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Thema: Zinssatz US-FED: Zinssatz wird gezielt manipuliert um Anleger zu schädigen

  1. #1
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    Zinssatz US-FED: Zinssatz wird gezielt manipuliert um Anleger zu schädigen

    Sieht danach aus, die FED legt es darauf an, Anleger zu schädigen und auf dessen Kosten das große Geld zu machen. Mit fallenden Kurse läßt sich vorzüglich Geld verdienen. Diejenigen die an der Zinsschraube sitzen, Verdienen prächtig, können auf fallende Kurse - ohne Risiko - setzen.

    Mit fallenden Kursen Geld verdienen

    https://www.handelszeitung.ch/untern...eld-verdienen#


    Die Zentralbanken

    Retter oder Totengräber des globalen Finanzsystems?

    Diese "Straffung" der Geldpolitik hat allerdings Folgen, die das System noch tiefer in die Krise führen: Sie erschwert nämlich die Bedienung von Schulden, verhindert die Aufnahme neuer Kredite, bremst damit die Wirtschaft und die Aktivitäten an den Finanzmärkten aus, führt zur Flucht aus schwächeren Währungen, treibt den Kurs der Fluchtwährungen in die Höhe und schadet der Exportwirtschaft.

    ...ob lockere oder straffe Geldpolitik:

    Der endgültige Zusammenbruch des Systems kann nicht mehr verhindert, sondern nur noch aufgeschoben werden - wobei der finale Crash umso heftiger ausfallen wird, je länger die Mega-Manipulation der Märkte durch die Zentralbanken noch andauert. (Ernst Wolff)

    https://www.heise.de/tp/features/Die...n-4115473.html


    Trump zettelt Zinskrieg an: mit seinen eigenen Währungshütern...

    Tatsächlich hatte Trump vor allem die jüngsten Kalamitäten an den Börsen bei seiner Kritik im Sinn: Er machte die Fed für die jüngsten Talfahrten der Aktien-Indizes verantwortlich...

    Die „Times“ stellte insgesamt fest, dass immer mehr Experten mit Trump – trotz seiner ungestümen Rhetorik und seines Tunnelblicks auf die Börsen – an einem Strang ziehen. Doch letztendlich konnte wieder er Schuld daran haben, wenn die Fed die Zinsen entgegen dem Rat der meisten Wirtschaftsweisen anhebt.

    https://www.bild.de/politik/ausland/...2184.bild.html


    https://youtu.be/r2mIYEFcH7M

    https://youtu.be/-kzMQOiVoBo

    https://www.youtube.com/user/marktcheck/videos
    Geändert von Luis (19.12.2018 um 13:41 Uhr)

  2. #2
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    Droht der nächste Jahrhundert-Crash? 🔥 [DOKU 2018]

    🔸 Die Doku zeigt, dass die Deutsche Bank über Jahre wissentlich gefährliche Papiere verkaufte und 2007 provozierte, dass in Deutschland der Staat Banken stützen musste. Ihre eigenen Probleme vertuschte die Bank und rühmte sich, ohne staatliche Hilfe auszukommen.

    https://youtu.be/r2mIYEFcH7M

    Der kommende MEGA-Crash - 10 Jahre nach der Lehman Pleite - Die hilflose "Kritik" der Bürgerlichen - Prof. Hans Werner Sinn & Co. - phoenix Runde 10 Jahre nach der Lehman Pleite – Wo stehen wir heute? (11.9.2018)

    https://youtu.be/1BAsP1ReWgA

    Der große Denkfehler dieser Menschen ist, daß sie glauben, daß Schulden, und ich argumentiere hier noch innerhalb der Spielregeln dieses Systems, immer etwas Schlechtes sein. Alles Geld innerhalb der jetzigen Regeln entsteht nur mit Schulden und Zinsen. Ohne Schulden gäbe es kein Geld. Der Zins selbst ist eine Schuld, eine Forderung nach Geld, sowie es die Kreditschuld selbst ebenso ist. Schulden sind schlecht, aber Zinsen sind nun gut? Die Schizophrenie der Menschen ist unschlagbar. Schulden muß es geben, weil es Geld gibt und die Schulden müssen steigen, weil die Zinsforderungen in der Vergangenheit getilgt werden müssen, was immer nur temporär getan werden kann, solange man die Regeln der Geldschöpfung selbst nicht ändert. Dieses Geldsystem ist eine auf dem Kopf stehende Pyramide, sodaß die Spitze auf dem Boden steht und die ganze Pyramide permanent schwankt. Die Ökonomen betrachten dabei aber nur das obere Ende der Pyramide und fragen sich, warum die Pyramide immer kurz vor dem Kippen ist und schauen sich dabei nie das Fundament dieser Struktur an. Das Fundament der Struktur wird kollektiv ausgeblendet, was die Bewusstlosigkeit der Menschen erst erzeugt, wie Dutschke es mal sagte.

  3. #3
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    US-Notenbank erhöhte heute am 19.12.2018 den US-Zinssatz um ein Viertelpunkt

    Donald Trump hatte eindringlich davor gewarnt, doch die US-Notenbank demonstriert ihre Unabhängigkeit vom Präsidenten: Sie erhöht vor dem Hintergrund der boomenden Wirtschaft den Leitzins bereits zum vierten Mal in diesem Jahr.

    Trotz harscher Kritik aus dem Weißen Haus schraubt die US-Notenbank Fed den Leitzins weiter in die Höhe und will 2019 nachlegen. Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld steigt um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent, wie die Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell mitteilten.

    Es ist angesichts der boomenden Wirtschaft bereits der vierte Schritt nach oben in diesem Jahr.

    Kurz vor Beginn der Zinssitzung hatte US-Präsident Donald Trump erneut versucht, die unabhängigen Währungshüter unter Druck zu setzen. Per Twitter warnte er die Fed davor, die an den Finanzmärkten erwartete Zinsanhebung zu beschließen. Die Notenbanker dürften keinen "weiteren Fehler" machen.

    https://www.n-tv.de/wirtschaft/US-No...e20781664.html


    Zinsen: Stehen wir vor einem Wendepunkt?:

    https://youtu.be/4louogcarpY


    Nur die Illusion:

    https://youtu.be/VRrB_IxNbjo
    Geändert von Luis (20.12.2018 um 00:20 Uhr)

  4. #4
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    Fed-Chef Powell wird rausgeschmissen...Trump gefällt mir immer besser !

    Agentur: Trump diskutierte Ablösung von Fed-Chef Powell...

    US-Präsident Donald Trump hat einem Medienbericht zufolge eine Ablösung von Notenbank-Chef Jerome Powell diskutiert. Trumps Enttäuschung über Powell sei nach der Zinserhöhnung am Mittwoch und den Monaten mit Kursverlusten an der Börse stärker geworden, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf vier mit dem Vorgang vertraute Personen heute.

    https://orf.at/#/stories/3105236/

    Ergo: Fed-Chef Powell trägt Schuld für Billionen Börsen Verluste - der Mann ist eine FED-Fehlbesetzung.


    Fehlbesetzung: Jeder dritte Chef taugt nichts:

    https://www.wiwo.de/erfolg/managemen.../19923882.html


    Zinspolitik der Fed erhöht die Crash-Gefahr:

    https://www.wiwo.de/finanzen/boerse/.../23791116.html


    Trump denkt über Rauswurf von Fed-Chef Powell nach:

    https://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-15954975.html

  5. #5
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    Trump kritisiert US-Notenbank erneut und rät zum Aktienkauf

    US-Präsident Donald Trump hat seine Kritik an der Zinspolitik der Notenbank Federal Reserve bekräftigt. Er sieht auch eine Chance, Aktien amerikanischer Unternehmen zu kaufen.

    "Die heben den Leitzins zu schnell an, weil sie glauben, dass die Wirtschaft so gut ist" sagte er am Dienstag vor Reportern in Washington. Er glaube aber, die Notenbanker würden das bald verstehen.

    "Wir haben Unternehmen, die grössten in der Welt, und die machen ihre Sache wirklich gut", sagte Trump weiter. "Ich glaube, es ist eine unglaublich Chance, jetzt zu kaufen", erklärte er mit Blick auf fallende Aktienkurse. Die Preise US-Aktien sind in den vergangenen Wochen stark gefallen aus Sorge über eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums. Trump macht jedoch die Fed verantwortlich für die Kursverluste.

    Bereits am Montag hatte Trump per Tweet die Notenbank attackiert: "Das einzige Problem, das unsere Wirtschaft hat, ist die Fed." Die Unruhe an den Börsen und im politischen Washington wird auch durch die Eskalation im Etatstreit zwischen Trump und den oppositionellen Demokraten geschürt.

    Hier zeigte sich der US-Präsident auch am Dienstag unnachgiebig. Die Haushaltssperre, die zahlreiche Ministerien und Behörden lahmlegt, werde so lange dauern, bis die Mittel für eine Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko bewilligt würden, erklärte Trump.

    Der Bau der Mauer ist eines der Wahlversprechen Trumps. Damit soll aus seiner Sicht die illegale Einwanderung und der Drogenschmuggel verhindert werden.

    (Reuters)

    https://www.cash.ch/news/politik/pra...enkauf-1255584

  6. #6

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    Auch wenn Trump mit Twitter für ein schmunzeln ab und zu sorgt, macht er in manchen Dingen seine Sache schon gut.
    Klar lässt sich darüber streiten oder diskutieren. Aber er hat seine Meinung und die vertritt er auch. Ich meine sogar es ist der erste der schon "reich" bei Amtsantritt ist und Trump mit Geld nicht zu locken ist.

  7. #7
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    US-Notenbank Fed: Jetzt völlig unglaubwürdig? Unabhängigkeit? = Ein Lüge!

    Die Fed und andere Notenbanken haben QE mit dem Versprechen begonnen, dass es nur ein vorübergehendes Instrument sein würde. Seit letzter Woche dürfen wir daran Zweifel haben.

    Einige werden nach den jüngsten Äußerungen der US-Notenbank sagen: Ich habe es doch immer gewusst. Die Notenbank scheint nicht in der Lage zu sein, QE wieder rückgängig zu machen. Der Markt hat sich zu sehr an die Liquiditätsschwemme gewöhnt. Jetzt geht es nicht mehr ohne.

    Persönlich bin ich da nicht so pessimistisch. QE wird niemals komplett rückgängig gemacht werden. Das ist allerdings schon immer klar gewesen. Die Notenbank selbst hat noch vor Ende von QE angedeutet, dass sie langfristig eine größere Bilanzsumme für sinnvoll hält.

    Inzwischen wurde die Bilanz um 400 Mrd. verkleinert (Grafik 1). Diese Reduktion fand in den letzten 12 Monaten statt. Ihr werden auch die Turbulenzen Ende 2018 zugeschrieben, ebenso wie die jüngste Rally. Immerhin ist die Fed ja ganz schön eingeknickt. Im Dezember hieß es noch, die Bilanzreduktion sei auf Autopilot. Das gilt nun nicht mehr.

    Das hat mehrere Analysten dazu veranlasst, das Ende der Glaubwürdigkeit der Notenbank heraufzubeschwören. Die Notenbank sei vor dem Markt eingeknickt und nun ganz offiziell erpressbar. Von Unabhängigkeit kann da keine Rede sein.

    Persönlich sehe ich das etwas anders. Die Bilanzsummenreduktion ist erst seit Dezember auf Autopilot. Vorher galt, was noch Janet Yellen gesagt hat. Sie kündigte die Reduktion weniger einseitig an. Die Bilanz sollte reduziert werden. Im Ernstfall könne man darüber aber reden. Erst durch Powells unbedachter Äußerung im Dezember wurde aus dieser Flexibilität eine Starrheit.

    Nun rudert die Fed zu dem zurück, was unter Yellen schon galt. Viel Neues gibt es also nicht. Die Notenbank hat zudem genau das getan, was sie schon immer getan hat. Sie reagierte auf das neue Umfeld. Der Aktienmarkt ist ja nicht einfach nur so aus Spaß gefallen. Er fiel, weil sich die Wirtschaftsdaten eintrübten. Als Maßstab dafür kann man den Einkaufsmanagerindex verwenden.

