DAX30
Gold
Brent Oil
EUR/USD
+ Auf Thema antworten
Ergebnis 1 bis 7 von 7

Thema: OS Neuling - kleine Aufklärung

  1. #1

    Dabei seit
    06/2013
    Beiträge
    1

    OS Neuling - kleine Aufklärung

    Hi, ich Handel zurzeit nur mit Aktien und würde gerne die Optionsscheine in meinen Depot mit einbringen. In meiner Watchlist habe ich schon diverse Optionsscheine mit reingenommen, mit positiven Ergebnis. Ich habe auf mehreren Seiten gelesen das der Verlust eines Optionsschein (amerikanische Art) maximal der Totalverlust ist. Doch ein Berater von der Bank hatte mir gesagt das es auch zu einer Nachzahlungspflicht kommen kann. Gibt es da bestimmte Kriterien auf die man diesbezüglich achten sollte oder wollte der Berater mich nur zur seiner Bank (er sagte bei seiner Bank gibt es keine OS mit Nachzahlungspflicht).

  2. #2
    Gast460
    Gast-Trader
    Es gibt keine nachschusspflicht bei optionsscheinen.

    dein berater hat es entweder mit optionen verwechselt (dort hast du beim schreiben eine evtl nachschusspflicht) oder mit anderen derivaten (cfd, futures...).

    gruß,
    horeb

  3. #3

    Dabei seit
    06/2013
    Beiträge
    2

    Optionsscheine - ähnliches (sprich: kleines Verständnis) Problem

    Liebe Foristen,


    ich habe bis vor kurzem (mangels überschüssiger Mittel) noch keinerlei Börsen-Erfahrung sammeln können, bin aber neuerdings in die Lage gekommen -und auch willens- etwas Geld in Aktien zu investieren.

    Nach einiger Lektüre in den letzten 4 Wochen denke ich dabei an eine Sammlung von ca. 10 verschiedenen Werten aus 5 Marktsegmenten, jeweils fundamental gut oder unterbewertete Blue Chips. Absichern möchte ich die Positionen mit Options-Scheinen (statisches Hedging), und deshalb klinke ich mich in diesen Thread ein - ich habe da nämlich auch noch ein fundamentales Verständnidsproblem, und das paßt m.E. gut hierher.


    Die Strategie ist simpel:
    ich kaufe zB 5 Aktien der Firma X zum Einstandskurs K. Wenn der Kurs der Aktien steigt, habe ich was ich wollte. Wenn er zu weit fällt (Stop-Loss würde ich bei ca. 5-10% setzen) verliere ich beim Verkaufen Geld. Deshalb kaufe ich parallel soviele Put-Optionsscheine wie ich Aktien habe (bzw. bei kleineren Bezugsverhältnissen entsprechend mehr). Der Basiswert-Preis des Scheins ist dabei etwas höher als den Einstandskurs, also bei K+dK

    Mein Verständnis der Dinge:
    Wenn die Aktie fällt, dann sichert mir der Optionsschein das Recht, sie zu dem im Schein festgeschriebenen Basiswert-Preis zu verkaufen. Der Put-Optionsschein ist also eine Art Versicherung gegen Kursverlust. Die Anschaffungs-Kosten entsprechen der Versicherungs-Prämie. Der gegenüber dem Einstandskurs etwas höhere Basiswert-Preis deckt dabei idealerweise die Anschaffungskosten für den Optionsschein. Insgesamt mache ich also keinen, oder nur sehr geringen, Verlust.


    Meine FRAGE:
    Habe ich das so richtig verstanden?
    Und sind die nachfolgenden Sachverhalte richtig (könnte also jemand kurz bestätigen oder korrigieren - das wäre nett!)?

    1) Verbrieftes Recht
    1.a)
    Mit einem Put-Optionsschein erwerbe ich das Recht, den zugrunde liegenden Basiswert zu dem im Schein festgeschriebenen Preis zu verkaufen.

    Ist das so richtig?

    1.b)
    Fällt also der Kurs des Basiswertes, so begrenzt (oder verhindert) die Ausübung der Option Verluste. Steigt der Kurs des Basiswertes, so verliere ich schlimmstenfalls das in die Optionsscheine investierte Kapital. Dieser Verlust wird idealerweise durch den Kursanstieg des Basiswertes ausgeglichen.

    Ebenfalls richtig?


    2) Ausübung der Option
    2.a) Abnehmer der Basiswerte bei Ausübung der Option ist der Emittent des Optionsscheins.

    Richtig?

    2.b) Die Entscheidung zur Ausübung der Option liegt ausschließlich beim Erwerber.

    Richtig? Oder gibt es Umstände, in denen der Emittent den Optionsschein entwerten / die Ausübung verweigern kann?


