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Thema: Thema Rubel und Russlands Währungsreserven

  1. #661

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    Danke für den Tip, Hasi, hab den neuen sogar schon real gesehen. Schaut sehr hochwertig aus, wenn man das von Papier sagen kann. Ein dicker Stapel passt under jede Matratze. Der 10T Brunai$ ist auch gut, obgleich SNB sicherlich in Sachen Vertrauen vorzuziehen ist.

  2. #662

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    Macht Euch nix vor, in der BRD bzw. der Eurozone sind die Tage des Bargelds gezählt.
    Nicht des gesamten Bargelds. Das System ist gerissen. Man wird Barzahlungen kleiner Beträge noch lange zulassen, aber nach oben wird schon sehr schnell Schluss sein. Am Anfang werden es tausend sein, am Ende 100 oder fünfzig. Das alles ist längst beschlossene Sache. Belege? Fehlanzeige. Die EZB wird niemals derlei Dinge erörtern. Aber in der Wilhelmstraße in Berlin ist es schon längst Thema. Und das ist absolut sicher.

    Dem kleinen Leckmichel erzählt man, es ginge um kampf gegen Geldwäsche und das Böse überhaupt. In Wahrheit geht es nur um eins, um totale Kontrolle jeglicher Finanzströme und um Steuerzugriff. Wir werden erleben, wie dieses System an der Steuerschraube dreht. Und zwar schon sehr bald. Die unglaublichen Schweinereien der letzten 10 Jahre müssen finanziert werden. Und bezahlen wird es der Leckmichel, niemand sonst. Und es wird richtig Geld kosten.

  3. #663

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    Trotzdem hat Russland ein riesen Problem. Es spielt mit den Großen nicht mehr mit. Amazon, Google und Fressebuch sind zusammen knapp über 1600 Mrd Euro kapitalisiert. Der gesamte russische Aktienmarkt kommt auf 400. Das ist gerade mal ein Viertel. Und wir sprechen nur von 3 Einzelwerten der USA. Kurzum, das Rennen rennt an Russland vorbei und zwar total. Warum? Weil das System Russland nicht taugt. Und daran hat sich nix geändert. Das stimmt mich nachdenklich. Wir freuen uns über 60 bis 400% Kursanstieg bei einzelnen Russen. In der Zeit haben sich manche Amis verzehnfacht. Das ist kein Bashing aber ein klarer Hinweis darauf, dass es in RU so gut eben nicht ausschaut. Deshalb sollte jeder gut überlegen, ob eine Übergewichtung in RU ratsam ist.

  4. #664
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    ...gerade darum bin ich am russischen Markt und nicht bei den "Grosskotzeten" dabei.

    ...gegen den Strom, gehts noch immer zur Quelle.
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  5. #665

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    Zitat Zitat von teenspirit Beitrag anzeigen
    Es geht nur um Opportunitätskosten für Gold und Bargeld.
    Es ist kein Problem CHF als Barreserve zu horten. Deshalb machen es viele.
    Gold ist in Mengen schon teurer zu lagern. Ziel ist es, die Leute in der Eurozone vom Bargeld abzubringen. Deshalb verschwand der 500er und ein Tausender wird nicht kommen.
    Private "Anleger" in physischem Gold müssen immer damit rechnen es wird konfisziert.

  6. #666

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    Zitat Zitat von teenspirit Beitrag anzeigen
    Trotzdem hat Russland ein riesen Problem. Es spielt mit den Großen nicht mehr mit. Amazon, Google und Fressebuch sind zusammen knapp über 1600 Mrd Euro kapitalisiert. Der gesamte russische Aktienmarkt kommt auf 400. Das ist gerade mal ein Viertel. Und wir sprechen nur von 3 Einzelwerten der USA. Kurzum, das Rennen rennt an Russland vorbei und zwar total. Warum? Weil das System Russland nicht taugt. Und daran hat sich nix geändert. Das stimmt mich nachdenklich. Wir freuen uns über 60 bis 400% Kursanstieg bei einzelnen Russen. In der Zeit haben sich manche Amis verzehnfacht. Das ist kein Bashing aber ein klarer Hinweis darauf, dass es in RU so gut eben nicht ausschaut. Deshalb sollte jeder gut überlegen, ob eine Übergewichtung in RU ratsam ist.
    Russland hat keine Federal Reserve. Federal Reserve ist weder federal noch reserve sondern in Privatbesitz. Es wird keine spekulative RTS bubble mehr geben wer mit und an russischen Aktien verdienen will kann - im Gegensatz zu USA Aktien- mit Chartastrologie und Wellenzählen nichts werden der muss schon gute fundamentale Kenntnisse haben zu russischen Aktien. RTS bubble 2500 ...ein sehr schönes Beispiel für Sornette crash Kurve. Jetzt 1376 viel mehr als 1380..90 wirds nicht eher weniger

  7. #667
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    Sieht ganz gut aus!
    Die russischenwährungsreserven in Dollar gerechnet steigen wieder gleichmäßig.
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  8. #668

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    Ansichtssache

    ist RU der Kranke unter Gesunden
    oder der Gesunde unter Kranken?

    Ersteres wollen uns die Medien weismachen
    warum nur?

  9. #669
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    DIENSTAG, 06. AUGUST 2019 - Wladimir Putin im Goldrausch

    Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit baut Präsident Putin die Goldbestände Russlands massiv aus. Er will sich vom Dollar emanzipieren und profitiert nun vom Handelsstreit zwischen USA und China. Der steigende Goldpreis beschert ihm ein milliardenschweres Geschenk.

