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Thema: Pellets fast so teuer wie Öl

  1. #1
    Premium-Mitglied Avatar von Walter
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    Pellets fast so teuer wie Öl

    ...auch keine Alternative für das Öl...


    Deggendorfer Zeitung vom Freitag, 08. Dezember 2006
    Preisvorteil dahin: Pellets fast so teuer wie Öl

    Schwaiger: Rohstoffpreis enorm gestiegen - Stadtbau-Chef Tschepe: »Mein Vertrauen in diesen Markt ist dahin«

    von Michaela Arbinger.
    Deggendorf. Diese Wette hätte Stadtbau-Geschäftsführer Wolfgang Tschepe verloren. Noch im Frühjahr war er Feuer und Flamme für die neue Pelletsheizung in dem Mehrfamilienhaus in der Hirzau. Die 30 000 Euro mehr, die die Anlage verglichen mit einer Öl- und Gasheizung kostete, juckten ihn herzlich wenig. Weil Pellets damals wesentlich günstiger waren als Öl oder Gas, rechnete Tschepe mit einer jährlichen Einsparung von 6000 Euro. Falsch gedacht, denn mittlerweile sind die Holzstäbchen fast so teuer wie Öl.
    »Mein Vertrauen in diesen Markt ist dahin. Ich hätte fast alles darauf verwettet, dass der Preis nicht so extrem nach oben geht«, schimpft der Geschäftsführer. Doch diese Argumentation kann Josef Schwaiger, Sägewerksbesitzer aus Hengersberg mit nagelneuer Pelletsanlage, nicht nachvollziehen: »Weil der Heizölpreis runtergegangen ist, schimpft man jetzt auf den Pelletspreis. Die Leute sollten lieber froh sein, dass der Rohstoff Holz endlich wieder zu einem vernünftigen Preis angeboten wird und es sich für die Waldbauern wieder lohnt, den Wald - unsere Heimat - zu pflegen. « Dadurch habe sich der Preis pro Tonne Pellets um zwischen 70 und 100 Euro verteuert. Doch, so Schwaiger, »die Wertschöpfung bleibt in der Region«.
    Die Nachfrage ist groß. Zwölf Tonnen kann die neue Anlage im Hengersberger Sägewerk in der Stunde produzieren. Den Vertrieb überlässt Josef Schwaiger seinem Kooperationspartner, der Firma Blieninger, die die Pellets unter dem Markennamen »Firestixx« vertreibt. Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht nach Angaben von Stephan Biendl von »Firestixx« rund sechs Tonnen Pellets pro Jahr. Momentan kostet die Tonne 249 Euro brutto, dazu kommt eine Lieferpauschale von 29 Euro. Eine Tonne Pellets entspricht dem Brennwert von 500 Litern Heizöl. Bei einem aktuellen Heizölpreis von 0,55 Cent pro Liter errechnen sich 275 Euro für 500 Liter.
    Pellets gegen Öl, 249 gegen 275: Noch im letzten Jahr war eine Tonne Pellets für 160 Euro zu haben. »Solche Preissprünge kennt man normalerweise nur von Öl und Gas. Ich halte das für äußerst bedenklich. Der Preisvorteil bei den Pellets ist notwendig, um die Mehrkosten der Anlagen aufzufangen. Die sägen doch den Ast ab, auf dem
    sie sitzen«, kommentiert Wolfgang Tschepe die enorme Preissteigerung. Sein Fazit: »Müsste
    »Die sägen den Ast ab, auf dem sie sitzen«
    ich heute entscheiden, welche Heizung in das Mehrfamilienhaus mit 24 Mietwohnungen eingebaut werden sollte, würde ich auf Gas setzen. « Schließlich müsse man auch bedenken, dass die Wartung der Pellets-Anlagen aufwändiger ist. Gas? Da kommt Josef Schwaiger erst richtig in Fahrt: »Wenn der Putin morgen den Gashahn zudreht, würde ich Herrn Tschepe zu dieser Entscheidung gratulieren. « Überhaupt sind für ihn die Öl- und Gas-Pipelines »die trojanischen Pferde der Neuzeit«.
    Noch im Mai hatte OB Anna Eder die 100-KW-Anlage der Stadtbau in der Hirzau als »Pilotprojekt« gelobt. Was sie mit Blick auf den pro Jahr um 8,55 Tonnen reduzierten Kohlendioxid-Ausstoß aus ökologischer Sicht sicher nach wie vor auch ist.
    Auch Bert Reiszky, Architekt und staatlich anerkannter Energieberater, betrachtet die Sache vor allem aus nachhaltiger Sicht. »Pellets bieten eine größere Versorgungssicherheit als Öl oder Gas. Der Ölpreis wird definitiv steigen«, schätzt er. Ein wichtiges Argument ist auch für ihn, dass das Geld in der Region bleibt »und nicht in die Tasche irgendwelcher Ölscheichs fließt«. Reiszky ist einer Meinung mit dem Deggendorfer Haustechnik-Ingenieur Anton Hofbauer, »dass eine Pelletsheizung bei normalem Verbrauch nicht teurer kommt als Öl oder Gas, auch wenn ein Privathaushalt mit Mehrkosten von 3000 bis 4000 Euro für die Anlage rechnen muss. Je höher der Verbrauch, desto mehr lohnen sich Pellets«. Nicht rentabel sei diese Technik allerdings in neu gebauten Passivhäusern mit sehr niedrigem Energieverbrauch. Hier raten Reiszky und Hofbauer zu einer Luft-Wasser-Wärmepumpe.
    »Der Pelletspreis ist zu 90 Prozent rohstoffbegründet«, rechnet Josef Schwaiger vor. So argumentiert auch Stephan Biendl. Er findet außerdem: »Wir reiten immer nur auf dem Preis herum. Man muss aber doch vor allem von Nachhaltigkeit sprechen und davon, dass eine Pelletsheizung CO2-neutral ist. «
    Höherer Holzpreis schön und gut. Wolfgang Tschepe und Bert Reiszky glauben eher, dass die große Nachfrage den Pellets-Preis nach oben getrieben hat. »Die hängen sich an den Ölpreis ran«, meint der Energieberater. Bert Reiszky rät ohnehin zu einer Alternative: »Die Gemeinden sollten so weit sein, ein ganzes Baugebiet ab zehn Häusern mit einer Hackschnitzel-Anlage zu versorgen. Da wird ein Drittel der Pellets-Kosten fällig. «

