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Thema: Inflation-Hyperinflation: wird höchste Zeit dieses Thema hier anzulegen!

  1. #1
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    Inflation-Hyperinflation: wird höchste Zeit dieses Thema hier anzulegen!

    Frust-statistik: Inflation frisst die Löhne auf!

    Preisbereinigt hatten die Beschäftigten nur 1,5 Prozent höhere Reallöhne in den Taschen

    veröffentlicht am 20.12.2018 - 12:20 Uhr

    Die gute Nachricht vorweg: Die Brutto-Einkommen steigen in Deutschland so stark wie lange nicht mehr:

    Nach neuesten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes betrugt der Zuwachs im dritten Quartal dieses Jahres 3,6 Prozent. So hoch war das Lohn-Plus seit dem Sommer 2011 nicht mehr.

    Die schlechte Nachricht: Preisbereinigt hatten die Beschäftigten aber nur 1,5 Prozent höhere Reallöhne in den Taschen.

    ▶︎Heißt: Die Inflation frisst die Löhne auf!

    Grund sind die zuletzt schneller gestiegenen Verbraucherpreise, die im dritten Quartal ein Plus von 2,1 Prozent in der Jahresfrist erreichten. So schnell waren die Preise für typische Waren und Dienstleitungen seit sechs Jahren nicht mehr gestiegen.

    Lesen Sie auch:

    Inflation: Zehn Dinge, die im November teurer geworden sind
    Verbraucherpreise steigen Zehn Dinge, die im November teurer geworden sind

    Die Preise steigen! Die November-Inflation liegt bei 2,3 Prozent. Einiges verteuerte sich drastisch, billiger wurde dagegen Butter.

    https://www.bild.de/geld/mein-geld/m...0312.bild.html

    Ergo: Die Rechnung des billigen Euro werden wir noch bitter und teuer bezahlen.


    Unruhen im Sudan wegen Hyperinflation:

    https://youtu.be/ht_2t2ihEso

    Wegen der Hyperinflation können sich viele Menschen lebensnotwendige Dinge nicht mehr leisten.

    Meinung: Die Menschen wollen höhere Löhne und auskommbares Einkommen. Aber Inflation macht alles teurer. Die Inflation müsste beendet werden. Wir brauchen eine Bewegung die gegen die Inflation protestierend auf die Straße geht und fordert, dass Zentralbanken Geld nicht inflationieren dürfen. Zentralbanken bestimmen aber den Wert des Geldes mit dem wir Menschen unsere Bedürfnisse, Interessen und Arbeitsleistungen tauschen. Wenn Zentralbanken Geld manipulieren, manipulieren sie auch unser Leben.
    Geändert von Luis (21.12.2018 um 02:02 Uhr)

  2. #2
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    Venezuela: Preise steigen um mehr als eine Million Prozent!

    Ausnahmezustand: Die Preise in Venezuela sind in nur einem Jahr um über eine Million Prozent gestiegen. Zugleich befeuern Behörden die Hyperinflation, indem sie ständig Gehälter erhöhen. Ein Einblick in den Alltag, in dem es einzig ums Überleben geht.

    „Als die Hyperinflation begann, hätten wir nie gedacht, dass sie so aggressiv sein würde. Wir erwarteten Preissteigerungen von 20.000 Prozent oder 50.000 Prozent, wie wir das in Bolivien schon erlebt hatten, aber das hier hat alles in den Schatten gestellt,“ erklärt der Abgeordnete der Opposition und Wirtschaftswissenschaftler José Guerra.

    https://www.welt.de/politik/ausland/...-zu-essen.html


    Das gleiche Schicksal wird dem Euro ereilen. Zuerst schleichende Inflation, dann galoppierende Inflation und wird übergehen in eine Hyperinflation. Der Zeitraum im dem das geschieht kann schlecht eingeschätzt werden, aber das wird geschehen, weil in vielen Verträgen mit dem Inflationsindex gearbeitet wird, bedeutet dass die Preise nach dem Inflationsindex angepasst werden und ab hier wird sich die Inflation verselbständigen. Gebe dazu einen guten Rat: unterschreiben Sie niemals einen Mietvertrag mit einer Inflationsanpassung Klausel. Diese Klausel mit der Inflationsanpassung wird dem Euro erheblich zum Niedergang verhelfen - weil das Vertrauen in den Euro auf Grundeis gehen wird. Die deutsche Regierung lässt sich ihre Diäten mit dieser Inflationsanpassung Klausel auch vollautomatisch erhöhen. Das kommt daher, alle sind gierig auf ein Meer, ein jeder will auf anderen Kosten Leute, immer mehr einnehmen, das wird den Euro abwerten und seine Kaufkraft wird schwinden. Die für 2019, mit der 20%igen Strom und Gas Versteuerung, wird dafür sorgetragen dass immer weniger Menschen immer weniger Geld für ihren Konsum zu Verfügung stehen wird. Die Verarmung der Menschen kennt dann keine Grenzen mehr und zur Rezession ist es dann auch nicht mehr weit...

  3. #3
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    Japan von der Hyperinflation erfasst? : 1 Fisch kostet 2,7 Millionen Euro!

    Sushi-Laden ersteigert Thunfisch für 2,7 Millionen Euro!

    Nirgendwo wird so viel Blauflossenthunfisch gegessen wie in Japan. Die Überfischung, die schon lange internationale Kritik hervorruft, hat dazu geführt, dass die Art in ihrem Bestand stark gefährdet ist.

    https://www.bild.de/news/ausland/new...8024.bild.html

  4. #4
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    Iran will wegen Inflation vier Nullen bei Währung streichen

    Die iranische Zentralbank will im Kampf gegen die hohe Inflation im Land vier Nullen bei der Währung Rial streichen.

    Schon im Dezember 2017 wollte die Zentralbank zumindest eine Null entfernen.

    https://orf.at/#/stories/3106676/


    Im Berliner Reichstag könnten man auch einige Nullen streichen...Loll...wenn ein Brechmittel Kanzler werden will ...

    https://www.google.com/search?client...er+werden+will

  5. #5
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    Deutschland: Die Preise steigen weiter an

    Im Jahr 2019 dürfte die Inflation das Gehaltsplus in Deutschland zum großen Teil aufzehren. Real bleibt im Schnitt wohl nur ein kleiner Kaufkraftgewinn. Handelskrieg und Brexit-Chaos lassen Unternehmen vorsichtig werden.

    Im Jahr 2019 bekommen es Arbeitnehmer mit einem neuen, alten Feind zu tun: der Inflation. Selbst die offiziellen Statistiken weisen inzwischen einen Anstieg der Verbraucherpreise auf breiter Front aus: Allenthalben wird eine Teuerung von annähernd zwei Prozent erwartet.

    Das ließe sich vielleicht verkraften, könnten die Beschäftigten kräftigere Lohnsteigerungen durchsetzen. Doch dafür stehen die Chancen in diesem Jahr weniger gut. Nicht, dass die Gewinne der Unternehmen auf breiter Front eingebrochen wären, viele Firmen verdienen weiter prächtig. Doch die globale und nationale Gemengelage lässt viele Arbeitgeber bei Personalausgaben vorsichtiger werden oder sogar auf die Bremse treten.

    https://www.welt.de/wirtschaft/karri...chens-ein.html

  6. #6
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    Venezuelas Parlamentspräsident erklärt sich zum Staatschef

    Der Präsident des entmachteten Parlaments von Venezuela hat sich zum Staatschef des südamerikanischen Landes erklärt. "Vor dem allmächtigen Gott gelobe ich, die Kompetenzen der Exekutive als Interims-Präsident von Venezuela zu übernehmen", sagte Juan Guaidó am Mittwoch bei einer Kundgebung vor Anhängern in der Hauptstadt Caracas. "Lasst uns alle schwören, dass wir nicht ruhen, bis wir die Freiheit erlangt haben", sagte er.

    Der 23. Januar ist in Venezuela ein historisches Datum - vor 61 Jahren endete an diesem Tag die Herrschaft des Diktator Marcos Pérez Jiménez, der das Land sechs Jahre im eisernen Griff gehalten hatte.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...a-1249559.html

  7. #7
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    Strafzinsen sind nicht alternativlos!

    Wer sich einmal in einem Irrgarten verlaufen hat, kennt das hoffnungslose Gefühl. Man weiß schon zwei, drei Ecken vorher, bald wird man in eine Sackgasse geraten.

    So geht es EZB und IWF seit einiger Zeit.

    https://der-5-minuten-blog.de/wp-con...afzinsen-1.JPG

    https://der-5-minuten-blog.de/wp-con...afzinsen-2.JPG

    https://der-5-minuten-blog.de/wp-con...-3-595x747.jpg

    Die meisten Notenbanken konnten noch vor einem Jahrzehnt bei einer schweren Rezession die Zinsen senken.

    Das scheint nun nicht mehr zu funktionieren. Der Leitzins der EZB liegt bereits bei Zero.