    Wladimir Putin lässt seine Zentralbank derzeit 4 bis 5 Tonnen Gold kaufen. Und zwar jede Woche. Seit vielen Monaten macht er das so. Fast unbemerkt von der Weltöffentlichkeit hat Putin die größte globale Goldspekulation seit Jahrzehnten gestartet. Die Goldreserven Russlands betragen nun mehr als 2000 Tonnen. Allein im Juni hat Moskau 18,66 Tonnen des Edelmetalls zugekauft. Seit Jahresbeginn ist Putins Goldschatz um 100 Tonnen gewachsen.

    Gold, Feinunze
    Gold, Feinunze 1.464,54
    Putins Spekulation scheint aufzugehen. Da der Goldpreis binnen Jahresfrist um 20 Prozent gestiegen ist und inzwischen ein Sechsjahreshoch erreicht, mehren sich die russischen Reserven rechnerisch um etwa 20 Milliarden Dollar. Analysten beziffern den Wert des Edelmetalls in den russischen Zentralbank-Tresoren auf inzwischen mehr als 100 Milliarden US-Dollar. Putin verkündet stolz: "Zum ersten Mal in unserer Geschichte decken unsere Reserven die gesamte Auslandsverschuldung, sowohl staatliche als auch private, ab."

    Der World Gold Council hat ermittelt, dass die russische Zentralbank bereits im vergangenen Jahr der weltgrößte Goldkäufer war - 274,3 Tonnen seien in Moskau neu eingebunkert worden, unter anderem mit den Dollar, die man aus dem Verkauf der US-Staatsanleihen erlöst hatte.

    Insgesamt stieg der weltweite Goldschatz bei den Zentralbanken innerhalb eines Jahres um 651 Tonnen. Das ist der größte Kennwert seit 1971, als die USA auf den Goldstandard verzichteten. Fast die Hälfte davon entfällt auf die Zentralbank Russlands. Und der von Putin ausgelöste Goldrausch geht Woche für Woche weiter.

    Putin strebt "Entdollarisierung" an
    Putin verfolgt mit seinen Goldkäufen primär ein politisches Motiv. Russland will die US-amerikanische Dollardominanz schwächen und strebt eine "Entdollarisierung" seiner Reserven und seiner Handelswährung an. Importe und Exporte werden mit immer mehr Staaten systematisch auf Landeswährungen umgestellt. Nach einer Bloomberg-Analyse werden inzwischen gewaltige Handelsströme von und nach Russland völlig ohne Dollarfakturierungen abgewickelt.

    AP_381850529677.jpg
    Seit Anfang des Jahres hat sich Putins Goldschatz um 100 Tonnen vermehrt.

    (Foto: AP)

    Und weil der Dollar - aus Sicht Moskaus - als politische Waffe gegen Russland benutzt wird, ist Gold die perfekte Anlage, um sich gegen Dollar-Sanktionen zu schützen. Während die Goldreserven also auf absolute Rekordstände emporschießen, verfügt die russische Zentralbank nur noch über US-Staatsanleihen im Wert von 12,8 Milliarden Dollar. 2010 waren es noch fast 180 Milliarden Dollar.

    Der anti-amerikanisch motivierte Einstieg ins Gold hat für Putin nun zwei überraschend spekulative Effekte. Zum einen steigt der Goldpreis mit jeder weiteren Verschärfung des amerikanisch-chinesischen Handelsstreites. Jede dadurch ausgelöste Verunsicherung an den Weltfinanzmärkten führt zu steigenden Goldpreisen. Denn Gold gilt vielen Anlegern rund um den Erdball als sicherer Hafen für Krisenfälle. Je heftiger sich also US-Präsident Donald Trump mit China in Handelsscharmützel verstrickt, desto wertvoller wird Putins Goldschatz. Selten galt in der Weltpolitik der Spruch "Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte" so goldig wie in dieser Konstellation.

    Zum anderen profitiert Putins Goldspekulation auch von Trumps Politik des billigen Geldes. Je niedriger Washington und die Fed die Zinsen drücken, desto interessanter wird Gold als globale Geldanlage. Und so genießt Putin die Zufalls-Profite der US-amerikanischen Politik gleich doppelt.

    Globale Fördermengen stagnieren

    mehr in Quelle
    https://www.n-tv.de/politik/politik_...e21189075.html


    und
    https://www.welt.de/print/die_welt/f...oldrausch.html

    und
    https://www.nzz.ch/wirtschaft/gold-r...sch-ld.1473843

  10. #670

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    Das ist immer noch wenig, nicht einmal 100 Mrd. USD in Gold. RU verfügt über 65 Mio oz, sollte aber 1200 Mio oz Reserven haben. Zum Vergleich, Geldmenge plus ausgereichte Kredite liegen bei ca. 1,4 Bln Euro. Für 1000 RUB gibt es aktuell 14 Euro bzw. 0,36g Gold. Das alles macht nur Sinn, wenn der gesamte Außenhandel statt in USD in Gold abgewickelt würde. Macht bis jetzt keiner. Putin fiel bislang nicht durch progressive Wirtschaftspolitik auf. Sicher nicht.

  11. #671
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    Beachtlicher Russischer Goldschatz !

