Die DWS hat nach der jüngsten geldpolitischen Tagung der US-Notenbank im Dezember Risiken neu bewertet und die Prognosen für ausgewählte Marktparameter gesenkt, teilte der Assetmanager in einer CIO View am vergangenen Freitagabend mit. Obwohl die DWS grundsätzlich an ihrer Mitte Dezember vorgestellten positiven Sichtweise auf die Weltwirtschaft sowie die Kapitalmärkte festhalte, könne eine negative Rückkopplung der Finanzmärkte auf die Realwirtschaft durch einer Verschlechterung der Stimmung bzw. restriktivere Finanzierungskonditionen nicht mehr ausgeschlossen werden.

In Anbetracht der Kapitalmarktabhängigkeit wären die USA von den Risiken stärker betroffen als andere Regionen, so die DWS
"Der Start ins neue Jahr dürfte noch einmal spannend werden: Ein paar schlechte Handelstage, und Anlegern könnten schnell die Erfahrungen vom Januar 2016 ins Gedächtnis kommen", kommentierte Johannes Müller, Head of Macro Research, die aktualisierten Einschätzungen am Donnerstag in einem Interview mit Bloomberg. "Damals waren Risikobudgets, die ein ganzes Jahr halten sollten, nach wenigen Tagen aufgebraucht. Die Folge waren Zwangsverkäufe, und es dauerte ein paar Wochen, bis der Markt einen Boden gefunden hatte", führte er weiter aus. Danach sei die Entwicklung ganz ordentlich ausgefallen

Eine Auswahl der Änderungen im Überblick, alle Prognosen gemäß DWS per Ende Dezember 2019
S&P 500: 2.850 nach 2.950 Punkten
Euro Stoxx 50: 3.150 nach 3.280 Punkten
DAX: 11.800 nach 12.200 Punkten
US-Notenbank werde die Fed Funds Zielzone zwei- statt dreimal erhöhen
Rendite 10-jähriger US-T-Notes: 3% nach 3,25% (Konsens: 3,29%)
Rendite 10-jähriger Bunds: 0,6% nach 0,8% (Konsens: 0,89%)