförderung in den OPEC-Ländern."
    Ob dieser massive Preisverfall wirklich ausscliesslich auf dem Ungleichgewicht von physischem Angebot und Nachfrage beruht erscheint mir zweifelhaft. Insbesondere ist derzeit nicht abschätzbar, inwieweit der Preisverfall durch Baissespekulanten forciert wird und irgendwann das Pendel des "Schweinezyklus" wieder massiv in die andere Richtung ausschlägt, unabhängig vom Konjunkturverlauf (der möglichen konjunkturellen Erholung).

    Oder werden strategische Ölreserven gezielt dafür eingesetzt, um den Preis zumindest vorübergehend extrem zu drücken und bestimmte Staaten massiv unter Druck zu setzen?

    Gruß

    Ol(l)igarch

  17. #50
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    Ölpreis

    Je stärker der Ölpreis & Gaspreis fällt, desto eher wird dessen Konkurrenz Ethanol & Rapsöl & Elektroenergie & LPG & Öl Trennung vom Sand/Tagebau & 3 l Autos, unrentabel werden ;)

    Bei Weltlicher Hochkonjunktur ( in einigen Jahren wenn die "Derzeitige Wunden"geleckt sind) hätte dann Öl & Gas eine Zeit lang keine Konkurrenz, dann wird der Preis wieder Explodieren :cool:
    Dies würde neue Preis Rekorde bedeuten !
    (So ab ca. 2013)


    Was macht der Russische Exportzoll auf Öl & Gas ?
    Die Unternehmen werden den Export wohl einstellen und/oder drosseln!
    Ist sonst ein Daraufzahl Geschäft mit über 20 $ für Barrel


    :cool:

  18. #51

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    je stärker der Ölpreis & Gaspreis fällt, desto eher wird dessen Konkurrenz Ethanol & Rapsöl & Elektroenergie & LPG & Öl Trennung vom Sand/Tagebau & 3 l Autos, unrentabel werden
    Ich meine dass schon eine Reihe der obengenannte Substitute bzw. Konkurrenzprodukte bei einem Rohölpreis von unter US-$ 60,--für das Fass unrentabel werden respektive geworden sind.

    Goldene Nasen dürften sich im Moment die vor einem halben Jahr clever agierenden Terminverkäufer verdienen...für die es sich von Tag zu Tag mehr lohnt das Schliessen ihrer Positionen hinauszuzögern...

    Gruß

    Ol(l)igarch

  19. #52

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    tja - verstehen, geschweige denn wirklich erklären kann die ölpreise (derzeit) wohl keiner wirklich.

    "fading demand" (schwindender verbrauch) ist derzeit DIE erklärung.
    recht und schön und klingt ja ach so stimmig in zeiten von rezession.

    nur: von was für einer rezession reden wir eigentlich?!
    sicher wissen wie schlimm es kommt tut's natürlich letztlich keiner - aber wenn ich die aktuell herumgereichten zahlen (die sich ja täglich überschlagen) richtig wiedergebe, dann könnt's in usa auf nen minderverbrauch von 5% rauslaufen. nicht wenig - usa ist noch immer der größte energieverbraucher.
    in europa reden wir aktuell von schrumpfenden volkswirtschaften im bereich von max. 1%.
    in china bedeutet rezession voraussichtlich einen rückgang des wachstums von über 11 auf 8, worstcasemäßig auf 7%.
    in russland von 8 auf 5%.

    laßt uns mal nicht über ein prozent hin oder her streiten.

    insgesamt geht sogar die iae (internationale energie agentur) was den weltweiten verbrauch angeht noch immer von einem wachstum aus - rezession hin oder her!
    und bedeutet "rezession" daß künftig keine wohnungen mehr geheizt werden, keine kraftwerke mehr laufen und alle räder still stehen?!

    wohl kaum.

    wie schon von anderer seite erwähnt: täglich liest man von erschließungsprojekten, die verschoben oder gleich ganz gestrichen werden - zudem ist unbestritten, daß weltweit kaum mehr mit größeren, leicht, weill heißen billig zu erschließenden quellen zu rechnen ist, und die bekannten großen ölfördergebiete ihren zenit großteils überschritten haben.

