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Thema: EURO : Wann platzt der € ?

  1. #100
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    Zombie-Währung ohne Zukunft

    Zitat Zitat von Martin1 Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass der Euro gegenüber dem USD bis zum Jahresende noch etwas verlieren wird. Bin zumindest gerade mit einem kleinen short bei xtb drin.

    Was meinst Du eigentlich wie sich GBP/EUR die nächsten Monate entwickelt? Der Brexit sorgt ja nicht gerade für Entspannung.

    Sollte der Euro in die Grütze gehen, wird das GBP der Sieger sein!

    Das internationale Euro-vertrauen schmilzt wie Schnee an der Sonne.

    Bin der Meinung,

    der Euro wird über Nacht auf Null gehen.

    Schlaue Leute möchten gerne, auf die Stunde Null, vorsorgen.

    Weil die vielen Zombie Unternehmen und Zombie Banken für Chaos sorgen werden,

    ist die richtige Vorsorge, mehr als wichtig - ohne Vorsorge - keine Zukunft.

    Rente mit 70?

    Dann kommt die Rente mit 80!

    Das wird dann auch nicht mehr reichen - weil unsere Regierenden die eingezahlten Rentengelder veruntreut haben: in Cum-ex und Cum-cum und anderen Schwarze Löchern, fließen die Sozialversicherungsbeiträge und Steuergelder, in dunklen Kanälen.

    Dann kommt die Rente mit 100!!!!

    Wenn ich was zu sagen hätte, so wurde ich den gesamten staatlichen Geldverkehr, sprich Überweisungen, über Nacht zum erliegen bringen und jede Überweisung überprüfen wollen wohin das Geld überwiesen wird. Wer zu unrecht Geld erhalten will, schaut bei mir in ein dunkles Loch – und ab in den Knast.




    Heftige Kritik an Zinspolitik von EZB-Chef DraghiSparkassen-Präsident Schleweis: "Die Altersvorsorge schmilzt wie Schnee"

    Freitag, 16.08.2019, 13:20
    Nachdem der Bundesverband deutscher Banken am Mittwoch bereits Sorge über die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) geäußert hat, macht nun auch der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, Helmut Schleweis, seiner Wut Luft. In einem Gastbeitrag in der "Bild" richtete er sich direkt an Mario Draghi, den Präsidenten der EZB.

    "Was Sie machen, ist falsch", so Schleweis. Mehr Geld auf den Markt zu "schmeißen" und Zinsen abzuschaffen, würde schrittweise Europa, Deutschland und das Leben von Millionen von Menschen verändern. "Nicht zum Guten, sondern langfristig zum Schlechten." Denn man müsse bei der EZB Geld bezahlen, um dort Geld anzulegen. "Damit stellen Sie die Regeln der Wirtschaft auf den Kopf", beklagt sich Schleweis.

    https://www.focus.de/finanzen/boerse..._11033064.html

    https://www.google.com/search?q=Das+...hrome&ie=UTF-8


    Ergo: Wenn Deutschland zum Zombie Staat wird, wird der Euro und die EU untergehen.



    Zombie-Währung ohne Zukunft - Donnerstag 31. Mai 2018 11:14 von René Zeyer, (Basler Zeitung)

    Die 15 wichtigsten Fragen zum Euro – ein kleines Vademecum für finanzpolitische Laien.

    Das Ende des Euro wurde schon häufig prognostiziert, er lebt aber noch. Also waren diese Ankündigungen falsch?

    Das hat mit der Eintrittswahrscheinlichkeit von zukünftigen Ereignissen zu tun. Während gewissen Phasen der grossen Griechenland-Eurokrise lag die Wahrscheinlichkeit, dass Griechenland bankrott und aus dem Euro geht, bei über 50 Prozent. Die Pleite ist dann doch nicht eingetreten. Aber es muss zudem zwischen der Wahrscheinlichkeit von Einzelereignissen und der Gesamtwahrscheinlichkeit unterschieden werden. Also dass beispielsweise ein Spieler sechs Richtige im Lotto hat, ist sehr unwahrscheinlich. Bei 100 Millionen Mitspielern ist sie beinahe bei eins, also sehr hoch.

    Wieso soll der Euro eine Fehlkonstruktion, gar eine Fehlgeburt sein?

    Ein Nachttopf, bei dem der Henkel innen angebracht ist, ist eine Fehlkonstruktion. Die Erfindung und Herstellung eines Nachttopfs, nachdem sich die Wasserklosettspülung flächendeckend durchgesetzt hat, ist eine Fehlgeburt.

    Aber der Unterschied ist sowieso akademisch: Ist etwas im Wirtschaftsleben dysfunktional und nicht reparierbar, dann geht es unter. Das letzte Mal erlebte das die Welt beim Zusammenbruch des sozialistischen Lagers. Dessen Wirtschaftssystem war defekt und in sich nicht reparierbar oder reformierbar. Also war der Untergang nur eine Frage der Zeit.

    Wieso soll eine gemeinsame Währung nicht auch in einem Staatenbund funktionieren?

    Die einfachste Antwort: Weil das noch nie funktioniert hat. Die etwas ausführlichere: Weil unterschiedliche Fiskal- und Finanzpolitik nur innerhalb der gleichen Währung funktionieren, wenn es Sanktionen bei Nichteinhalten von Regeln und ausgleichende Massnahmen gibt, also in einem Bundesstaat wie den USA oder wie die Schweiz. Euro-Regeln wie die von Maastricht wurden schon vom dritten Euro-Mitglied, Italien, beim Eintritt nicht eingehalten; Verstösse dagegen wurden noch nie sanktioniert. Ausgleichende Massnahmen innerhalb des Euro würden eine Schuldenunion beinhalten, also die gemeinsame Ausgabe und Verantwortung für Eurobonds. Das scheint zumindest zurzeit völlig ausgeschlossen. Vor allem, weil sich starke Schuldnerländer weiterhin die Einmischung in innere Angelegenheiten verbitten, während starke Gläubigerländer nicht noch mehr blinde Garantien übernehmen möchten.

    Was ist eine Zombie-Währung?

    Im Prinzip das Gleiche wie eine Zombie-Bank. Ein Untoter. Viele Banken in Europa existieren nur deswegen noch, weil die Europäische Notenbank (EZB) den Leitzins bei nahe null hält, was Schulden erträglich macht, und Staatsschuldpapiere im Multimilliardenpack aufkauft, was es den Banken erlaubt, sie als werthaltig in den Bilanzen zu lassen, statt sie realistisch auf einen Bruchteil abzuschreiben.

    Eine Währung, die in erster Linie durch Ankäufe nach dem Prinzip «linke Hosentasche, rechte Hosentasche» weiterexistiert, ist ebenfalls ein Zombie. Niemand kann sagen, wie die Bilanz der EZB jemals wieder verkürzt werden soll, von den Schweinereien im Zusammenhang mit Target-2-Schulden ganz zu schweigen.

    Wie bei den Staatsschulden hilft nur ein massiver Schuldenschnitt und/oder eine galoppierende Inflation. Was auch immer, das führt dann zu einer Währungsreform oder im Fall des Euro zu einer Rückkehr zu den Landeswährungen.

    Ist eine gemeinsame Währung wie der Euro nicht besser als wieder viele Einzelwährungen?

    Gegenfrage: Wieso soll das besser sein? Geht es Singapur mit seiner im Vergleich zum Euro winzigen Währung schlecht? Geht es der Schweiz schlecht? Ganz im Gegenteil. Schlecht geht es im Euro allen Staaten, die nicht die gleiche Wirtschaftskraft haben wie Deutschland. Also von Frankreich über Italien, Spanien usw. abwärts bis zu Griechenland oder Zypern. Solange Deutschland seine Exporte durch Vorfinanzierung hoch hält, scheint das oberflächlich betrachtet zu funktionieren. Da täuscht der Schein aber schwer, denn es ist auch «linke Hosentasche, rechte Hosentasche», wenn Deutschland die Kredite für den Ankauf seiner Produkte gibt oder zumindest garantiert.

    Selbst die Griechenland-Krise wurde überwunden. Wieso soll das bei Italien nicht auch der Fall sein?

    Zunächst ist die Griechenland-Krise keinesfalls überwunden. Denn nur ein Schuldenschnitt könnte den Staat aus seinen Problemen holen. Der fand zwar kriminellerweise schon statt, betraf aber nur private Investoren und war daher völlig ungenügend. Und wer einem Griechen erklärt, dass die Krise doch inzwischen vorbei sei, sollte ganz, ganz schnell das Weite suchen.

