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Thema: Der grüne Finanzmarkt

  1. #1

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    Der grüne Finanzmarkt

    Mittlerweile kann man ja in alles Mögliche investieren und sein Geld anlegen. Daher verwundert es ja auch kaum, dass schon seit einiger Zeit auch „grüne“ Anlagemöglichkeiten zur Verfügung stehen. Nachhaltigkeit steht dabei im Mittelpunkt. Was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit? Haben Sie schon mal versucht, diese Frage in einem Satz zu beantworten? Sie werden sehen, dass das nicht so einfach ist. Wikipedia beschreibt es so:

    Das Konzept der Nachhaltigkeit beschreibt die Nutzung eines regenerierbaren Systems in einer Weise, dass dieses System in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise regeneriert werden kann.

    So weit so gut. Es kommt aber auch immer darauf an, aus welchem Blickwinkel man Nachhaltigkeit definieren und bewerten möchte. Der Autobauer verfolgt andere Ziele als der Landwirt und dieser wiederum andere Ziele als der Otto-Normal-Verbraucher. Insofern wird eine Definition sehr erschwert.

    Die Wikipedia-Definition trifft von daher auch nur auf bestimmte Produkte und Angebote zu. Ein Beispiel dafür ist die Geldanlage in Edelhölzer oder generell in nachwachsende Rohstoffe. Ich habe eine Firma gefunden, die genau so etwas anbietet: http://www.green-planet-ag.com/
    Es werden hohe Renditen garantiert und die Umwelt wird ebenfalls nicht belastet. Naturschutz und Rendite lautet dort das Motto. Mich würde interessieren, was Ihr davon haltet? Ist so eine Geldanlage sicher? Empfehlenswert? Wo stecken Eurer Meinung nach Schwachpunkte und Risiken? Was ist besonders hervorzuheben?

    Vielen Dank für Eure Meinung!

  2. #2
    Avatar von srvban
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    "Grün" darf sich jeder nennen.

    Welche anerkannte und reputable Auszeichnungen hat dieses Projekt? Ich hab bisher keines auf der Homepage entdeckt. Daher glaube ich auch nicht, dass es hier um Nachhaltigkeit geht. Sonst würden sie mit solch einem Siegel oder einer Auszeichnung werben.

    Die Milchmädchenrechnung auf der Homepage geht von 35.400 EUR p.a. Kosten aus. In 20 Jahren soll die erste Tranche verkauft werden.

    Woher nimmt es die über 700.000 EUR für diese Zeit, bis die erste Ernte eintrifft? Noch ohne die Kosten für das Land, die Anschaffungskosten der Maschinen und Bäume gerechnet. Vermutlich bewegen wir uns dann irgendwo bei mehreren Millionen an Infrastruktur, Land und Maschinenpark. Schließlich sind die 35.400 EUR p.a. nur die laufenden Kosten bei bestehender Infrastruktur (UND DAS WOHLGEMERKT NUR FÜR JEWEILS 1,66ha Wald! Die Kosten können damit leicht für das Gesamtprojekt in 9-stellige Bereiche gehen!).

    Die 13%+x können also erst nach 20 Jahren erlöst werden. Bis dahin steck ich auf Gedeih und Verderb in einem Investitionsobjekt mit negativer Rendite durch laufende Kosten.

    Jaja, so grün ists also auch nicht. Vermutlich ein Rohrkrepierer.
    Ich bin immer so skeptisch, sorry.

    LG
    [URL="http://www.youtube.com/watch?v=ko5CCSomDMY&feature=related"]"Steckt schon im Wort! Analyst. Anal und Lyse."[/URL], Volker Pispers

    "Die Abwertung einer Währung wirkt so, als ob man sich in die Hose macht. Im ersten Moment ist es ein angenehmes, warmes Gefühl.", Friedhelm Busch

  3. #3

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    Waldinvestments prinzipiell interessant

    Ich teile die Einschätzung:
    Weder erkennenswerte Reputation, noch Erfahrung oder Transparenz.
    Googelt man ein wenig, findet man auch mehrere Warnhinweise von Finanzmedien zur Green Planet AG wegen Intransparenz.
    Das Unternehmen ist nicht FSC-zertifiziert, d.h. es findet keine jährliche externe Kontrolle der Teakplantagen statt – sofern es diese überhaupt gibt. Daran kann man jedoch berechtigt zweifeln, denn die Green Planet AG war nicht bereit, die Fragen von Ecoreporter zu beantworten. Kurios und abschreckend zudem: Die Bilanz weißt nach Ebundesanzeiger für eine AG nur sehr geringes Eigenkapital auf, dafür jedoch eine Nintendo Wii-Spielekonsole im Anlagenspiegel.

    Prinzipiell sind Waldinvestment in Nord- und Südamerika sehr rentabel. Der entsprechende Waldinvestment-Index NCREIF timberland property index stieg bis 2009 im Schnitt mehrerer Jahrzehnte um ca. 14 Prozent jährlich, bei nur einem Verlustjahr. Die Wälder in Nord- und Südamerika wachsen klimatisch bedingt schneller, daher sind dort höhere Renditen möglich. Dort investieren beispielsweise auch die deutschen Anbieter Jamestown, Miller Investments, KGAL BaumInvest und Forest Finance.
    Die unabhängige Zeitschrift FINANZTEST berichtete vor einiger Zeit über Waldinvestments. Relativ gut bewertet wurden die Waldfonds von Nordcapital und BaumInvest (Fonds ist mittlerweile geschossen), sowie die beiden deutschen Direktinvestmentanbieter Miller Investments und Forest Finance. Letztere ist der einzige Anbieter mit FSC-Zertifizierung für nachhaltige und sozialverträgliche Forstwirtschaft.
    Das FSC-Siegel sichert zudem einen höheren Endverkaufspreis der Hölzer.

    Bei Nordcapital beträgt das Mindestinvestment inklusive Agios 15.750 Euro.
    Beim Direktanbieter Miller Investment ist ab 1.500 Euro, bei Forest Finance sogar bereits ab 33 Euro monatlich beim „Baumsparvertrag“ ein Einstieg möglich.
    Weitere Informationen z.B. hier
    http://www.wiwo.de/finanzen/ordentli...enholz-449140/

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