    In der Vergangenheit änderte sich der Leitzins mit der Wirtschaftsstimmung (Grafik 2). Zwischen 2009 und 2014 galt das nicht, da der Leitzins bei 0-0,25 % belassen wurde. Ab 2017 stieg der Leitzins merklich. Gleichzeitig hellte sich auch die Stimmung auf.

    Die Stimmung ist Ende 2018 eingebrochen. Entsprechend wäre es vollkommen gegen jegliche Vernunft, an den Zinserhöhungen dogmatisch festzuhalten. Die Notenbank hat auf die Daten reagiert. Sie tut genau das, was sie angekündigt hat.

    Das ändert nichts daran, dass jetzt der Eindruck entsteht, die Bilanzreduktion sei abgeblasen. Das ist nicht der Fall. Die Notenbank hat erklärt, sie werde die Reduktion flexibel handhaben. Nachdem sich der Markt beruhigt hat, wird sie aber wie gehabt einfach fortfahren. Am Ende geht die Fed vor wie angekündigt. Der einzige Unterschied ist die Kommunikation. Ich gehe daher davon aus, dass die Fed ihre Bilanz auf 3-3,5 Billionen reduzieren wird. Damit ist die Büchse der Pandora wieder geschlossen.

    Clemens Schmale

    https://www.godmode-trader.de/artike...uerdig,6858123

  8. #8
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    Mit Negativzinsen wird das Vertrauen ins Geldsystem zerstört

    Der Internationale Währungsfonds zeigt, wie Zentralbanken Minuszinsen durchsetzen können. Bargeld würde dabei an Wert verlieren. Ökonomen sind entsetzt. Carla Neuhaus

    Stellen Sie sich vor, Sie gehen in den Supermarkt und an den Regalen prangen für jedes Produkt gleich zwei Preise: Einer gilt für die Kunden, die an der Kasse mit Karte zahlen; der andere für alle, die den Betrag mit Scheinen und Münzen begleichen. Eine Zwei- Klassen-Gesellschaft also, in der Bargeld und elektronisches Geld nicht mehr denselben Wert haben. Das klingt verrückt, nahezu unvorstellbar – ist aber ein ernst gemeinter Vorschlag, den die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) jetzt machen.

    Die Not muss groß sein, wenn renommierte Ökonomen sich so etwas ausdenken und dafür aktiv werben. So steht dahinter auch ein ernsthaftes Problem. Es geht um die Frage, wie Zentralbanken auf einen neuen Wirtschaftsabschwung – eine Rezession – reagieren können. Denn nach heutigem Stand ist ihr Spielraum stark begrenzt. Fast alle Zentralbanken der großen Wirtschaftsnationen haben in Folge der Finanzkrise ihre Leitzinsen drastisch gesenkt. Dadurch haben sie Kredite günstiger gemacht und Firmen dazu animiert, mehr zu investieren. Das hat den Abschwung gebremst.

    Die Zentralbanken haben kaum noch Spielraum

    Bis heute tun sich die Zentralbanker schwer damit, die Zinsen wieder anzuheben. Im Euro-Raum liegt der Leitzins weiterhin bei null Prozent und mit einem ersten leichten Anstieg rechnen Beobachter frühestens im kommenden Jahr. Die USA sind etwas weiter und haben ihren Leitzins auf 2,5 Prozent angehoben. Aber auch das ist zu wenig, um einer Wirtschaftskrise etwas entgegen zu setzen. Um eine Rezession abzufedern, braucht man historisch gesehen schon eine Zinssenkung von drei bis sechs Prozentpunkten, rechnet der IWF vor.

    Entsprechend groß sind die Sorgen der Ökonomen. Was tun, wenn die Weltwirtschaft sich abschwächt? Die Antwort, die der IWF darauf gibt, lautet: Minuszinsen. Die Zentralbanken sollen ihre Leitzinsen im Zweifel deutlich unter null Prozent senken – mit entsprechenden Folgen. Denn ein Minuszins heißt: Wer Geld auf dem Konto parkt, muss dafür zahlen, statt von der Bank mit einem Zins fürs Sparen belohnt zu werden. In einem gewissen Rahmen gibt es Minuszinsen schon heute. Die Banken selbst müssen bereits Strafzinsen zahlen, wenn sie Spareinlagen bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken. Deshalb sind die Gebühren fürs Girokonto gestiegen. Wer darauf besonders hohe Summen ansammelt, zahlt auch schon jetzt Strafzinsen.

    https://www.tagesspiegel.de/wirtscha.../23978808.html

    Ergo: Mit Negativzinsen wird das Vertrauen ins Geldsystem zerstört - dann haben alle Währungen - ausgedient.

    Ach ja, Trump: Bekomme fast 23 Milliarden Dollar - vom Deutschen Sparer - der IWF wird die Kohle direkt aus Deutschland abholen.

    https://www.n-tv.de/politik/Trump-Be...e20854893.html


    EZB plant Albtraum deutscher Sparer: Jetzt soll es an das Geld der Deutschen Sparer gehen.:

    Jetzt geht es ans Eingemachte - die Vergemeinschaftung der Einlagensicherung in Europa. Die Eurozone verwandelt sich immer mehr zur Transferunion. Die Umverteilung innerhalb Europas nimmt tagtäglich zu und - sollte EDIS (European Deposit Insurance System) Realität werden, wovon wir stark ausgehen - wird sie massiv zunehmen.

    Die Target2-Verbindlichkeiten gegenüber der Bundesbank haben die 900-Milliarden-Euro-Grenze bereits gerissen. Die Staaten Südeuropas finanzieren über Target2 ihre Leistungsbilanzdefizite, ohne dass sich die Länder Nordeuropas - allen voran Deutschland - dagegen wehren können. Die 900 Milliarden werden wir nie wieder sehen und können sie der deutschen Staatsverschuldung in Höhe von 2 Billionen hinzuaddieren.

    Jetzt sollen deutsche Banken und schlussendlich der deutsche Sparer für die maroden Banken in der Eurozone haften. Volks- und Raiffeisenbanken und Sparkassen laufen berechtigterweise Sturm, denn sie wissen was ihnen und uns blühen wird.

    Jetzt soll es an das Geld der Deutschen Sparer gehen. EZB-Chef Mario Draghi plant, den größten Jackpot in der Eurozone anzubohren - den deutschen Sparer und die deutschen Geldinstitute - allen voran Volksbanken und Sparkassen. EDIS heißt das Zauberwort. Dahinter verbirgt sich ein Einlagensicherungssystem für die gesamte Eurozone, das die nationalen Einlagensicherungssysteme ablösen soll.

    Einlagensicherungssysteme werden mit den Beiträgen von Banken finanziert. Sie garantieren im Fall einer Insolvenz einer Bank die Einlagen der Kunden und sollen einen Bankrun (Schaltersturm) verhindern. Draghi plant also ein System einzurichten, das EU-weit bei einer Bankenkrise - welche in Anbetracht der maroden Banken Südeuropas mit Sicherheit kommen wird - das Geld der Sparer zu schützen. Was geschieht jedoch, wenn die Mittel erschöpft sind?

    Ferner ist zu beachten, dass bis 2024 nationale Bankenverbände in der Eurozone ihre Fonds zur Einlagensicherung füllen müssen. Doch von den verlangten Werten sind die meisten Länder weit entfernt - auch die der größten Volkswirtschaft Deutschland. Obwohl seit 2014 europaweit gesetzlich vorgeschrieben ist, dass Banken alle Spareinlagen ihrer Kunden bis 100.000 Euro zu 0,8 Prozent durch eigene Mittel absichern müssen.

    In der Bundesregierung und bei deutschen Banken stößt EDIS auf große Skepsis. Warum? Es ist davon auszugehen, dass deutsche Geldhäuser in Haftung genommen werden, wenn Institute in anderen Mitgliedsländern in Schieflage geraten oder besser gesagt kurz vor der Pleite stehen. Bei Lichte betrachtet haben heute bereits zahlreiche Banken in Südeuropa enorme Probleme und stehen de facto kurz vor der Insolvenz. Ohne die massive Intervention der EZB in Form von Anleiheaufkäufen durch das Aufkaufprogramms PPP wäre bei eben diesen Banken in Südeuropa bereits längst das Licht ausgegangen.

    https://www.heise.de/tp/features/EDI...r-4085017.html

    https://www.google.com/search?client...schen+Sparer+-

    Prof. Joachim Starbatty - Die Enteignung der deutschen Sparer hat begonnen

    https://youtu.be/Y1yZgLi2aqo

    Was wird aus dem Euro?

    Zur angeblichen Rettung des Euros rannten die Politiker von Konferenz zu Konferenz und schnürten zahlreiche Hilfspakete. Dabei ist nur eines geschehen – die Interventionsspirale wurde weiter und weiter gedreht. Mit liberaler Wirtschaftspolitik hat das schon lange nichts mehr zu tun. Am Beispiel des Euros lassen sich die verhängnisvollen Auswirkungen dieses Szenarios beobachten.

    INHALT UND SPRUNGMARKEN:

    01:01 Mietpreisbremse nutzlos
    02:37 Die Währungsreform 1949 und die Einführung des Euros - Schlacht im Parlament
    04:15 Die Macht der freien Preise - der Nachteil ohne Wechselkurse
    06:20 alternative Währungen
    08:20 Der Wert des Geldes - die Entmachtung der Schwarzmärkte
    09:40 Der freie Mensch und der Aufschwung
    11:11 Die Bundesbank wurde nicht angreifbar - wie eine Leitwährung entsteht
    15:15 Der Einfluss der Bundesbank
    17:00 Vertrauen in die Notenbank oder die Politiker? - Die Entwicklung
    23:20 Hartz 4 die Lösung?
    24:00 An wem orientiert sich Deutschland?
    25:00 Mit Nullzins und Negativzins spielt die Wirtschaft verrückt
    31:00 Frau Merkel - unterschreiben Sie oder alles bricht zusammen!
    32:00 Der Währungssozialismus der heutigen Zeit und die Währungsunion- was heißt das?
    37:00 Rette sich, wer kann …
    39:00 Draghis Rede aus 2012 -Die Aufwertung der faulen Kredite der Banken und die Explosion der Aktienkurse
    43:00 Jenseits der Mandate der Europäischen Zentralbank
    51:30 Die Enteignung der deutschen Sparer
    56:30 Das Risiko ist zu groß - die Rückversicherungsnotwendigkeit
    59:35 Aussichten - Was machen wir jetzt?
    1:17:40 interessante Zuschauerfragen und die Antworten

    Prof. Joachim Starbatty ist überzeugt, die Abschaffung des Währungswettbewerbs in der Eurozone enteignet Sparer, und das Einkommen wird von unten nach oben umverteilt.

    https://www.youtube.com/watch?v=Y1yZgLi2aqo

  9. #9
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    US-Notenbankerin bringt Leitzinssenkung ins Spiel

    Bei der US-Notenbank deutet sich ein Kurswechsel in der Zinspolitik an. Angesichts der Schwächeanzeichen für die Konjunktur könnte erstmals seit einem Jahr wieder eine Senkung der Leitzinsen ins Haus stehen.

    Freitag, 08.03.2019 11:21 Uhr

    Wenige Tage vor der nächsten Sitzung denken Fachleute aus der Federal Reserve Bank über eine behutsamere Gangart nach. "Der beste Weg, um die Fortschritte auf dem Arbeitsmarkt und bei der Inflation zu sichern, ist ein vorsichtiges Navigieren bei den Zinsen", sagte die einflussreiche Währungshüterin Lael Brainard am Donnerstag in einer Rede an der US-Universität Princeton. Zwar habe sich die Prognose der Wirtschaftsentwicklung grundsätzlich nicht geändert. Jedoch hätten Konjunkturrisiken zugenommen, während sich zugleich ein Rückgang der Ausgaben von Unternehmen und Verbrauchern abzeichne. Die Fed kommt am 19. und 20. März zu ihrer nächsten Zinssitzung zusammen.