    ==> mein fazit:
    der ölpreis ist derzeit wohl genau so abstrus von fundamentalem abgekoppelt wie zu spitzenzeiten anfang juli.

    alles, wirklich alles, was preisstützend wirken könnte/sollte wird verdrängt und ignoriert.

    ein kleines beispiel noch: im juni noch hat allein das gerücht, irgendwelche rebellen könnten einen unbedeutenden nebenstrang einer pipeline in nigeria gesprengt haben, für stramm anziehende ölpreise gesorgt.
    jüngst ist am selben tag, an dem somalische piraten einen ganzen vollgeladenen öltanker gekapert haben, der ölpreis abgeschmiert als ob das perteteum mobile erfunden worden wäre.

  20. #53

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    Chart-Astrologie

    Auch wenn hier Anhänger der sogenannten "technischen Analyse" mitlesen, es wird unangenehm. Für mich sind Charttechniker wie Autofahrer, die mit einem PKW einen Alpenpass befahren, dabei die Frontscheibe verklebt haben und mit dem Blick in den Rückspiegel den weiteren Strassenverlauf zu deuten versuchen.

    3. Juli 2008:
    Candlesticks: Öl - 300 USD Im März/April 2008 bin ich noch von einem Kursziel von 120 USD für den US-ÖL-Future ausgegangen - erwartet habe ich allerdings auch Rücksetzer an diesem Niveau. Denn ein kräftiger Kreuzwiderstand definierte an diesem Niveau eine potentielle Verkaufszone. In der Regel gelingt es einem Kursverlauf selten, Kreuzwiderstände, die von mehreren Rückkehrlinien gebildet werden, zu überschreiten. Mein Kursziel wurde damals erreicht - aber auch deutlichst übertroffen. Kreuzwiderstand gebrochen Das unwahrscheinliche Szenario ist nun mit Ablauf des Juni per Monthly-Close erfolgt. Der Kreuzwiderstand wurde gebrochen. Seit Anfang 2007 kennt der Ölpreis nur eine Richtung – die nach oben. Betrachten Sie hierzu bitte den unten abgebildeten Chart des Crude Oil auf Monatsbasis. Monatschart Öl - Light Crude Oil (Future): undefined Seit Januar 2007 zeigen sich überwiegend weiße Kerzen - kleinere schwarze Kerzenkörper signalisieren hier nur gesunde Verschnaufpausen in einem intakten Aufwärtstrend. Die letzten drei Monate zeigen drei weiße Kerzen - letztlich zwar ein Anzeichen für eine Überhitzung im Ölpreis - relevant ist aber, dass die Juni-Kerze über dem Kreuzwiderstand geschlossen hat, der von den Rückkehrlinien der langfristigen Aufwärtstrendkanäle gebildet wurde. Kursziel 300 USD! Mit Break des Kreuzwiderstands besteht nun die Chance einer dynamischen Beschleunigung des Ölpreisanstiegs - einer Ausdehnung der gegenwärtigen Spekulationsblase. Das hieraus abzuleitende Kursziel ist die nach oben abgetragene Schwankungsbreite der verlassenen Aufwärtstrendkanäle - mithin ergeben sich auch Kursziele, die eine Verdoppelung des aktuellen Ölpreises zulassen. Monatschart Öl - Light Crude Oil (Future): undefined Erst ein Monthly-Close unter dem Junitief bei 121, 61 USD und folgend unter dem Maitief bei 110 USD würde dieses Szenario negieren. Wie wahrscheinlich ist ein Ölpreis von 300 USD? Ausgehend von der Chartsituation muss dieses - für die globale Wirtschaft wohl desaströse Szenario – einfach eingeplant werden. Entsprechende Übertreibungen von Kursbewegungen, Beschleunigungen von Aufwärtstrends sind zwar unüblich, aber nicht unmöglich. Ein schönes Beispiel hierfür ist der Goldpreis. Monatschart 2000 bis 2006 Gold: undefined Nach einem Ausbruch aus einem Aufwärtstrendkanal Ende 2005 konnte hier der Goldpreis nochmals deutlich zulegen und die nach oben abgetragene Schwankungsbreite des verlassenen Aufwärtstrendkanals erreichen. Hier setzte dann eine Konsolidierung ein - mit anschließend weiter anziehenden Kursen. Auch der Tageschart zeigt aufwärts Zurück zum Ölpreis: Betrachten Sie hier bitte den unten abgebildeten Linienchart des Ölpreises auf Daily-Basis. Der seit Anfang 2007 konstruierbare Aufwärtstrendkanal wurde in den letzten Wochen nach oben verlassen - letztlich ein Kaufsignal. Tagesschart Öl - Light Crude Oil (Future): undefined Alle Zeitebenen bullish Ungeachtet der fundamental auch skeptischen Stimmen im Ölmarkt, die den aktuellen Preisanstieg als vollkommen irrational ansehen - unter rein charttechnischen Aspekten ist mit einer Beschleunigung der Aufwärtsbewegung zu rechnen. Nur ein schneller Rückfall unter die Marken von 121 und folgend unter 110 USD würde das aktuelle Niveau als ein "überschießen" des Ölpreises interpretieren lassen - mit der Hoffnung auf eine nachhaltige Entspannung des Rohölmarktes. © Stefan Salomon
    Der gute Stefan hat natürlich dazu von seinem Com(puter) auch hübsche Bildchen malen lassen, guckst du hier: www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=7676. Um die Börsen-Astrologen ist es in letzter Zeit bemerkenswert still geworden. Mir wird immer ein Rätsel bleiben, das solch grober Unfug (sogenannte Charttechnik) auch noch hochbezahlt wird.