    Der Unterschied zu Italien ist lediglich, dass die EU dem Leichtgewicht Griechenland Vorschriften und Bedingungen aufs Auge drücken konnten. Das ist bei Italien – der drittgrössten Wirtschaftsmacht im Euroraum – nicht so einfach möglich. Denn rund ein Drittel der Staatsschuldpapiere in den Tresoren der EZB stammen aus Italien. Da befiehlt der Schuldner und nicht der Gläubiger.

    Scheitert der Euro, scheitert Europa. Gilt dieser Satz der deutschen Bundeskanzlerin weiterhin?

    Zunächst ist weder die EU und schon gar nicht die Eurozone Europa. Das ist eine überhebliche Anmassung der Mitgliedstaaten. Zudem ist die Geschichte Europas voll von gescheiterten Währungen. Das passiert immer wieder. Die entscheidende Frage ist, wie es passiert. Ob es «nur» zu einer Vernichtung von Angespartem, der Altersversorgung und Aktienkapital kommt. Oder zu einem Krieg, womöglich sogar flächendeckend. Was es von beidem sein wird, das ist die einzige Alternative, die die Herren des Euro haben. Obwohl sie behaupten, ihr starrsinniges Festhalten an dieser Unglücks-Währung sei alternativlos.

    Wenn eine Notenbank laut eigener Aussage bereit ist, alles zu tun «whatever it takes», um ihre Währung zu retten, ist die doch eigentlich unkaputtbar, oder nicht?

    Keinesfalls. Eine Notenbank geniesst in ihrem Währungsraum zwei Privilegien. Sie bestimmt den Leitzins, also das allgemeine Zinsniveau, und sie kann theoretisch unbeschränkt Neugeld schöpfen. Beides macht sie aber nicht zum Perpetuum mobile. Aktuell neu ist lediglich, dass wir uns finanztechnisch ohne Kompass oder Orientierung in unbekannten Gefilden befinden. Denn alle fundamentalen Geldregeln (zum Beispiel viel Neugeld führt zu Inflation, niedrige Zinsen führen zu Investition) funktionieren nicht. Das auch eine Notenbank untergehen kann, ist in der europäischen Geschichte Business as usual.

    Wieso genau funktioniert eine Einheitswährung für unterschiedliche Staaten nicht?

    Sie funktioniert dann nicht, wenn es gewaltige Unterschiede in der Wirtschaftsleistung, der Produktivität oder den Lohnstückkosten gibt, aber souveräne Regierungen in der gleichen Währung Staatsschuldpapiere ausgeben dürfen, zu einem Zinssatz, der von einer übergeordneten Notenbank bestimmt wird. Ohne dass die Zahlungsfähigkeit des Schuldners eine Rolle spielt. Auf der anderen Seite leiden die Exporte von schwach produktiven Ländern, die das nicht über einen Währungsunterschied kompensieren können.

    Kann man das noch einfacher erklären, bitte?

    Sicher. Ein Vater hat eine Orgelpfeife von 19 Kindern (Achtung, es gibt 19 Euro-Länder). Von ganz klein bis schon erwachsen, also von Malta über Griechenland, Belgien bis zu Frankreich und Deutschland. Die Kinder brauchen neue Schuhe. Also beschliesst der Vater, eine Einheitsgrösse zu kaufen. Ist billiger, macht weniger Umstände. Für die kleineren Kinder kann man Einlagen machen, bei den grösseren wird einfach vorne aufgeschnitten, damit die Zehen genug Platz haben.

    Eigentlich sollte es nur ein Kind geben, das in der Mitte, dem die Schuhe passen. Aber der Vater hat beschlossen, die Grösse für alle zu kaufen, die dem erwachsenen Kind, also Deutschland, passen. So müssen wenigstens keine Schuhspitzen abgeschnitten werden. Kann in diesen Schuhen ein Kind, ausser Deutschland, gut laufen? Nein.

    Der Euro mag so seine Probleme haben, aber ist eine Rückkehr zu Nationalwährungen nicht noch viel schlimmer?

    Alles ist schlimm. Eine Rückkehr zu Nationalwährungen (oder eine Euro-Kernzone oder verschiedene Eurozonen) würde anfänglich grosse Verwerfungen auslösen. Konkret zu Staatspleiten in Italien, Griechenland und wahrscheinlich auch Portugal sowie Spanien führen. Verbunden mit einem Schuldenschnitt, also Verlusten für Anleger in der Höhe von etwa 1000 Milliarden Euro.

    Den Euro in seiner aktuellen Form beizubehalten, führt zu kontinuierlichen Verwerfungen wie zurzeit bei Italien, aber auch in Spanien, Frankreich, usw. Eine Stabilisierung des Euro durch eine Schuldenunion bei Beibehaltung nationaler Souveränitäten im Finanz-, Fiskal- und Wirtschaftswesen würde nur dazu führen, dass in erster Linie Deutschland für die Schulden der schwächeren Euroländern garantiert. In der Wahl zwischen Pest, Cholera und Malaria ist es so: Zurzeit herrscht die Pest, der aktuelle Euro. Die Schuldenunion wäre einfach eine andere Krankheit. Die Rückkehr zu Nationalwährungen würde zwar auch krank machen, hat aber den Vorteil, dass es die Rückkehr zu etwas Bewährtem ist. Oder kann sich jemand an ähnliche Turbulenzen erinnern, als Italien die Lira und Griechenland die Drachme hatte?

    Wenn Logik, gesunder Menschenverstand und das Einmaleins es augenfällig machen, dass der Euro nicht funktioniert, wieso wird daran festgehalten?

    Weil die Regierenden in der EU nicht zugeben wollen und können, dass sie einen fundamentalen Fehler begangen haben und ihn wider besseres Wissen seit fast 20 Jahren fortschreiben.

    Hat der Euro neben währungstechnischen noch andere Defekte?

    Ja. Eine Währung beruht auf Vertrauen, denn sie besteht nur aus bedrucktem Papier, verantwortlichem Verhalten und Versprechungen. Diese beinhalteten, dass sich alle Euro-Staaten an Obergrenzen bei Schulden und Neuverschuldung halten müssen. Wurde unzählige Male gebrochen. Ein weiteres Versprechen war, dass einzelne Euro-Staaten nicht gerettet werden, wenn sie in die Pleite schlittern. Wurde nicht nur im Fall Griechenlands gebrochen. Wenn EU-Staaten und private Geldgeber Gläubiger sind, darf es keine Ungleichbehandlung bei einem Schuldenschnitt geben. Denn für alle gelten die gleichen Risikoprämien, also Zinssätze. Wurde im Fall Griechenlands gebrochen. Eine Notenbank darf schliesslich nicht weite Teile des Anleihenmarkts leerkaufen, um absaufende Finanzhäuser und Staaten zu retten. Genau das tut die EZB.

    Was können die EU-Bürger, die Euro-Bürger gegen den Euro unternehmen?

    Leider nicht viel. Direktdemokratische Abstimmungen wie in der Schweiz sind in der EU unbekannt. Die von den EU-Völkern gewählten Parlamentarier haben nicht einmal das Recht, eine Gesetzesinitiative, beispielsweise auf Abschaffung des Euro, auf den Weg zu bringen. Eine griechische Regierung, man erinnert sich, kündigte am Anfang der schweren Wirtschaftskrise 2011 ein Plebiszit über die drakonischen EU-Befehle – den ersten «Rettungsplan» – und somit über den Verbleib in der Eurozone an. Und wurde nach Kolonialherrenmanier von Brüssel zurückgepfiffen. Diese Entmündigung ergänzt die wirtschaftlichen Schäden durch den Euro mit politischen, die mindestens so besorgniserregend sind.

    Was bedeutet das alles für die Schweizer Währung?

    Schwer abzuschätzen. Aber eines ist klar. SNB-Präsident Thomas Jordan hat offensichtlich den richtigen Zeitpunkt verpasst, als der Euro auf unter 1.15 stand, ein paar Hundert Milliarden abzustossen, um dieses Bilanzrisiko zu verringern und die SNB als den grössten Hedgefonds der Welt aus dem Rennen zu nehmen. Ob und wann sich eine solche Chance wiederholt, ist angesichts der gelinde gesagt turbulenten Situation des Euro nicht abzuschätzen.

    Bei einem Totalschaden des Euro wäre die Schweiz durch den Euroberg von 40 Prozent der gesamten Reserven von über 800 Milliarden Franken in der Nationalbank natürlich mitbetroffen; nur schon eine Schwankung um 15 Prozent entspricht etwa dem Bundeshaushalt der Eidgenossenschaft.