    Zitat Zitat von teenspirit Beitrag anzeigen
    Das ist immer noch wenig, nicht einmal 100 Mrd. USD in Gold. RU verfügt über 65 Mio oz, sollte aber 1200 Mio oz Reserven haben. Zum Vergleich, Geldmenge plus ausgereichte Kredite liegen bei ca. 1,4 Bln Euro. Für 1000 RUB gibt es aktuell 14 Euro bzw. 0,36g Gold. Das alles macht nur Sinn, wenn der gesamte Außenhandel statt in USD in Gold abgewickelt würde. Macht bis jetzt keiner. Putin fiel bislang nicht durch progressive Wirtschaftspolitik auf. Sicher nicht.
    Der Russischen Goldschatz wurde in der Kurzen Zeit gehortet,
    seitdem Putin das Russische Ruder übernommen hat.

    USA/Deutschland/Frankreich/Russland/Italien sind die Gold Bigplayer

    Was den Wert von Gold betrifft ... alles nur relativer Wert ... KG Gold könnte auch 100.000 oder 1.000.000 USD ... oder noch viele Wertvoller werden ...

    Die Regierung Putin ist auf dem richtigen Weg, es war klar ... das die Menschen wegen des höheren "Renteneintrittsalter" rebellieren ...
    Das zeigt die Qualität der Regierung Putin, auch unangenehme Staatsaufgaben auf den Weg zu bringen, für die Zukunft Russlands.

  12. #672

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    Wenn RU auf dem jetzigen Level weiter kauft, hat es in 20 Jahren einen seiner Geldmenge angemessenen Goldschatz. Vorausgesetzt, die Geldmenge bleibt konstant. Für mich ist eine Abkehr vom USD als Staatsziel von RU eine Schlagzeile wert, die Goldreserven sind für ein so großes Land eher gering. Wie geschrieben, 1200 Mio oz sollten es schon sein. RU verfügt aktuell über 1% des global verfügbaren Goldes. Das ist wenig. 19% allen Goldes brauchte es, um den Rubel vernünftig mit Gold zu decken. Wie ihr seht, ist Gold eine Sackgasse. Keine nennenswerte Währung kann mehr mit Gold gedeckt werden. Das ist vorbei.
    Geändert von teenspirit (09.08.2019 um 08:33 Uhr)

  13. #673
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    Das Echte Geld "GOLD" & Silber

    Für die kurze Amtszeit von V.Putin, ist der Goldschatz beachtlich.
    Nicht vergessen Russland hat bestimmt noch viel Gold & Co. in Muttererde, und davon hat Russland reichlich ...
    Das Gold im Boden der Russischen Förderation ... ist auch Goldreserve!


    Die Katastrophe "Geld drucken" ... nicht nur der Untergang des Abendlandes.





    08.08.2019
    Extreme Zinsentwicklung
    Dänen erhalten erstmals Langzeitkredite zum Nulltarif
    Jüngstes Extrem: Erstmals in der Geschichte gibt es in Dänemark ein Immobiliendarlehen mit 20-jähriger Laufzeit zum Nulltarif.

    Wie die Finanzinformationsplattform Bloomberg berichtet, hat die Nordea Bank Abp diese Offerte angekündigt: Ein Darlehen mit einer Laufzeit von 20 Jahren zum festen Zins von 0 Prozent - über die gesamte Dauer.

    Laut Bloomberg war die Zinsentwicklung am Kreditmarkt der Dänen schon zuvor bemerkenswert. Vor wenigen Tagen habe beispielsweise die Jyske Bank A/S ein Darlehen mit einer Laufzeit von zehn Jahren zum Zins von minus 0,5 Prozent angekündigt. Die Kunden der Bank erhalten also den Kreditbetrag und müssen ihn über die Laufzeit von zehn Jahren nicht einmal vollständig zurückzahlen. Kredite über 30 Jahre gibt es in Dänemark bereits zum Zins von 0,5 Prozent, was angesichts der langen Laufzeit ebenfalls höchst ungewöhnlich ist

    Mehr in Quelle
    https://www.manager-magazin.de/finan...a-1280931.html

  14. #674

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    Merkt ihr nicht den Widerspruch? Russland hat anständige Zinsen auf den Rubel, trotzdem ist der Rubel weich wie Butter. Normalerweise müsste es einen Rubel-Run geben, anders formuliert, die ganze Welt müsste sich eigentlich auf Rubel stützen, denn der Einsatz wird gut verzinst. Aber keiner will Rubel. Russland konnte seine Neuemission kaum unterbringen. Warum wohl? Weil der Rubel es bis heute nicht geschafft hat, sich zu einer geachteten Währung zu entwickeln. Und warum nicht? Weil Russland nicht so läuft, wie westliche Volkswirtschaften, wie Investoren es erwarten. Euro und USD mögen weak sein, aber hätte eine der beiden Währungen nur die Hälfte der Rubelzinsen, diese Währung ginge glatt durch die Decke.

  15. #675

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    Bitcoin

    Frag mal hundert Deutsche, ob sie lieber Bitcoin oder Rubelchen kaufen wuerden

    Warum ist der Boersenwert von Apple, der Quatschophon Aktie, groesser als der aller russ. Aktien?

    Kleiner Hinweis: man kann Menschen & Maerkte manipulieren.

    Zur Zeit bewegt sich der Westen insb. EU auf massive Negativzinsen zu

    Kann das gutgehen?

    Und wenn es kracht, wer bleibt stehn?