    Gruß

    Ol(l)igarch

    Mit der doppelbödigen, börsenatsrologischen Preisfrage wann der freie Fall des Ölpreises auf den "Kreuzwiderstand" des Bodens trifft

  21. #54
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    wie sagte Kudrin am 12.4.08

    Zitat Zitat von Hasi
    Russlands Finanzminister Kudrin schließt Öl-Preisverfall nicht aus
    12/ 04/ 2008

    WASHINGTON, 12. April (RIA Novosti). Russlands Vizeregierungschef und Finanzminister Alexej Kudrin hat einen Verfall bei den Ölpreisen an Weltmärkten nicht ausgeschlossen.

    "Vor ein paar Jahren galt ein Anstieg des Barrel-Preises um zehn US-Dollar im Jahr als unwahrscheinlich. Aber in diesem Jahr zogen die Ölpreise um mehr als 50 Dollar an", sagte Kudrin vor der Presse in Washington, wo er zu Frühjahrssitzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Welbank weilt. Dabei würden die Ölpreise nicht sachte, sondern eher rapide sinken.

    Kudrin erinnerte daran, dass russisches Öl im Januar 2007 an Weltmärkten im Durchschnitt 50 Dollar je Barrel (je 159 Liter) gekostet hatte. "Im Februar 2007 zog der Preis bereits auf 55 Dollar an und liegt gegenwärtig bei mehr als 100 Dollar je Barrel... Ein derart hohes Wachstum spricht dafür, dass die Preise spekulativ sind."

    "Vor drei Jahren hatte ein Barrel-Preis zwischen 28 und 35 Dollar als angemessen gegolten. Jetzt hat sich die Einschätzung geändert. Experten geben etwa 70 Dollar (je Barrel) als einen angemessenen Ölpreis an." Das russische Finanzministerium geht in seinen langfristigen Prognosen von einem Barrel-Preis in Höhe von 50 Dollar (in den Preisen von 2006) aus. "Ich glaube, das wäre ein Niveau, das allen passen würde", sagte Kudrin.
    und meine Wette vom 15.6.08:

    Zitat Zitat von Hasi
    ...glaubts einem alten Hasen, auch diese (Oel) Blubble wird mal platzen.
    Es ist der alte "Trick", (Knappheits)-Ängste werden geschürt, Panik wird verbreitet, auf jeden Kantinenbrand in einer Raffinerie und jeden kräftigen Furz von den Hügeln, reagieren die Märkte wie Primaner vor dem ersten Date. :eek:
    Hinz und Kunz ist in Oel-Futures investiert und spekuliert auf Kredit und "Teufelkommraus". Irgenwann wird irgenwas diesem Treiben ein Ende bereiten und der grosse Katzenjammer unter den Investierten wird grenzenlos sein. (es werden wohl auch diesmal wieder die gleichen sein)
    Wohl dem, der zur richtigen Zeit sein Heu ins Trockene gefahren hat und dessen Hirn nicht zwischenzeitlich von der grenzenlosen Gier "verspeist" worden ist...
    Ich habe noch genau für 24 Monate Heizoel im Tank und wette, dass ich das nächste Mal, mein Oel wie vor einem Jahr wiederum bei 65 Fr./100Lt einkaufen kann (Heute stehts bei 134 Fr/100Lt) :cool:
    es ist schon bald soweit:

    Januar-Poolpreis von CHF 76.15 /100 lt., im Januar geliefert
    Feb.- bis Mai-Poolpreis von CHF 73.55 /100 lt., im Februar bis Mai geliefert

  22. #55
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    Immer locker vom Hocker


  23. #56
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    Zitat Zitat von Dagobert Duck
    Superlink Dago, merci
    habe einen Lieferanten in der Nähe gefunden:

    Preis/100 Liter Fr. 68.69 (inkl. MwSt.)

    bin meinem Ziel von 65.- schon wieder näher

  24. #57

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    @ Hasi

    Zitat Zitat von Hasi
    Superlink Dago, merci
    habe einen Lieferanten in der Nähe gefunden:

    Preis/100 Liter Fr. 68.69 (inkl. MwSt.)

    bin meinem Ziel von 65.- schon wieder näher
    Eine Frage hätte ich da noch.