    Der Zins für den Einlagesatz sogar einen Schnaps darunter. (-0,4%)

    Strafzinsen Ahoi!

    Hat die EZB also etwa bereits ihr Pulver verschossen?

    Der IWF denkt nein.

    Warum nicht die Zinsen bei der nächsten großen Krise einfach massiv in den negativen Bereich drücken?

    Alles, was man dazu braucht, ist nur eine kleine feine Idee für das folgende Problem:

    Die A-Karte in der Hand

    Wie lässt sich das Bargeld gleichermaßen entwerten?

    Der IWF glaubt nun die Antwort darauf zu haben Sie ist bestechend einfach. Wird offizielles Geld per Strafzinsen abgewertet, haben Händler die Arsch-Karte in der Hand. Ihnen wird nichts anderes übrig bleiben, als die Strafzinsen bei Barzahlungen aufzuschlagen.

    https://der-5-minuten-blog.de/strafz...los#more-13002

    https://der-5-minuten-blog.de/



    Abwertung des Bargelds Wie der IWF Minuszinsen durchsetzen will

    Der Internationale Währungsfonds zeigt, wie Zentralbanken Minuszinsen durchsetzen können. Bargeld würde dabei an Wert verlieren. Ökonomen sind entsetzt. Carla Neuhaus

    https://www.tagesspiegel.de/wirtscha.../23978808.html

  8. #8
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    Inflation: Kleine Ursache, große Wirkung Von Dr. Bernd Heim-14. Februar 2019

    Zur Inflation haben wir Deutschen ein sehr angespanntes Verhältnis. Zweimal löste sich in den letzten hundert Jahren die Reichsmark in inflationäre Luft auf. Das hat Spuren hinterlassen, die auch heute noch nachwirken, selbst wenn die Masse der heute lebenden Deutschen die extrem schädlichen Auswirkungen der Inflation nur vom Hörensagen kennt. Wenn überhaupt hat man die inflationären Schübe der 1970er Jahre persönlich miterlebt.

    Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank ist für die meisten Anleger auch deshalb ein Problem, weil im Hintergrund immer unausgesprochen die Frage steht, was geschehen wird, wenn die Inflationsrate wieder anzieht. Werden die Zinsen dann mit der Inflation steigen oder werden sie langsamer steigen?

    Im besten Fall werden sie schneller steigen als die Teuerung. Doch diese Hoffnung dürfte bei den meisten Landsleuten nur schwach ausgeprägt sein. Die Masse der Sparer fürchtet, dass die Zinsen bei steigender Inflation zu langsam angehoben werden. Eine derart zögerliche Zinspolitik der Notenbanken würde die Spargroschen noch schneller entwerten, als es jetzt schon der Fall ist.

    Einzelne rechnen gar mit einer Hyperinflation. Die extrem gewachsene Geldmenge muss sich eines Tages auch in höheren Verbraucherpreisen niederschlagen, und wenn der Bann erst einmal gebrochen ist, dann gibt es für die Preise am Ende kein Halten mehr, sagen sie. Pfiffige Werbetexter greifen diese Ängste gerne auf und gießen sie verkäuferisch geschickt gemacht in jene Schauermärchen, die Sie anschließend in Ihrem E-Mail-Postfach vorfinden.

    Schon ein kleiner Anstieg der Inflation hat große Folgen

    Man muss jedoch kein notorischer Schwarzseher sein und bald wieder Weimarer Verhältnisse fürchten, um einem Anstieg der Inflation mit Sorge entgegenzusehen. Der Grund dafür liegt im ausgesprochen niedrigen Zinsniveau und in der Höhe der allgemeinen Verschuldung.

    Weil die Zinsen in den vergangenen Jahren so günstig waren, konnte sich ein jeder mehr Schulden leisten. Das fing bei den Konsum- und Immobiliendarlehen an und endete bei den Unternehmenskrediten. Nicht umsonst sehen wir derzeit ambitionierte Preise für Häuser und Wohnungen auf dem Immobilienmarkt und satte Prämien, die bei der Übernahme eines Konkurrenten gezahlt werden.

    Zwar sind viele dieser Kredite mit einer Zinsbindung versehen, doch auch die längste Fixierung des Zinssatzes läuft eines Tages aus. Spätestens an diesem Tag sind die aktuell gegebenen Zinsen zu zahlen. Ob dies den Kreditnehmern dann noch möglich sein wird, ist eine sehr entscheidende Frage. Lautet die Antwort ’nein‘, wird der Verkaufsdruck steigen, weil der Druck der Schulden zu groß wird.

    Doch schon bevor die Zinsbindungen in Masse auslaufen, werden die Preise reagieren. Sie müssen schon allein deshalb sinken, weil die Zahl der Käufer, die sich bei allgemein steigenden Zinsen hohe Zinslasten noch leisten kann, immer geringer wird. An dieser Stelle bringt das niedrige Zinsniveau einen weiteren Effekt ins Spiel.

    Die Zinslast wird explodieren

    Besonders teuer wird eine steigende Inflation, die zu steigenden Zinsen führt, für den deutschen Finanzminister. In Zeiten negativer Zinsen bekommt er sogar Geld dafür, wenn er sich welches leiht. Diese traumhaften Zustände sind möglicherweise schon bald vorbei. Zwar werden Olaf Scholz und seine Nachfolger in den nächsten Jahren keine extrem hohen Zinsniveaus zu zahlen haben. Doch selbst ein Anstieg der Zinsen für Staatsanleihen von 0,5 auf 1,0 Prozent verdoppelt die Zinslast.

    Dieser Effekt wirkt auch bei den privaten Schulden. Auch hier wird die Zinslast selbst dann spürbar steigen, wenn die Zinssätze nur um 0,5 oder um einen Prozentpunkt steigen. Mancher Eigenheimbesitzer könnte schon bald mit der Situation konfrontiert sein, dass seine Zinslast sich verdoppelt hat. Um sie zu bedienen, muss entweder die Tilgung reduziert oder an anderer Stelle gespart werden.

    Hässliche Bremsspuren im privaten Konsum und im Investitionsklima sind dann die Folge. Ein verhältnismäßig geringer Anstieg der Leitzinsen könnte somit schnell enorme Verwerfungen hervorrufen. Kommen externe politische oder ökonomische Schocks noch hinzu, dürfte die Lage schnell ausgesprochen ungemütlich werden.

    Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Handelstag und grüße Sie herzlich

    Ihr

    Bernd Heim

    PS.: Die Informationen auf 7vor8.de sind für Sie kostenlos. Trotzdem: Jeder Artikel basiert auf einer gründlichen Recherche und verursacht eine Menge Aufwand. Deshalb meine Bitte an Sie: Teilen Sie diese Kolumne mit Ihren Freunden und Bekannten, wenn Sie möchten, dass auch Ihr persönliches Umfeld von diesen wertvollen Informationen profitiert.

    Der Beitrag Inflation: Kleine Ursache, große Wirkung erschien zuerst auf 7 vor 8 – Der Börsenausblick am Morgen.

    https://www.finanztrends.info/inflat...sse-wirkung-3/

  9. #9
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    Die „gefühlte“ Inflation erreicht eine neue Dimension

    Die Statistiker berechnen die Teuerung neu. Schon jetzt empfinden viele Verbraucher die Inflation höher, als sie offiziell ausgewiesen wird. Ausgerechnet ein Eingriff bei den Wohnkosten wird diese Diskrepanz künftig noch vergrößern.

    Irgendwann merkt Michael Kuhn selbst, dass seine Aussagen für einen Großteil der Bürger absurd klingen müssen. Er ist oberster Herr der Preise beim Statistischen Bundesamt, zuständig für die Inflationsberechnung. Am Donnerstag erläuterte er die Veränderungen, die dabei nun vorgenommen werden. Das führt teilweise zu Effekten, die – vorsichtig gesagt – schwer zu vermitteln sind. Und so fragt sich auch Kuhn: „Glaubt man uns das noch?“

    Dass die Inflationsberechnung aktualisiert wird, ist nichts Besonderes. Dies geschieht alle fünf Jahre, und so auch jetzt, turnusgemäß. Doch diesmal wird insbesondere auch die Berechnung der Preissteigerungen bei Mieten stark verändert. Dies führt dazu, dass diese sich künftig deutlich schwächer auswirken als bisher. Rückwirkend wirkt der Ausgabenkomplex „Mieten“ sogar preisdämpfend – was bei praktisch jedem Bürger der Intuition widersprechen dürfte. Und auch wenn die Statistiker dafür gute Begründungen haben, so bleibt doch die Frage, warum dies gerade jetzt geschieht, da die Wohnungsnot vor allem in Metropolregionen zunehmend offensichtlich wird. Doch auch dafür hat Kuhn ein Argument.