  16. #676

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    Da nehme ich lieber den Rubel. Bitcoins innerer Wert ist 0. Außerdem verkörpert es, falls es das alleinige Weltgeld wäre, ein Geldsystem das noch schlechter ist als das bisherige.

  17. #677
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    Im Zeitalter des Globalen Divisen/Währung Krieg, macht es keinen Sinn einen

    eine Rubel stark wie Severstahl ...

    Japan hat zuerst angefangen, nach dem Schuldtitel (Anleihen) nicht mehr verkaufen konnte,
    Yen zu drucken ...

    Dann USA,EU und jetzt auch China ...
    Wenn man mit der erhöhten Geldmenge keine kranke Anleihen mehr kaufen gibt, dann werden die Zentralbanken kranke Aktien aufkaufen.


    Ein Riesen Betrug, um das Geld (Geld ist ein Guthaben auf erbrachte Leistung) nicht nur mit Steuern ... sondern jetzt mit Inflation,Zinsmanipulation und Geld drucken zu enteignen ...

    Die Schulden zahlen die Geldbesitzer
    siehe Rückwärtslaufen Schuldenuhr

    https://www.haushaltssteuerung.de/sc...utschland.html

    Leider hat Russland nicht die Möglichkeit ... !

  18. #678
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    Putin hortet Gold im Wert von 100 Milliarden Dollar — für einen politischen P

    Plan, der Trump nicht gefallen dürfte

    https://www.msn.com/de-de/nachrichte...ICk?li=BBqgbZL

  19. #679
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    Zitat Zitat von Dagobert Duck Beitrag anzeigen
    Putin hortet Gold im Wert von 100 Milliarden Dollar — für einen politischen Plan, der Trump nicht gefallen dürfte...
    https://www.msn.com/de-de/nachrichte...ICk?li=BBqgbZL
    Was heißt hier "Trump wurde das nicht gefallen?"

    Trump war doch für Gold selbst Feuer & Flamme - Gold ist immer der richtige Weg - nur Gold bleibt bestehen – Geld bleibt nur Fiktion wird niemals Eigentum - Geld ist vergänglich nur Gold bleibt bestehen...

    https://www.google.com/search?client...emals+Eigentum


    Pecunia una regimen est rerum omnium - Geld regiert die ganze Welt - Publilius Syrus, Sententiae 458

    HEINRICH HONSELL

    Vier Rechtsfragen des Geldes*I.

    Einleitung

    Das Geld spielt eine zentrale Rolle in der Wirtschaftsordnung. Bei weitem die meisten Forderungen sind auf Geld gerichtet, sind also Geldforderungen bzw. Geldschulden. In auffälligem Kontrast dazu steht die spärliche gesetzliche Regelung. So finden wir im OR und im BGB nur einige rudimentäre, überwiegend aus dem Pandektenrecht stammende Vorschriften, z.B. über die Fremdwährungsschuld (§ 244 BGB, Art. 84 Abs. 2 OR), über den Erfüllungsort (§ 270 Abs. 1 BGB, Art. 74 Abs. 2 Ziff. 1 OR; Geldschulden sind Bring- bzw. Schickschulden1) oder über den Verzugszins (§ 288 BGB, Art. 104 OR) und den Verzugsschaden (§ 288 Abs. 4 BGB, Art. 106 OR). Von diesem Altbestand abgesehen gibt es im BGB neue Bestimmungen über den Überweisungs- und den Girovertrag (§§ 676 a-h), die dogmatisch wenig geglückt sind und die wegen ihrer Weitschweifigkeit und Sperrigkeit, wegen ihrer mangelnden Präzision und inhaltlichen Beliebigkeit unschwer als EG-induziertes Recht identifiziert werden können. Das Geld führt nicht nur im deutschen und schweizerischen Recht, sondern auch in anderen Rechtsordnungen ein ausgesprochenes Schattendasein. Trotz seiner einzigartigen Bedeutung hat man es bislang versäumt, eine Dogmatik des Geldrechts zu entwickeln. Stattdessen quält man sich mit seltsamen Hilfskonstruktionen.

    So ist z.B. bis heute nur Bargeld als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt. Eine Meinung die Larenz2 noch 1987 als herrschend bezeichnet hat, qualifiziert die Zahlung mit Buchgeld als Leistung an Erfüllung Statt (§ 364 Abs. 1 BGB), die eine Zustimmung des Gläubigers voraussetzt. Aber auch die Gegenmeinung3, die immerhin die konsentierte Zahlung mit Buchgeld als echte Erfüllung anerkennt, hat sich bis heute nicht zu dem Satz durchgerungen, dass der Schuldner wenigstens eine größere Summe auch ohne Einwilligung des Gläubigers bargeldlos zahlen darf und umgekehrt der Gläubiger diese nicht in bar annehmen muss.4 Er darf den Geldtransporter mit der Million nicht zurückschicken, war schon wegen des Verlust- und Fälschungsrisikos sowie im Hinblick auf die Vorschriften über Geldwäscherei unzumutbar ist. Nur im umgekehrten Fall, bei Kleingeld, hilft der Gesetzgeber: Mehr als 50 Münzen muss man nach § 3 MünzG nicht annehmen; in der Schweiz sind es 100 (Art. 6 MünzG CH). Die bei größeren Summen allein übliche Überweisung wird von der h.L. noch immer mit der Hilfsüberlegung begründet, durch die Angabe einer Bankverbindung auf einer Rechnung usw. erkläre der Gläubiger konkludent sein Einverständnis mit der Überweisung.5 Judikatur und Literatur rekurrieren auf einen mehr oder weniger fiktiven Parteiwillen und hinken auf den Krücken einer überholten Konstruktionsjurisprudenz der Entwicklung des Geschäftsverkehrs hinterher.