    Was kostet Dein Heizöl in 12 Monaten ?

    Gruss

    E.C.

  25. #58
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    Zitat Zitat von El Corsario
    Eine Frage hätte ich da noch.

    Was kostet Dein Heizöl in 12 Monaten ?

    Gruss

    E.C.
    Wenn wir zwei das wüssten, hätten wir (auf Generationen) ausgesorgt ;)

    ich denke der spekulative Boden ist noch nicht ganz erreicht, würde aber rein gar nix darauf wetten.
    Trotzdem lese ich im Kaffeesatz; Nach einer Bodenbildung und einer Erholung wird es eine (längere) Seitwärtsbewegung geben so etwa bei 50-60$/Barrel.

  26. #59

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    Sechs spontane Thesen zur Diskussion

    1. Ein Markt auf dem der Preis eines Gutes nicht nur durch physisches Angebot und Nachfrage bestimmt wird, sondern auch maßgeblich durch Terminspekulationen neigt zu maßlosen Über- und Untertreibungen.

    2. Auch bei einer starken globalen Rezession sinkt der Weltrohölverbrauch maximal um 5-10 Prozent.

    3. Soweit ein partielles Angebotskartell (OPEC) funktioniert, kann es durch entsprechende Angebotsanpassungen (Fördermengenkürzungen) den Marktpreis mittelfristig stabilisieren.

    4. Beim gegenwärtigen Preisniveau können eine Reihe von Erdölförderern nicht mehr kostendeckend produzieren und stehen vor der Alternative hohe Verlust einzufahren oder ihren Betrieb zumindenst vorübergehend zu schliessen, wobei Letzteres meist naheliegt und auch machbar ist.

    5. Ähnlich dem aus der mikroökonomischen Theorie bekannten Phämonem des Schweinepreiszyklus, sinkt gegenwärtig der Preis ins Bodenlose. Ursache dieser Überreaktion sind zum einen Time-lags bei der Anpassung von Angebots- und Nachfragemenge sowie externe Störgrößen (überschiessende Spekulationen auf dem Warenterminmarkt)

    6. Irgendwann kommt es daher zur "Implusion" durch rapide Verknappung des physischen Angebots gepaart mit dem "Platzen" der Baisse-Spekulation. Die Preise werden in kürzester Zeit massiv steigen.

    Gruß

    Ol(l)igarch

  27. #60

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    Ich halte es im Moment, wie viele andere auch, mit Aristoteles:

    Zitat Zitat von Hasi
    Wenn wir zwei das wüssten, hätten wir (auf Generationen) ausgesorgt ;)

    ich denke der spekulative Boden ist noch nicht ganz erreicht, würde aber rein gar nix darauf wetten.
    Trotzdem lese ich im Kaffeesatz; Nach einer Bodenbildung und einer Erholung wird es eine (längere) Seitwärtsbewegung geben so etwa bei 50-60$/Barrel.
    ICH WEIS; DASS ICH NICHTS WEIS...

    Olli`s These 6 wäre mir natürlich die liebste.

    LG E.C.

  28. #61
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    Das Wetter wird schön oder es regnet, das hängt ganz vom Wetter ab

    Die Rezession wird den Ölverbrauch kaum bremsen!

    -Der Verbraucher hat um Energie und Wartungen Kosten bezw. Fahrzeugkosten zu senken, umgeschichtet - Das Fahrzeug wird einfach länger gefahren!

    -Verbraucherpreise für Konsum fallen, wir kommen in eine Weltweit Deflation Phase.

    -Ob Öl bei 50 - 60 USD FAIR bewertet, wohl kaum in einer Deflation Phase.
    Den es gibt keine Faire Erzeugerpreise mehr, jetzt geht in den meisten Branchen ums nackte überleben.
    -Haifischbecken & Schlangengrube-

    Auch wird der Ölpreis sehr stark vom Geldwert des Dollar beeinflusst, somit unberechenbar.

    Die Araber haben die geringsten Ölförderkosten, somit den längsten Atem.