    Die Berechnung der Preissteigerungsrate basiert auf dem sogenannten Warenkorb, in dem sämtliche Waren und Dienstleistungen enthalten sind, die die Deutschen kaufen. Das Gewicht der einzelnen Waren wird dabei beispielsweise anhand der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe festgelegt, bei der 60.000 Haushalte befragt werden. Alle fünf Jahre wird der Warenkorb einer Grundüberholung unterzogen – kaufen die Menschen mehr Kaffee, steigt der Anteil von Kaffee. Und manches fällt irgendwann auch ganz heraus oder wird ersetzt – von Schallplatten ging es im Lauf der Jahrzehnte über CDs bis hin zu Musikstreamingangeboten.

    https://www.welt.de/wirtschaft/artic...en-werden.html

  10. #10

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    Die gewollte Inflation, damit die Steuern sprudeln?

    Ja, mit dem Warenkorb und der publizierten Preissteigerungsrate ist dies
    so eine Sache. Die Bürger scheinen hier überfordert, diese Rate zu ver-
    stehen. Persönlich ging ich gestern an die Zapfsäule und musste eine
    Erhöhung um 8 Euro je 100 Liter an zwei Tagen feststellen. Nun, könnte
    hier noch nebenbei erwähnt werden, dass die Preissteigerung von Anfang
    des Jahres bis heute fast 30 Euro beim Sprit beträgt. Kein Bürger möchte
    hier wirklich den Prozentanstieg von Anfang des Jahres bis heute hören.
    Dem Himmel sei Dank, dass die Preise bei den Wohnmieten nicht so stark
    steigen. Auch hier gilt, dass die Nebenkosten also auch wieder Energie
    Heizöl stärker gestiegen sind. Ein Glück, dass die Nahrungsmittel nicht so
    stark steigen. Hier gilt, dass die "armen Landwirte" einen starken Beitrag
    zur Inflationsbekämpfung leisten. Die landwirtschaftlichen Produkte sind
    seit der Gründung der BRD stetig nach unten gegangen. Viele Bauern stehen
    heute trotz Agrarhilfe vor dem "Aus". Die Kosten zur Produktion der Nahrungs-
    mittel sind höher, als der jeweilige Erlös. Die Bundesregierung schließt die
    Augen. Auch auf diesem Sektor "Agrar" bleibt die Inflation in Form von Dünger,
    Pflanzenschutz, Maschinen-Afa und wieder Sprit nicht stehen. Der trockene
    Sommer und damit große Ernteausfälle haben noch etwas Sahne drauf ge-
    tan. Nicht genug, jetzt bekommen die Landwirte schon genau vorgeschrieben
    was sie Düngen dürfen. So mancher Gemüsebauer der früher versucht hat
    zwei Ernten einzubringen, wird dies in der Zukunft nicht mehr dürfen, weil
    er dann mit der Düngemittelverordnung usw. in Konflikt kommt.
    Also die Inflation ist für alle Betroffenen schwer. Natürlich die Lohn- und Ge-
    haltsempfänger leider hier sehr stark, wenn die Lohn und Gehaltserhöhungen
    nur unter drei % liegen und die sonstigen Kosten erheblich höher steigen.
    Der Staat verdient gerade am Öl sehr stark und könnte in dem jetzt schwierigen
    Umfeld auch schon mal die strategischen Reserven einsetzen, um eine Preis-
    beruhigung an den Zapfsäulen zu erreichen. Die vielen Militärflugzeuge, die
    bei jedem Übungsflug 30 bis 60 t verschwenden, müssen auch nicht in dieser
    schwierigen Zeit aus Sicht der Verbraucher sein. Es gibt leider keine Gerechtig-
    keit.

  11. #11
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    Beim Strom zockt der deutsche Staat Milliarden ab...

    Zitat Zitat von HuppertzR Beitrag anzeigen
    Der Staat verdient gerade am Öl sehr stark und könnte in dem jetzt schwierigen
    Umfeld auch schon mal die strategischen Reserven einsetzen, um eine Preisberuhigung an den Zapfsäulen zu erreichen.

    Mit der Stromsteuer presst der Staat noch mehr Kohle aus dem Volk.

    Sollten der Strompreis steigen, werden alle Lebensmittel teurer, und das vollautomatisch.

    Brot: die meisten Bäckereien beheizen die Backöfen elektrisch.

    Milch wird auch teurer, Molkereien betreiben die Verarbeitungsmaschinen elektrisch.

    Alle Zeitungen werden teurer, sollten die Stromkosten steigen.

    Der kleine Endverbraucher muss das alles bezahlen, das wird so viel werden dass der gewohnte Lebensstandard zusammenbricht.

    Und wo hat der Staat, seine Stromreserven gebunkert?

    Das Volk wird immer ärmer werden….

    https://www.google.com/search?client...e+aus+dem+Volk



    Beweis: Bundesrechnungshof

    Der Präsident des Bundesrechnungshofs attackiert die Energiesteuer.

    Es gebe „viele überkommene Regelungen“, sagte Scheller, etwa „bei den haushaltsnahen Dienstleistungen,

    den Ausnahmen für Unternehmen von der

    >>>>>>>Strom- und Energiesteuer<<<<<<<

    und natürlich bei der Mehrwertsteuer“.


    Das Förderprogramm des Bundes für Elektroautos kritisierte Scheller als nicht zielführend. „Wir haben uns das Programm angeschaut und in der Tat festgestellt, dass ein großer Teil des Geldes immer noch im Fördertopf ist, obwohl das Programm in diesem Jahr auslaufen soll.“ Dass das Geld in Förderprogrammen gebunden sei, wo es nicht abgerufen werde, sei „nicht gut“. Die Bundesregierung solle sich stattdessen „ernsthaft mit der Einführung einer CO2-Bepreisung“ beschäftigen. „Wer den Ausstoß von Schadstoffen bezahlen muss, hat Ansporn, sie zu verringern.“

    https://www.welt.de/politik/deutschl...ersystems.html


    Ergo: Sollte die Industrie die tatsächlichen Strom und Energiekosten bezahlen müssen, werden Artikel des täglichen Bedarfs deutlich teurer werden.

  12. #12

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    Und das makabere an der Hyperinflation ist, dass der Staat gut kassiert?

    Alles ist im Vortext gut beschrieben. Die Nahrungsmittelpreise steigen
    durch die Energiekosten in Form von Strom und Öl. Der Vater Staat
    treibt die Ölpreise nicht nur durch das Militär an. Hoffentlich bleiben
    die Brötchen in der Zukunft noch bezahlbar. Die großen Brote ver-
    schlingen bei manchen kleinem Lohn einen Stundenlohn, die Hyperin-
    flation wird ein Dauerthema bleiben. Hoffentlich haben die Scheichs
    ein Erbarmen mit uns und senken zum Sommer hin die Ölpreise. Hier
    gibt es bekanntlich leider keinen Markt mehr. Gibt es heute schon
    Stromkartelle? Wenn die zwei großen der Branche E.ON und RWE
    fusionieren bzw. Innogy zerschlagen wird, entsteht nicht unbedingt
    mehr Wettbewerb. Für die Nahrungsmittelproduzenten könnte es
    2019 schwierig werden überhaupt noch etwas anzubauen? Nicht
    jeder Landwirt kann mit "rot" in Form von "Minus" produzieren. Was
    passiert, wenn das Mehl für den Bäcker fehlt? Eine große Zuckerfabrik
    berichtet darüber, dass jetzt schon die Tanks von Flüssigzucker leer
    seien und daher nichts mehr verkauft werden kann. Man stelle sich
    vor, jetzt ist erst Febr und die mögliche nächste Ernte kommt erst
    wenn überhaupt Sept. Geht unser Staat noch richtig mit Verbraucher
    und Produzenten um?

  13. #13
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    Der Traum vom leichten Geld

    Zitat Zitat von HuppertzR Beitrag anzeigen
    Alles ist im Vortext gut beschrieben. Die Nahrungsmittelpreise steigen durch die Energiekosten in Form von Strom und Öl. Der Vater Staat treibt die Ölpreise nicht nur durch das Militär an. Hoffentlich bleiben die Brötchen in der Zukunft noch bezahlbar. Die großen Brote verschlingen bei manchen kleinem Lohn einen Stundenlohn, die Hyperinflation wird ein Dauerthema bleiben. Hoffentlich haben die Scheichs ein Erbarmen mit uns und senken zum Sommer hin die Ölpreise. Hier gibt es bekanntlich leider keinen Markt mehr. Gibt es heute schon Stromkartelle? Wenn die zwei großen der Branche E.ON und RWE fusionieren bzw. Innogy zerschlagen wird, entsteht nicht unbedingt mehr Wettbewerb. Für die Nahrungsmittelproduzenten könnte es 2019 schwierig werden überhaupt noch etwas anzubauen? Nicht jeder Landwirt kann mit "rot" in Form von "Minus" produzieren. Was passiert, wenn das Mehl für den Bäcker fehlt? Eine große Zuckerfabrik berichtet darüber, dass jetzt schon die Tanks von Flüssigzucker leer seien und daher nichts mehr verkauft werden kann. Man stelle sich vor, jetzt ist erst Februar und die mögliche nächste Ernte kommt erst wenn überhaupt Sept. Geht unser Staat noch richtig mit Verbraucher und Produzenten um?
    Das ist wie bei jedem Staat:

    Überall wird betrogen und das Volk belogen - wichtig ist nur - den Oberen, den Regierenden geht´s soweit super gut.