    Quelle: Basler Zeitung

    https://www.bazonline.ch/wirtschaft/...story/24357786


    https://www.google.com/search?ei=0e-...QH6AncQ4dUDCAs
    Geändert von Luis (23.10.2019 um 08:27 Uhr) Grund: Zombie-Währung ohne Zukunft

  2. #101
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    Lagarde – Halloween für Sparer - Zombieunternehmen auf dem Vormarsch

    Zweifellos hat Draghi den Supergau in der Finanzwelt dank eines einmaligen und zum Scheitern verurteilten Notenbankexperiments kurzfristig verhindert. Gelöst hat er jedoch keine Probleme - im Gegenteil! - Mit Lagarde kommen die Minuszinsen und Helikoptergeld für alle.

    von Matthias Weik und Marc Friedrich - vom 26.10.2019

    Am 31.10.2019 ist es soweit. An diesem besagten Tage ist nicht nur der Reformationstag, Weltspartag und Halloween, sondern ab dann wird der Alptraum für alle Sparer und alle rational denkenden Menschen und Bürger der Eurozone, in Form von Christine Lagarde als neue Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), bittere Realität.

    Mario Draghi geht in Rente und Christine Lagarde wechselt vom IWF zur EZB. Nicht ohne Grund, haben wir dieses historische Datum auserkoren für die Veröffentlichung unseres neuen Buches „Der größte Crash aller Zeiten“

    Mario Draghi – der größte Gelddrucker Europas

    Wer gedacht hat, dass wir unter der Ägide des Italieners Mario Draghi den absoluten Tiefpunkt erreicht haben, der wird in Zukunft bitter enttäuscht werden.

    Immerhin hat Draghi es bereits geschafft den Leitzins in seiner gesamten Amtszeit nicht einmal zu erhöhen, sondern bis auf ein historisches Tief von 0 Prozent zu senken, den Anleihenmarkt komplett zu zerstören, die Bilanz der EZB auf über 4,6 Billionen weit mehr als zu verdoppeln, unzählige Anleihen von faktisch bankrotten Ländern wie beispielsweise Griechenland oder Italien (über 350 Milliarden Euro) sowie von zahllosen längst nicht mehr wettbewerbsfähigen Zombieunternehmen wie beispielsweise italienischen Banken zu erwerben.

    https://lh4.googleusercontent.com/yV...vPA7qzkJhCSUYg

    https://tagesgeld.info/statistiken/b...zentralbanken/

    Ende des Gläubigerstatus der EZB – wir Bürger haften

    Zweifellos hat Draghi den Supergau in der Finanzwelt dank eines einmaligen und zum Scheitern verurteilten Notenbankexperiments kurzfristig verhindert. Gelöst hat er jedoch keinerlei Probleme - ganz im Gegenteil!

    Im September 2012 hat Draghi den Gläubigerstatus der EZB ad acta gelegt. Folglich haftet seit 2012 nicht mehr die EZB mit ihrem lächerlichen Eigenkapital von etwa 11 Milliarden Euro. Nein, es haften wir Bürger der Eurozone und vor allem wir Deutsche als größter Anteilseigner der EZB. Somit besteht die von der Politik ausgeschlossene Haftungsunion. Rechnet man die Aufkaufprogramme der EZB, die Target2-Salden und Ähnliches zusammen, kommt man im Extremfall auf über 5 Billionen Euro.

    Planwirtschaft der EZB

    Mit seiner irrsinnigen Gelddruckerei hat Draghi das Ende der freien Marktwirtschaft in der Eurozone und das Zeitalter der Planwirtschaft der EZB besiegelt. Er hat den Risikoparameter Zins abgeschafft, eine gigantische Blase an den Anleihen, Aktien- und Immobilienmärkten geschaffen, welche beim Platzen den größten Crash aller Zeiten auslösen wird. Zudem hat er den Zins de facto abgeschafft und Geld hat keinen Wert mehr. Mit diesem einmaligen Notenbankexperiment hat er das Ganze System vor dem sofortigen Kollaps bewahrt aber den Tod kann er damit nicht verhindern. Parallel haben sich die Unwuchten und Schulden in gigantische Höhen potenziert.

    Dank immer niedrigerer Zinsen werden immer mehr Schulden gemacht. Staats- und Unternehmensanleihen steigen auf immer neue Rekordhöhen. Insgesamt sind über 50 Prozent der europäischen Anleihen negativ verzinst. Alle deutschen Anleihen bis zu 30 Jahre sind komplett negativ verzinst. Das bedeutet: Deutschland zahlt mittlerweile kein Geld mehr für seine Schulden, sondern bekommt welches dazu: 2 Euro pro 1.000 Euro, die ihm über zehn Jahre geliehen werden. Deshalb sinkt die Staatsverschuldung.

    Negativzinsen – der Sargnagel für den Euro

    Negativzinsen sind für die Haushaltsdisziplin äußerst kontraproduktiv, denn somit haben die Staaten keinerlei Anreiz, ihre Schulden zu reduzieren. Stattdessen werden sie ihre Verschuldung weiter in die Höhe treiben. Dies ist insbesondere in Italien zu beobachten. Selbst die Zinssätze der Problem- und Pleiteländer wie Frankreich, Italien und Spanien gehen immer weiter Richtung null.

    Italien mit einer Industrieproduktion auf dem Niveau von vor 30 Jahren und einer Rekordverschuldung in Höhe von 2,4 Billionen Euro kann sich noch immer unfassbar günstig verschulden. Mit seinen 138% Staatsverschuldung vom BIP hat man die gemeinsam vereinbarten Maastricht Kriterien (maximal 60% Verschuldung) weit hinter sich gelassen und aus dem Vertragsbrüchen ist eine schlechte Gewohnheit geworden.

    Das faktisch bankrotte Griechenland kann sich sogar günstiger verschulden als die USA. Viele Anleihen der Länder Südeuropas tendieren deutlich unter der Inflationsrate.

    Österreich ist momentan Spitzenreiter: Für eine 100-jährige Anleihe bekommt man momentan 0,85 Prozent Zins. Das heißt, abzüglich der Inflation ist man circa 1 Prozent unter Wasser und verliert Geld. All das ist volkswirtschaftlicher Wahnsinn.

    https://lh3.googleusercontent.com/vJ...hJoQCx5Oo6z6Sg

    Zombieunternehmen auf dem Vormarsch

    Die Verschuldung von Unternehmen wächst kontinuierlich. Dementsprechend gibt es immer mehr Zombieunternehmen, welche schon lange nicht mehr konkurrenzfähig sind, und schon längst hätten vom Markt verschwinden müssen. Obendrein investieren Unternehmen mit den aufgenommenen Krediten nicht etwa in Forschung, Entwicklung und Wachstum, sondern in Aktienrückkaufprogramme.

    Es ist nicht die Frage ob, sondern lediglich wann es crashed. Zu Draghis Glück ist die Blase noch nicht während seiner Amtszeit explodiert.

    Allemal kann man Draghi, nicht nur dank seines offenkundig imperatorischen Führungsstils, als Cäsar der Insolvenzverschleppung bezeichnen. Wie kann es also noch schlimmer kommen?

    Mit Lagarde kommen die Minuszinsen für uns alle und Helikoptergeld

    Mit Christine Lagarde als neuer EZB-Chefin steht erstmalig kein Ökonom an der Spitze der EZB, sondern eine Juristin und Politikerin. Sie hat als IWF-Chefin zahlreiche Erfahrungen bezüglich der Erstellung und Implementierung von Krisen- und Rettungspaketen sammeln können.

    Jetzt soll sie diese Erfahrung offenkundig beim großen Finale ins Spiel bringen. Unter ihrer Riege beim IWF sind so drastische Gedankenspiele gemacht worden wie »die Abschaffung des Bargelds«, »Gold als Brandbeschleuniger in Krisen« und »Wie man Negativzinsen implementieren kann«. Auch eine »10-Prozent-Steuer auf alles« wurde bereits vom IWF angedacht.

    Auch der letzte verzweifelte Akt wird uns mit Lagarde nicht erspart werden: Helikoptergeld wird verteilt werden um den Konsum anzuheizen.

    Aufkauf von Anleihen, Aktien, ETFs und Negativzinsen von -4 bis -5 Prozent

    Auch unter Lagarde werden wir keine steigenden Zinsen sehen. Im Zins- und Währungskorsett der EZB werden wir in der Eurozone nie wieder steigende Zinsen erleben. Ganz im Gegenteil, wir prognostizieren Minuszinsen. Bei der nächsten Rezession müssen neben neuen Aufkaufprogrammen, die nicht nur Anleihen, sondern auch Aktien und ETFs betreffen werden, die Zinsen drastisch gesenkt werden.

    In der Vergangenheit mussten die Zentralbanken die Zinsen um etwa 400 bis 500 Basispunkte (4 bis 5 Prozent) senken, um die Rezession zu stoppen. Negativzinsen im Rahmen von minus 4 bis minus 5 Prozent sind lediglich im Rahmen von massiven Bargeldzahlungs- und Bargeldabhebungsbeschränkungen möglich.