    Venezuela steht durch den derzeitigen Ölpreis vor dem Staatsbankrott.

    Jedenfalls wird bei niedrigen Ölpreis kaum jemand die Förderung erhöhen, es seitdem das jener mit dem rücken an der Wand steht!

    Die Frage ist welche Sau treiben die Hadge Fonds in Zukunft durchs Dorf; um Gewinne zu machen? ;)

  29. #62
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    Zitat Zitat von Dagobert Duck
    Die Frage ist welche Sau treiben die Hadge Fonds in Zukunft durchs Dorf; um Gewinne zu machen? ;)
    ...wie wärs mit Schweinebäuchen?

  30. #63
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    Zitat von Olligarch

    1. Ein Markt auf dem Preis eines Gutes nicht nur durch physisches Angebot und Nachfrage bestimmt wird, sondern auch maßgeblich durch Terminspekulationen neigt zu maßlosen Über- und Untertreibungen.
    http://imperium.de/animationen/anims/checker.gif

    Die Gelder im Umfang von über 250 Milliarden $ die während der Oelhausse zusätzlich in spekulative Termingeschäfte geflossen sind, werden z.Z. verbraten. Die auf Kredit gekauften Papiere werden wegen Unterdeckung zwangsliquidiert und die Abwärtsspirale dreht sich immer schneller. Das passiert m.E. weitgehend ohne gravierende Veränderungen des physischen Angebotes

    2. Auch bei einer starken globalen Rezession sinkt der Weltrohölverbrauch maximal um 5-10 Prozent.
    http://imperium.de/animationen/anims/checker.gif

    sehe ich auch so

    3. Soweit ein partielles Angebotskartell (OPEC) funktioniert, kann es durchentsprechende Angebotsanpassungen (Fördermengenkürzungen) den Marktpreis mittelfristig stabilisieren.

    die OPEC ist zur Zeit ein uneiniger „Quaselverein“, denke Förderkürzungen tun weh und werden kaum beschlossen noch weniger durchgesetzt

    4. Beim gegenwärtigen Preisniveau können eine Reihe von Erdölförderern nicht mehr kostendeckend produzieren und stehen vor der Alternative hohe Verlust einzufahren oder ihren Betrieb zumindenst vorübergehend zu schliessen, wobei Letzteres meist naheliegt und auch machbar ist.
    http://imperium.de/animationen/anims/checker.gif

    5. Ähnlich dem aus der mikroökonomischen Theorie bekannten Phämonem des Schweinepreiszyklus, sinkt gegenwärtig der Preis ins Bodenlose. Ursache dieser Überreaktion sind zum einen Time-lags bei der Anpassung von Angebots- und Nachfragemenge sowie externe Störgrößen (überschiessende Spekulationen auf dem Warenterminmarkt)
    http://imperium.de/animationen/anims/checker.gif

    6. Irgendwann kommt es daher zur "Implusion" durch rapide Verknappung des physischen Angebots gepaart mit dem "Platzen" der Baisse-Spekulation. Die Preise werden in kürzester Zeit massiv steigen.
    http://imperium.de/animationen/anims/checker.gif

    und ab gehts dann in die andere Richtung

  31. #64

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    MOSKAU, 08. Dezember (RIA Novosti). Nach dem andauernden Sinkflug kann der Erdölpreis laut Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA) schon in ein paar Jahren wieder auf mehr als 148 Dollar je Barrel (159 Liter) steigen.

    Im ungünstigsten Fall würde die Weltwirtschaft in den Jahren 2010 und 2011 kräftig zulegen und die Nachfrage nach Erdöl nach oben treiben, sagte IEA-Chefökonom Fatih Birol am Montag auf einem Energiekongress in Moskau. "Dann werden wir einen Liefermangel und sehr hohe Ölpreise beobachten, die möglicherweise auf über 148 Dollar klettern werden."

    Um dies zu vermeiden müssen die Regierungen der Erdöl fördernden Staaten laut Birol schon jetzt in die Ölproduktion und den Ausbau der Förderinfrastruktur investieren.

    Doch selbst bei einer optimistischen Entwicklung werde der Ölpreis gegen 2015 auf 100 Dollar je Barrel klettern, wobei die Nachfrage zu etwa 40 Prozent auf China, Indien und Zentralasien entfallen werde, sagte der IEA-Experte.

    Er erwarte, dass Russland erst ab 2015 seine Öllieferungen massiv aufstocken und bis 2030 rund 1,7 Billionen Dollar in den Energiesektor investieren werde.

