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Thema: Haftungsrisiko vor UG-Gründung

  1. #1

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    Haftungsrisiko vor UG-Gründung

    Hallo Forum,

    ich möchte eine UG gründen und Weihnachtsschmuck verkaufen. Allerdings würde ich in diesem Jahr gerne erstmal testen, ob sich meine speziellen Produkte überhaupt gut verkaufen lassen und dann erst die UG gründen. D.h. ich wäre zu Anfang als Einzelunternehmer voll haftbar. Meine Produkte sind aus Holz und es ist ein Kerzenhalter darauf, ähnlich wie bei den Weihnachtspyramiden. Wenn da eine Kerze umfällt und ein Haus abbrennt mit Schwerverletzten und mich dann jemand haftbar macht, dann sehen ich und mein sonstiges Vermögen evt. alt aus. Irgendwie ist das eine Grauzone, weil es ja diverse Kerzenhalter mit Holz in der Nähe zu Weihnachten gibt.

    Würdet Ihr das Risiko eingehen? Und weiß jemand vielleicht, ob bei einem Haftungsfall der Zustand zum Entstehungszeitpunkt (evt., Einzelunternehmen) oder bei Klageeinreichung (dann hoffentlich UG) relevant ist?

    Danke für Eure Antworten

  2. #2
    Avatar von imported_Zedda
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    1.) Wenn man als Einzelunternehmer in Regress genommen wird, dann haftet man dafür vollumfänglich. Unabhängig was man zu einem späteren Zeitpunkt gründet.

    2.) Auch bei einer UG ist der Geschäftsführer im Zweifelsfalle mit in der Haftung, wenn z. Bsp. grob fahrlässig gehandelt würde.


    3.) Mit der UG befindet man sich im Regressfalle bereits in der Insolvenzverschleppung (=Straftatbestand) falls nicht genug Kapital für diesen Fall vom Gesellschafter nachgeschossen werden kann. Alleine die Anwaltskosten würde die Mittel einer UG sprengen.

    4.) Wer ausreichend Kapital für Punkt 3 hat könnte auch gleich eine echte GmbH gründen.

    Fazit: Wer eine UG mit nur einigen Euro Eigenkapital nur gründet um spätere Haftungsansprüche nicht befriedigen zu müssen kann damit schnell einen Reinfall erleben. Ebenso bzw. noch strenger verhält es sich übrigens auch bei einer Ltd.

  3. #3

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    @zedda ...

    ... gut gebrüllt. Hoffentlich lesen das recht viele und gehen rechtzeitig noch einmal in sich. Denn es ist doch auch Fakt, dass eine Menge Greenhorns die Ein-Euro-UG für die genialste Erfindung halten.

    MfG Jürgen Arnold
    - www.uvis.de -

  4. #4

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    danke zedda,
    das hilft mir schon weiter

  5. #5

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    Wer Produkte selbst herstellt, sollte sich auf jeden Fall versichern. Weiß grad nicht wie diese Versicherungen ehißen und die sind bestimmt auch nicht billig, aber auf jeden Fall eine weitere Chance sich zu schützen.

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