    Selbst Parallelwährungen und Negativzinsen auf Bargeld sind möglich. Zweifellos wird der Kampf gegen das Bargeld und gegen Gold noch wesentlich drastischer geführt werden. Auch ein Goldverbot ist keinesfalls abwegig. Ferner werden wir Kapitalverkehrsbeschränkungen erleben, welche sich heute noch keiner vorstellen kann.

    Vollkommen disqualifiziert für das Amt als EZB-Präsidentin hat sich Lagarde bereits mit ihrem Brief an den damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy in dem unter anderem steht: „Benutze mich so lange, wie es für dich passt […] Wenn du für mich Verwendung findest, brauche ich deine Führung und Unterstützung: Ohne Führung wäre ich ineffizient, ohne Unterstützung wäre ich nicht sehr glaubwürdig.“

    Gefunden wurde das Schreiben übrigens bei einer richterlichen Hausdurchsuchung im Rahmen der sogenannten TapieAffäre. Lagarde hatte als französische Wirtschaftsministerin das private Schiedsgericht angerufen und gegen die Entscheidung zugunsten Bernard Tapies keine Rechtsmittel eingelegt. Sie wurde dafür 2016 wegen Beihilfe zur Veruntreuung von Staatsgeldern schuldig gesprochen, blieb allerdings straffrei. Wie man eine Frau wie Lagarde zur Hüterin unseres Geldes machen kann, ist für uns vollkommen schleierhaft.

    Eines sollte uns allen klar sein. Lagarde wird alles unternehmen, um das zum Scheitern verurteilte Währungsexperiment Euro, welches Europa trennt, anstatt es zu einen, um jeden Preis und auf Kosten von uns allen so lange wie möglich am Leben zu erhalten. Alles spricht heute für Investments in Sachwerte anstatt in Papierwerte. Die Lunte brennt, der größte Crash aller Zeiten wird mit Sicherheit kommen.

    Markus Krall: Der Sargnagel der EZB - Direktlink: Youtube

    https://youtu.be/6LJWmMJn_s4


    https://www.mmnews.de/wirtschaft/132...en-fuer-sparer
    Geändert von Luis (26.10.2019 um 12:11 Uhr)

  3. #102
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    Angriff auf die Notenbanken - 27.10.2019

    Dass Euro, Dollar & Co. von unabhängigen Notenbanken gemanagt werden, ist eine Säule unserer Wirtschaftsordnung. Doch die Fundamente bröckeln. Schuld daran sind auch die Notenbanken selbst.

    Notenbanken sollen unabhängig sein - wenn es so etwas wie einen ökonomischen Katechismus gäbe, dann wäre dieser Satz Bestand des unantastbaren Glaubensfundaments unserer Wirtschaftsordnung. Doch in einer Zeit, in der diverse Gewissheiten ins Rutschen geraten sind, sind auch scheinbar ewige Wahrheiten nicht mehr sicher. Entsprechend sind unabhängige Notenbanken heftigen Angriffen ausgesetzt.

    In den USA übt der Präsident heftigen Druck auf die Federal Reserve aus: Donald Trump droht Chairman Jerome Powell schon mal mit Entlassung, obwohl das gesetzlich gar nicht möglich ist. (Achten Sie Mittwoch auf den Washingtoner Zinsentscheid.) Das Ziel der Attacken ist offensichtlich: Die Fed soll die Zinsen senken und den Außenwert des Dollar schwächen, damit der US-Aufschwung bis ins Wahljahr 2020 anhält.

    In Japan ist die Notenbank schon seit Jahren eingebunden in das großangelegte Stimulierungsprogramm von Premier Shinzo Abe ("Abenomics"). Die Bank von Japan kauft Wertpapiere in Größenordnungen auf, die die quantitativen Lockerungsübungen anderswo weit in den Schatten stellen.

    In vielen Schwellenländern ist es mit der Autonomie der Notenbanken nicht mehr weit her. In der Türkei hat Präsident Recep Tayyip Erdogan die Notenbank auf Regierungskurs gebracht. In Indien hat Narendra Modi kritische Köpfe an der Spitze der Reserve Bank of India aus dem Amt gedrängt.

    In der Eurozone, immerhin, genießt die Europäische Zentralbank (EZB) formal größtmögliche Unantastbarkeit. Aber auch hier ist die tatsächliche Unabhängigkeit in Gefahr, sollten hochverschuldete Staaten willfährige Kandidaten in den EZB-Rat entsenden, die sich vor allem um die öffentlichen Finanzen ihres jeweiligen Heimatstaats sorgen. Die neue Präsidentin der Eurobank, Christine Lagarde, die Freitag ihr Amt antritt, hat einiges zu tun.

    Es sieht so aus, als gehe die Ära der unabhängigen Notenbanken zu Ende. Es stellen sich zwei Fragen: Woher rührt die Trendwende? Und: Wäre es eigentlich schlimm, wenn Notenbanken künftig weniger unabhängig sind?

    Von Pushern und Bremsern

    Dass Notenbanken unabhängig von der Politik agieren, ist kein Naturgesetz, sondern eine Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte. Bis Anfang der 1970er Jahre waren die Währungen der westlichen Länder an den Dollar gebunden, der wiederum durch Gold gedeckt war. Als dieses Währungssystem zerfiel, begann die Phase der großen Inflation, die bis in die 80er Jahre, in einigen Ländern bis in die 90er Jahre anhielt.

    Gerade politisch abhängige Notenbanken erwiesen sich als unfähig, die davongaloppierende Preisentwicklung einzubremsen. Um die Inflation zu brechen, bedurfte es zuweilen unpopulärer Entscheidungen, insbesondere deutlich steigender Leitzinsen. Banken konnten sich nicht mehr so billig refinanzieren. Deshalb wurden Kredite teurer; Investitionen und Konsumausgaben waren nun schwerer zu finanzieren. Im Endeffekt dämpften die Notenbanken die gesamtwirtschaftliche Nachfrage und senkten so die Inflationsraten.

    Allerdings hatte dieses Vorgehen erhebliche Nebenwirkungen: Notenbanken lösten immer wieder Rezessionen und steigende Arbeitslosigkeit aus. Effekte, die sich rechtfertigen ließen, weil späteres Eingreifen noch drastischere Anpassungskrisen bedeutet hätte. Unpopulär waren harte Notenbanken dennoch.

    Das längerfristige geldpolitische Ziel der Geldwertstabilität kollidierte regelmäßig mit der kurzfristigen politischen Logik des Machterhalts. Gerade vor Wahlen erwies es sich in Staaten mit politisch abhängigen Notenbanken als fast unmöglich, die Zinsen anzuheben und damit die Konjunktur zu dämpfen. Entsprechend litten Länder wie Italien und Großbritannien über viele Jahre unter relativ hohen Inflationsraten.

    Wo die Notenbanken hingegen unabhängig waren - wo also, wie in den USA oder der Bundesrepublik, das Management der Geldangelegenheiten an unabhängige Technokraten delegiert war -, erzielten sie deutlich bessere Ergebnisse, also niedrigere Inflationsraten. So entstand im Wettbewerb der Institutionen ein neuer Standard: Notenbanken wurden per Gesetz darauf verpflichtet, für Preisstabilität zu sorgen. Mit welchen Mitteln sie dieses Ziel erreichten, blieb ihnen selbst überlassen. Sie wurden insofern unabhängig von politischen Weisungen.

    Und jetzt? Wozu noch Unabhängigkeit?

    All das ist Geschichte. Spätestens seit der Finanzkrise von 2008 haben wir es mit ganz anderen Problemen zu tun. Von Inflation ist wenig zu sehen (Mittwoch gibt's neue Zahlen für Deutschland). In Deutschland verzeichneten die Konjunkturforscher in den vergangenen Jahren einen Boom mit überausgelasteten Produktionskapazitäten und akuter Arbeitskräfteknappheit, allerdings bei stabilen Preisen und nur moderat steigenden Löhnen, während die Leitzinsen bei Null lagen und die EZB auch noch für Billionen Euro Wertpapiere aufkaufte - früher eine unvorstellbare Konstellation.

    Offenkundig haben sich die Wirtschaftsstrukturen durch Globalisierung, Digitalisierung und die Folgen der Finanzkrise von 2008 derart verändert, dass Inflation für die absehbare Zukunft kein Thema ist. Wenn dem aber so ist, dann entfällt die wichtigste Rechtfertigung für die Unabhängigkeit der Notenbanken - dass sie nämlich besser in der Lage sind, die Preise stabil zu halten. Was jetzt?

    Notenbanken als Staatenretter

    Heute beschäftigen neue Fragen die Wirtschaftspolitiker. Insbesondere: Wie lassen sich eigentlich noch Rezessionen bekämpfen? Schließlich liegen bereits bei normaler Konjunktur die Zinsen bei Null oder darunter. Noch niedriger geht's kaum. Zinssenkungen, um die Konjunktur zu stabilisieren, waren früher ein machtvolles Instrument. Heute ist es ausgereizt.