    Nach vier Zinserhöhungen 2018 hatte die Notenbank Anfang dieses Jahres angesichts unsicherer Konjunkturaussichten eine Zinspause signalisiert und den geldpolitischen Schlüsselsatz in einer Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent belassen. An den Märkten wird in nächster Zeit kaum mit einer Zinserhöhung gerechnet, eher sogar noch mit einer Zinssenkung. Brainards Äußerungen gehören nun zu den ersten von Fed-Vertretern, die - wenn auch nur vage - die Aufmerksamkeit auf diese Möglichkeit lenken.

    In Frankfurt kündigte die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag an, dass sie ihre rekordtiefen Leitzinsen noch bis mindestens zum Jahresende nicht erhöhen wolle. Bislang hatte sie dies nur bis über den Sommer hinweg in Aussicht gestellt. EZB-Chef Mario Draghi zeichnete ein pessimistischeres Bild der Konjunktur.

    mik/Reuters

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...a-1256829.html


    Ergo: Dann geht Gold durch die Decke und Trump wird´s freuen wenn der US-Zins gesenkt wird.

    https://www.google.com/search?client...s+gesenkt+wird.

  10. #10
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    China senkt die Steuern!

    Peking setzt gegen die USA eine „tödliche“ amerikanische Waffe ein – Steuersenkungen für Unternehmen. Die Mehrwertsteuer soll von 16 auf 13 Prozent gesenkt werden, und in Bereichen wie Verkehrs- und Bauwesen wird die Senkung sogar neun Prozent ausmachen.

    Warum sind Steuern im Grunde eine gefährliche Waffe – auch im Wirtschaftskrieg mit Amerika? Eben weil den Krieg derjenige gewinnen wird, der genug Ressourcen hat. Natürlich sind jegliche Importbeschränkungen auch für das Land negativ, das sie verhängt hat. Aber entscheidend ist, wer ausreichend Reserven besitzt, um das zu verkraften, ohne dass seine Wirtschaft zusammenbricht.

    Steuersenkungen und viele andere Maßnahmen haben die Entwicklung des Mittelstands angekurbelt, zum Rückgang der Arbeitslosigkeit, zur Erhöhung von Löhnen und Gehältern geführt und damit auch die Kaufkraft der Bevölkerung angespornt. Tiefsitzende Probleme wie hoffnungslose Staatsschulden konnten dadurch natürlich nicht gelöst werden, aber vorerst haben die USA ihren „Sicherheitspuffer“ (unter anderem für den Fall der Handelskriege) ausgebaut. Und China greift jetzt auf denselben „Steuertrick“ zurück – und baut seine „Muckis“ auf.

    https://de.sputniknews.com/kommentar...delskrieg-usa/

    Ergo: Sollte Deutschland Staatsführung die Steuern nicht senken wird China Deutschland wirtschaftlich versenken.

    https://www.google.com/search?client...lich+versenken.

  11. #11
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    Ist die Zinskurve in Amerika ein Warnsignal?

    In den Vereinigten Staaten hat die Zinskurve - anders als in Europa - derzeit nicht mehr den normalen Verlauf. Die Notenbank Federal Reserve hat den Leitzins schrittweise auf 2,25 bis 2,5 Prozent erhöht und damit kurzfristige Kredite deutlich verteuert. Die längerfristigen Zinsen sind aber nicht im gleichen Maße gestiegen, sondern sogar gefallen. Der Zins für amerikanische Staatsanleihen mit fünf Jahren Laufzeit liegt unter dem für zwei Jahre. Der Zins für zehn Jahre liegt nur noch knapp darüber.

    Die Zinskurve ist damit flach, in Teilen sogar invers. Dieser Verlauf gilt als sicherstes Warnzeichen für eine

    >>>>>>Rezession.<<<<<<<

    Fallende Zinsen für lange Laufzeiten zeigen ein hohes Bedürfnis der Anleger nach Sicherheit - sie kaufen solche Staatsanleihen, was deren Kurs steigen und die Rendite fallen lässt.

    Liegt sie sogar unter den kurzfristigen Renditen, ist das ein klares Zeichen, dass den Marktteilnehmern die kurzfristigen Zinsen zu hoch sind und die Notenbank mithin eine falsche Geldpolitik auf Basis eines zu großen Konjunkturoptimismus macht.

    In einem solchen Szenario ist meist "Vorsicht am Aktienmarkt" angesagt.

    https://www.faz.net/aktuell/finanzen...-16101441.html

  12. #12
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    „Anzeichen von Panik“ bei der Fed? Videoausblick

    Alle US-Staatsanleihen bis zu einer Laufzeit von sieben Jahren sind inzwischen invertiert, sprich die Bondmärkte erwarten eine Rezession..

    https://youtu.be/s7QlMiJhdw8

    FinanzmarktWelt.de - Am 20.03.2019 veröffentlicht

    Die Fed zeigt „Anzeichen von Panik“, so gestern in einer ersten Reaktion auf die Aussagen der US-Notenbank der Chefvolkswirt der Targo-Bank, Otmar Lang. Das war ja auch die volle „dovishe Breitseite“: keine Zinsanhebung mehr in 2019, dazu ab Mai das Herunterfahren der Bilanzreduzierung. Vor allem die Devisenmärkte (Abverkauf des Dollar) und Anleihemärkte gerieten daraufhin in Aufruhr, alle US-Staatsanleihen bis zu einer Laufzeit von sieben Jahren sind inzwischen invertiert, sprich die Bondmärkte erwarten eine Rezession! Die Aktienmärkte freuten sich nur kurz – jetzt steht die drängende Frage im Raum: was weiß die Fed, was wir nicht wissen? Nun werden vor allem die US-Konjunkturdaten mit Argusaugen beobachtet..

    https://finanzmarktwelt.de/anzeichen...sblick-120915/



    Artikel 13 Demo BERLIN 23. März 2019 Rede von Christian Solmecke:

    https://youtu.be/Ee5K73WIBG8

    Hallo zusammen! Heute fanden die europaweiten Demonstrationen gegen die neue Urheberrechtsreform #Artikel13 statt. Hier zeigen wir die Rede Christian Solmecke vom Kanal #WBSSolmecke, der schon seit letztem Jahr mit Aufkommen der Problematik rund um die Urheberrechtsreform einen vorbildlichen Beitrag leistete. Hier nun die Rede am Brandenburger Tor aus Berlin. #saveyourinternet !

  13. #13
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    „Zinserhöhung war falsch“ : Trump greift amerikanische Notenbank an

    Hätte die Fed nicht die Zinsen angehoben, ginge es der Wirtschaft und den Börsen besser, twittert der amerikanische Präsident. Muss Chef Powell um seinen Posten bangen?

    Der Präsident der Vereinigten Staaten Donald Trump hat die amerikanische Notenbank Fed erneut heftig angegriffen. Die Erhöhung der Zinsen sei ein Fehler gewesen, schrieb der Republikaner am Freitag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Zudem beschuldigte Trump die Notenbank, mit dem Zinsschritt der heimischen Konjunktur und den Aktienmärkten geschadet zu haben. Hätte die Fed nicht fälschlicherweise die Zinsen angehoben, wären die Wirtschaftsleistung höher ausgefallen und die globalen Börsen in einer viel besseren Verfassung.

    Trump selbst hatte Fed-Chef Jerome Powell vor gut einem Jahr für den Chefposten bei der Zentralbank nominiert. Der amerikanische Präsident hat die Fed in den letzten Monaten heftig kritisiert. Wegen ihrer strafferen Geldpolitik hatte er die Fed für „verrückt“ erklärt und als „lächerlich“ bezeichnet.

    Zuvor hatte der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses eine Zinssenkung gefordert. Die Notenbank solle den Schlüsselzins sofort um einen halben Prozentpunkt herunterschrauben, sagte Larry Kudlow am Freitag dem Sender CNBC. Er stimme Trump in dieser Hinsicht zu. Die Regierung unter Trump habe jedoch keine Pläne, Powell loszuwerden.

    Zuletzt hat die Notenbank allerdings mit Blick auf die unsicheren Konjunkturaussichten eine längere Zinspause signalisiert, nachdem sie den geldpolitischen Schlüsselsatz im vorigen Jahr vier Mal erhöht hatte. Er liegt in einer Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent. Keiner der Währungshüter hat Bereitschaft signalisiert, die Zinsen jetzt schon wieder zu senken.

    https://www.faz.net/aktuell/finanzen...-16115975.html

  14. #14
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    Trump schlägt Federal Reserve Zinssenkung vor...

    US-Präsident Donald Trump hat der US-Notenbank Federal Reserve eine Zinssenkung vorgeschlagen. „Persönlich glaube ich, die Fed sollte die Zinsen senken“, sagte Trump heute vor seinem Abflug nach Kalifornien in Washington. „Sie haben uns wirklich gebremst“, fügte er mit Blick auf die zurückliegenden Zinsanhebungen der US-Notenbank hinzu.

    https://orf.at/#/stories/3117771/

  15. #15
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    Trump greift Fed erneut an

    US-Präsident Donald Trump legt bei seiner scharfen Kritik an der Notenbank Fed nach.

    „Wenn die Fed ihren Job ordentlich gemacht hätte, was sie nicht getan hat, wären die Börsen 5.000 bis 10.000 zusätzlich Punkte oben und das BIP (Bruttoinlandsprodukt) würde bei deutlich über vier Prozent stehen als bei drei Prozent … und es gäbe fast keine Inflation“, sagte er heute.

    Statt ihr Anleihekaufprogramm zurückzufahren, hätte die Notenbank das genaue Gegenteil machen sollen.

    https://orf.at/#/stories/3118808/

  16. #16
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    Trump im Dauerkonflikt mit der US-Notenbank

    Trump startet die nächste Attacke auf die Fed

    Donald Trump legt nach im Machtspiel mit der Notenbank Fed. Jetzt behauptet er, die Notenbank würde die Börsen und das Wirtschaftswachstum bremsen.

    Die von Jerome Powell geleitete Notenbank kündigte an, auf die für das Jahr 2019 ursprünglich geplanten zwei Erhöhungen ihres Leitzinses aus heutiger Sicht zu verzichten.

    Zudem wird die Fed ihre Reduzierung der Bilanzsumme durch den Abbau von Anleihebeständen nur noch bis zum Herbst fortsetzen.

    Trump: „Wenn die Fed ihre Arbeit richtig gemacht hätte, was sie nicht getan hat, wäre der Aktienmarkt um zusätzliche 5000 bis 10.000 Punkte gestiegen.“

    Trump wandte sich dieses Mal vor allem gegen die Reduzierung der Bilanzsumme der Fed seit dem Herbst 2017. Die Bilanzsumme ist von 4,5 Billionen Dollar in der Spitze auf zuletzt 3,9 Billionen Dollar gesunken, indem die Fed fällig werdende Anleihen nicht länger durch neue Anleihen ersetzte.

    https://www.faz.net/aktuell/finanzen...-16142488.html

    Ergo: Ewiges Wachstum - ein Irrtum?

    https://youtu.be/H3ea8DIpMEc

    https://youtu.be/W3hBpqkxS4k


    Trump erklärt der US-Notenbank (der wichtigsten Institution der Weltwirtschaft) den Krieg

    Permanente Twitter-Attacken auf den Fed-Präsidenten, Speichellecker in den Aufsichtsrat: Trump schiesst aus vollen Rohren auf die Notenbank.

    https://www.watson.ch/wirtschaft/ana...bank-den-krieg

  17. #17
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    Zinserhöhungen sind vom Tisch

    In den USA werden jetzt sogar Senkungen diskutiert. Außerdem sprechen immer mehr Indikatoren für eine Rezession. Ist die nächste Finanzkrise programmiert? Gut für Gold?

    https://www.ariva.de/chart/images/ch...~Uyear~W0~z620

    von Sascha Opel

    Die FED wird dem Druck der Märkte sehr wahrscheinlich nachgeben. Dies kann man aus den Bemerkungen von FED-Chef Powell gestern „herauslesen“.