    2.c) Durch Ausübung wird der Optionsschein entwertet
    - ich kann also entweder den Schein verkaufen oder die durch ihn verbriefte Transaktion ausführen, aber nicht beides.

    Richtig?



    Vielen Dank!



    Jon

  4. #4
    Gast460
    Gast-Trader
    Meine FRAGE:
    Habe ich das so richtig verstanden?
    theoretisch schon. praktisch ist das ganze aber so teuer, dass du verlust machen wirst. es gibt keine bezahlbare vollkasko an der börse. (zumindest kann dann niemals mehr rauskommen als der risikolose zins). rechne es einfach mal mit aktuelllen kursen durch.

    1 sind beide korrekt.


    bei 2a wird meist barausgleich vereinbart. du verkaufst deine aktien als einem dritten an der börse und bekommst vom emir geld, dass deinen verlust aufwiegt.

    2b hängt von der art des os ab; je nachdem ob es er amerikanischer oder europäischer art ist

    2c ist richtig.

    gruß,
    horeb

  5. #5

    Dabei seit
    02/2012
    Beiträge
    23
    Zitat Zitat von jgr27 Beitrag anzeigen
    Liebe Foristen,


    ich habe bis vor kurzem (mangels überschüssiger Mittel) noch keinerlei Börsen-Erfahrung sammeln können, bin aber neuerdings in die Lage gekommen -und auch willens- etwas Geld in Aktien zu investieren.

    Nach einiger Lektüre in den letzten 4 Wochen denke ich dabei an eine Sammlung von ca. 10 verschiedenen Werten aus 5 Marktsegmenten, jeweils fundamental gut oder unterbewertete Blue Chips. Absichern möchte ich die Positionen mit Options-Scheinen (statisches Hedging), und deshalb klinke ich mich in diesen Thread ein - ich habe da nämlich auch noch ein fundamentales Verständnidsproblem, und das paßt m.E. gut hierher.


    Die Strategie ist simpel:
    ich kaufe zB 5 Aktien der Firma X zum Einstandskurs K. Wenn der Kurs der Aktien steigt, habe ich was ich wollte. Wenn er zu weit fällt (Stop-Loss würde ich bei ca. 5-10% setzen) verliere ich beim Verkaufen Geld. Deshalb kaufe ich parallel soviele Put-Optionsscheine wie ich Aktien habe (bzw. bei kleineren Bezugsverhältnissen entsprechend mehr). Der Basiswert-Preis des Scheins ist dabei etwas höher als den Einstandskurs, also bei K+dK

    Mein Verständnis der Dinge:
    Wenn die Aktie fällt, dann sichert mir der Optionsschein das Recht, sie zu dem im Schein festgeschriebenen Basiswert-Preis zu verkaufen. Der Put-Optionsschein ist also eine Art Versicherung gegen Kursverlust. Die Anschaffungs-Kosten entsprechen der Versicherungs-Prämie. Der gegenüber dem Einstandskurs etwas höhere Basiswert-Preis deckt dabei idealerweise die Anschaffungskosten für den Optionsschein. Insgesamt mache ich also keinen, oder nur sehr geringen, Verlust.


    Meine FRAGE:
    Habe ich das so richtig verstanden?
    Und sind die nachfolgenden Sachverhalte richtig (könnte also jemand kurz bestätigen oder korrigieren - das wäre nett!)?

    1) Verbrieftes Recht
    1.a)
    Mit einem Put-Optionsschein erwerbe ich das Recht, den zugrunde liegenden Basiswert zu dem im Schein festgeschriebenen Preis zu verkaufen.

    Ist das so richtig?

    1.b)
    Fällt also der Kurs des Basiswertes, so begrenzt (oder verhindert) die Ausübung der Option Verluste. Steigt der Kurs des Basiswertes, so verliere ich schlimmstenfalls das in die Optionsscheine investierte Kapital. Dieser Verlust wird idealerweise durch den Kursanstieg des Basiswertes ausgeglichen.

    Ebenfalls richtig?


    2) Ausübung der Option
    2.a) Abnehmer der Basiswerte bei Ausübung der Option ist der Emittent des Optionsscheins.

    Richtig?

    2.b) Die Entscheidung zur Ausübung der Option liegt ausschließlich beim Erwerber.

    Richtig? Oder gibt es Umstände, in denen der Emittent den Optionsschein entwerten / die Ausübung verweigern kann?


    2.c) Durch Ausübung wird der Optionsschein entwertet
    - ich kann also entweder den Schein verkaufen oder die durch ihn verbriefte Transaktion ausführen, aber nicht beides.

    Richtig?



    Vielen Dank!



