Mittwoch 24. April 2002, 15:28 Uhr

Intel, SAP und Metro entwickeln «intelligente Joghurtbecher»

Düsseldorf/Barcelona (dpa) - Die Vision von intelligenten Waren im Supermarkt könnte schon bald Realität werden. Mit Hilfe eines kleinen Aufklebers sollen Joghurtbecher künftig selbständig an den Lieferanten melden, wenn das Regal leer ist. Für die Entwicklung und Verbreitung der Technologie haben der weltgrößte Chiphersteller Intel, das deutsche Technologieunternehmen SAP und der Handelskonzern Metro AG am Mittwoch in Barcelona eine strategische Partnerschaft bekannt gegeben. Von einer zügigen Verbreitung der Technologie erhoffen sich die Partner enorme Kostenersparnisse in der Logistik bei Handelsunternehmen.

«Es ist durchaus realistisch, dass sich die Transponder- Technologie innerhalb von zwei bis drei Jahren durchsetzen wird», sagte SAP-Managerin Dagmar Fischer-Neeb. Gemeinsam wollen die Unternehmen künftig für eine zügige Verbreitung sorgen und weitere Einsatzmöglichkeiten schaffen. «Die Einführung von Barcodes war damals zwar technologisch nicht so interessant, hatte aber ebenfalls erhebliche Auswirkungen für den Handel», sagte Fischer-Neeb.

Nach Meinung von SAP-Manager Wolfgang Runge handelt es sich bei der berührungslosen Erkennung von Objekten um eine «technologische Revolution». Die kleinen Aufkleber in der Größe einer Visitenkarte bestehen aus einen Chip und einer Antenne. Eine Zetralstelle funkt die so genannten Transponder an und ruft Informationen wie Herkunft, Lieferdatum und Haltbarkeit ab. «Jedes mit einem Transponder ausgestattete Produkt kann zum Beispiel der Kasse automatisch seinen Preis mitteilen», sagte Fischer-Neeb.