    Schon vor der gestrigen Rede hatten die Marktteilnehmer praktisch zwei Zinssenkungen der Fed in diesem Jahr eingepreist. Die Frage wird sein, ob man bereits im Juli liefert, oder ob der Druck bis dahin in Form von fallenden Renditen und/oder Aktienkursen nochmals aufgebaut werden muss. Die starke Reaktion von DOW, NASDAQ und S&P, die allesamt deutlich über 2% nach oben sprangen, zeigt eindeutig, wie abhängig der Markt von billigem Geld ist.

    Es scheint nicht nur so, sondern steht fest: Das globale Finanzsystem ist ohne dauerhaft niedrige Zinsen nicht mehr überlebensfähig.

    Marktbereinigungen scheinen nicht mehr geduldet zu werden. Stattdessen werden überschuldete Zombiebanken und Firmen in allen Bereichen am Leben erhalten und zusätzlich neu geschaffen.

    Der billige Zins (bzw. Nullzins) hält den Laden zusammen. Eine Gesellschaft, die eigentlich pleite ist und vom Markt verschwinden müsste, kann durch einen Nullzins künstlich länger am Leben gehalten werden. Bereits vor vielen Jahren betrachteten wir den Nullzins mit einer Droge. Sobald diese Droge Zins zu teuer wird, laufen die Junkies nervös Amok.

    Eine lockerere FED-Geldpolitik könnte den USD etwas belasten und Gold und andere Rohstoffe beflügeln.

    Obwohl die Goldminen in den Tagen zuvor stark waren, haben diese gestern mit steigenden Aktienmärkten nicht nachgegeben. Eine nach wie vor nach oben ziehende Inflation bei gleichzeitig fallenden Zinsen wäre das ideale negative Realzinsumfeld in dem Gold gedeihen kann.

    In einem Umfeld höherer Inflationsraten sind Goldminen neben Basiskonsumgütern oder auch Pharmawerten meist erste Wahl. Logisch: notwendige Artikel des täglichen Lebens (Basiskonsumgüter) muss man weiterhin kaufen. Dagegen werden teurere Ausgaben (neues Auto, iPhone etc.) nach hinten geschoben.

    Man braucht nur die Aktienkurse von Nestle, McDonalds, Unilever, Coca Cola, Pepsi oder Procter&Gamble betrachten, die fast ausnahmslos bereits nahe Allzeithoch notieren. Dorthin floss das Geld auch in der letzten Krise.

    Den allergrößten Hebel würden aber Goldminen und Junior Explorer bieten, die noch nahe ihrer Tiefs notieren, gerade Bodenbildungen oder frische Aufwärtstrends ausbilden. Es fehlt der letzte Zündfunke und dieser Sektor hebt ab und kann dreistellige Renditen liefern!

    Selbst wenn man Gold und Goldminen als Anlageklasse verdammt - jetzt ist die Zeit, sich für den kommenden Zyklus, der Gold nach dem noch zu leistenden Break über 1360/1380 USD auch in Richtung Allzeithoch bei 1921 USD führen kann, fit zu machen!

    Einzelaktien: Continental Gold (Kanada CNL, 2,72 CAD +6,2%) bohrte 31 Meter mit unglaublichen 25,11 Gramm je Tonne Gold. Die Aktie bleibt ein klarer Kauf und Übernahmekandidat in diesem kommenden Zyklus.

    Premier Gold Mines (Kanada PG) hat nach dem starken Move der Vortage auf 2 CAD intraday auf 1,90 CAD korrigiert, um dann beinahe unverändert aus dem Markt zu gehen. Auch hier wird also in der Schwäche gekauft und ein neuer Trend könnte sich mit dem Break über die 2,05 CAD massiv beschleunigen! Ähnlich verhielten sich gestern viele Gold- und Silberwerte, welche nach dem steilen Anstieg der Vortage zunächst konsolidierten.

    Sollte nur ein Bruchteil des institutionellen Geldes den Goldmarkt wiederentdecken, werden diese Aktien ihre Hebelwirkung nach oben voll entfalten und die jüngsten Anstiege waren nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns erwarten könnte.

    rohstoffraketen.de

    Infos zum MMnews-Wikifolio: Goldaktien pur


    Friedrich & Weik: Gold ist die Lebensversicherung für Ihr Vermögen

    Gold ist die Lebensversicherung für Ihr Vermögen!

    https://youtu.be/_0mCiBShxaQ

    https://www.youtube.com/watch?time_c...&v=_0mCiBShxaQ

  18. #18
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    Trump verschärft Angriffe auf US-Notenbank: "Sie haben keine Ahnung"!

    Versteht Donald Trump mehr von Geldpolitik als die Fed? Der US-Präsident scheint dieser Ansicht zu sein und attackiert die US-Notenbank noch harscher als bislang. Auslöser seines Zorns: ein Artikel über Touristenströme in Europa.

    Dienstag, 11.06.2019 - 16:06 Uhr

    US-Präsident Donald Trump hat die Geldpolitik der US-Notenbank Fed gut eine Woche vor deren nächster Sitzung erneut scharf kritisiert und zu einer Zinssenkung gedrängt. "Sie haben keine Ahnung", schrieb Trump am Dienstag auf Twitter. Der US-Leitzins sei "viel zu hoch", hinzu komme die "lächerliche" quantitative Straffung - also die bis Herbst laufende Reduzierung der Notenbankbilanz

    Auslöser für Trumps Kritik war ein Artikel der Nachrichtenagentur Bloomberg. Er behandelt die große Zahl an Touristen in vielen europäischen Metropolen, die den Städten zunehmend Probleme bereitet. Als Gründe werden in dem Artikel etwa die Verbreitung privater Vermietungen von Ferienwohnungen über Plattformen wie Airbnb genannt.

    Trump dagegen führt den Touristenansturm auf Europa auf den starken Dollar zurück: "Dies liegt daran, dass der Euro und andere Währungen gegenüber dem Dollar abgewertet werden, was die USA stark benachteiligt." Schuld an dem starken Dollar sei die Geldpolitik der US-Notenbank. Der frühere Immobilientycoon sieht den Euro und andere Währungen gegenüber dem Dollar als unterbewertet an.

    Angesichts der zunehmenden Spannungen in den Handelsstreitigkeiten der USA hatten Fed-Spitzenvertreter zuletzt Bereitschaft signalisiert, die Wirtschaft gegebenenfalls mit einer Zinssenkung zu stärken. Die einflussreiche Fed-Direktorin Lael Brainard sagte dem Netzportal "Yahoo Finance" jüngst, die Währungshüter seien darauf vorbereitet, die Geldpolitik bei Bedarf zur Stützung des Wachstums anzupassen. Auch wenn die Wirtschaft rund laufe, gingen von der Handelspolitik Risiken für die Konjunktur aus.

    Der US-Leitzins liegt derzeit in einer Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent. Die Fed hatte ihn 2018 wegen der brummenden Wirtschaft mehrfach angehoben. An den Märkten wird allerdings damit gerechnet, dass sich dies innerhalb des nächsten halben Jahres ändern wird und die Zinsen sinken werden. Für die anstehende Sitzung am 19. Juni gilt eine Senkung jedoch als wenig wahrscheinlich.

    dab/dpa/Reuters

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/so...a-1271872.html

    Ergo: Die Zinsen werden wieder reduziert.

    Trump sorgt durch neue Zollhürden, so, das die US-Wirtschaftsleistung schrumpft, der Zinssatz wird - im Wettlauf - runter reduziert.

    Das wäre die Zins Abwärtsspirale mit Crash Gefahr.

    https://www.google.com/search?client...tlauf+-+reduzi

  19. #19
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    Wehe, wenn die Notenbanken die Kontrolle über die Zinsen verlieren...

    12. Juni 2019

    Weltweit tendieren die Zinsen gegen Null. Was können also die Notenbanken noch tun, wenn es zu einer Rezession kommt? Die Lage dürfte beunruhigend werden. Einzige Rettung: Gold.

    Zinsen für deutsche Schulden: Alles im Minus

    https://i.imgur.com/WPtVaFJ.png

    Quelle: de.investing.com

    von Rolf Ehlhardt

    Es mehren sich die Stimmen, die von einer deutlichen Wachstumsverlangsamung der Weltwirtschaft ausgehen. Die Notenbanken beruhigen: Verlangsamen ja, aber keine Rezession.

    Die FED hatte allerdings auch noch weitere Zinsschritte signalisiert, die EZB Zinserhöhungen ab Herbst prognostiziert. Beides wurde jetzt gestrichen. Volltreffer waren die Aussagen also nicht. WTO und IWF äußern sogar Ängste. Und was sind die Anzeichen für schwierige Kapitalmärkte?

    Alle Nachrichten sind gute Nachrichten. Z.B.: Steigen die Leitzinsen, ist das ein Zeichen für eine starke Wirtschaft. Stagnieren oder fallen die Zinsen, bedeutet dies eine Ankurbelung der Wirtschaft. In beiden Fällen steigen die Aktien. Solange die Kapitalmärkte den Kommentierungen der Notenbanken hörig folgen, sind die Risiken begrenzt. Was aber, wenn nicht? Das neue „Problemkind“ könnte USA heißen.

    Zunächst darf ich feststellen, dass das Wachstum der Weltwirtschaft seit der Finanzkrise durch massive Ausweitung der Schulden und eine Manipulation der Zinsen in Richtung Null erzielt wurde. Durch die niederen Zinsen sind die Kosten für die noch höheren Schulden bezahlbar geblieben. Im Gegenteil: Man konnte die Kredite noch weiter ausbauen, bis die Höhe der Zinskosten von vor 5 Jahren erreicht wurde.

    Fatale Folgen dieser Politik: Die Basisverschuldung steigt, die Konsumenten kaufen „alles“, was sie sich bei normalen Zinsen auf die nächsten 10 Jahren hätten aufteilen müssen. Die Gefahr der „Vorkonsumierung“ ist extrem gestiegen. Wenn die Käufe fast alle getätigt sind, verlieren die niedrigen Zinsen logischer weise ihre Wirkung auf den Konsum und damit auf das Wirtschaftswachstum. Und der Konsument wird für weitere Kredit unwürdig.

    Die USA stellt nun ein besonderes Problem dar. Das BIP ist in hohem Maße vom Konsum abhängig (ca. 70%). Dass eine Vorkonsumierung stattgefunden hat, zeigen die Kredit-Höchststände bei den Autofinanzierungen, den Studentenkrediten und bei den Kreditkartenschulden.

    Nur die Immobilienkredite liegen etwa 5% unter dem Krisenniveau. Anfang April berichtet FED-Boss Powell, dass sich die Privatschulden zum BIP von 100% auf 80% verringert haben. Was er aber verschwiegen hat, ist eine andere Statistik, die besagt, dass sich die Lohnsumme im Verhältnis zum BIP von 51% auf 43% ebenfalls verringert hat. Also ist das BIP stark gestiegen, aber nicht bei den Löhnen angekommen.

    Der nächste Hammer: Leasing zählt in der Statistik nicht zu den Schulden! Man schönt eine Statistik halt so gut man kann. Die Leasingrate beeinträchtigt aber die Fähigkeit zur Bedienung der Kredite kolossal. Sie wird schließlich auch von dem Gehaltskonto abgebucht.

    Mit einem noch stärker zurückgehenden Wachstum könnten die Kreditprobleme der Amis zutage treten. Denn insgesamt haben Staat, Unternehmen und Private ca. 70 Bill. Schulden aufgetürmt. Wer soll diese, plus die Neuschulden finanzieren? Die Chinesen und die Russen sicher nicht.

    Europäer und Schwellenländer können nicht und mit den Saudis legen sich die Amerikaner gerade an, in dem sie das „Nopec“-Gesetz installieren wollen, womit die Absprachen der Opec illegal und damit verklagbar würden. Als „Gegenmaßnahme“ haben die Länder angedroht, den US-Dollar als Ölwährung abzusetzen.