    Schauen wir nach Schweden in das Jahr 1654 zurück:

    Bargeld: Der Traum vom leichten Geld, Seite 2/2: Erste Kredite im Sommer 1661

    Inhalt

    Seite 1 — Der Traum vom leichten Geld
    Seite 2 — Erste Kredite im Sommer 1661

    Teil II :

    Tatsächlich ging Johan Palmstruch anfangs ganz ähnlich vor. Seine Kunden deponierten ihre Plattenmünzen in den Kellern der Stockholms Banco. Und Palmstruch gab ihnen Scheine, auf denen er den Wert des hinterlegten Kupfers notierte. Eine prima Sache: Der Banker bekam eine Gebühr, und seine Kunden erhielten Scheine, die sie als Zahlungsmittel einsetzen konnten. Allerdings machte der Erfolg die Akteure bald übermütig.

    Es ist nicht mehr herauszufinden, wer auf die Idee kam, von diesem Verfahren abzuweichen. Ob die Kunden meuterten, weil der Marktpreis des Kupfers schwankte, während der Betrag auf ihren Scheinen festgeschrieben war? Ob sich der gewiefte Bankier Palmstruch ausrechnete, dass er mehr verdienen könnte, wenn er auch noch ins Kreditgeschäft einstiege? Oder ob ihn der schwedische Adel aus Geldgier dazu trieb? Vermutlich kam eines zum anderen.

    Jedenfalls begann die Bank im Sommer 1661, erstmals Kredite auszureichen. Die sichtbare Neuerung dabei: Auf den Geldscheinen standen nun runde Beträge statt der Anzahl hinterlegter Kupferplatten. Es waren auch keine Namen mehr darauf verzeichnet. Nicht die Besitzer der Kupferdepots im Keller der Bank, sondern die Bank selbst bürgte jetzt für den Wert der Scheine.

    Aus dem Quittungsgeld waren Banknoten geworden. Banknoten, wie wir sie heute kennen – nur mit dem Unterschied, dass es in der schwedischen Notenbank noch keinen Zentralbankrat gab, um die Zinssätze festzulegen, und erst recht keinen Chefvolkswirt, der hätte berechnen können, welche Geldmenge der Wirtschaft angemessen sei. Und leider interessierte sich auch in der Politik keiner für solche Petitessen, solange die Bank genug Scheine ausspie.

    Christina hatte nach nur zehn Jahren im Amt 1654 abgedankt, um sich in Italien ganz der Kunst zu widmen. In ihrer Liebe zu Rom trat die Tochter des Protestantenführers sogar zum Katholizismus über, was die Schweden umso mehr erboste, als das Land weiter für sie aufkommen musste. Und ihr Cousin und Nachfolger, König Karl Gustav, schaffte es gerade mal, teure Kriege gegen Polen und Dänemark zu führen, bevor er nach wenigen Jahren auf dem Thron 38-jährig an Lungenentzündung starb. Für seinen minderjährigen Sohn Karl übernahm daraufhin Reichskanzler Magnus Gabriel de la Gardie die Geschäfte, doch der hatte ebenfalls wenig Interesse, der Bank Zügel anzulegen. Schließlich war er selbst einer ihrer besten Kunden.

    Manche Historiker behaupten, de la Gardie sei ein verflossener Liebhaber der Königin gewesen, immerhin war er es, der Christina den Silberthron schenkte. Andere sagen der Königin ein lesbisches Verhältnis zu einer Hofdame nach. In jedem Falle teilten de la Gardie und Christina den Hang zu Luxus: Während sie Gemälde und Münzen anhäufte, sammelte er Schlösser. Einige davon hatten schon seine Vorfahren erbaut, nachdem sie, aus Frankreich kommend, in die Dienste der Schweden getreten waren, den Großteil der Schlösser aber baute oder kaufte der schöngeistige Mann in seiner Zeit als Reichskanzler. Auf dem Höhepunkt seiner Macht besaß er über 40 prachtvoll eingerichtete Residenzen. Und viele Adelige taten es ihm nach – stets mit freundlicher Unterstützung der Stockholms Banco.

    Bei diesem Bauboom war es kein Wunder, dass die schwedische Wirtschaft alsbald Anzeichen einer Überhitzung entwickelte: Schon 1663, nur zwei Jahre nach Abkehr von der Kupferdeckung, so der Ökonom Heckscher, begann das Land unter einer Inflation zu leiden. Wie immer traf der Preisauftrieb vor allem die einfachen Leute, die keine Schlösser gebaut hatten, nun aber plötzlich horrende Summen für Brennholz und Brot zahlen mussten. Allerdings sollten diesmal auch die Verursacher der Krise nicht ungestraft davonkommen.

    Weil viele Adlige ihre Kredite nicht zurückzahlen konnten, war die Stockholms Banco selbst in Schieflage geraten. Der Staat musste sie vor dem Konkurs retten, was wiederum zu Haushaltsnöten führte. "Aus der Immobilienkrise entwickelte sich eine Bank- und Währungs- und schließlich eine Staatsschuldenkrise", analysiert Historiker Mäkeler, "ähnlich wie wir das nach 2008 im globalen Maßstab beobachten konnten."

    In Schweden wurde Banker Palmstruch damals zunächst zum Tode verurteilt, dann ersatzweise eingekerkert. Reichskanzler de la Gardie konnte sich zwar noch über die Volljährigkeit seines Mündels, König Karls, hinaus im Amt halten, musste dann allerdings – Höchststrafe! – seine Schlösser abgeben: Im Zuge der "Reduktion" zog der junge König alle Liegenschaften der Adligen ein, um die marode Staatskasse zu sanieren.

    Auch die Stockholms Banco wurde 1668 nach der Rettungsaktion verstaatlicht. So entstand die Schwedische Reichsbank – die älteste noch existierende Zentralbank der Welt (da das EU-Mitglied Schweden sich dem Euro bisher verweigert). Das Papiergeld wurde damals ebenfalls verboten und aus dem Verkehr gezogen.

    Wenige Jahre später jedoch, 1694, gab die neu gegründete Bank of England Noten heraus. Das erste deutsche Papiergeld kursierte 1705 in Köln. 1718 zogen die Franzosen nach. Die Schweden dagegen sollten erst 1745 wieder Geldscheine bekommen, wie man in einem Rückblick nachlesen kann, den die Reichsbank letztes Jahr veröffentlichte.

    In diesem Aufsatz machen sich die Zentralbanker auch über die Zukunft und den Ausgang des jüngsten schwedischen Experiments Gedanken. Die Bedeutung der Geldscheine schrumpfe, wenn immer mehr Menschen mit Karte oder mit dem Handy bezahlten, schreiben sie und fragen: "Wird das Zahlungssystem dadurch insgesamt anfälliger, oder geht es dabei nur um technische Sicherheit?"

    https://www.zeit.de/2016/42/bargeld-...zmarkt/seite-2

    Teil I :

    https://www.zeit.de/2016/42/bargeld-...e-schwarzmarkt

  14. #14
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    Helikoptergeld, um die Inflation anzuheben?

    Das Ende der Eurozone droht, die Maßnahmen werden skurril

    Zehn Jahre ist es her, dass sich die Welt in einer ernsthaften Wirtschaftskrise befand. Gelernt haben wir aus dieser Krise offensichtlich äußert wenig. Mittlerweile ist es aber einem jeden klar, dass man sich eben doch nicht mit ultraviel billigem Geld aus der Krise drucken kann.

    Die Probleme der letzten Finanzkrise wurden keinesfalls gelöst, sondern lediglich in die Zukunft gedruckt. Jetzt sind die Probleme wieder da. Die Anzeichen in der Eurozone stehen auf Rezession. Jedoch nicht nur in Südeuropa, das sich seit 2008 nicht mehr richtig erholt hat, sondern eben auch beim Exportweltmeister Deutschland. Nach einem historisch einmaligen, künstlichen Boom, ausgelöst durch niedrige Zinsen und billiges Geld, geht der Zyklus dem Ende entgegen und stürmische Zeiten sind zu erwarten.

    Die Konjunktur verschlechtert sich zusehends. Jetzt stellt sich die Frage, was die Geldmagier der Europäischen Zentralbank rund um EZB-Boss Draghi nun aushecken werden, um das System noch länger am Laufen zu halten. Im Gegensatz zur FED konnte man durch das Zwangskorsett des Euros die Zinsen nicht erhöhen, um sich einen Puffer aufzubauen für die nächste Krise.

    Verzweifelte Zinspolitik

    Die Ausgangslage für eine erneute Krise ist denkbar schlecht. Die Auswirkungen der Finanz- und Eurokrise sind immer noch spürbar und die Medikamente haben lediglich die Symptome bekämpft aber der Patient ist nicht stabil. Mit einer zweiten Krise à la 2008 droht das Ende der Eurozone.