  32. #65

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    Mol Prepares for Crude Price Rebound, Seeks Acquisition Targets
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    By Balazs Penz

    Dec. 8 (Bloomberg) -- Mol Nyrt., the largest east European refiner by market value, expects oil prices to rise next year and is seeking acquisition targets to gain control of producing fields and untapped deposits.

    “A lot of overleveraged small independents will be on the market,” co-Chief Executive Officer Gyorgy Mosonyi said in an interview at the company’s headquarters in Budapest on Dec. 5, without naming targets. “It won’t be a very dynamic market for the next few months, then there will be opportunities.”

    Crude oil for January delivery fell to $40.81 a barrel on the New York Mercantile Exchange on Dec. 5, the lowest settlement since Dec. 10, 2004, capping the biggest weekly drop since the Persian Gulf War in 1991. Mosonyi said he expects crude to recover to between $70 and $100 next year, making it profitable to develop more expensive fields.

    Oil dropped 72 percent since reaching a record $147.27 on July 11, while the seizure of credit markets worldwide curtailed the amount of funding available for drilling and development. There are “plenty of delays,” in projects, according to Jennifer Fulton, executive director of natural resources at Goldman Sachs Group Inc., with the average break-even cost globally at $60 a barrel, rising to $85 for Canadian oil sands.

    Mol, which controls refineries in Croatia, Italy and Slovakia, has focused on expanding its production since 2005. The company, which has exploration projects in 10 countries, extracted 90,400 barrels of oil equivalent a day last year.

    Mol this year bought an offshore oil field in Cameroon, an exploration block in Pakistan and a minority stake in an Indian natural gas field. It also started developing a so-called unconventional natural gas deposit in Hungary, in a joint project with Exxon Mobil Corp. and Falcon Oil & Gas Ltd.

    Russian Projects

    The company also started exploration or production projects in Russia, Yemen and Kazakhstan and has signed agreements with governments in Iraq and Libya.

    The average crack spread, or profit margin on refining fuels, is likely to be $80 a ton for unleaded gasoline and $160 a ton for diesel next year, according to company data. That compared with $79.9 for gasoline and $210.9 for diesel in October.

    Mol has lost 59 percent of its value this year, compared with a 51 percent decline in Hungary’s benchmark BUX index, giving it a market value of $5.2 billion. Polish rival PKN Orlen SA is worth $3.6 billion and Romania’s SNP Petrom SA $3.3 billion, according to data compiled by Bloomberg.

    The Hungarian company, which this year defeated a 2.8 trillion-forint ($13.3 billion) yearlong hostile takeover bid by Austrian rival OMV AG, will target companies worth up to $2 billion, Mosonyi, 59, said.

    Cash, Debt

    Mol has access to 1.5 billion euros ($1.9 billion) of loans and cash, and had net debt of 2.97 billion euros on Oct. 31, it said in a Nov. 26 statement.

    The company on the same day had its long-term credit rating reduced to junk, or non-investment grade, by Standard & Poor’s because of the cost of expansion in Croatia. Mol will finance new investments from its cash flow and plans to keep available credit as reserve, Mosonyi said.

    “We don’t want to touch the credit line,” he said.

    As the price of crude oil drops and refining margins narrow, Mol is also facing deteriorating conditions in Hungary, where the government expects the economy to sink into its worst recession since 1993 next year.

    Mol will cut capital spending by 30 percent in 2009 to 220 billion forint to save on costs, Mosonyi said. The reduction will be from a 2008 figure inflated by the 6.1 billion-kuna ($1.1 billion) spent to increase the company’s stake in Croatia’s Ina Industrija Nafte d.d. to 46.7 percent, he added.

    The company will mostly postpone upgrades at some production units and renegotiate others, rather than scrapping them altogether, Mosonyi said.

    To contact the reporter on this story: Balazs Penz in Budapest at bpenz@bloomberg.net.

  33. #66

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    Wie ich finde ganz brauchbar:

    ÖLPREIS 2009/Die Karten werden neu gemischt 09.12.2008 - 10:34 FRANKFURT (Dow Jones)--Quo vadis, Ölpreis?

    Diese Frage beschäftigt im Moment viele Marktakteure. Ist nach dem beispiellosen Einbruch der vergangenen Monate nun bereits das schwärzeste Rezessionsszenario eingepreist? Oder werden sich Autofahrer im kommenden Jahr über einen Benzinpreis von unter einem Euro freuen können? Die Deutsche Bank schließt einen weiteren Rückgang des Ölpreises bis auf 30 USD nicht aus. Die Bullen am Markt sprechen dagegen bereits wieder von 100 USD und mehr. Die Meinungen gehen weit auseinander, die Karten werden neu gemischt.