    Es werden dann weniger Dollar benötigt, da auch der Öl Käufer keine Dollar kaufen muss. Eine weitere Drohung ist die kräftige Ausweitung der Ölförderung, was zwar den Preis senken und der Welt Kosten ersparen, aber auch die meisten Fracking-Unternehmen der USA in Bedrängnis bringen würde.

    Die erste Folge wäre ein sich kräftig abschwächender US-Dollar. Die FED müsste die Zinsen anheben, um den Währungsverfall aufzuhalten. Die steigenden Zinsen würden eine wachsende Zahl von Privatschuldnern und schwachbrüstigen Unternehmen in die Zahlungsunfähigkeit drücken. Experten schätzen, dass die Volumen von bestenfalls zweitklassiger Kredite bei rund 1.300 Mrd. liegen.

    Etwa die gleichen Volumen wie vor zirka 10 Jahren die faulen Immobilienkredite. Die Anleihe- und Aktienmärkte dürften einbrechen. Spätestens jetzt in dessen Folge auch der Immobilienmarkt. An den Kapitalmärkten entsteht ein Teufelskreis aus rezessiver Wirtschaft, steigender Zinsen und Inflation, fallender Immobilien-, Anleihen- und Aktienmärkten und einem einbrechenden US-Dollar.

    Die Illusion eines dauerhaften Wachstums durch Geldschöpfung findet ein jähes Ende. Das Vertrauen weicht der Angst. In ähnlichem Umfeld stiegen die US-Zinsen Anfang der 80er-Jahre auf bis zu 15%. Allerdings hatte der Staat damals nur 1,3 Billionen Schulden (heute über 22 Bill.). Wenn jetzt noch die Asiaten, um weitere Kursverluste in Anleihen und Währung zu vermeiden, sich von ihren Dollar-Beständen trennen? Man sollte das Szenario gar nicht weiterdenken.

    Die wahrscheinlich beste Vermögensversicherung in diesem Szenario heißt Edelmetalle. Bei Ausbruch einer solchen Krise könnte sich der Ablauf durch den wahnwitzigen Derivate-Markt (ca. 750 Bill.) so rasant beschleunigen, dass ein überlegtes Handeln unmöglich ist.

    Die Engagements in Gold und Silber sollten deshalb zuvor abgeschlossen sein. Vielleicht ist die derzeitige Schwäche die letzte Gelegenheit. Aber wer kann sich heute schon vorstellen, Goldkurs bei über $ 2.000,-, Silber über $ 50,-, der Euro/USD bei über 1,80 oder der DAX unter 8.000? Keiner! Genau darin liegt die Gefahr.

    https://www.mmnews.de/wirtschaft/123...nsen-verlieren


    Ergo: Wie oft wurde Gold und Silber herunter und herauf gequatscht?

    Gold und Silber werden von den Notenbanken, laufend und durchgehen, manipuliert.

    Auch das wird ein Ende nehmen, Notenbanken können nicht endlos billiges Geld auf die Märkte werfen.

    Das schlechte Verhalten der westllichen Notenbanken, das wird sich noch bitter rächen!

    Aktien könnt Ihr vergessen - meine Parole lautet:

    jeden Tag gut Leben - das kann dir später keiner mehr abnehmen - nicht einmal dein Finanzminister kann bei dir noch etwas abholen.

    Das Finanzsystem hat in Bälde fertig und kann mir den Buckel runterrutschen.

    Wir bekommen unsere DM wieder und die Italiener die Lira zurück - alles wird werden - so wie vor dem letzten Millenium Jahr.

    Ihr könnt den Euro-Zerfall nicht Stoppen - den Euro Konstrukt Fehler kann keiner heilen.


    „Italien läutet das Ende des Euro ein“ – Think beyond the obvious
    https://think-beyondtheobvious.com/d...-des-euro-ein/

    22.05.2018 - Zur Erinnerung: Warum der Euro nicht funktionieren kann ... Nur heilen kann man mit Morphium nicht. ... Der Euro ist ein politisches Konstrukt und keine Währung, die sich am Markt bildete. ... Ist es tatsächlich ein klassischer Fehler, dass Volkswirtschaften und ihre Notenbanken -nicht pleite- gehen ...

    https://think-beyondtheobvious.com/s...-des-euro-ein/

    https://www.google.com/search?client...iz.INHYzIEAhFc

  20. #20
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    US-Leitzins bleibt bei 2,25 bis 2,5 Prozent

    Die US-Notenbank Fed hat ihren Leitzins wie von Experten erwartet bestätigt. Das Zielband für den Leitzins Fed Funds Rate verharre zwischen 2,25 und 2,50 Prozent, teilte die Fed heute in Washington mit.

    https://www.handelsblatt.com/finanze...mXjv9TjvRa-ap3

    https://www.google.com/search?client...+2%2C5+Prozent

  21. #21
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    Die Fed lässt die Tauben aus dem Sack - Von Robert Halver - 21. Juni 2019

    Auf ihrer Juni-Sitzung lässt die Fed ihren Leitzins zwar noch unverändert. Doch hat sie der eskalierende Handelskonflikt zwischen Amerika und China bereits veranlasst, ihre Inflationsprognosen zu senken. Damit ist die erste amerikanische Zinssenkung nur noch eine Frage der Zeit. Taubenhaft zeigt sich ebenso die EZB auf ihrem Notenbank-Forum im portugiesischen Sintra. Die Wiederaufnahme des globalen Lockerungszyklus steht bevor.

    Die „Geduld“ der Fed ist am Ende

    Die Fed erklärt ihren Zinserhöhungszyklus für beendet. In ihren Zinsprojektionen – „dot plot“ genannt – sind für 2019 freilich noch keine Zinssenkungen vorgesehen. Und für 2020 kassiert die Fed zwar ihre bislang geplante Zinssteigerung ein und prognostiziert nun sogar eine Zinssenkung. Doch soll diese im Jahr 2021 wieder rückgängig gemacht werden, so dass der US-Notenbankzins unter dem Strich unverändert bleibt. Dass man noch nicht offiziell von einem Zinssenkungszyklus spricht, ist der Versuch, die eigene Unabhängigkeit zu verteidigen. Man will sich nicht zum Erfüllungsgehilfen von US-Präsident Trump machen, der regelmäßig und massiv Zinssenkungen fordert.

    Allerdings ist der Fed-Rat gespalten. Neun Mitgliedern, die unveränderte Zinsen oder sogar eine Erhöhung erwarten, stehen acht Mitglieder gegenüber, die eine bzw. in einem Fall sogar zwei Senkungen befürworten.

    Nachdrücklich betont die Fed, dass ihr Fokus eindeutig „auf einer angemessen Reaktion liegt, um den US-Aufschwung aufrechtzuerhalten“. Damit spielt sie den Konjunkturdaten und nicht dem Weißen Haus die alleinige Verantwortung für ihre zukünftige Zinspolitik zu. Und hier öffnet sie bereits die Tür für Zinssenkungen mit einer geänderten Wortwahl. Laut ihrem Monetary Policy Statement gibt sie ihre bisher „geduldige“ Haltung auf und will die Auswirkungen der Handelskonflikte „eng überwachen“.

    The US economy is feeling blue

    Die Fed hat offensichtlich die Erkenntnis gewonnen, dass sie Rezessionsrisiken über neun Zinserhöhungen zu stark Vorschub geleistet hat. Eine sich seit 2014 abflachende und mittlerweile inverse US-Zinsstrukturkurve nimmt sie sehr ernst. Historisch signalisierte eine inverse Zinskurve einen nahenden Wirtschaftsabschwung. Denn aufgrund schwacher Zinsmargen zeigen sich die Banken bei ihrer Kreditvergabe zurückhaltend. Die Rezessionswahrscheinlichkeit für die nächsten 12 Monate ist laut New York Fed mit rund 30 Prozent tatsächlich auf ein bedenkliches Niveau angestiegen.

    Zwar kommen die sich mehrenden Anzeichen für eine Konjunkturabkühlung noch nicht in den sogar minimal angehobenen Wachstumsprojektionen der Fed zum Ausdruck: 2019 unverändert 2,1 Prozent, 2,0 statt 1,9 Prozent in 2020 und unverändert 1,8 Prozent in 2021. Gleichzeitig spricht die Fed aber auch von „gestiegenen Unsicherheiten für ihren Ausblick“, ein klares Signal, dass ihre Zinspolitik grundsätzlich taubenhafter wird. Denn der nachlassende Rückenwind der US-Steuersenkungen trifft auf wachsenden handelspolitischen Gegenwind. In diesem Zusammenhang ist es für die Fed wichtig, ob es am 28. und 29. Juni auf dem G20-Gipfel im japanischen Osaka bei einem Treffen zwischen dem US- und chinesischen Staatspräsidenten zur Abrüstung im Zollstreit kommt. Unabhängig davon hat sich die Stimmung in der US-Industrie deutlich eingetrübt.

    Die vorsichtigere Investitionsbereitschaft zeigt sich mittlerweile auch in einem schwächelnden US-Arbeitsmarkt. Angesichts der flauen Neuauftragslage zeigt sich der bislang robuste Beschäftigungsaufbau – gemessen am Sechsmonatsdurchschnitt – in Industrie und Dienstleistungsgewerbe klar rückläufig.

    Wehret den Desinflations-Anfängen

    Dass aus der Fed als bisherigem Falkenhorst wieder ein Taubenschlag wird, kommt in den Inflationsprognosen der US-Notenbank zum Ausdruck: 1,5 statt 1,8 Prozent für 2019, 1,9 statt 2,0 Prozent für 2020 sowie 2021 unverändert 2,0 Prozent. Das US-Lohnwachstum als grundsätzlich gefürchteter Inflationstreiber hat schon zu Jahresbeginn seinen Zenit überschritten. Die Fed ist irritiert, dass sich die klassische geldpolitische Lehrbuchmeinung nicht offenbart, wonach billiges und viel Geld früher oder später über eine Lohn-Preis-Spirale zu höherer Inflation führt. Von ihrem Höhepunkt im Sommer 2018 hat sich die US-Inflation deutlich entfernt und liegt aktuell mit 1,8 Prozent klar unter der für die Fed kritischen Preisschwelle von zwei Prozent.

    Zinssenkungen voraus

    Vor diesem Hintergrund wird die Fed die kleinsten Anzeichen eines Abschwungs mit frühzeitigen Zinssenkungen im Keim ersticken. Ein – nach Abzug der Inflation – negativer realer US-Notenbankzins wie zwischen 2009 und Ende 2018 dürfte Zielgröße der US-Notenbank sein.

    Tatsächlich preisen die US-Terminbörsen bis Januar 2020 fast drei und bis Anfang 2021 noch einmal zwei Zinssenkungen ein.

    Die Bruderschaft des international billigen Geldes ist wieder im Dauereinsatz

    Auf dem jährlichen EZB-Forum im portugiesischen Sintra signalisierte ebenso Notenbankchef Draghi deutlich die Handlungsbereitschaft der EZB und schloss explizit kein geldpolitisches Instrument aus: Die EZB könne ihre Zinspolitik zeitlich und operativ freizügiger gestalten, den Einlagenzins von minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent senken sowie Maßnahmen wie Staffelzinsen zur Eindämmung der für Banken negativen Nebenwirkungen beschließen. Auch bei Anleihenkäufen verfüge die EZB über „beträchtlichen Spielraum“. Hier betonte Draghi explizit, dass die EZB das Recht habe, wenn erforderlich, die Ankaufobergrenze von gegenwärtig 33 Prozent der Anleihen eines Euro-Landes nach oben anzupassen. Bereits auf der nächsten EZB-Sitzung am 25. Juli steht die Tür für noch mehr geldpolitische Freizügigkeit offen.

    Im II. Quartal 2019 haben weltweit bereits 18 Notenbanken ihre Leitzinsen gesenkt. Der globale Lockerungszyklus ist wiedereröffnet.