    Aus diesem Grund werden die Maßnahmen und Ideen immer skurriler und verzweifelter. Die Zinsen in der Eurozone sind bereits auf null Prozent gesenkt, das Aufkaufprogramm hat die Bilanz der EZB um 2,5 Billionen Euro aufgebläht und die Wirksamkeit lässt zu wünschen übrig. Die Target2 Salden unterstreichen zudem, dass das ganze Eurosystem dysfunktional ist. Deutschland hat momentan 868 Milliarden Euro zinsfrei an die Partner verliehen. Im Übrigen darf man nicht vergessen, dass wir Bürger für diese gigantischen Summen im Notfall haften.

    Italiens Wirtschaft darbt und steckt schon in der Rezession, in Frankreich gehen die Bürger auf die Straße und der Brexit wird vermutlich auch unkoordiniert über die europäische Bühne gehen - mit heftigen Auswirkungen dies- und jenseits des Kanals.

    Griechenland, welches im August 2018 noch von der EZB und der EU als geheilt betitelt wurde, hat bald wieder genauso so viele Schulden wie vor der Rettungsorgie und die Finanzbranche in Italien und Spanien ist immer noch extrem belastet mit not-leidenden Krediten und ist de facto teilweise marode und bankrott. Also alles gut, oder?

    Mit der nächsten Krise könnte die EZB zweifellos die Zinsen noch weiter senken, also Negativzinsen installieren, wovon wir ausgehen. Dann müsste man jedoch ran ans Bargeld und dann wäre das Jammern groß. Denn die Bürger würden dann die Banken stürmen und ihre Konten leeren, da es immer noch günstiger wäre das Geld im Schließfach zu horten als auf dem dann teuren Sparbuch.

    Ein Verbot ist aber bei den bargeldverliebten Deutschen nicht möglich. Auch die Abhängigkeit von Strom wäre ein gefährliches Klumpenrisiko. Also muss man sich andere Ideen überlegen, wie schon geschehen von IWF und EZB. Nichtsdestotrotz werden die Banken bald wieder jede Menge frisches Geld benötigen. Doch woher soll eben dieses kommen?

    Rettungsweg "TLTRO"?

    Das Zauberwort heißt TLTRO (Targeted Longer-Term Refinancing Operations). Darunter versteht man ein milliardenschweres Kreditprogramm für die Banken. Wegen fehlenden Alternativen werden wir bald von eben diesem Programm hören. Wir gehen davon aus, dass die EZB-Kredite dieses Mal die bereits im Juni 2014 und im März 2016 vergebenen Kredite weit in den Schatten stellen werden.

    Dies bedeutet, dass fleißig weiter Geld gedruckt wird. Die Banken werden sich bestimmt über die Aktion der Notenbank freuen und das ein oder andere Fläschchen hochpreisigen Schaumweins aufmachen. Doch auch dieses Programm wird nicht ausreichen. Als nächstes kommt dann eine Neuauflage der Langfristkredite für die Geschäftsbanken.

    Der letzte Akt der Insolvenzverschleppung

    Sollte diese Maßnahmen nicht ausreichen — wovon wir ausgehen — dann muss eben noch mehr Geld her, viel mehr Geld verteilen noch besser über den Menschen ausschütten— die nächste Insolvenzverschleppung hat den Namen: Helikoptergeld - um die Inflation anzuheben und die chronische Nachfrageschwäche auszumerzen. Da die Staaten bereits bis zur Halskrause verschuldet sind, muss das Geld woanders herkommen.

    Also soll die Zentralbank das Geld einfach drucken oder besser gesagt elektronisch per Knopfdruck erschaffen. Unter Helikoptergeld versteht man, dass die Zentralbank (direkt oder indirekt) sehr große Mengen an Geld unters Volk bringt und damit der Konsum angeregt wird.

    Jedoch wird auch mit dieser irrsinnigen Aktion das Problem einer Welt, die bis zum Kinn verschuldet ist, keinesfalls gelöst, sondern es wird lediglich abermals nur eines gewonnen - Zeit. Das wäre die letzte Bastion der Idiotie um ein komplett gescheitertes System künstlich am Leben zu erhalten. Merken Sie was?

    Es geht nur noch um Zeitgewinn. Keiner spricht mehr von nachhaltigen Lösungen. Die Finanzwelt ist süchtig nach der Droge billigem Geld. Sie benötigt immer mehr in immer kürzeren Abständen. Auf Dauer kann und wird dies jedoch nicht gut gehen.

    Unserer Ansicht nach ist "Helikoptergeld" das letzte sinnfreie und desperate Aufbäumen vor dem endgültigen Zusammenbruch eines gescheiterten Systems. Wer bitte wird denn noch an unser Geldsystem glauben, wenn Geld quasi verschenkt wird?

    All diese Maßnahmen zeigen überdeutlich wie desperat die Notenbanken sind. Eine Lösung gibt es nicht. Nur eine Verzögerung des Unweigerlichen. Bereiten Sie sich lieber heute als morgen darauf vor.

    (Matthias Weik und Marc Friedrich)

    https://www.heise.de/tp/features/Kom...n-4316795.html

  15. #15
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    Blick in die Geschichte: Wie Geld entwertet wird

    05. März 2019

    Schon Voltaire pflegte zu sagen, dass Papiergeld immer zu seinem inneren Wert zurückzukehren pflegt. - Gegenwärtig läuft in der Euro-Zone eine große Geldentwertungsaktion, deren Folgen von den meisten wohl erst wahrgenommen wird, wenn es zu spät ist.

    DK | Gegenwärtig läuft in Europa eine große Geldentwertungsaktion, wofür die Europäische Zentralbank (EZB) unter Leitung des Geldfälschers Mario Draghi verantwortlich ist. Angesichts der Billionen-Schuldenberge europäischer Staaten und Unternehmen wird es keine (Real-)Zinsen mehr geben, solange die Euro-Gemeinschaftswährung existiert.

    Die Nullzinsphase war keine Notwendigkeit zur Bekämpfung der Folgen einer Wirtschaftskrise. Sie hat System und wurde gemacht, um den überschuldeten Euro-Ländern (vor allem Frankreich und Italien) ihre finanzielle Existenz zu sichern und sich über die Inflation langfristig entschulden zu können.

    Behauptungen, Draghi habe sein Pulver verschossen und könne bei einer Wirtschaftskrise nicht mehr handeln, weil Notenbanken in der Vergangenheit bei Krisen die Zinsen gesenkt und damit die Kredite verbilligt hatten, sind falsch. Was Draghi immer kann und auch machen wird, ist Geldschöpfung. Wenn er keine Staatsanleihen mehr kauft, wird er direkt Kredite an Banken zu Nullzinsen vergeben, womit diese dann Staatsanleihen kaufen.

    Das führt in eine Inflation, die jeder bereits spüren kann – nur nicht die statistischen Ämter, die die Preissteigerungsraten amtlich festlegen. Ankauf von Statsanleihen oder umfangreiche Notenbankkredite an Banken entsprechen dem Gebrauch der Notenpresse in früheren Zeiten.

    Bereits im vergangenen Jahr mussten die deutschen Sparer wegen der Nullzinspolitik einen Rekordverlust von 38,9 Milliarden Euro hinnehmen, schreibt der Fondsverband BVI. Da das billige Geld in die Immobilienmärkte strömt, zahlen die Mieter ebenfalls für den Euro in Form von drastischen Mieterhöhungen.

    Lebensversicherte sehen den Wert ihrer zusätzlichen Altersversorgung mit jedem jährlichen Standschreiben schwinden. Und schon wird diskutiert, den Kurs den Bargeldes im Verhältnis zu Sparbüchern zu verschlechtern.

    Das müsste zum Beispiel für den Fall geschehen, dass sämtliche Sparguthaben mit einem effektiven Negativzins belegt werden, damit das Geld nicht bei den Banken abgeholt und zu Hause aufbewahrt wird. Beim Internationalen Währungsfonds (IWF) werden bereits entsprechende Debatten geführt.

    Schon Voltaire pflegte zu sagen, dass Papiergeld immer zu seinem inneren Wert zurückzukehren pflegt. Aber bis zu Voltaire muss man gar nicht zurückgehen. Beim Osnabrücker Münz-Auktionshaus Künker hat man aufgeschrieben, wie sich der Münzwert seit Beginn des ersten Weltkrieges entwickelte. Der Text beschreibt auch anschaulich, dass die Flucht in Immobilien keine Lösung ist und dass das Geld bereits wertlos war, als die Hyperinflation einsetzte:

    „Als im Jahr 1915 in der Münzstätte Berlin das letzte preußische 20-Mark-Stück (aus Gold) geprägt wurde, kostete der Zentner subventionierter Kartoffeln in der Stadt Münster 4,70 Mark. 1918 zahlten hungrige Münsteraner auf dem Schwarzmarkt bereits 150 Mark für einen Zentner angestoßener Falläpfel. 1 Pfund Speck kostete damals 40, ein Pfund Butter 26 Mark.