    Die Kombination aus Nullzinsen und Fast-Null-Inflation verändert die finanziellen Bedingungen für die Wirtschaftspolitik tiefgreifend. Wenn diese Konstellation lange anhält, ist staatliches Sparen sinnlos; vielmehr sollten Parlamente und Regierungen die Gelegenheit nutzen, um Zukunftsinvestitionen zu Premiumbedingungen zu finanzieren. Das Festhalten an der in Deutschland so populären Schwarzen Null ist unter diesen Bedingungen unsinnig. https://www.spiegel.de/wirtschaft/se...a-1283499.html

    Wenn hochverschuldete Staaten auf diesem Kurs an den Rand der Pleite geraten, könnten die Notenbanken ihnen einspringen und nach Belieben Staatsschulden aufkaufen. Wie in Japan, wo die Finanzpolitik und die Geldpolitik im Tandem die Verschuldung und die Bilanzsumme der Notenbank aufblähen - und die Geldpolitik längst unter den Primat der Finanzpolitik geraten ist.

    Ich sehe nach wie vor starke Argumente für die Unabhängigkeit der Notenbanken - allerdings andere als früher.

    Finanzmärkte brauchen neutrale Schiedsrichter

    Als Inflationsbekämpfung noch Priorität hatte, war es die Aufgabe der Notenbanken, über den Umweg der Kreditinstitute mittelbar auf die reale Wirtschaft einzuwirken. Heute sollte es vor allem darum gehen, Übertreibungen an den Finanzmärkten einzubremsen. Denn schuldengetriebene Booms werden durch niedrige Inflationsraten und Zinsen wahrscheinlicher. Es fehlen die traditionellen Korrektive.

    Finanzmärkte neigen dazu, sich in kollektive Euphorie hineinzusteigern, die irgendwann, wenn wieder mal eine Blase geplatzt ist, in kollektive Depression mündet. Um die Wirtschaft dauerhaft halbwegs stabil zu halten - und negative Auswirkungen von Booms und Crashs auf das Leben der normalen Bürger zu begrenzen -, braucht es Akteure, die außerhalb des großen Finanztheaters stehen.

    Die Politik kann diese Rolle schwerlich einnehmen. Sie profitiert im Zweifel von Boomphasen, wenn Jobs entstehen und Steuereinnahmen sprudeln. Unabhängige Notenbanken hingegen sollten sich in solchen Phasen "gegen den Wind lehnen", wie William White, der frühere Chefökonom der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, das genannt hat.

    Die Instrumente dafür gibt es längst: Im Werkzeugkoffer der "makroprudenziellen Regulierung" liegen diverse Vorschriften, mittels derer sich die Kreditvergabe durch die Banken erschweren lässt. Und bei Nullzinsen ersetzen diese Instrumente inzwischen teilweise die traditionelle Zinspolitik.

    Doch bei der makroprudenziellen Regulierung haben unabhängige Notenbanken keineswegs allein das Sagen. Regierungsleute entscheiden mit. So sitzen im deutschen Ausschuss für Finanzstabilität (AfS) gleichberechtigt Vertreter der Bundesbank, des Bundesfinanzministeriums und seiner nachgeordneten Aufsichtsbehörde BaFin. Die Gefahr besteht, dass die Aufseher kreditgetriebenen Booms zu lange untätig zuschauen.

    In der Eurozone kommt ein weiteres Problem hinzu: Makroprudenzielle Steuerung begünstigt eine zunehmende Fragmentierung des Binnenmarktes. Jeder der 19 Mitgliedstaaten macht sein eigenes Ding. Dadurch droht womöglich eine unterschiedliche Ausrichtung der Geldpolitik, die innerhalb der Währungsunion ja eigentlich einheitlich sein soll. Das European System Risk Board überwacht lediglich das Geschehen und spricht Empfehlungen aus. https://www.spiegel.de/wirtschaft/so...a-1278293.html Es ist Zeit, dass die Notenbanken die Federführung übernehmen.

    Wenn die Notenbanken ihre Unabhängigkeit wahren wollen, dann müssen sie selbst ein realistisches Bild von ihrer heutigen Rolle und ihren Möglichkeiten zeichnen. Bislang sind sie immer noch auf ihr tradiertes Inflationsziel fixiert: Die Verbraucherpreise sollen jährlich um rund zwei Prozent steigen. Liegen die Werte darunter, drehen die Notenbanken die Geldhähne auf. So läuft es bei der Fed, bei der EZB, bei der Bank von Japan. Wenn sie damit an den Finanzmärkten ungesunde Booms produzieren, gilt das als zweitrangiges Problem.

    Es wird Zeit, dass die Notenbanken ein neues Framework entwickeln: einen aktualisierten intellektuellen Rahmen, innerhalb dessen sie nachvollziehbar agieren. Der alte Rahmen passt nicht mehr. Je länger sie daran festhalten, desto mehr leidet ihr Ruf.

    Der EZB beispielsweise vertrauen nur noch 43 Prozent der Euro-Bürger; ebenso viele misstrauen ihr, wie Umfragen zeigen. https://www.spiegel.de/wirtschaft/se...a-1292346.html Das macht die Selbstbehauptung als unabhängige Institution nicht gerade leichter.

    Notenbanken, die von der Bevölkerung nicht respektiert werden, können sich kaum gegen Übergriffe zur Wehr setzen.

    Seite 1 von 2

    1. Teil: Angriff auf die Notenbanken : https://www.manager-magazin.de/polit...a-1293548.html

    2. Teil: Die wichtigsten Wirtschaftsereignisse der kommenden Woche : https://www.manager-magazin.de/polit...1293548-2.html


    Würschtlstand

    UM DIE WURSCHT, DA GEHT ES NUR AM WÜRSCHTLSTAND
    UM DIE WURSCHT UND NICHTS ALS UM DIE WURSCHT!
    UM DIE WURSCHT VON UNS'RER LIEBEN MITZI TANT'
    ALLES AND'RE IS UNS WURSCHT SIE LEBE HOCH !!

    WIR KÖNNEN UNS NICHT UM ALLES KÜMMERN
    DER REGENWALD DER LÄSST UNS ZIEMLICH KALT!
    NACH TREIBGAS DIE FRAUENZIMMER WIMMERN -
    DENN NIMMT SIE KEIN DEODORANT
    RIECHT SÄUERLICH DIE MITZI TANT!

    "OB'S IM WINTER HASS IS
    OB'S IM SOMMER SCHNEIT
    IS MIR EGAL
    SOLL'N DIE GLETSCHER SCHMWLZ'N!

    SOGT DER DICKE OTTO
    WEIL ZU JEDER ZEIT
    KRIEGT ER BEI DER MITZI
    'SEI'WÜRSCHTL UND SEI STELZ'N!

    "...UND IS AMOIL UNSER SCHÖNES ÖSTERREICH
    NUR MEHR BRENNEND HEISSER WÜSTENSAND
    DANN WIRD UNS'RE MITZI WIE DER DAGOBERT SO REICH
    WEIL DANN REISSEN'S IHR DAS BIER AUS IHRER HAND!

    Würschtlstand : https://youtu.be/PtC3ob4fsoA
    Geändert von Luis (27.10.2019 um 23:18 Uhr)

  4. #103
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    Das SED Herz: Merkel lobt Draghi-Kurs - 28.10.2019

    Mario Draghi (72) verlässt die Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB). Signore Nullzins tritt ab! Zum Abschied bekam er einen Festakt in Frankfurt/Main spendiert.

    Dort saß der Sparer-Schreck, hörte mit fröhlicher Miene Lob- und Abschiedsreden. Draghi wird am Freitag durch die ehemalige Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, abgelöst.

    Unter den Festrednern: Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU), und die hatte nur gute Worte für Draghi – sie sprach kein bisschen von der Nullzins-Politik, die deutsche Sparer Milliarden gekostet hat.

    Merkel: „Ich danke dir von Herzen. Du hast den Euro durch unruhige See navigiert. Kontroversen bist du nicht aus dem Weg gegangen und wir können nun wirklich auf eine stabile Währung blicken – herzlichen Dank und alles erdenklich Gute für die Zukunft.“

    Vorweg hatte sie das Unabhängigkeitsprinzip der EZB gelobt – und dass Draghi ein großer Verfechter davon gewesen sei. „Lieber Mario Draghi, du hast nicht den leisesten Zweifel an der Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank aufkommen lassen“, sagte Merkel.