    Die Finanz-Geschichte wiederholt sich: Schwache Konjunktur = expansive Geldpolitik = stabile Aktienmärkte

    Handelskonflikte, Iran-Krise, No Deal-Brexit oder italienische Schuldenkrise lasten schwer auf dem weltwirtschaftlichen Konjunkturausblick. Die ZEW Konjunkturerwartungen für die exportsensitive deutsche Wirtschaft brechen von minus 2,1 im Vormonat auf jetzt minus 21,1 förmlich ein. Doch wirkt der Fundamentalbaisse die Liquiditätshausse mit unattraktiven Renditen bei Zinsanlagen entgegen. Tatsächlich zeigt sich der deutsche Aktienmarkt recht stabil.

    Trotzdem warten viele Anleger zunächst mit Neuengagements ab, bis handelspolitische Klarheit herrscht. Zwar wird nicht erwartet, dass es beim Treffen zwischen US-Präsident Trump und Chinas Xi Jinping auf dem G20-Gipfel zu einem nachhaltigen Verhandlungsdurchbruch kommt. Immerhin jedoch wäre ein Aufschub der von Trump angedrohten Totalverzollung ein wichtiger Schritt zur Deeskalation.

    Ein militärischer Konflikt zwischen den USA und dem Iran würde das Pulverfass Mittlerer Osten explodieren lassen. Leider kann man heutzutage nichts mehr ausschließen. Doch ist zu hoffen, dass die beteiligten Parteien – trotz beginnendem US-Wahlkampf – ihre Vernunft nicht verlieren.

    Aus Sentimentsicht trifft eine neutrale Anlegerstimmung auf einen abnehmenden Zukunftspessimismus. Investoren wagen sich in Trippelschritten zurück an die Aktienmärkte, was in einer steigenden Investitionsquote von US-Fondsmanager sowie wenn auch vorsichtigen Spekulationen auf wieder anziehende Kurse zum Ausdruck kommt. Von Optimismus oder gar Euphorie kann aber nicht gesprochen werden, da noch viele Anleger an der Seitenlinie abwarten. Doch schon bei ausbleibenden Negativmeldungen könnte sich die Rallye an den Aktienbörsen fortsetzen.

    Charttechnik DAX – Zurück im Aufwärtstrend

    Charttechnisch trifft der DAX auf der Oberseite an der Marke bei 12.376 Punkten auf ersten Widerstand. Darüber liegen die nächsten wichtigen Barrieren bei 12.457 und 12.527. Kommt es zu einer Gegenbewegung, findet der DAX zunächst an der Marke bei 12.309 Unterstützung. Weitere Haltelinien liegen bei 12.227 und 12.140 Punkten.

    Der Wochenausblick für die KW 26 – ifo Geschäftsklima bleibt trüb

    In Japan zeichnen Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze ein trübes Konjunkturbild.

    In den USA können die Auftragseingänge langlebiger Güter ihre vormonatliche Schwäche nicht ausgleichen. Immerhin signalisiert die von der University of Michigan ermittelte Konsumentenstimmung eine leichte Konjunkturstabilisierung.

    Das von der EU-Kommission ermittelte Wirtschaftsvertrauen signalisiert keine konjunkturelle Besserung in der Eurozone. Der Inflationsdruck bleibt gemäß Vorabschätzungen auch im Juni schwach.

    In Deutschland hält die Konjunkturmisere laut ifo Geschäftsklimazahlen an. Allmählich erhält auch der Konsum laut nachgebendem GfK Konsumklimaindex und schwächerer Einzelhandelsumsätze Schlagseite.

    Ein Beitrag von Robert Halver.

    Robert Halver ist Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank AG. Das Haus mit Sitz in Unterschleißheim bei München ist eine der führenden Investmentbanken in Deutschland und Marktführer im Handel von Finanzinstrumenten. Halver beschäftigt sich seit 1990 mit Wertpapieren und Anlagestrategien.

    Rechtliche Hinweise / Disclaimer und Grundsätze zum Umgang mit Interessenkonflikten der Baader Bank AG:

    http://www.bondboard.de/main/pages/index/p/128.

    Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

    Bildquelle: Pressefoto Federal Reserve

    https://markteinblicke.de/136310/201...-aus-dem-sack/

  22. #22
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    Fed-Chef Jerome Powell will kein Roboter sein ...

    Hat das Fed die Zinsen 2018 zu stark erhöht, und ist die US-Zentralbank gespalten?
    Was der Fed-Chef Jerome Powell zu solchen Fragen zu sagen hat.

    Martin Lanz, Washington - 25.6.2019, 21:35 Uhr

    Der nächste Zinsschritt in den USA dürfte eine Senkung sein, hat der geldpolitische Ausschuss des Federal Reserve System (Fed) vor einer Woche kundgetan. Am Dienstag hat dessen Chef, Jerome Powell, in einem Auftritt beim Council on Foreign Relations in New York bestätigt, dass die Aussichten zwar freundlich blieben, die negativen Risiken aber zugenommen hätten.

    Seit Anfang Mai träten wieder Gegenströme auf, sagte Powell. Scheinbare Fortschritte in den Handelsfragen seien grösserer Unsicherheit gewichen, während neuerliche Bedenken über die Stärke der Weltwirtschaft aufgekommen seien. Die Sorge von Firmen über handelspolitische Entwicklungen scheine sich in sinkenden Stimmungsindikatoren und allmählich in harten Daten niederzuschlagen. Als Beispiel nannte Powell die Firmeninvestitionen, die sich gegenüber dem Vorjahr verlangsamt haben.

    Auf die Frage, ob das Fed vielleicht 2018 die Zinsen zu stark auf die heute geltenden 2,25–2,5% erhöht habe, ging Powell nicht ein. Stattdessen versuchte er die Entwicklung der vergangenen 5–6 Wochen als zentralen Auslöser für den Kurswechsel des Fed zu betonen, der nun in einer baldigen Zinssenkung münden dürfte. Die globalen Risiken haben laut Powell seit Anfang Mai eindeutig zugenommen. Gleichzeitig vermied es der Fed-Chef, mögliche Auslöser für eine Zinssenkung zu benennen. Man habe die Gesamtsituation im Blick.

    Wichtig sei, eine Überreaktion zu vermeiden.

    Das Fed vermittelt derzeit den Eindruck, geteilter Meinung zu sein. Powell ging auch darauf nicht ein und sagte, es herrsche Einigkeit, vor dem nächsten Zinsschritt mehr Klarheit über die Situation zu haben. Der Fed-Vorsitzende hat es aber nicht einfach. Eines von 10 stimmberechtigten Ausschussmitgliedern, James Bullard, wollte bereits vor einer Woche die Leitzinsen um 25 Basispunkte senken. Es war der erste formelle Dissens der Ära Powell. Zudem haben in neuen Prognosen 7 von 17 Sitzungsteilnehmern angegeben, dass sie die Leitzinsen Ende Jahr bei 1,75–2% sehen, was zwei Zinssenkungen entspräche. Ein Teilnehmer erwartet bis zum Jahresende eine Zinssenkung, einer erwartet eine Zinserhöhung. Die übrigen 8 sehen die Leitzinsen per Ende 2019 auf dem gegenwärtigen Niveau.

    Kritik gibt es auch von aussen. Powell äussert sich freilich nie zu Präsident Trump. Diesmal wurde die an solchen Anlässen obligate Trump-Frage so formuliert: Was denken Sie über einen Präsidenten, der viel über das Fed spricht? Der Fed-Chef liess sich nicht locken und sagte, die Unabhängigkeit der Zentralbank leiste den USA gute Dienste. Das Fed sei eine apolitische Institution. So viel aber gab Powell preis: «Auch Geldpolitiker sind Menschen, die Fehler machen – nur hoffentlich nicht zu oft.»

    https://www.nzz.ch/wirtschaft/fed-ch...ein-ld.1491586

  23. #23
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    USA: FED Zinssenkung im Juli 2019 ?

    Trump allerdings ist wild entschlossen, die Notenbank auf seine Linie zu zwingen - und ist sie nicht willig, womöglich auch mit Gewalt. "Wir sollten (den EZB-Präsidenten) Draghi haben statt unserer Fed-Person", sagte er seinem Lieblingssender Fox. Er habe das Recht, Powell "zu feuern", findet Trump, auch wenn er behauptet, das nie vorgehabt zu haben.

    Intern allerdings hat das Weiße Haus prüfen lassen, ob eine Amtsenthebung des Chairmans möglich wäre. Juristen halten dies tatsächlich für machbar - doch bliebe Powell dann trotzdem Mitglied im zinsentscheidenden Offenmarktausschuss, mit Stimmrecht.

    Auch wenn Trump Powell nicht los wird - eine Zinssenkung dürfte er angesichts der zunehmend wackeligen Konjunktur wohl bald bekommen. Die Frage ist nur, ob er sich lange an dem Geschenk erfreuen könnte.

    Denn je stärker die US-Wirtschaft abrutscht, desto schneller und deutlicher wird die Lockerung ausfallen. Ein Absturz der Konjunktur aber könnte Trump die Wiederwahl kosten.

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/so...a-1275384.html

    Fazit: Ein Absturz der Konjunktur aber könnte Trump die Wiederwahl kosten.

    Ergo: Die Demokraten wollen Trump mit allen Mitteln loswerden. Wer weiß schon, für welche Seite der FED Chef Powell, seinen Handlangerdienst andient?

  24. #24
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    Lockere Geldpolitik: Das sind Trumps neue Kandidaten für die Fed...

    Amerikanische Notenbank - Von Winand von Petersdorff, Washington

    Aktualisiert am 03.07.2019-18:22

    Der amerikanische Präsident Donald Trump nimmt einen neuen Anlauf, zwei vakante Positionen der Notenbank Fed zu besetzen. Eine Sache ist ihm dabei besonders wichtig.

    Präsident Donald Trump hat über den Kurznachrichtendienst Twitter bekannt gegeben, dass er zwei neue Kandidaten für das Direktorium der amerikanische Notenbank Federal Reserve ins Auge gefasst hat. Er will nach eigenen Angaben Christopher Waller und Judy Shelton für die zwei vakanten Positionen nominieren. Waller passt als Chefökonom der Landeszentralbank von St. Louis in das konventionelle Anforderungsprofil für das Fed-Führungspersonal. Er war Professor für Geldpolitik an der renommierten Notre-Dame-Universität in Indiana, bevor er Forschungsdirektor der Fed von St. Louis wurde.

    Trump dürfte Waller gewählt haben, weil dieser in seinen wissenschaftlichen Arbeiten eher Argumente für eine lockere Geldpolitik entwickelt hat. Waller sieht offenbar Vorzüge in einer Geldpolitik, die ein zumindest zeitweiliges Überschreiten der Inflationszielmarke von 2 Prozent in Kauf nimmt. Den Anleihekäufen der Federal Reserve steht er ebenfalls positiv gegenüber. Sein Vorgesetzter ist der Fed-Chef von St. Louis, James Bullard. Der hatte in der jüngsten Sitzung des Offen-Markt-Ausschusses der Federal Reserve als einziger für eine Leitzinssenkung um 0,25 Prozentpunkte votiert.

    Das könnte Trump zusätzlich für Waller eingenommen haben. Denn der Präsident torpediert die Fed seit gut einem Jahr mit der unverblümten Forderung, sie solle die Geldpolitik lockern. Seit einigen Wochen verlangt er Leitzinssenkungen und hat Spekulationen lanciert, er könnte Fed-Chef Jerome Powell degradieren. In dieser Hinsicht allerdings könnte auch Waller eine Enttäuschung für den Präsidenten werden. Er hält die Unabhängigkeit der Fed von politischer Einflussnahme für zentral und stützt damit Powell, der jüngst erst verkündet hatte, er werde sich politischem Druck nicht beugen.

    Etwas mehr Hoffnung kann Trump in seine zweite Kandidatin Judy Shelton setzen: Sie war Beraterin für das Trump-Team und hat eine gewisse Flexibilität offenbart: In einem Interview mit dem „Wall Street Journal“ hatte sie sich für Leitzinssenkungen ausgesprochen, nachdem sie vor einigen Jahren die lockere Zinspolitik scharf verurteilt hatte. Ihre aktuelle Begründung klang ziemlich deckungsgleich mit Stellungsnahmen des Weißen Hauses. Sie lobte die wachstumsfreundliche Wirtschaftspolitik, die durch Steuersenkungen und Deregulierung zu Produktivitätsgewinnen und Lohnzuwächsen geführt habe. In solchen Situationen wolle man in den vollen Genuss der Chancen kommen und den Zugang zu Kapital erleichtern.

