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Thema: Suche PartnerIn zur gemeinsamen Gründung eines Gesundheits-Studios in Berlin-Pankow

  1. #1

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    Export von Dienstleistungen aus Russland

    Hallo zusammen,

    ich hoffe, ihr könnt mir meine Frage beantworten. Ich habe einen Partner in Russland (das ist eine Firma), der für mich eine Vermittlungstätigkeit ausübt. Er sucht Kunden, an die ich Ware exportiere. Meistens geschieht das über die Firma meines Partners. Also ich liefere an meinen Partner, und er verkauft weiter an den Kunden. Nun muss ich an meinen Partner in Russland die Vermittlungsprovision zahlen. Nun meine Fragen:

    - muss der Partner in Russland die russische USt. in Rechnung stellen? Soweit ich weiß existiert ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Russland.
    - was muss sonst noch auf die Rechnung außer den üblichen Angaben? Vielleicht Verweise wie "VAT reversed" sprich "reverse-charge-Regelung"?
    - Kann ich die Rechnung bar begleichen, wenn der Partner aus Russland zwecks einer Geschäftreise nach Deutschland kommt? Könnten da eventuell Probleme mit dem Finanzamt auftreten?

    Ich hoffe, dass jemand Erfahrung damit hat und mir helfen kann.

    Gruß, FreeStyler

  2. #2

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    Zitat Zitat von FreeStyler Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,


    - muss der Partner in Russland die russische USt. in Rechnung stellen? Soweit ich weiß existiert ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Russland.
    Das sog. "Doppelbesteuerungsabkommen" betrifft meines Wissens nur die Einkommensteuer und besagt, daß ein russischer Gastarbeiter seínen Lohn in D zu versteuern hat - und dann darauf in RUS keine Steuern mehr zahlen muß. Auf die USt findet das keine Anwendung. Wenn Dein Partner die Waren in RUS weiterverkauft wird es dort sicher UST zahlen müssen. Aber um das endgültig zu beantworten, bin ich mit dem russischen Steuerrecht nicht entsprechend vertraut. Das müßte er am besten vor Ort bei seinem Finanzamt oder Steuerberater klären.

    Zitat Zitat von FreeStyler Beitrag anzeigen
    - was muss sonst noch auf die Rechnung außer den üblichen Angaben? Vielleicht Verweise wie "VAT reversed" sprich "reverse-charge-Regelung"?
    Das Vat-reverse Verfahren gibt es nur bei innergemeinschaftlichen Geschichten. Bei RUS-Geschäften ist das eine astreine Drittlandsgeschichte und da bleibt alles was mit UST zu tun hat, komplett aussen vor.

    Zitat Zitat von FreeStyler Beitrag anzeigen

    - Kann ich die Rechnung bar begleichen, wenn der Partner aus Russland zwecks einer Geschäftreise nach Deutschland kommt? Könnten da eventuell Probleme mit dem Finanzamt auftreten?
    Wenn Du eine ordentliche Quittung vorweisen kannst, sollte es keine Probleme geben. Einen Bierdeckel mit irgendwelchen kyrillischen Handschriften wird das FA aber wohl nicht akzeptieren

  3. #3

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    Suche PartnerIn zur gemeinsamen Gründung eines Gesundheits-Studios in Berlin-Pankow

    [FONT=&quot][FONT=Arial][SIZE=4]Suche PartnerIn zur gemeinsamen Gründung eines Gesundheits-Studios in Berlin-Pankow. Ich unterrichte dort seit Jahren und habe ca. 40 Yogaschüler. Ich wünsche mir eine/n PartnerIn mit [SIZE=4]einem [/SIZE]interessanten, sinnvollen alternativen Angebot, z.B. als [SIZE=4]Musiklehrer, Tanzpädagoge, Heilpraktiker, Coach, Hebamme[/SIZE], Physiotherapeut o.ä., die/der sich langfristig eine Perspektive als Selbständiger in Kooperation (gemeinsame Nutzung der Räume, Werbung) mit mir aufbauen möchte. Der angedachte Bezirksteil hat die Infrastruktur eines Vorortes mit vielen jungen Familien, aber auch alteingesessene Bewohner. Und ich freue mich auf einen baldigen Start!
    Nachrichten bitte an: motion.in.flow@googlemail.com
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  4. #4

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    "muss der Partner in Russland die russische USt. in Rechnung stellen? Soweit ich weiß existiert ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Russland"

    Nach russischen 148 п.4 НК es hängt davon ab, welche Leistungen erbracht wurden. Z.b. bei Beratungsdienstleistungen liegt der Erfüllungsort beim Sitz des Leistungsempfängers und damit sind solche leistungen in Russland steuerfrei, bei bie der Vermittlung in Russland und damit in Russland mit 18% USt steuerpflichtig.