    Außerdem bescheinigte sie Draghi starkes Handeln in den Zeiten der Eurokrise. Merkel: „Die europäische Staatsschuldenkrise hat uns ja vor ganz neue Herausforderungen gestellt, die auch ganz neue Antworten verlangten.“

    Eine sei die Schaffung einer europäischen Bankenunion gewesen mit der Bankenaufsicht bei der EZB. Die Kanzlerin zitierte Draghis berühmte Worte, die er im Sommer 2012 sagte: „Die EZB wird alles tun, um den Euro zu retten – was auch immer es koste.“

    Den Euro an sich nannte sie das Aushängeschild der EU: „Meine Damen und Herren, all das tun wir in der Überzeugung, dass der Euro weit mehr ist als nur eine gemeinsame Währung. … Der Euro ist, neben dem Schengen-Abkommen, ein, wenn nicht DAS, Symbol der Europäischen Union.“

    Merkel wandte sich auch an Draghis Nachfolgerin: „Liebe Christine Lagarde, ich freue mich sehr, dass mit dir eine so herausragende Persönlichkeit den Staffelstab von Mario Draghi übernimmt.“

    Neben Merkel hatten auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (41) und Italien-Präsident Sergio Mattarella herzliche Abschiedsgrüße für den EZB-Chef.

    Zum 1. November löst die Französin Christine Lagarde den 72-jährigen Italiener an der Spitze der Notenbank ab. Die EZB bekommt damit erstmals eine Chefin.

    https://www.bild.de/geld/wirtschaft/...6080.bild.html


    Ergo: Merkel, arbeitet klar,

    für eine Wiederauferstehung, einer Art DDR II und MISSBRAUCHT dazu, eiskalt, die CDU/CSU für Ihr SED Ziel!

    Möchte behaupten,

    Merkel ist das Trojanische SED-Pferd in der CDU/CSU und keiner hat´s bemerkt.


    Das Trojanische Pferd

    Andrea Ypsilanti ist auf die Stimmen der hessischen Linken angewiesen, will sie Roland Koch stürzen. Deren Fraktionschef Willi van Ooyen ließ sich noch im Herbst 1989 von der SED Millionen D-Mark für die Tarnorganisation „Deutsche Friedens-Union“ überweisen.

    https://www.cicero.de/innenpolitik/d...he-pferd/39120


    KOMMENTAR ZUR MÖGLICHEN ZUSAMMENARBEIT VON CDU UND LINKEN

    Noch viel schlimmer aber ist, wie Kanzlerin Angela Merkel und Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer heute in den Partei-Gremien im Konrad Adenauer Haus reagiert haben. Sie lassen Mohring einfach gewähren – und vergehen sich dabei mit am Markenkern der Partei der Wiedervereinigung!

    https://www.bild.de/politik/kolumnen...1690.bild.html

    Ergo: Merkel arbeitet klar für die Linken. Sie treibt die CDU Wähler, gekonnt und mit Absicht, scharenweise, ins Linke Lager.
    Der Euro wird in Bälde so ausschauen wie die einstige DDR Mark - Alu-Chips vom feinsten.
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  5. #104
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    CDU-Wirtschaftsrat geißelt Merkels Draghi-Lob - 29.10.2019

    Stand: 19:22 Uhr | Lesedauer: 3 Minuten - Von Dorothea Siems Chefökonomin

    Bei der Verabschiedung von Mario Draghi als EZB-Chef fand die Kanzlerin ausschließlich lobende Worte. Die fatalen Nebenwirkungen der Geldpolitik – gerade für Deutschland – blieben komplett unerwähnt. Kritiker in den eigenen Reihen reagieren entrüstet.

    In Unionskreisen rumort es. Nach dem Wahldebakel in Thüringen und der unklaren Haltung gegenüber der Linkspartei kommen aus den eigenen Reihen heftige Attacken nicht nur auf die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer, sondern auch auf Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ex-Fraktionschef Friedrich Merz (CDU) spricht von einem „grottenschlechten Erscheinungsbild“ der gesamten Regierung.

    Jetzt gibt es noch mehr Ärger: Die überschwängliche Lobrede, die Deutschlands Regierungschefin am Montag in Frankfurt auf den scheidenden Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi hielt, lässt den CDU-Wirtschaftsrat aufheulen. Denn gerade beim Wirtschaftsflügel der Union meinen viele, dass Merkels Worte so gar nicht zu den großen Sorgen der deutschen Sparer passen.

    Die Kanzlerin hatte „Mario“, wie sie ihn freundschaftlich nennt, nicht nur „von Herzen“ für dessen „leidenschaftlichen Einsatz“ gedankt. Sie bescheinigte dem Italiener auch, er habe den Euroraum erfolgreich durch die Euro-Schuldenkrise geführt, die Unabhängigkeit der EZB bewahrt und die Währungsunion gestärkt.

    Merkels Rede war „eine verpasste Chance“

    „Die an Mario Draghi gerichtete Abschiedsrede von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist eine verpasste Chance“, sagte der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, WELT. „Die Würdigung von Draghis Verdiensten ist nicht verbunden worden mit einem Hinweis auf die gewaltigen Risiken und Nebenwirkungen der Null- und Negativzins-Politik, wenn sie so weiter fortgesetzt werden sollte.“ Damit sei die hohe gesellschaftliche Relevanz der fragwürdigen geldpolitischen Hyperaktivität von Merkel einfach übergangen worden, monierte der Wirtschaftsrat-Chef.

    Die ultra-lockere Geldpolitik habe kurzfristig zwar den Kollaps von Banken und Staaten verhindert. Doch die erkaufte Zeit sei von den Schuldenländern eben nicht genutzt worden, „und der Preis dafür ist bis heute fortgesetzt hoch“. Steiger verwies auf die enormen Probleme, die infolge der Minuszinspolitik mittlerweile im Wirtschaftssystem sichtbar seien. „In Deutschland steht das ganze System der Altersvorsorge inzwischen auf dem Spiel.“

    Auch für die gesamte Währungsunion bringe der EZB-Kurs keine Lösung, merkt der Unionsmann an. Vielmehr werde die Verschuldungskrise im Euroraum durch die immer neuen kreativen geldpolitischen Lösungen sogar verschärft. „Bestehende Strukturprobleme werden durch die fortgesetzten Interventionen der Zentralbanken nicht gelöst, sondern verdeckt, vergrößert und in die Zukunft verlagert“, lautet das Fazit Steigers.

    Jetzt sprengt der Minuszins die Grundregeln unserer Gesellschaft

    In Deutschland ist die Niedrigzinspolitik der EZB seit Jahren extrem umstritten. Gerade auch bei CDU und CSU gab es immer wieder Kritik an Merkels Unterstützung für Draghis Politik-Entscheidungen während der Finanzkrise. Zuletzt hatte eine Gruppe ehemaliger EZB-Entscheidungsträger, unter ihnen Otmar Issing, Helmut Schlesinger und Jürgen Stark, gegen die Politik der Bank unter Draghi Stellung bezogen.

    Zu den prominentesten Kritikern Draghis zählt Bundesbankpräsident Jens Weidmann, der lange als aussichtsreicher Kandidat für den EZB-Chefposten galt. Doch die Regierung ging stattdessen auf den Vorschlag des französischen Präsidenten Emmanuel Macron ein, Ursula von der Leyen das Amt der EU-Präsidentin anzubieten und dafür die Französin Christine Lagarde zur künftigen EZB-Chefin zu küren. Für die frühere Finanzministerin Frankreichs ist Draghi erklärtermaßen „Vorbild“. Und die letzten Entscheidungen des Italieners haben ohnehin die ultra-lockere Geldpolitik für Jahre zementiert.

    https://www.welt.de/wirtschaft/artic...raghi-Lob.html


    Abba - Money, Money, Money : https://youtu.be/ETxmCCsMoD0

  6. #105
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    Saftige Münzen Gebühren auf Kinder Sparschweine - 30.10.2019

    Münzzählen bei der Bank kann teuer kommen

    Wenn Kinder ihre Sparschweine voller Münzen zum Einzahlen am Weltspartag in die Bank bringen, werden teils saftige Gebühren für das maschinelle Zählen des Kleingeldes fällig. Das berichtet die Arbeiterkammer (AK) Steiermark.

    Insbesondere, wenn man nicht Kunde bei der Bank ist, kann das Münzzählen hohe Spesen nach sich ziehen, so die AK. Sie hat die Kosten von elf Bankfilialen in Graz erhoben.

    Raiffeisen verrechnet 5 Prozent, mindestens 2,50 Euro

    Spitzenreiter ist laut AK-Erhebung die Raiffeisen Bank, bei der Gebühren bis zu 25 Euro anfallen können, wenn man nicht Kunde ist und das Geld lediglich zählen lassen möchte.

    Allerdings markieren diese 25 Euro auch gleichzeitig das Maximum, denn die Gebühren berechnen sich nach der Höhe des zu zählenden Betrags und belaufen sich auf fünf Prozent davon, mindestens werden aber Gebühren von 2,50 Euro fällig.

