An der zwangsversteigerten Produktionstochter des russischen Ölkonzerns Yukos könnte sich nach Angaben der russischen Regierung auch das chinesische Ölkonglomerat CNPC beteiligen.

Nach der für Januar geplanten Fusion des Staatskonzerns Rosneft mit Gasprom solle Yuganskneftegas an eine russische Staatsfirma übertragen werden, sagte Energieminister Viktor Christenko in Moskau. Daran könnnte auch die CNPC einen Anteil von "bis zu 20 Prozent" erhalten. Rosneft hatte im Dezembr die Baikal-Finanzgruppe übernommen, die zuvor Yuganskneftegas ersteigert hatte.

In den aus der Fusion von Rosneft und Gasprom entstehenden staatlichen Energieriesen solle Yuganskneftegas aber nicht übernommen werden, sagte Christenko. Sowohl CNPC als auch Gasprom hatten vor der umstrittenen Zwangsversteigerung der Yukos-Tochter Interesse an dem Ölförderbetrieb bekundet, dann aber an der Auktion nicht teilgenommen. Yukos kündigte bereits rechtliche Schritte gegen den künftigen Besitzer von Yuganskneftegas an. Offiziell will Moskau mit der Zerschlagung milliardenschwere Steuerschulden eintreiben.

Scubidu