    Man sieht daran deutlich, dass die deutsche (Gold-)Mark in den vier Jahren des Krieges an Wert verloren hatte, auch wenn sich das bei offiziellen Preisen und Löhnen zunächst kaum bemerkbar machte. Und die alten Goldmünzen waren natürlich völlig aus dem Umlauf verschwunden. Die einst auf dem Goldstandard beruhende deutsche Währung war eine Fiat-Währung geworden, eine Währung, deren Glaubwürdigkeit einzig auf der Reputation des Deutschen Staates beruhte.

    Und mit dieser Reputation stand es im November des Jahres 1918 nicht zum Besten. Das Reich hatte etwa 150 Milliarden Mark Schulden. Zum Vergleich: Man schätzte das gesamte Volkseinkommen 1919 auf 142 Milliarden Mark. Dazu kamen immense Reparationen. Um wenigstens die inländischen Kosten zu decken, warf die Regierung die Notenpresse an

    immenser Wertverlust war die Folge: Wer im August 1914 runde 1.000 Mark besessen hatte, verfügte – gemessen an der Kaufkraft – im Oktober des Jahres 1921 noch über 10, im Oktober 1922 über eine Mark. Damit waren die Vermögen verschwunden, ehe die eigentliche Hyperinflation den Preis für eine Briefmarke von 15 Pfennigen auf eine Milliarde Mark schnellen ließ.

    Das Ende der Hyperinflation kam mit der deutschen Rentenmark. Für die meisten Bürger beruhte sie auf einem unbegreiflichen Zaubertrick: Am 15. Oktober 1923 wurde die deutsche Rentenbank gegründet.

    Als Guthaben überschrieb man ihr eine Art Steuer: Alle deutschen Immobilien, die ja nicht unter der Inflation gelitten hatten, wurden mit einer Grundschuld von insgesamt 3,2 Milliarden Rentenmark belegt. Für diese Grundschuld mussten die Grundbesitzer Zinsen zahlen – und ein Teil dieser Zinsen wurde an die Besitzer von Inhaberschuldverschreibungen ausgezahlt. Der Zaubertrick funktionierte Die als Banknoten kursierenden Inhaberschuldverschreibungen wurden von der gesamten Bevölkerung als sichere Währung akzeptiert.“

    https://www.mmnews.de/wirtschaft/117...entwertet-wird


    Wann steigen die Zinsen wieder?: https://youtu.be/PyAjDEnH9zE

    Ergo: Zinsen gibts es wieder sobald der Euro platzt und wir zu nationalen Währungen sowie flexiblen Wechselkursen zurückkehren. Zurück in die Vergangenheit! Freu mich drauf.

    https://www.google.com/search?client...er+Euro+platzt

  16. #16
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    150 Millionen tote Schweine – jetzt droht die globale Fleisch-Inflation

    Schweinepest in China

    Der Virus der tödlichen afrikanischen Schweinepest droht ein Drittel von Chinas Beständen hinzuraffen und treibt die Weltmarktpreise hoch. Peking spielt das Desaster herunter – wohlwissend, wie heikel das Thema Fleischversorgung ist.

    Der Lastwagenfahrer kam vom Lande. Er hatte es eilig, als er vor der Lichtschranke eines großen Futtermittelwerks in Ostchinas Provinz Shandong auf das Signal zur Einfahrt wartete. „Er brauste dann mit Vollgas durch die Sicherheitsschleuse“, beobachtete kopfschüttelnd Uwe Trillmann, Produktmanager bei der VzF Uelzen, einem der größten Dienstleistungsunternehmen rund um die Vermarktung von Schwein und Rind.

    „Alles dauerte nur Sekunden.“

    Eigentlich hätte das Fahrzeug, das Schweinehöfe der Umgebung mit Futter beliefert, erst mit Hochdruckreinigern vom Straßenschmutz befreit werden müssen, bevor es im Schritttempo zur Desinfektion durch die Abspritzanlage fahren dürfte. So verlangen es Chinas Vorschriften.

    „Die Schutzanlagen der Großbetriebe sind tipptopp. Aber die Fahrer wissen es nicht besser,“ sagt der Berliner Jochen Noth, Berater für Tierwirtausbildungsprogramme, der die Szene mit ansah. „Keiner übt hier Aufsicht aus.“

    Die deutschen Agrarexperten, die im Binnenland unterwegs sind, um für das Bundesministerium für Forschung und Entwicklung (BMBF) den Grundstein für ein neues Landwirteberufsbildungszentrum in Weifang zu legen, berichteten WELT, wie fahrlässig grundlegende Vorsorgemaßnahmen missachtet würden. Noth: „So kriegt China seine Tierseuche nicht in den Griff.“

    Aber genau das sei Gebot der Stunde für die Stabilität des Landes und seiner Preise, fordert selbst die Pekinger Regierung. China, wo die meisten Hausschweine der Welt – 700 Millionen jährlich bei einem Bestand von mehr als 430 Millionen Tieren – gezüchtet und konsumiert werden, wird seit neun Monaten von der schlimmsten Tierepidemie seit Jahrzehnten heimgesucht.

    Der für Schweine tödliche Virus des Afrikanischen Schweinefiebers (ASF), gegen den es keinen Impfstoff gibt, hat die Seuche vergangenen August in Nordostchina ausgelöst. 131 seither gemeldete Ausbrüche und unzählige infizierte Zuchthöfe in allen Teilen des Landes wurden isoliert und ihre Schweinebestände gekeult.

    Doch das wirkliche Ausmaß der Krise wird offiziell heruntergespielt. Und die Medien, die für Aufklärung sorgen könnten, berichten nach einheitlichen Vorgaben.

    China beschwichtigt

    Meng Wei, Sprecher der Reform- und Entwicklungskommission NDRC, die auch für Preisstabilität zuständig ist, beschwichtigte Ängste vor Inflation: Die Schweinefleischpreise, die sich Anfang Mai um weitere 14,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat verteuerten, sollten „nicht überbewertet werden“. Sie wirkten sich nicht auf die Stabilität der Verbraucherpreise (CPI) aus. Es gebe ausreichend Geflügel, Fisch und Eier als Alternativen.

    Regierungsbeamte sagten auf dem „Sechsten Global Pig Forum“ am Wochenende in Wuhan, an dem auch die Deutschen teilnahmen, dass sie alles im Griff hätten. Vizeleiter Chen Guanghua vom Landewirtschaftsministerium nannte als Zahl aller bisher zwangsgetöteten Schweine 1,12 Millionen Tiere.

    Die wirkliche Zahl dürfte hundertfach höher liegen. Agrarspezialisten der niederländischen Rabobank schrieben in ihrer jüngsten Studie, sie erwarteten „in China 2019 Produktionseinbußen bei Schweinefleisch zwischen 25 bis 35 Prozent des Bestandes“. Seit vergangenem August hätten sich in allen 31 Provinzen des Landes bis auf die Insel Hainan geschätzte „150 bis 200 Millionen Schweine infiziert, so viel wie das gesamte jährliche Schweinefleischangebot in Europa ausmacht.“

    https://www.welt.de/wirtschaft/artic...weinepest.html

  17. #17

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    Schweinepest in China -Ab die Staaten in der Not wohl enger zusammenrücken?-

    Sehr trauriges Kapitel. In Nordkorea hungern die Menschen infolge der Trockenheit. In
    China könnte es aufgrund der Schweinepest zu einer Hungersnot kommen.

    Wie reagieren wohl die großen Nationen -Russland, USA, Australien, Europa- auf die
    großen Gefahren einer weltweiten Epidemie und wie kann den betroffenen Staaten mit
    Nahrungsmitteln geholfen werden?

    Staatsegoismus hilft hier bestimmt nicht weiter.

  18. #18
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    Experte warnt: Währungsreform wird kommen - am 16.04.2019

    Es droht die staatlich organisierte Geldentwertung

    Stirbt der jetzt schon altersschwache Konjunkturaufschwung schließlich, werden die Rufe nach politischen Maßnahmen zur Linderung der Rezession wieder sehr laut werden. Doch der Spielraum der Geldpolitik ist insgesamt gering und im Euroraum erschöpft. Noch tiefere Zinsen und noch mehr Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank werden kaum neue Impulse geben können. Alle Augen werden sich auf die Fiskalpolitik richten. Und damit die Schuldentürme noch höher wachsen können, werden die Zentralbanken die Finanzierung von Budgetdefiziten übernehmen müssen. Die dazu passende Rechtfertigung liefert die aus den Vereinigten Staaten kommende „Modern Monetary Theory“, die den alten Wein der monetären Staatsfinanzierung in neue Schläuche gießt.

    Noch können sich die Finanzmärkte auf all das keinen Reim machen. Die Aktienmärkte feiern den Aufschwung weiter, während sich die Anleihemärkte auf die Rezession vorbereiten. Keiner denkt daran, was danach kommen könnte: die staatlich organisierte Geldentwertung.