    Shelton hat sich überdies zu einer Rückkehr zum Goldstandard ausgesprochen, um Währungsmanipulationen durch Zentralbanken zu stoppen. Eine internationale Währungskonferenz, die einen solchen Standard einführte, könnte statt in Bretton Woods in Mar-a-Lago, Trumps Golfhotel in Florida stattfinden, hatte sie einmal gewitzelt.

    Anders als Trump befürwortet sie einen starken Dollar. Offen ist, ob sie noch eine offene Grenze mit Mexiko befürworten würde. Das hatte sie nämlich in einem fulminanten Kommentar im „Wall Street Journal“ vor knapp 20 Jahren gefordert, heute dürfte das das Verhältnis zu Trump abkühlen lassen. Damals war sie BWL-Professorin in Mexiko. Inzwischen ist sie Amerika-Direktorin der Europäischen Bank für Wiederaufbau. Waller und Shelton müssen vom Senat bestätigt werden. Die vorherigen drei Kandidaten, die Trump in den Blick genommen hatte, hatte alle am Ende abgesagt.

    https://www.faz.net/aktuell/finanzen...-16267011.html


    Ergo: Wenn das Geld nur noch billig bereitgestellt, kommt die Zeit, des großen Zerfalls.

    https://www.google.com/search?client...10.P5pBqbQJHZg

  25. #25
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    Trump wirft US-Notenbank „Inkompetenz“ vor

    https://www.google.com/search?client...z%E2%80%9C+vor

    5. Juli 2019, 18:36 Uhr Quelle: AFP

    Washington (AFP) US-Präsident Donald Trump hat erneut die Zentralbank Fed angegriffen und ihr Inkompetenz vorgeworfen.

    Die Notenbank "weiß nicht, was sie tut", sagte Trump am Freitag in Washington.

    Die US-Wirtschaft würde abgehen "wie eine Rakete", wenn die Fed die Leitzinsen senken würde, behauptete der US-Präsident.

    "Wir zahlen hohe Zinsen, und das ist unnötig."

    https://www.zeit.de/news/2019-07/05/...705-doc-1id3zy




    USA: Arbeitsmarktzahlen stützen Kurs der US-Notenbank

    In den USA sind im Juni deutlich mehr Jobs entstanden als erwartet.

    Laut Donald Trump könnte die Wirtschaft aber noch besser laufen, wenn die Fed die Zinsen senken würde.

    5. Juli 2019, 20:07 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP, jci 42 Kommentare


    Die US-Wirtschaft hat im Juni deutlich mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft seien 224.000 Stellen neu entstanden, teilte das Arbeitsministerium mit. Analysten hatten im Mittel nur mit 160.000 neuen Jobs gerechnet.

    Im ersten Halbjahr sind damit monatlich im Schnitt 172.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Im Jahr 2018 waren es monatlich noch 223.000 Stellen. Die Arbeitslosenquote stieg im Juni um 0,1 Punkte auf 3,7 Prozent. Mit 3,6 Prozent war die Quote im Mai auf den niedrigsten Stand seit rund 50 Jahren gesunken.

    Der US-Notenbank Fed zufolge befindet sich die Wirtschaft in einer starken Verfassung. Die Notenbank verwies unter anderem auf den stabilen Konsum der Haushalte. Das von ihr bevorzugte Inflationsmaß lag aber zuletzt nur bei 1,6 Prozent und damit für Aufschwungzeiten noch klar unterhalb des Zwei-Prozent-Ziels der Notenbank.

    Trump wirft der US-Notenbank Inkompetenz vor

    US-Präsident Donald Trump fordert von der Notenbank deshalb schon länger eine Kurskorrektur. Er hält die Zinsen für zu hoch und verlangt eine geldpolitische Lockerung. Nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen warf Trump der Fed erneut Inkompetenz vor. Die Notenbank "weiß nicht, was sie tut", sagte Trump. Die US-Wirtschaft würde abgehen "wie eine Rakete", wenn die Fed die Leitzinsen senken würde, behauptete der US-Präsident. "Wir zahlen hohe Zinsen, und das ist unnötig."

    Der US-Leitzins liegt momentan in einer Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent. Die Fed hatte zuletzt zwar ihre grundsätzliche Bereitschaft für eine Zinssenkung signalisiert. Die Arbeitsmarktzahlen stützen nun aber den Kurs der Notenbank. Dass der Aufschwung leicht nachließ, führte die Fed auf höhere Zölle zurück, die den Welthandel gebremst hätten.

    Die gute wirtschaftliche Lage des Landes ist eines von Trumps Hauptargumenten im Wahlkampf für eine zweite Amtszeit. "Unserem Land geht es weiterhin wirklich gut, wirklich, wirklich gut", sagte Trump zu den Arbeitsmarktzahlen. "Wir werden Rekorde brechen."

    Die Regierung von Trump rechnet in diesem Jahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von mindestens drei Prozent. Die meisten Wirtschaftswissenschaftler und Forschungsinstitute bleiben darunter. Die Fed erwartet 2,1 Prozent mehr, der Internationale Währungsfonds 1,9 Prozent.

    https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-...t-donald-trump



    "Im ersten Halbjahr sind damit monatlich im Schnitt 172.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Im Jahr 2018 waren es monatlich noch 223.000 Stellen. Die Arbeitslosenquote stieg im Juni um 0,1 Punkte auf 3,7 Prozent. Mit 3,6 Prozent war die Quote im Mai auf den niedrigsten Stand seit rund 50 Jahren gesunken. "

    Von diesen Zahlen und diesem Wachstum können die meisten EU Länder nur träumen. Allen Unkenrufen zum Trotz ist der von Linken prognostizierte Untergang Trumps offenbar nicht eingetreten.

  26. #26
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    Inflationsaussichten: Die US-Notenbank hat den Finger am Abzug - 15:24 Uhr

    von Anja Nieberding

    Die Botschaft der Fed lautet, dass sich das wirtschaftliche Umfeld in den vergangenen Wochen deutlich verändert hat. Ein Anstieg der Handelsunsicherheit und anderer potenzieller Risiken belasten den Ausblick.

    Der US-Notenbankchef Jerome Powell machte gestern im US-Kongress deutlich, dass die Fed sehr wahrscheinlich die Zinsen noch im Juli senken wird, wenn sich die wirtschaftliche Situation nicht wesentlich verbessert. So steuert er erfolgreich die Markterwartungen.

    Kurz zuvor machte der Präsident der EZB, Mario Draghi, den wahrscheinlich letzten mutigen Schritt seiner Amtszeit. Als Reaktion auf die Aussicht der Fed und eine Verschlechterung der Inflationsentwicklung änderte er seine Strategie: Die EZB wird die Geldpolitik ebenfalls lockern, wenn sich die Lage nicht deutlich entspannt.

    Auswirkungen auf Anlageklassen

    Diese jüngsten Ankündigungen dürften dem mittlerweile altbekannten Anlegerthema, der Suche nach Rendite, zusätzlichen Schwung verleihen. Sie fördern auf der Anleiheseite Spread-Produkte wie Unternehmensanleihen, aber auch Staatsanleihen der Peripherieländer der Eurozone. Zudem ist eine lockere Politik der Fed in Kombination mit einem schwächeren US-Dollar und einem Neustart der Verhandlungen zwischen Trump und Xi für Anlagen aus den Schwellenländern positiv.

    Das gilt sowohl für Aktien als auch für Anleihen. Für Aktien weltweit gilt generell, dass die Ankündigungen der EZB und der Fed das Abwärtsrisiko deutlich reduziert haben. Im Aktienbereich könnte sich jedoch die unterschiedliche Entwicklung zwischen dem Finanzsektor und defensiven Sektoren wie Versorgern oder Telekommunikation verstärken. Denn während Finanzunternehmen unter dem Niedrigzinsumfeld leiden, profitieren defensive Sektoren von niedrigen Zinsen.

    Im Vorfeld der Fed-Sitzung war klar, dass Powell ein sensibles Gleichgewicht zwischen zwei Prinzipien finden musste. Auf der einen Seite ist es sinnvoll, präventiv gegen Abwärtsrisiken vorzugehen. Dies kann verhindern, dass eine negative Dynamik aufkommt. Sollte dies nämlich der Fall sein, wäre später eine viel stärkere politische Reaktion erforderlich.

    Andererseits muss Powell auch auf weitere Entwicklungen und Informationen warten, bevor er handelt. Denn die Fed müsste möglicherweise den Kurs korrigieren, wenn die Risiken nicht eintreten. Das würde zu unnötiger Zinsvolatilität führen und die Glaubwürdigkeit der Fed beeinträchtigen.

    Präventivschlag der Fed erwartet

    Powell hat dieses Gleichgewicht sehr gut erreicht. Noch Anfang Mai sah sich die Fed einer Situation gegenübergestellt, in der die Handelsrisiken abnahmen, die Binnenwirtschaft stark war und die Inflationsschwäche vorübergehend schien. Infolgedessen hatte die Fed eine komfortable Position und sah die Situation als nachhaltig an.

    Nur sechs Wochen später Mitte Juni hat sich das allerdings deutlich verändert: Die Fed beobachtet nun die Lage genau und wird entsprechend handeln, um die wirtschaftliche Stärke aufrechtzuerhalten. Alles in allem ist die Fed ziemlich nahe dran, sich voll und ganz auf einen Präventivschlag gegen Abwärtsrisiken zu konzentrieren. Das heißt: Eine US-Leitzinssenkung im Juli ist sehr wahrscheinlich.

    Diese Bewegungen sind bei der EZB nicht unbemerkt geblieben, die weitaus stärker als die Fed mit einer geringen Inflation kämpft. Eine Lockerung der Fed-Politik könnte diesen Kampf noch verschärfen, da sie den Euro nach oben treibt, wenn die EZB nicht reagiert.

    In Sintra erklärte Draghi daher, dass die EZB ihre Lockerungspolitik verstärken wird, wenn die Inflation nicht steigt und sich der Ausblick nicht erheblich verbessert. Daher scheint es, dass sowohl die Fed als auch die EZB inzwischen auf eine Strategie des präventiven Risikomanagements umgestellt haben, die von den Märkten nicht unbemerkt geblieben ist.

    Die Autorin ist Deutschlandchefin von NN Investment Partners und BILANZ-Kolumnistin.

    https://www.welt.de/wirtschaft/bilan...-am-Abzug.html

  27. #27
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    US-Notenbank senkt Leitzins - 31. Juli 2019

    Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat den Leitzins am Mittwoch gesenkt. Der Leitzinssatz bewegt sich damit in einer Spanne zwischen 2,0 und 2,25 Prozent, teilte die Zentralbank am Nachmittag (Ortszeit) mit.

    >>>>>Beobachter hatten diese Entscheidung erwartet.<<<<<

    Die dts Nachrichtenagentur sendet in Kürze weitere Informationen.

    https://www.mmnews.de/aktuelle-press...senkt-leitzins


    Ergo: So, jetzt können wir entspannt den alten Kalendermonat Juli, vom Kalender 2019, abreißen.


    Heute sehen wir bei Gold, interessante Kursbewegungen:

    https://www.ariva.de/chart/images/ch...0~Uintraday~W1


    Diverse Goldsäger bei den Manipulation Arbeiten erwischt?
    Geändert von Luis (31.07.2019 um 22:51 Uhr)

  28. #28
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    Globales Finanzsystem: FED leistet den Offenbarungseid - 03. August 2019

    Zinssenkung in USA: Die FED gesteht mit dieser Maßnahme ein, dass sie das globale Finanzsystem nicht wieder in seinen „Normalzustand“ versetzen kann. Die Entscheidung ist ein historischer Wendepunkt.

    von Ernst Wolff

    Jerome Powell, Chef der US-Notenbank Federal Reserve (FED), hat am Mittwoch die erste Zinssenkung seines Hauses seit zehn Jahren angekündigt. Obwohl es sich dabei nur um ein Viertel-Prozent handelt, markiert die Entscheidung einen historischen Wendepunkt.