    II. Die Geldvindikation

    Das Geld gilt als Sache im Sinne von § 90 BGB und Art. 713 ZGB, die man vindizieren kann und an der – namentlich bei fehlgeschlagener Übereignung – Eigentum durch Vermischung begründet wird.6Im deutschen Recht spielt die Geldvindikation wegen des Abstraktionsprinzips nur eine unterge-ordnete Rolle. Ist der Vertrag, auf den gezahlt wurde unwirksam, so entsteht wegen der abstrak-ten Übereignung nur eine Kondiktion. Eine Vindikation wird lediglich bei Wegnahme von Geldstücken oder Banknoten angenommen. Hier kann der Eigentümer bis zur Vermischung the-oretisch vindizieren. Größere Bedeutung hat die Geldvindikation hingegen in Ländern, die dem Prinzip der kausalen Tradition folgen, weil die h.L. auch bei Zahlung auf einen unwirksamen Vertrag7 die Vindikation bejaht, an deren Stelle erst durch Vermischung mit anderem Geld des Empfängers die Kondiktion tritt. Die Unterstellung des Geldes unter den Sachbegriff des

    Sachenrechts wird seit langem für verfehlt gehalten.8 Sie geht auf das römische Recht zurück9und mag in Zeiten de Metallismus bei den Gold-, Silber- oder Kupfermünzen wegen ihres unterschiedlichen Gehalts noch irgendwie verständlich gewesen sein. Denn nicht selten gab es Münzverschlechterungen. Auch die Praxis von „Kippern und Wippern“, die durch Feilen und andere Praktiken Metall abzweigten, mag eine Rolle gespielt haben. Doch sind die Zeiten des valorischen Münzgeldes lange vorbei. An die Stelle des Valorismus ist der Nominalismus getreten, die Geldzeichen haben keinen dem Aufdruck entsprechenden Metallwert mehr, son-dern Banknoten und Münzen repräsentieren ihren Wert als gesetzliches Zahlungsmittel und nicht als sachliches Substrat, das sich beim Buchgeld vollends fehlt. Der Schweizer Gesetz-geber hat mit mehr als 100-jähriger Verspätung in Art. 84 Abs. 1 OR a.F. (Geldschulden sind in „Landesmünze“ zu bezahlen) das Wort "Landesmünze" durch "Landeswährung ersetzt.10Noch heute herrscht aber wegen des Sachgeldbegriffs im schweizerischen Recht die Auffas-sung vor, dass Geld, solange es nicht mit Geld der anderen Partei vermengt ist, vindiziert werden kann und wegen der in der Schweiz fortlebenden Subsidiarität des Bereicherungs-rechts11 auch vindiziert werden muss. Ist es mit Geld des Empfängers vermischt, so würde an sich nach Art. 727 ZGB Miteigentum entsprechend den Wertverhältnissen eintreten. Nach h. L. gilt aber der gemeinrechtliche Satz, dass zu Unrecht erlangtes Geld ohne Rücksicht auf die Mengenverhältnisse ins Eigentum des Empfängers fällt, von dem es kondiziert werden muss.12 Auch diese Auffassung ist hoffnungslos altmodisch und wird Wesen und Funktion des Geldes nicht gerecht. Sie verkennt die gesteigerte Vertretbarkeit des Geldes und seine Bestimmung zu ständiger Zirkulation.13 Beim Geld geht es nicht um eine individuelle und individualisierbare Sache, deren Zugehörigkeit zu einem bestimmten Eigentum bewiesen werden könnte oder sollte, sondern um einen abstrakten, rechnerischen Wertanspruch, der nicht dem Eigentum, sondern dem Vermögen zuzuordnen ist. Die Beweisschwierigkeit bei der Identifizierung einzelner Geldstücke kommt schon in der englischen Parömie „money has no earmark“ zum Ausdruck oder in dem österreichischen Spruch „Geld hat kein Mascherl“. Das ist aber nicht der Grund für die Ablehnung der Vindikation. Wer einem anderen irrtüm-lich Geld gezahlt hat, will nicht den einzelnen Schein oder die Münze zurück, sondern den bezahlten Betrag als Summe. Stets handelt es sich nur um einen abstrakten Wertbetrag und es macht keinen Unterschied, ob jemand mit Bargeld oder mit Buchgeld bezahlt hat. Bei Letzte-rem ist eine Vindikation schon begrifflich ausgeschlossen. Die Bewertungs- und die Tausch-funktion des Geldes sind abstrakt. Der Geldwert einer bestimmten Währung ist stets der glei-che. Daraus ergibt sich, dass eine einzelne Banknote oder ein Geldstück nicht nach ihrer indi-viduellen Beschaffenheit, sondern lediglich nach ihrem Wert beurteilt werden.14 Es liegt auf der Hand, dass das Verhältnis des Inhabers zu seinen Geldscheinen ein anderes ist, als zu in-dividuellen Gegenständen, wie Antiquitäten usw.