    Thomas Mayer ist Gründungsdirektor des Flossbach von Storch Research Institute und Professor an der Universität Witten/Herdecke.

    https://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-16283539.html


    Ergo: Wie bitte: die staatlich organisierte Geldentwertung? Die Geldentwertung kommt von alleine, wenn die Bürger merken dass der Euro keine Zukunft haben wird, werfen die Leute den Euro weg.

    https://www.google.com/search?client...e+den+Euro+weg.


    Euro: Experte warnt: Währungsreform wird kommen - am 16.04.2019 um 22:02 Uhr

    Rückt das Ende des Euros näher? Laut Frank Walter, Geschäftsführer der Ersten Finanz- und Vermögensberatung efv, ist es zu 100 Prozent sicher, dass es eine Währungsreform geben wird. Das sagte der Finanzexperte dem Focus.

    In der näheren Zukunft scheint es noch nicht so weit zu sein, denn „der politische Wille“ halte den Euro am Leben. Der Grund für Währungsreformen seien üblicherweise Staatsschulden.

    Der Euro am Ende? Finanzexperte sieht Währungsreform kommen

    Schulden seien eigentlich nicht schlimm. Zumindest dann nicht, wenn der Staat im Gegenzug Leistungen erbringe, wie zum Beispiel in Form von Infrastruktur und Bildung. „Wenn aber der Punkt erreicht ist, bei dem die Schulden, so wie jetzt, nur noch durch beliebiges Drucken von Papiergeld gedeckt werden können, wird es kritisch. Dann kommt es immer zu einer Währungsreform“, prophezeit Walter.

    Der genaue Zeitpunkt dafür ließe sich allerdings nicht vorhersagen. Eine aufkommende Inflation sei genau so wie der Versuch, den Bürgern das Bargeld als Wertspeicher wegzunehmen, ein Anzeichen für eine Reform.

    https://www.derwesten.de/panorama/eu...216973247.html

  19. #19

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    Zitat Zitat von Luis Beitrag anzeigen
    Es droht die staatlich organisierte Geldentwertung
    Bis jetzt gibt es "offizielle" keine Inflation also auch keine "Geldentwertung" es kommt halt darauf an wie Inflation gemessen wird. Mein Paradebeispiel: Der DOW von 2018 kauft nur 2,8 mal mehr Eier als der DOW von 1900 . 1900 waren Eier per se super duper Bio also muss man den 2018 Preis von Super duper Bio Eiern zum Vergleich nehmen. Dasselbe gilt auch für Häuser und Grundstücke in USA . Wo ist also Inflation?
    http://www.ft.com/content/50ad90d0-a...c-ad1c6ab5efd1 Investors must brace for extraordinary policy reactions
    A co-ordinated fiscal and monetary response may be the best fit but with unpredictable consequences

  20. #20
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    Die Inflation entlädt sich bei Grundstücken und Immobilien - Banken bremsen !

    Zitat Zitat von vladimirbush Beitrag anzeigen
    Bis jetzt gibt es "offizielle" keine Inflation also auch keine "Geldentwertung" es kommt halt darauf an wie Inflation gemessen wird. Mein Paradebeispiel: Der DOW von 2018 kauft nur 2,8 mal mehr Eier als der DOW von 1900 . 1900 waren Eier per se super duper Bio also muss man den 2018 Preis von Super duper Bio Eiern zum Vergleich nehmen. Dasselbe gilt auch für Häuser und Grundstücke in USA . Wo ist also Inflation?

    München: Grundstückspreise bereits zwischen 5.000 EUR / m² - 8.500 EUR / m²

    Die Preissteigerungen in den Münchner Stadtteilen

    Betrachtet man den Stadtteil Bogenhausen genauer, so fällt auf, dass dort die Grundstückspreise bereits zwischen 5.000 EUR / m² und 8.500 EUR / m² liegen, im angrenzenden Denning und Englschalking bereits bei 2.250 EUR / m² bis 2.600 EUR / m². In Nymphenburg liegen die Preise zwischen 3.700 EUR / m² und 5.500 EUR / m² und in Pasing – Obermenzing bei 2.300 EUR / m² bis 2.800 EUR / m². Schwabing entwickelte sich auf Preise von 3.900 EUR / m² bis 4.900 EUR / m².

    Auch der Münchner Süden steht den zuvor genannten Gebieten in nichts nach. Hier führen Großhadern und Forstenried die Liste der stärksten Preissteigerungen mit Preisen von 2.250 EUR / m² bis 2.500 EUR / m² an. Solln wartet ebenfalls mit einem beachtlichen Anstieg auf: bei bis zu 2.800 EUR / m² liegen hier die Richtwerte.

    https://www.wangenheim.de/de/unterne...ich_verdoppelt

    https://ifunded.de/de/grundstueckspreise/muenchen/

    https://www.boersenforum.de/showthre...l=1#post129528

    Ergo: In der Münchner Innenstadt werden je m² BAULAND über 50.000 Euro bezahlt.

    Der am höchsten bezahlte Bauplatz der Republik liegt demnach mit einem Preis von 50.000 Euro pro Quadratmeter in der Münchner Innenstadt...

    https://www.google.com/search?client...w=1157&bih=746

    1.000m² kosten demnach 50 Millionen Euro - da kommt richtig Fantasie auf!

    Loll... da kosten ein 34m² Wohnkloset mit Kochnische um 310.000 Euro...

    https://youtu.be/ziD-ywVDWFs

    309.900,00 € - 1 Zimmer - 37,51m² - Kaufpreis pro m² 8.261,80 € - Exposé:

    https://www.kskmse.de/de/home/privat...IO-10914985150



    Realer Irrsinn: Zu dunkle Wohnung in Köln: https://youtu.be/egbKNJ5OQOw



    Zitat Zitat von vladimirbush Beitrag anzeigen
    Wo ist also Inflation?
    Die Herrschaften planen die große Inflation und damit keiner sich entzeihen kann machen die vorher die Schotten dicht. Alle sollen absaufen und keiner soll entkommen - eine kollektive Selbstzerstörung.

    https://www.google.com/search?client...iz.gnClqCg-Amc

    https://www.google.com/search?client...Schotten+dicht.

    Goethe und das Papiergeld

    Abstract

    Goethes Faust II, genauer das erste Kapitel wurde vielfach als eine Geld-und Infla-tionstheorie gelesen. Obgleich darin viele Motive anklingen, die in der Erklärung des Geldes eine Rolle spielen, so ist es doch ein Missgriff, Goethe als ökonomische Autorität zu lesen. Allerdings stand er allerdings in regem Austausch mit zeitgenös-sischen Ökonomen, deren Erkenntnisse weitgehend vergessen wurden. Gerade da-rin finden sich viele Elemente für eine Theorie und Philosophie des Geldes. Im Text werden zahlreiche dieser Einsichten vorgestellt und im Kontext der Faust-Dichtung vertieft. Die Figur des Mephistopheles als des „neuen“ Narren erweist sich dabei als wichtige Leitfigur für das Verständnis monetärer Prozesse jenseits der Vorurteile einer traditionellen Quantitätstheorie.Keywords: Faust-Deutungen; Geldtheorie; Ökonomik des 19. Jahrhunderts; Geld als Vertrauen...

    Zur Einstimmung

    Am 16. April 1853, 21 Jahre nach Goethes Tod, beschreibt Karl Marx die vermeintliche Geheimwissenschaft, die an den Finanzmärkten und im Banksystem gepflegt wird:

    „Es gibt wahrscheinlich keinen größeren Humbug inder Welt als das so genannte Finanzwesen.

    Die einfachsten Operationen, die Budget und Staatsschuld betreffen, wer-den von den Jüngern dieser ‚Geheimwissenschaft’ mit den abstrusesten Ausdrücken bezeichnet; hinter dieser Terminologie verstecken sich die trivialen Manöver der Schaffung verschiedener Bezeichnungen von Wertpapieren –die Umwechslung alter Papiere gegen neue, die Herabsetzung des Zinses und die Erhöhung des nominellen Kapitals, die Erhöhung des Zinses und die Herabsetzung des Kapitals, die Einführung von Prämien, Bonussen und Prioritätsaktien, die Unterscheidung zwischen amortisierbaren und nicht amortisierbaren Annuitäten, die künstliche Abstufung der Übertragungsmöglichkeiten der verschiedenen Papiere in einer Weise, daß das Publikum von dieserabscheulichen Börsenscholastik ganz verwirrt ist und sich in der Mannigfaltigkeit der Details ganz verliert. Den Wucherern aber bietet jede derartige neue Finanzoperation eine gierig erwartete Gelegenheit, ihre unheilvolle und räuberische Tätigkeit zu entfalten.“ (MEW, Band 9, 47)

    https://www.econstor.eu/bitstream/10.../wps-oek14.pdf


    Zitat: Den Wucherern aber bietet jede derartige neue Finanzoperation eine gierig erwartete Gelegenheit, ihre unheilvolle und räuberische Tätigkeit zu entfalten.
    Geändert von Luis (15.07.2019 um 12:43 Uhr)

  21. #21

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    Hat der Kommunismus in der Vergangenheit bei Wohnungsnot geholfen?