  5. #5
    Avatar von imported_schorsch
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    Ich gehe davon aus, das mit Russland ein DRITTLAND gemeint ist und nicht die EU...richtig...? also nicht Litauen oder so.

    Doppelbesteuerungsabkommen ist der falsche weg.

    Vorraussetzung:

    Der Warenwert welcher der Kunde in Russland bezahlt, ist INKLUSIVE der Provision kalkuliert und wird auch als solcher beim Zollamt in Russland als Zollwert angegeben.

    Somit hast du ein Dokumentationsproblem.

    Wenn dieser Warenwert komplett mit Zoll und EUST belegt wird, ist die zu zahlende Provision komplett steuerfrei, da diese Steuer schon bei der Einfuhr der Ware bezahlt wurde.
    PROBLEM hierbei, der Vermittler muss nachweisen können, das seine Steuern schon bezahlt sind. Also braucht er den Zollantrag in Russland.

    Das ist meistens nur schwer möglich.

    Dennoch würde ich es versuchen, dein Vermittler stellt dir eine ganz normale Rechnung Netto ohne VAT.

    Auf der Rechnung sollte die Hauptsendung vermerkt sein, für welche Provision gezahlt wurde, mit den Transportdaten zur Identifizierung bei einer späteren Prüfung. Vielleicht noch eine MRN nummer oder AWB nummer draufschreiben. So kann man das nachvollziehen.

    Barzahlung
    Diese nicht BAR begleichen, denn das ist nicht mehr zulässig. Der Geldfluss muss dokumentiert werden, und am besten eignen sich Kontoauszüge dazu.
    Verschiedene Finanzämter neigen dazu, bar ausgezahlte Provision nicht an zu erkennen und unterstellen hierbei UMST Betrug und berechnen einfach nochmal 19 % Umst. Ist eigentlich Quatsch aber die Jungs vom Finanzamt sitzen am längeren Hebel, denn die verlangen dann die Kontoauszüge vom Empfänger amtlich bestätigt und das ist fast umöglich.
    Auch muss der Barempfänger die Ausfuhr des Geldes nachweisen.
    Also bei Abflug zum Zoll gehen und Geld vorzeigen und die Ausfuhr deklarieren. Genauso auf der russischen Seite die Einfuhr.
    Das ist ein Akt ohne Ende.

    Wie schon gesagt die Dokumentation ist das Problem.

    Bar ins Ausland ist immer problematisch. Und wer eine seriöse Firma hat, der hat auch ein Bankkonto.
    Gerade Russland steht ganz oben auf der Liste der Geldwäsche.

    Reverse Charge: Ist nicht zutreffend und gilt nur für EU Staaten, mit einer Ausnahme.
    Wenn der Kunde in Russland eine nicht zu dem Export gehörige Dienstleistung in einem EU Land beauftragt (Neuverpackung, extra Lagerkosten) kann die Steuerschuldnerschaft auf Ihn verlagert werden nach §13 UstG.
    Dieser muss dann bis zum September des Folgejahres die Erstattung der Umsatzsteuer beantragen. Dies geht über Internet.
    Ab Beträge von über 1000 Euro monatlich kann man auch beantragen dieses quartalsmässig zu machen. Bedarf aber eines gesonderten Antrages.
    Der zu erstattende Betrag ist aber gesetzlich nicht geregelt sondern die 1000 gelten als Richtwert.

    Ist aber eine Variante welche selten gewählt wird. Meistens trägt der Versender die Kosten und gibt diese incl der MWST an den Kunden als Nettopreis weiter.
    Nicht ganz dem Reglement entsprechend. Wird aber häufig so gemacht um dem Papierkram zu entgehen.

    Welche UST Nummer etc auf einem Briefkopfstehen muss, da gibt es eine Link bei der IHK, also was in der Russischenn Rechnung stehen muss.
    Achja kleiner Tip, lass die Rechnung in Englisch schreiben, wir hatten schon das Problem, das ein Steuerprüfer kryrillisch geschriebenen Rechnungen nicht anerkannt hat, weil er sie nicht lesen konnte. Kling komisch ist aber so

    http://www.frankfurt-main.ihk.de/rec...flichtangaben/

    Hier Thema Eingangsrechnungen besonders zu beachten.

    Rechnungen können seit neuestem auch wieder via Email versandt werden, die EU hat das mit den Zertifikaten wieder aufgehoben.

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