    Andere Banken verrechnen 10 Euro

    Auch bei der Sparda Bank und bei der Bank Burgenland fallen als Nicht-Kunde Spesen für die reine Münzzählung an, und zwar jeweils zehn Euro, schreibt die AK. Die Bank für Kärnten und Steiermark verrechnet mindestens 0,5 Prozent des zu zählenden Betrags.

    Oft ist Zähler nur für eigene Kunden nutzbar

    Lediglich die Steiermärkische bietet diesen Dienst für Nicht-Kunden laut AK kostenlos an. Bei den übrigen untersuchten Banken (BAWAG, Bank Austria, Hypo Vorarlberg, Bankhaus Krentschker, Deniz Bank) ist es dagegen gar nicht möglich, sein Kleingeld zählen zu lassen, wenn man nicht Kunde bei der jeweiligen Bank ist.

    Anders sieht es jedoch aus, wenn man zum Münzzählen zu seiner Hausbank geht. Dann ist sowohl die Zählung als auch die Zählung und anschließende Einzahlung auf Konto oder Sparbuch meistens kostenlos. Die AK rät Kundinnen und Kunden, vor der Zählung nach den verrechneten Spesen zu fragen.

    https://help.orf.at/stories/2993711/

    Ergo: Nach dem im Piefke Land die Banken aus allen Löcher pfeifen wird das auch nicht anders sein, dass die Michel Banken den Kindern das Spargeld abzocken....

    Der Piefke Marsch: https://youtu.be/j5BcF79rlwM


    Die Lehren von Onkel Dagobert

    https://www.andreas-unterberger.at/p...schaft&page=16

    In Anlehnung an Ebenezer Scrooge, die Hauptperson in Charles Dickens´ Roman „A Christmas Carol“, heißt der habgierige und geizige Onkel von Donald Duck im amerikanischen Original Scrooge McDuck. Anno 1947 trat die Figur erstmals in Erscheinung. Nachdem die bereits einige Jahre zuvor geborenen Helden Donald, Daisy, Tick, Trick und Track propagandistisch gegen die bösen Nazis im Einsatz waren, wurde nun – in der Zeit einer nach dem kostspieligen Krieg notwendig gewordenen Staatsfinanzkonsolidierung – Dagobert als das prototypische Feindbild eines amoralischen Finanzkapitalisten in Stellung gebracht.

    Jedem Konsumenten der Disney´schen Cartoons sind Onkel Dagoberts „Geldspeicher“, in denen er Gold und Bargeld hortet, ebenso ein Begriff, wie sein krankhafter Geiz. Doch Geiz und das Horten von Geld (das eine der beiden möglichen Formen des Sparens darstellt) – sind es ja eben nicht, die den Finanzkapitalisten kennzeichnen. Denn der bunkert sein Geld nicht im Tresor, sondern er lässt es „arbeiten“. Zudem investiert der Finanzkapitalist außerdem meist geliehenes – von den Banken aus dem Nichts geschaffenes – Geld, was ihn von Onkel Scrooge deutlich unterscheidet. Der kann Schuldenmacherei bekanntlich nicht ausstehen.

    So ergibt sich ein widersprüchliches Bild, das durch einen zweiteiligen, in den Sechzigerjahren produzierten Cartoon verstärkt wird, der auf Youtube zu findend ist:


    Scrooge Mcduck And Money Disney cartoon short Part 1 : https://youtu.be/Hwk1MBRNUz0

    Scrooge Mcduck And Money Disney cartoon short Part 2 : https://youtu.be/tP3Rv-nib5M


    Onkel Dagobert erklärt in dem kurzen Streifen seinen drei Enkeln Funktion und Wesen des Geldes, des Wirtschaftens, und des Budgetierens. Dass Geld zirkulieren müsse, ist eine der erteilten Lektionen. Das ist trivial, wenn es um die Erklärung geht, weshalb es Geld als intermediäres Tauschmittel überhaupt gibt. Anders könnte es seine Funktion ja nicht erfüllen. Dass eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zu einer Steigerung des Wohlstands führt, ist indessen ein Fehlschluss. Dass Tischler, Schuster und Bäcker deshalb reicher werden sollen, weil ihre Produkte rascher miteinander tauschen, erscheint nicht besonders logisch.

    Richtig dagegen ist Dagoberts Lob des Sparens, da damit die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, nachhaltig profitable Investitionen zu finanzieren. Dass es dazu „stabilen Geldes“ anstatt schuldbasiertem Fiat Moneys bedarf, stimmt ebenfalls. Umso schmerzlicher, dass gleich darauf dennoch staatliches Schuldgeld gepriesen wird, das durch nichts weiter als durch „Vertrauen in die Regierung“ unterlegt ist…

    Dass für den passionierten Geldsammler Scrooge McDuck Inflation eine „Schweinerei“ ist, liegt wiederum auf der Hand. Und recht hat er: Nichts eignet sich besser dafür, Sparer zu enteignen und langfristige Anlagen zu entwerten, als diese Art einer unsichtbaren Steuer, von der Milton Friedman einst gesagt hat sie sei „…die einzige Form der Besteuerung, die ohne Gesetzgebung ausgeführt werden kann.“ Auch mit seinem Plädoyer für eine solide Haushaltsführung und Budgetplanung aller Haushalte liegt der alte Geizkragen mit dem Nasenzwicker goldrichtig. Es geht eben einfach nicht lange gut, mit Ausgaben zu leben, welche die Einnahmen laufend übersteigen.

    Dass „Gutes niemals gratis ist“, ist ebenfalls eine Weisheit, die sich die Umverteilungsenthusiasten in Regierungen und Staatsbürokratien hinter die Ohren schreiben sollten. Es gibt einfach kein freies Mittagessen. Irgendjemand (sicher nicht die Regierenden!) hat immer die Rechung zu bezahlen. Und dass schließlich „weises Investieren eine Kunst“ ist, wird jeder bestätigen, der bereits Geld verloren hat, weil er auf das falsche Pferd gesetzt hat.

    Eloquente Hauptstromökonomen beten uns seit 1936, jenem unseligen Jahr, in dem John Maynard Keynes seine „General Theory of Employment, Interest and Money“ publizierte, unentwegt vor, dass man mittels Konsumexzessen breiten Wohlstand schaffen könne. Ein logischer Fehler, der auf einer unterstellten Kausalität basiert: Reiche Menschen konsumieren viel, also ist es der Konsum, der reich macht. Onkel Dagobert weiß es allerdings besser: Zur Wohlstandsbildung bedarf es eines Kapitalstocks. Und der kann nur durch das Mittel des Konsumverzichts aufgebaut werden…

    Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.


    Das besondere am heutigen Sozialismus ist die Besteuerung vom Erschaffen des Kapitalstocks.
    Eine historisch zwar nicht unbedingt neue, aber sehr sehr selten angewendete Methode der systematischen Gesellschaftszerstörung.
    Über all die historisch greifbaren Jahrtausende wurde höchstens der geschaffene Kapitalstock besteuert, oder überhaupt auf volkswirtschaftliche schädliche Steuern verzichtet und der Staat lebte alleine von Gebühren und Verbrauchsabgaben.

    In diesem Zusammenhang sind die von Herrn Tögel präsentierten Videos recht lehrreich, was haben sich die Macher wohl gedacht?
    Gerade als diese Filmchen gezeichnet wurden, sahen sich die USA auf der Schwelle zum nächsten epischen Konflikt. Siegreich geht der aus einem Konflikt, welcher auf die grösseren Ressourcen zugreifen kann; Ressourcen welche man im Kapitalstock wiederfindet. Ein Staat welcher viele Dagoberts als Bürger hat, wird einen Konflikt eher gewinnen. Und hier kommt wieder das liebe Geld ins Spiel. Heute sind die US-Bürger reich, reich an frisch erzeugten Papier(Digital)Dollars, Dagobert hatte vor allem Gold. Der Konsum in den USA (und leider auch bei uns) ist welt-rekordverdächtig, gemäß Keynes läuft es also blendend. Es fehlt aber der Kapitalstock aus Fabriken und Infrastruktur! Es fehlt das 'harte' Geld, welches auch in Krisenzeiten gültig bleibt.

    https://www.andreas-unterberger.at/2...bert/#comments

    https://www.andreas-unterberger.at/p...omy=-1&page=82

    https://www.andreas-unterberger.at/p...schaft&page=16

  7. #106
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    So kann der 10.000-Euro-Schein die Sparer retten - 06.11.2019

    Kann ein neuer Geldschein mit hohem Wert Sparer vor den Nachteilen der Negativzinsen bewahren? Dieser Ansicht sind Ökonomen und fordern deswegen die Einführung eines 10.000-Euro-Scheins.

    https://www.welt.de/videos/video2030...ten-Video.html

  8. #107
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    Euro: Immer schwächer? - 07. November 2019

    Wenn der Euro gegen Dollar an Wert verliert, ist dies nichts anderes als eine Enteignung von Euro-(Assets-)Besitzern. Viele merken das erst, wenn sie im Ausland z.B. einen Kaffee bezahlen. Das war unter DM anders. Die Aussichten sind schlecht.

    https://www.ariva.de/euro-dollar-kur...&boerse_id=174

    von Sven Weisenhaus

    Am vergangenen Montag schrieb Torsten Ewert, der ISM-Index für den Dienstleistungssektor könne einen weiteren Hinweis auf die Verfassung der US-Wirtschaft geben. Erwartet wurde ein Anstieg des Stimmungsbarometers von 52,6 auf 53,4 Punkte. Tatsächlich haben die US-Dienstleister ihr Wachstumstempo im Oktober aber sogar noch stärker erhöht. Der Einkaufsmanagerindex legte auf 54,7 Punkte zu.