    Jon
    Vielen Dank Jon, du hast mir einige Fragen gleich mitbeantwortet. Vor allem der Punkt des entwerteten Optionsscheines war mir bisher immer ein wenig unklar. Vielen Dank dafür.

  6. #6

    Dabei seit
    06/2013
    Beiträge
    2
    Vielen Dank für die Bestätigung,


    bin also doch noch nicht ganz verkalkt... aber wie die Engländer so schön sagen: better safe than sorry, oder auf Deutsch: lieber einmal zuviel gefragt. Habe diese Frage auch an Emissionshäuser geschickt, die Antworten variierten hinsichtlich der Qualität doch sehr, und so richtig konkret wollte es keiner beantworten (immer mit dem Hinweis des Beratungsverbotes... als ob ich nach einem konkreten Tip gefragt hätte... naja).

    Zitat Zitat von mr.horeb Beitrag anzeigen
    theoretisch schon. praktisch ist das ganze aber so teuer, dass du verlust machen wirst. es gibt keine bezahlbare vollkasko an der börse. (zumindest kann dann niemals mehr rauskommen als der risikolose zins). rechne es einfach mal mit aktuelllen kursen durch
    Habe ich für ein paar Werte in meinem Musterdepot getan. Es ergab sich, daß sich mein Ansatz bei einem Kursanstieg von ca. 5% zu rechnen beginnt.

    Der Anlagehorizont ist ca. 1 Jahr, am liebsten noch länger, und es geht mir weniger um den schnellen Gewinn sondern um die Wert-Sicherung meiner bescheidenen Ersparnisse in Sachwerten (was Aktien ja darstellen)... deshalb auch die Blue-Chips und keine Small Caps. Ich habe dementsprechend lang laufende OS angeschaut, aber mehr als ein Jahr war selten zu finden - und innerhalb dessen sind 5% ja wohl mal locker drin...? Ich meine, selbst VW (meines Wissens ein Blue Chip) machte neulich 3% an einem Tag!


    Zitat Zitat von mr.horeb Beitrag anzeigen
    2a ... barausgleich vereinbart. du verkaufst deine aktien als einem dritten an der börse und bekommst vom emir geld, dass deinen verlust aufwiegt.
    Am Ende landet also soviel Kohle auf meinem Konto wie der Verkauf zum festgelegten Preis erbracht hätte.
    Mit Emir ist vermutlich der OS-Emittent gemeint?


    Zitat Zitat von mr.horeb Beitrag anzeigen
    2b hängt von der art des os ab; je nachdem ob es er amerikanischer oder europäischer art ist
    OK... amerikanisch heißt, die Option kann jederzeit börsentäglich ausgeübt werden, bei europäisch gibt es genau einen Ausübungstermin am Laufzeit-Ende.

    Frage:
    Bei welchem der beiden könnte der Emittent nun die Ausübung initiieren?
    Ich nehme an beim amerikanischen?
    Und können die Emittenten das machen wie sie gerade wollen,
    - oder müssen dazu bestimmte Kriterien erfüllt sein?

    Die Emittenten wollen natürlich ihre Verluste begrenzen, und wenn eine Aktie total abstürzt dann kann ein Put-OS für sie teuer werden... aber das Kursrisiko ist ja nun genau was ich absichern will, und der Emittent hat es ja beim OS eingepreist. Wenn der Emittent nun die Ausübung nach Gutdünken erzwingen kann, dann zieht das meiner ganzen Überlegung das Fundament weg... das wäre dann so wie eine Versicherung, die die Police ohne Schadensfall kündigt wenn ihr das versicherte Risiko zu hoch wird: das geht ja auch nicht einfach so (Stichwort: Vertragstreue).


    Könnte ich hierzu noch etwas Info bekommen?
    Vielen Dank!


    Jon

  7. #7
    Gast460
    Gast-Trader
    Habe ich für ein paar Werte in meinem Musterdepot getan. Es ergab sich, daß sich mein Ansatz bei einem Kursanstieg von ca. 5% zu rechnen beginnt.
    was für eine rendite erwartest du? und was bleibt davon noch, wenn du 5% für versicherungen ausgibst? meist ist es viel billiger einfach weniger geld zu investieren.

    Mit Emir ist vermutlich der OS-Emittent gemeint?
    korrekt


    Bei welchem der beiden könnte der Emittent nun die Ausübung initiieren?
    die ausübung geht beim amerikanischen nur vom kunden (also dir) aus - oder am ende der laufzeit. beim europäischen nur am festgelegten datum, das jedoch vom emittenten bestimmt wurde.

    dessen absicherung erfolgt durch die ausgegebenen calls, auf/abgeld, absicherung am futures- und optionsmarkt usw. einfach kündigen kann er nicht.

    gruß,
    horeb

+ Auf Thema antworten

Lesezeichen

Lesezeichen