    Obwohl sich schon etliche Autoren gegen die Geldvindikation ausgesprochen haben15, ist sie bis heute herrschend und das nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Österreich und Deutschland.16 Dabei hat sie spätestens mit dem Verschwinden des Metallismus keinen Sinn mehr.17An die Stelle der Vindikation von Bargeld tritt die Kondiktion auf Zahlung des geschuldeten Betrages. Die Kondiktion ist allerdings seit langem mit einer Regelung behaftet, die falscher Verallgemeinerung entstammt: Der Möglichkeit der Berufung auf den Wegfall der Bereiche-rung durch den gutgläubigen Schuldner nach § 818 Abs. 3 BGB und Art. 64 OR, die histo-risch nur in den Sonderfällen der prätorischen Bereicherungsklagen des römischen Rechts eine Rolle spielte (z.B. bei Verbrauch einer vermeintlich geschenkten Sache oder durch Min-derjährige), nicht hingegen bei den römischen Kondiktionsfällen. Dies hat man bei der Nor-mierung der modernen Bereicherungsansprüche nicht beachtet (Art. 62 ff. OR, §§ 812 ff. BGB §§ 1431 ff. BGB). Auf diesen Fehler und auf die Kompensationsversuche zu seiner Be-hebung gehe ich hier nicht ein.

    III.„Geld muss man haben“

    Der Satz „Geld muss man haben“19 bedeutet, dass der Schuldner seine finanzielle Leistungsfä-higkeit stets zu vertreten hat. Dies bedeutet, dass er seine finanziellen Verhältnisse nach einem Worst Case-Scenario einrichten muss, in welchem alle Risiken und Unwägbarkeiten des Lebens berücksichtigt sind. Daraus folgt insbesondere, dass man einen Kredit nur aufnehmen darf, wenn man ihn sicher zurückzahlen oder einen etwaigen Ausfall versichern kann. Rechnen muss man weiter mit einer mitunter nur schwer vermeidbaren Haftpflicht oder mit unvermeidbarer Gefähr-dungshaftung. Auch hierfür muss man Vorsorge durch Versicherung treffen. Unverschuldeter Geldmangel, z.B. wegen Krankheit, Arbeitslosigkeit, Ehescheidung (usw.) stellt keinen Entlas-tungsgrund dar. Für eine Exkulpation ist kein Raum. Auffällig ist, dass dieser wahrlich axioma-tische Grundsatz im Gesetz nicht einmal angedeutet ist. Er wird als allgemeines Haftungsprinzip aus dem Zusammenspiel von Schuldrecht und Zwangsvollstreckung abgeleitet. Der Satz gilt auch in Deutschland und Österreich. Eine ältere Auffassung hat ihn wegen des Charakters der Geldschuld als Gattungsschuld mit der lateinischen Parömie genus perire non potest erklären wollen.20 Das gilt heute als überholt. Es ist also ein ungeschriebener Grundsatz der Privatau-tonomie, dass jeder für seine eigene finanzielle Leistungsfähigkeit und Liquidität selbst einzu-stehen hat. Abweichend von der h. L. hat F. Bydlinski21 die Meinung vertreten, dass das öster-reichische Recht diesen Grundsatz nicht kenne. Er entspreche weder den gesetzlichen Wer-tungen noch dem Rechtsbewusstsein der Gemeinschaft. Dies ist unzutreffend, denn es gilt das Prinzip der unbeschränkten Vermögenshaftung. Auch wäre es merkwürdig, wenn z.B. der Anspruch auf Ersatz eines den gesetzlichen Verzugszins übersteigenden Zinsschadens wegen

    Zahlungsverzuges mit der Begründung abgewiesen werden könnte, dass der Schuldner krank oder arbeitslos war und deshalb nicht über die notwendigen Mittel verfügte. Unverschuldeter Geldmangel wird erst im Rahmen des Konkurses oder der Zwangsvollstre-ckung berücksichtigt. Hier wird dem Schuldner das Existenzminimum belassen. Weiter gibt es in etlichen Ländern einen Privatkonkurs mit Restschuldbefreiung nach US-amerikanischem Vorbild. Auch in Deutschland und Österreich hat man ihn eingeführt. Der Schuldner kann Rest-schuldbefreiung erlangen, wenn er in einer 6- bzw. 7-jährigen "Wohlverhaltensphase" das pfändbare Einkommen einem Treuhänder überlässt, der damit die Schulden tilgt.22 Allerdings erinnert die 7-Jahresfrist ein wenig an die biblische Schuldknechtschaft. Ein solches Modell wäre auch in der Schweiz wünschenswert, weil es dem Schuldner einen An-reiz gibt, seine Erwerbstätigkeit fortzuführen, bzw. wieder aufzunehmen, und seine Gläubiger wenigstens teilweise zu befriedigen. Namentlich im Hinblick auf die um sich greifende Verbrau-cherverschuldung wird man früher oder später auch in der Schweiz um eine solche Reform nicht herumkommen.