    Zuletzt schien es beim Ölpreis kein Halten mehr zu geben. Am Freitag fiel der Preis für ein Fass Leichtöl (Light Sweet Crude) auf 40,50 USD, ein Vierjahrestief. Zur Erinnerung: Noch nicht einmal fünf Monate ist es her, da stieg der Preis auf das Allzeithoch von 148,35 USD. Um mehr als 100 USD oder rund 70% ist der Preis für den nach wie vor wichtigsten Energieträger seitdem eingebrochen. Das ist selbst in der bewegten Geschichte des Öls einmalig.


    Rezession drosselt Nachfrage der Preistreiber von gestern.

    Der Ölpreis spiegelt in erster Linie Konjunkturerwartungen, und die sind auf einem Tiefpunkt angekommen. "Wann immer die globale Industrieproduktion um weniger als 2% gestiegen ist, sind die Rohstoffpreise in den folgenden sechs Monaten gefallen", konstatiert Credit Suisse. Die Industrieproduktion werde weltweit voraussichtlich noch bis April 2009 nachgeben. "Zumindest bis Mitte 2009 dürften die Rohstoffpreise also nicht nachhaltig steigen", lautet die Prognose der schweizerischen Bank. Einig sind sich Marktexperten, dass vor allem die USA, China und die Schwellenländer im kommenden Jahr weniger Öl nachfragen werden.

    "Die Nachfrage der Emerging Markets wirkt derzeit noch stabilisierend, könnte aber 2009 erstmals schwächeln", so Carsten Fritsch von der Commerzbank. China und die Schwellenländer waren dank ihrer stark expandierenden Wirtschaft die Preistreiber in der Stampede, die den Ölpreis bis auf fast 150 USD katapultierte. Offizielle Schätzungen lauten noch immer auf eine stagnierende oder gar steigende Nachfrage. So rechnet die Internationale Energie Agentur (IEA) damit, dass 2009 täglich 350.000 Fass Rohöl mehr verschifft werden als im laufenden Jahr.

    Das US-Energieministerium ist vorsichtiger: "Die weltweite Ölnachfrage dürfte 2009 mehr oder weniger unverändert sein." In Washington rechnet man damit, dass die Nachfrage der nicht der OECD angehörenden Staaten wie Russland, China, Indien oder Brasilien den Nachfragerückgang der OECD-Industrienationen ausgleicht.


    Chancen der OPEC auf höhere Preise schwinden


    Größter Ölverbraucher sind unverändert die USA. Laut Credit Suisse ist die Nachfrage dort aber im November im Vergleich zum Vorjahr um 9% gefallen. Von der Spitze zu Beginn 2007 sei die Nachfrage sogar um 16% eingebrochen. Im Gegenzug füllten sich bei den Ölproduzenten die Lager. Die Produktion der OPEC werde demnächst um mehr 5% unter ihren Möglichkeiten bleiben - und die Förderleistung werde in den kommenden fünf Jahren auch auf diesem gedrosselten Niveau verharren. Damit bröckelt laut Credit Suisse die Preissetzungsmacht der OPEC: "Immer wenn die nicht genutzten Kapazitäten der OPEC 5% übersteigen, wird deren Spielraum für die Preisgestaltung geringer." Ein fallender Ölpreis sei die Folge.

    Jan Stuart von UBS schließt nicht aus, dass der Ölpreis noch bis auf 30 USD fällt. Auf diesem Niveau bewegte er sich zuletzt Anfang 2004. "Die Konjunktur könnte sich noch schlechter als erwartet entwickeln", erklärt Stuart. Der Ölpreis würde in diesem Fall bis auf das Niveau der operativen Förderkosten fallen. Für die großen Ölkonzerne seien dies etwa 30 USD pro Fass.

    Dow Jones Newswires hat die Marktexperten von 32 Banken und Instituten nach ihrer Ölpreisprognose für das nächste Jahr gefragt. Das Ergebnis überrascht auf den ersten Blick, denn trotz Rezession und Finanzmarktkrise rechnen die Experten 2009 im Mittel mit einem Ölpreis von 72,80 USD für die Sorte West Texas Intermediate. Das wäre ein Anstieg von mehr als 40%. Am Teminmarkt muss man aktuell für ein Fass zur Lieferung im Dezember 2009 knapp 58 USD zahlen. Der Markt preist also bereits wieder steigende Preise zum Ende des nächsten Jahres ein.