    Zudem war am Montag zu lesen, dass der Teilindex „Geschäftsaktivität“ noch aussagefähiger sei. Hier wurde mit einem minimalen Rückgang von 55,2 auf 55,0 Punkte gerechnet. „Sollte es hier zu einem Anstieg kommen, dürfte das die Konjunktursorgen der Anleger weiter zerstreuen“, schrieb Torsten Ewert dazu.

    Und tatsächlich wurden auch hier die Erwartungen im positivsten Sinne geschlagen. Denn statt eines moderaten Rückgangs kam es zu einem Anstieg, durch den der Teilindex auf ganze 57 Zähler zulegte.

    Ein klares Plus für den Dollar

    Beide Werte notieren damit nicht nur weiterhin oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Zählern, sondern haben inzwischen wieder einen sehr komfortablen Abstand zu dieser Marke erlangt. Die Konjunktursorgen der Anleger haben sich damit weiter zerstreut. In der Folge konnte der Dollar gestern ordentlich zulegen.

    Vor diesem Hintergrund muss man die mögliche Trendwende im EUR/USD mit Skepsis beobachten. Zwar hat sich durch die jüngste Zinssenkung der US-Notenbank der Zinsabstand zum Euroraum verringert, was den jüngsten Anstieg des Euro gegenüber dem Dollar begründen kann, doch ist nun vorerst weder von der Fed noch von der EZB eine Zinsänderung zu erwarten.

    Und da die US-Wirtschaft offenbar in einer deutlich besseren Verfassung ist als die Euro-Wirtschaft, spricht dies eher für den Dollar und damit gegen eine Trendwende im EUR/USD.

    Anhaltend schwaches Wachstum in der Eurozone

    In der Eurozone ist die Wirtschaft in den Sommermonaten nämlich wie erwartet nur leicht gewachsen. Wie das europäische Statistikamt Eurostat bereits am Donnerstag vergangener Woche mitteilte, stieg die Wirtschaftsleistung im 3. Quartal 2019 um 0,2 % im Quartalsvergleich.

    Das Wachstumstempo blieb damit immerhin überraschend stabil, nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auch im 2. Quartal um 0,2 % gestiegen war. Die Einkaufsmanagerdaten hatten dagegen auf ein etwas geringeres Wachstum von nur 0,1 % gedeutet (siehe Börse-Intern vom 24.09.2019).

    http://www.stockstreet.de/images/new...106-EU-BIP.png

    Ähnlich wie in den USA überraschte damit auch in der Eurozone das Wachstum im 3. Quartal leicht, aber im Gegensatz zu den USA ist eine Belebung der Euro-Wirtschaft derzeit laut den Einkaufsmanagerdaten noch nicht in Sicht (siehe auch “Keine Belebung der Wirtschaft in Sicht”).

    Wobei die Einkaufsmanagerdaten für den Monat Oktober inzwischen nach oben korrigiert wurden. Wie IHS Markit heute nach einer zweiten Schätzung mitteilte, ist der Composite-Index um 0,5 Punkte auf 50,6 Zähler gestiegen. In der ersten Erhebung war nur ein Anstieg um 0,1 auf 50,2 Punkte ermittelt worden.

    http://www.stockstreet.de/images/new...-EU-Markit.png

    Dennoch kann hier bislang nur von einem ersten Signal der Stabilisierung die Rede sein. Zumal die Jahresinflationsrate im Oktober auf nur noch 0,7 % zurückgegangen ist.

    http://www.stockstreet.de/images/new...-Inflation.png

    Die Kernrate legte zwar leicht zu, von 1,0 % im September auf nun 1,1 %, doch die anhaltende Konjunkturschwäche wirkt weiterhin dämpfend auf die Inflation. Und daher darf sich die Europäische Zentralbank (EZB) auch in ihrer extrem lockeren Haltung bestätigt sehen.

    Doch keine kurzfristige Trendwende im EUR/USD?

    Während die US-Notenbank Zinssenkungen lediglich als Absicherung des soliden Wachstums vorgenommen hat, befindet sich die EZB in ernsteren Nöten und auf einem deutlich expansiveren geldpolitischen Pfad. Auch dies spricht eher für den Dollar und damit gegen eine Trendwende im EUR/USD.

    Zumal der Wechselkurs kürzlich exakt am Hoch vom 21. Oktober abgeprallt (siehe roter Pfeil im folgenden Chart) und wieder an das Tief der zwischenzeitlichen Gegenbewegung zurückgefallen ist (grüner Pfeil). Die erste Chance auf eine Fortsetzung der Trendwende wurde damit vertan.

    http://www.stockstreet.de/images/new...106-EURUSD.png

    Noch könnte sich aber lediglich eine ABC-Korrektur ausbilden, auf die dann doch noch eine zweite Aufwärtswelle folgt. Zumal der EUR/USD bislang lediglich 38,20 % der ersten Aufwärtswelle korrigiert hat (graue Linien = Fibonacci-Retracements) und der Aufwärtsimpuls von Anfang Oktober damit noch voll intakt ist.

    Allerdings kommt den Euro-Bullen auch noch eine übergeordnete Abwärtstrendlinie entgegen (dicke rote Linie im Chart). Und daher sollte man selbst im Falle eines neuen Bewegungshochs bei der Gemeinschaftswährung noch einen Bruch dieser Abwärtstrendlinie abwarten, bevor man eine Trendwende bejubelt und größere Long-Positionen wagt.

    Erholungs- und Wachstumspotential der Eurozone

    Eine Trendwende halte ich trotz der oben genannten Gegenargumente auch weiterhin durchaus für möglich – aus den folgenden Gründen:

    Die Industrie der Eurozone durchläuft aktuell eine tiefe Krise. Zuletzt haben sich die Frühindikatoren aber auf niedrigem Niveau stabilisiert. Und sollte sich bald sogar eine Belebung abzeichnen, die Krise zu Ende gehen und ein neuer Aufschwung starten, wäre es für neue Investitionen in den Euroraum genau jetzt der richtige Zeitpunkt. Schließlich nehmen die Märkte zukünftige Entwicklungen vorweg.

    Und da die US-Märkte hoch bewertet sind und in der Eurozone das Potential im Falle einer Belebung des Industriesektors höher erscheint, könnte ein Kapitalfluss vom Dollar- in den Euro-Raum starten. Und dieser würde zu einer nachhaltigen Trendwende im EUR/USD führen.

    Kleine Long-Positionen erscheinen also derzeit durchaus sinnvoll. Und diese kann man beim bullishen Bruch der übergeordneten Abwärtstrendlinie ausbauen.


    Wirtschaft Deutschland: Der Letzte macht's Licht aus: Michael Mross und Christian Hiß zur Situation in Deutschland

    Direktlink: YouTube https://youtu.be/9nqhPYZQn2o

    https://www.mmnews.de/wirtschaft/133...mer-schwaecher

  9. #108

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    Alles hat einen Preis

    EURO ist der Preis für deutsche "Wiedervereinigung" richtig Anschluss DDR zu billigem Preis.
    Der eigentliche Auslöser war Kohls "Währungsunion"

  10. #109
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    Den 10.000 Euro- Schein gibt es doch schon!

    Zitat Zitat von Luis Beitrag anzeigen
    Kann ein neuer Geldschein mit hohem Wert Sparer vor den Nachteilen der Negativzinsen bewahren? Dieser Ansicht sind Ökonomen und fordern deswegen die Einführung eines 10.000-Euro-Scheins.
    https://www.westgold.de/artikel/goldbarren_250g

    Der ist sogar inflationsgesichert, allerdings schwankt er gegen Dollar und Euro etwas.

    Aber auch der Dollar soll ja angeblich gegen Euro schwanken, sagt man.

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    Letzter Beitrag: 11.10.2005, 21:35

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