    IV.Geldwertstabilität und Nominalismus

    Eine andere zentrale Maxime des Geldrechts, ja der Rechtsordnung überhaupt, ist das Nennwertprinzip (Nominalismus). Es besagt, dass es auf den Nennbetrag des Geldzeichens (der Banknoten bzw. Buchforderungen) ankommt (Franken = Franken) und nicht auf den inneren Wert, bzw. die Kaufkraft des Geldes.23 Auch diesen Satz sucht man im Gesetz vergeblich. Es ist verwunderlich, dass derart axiomatische und in der Sache keineswegs unproblematische Grundsätze keine gesetzliche Grundlage haben.24 Auch in Deutschland und Österreich fehlt eine gesetzliche Regelung; hingegen ist der Nominalismus im Code civil (Art. 1895)25 und im Codice

    civile (Art. 1277) gesetzlich verankert. Der ungeschriebene Rechtssatz, der die Geldwertstabilität fördern soll, gilt der Judikatur als „tragende Grundlage der Rechts- und Wirtschaftsordnung.26 In der Schweiz wird dem Nominalismusprinzip bei der Geldsummenschuld sogar gewohnheitsrechtliche Geltung zuerkannt.27 Andere wollen es aus einem stillschweigenden Parteiwillen ableiten,28 was auf eine Fiktion hinausläuft, und im Deliktsrecht von vornherein nicht in Betracht kommt. Praktisch bedeutet das Prinzip, dass eine Geldforderung ungeachtet der seither eingetretenen Geldentwertung auch noch nach Jahren mit Sach- bzw. Buchgeld zum Nennbetrag beglichen werden kann. Das Prinzip des Nominalismus besagt also, dass Kaufkraftverluste durch Inflation nicht ersetzt werden.29 Bei unverzinslichen Forderungen ist der Gläubiger auf den Verzugszins beschränkt, mit dem nach Meinung einiger Autoren auch die Inflation abgegolten sein soll.30 Die Funktion des Verzugszinses ist es allerdings nicht, die Geldentwertung auszugleichen, sondern die entgangenen Vorteile aus der Vorenthaltung des Geldes. Zu beachten ist, dass das Nominalismusprinzip nur für die Geldsummenschuld gilt, nicht für die Geldwertschuld.31 Während die erste auf einen Nominalbetrag lautet, d.h. auf ein bestimmtes Vielfaches einer Währungseinheit, ist die zweite nicht in Währungseinheiten festgelegt, sondern errechnet sich aus dem Geldwert anderer Güter. Ein Geldwertanspruch liegt z.B. vor bei der Erstattung von Reparaturkosten oder bei Unterhalts- oder Schadenersatzansprüchen; denn der Geschädigte hat primär Anspruch auf Wiederherstellung der Sache oder auf Unterhalt. Der Schädiger muss die jeweiligen Kosten tragen, auch wenn sie gestiegen sind. Der Nominalismus des Geldes ist kein ökonomisches Prinzip, sondern ein Rechtsprinzip, für das neben ökonomischen Zweckmäßigkeiten vor allem die Rechtssicherheit angeführt wird.32 Auf-fällig ist, welch unterschiedliche Wertschätzung dieses Prinzip bei Ökonomen und Juristen hat.33Während Ökonomen dazu aufrufen, "diese heilige Kuh mutig zu schlachten", haben die Juristen eine geradezu indische Verehrung für sie.

    Wie bei allen auf Rechtssicherheit bzw. Praktikabilität rekurrierenden Prinzipien gerät auch hier die Einzelfallgerechtigkeit schnell aus dem Blickfeld. Daher sind zahlreiche Ausnahmen notwendig geworden, auf die hier nicht näher einzugehen ist, wie z.B. die Aufwertungsrechtsprechung in Zeiten der Hyperinflation, aber auch die Anpassung von wiederkehrenden Geldleistungen, die dem Unterhalt dienen (neben Unterhaltsansprüchen im eigentlichen Sinne, auch Tantiemen usw.).34 Schließlich ist das Prinzip dispositiver Natur. Wertsicherungsklauseln sind in den meisten Ländern uneingeschränkt zulässig.35 Nur in Deutschland lebt der alte § 3 Währungsgesetz, der Wertsicherungsklauseln stark eingeschränkt hat, in der ähnlichen Vorschrift von § 2 Preisangaben- und PreisklauselG fort.36 Nach der durch den 2. Weltkrieg verursachten Hyperinflation war man der Auffassung, ein weitgehendes Verbot der Indexierung stütze die Geldwertstabilität durch Begünstigung der Geldillusion im Publikum. Dieses solle in der Geldwertillusion verharren und qannehmen, Mark sei gleich Mark. Freilich kennt das deutsche Recht auch heute noch „genehmigungsfreie Leistungsvorbehalte“ und Gleitklauseln können genehmigt werden. Auf die zahlreichen, daraus resultierenden Rechtsfragen ist hier nicht einzugehen. Diese Art der Regulierung war niemals stimmig; sie ist überholt und sollte aufgegeben werden. Als belastend und ungerecht wird der Nominalismus im Steuerrecht empfunden, wenn der Staat auch Zinsen besteuert, die nur noch (oder nicht einmal mehr) einen Ausgleich des Inflationsverlustes darstellen. Einige sehen darin sogar einen Verstoß gegen die Eigentumsgarantie des Art. 14 GG.37

    V. Die Europäische Verzugszinsregelung

    Die EU hat zur Verbesserung der Zahlungsmoral die Richtlinie 2000/35/EG vom 29.6.2000 über den Zahlungsverzug erlassen.38 Die entsprechenden Normen von § 288 Abs. 2 BGB und§ 1333 Abs. 2 ABGB bestimmen, dass der Verzugszins bei Rechtsgeschäften, an denen kein

    Verbraucher beteiligt ist, 8%39 über dem Basiszinssatz beträgt.40 Je nach dem jeweiligen Ba-siszinssatz sind seitdem Verzugszinsen von 10% und mehr die Regel. Im Hinblick auf die geldpolitischen Steuerungsmöglichkeiten der Nationalbanken und die damit verbundene ge-steigerte Volatilität des Zinses, ist ein flexibler Verzugszins zu begrüßen. Kritikwürdig, ja inakzeptabel ist indessen die Höhe des Zinssatzes. Vernünftig wären 2-3% über dem Basis-satz, 5 bzw. 8% sind maßlos überzogen. Der Richtliniengesetzgeber hat sich von der Erwä-gung leiten lassen, dass eine Abschreckung notwendig sei. In Erwägungsgrund 16 heißt es:

    „Zahlungsverzug stellt einen Vertragsbruch dar, der für die Schuldner in den meisten Mit-gliedstaaten durch niedrige Verzugszinsen und/oder langsame Betreibungsverfahren finanziel-le Vorteile bringt. Ein durchgreifender Wandel, der auch eine Entschädigung der Gläubiger für die ihnen entstandenen Kosten vorsieht, ist erforderlich, um diese Entwicklung umzukeh-ren und um sicherzustellen, dass die Folgen des Zahlungsverzugs von der Überschreitung der Zahlungsfristen abschrecken.“

    Der EU-Gesetzgeber geht von der Annahme aus, dass der Schuldner bei einem Zinssatz von nur 4 oder 5 % am Zahlungsverzug verdient. Dies ist indes kaum realistisch, denn Gerichts- und Vollstreckungskosten zehren einen allfälligen Vorteil aus dem niedrigen Verzugszins schnell auf. Vor allem aber hat der Gesetzgeber übersehen, dass ein den Verzugszins über-steigender Zinsschaden bei Nachweis der Inanspruchnahme von Kredit als konkreter Schaden (Interesse) schon immer ersetzt wurde. Damit fällt die Begründung der Richtlinie in sich zu-sammen. Nach der unüberlegten Neuregelung muss man den höheren Schaden nicht mehr nachweisen, sondern erhält den erhöhten Zins als Strafschadensersatz. Der Schuldner zahlt die 8 % + x aus präventiven Gründen41, also als Strafe. Hier offenbart sich primitives Sanktions-denken, das zu einer willkürlichen Belastung der einen Partei zugunsten der anderen führt. Da man außer beim risikoreichen „Zocken“ (Hedgefonds) oder bei Unternehmensübernahmen durch Private Equity Investors („Heuschrecken“?) nur selten Zinsen von 10% und mehr er-zielt, kann einem nichts Besseres passieren als ein (solventer) Schuldner im Verzug.

    Was der Gesetzgeber offenbar völlig übersehen hat, ist die Tatsache, dass längst nicht jeder Schuldner, der nicht zahlt, dies in vertragswidriger Absicht tut. Der häufigste Fall ist der, dass er sich in Zahlungsschwierigkeiten befindet. Nicht selten ist es aber auch so, dass die Parteien über die Berechtigung der Forderung verschiedener Auffassung sind und deshalb eine gerichtliche Klärung herbeiführen müssen. Hier wachsen während des Prozesses nicht selten Verzugszinsen in Höhe von 50% der Klagesumme an, was eine echte Erschwerung der Rechtsverfolgung für den Schuldner darstellt.

    Der Verzugszins von 5% galt seit einem Reichsdeputationsabschied von Speyer aus dem Jahre 1600. Dort hieß es in § 139:

    ... damit die Partheyen des langweiligen Prozeß enthoben seyn möchten...ist es vor bil-lich gachtet worden, wann der Schuldner in mora restituendi mutui ist, daß er seinen Glaubiger von derselben zeithero (der Vermuthung halber, daß der Creditor sein Geld von solcher Zet an anlegen und zugelassener Weise zum wenigsten vom Hundert fünff wol haben möge) das interesse zu entrichten und gut zu machen schuldig seye, welches wir uns auch gnädigst also gefallen lassen. So ordnen und wollen wir nachmals, daß solch interesse a tempore more erstattet, und derentwegen den Creditorn fünff Gülden von Hundert bezahlt werden, oder aber dem Creditori solch fünff Gulden nicht ann-nehmlich, sondern er vermeinen wolte tam ex lucro cessante quam damno emergente ein mehrers zu fordern, daß ihme alsdann sein gantz interesse zu deducirn, gebührlich zu liquidirn und zu bescheinen, und der Richterlichen Erkandtnuß darüber zu gewarten unbenommen seyn soll.

    Was vierhundert Jahre lang richtig war, muss natürlich heute nicht mehr richtig sein. „Alt oder neu sind“, wie A. Heuß treffend gesagt hat „für sich betrachtet keine Werte“. Doch ist es jedenfalls verfehlt, wenn erprobte Normen ohne sorgfältige Erwägung der Gründe von einem uninformierten und opportunistischen Gesetzgeber mit unbedachtem und voreiligem Feder-strich beiseite gewischt werden. Die Schweiz hat diese zweifelhafte Neuerung bislang nicht übernommen und sollte dies auch nicht tun.

    461 ff

    http://www.honsell.at/pdf/FSCanaris.pdf
    Geändert von Luis (10.09.2019 um 22:33 Uhr)

  20. #680

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    Rubel legt heute den Schnellgang nach oben ein?!

    Der Schock in Saudi-Arabien hilft heute der russischen Währung. Wahrscheinlich ist
    Russland neben den USA das einzige Land, welche über nötige Reserven verfügt, um
    weltweite Engpässe zu beseitigen.

    Es kann gut sein, dass hierdurch auch die russischen Aktien einen guten Aufschwung
    erleben. So gesehen kaufen die Anleger mit russischen Aktien indirekt die russische Währung
    Rubel.


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