    Förderdisziplin wirft wie immer Fragen auf

    Die Gründe hierfür liegen gerade im starken Preisverfall, auch wenn dies auf den ersten Blick paradox erscheint. Bei einem Ölpreis unter 50 USD dürfte das weltweite Angebot immer mehr ausdünnen. Die OPEC, durch den Preisrutsch in Bedrängnis geraten, fördert seit dem 1. November täglich 1,5 Mio Barrel weniger Rohöl. Bislang scheinen sich die OPEC-Mitglieder laut Beobachtern im Großen und Ganzen an die Kürzung zu halten. Und die OPEC dürfte am 17. Dezember beim Treffen in Algerien die Produktion nochmals drosseln. Berechtigt ist aber die Frage, ob alle OPEC-Mitglieder auch in Zukunft die selbst gesetzten Direktiven befolgen. Um die Förderdisziplin ist es erfahrungsgemäß schlecht bestellt. "Groß dürfte wohl die Versuchung Einzelner sein, durch eine höhere Liefermenge den Preisrückgang auszugleichen", vermutet Fabienne Riefer von der Postbank. Denn die Staatshaushalte wichtiger OPEC-Mitglieder seien auf Basis deutlich höherer Ölpreise kalkuliert. Das Kartell steuerte nach eigenen Angaben im Oktober 37,2% zum weltweiten Rohölausstoß bei. Es verfügt also noch immer über eine nicht zu unterschätzende Marktmacht. Entsprechend desaströs für den Ölpreis ist es, wenn einzelne Mitglieder den Markt gegen die Absprachen mit Öl fluten. "Länder wie Venezuela und Nigeria, deren Einnahmen aus Öl hohe Ausgaben gegenüber stehen, stellen ein Risiko für die Wirksamkeit von Förderkürzungen dar", meint Carsten Fritsch von der Commerzbank.

    Übertreibung auch in der Abwärts-Rally

    Für ein knapperes Angebot spricht, das die Ölförderung immer teurer wird. "Viele Förderprojekte sind erst ab Notierungen von 80 bis 90 USD rentabel", erläutert John Coyle, Fondsmanager von Schroders. Ölproduzenten stellten daher Förderprojekte zurück, was das Angebot schmälern dürfte. Zudem seien die Marktakteure derzeit geradezu "besessen vom Ausblick auf sinkende Nachfrage" und ließen die Reaktion auf der Angebotsseite gänzlich aus dem Auge. Sollte die OPEC am 17. Dezember beschließen, den Ölhahn weiter zuzudrehen, wird dies Coyle zufolge preisstützend wirken. "Vor allem dann, wenn der Winter kalt wird, könnten die Preise im Januar sogar kräftig anziehen", vermutet der Fondsmanager. Und bei den ersten Anzeichen für eine Erholung der Weltwirtschaft werde der Ölpreis rasch wieder zulegen. Coyle würde es nicht überraschen, wenn der Ölpreis in den kommenden 18 Monaten die 100-USD-Marke wieder erreicht.

    Der Ölpreis unterliegt aber nicht nur fundamentalen Einflüssen. Ausmaß und Tempo des Preisverfalls seit Mitte Juli sprechen dafür, dass Investoren zum Verkauf von Investments gezwungen waren. Ab Mitte September, als sich der Einbruch des Ölpreises noch beschleunigte, schossen die Umsätze an der Nymex regelrecht in die Höhe. Der höchste Tagesumsatz wurde am 20. November verbucht, als Light Sweet Crude erstmals wieder unter die Marke von 50 USD fiel. Jeder Ansatz einer Erholung wurde für weitere Verkäufe genutzt.

    Der Monat November war geprägt von Gerüchten und Nachrichten über Schieflagen und Insolvenzen von Hedgefonds. Gerade diese wurden in der Ölpreis-Hausse als die spekulativen Preistreiber gehandelt. Die aktuelle Baisse könnte also Ausdruck einer Übertreibung sein. Oder wie es John Coyle von Schroders formuliert: "Wenn die extreme Volatilität des Ölpreises nicht nur fundamentale Gründe hat, sondern auch auf Veränderungen der Risikobereitschaft bei Investoren zurückgeht, dann ist beim derzeitigen Niveau eine Ölpreis-Rally durchaus vorstellbar." -Von Benjamin Krieger, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 219, benjamin.krieger@dowjones.com DJG/bek/ros

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