    Das Wort Inflation und die Gier nach immer mehr Geld. Unsere jetzige soziale Marktwirt-
    schaft scheint nicht unzufrieden mit dem jetzigen Wirtschaftssystem. Dies heißt natür-
    lich auch, dass nicht unbedingt alles perfekt in diesem System sein muss. Unser Sozial-
    system kennt den sozialen Wohnungsbau und auch die Sozialmieten. Auch hier könnte
    natürlich alles noch besser werden. Natürlich die Preise für Grundstücke in München
    und Frankfurt sind leider nur für die oberen Zehntausend noch erschwinglich. Warum
    also nicht aufs Land ziehen, wo die Preise erschwinglicher sind. Wenn alle Menschen
    die wenig Geld haben, den Kopf in den Sand stecken würden, wären die Plätze unter
    den Brücken wahrscheinlich überbelegt. Also eine gewisse Unzufriedenheit scheint in
    einem sozialen kapitalistischen System notwendig zu sein.

    Die Diskussion, den Menschen Ihr liebes Geld für das Nichtstun zu geben, wurde bereits
    häufig diskutiert. In unserem Sozialsystem erhalten bedürftige Menschen über Wohn-
    geld, Heizungszulage usw. oft nicht viel weniger als Menschen die in Arbeit stehen.
    Hier fragen leider schon viele Jugendliche warum arbeiten wir eigentlich noch. Unsere
    Bekannten als Beispiel genießen den Tag haben keinen Verschleiß und lassen den
    Körper wenig leiden. Also gewiss ist, dass der Durchschnittverdiener und der sozial
    Bedürftige keinen Rolls-Royce und keine Traumwohnung in München kaufen kann.
    Die andere Gruppe hält zur Zeit unser sozial kapitalistisches System durch erhebliche
    Steuern und Abgaben auch in Gang. Gerade im kommunistischen China ist zu erkennen,
    wie gerne dort Menschen Leistung erbringen, um sich wunderschönen Luxus erlauben
    zu können.

    Die meisten Bürger möchten so wenig Inflation als möglich; auch hier gilt der EZB
    Präsident muss uns leider eine gewissen Sollinflation vorgeben. Real gesehen ist
    dies bereits heute nicht mehr zwingend notwendig. Die EZB zeigt uns bereits heute,
    dass die Geldpumpe nochmal Hyperinflation auslösen müsste und bekanntlich nur
    eine moderate Inflation bei den Verbrauchern ankommt. Es gibt hier viele Denk-
    anstöße die sicherlich ganz oben ankommen. Ein ehemaliger US-Präsident Kennedy
    hat die Geldschöpfung trotz großen Reichtums so gesehen, als wenn sie für die
    Versorgung aller Menschen in den USA notwendig ist. Also manche Menschen ganz
    oben schöpfen Geld, damit alle Menschen etwas davon haben.

    Es gibt das Schlechte in den Gesellschaften der Welt: Kriege, die Gier nach Geld,
    Waffen usw., wahrscheinlich reicht der Platz und die Zeit nicht alles zu beschreiben.
    Das Plattmachen eines Gesellschaftsystemes hilft hier leider weder den vermeind-
    lichen Armen und Reichen.

    Was haben Zerwürfnisse und Streit der Menschheit bis heute gebracht?

  22. #22
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    Nach dem Inflations-Schock knickt Trump vor China ein? - 13.08.2019

    Als Apple-Chef Tim Cook im März im Weißen Haus gastierte, nannte ihn der amerikanische Präsident Donald Trump kurzerhand Tim Apple. Cook verzog keine Miene. Der Spitzenmanager könnte die neueste Volte aus Washington nun als Wiedergutmachung für den Versprecher empfinden. Denn die hilft „Tim Apple“ besonders.

    Kurz vor ihrem geplanten Inkrafttreten hat Donald Trumps Handelsbeauftragter die neuen Zölle auf chinesische Tech-Produkte verschoben. Die sollen nun nicht im September, sondern frühestens Mitte Dezember kommen. Die Apple-Aktie schoss sofort nach Ankündigung dieser Pläne in die Höhe und notierte am späten Nachmittag sechs Prozent im Plus. Das verhalf auch der Technologiebörse Nasdaq zu einem kräftigen Sprung um 2,6 Prozent.

    Doch nicht nur amerikanische Technologiewerte wie Apple profitierten am Dienstag von der vorläufigen Entspannung im Handelskonflikt zwischen China und den USA. Rund um den Globus drehte die Stimmung an den Finanzmärkten. Der Deutsche Aktienindex (Dax) arbeitete sich vom Minus ins Plus. Notierte das Börsenbarometer noch am Vormittag mehr als ein Prozent im negativen Bereich, so stand der Index gegen Handelsende fast 100 Punkte über dem Stand vom Vortag. Größte Gewinner waren exportorientierte Werte wie Daimler, Volkswagen und Infineon.

    https://www.welt.de/img/wirtschaft/m...radays-jpg.jpg

    https://www.welt.de/wirtschaft/artic...01c4eedaca.png

    Auch an den Rohstoffmärkten löste Trumps Volte eine Trendwende aus. Die Preise für Öl und Kupfer schossen kräftig in die Höhe. Rohstoffe gelten als konjunktursensibel, sie leiden also besonders unter Handelsspannungen und profitieren entsprechend von Signalen der Entspannung.

    „Die überraschende Entscheidung der Amerikaner, die Zölle auszusetzen, ist ein positiver Kontrapunkt in einem Konzert von schlechten Nachrichten“, sagte Andreas Hürkamp, Anlagestratege bei der Commerzbank. Er spielt auf die jüngsten Gewinnwarnungen großer Konzerne und insgesamt schlechte Konjunkturzahlen an. Noch am Morgen hatte der deutsche Konsumgüterkonzern Henkel seine Geschäftserwartungen nach unten korrigiert. Der ZEW-Konjunkturausblick, ein viel beachteter Wirtschaftsindikator, war auf -41,1 Punkte gefallen, das war der niedrigste Wert seit 2011. Damals hatte sich die Euro-Schuldenkrise nahe ihres Höhepunkts befunden.

    Experten spekulieren bereits, was hinter dem plötzlichen Gesinnungswandel im Weißen Haus stecken könnte. Möglicherweise hat der Präsident in einer Kurznachricht über Twitter unbeabsichtigt den wahren Grund offenbart. Darin schrieb er nämlich, dass die Zölle auf chinesische Einfuhren ein Segen für für Amerika seien und keineswegs die Inflation antreiben würde.

    Am Nachmittag allerdings waren neue Preisdaten aus Amerika bekannt geworden. Die hatten einen unerwartet heftigen Anstieg der Kerninflationsrate gezeigt. Die Rate, die die volatilen Preise für Nahrungsmittel und Energie ausklammert, war im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent und im Vorjahresvergleich um 2,2 Prozent gestiegen. Das war der stärkste Inflationszuwachs in diesem Jahr.

    Ökonomen nennen die amerikanischen Inflationszahlen durchaus brisant. „Die Steigerung der Verbraucherpreise darf nicht völlig ignoriert werden“, sagte James Knightley, Ökonom bei der niederländischen Großbank ING. Insgesamt scheine die Inflation zwar halbwegs unter Kontrolle zu sein, doch ein so starker Anstieg der Kerninflation sei in der Form dann doch nicht erwartet worden. „Dass die Kerninflation zweimal hintereinander von Monat auf Monat um 0,3 Prozent ansteigt, ist seit 2001 nicht mehr passiert.“ Das lasse daran zweifeln, ob die amerikanische Notenbank Federal Reserve ihren für die nächsten Monate erwarteten Zinssenkungskurs auch wirklich durchführen könne.

    Und Zinssenkungen sind für Trump so etwas wie der Zaubertrank für das Wahljahr 2020. Ohne eine lockere US-Geldpolitik dürften die Aktienmärkte nicht weiter steigen, die Trump zum Gradmesser seines Erfolgs ausgerufen hat. Nicht zuletzt braucht er auch niedrigere Zinsen für seine expansive Wirtschaftspolitik. Seine Administration hat in den ersten zehn Monaten des laufenden Fiskaljahres mit 867 Milliarden Dollar mehr Schulden gemacht als im gesamten vergangenen Jahr. Schon bald dürfte beim Haushaltsdefizit die Marke von einer Billion Dollar überschritten werden.

    Die Verschiebung der Zölle kann damit als wichtiger taktischer Schritt verstanden werden, um die Wiederwahl im kommenden Jahr zu sichern. Und diesem Ziel ordnet Trump derzeit alles unter. Ob das nun ein Vorteil von Tim Apple ist oder nicht.

    „Zölle werden durch Wechselkursminderung faktisch aufgehoben“

    https://www.welt.de/wirtschaft/artic...China-ein.html

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