    Als das globale Finanzsystem 2007/08 vor dem Zusammenbruch stand, sprangen die Regierungen ein und retteten es zunächst mit Steuergeldern. Anschließend schalteten sich die Zentralbanken ein und hielten das System durch Zinssenkungen und als „Quantitative Easing“ bezeichnetes Gelddrucken am Leben.

    Notlösungen wurden zu Dauerlösungen

    Bei beiden Maßnahmen handelte es sich nach Aussage der Verantwortlichen um vorübergehende „Notlösungen“. Diese mussten allerdings jahrelang beibehalten werden, um das System zu stabilisieren. Das wiederum führte dazu, dass das Finanzcasino erneut angeheizt wurde und sowohl die Schulden als auch die Risiken gewaltig anstiegen.

    Ab 2015 begann die FED dann zaghaft, die Maßnahmen zurückzufahren – um das System zu „normalisieren“. Als sie die Gangart im vergangenen Jahr verschärfte und die Zinsen in mehreren Schritten auf 2,25 – 2,5 Prozent anhob, erlebte sie allerdings eine böse Überraschung: Die Finanzindustrie zeigte ihr auf drastische Weise, dass sie nicht gewillt war, weitere Zinserhöhungen hinzunehmen - u.a. durch die stärksten Kurseinbrüche an den Aktienmärkten seit 70 Jahren.

    Die FED reagierte umgehend und kündigte zwischen Weihnachten und Neujahr eine Kurswende an, die sie nun mit der ersten Zinssenkung eingeleitet hat. Die offiziellen Behauptungen, die US-Wirtschaft laufe gut und die Maßnahme gelte ausschließlich weltwirtschaftlichen Risiken, sind offensichtlich nichts als Ausreden, mit denen die historische Bedeutung der Kursänderung verschleiert werden soll.

    Die FED gesteht mit dieser Maßnahme nämlich ein, dass sie das globale Finanzsystem, dessen Herz sie ja wegen der weltweiten Bedeutung des US-Dollars ist, nicht wieder in seinen „Normalzustand“ versetzen kann. Das ist nicht mehr und nicht weniger als ein Offenbarungseid.

    Die Rezession kommt und wird ihren Tribut fordern

    Powells Andeutung, zukünftige Zinserhöhungen nicht ausschließen zu wollen, kann schon fast als unfreiwillige Komik aufgefasst werden, denn die USA erleben zurzeit das Einsetzen einer Rezession – und in einer Rezession wirken Zinserhöhungen ähnlich wie das Einlegen des Rückwärtsganges bei einem fahrenden Auto.

    Angesichts der gegenwärtig zunehmenden Probleme wird Powell wahrscheinlich schon bald gezwungen sein, genau das Gegenteil zu tun: Sobald die Rezession Fahrt aufnimmt, wird er die Zinsen weiter senken müssen. Da aber der Spielraum bei gegenwärtigen 2 – 2,25 Prozent zu gering ist, um Wirkung zu zeigen, wird er in nicht allzu ferner Zukunft vermutlich zum ersten Mal in der Geschichte der FED zu Negativzinsen greifen und zudem weiteres Geld ins System pumpen müssen.

    Powells Situation gleicht der eines Lokführers, der einen in Brand geratenen Zug abbremst und feststellt, dass die Flammen sich bei geringerem Tempo noch schneller ausbreiten und der deshalb gezwungen ist, die Geschwindigkeit wieder zu erhöhen.

    Genau wie der Lokführer dürfte auch Powell wissen, dass er damit nur Zeit gewonnen, die Katastrophe aber keinesfalls abgewendet hat.

    https://www.mmnews.de/wirtschaft/128...ffenbarungseid

  29. #29
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    Amerikanischer Leitzins: Weitere Senkungen gelten als ausgemacht - 13.08.2019

    Es ist noch nicht lange her, dass Analysten glaubten, die Fed werde die Zinsen erhöhen. Mittlerweile gelten weitere Zinssenkungen als ausgemacht. Die Frage ist nur noch, wann und wie tief.

    Die Liste der Analysten und Investoren, die mit der nächsten Zinssenkung der amerikanischen -Notenbank Fed bereits im September rechnen, wird länger. Wie die amerikanischen -Investmentbank Morgan Stanley am Montag in New York mitteilte, erwarten ihre Volkswirte den nächsten Zinsschritt der Federal Reserve bereits im September und danach einen weiteren im Oktober. Bislang waren sie von einem Schritt im Oktober ausgegangen und hatten darüber hinaus prognostiziert, dass die Notenbanker dann eine Pause einlegen.

    Morgan Stanley befindet sich damit in guter Gesellschaft. Derzeit erwarten fast zwei Drittel der Analysten im September eine Senkung der Fed Funds Rate von derzeit 2 bis 2,25 Prozent auf 1,75 bis 2 Prozent also um 25 Basispunkte. Die übrigen Marktteilnehmer erwarten eine Senkung um 50 Basispunkte. Noch vor einem Monat hatte noch jeder vierte Analyst mit einer Fed Funds Rate von 2 bis 2,25 Prozent im September gerechnet, vor sechs Monaten glaubten nur 3 Prozent überhaupt an Zinssenkungen.

    Dies war allerdings noch bevor die Fed Ende Juli den Leitzins erstmals seit der Finanzkrise gut einem Jahrzehnt senkte und damit auf den von Amerikas Präsident Donald Trump angezettelten Handelskonflikt reagierte, der zusehends auf die globale Konjunktur und die amerikanischen -Wirtschaft selbst durchschlägt.

    Möglicherweise auch um nicht den Eindruck zu erwecken, sie sei dem Weißen Haus hörig, beließ sie es seinerzeit bei einer Senkung um 25 Basispunkte. Präsident Donald Trump hatte die Notenbank und den Vorsitzenden Jerome Powell daraufhin mit harschen Worten kritisiert und forderte jüngst eine Senkung der Leitzinsen um einen vollen Prozentpunkt.

    Die Ökonomen von Goldman Sachs hatten vor einigen Tagen mitgeteilt, dass sie die Wahrscheinlichkeit, dass es zu zwei Zinssenkungen nacheinander im September und Oktober kommt, als hoch einschätzen. Derzeit rechnen 60 Prozent der Analysten mit einem Leitzins von 1,5 bis 1,75 Prozent im Oktober. Die übrigen 40 Prozent verteilen sich zu gleichen Teilen auf 25 Basispunkte mehr oder weniger.

    Das von Goldman Sachs für wahrscheinlich gehaltene Szenario zweier Zinssenkungen um 25 Basispunkte ist am häufigsten anzutreffen. Zu den ebenfalls noch oft anzutreffenden Prognosen gehört es, dass eine zweite Senkung erst im ersten Quartal 2020 erfolgen wird, wieder andere gehen davon aus, dass die Fed erst im vierten Quartal eine weitere Zinssenkung vornehmen wird.

    Längerfristig unterscheiden sich die Erwartungen deutlicher. Nicht wenige Analysten aber rechnen damit, dass der Leitzins in Amerika auf 1,25 Prozent sinken wird – frühestens im ersten, spätestens im dritten Quartal des kommenden Jahres.

    Abwärts immer, aufwärts nimmer - Prognosen für den amerikanischen Leitzins

    https://www.faz.net/aktuell/finanzen...-16331480.html

  30. #30
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    Marc Faber: Minus-Zinsen, Bargeldverbot, Orwell - 21. August 2019

    Marc Faber: Minus-Zinsen geben dem angeschlagenen Banksystem den Rest. Eine Verstaatlichung droht. Folge: es kommt zu einem Überwachungsstaat.- Was tun?

    Michael Mross im Gespräch mit Marc Faber über die zukünftige Entwicklung im Finanzsystem und den galoppierenden Negativ-Zinsen.

    Faber glaubt, dass durch die Minus-Zinsen das Bankensystem vollends zerstört wird, besonders in der Eurozone. Die Folge ist eine Verstaatlichung der Finanzhäuser. Dann jedoch hat der Staat vollen Zugriff auf Konten und Kontobewegungen. Das führe unweigerlich zu einem Überwachungsstaat.

    In Dänemark gibt es bereits erste Hypothekendarlehen mit Minus Zinsen. Bedeutet: Der Schuldner muss weniger zurückzahlen als er genommen hat. Derzeit rentieren weltweit Anleihen im Wert von 15 Billionen Euro bereits im Negativ-Bereich. Tendenz steigend. Die Frage ist: Wer kauft sowas eigentlich?

    Um negativ Zinsen durchzusetzen ist ein Bargeldverbot praktisch unausweichlich, so Faber. Und wenn es kein echtes Verbot gibt, so sei denkbar, dass man den Umgang mit Bargeld erschwert oder unattraktiv macht.

    Der Politik traut die Investor-Legende kaum Lösungen zu. Im Gegenteil, Faber ist gespannt darauf, was Politiker in Zukunft noch alles anstellen werden. Jedenfalls bis jetzt hätten sie das Meiste falsch gemacht.

    Kapitalismus und freie Marktwirtschaft hält Faber für weitgehend abgeschafft. Tatsächlich gebe es in den westlichen Industrienationen eine Tendenz zum Sozialismus. Das dürfte die ganze Situation in Zukunft noch verschlimmern.

    Um sein Vermögen zu retten, rät Faber zu Diversifikation mit starken Gewicht auf Gold. Gold sei das Einzige, mit dem man sein Geld in die Zukunft übertragen kann für den Fall, dass alles zusammenbricht.

    Jedoch: Sollte es hart auf hart kommen könnte auch ein Goldverbot drohen, so Faber. Dagegen hilft nur: Gut verstecken.

    Alles in allem sieht die Schweizer Investor-Legende spannende Zeiten auf uns zukommen. Dank Politik seien Unruhen und Chaos programmiert, nicht nur an den Finanzmärkten.

    Michael Mross im Gespräch mit Marc Faber

    Direktlink zu YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=i3ZBeDjz6No

    https://www.mmnews.de/wirtschaft/129...dverbot-orwell

  31. #31
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    Trump oder Fed - wer hat Recht? - 24. August 2019

    US-Präsident Trump im Krieg mit der eigenen Notenbank. Er bezeichnet US-Notenbank als Feind. Er stelle sich die Frage, "wer unser größerer Feind ist" - Jerome Powell (Chef der FED) oder der chinesische Staatschef Xi Jinping. - Börsen stürzen ab.

    Schon immer attackierte US-Präsident Trump die Notenbank. Doch so scharf ist er noch nie über die FED hergefallen. Freitag Abnend twitterte er: "Meine einzige Frage lautet, wer ist unser größerer Feind, Jay Powell (sic) oder Präsident Xi?", schrieb Trump nach einer Rede von Notenbankchef Jerome Powell auf Twitter. Er bezog sich damit auf Chinas Präsidenten Xi Jinping, den Vornamen von Powell schrieb er falsch.

    Trump wirft der Fed vor, das Wachstum mit zu hohen Zinsen abzubremsen. Er hat schon seit Längerem mit der früheren Gepflogenheit gebrochen, dass sich US-Präsidenten aus Rücksicht auf die Unabhängigkeit der Notenbank mit Kritik an deren Entscheidungen zurückhalten.

    Nach der Äußerung und der Ankündigung von neuen Zöllen gegen China stürzten die Börsen weltweit ab.

    ....My only question is, who is our bigger enemy, Jay Powell or Chairman Xi?
    — Donald J. Trump (@realDonaldTrump) 23. August 2019

    Michael Mross im Gespräch mit Markus Krall: Will Trump den Draghi?

    https://www.youtube.com/watch?v=nfbOdslJZfM

    https://www.mmnews.de/wirtschaft/129...-wer-hat-recht

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