    Lokalteil Deggendorf: http://www. pnp. de/deggendorf

  2. #2
    Premium-Mitglied Avatar von Goldfisch
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    Das ist doch ein ganz logischer Vorgang, die Nachfrage reguliert wie bei allen Rohstoffen den Preis und zudem wird das Verhältnis noch weiter zu ungunsten der Pellets ansteigen da der Rohstoff dazu noch wesentlich begrenzter in seinem Vorkommen ist wie Öl und auch noch für andere Zwecke benötigt wird.

  3. #3

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    Studie warnt vor drastisch steigenden Heizölpreisen

    15.02.2013 · Die Preise für Heizöl könnten bis 2020 um die Hälfte steigen. Das hat das Hamburger Forschungsbüros Energy Comment herausgefunden. 2012 war demnach für die Verbraucher das teuerste Jahr aller Zeiten.

    Die Heizölpreise werden einer Studie zufolge weiter kräftig steigen. Laut einer am Freitag von „Zeit Online“ veröffentlichten Studie des Hamburger Forschungsbüros Energy Comment droht bis zum Jahr 2020 eine Preissteigerung um 50 Prozent, bis 2030 sogar eine Verdopplung des Heizölpreises.

    Das vergangene Jahr war demnach für die Verbraucher das teuerste aller Zeiten: Die Kosten für die Füllung eines handelsüblichen 3000-Liter-Tanks stiegen auf 2700 Euro und lagen damit rund um die Hälfte höher als noch vor zehn Jahren.

    Für 12 Millionen Haushalte sei Heizöl damit zu einer regelrechten „Preisfalle“ geworden, zitierte „Zeit Online“ aus der Studie für die Grünen-Bundestagsfraktion. Darin heißt es, die Politik habe den Anstieg der Heizölpreise bislang oft unterschätzt oder gar „ignoriert“.


    Quelle: FAZ.net mit AFP

  4. #4
    Premium-Mitglied Avatar von Dagobert Duck
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    Endlich mal eine wirklich gute nachricht ... die kräfte des marktes ...

    Zitat Zitat von enrico Beitrag anzeigen
    Studie warnt vor drastisch steigenden Heizölpreisen

    15.02.2013 · Die Preise für Heizöl könnten bis 2020 um die Hälfte steigen. Das hat das Hamburger Forschungsbüros Energy Comment herausgefunden. 2012 war demnach für die Verbraucher das teuerste Jahr aller Zeiten.

    Die Heizölpreise werden einer Studie zufolge weiter kräftig steigen. Laut einer am Freitag von „Zeit Online“ veröffentlichten Studie des Hamburger Forschungsbüros Energy Comment droht bis zum Jahr 2020 eine Preissteigerung um 50 Prozent, bis 2030 sogar eine Verdopplung des Heizölpreises.

    Das vergangene Jahr war demnach für die Verbraucher das teuerste aller Zeiten: Die Kosten für die Füllung eines handelsüblichen 3000-Liter-Tanks stiegen auf 2700 Euro und lagen damit rund um die Hälfte höher als noch vor zehn Jahren.

    Für 12 Millionen Haushalte sei Heizöl damit zu einer regelrechten „Preisfalle“ geworden, zitierte „Zeit Online“ aus der Studie für die Grünen-Bundestagsfraktion. Darin heißt es, die Politik habe den Anstieg der Heizölpreise bislang oft unterschätzt oder gar „ignoriert“.


    Quelle: FAZ.net mit AFP

    Wird auch Zeit!
    Ansonsten müssten Grüne & SPD wieder handeln, und an der Öko-Schraube drehen, damit endlich die Bürger verantwortlichen mit den Ressourcen umgehen ... :cool:

    Marktwirtschaft ihr Partner, in Sachen Umweltschutz.

    Braucht Deutschland noch ROTE & GRÜNE Politiker, wenn es keine A.-Kernkraftwerke mehr gibt, und wenn man Kraftstoff und Heizöl, wieder wegen der Menge und des Preises in der Apotheke zum kaufen gibt.

  5. #5
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    Die Heizölpreise werden einer Studie zufolge weiter kräftig steigen. Laut einer am Freitag von „Zeit Online“ veröffentlichten Studie des Hamburger Forschungsbüros Energy Comment droht bis zum Jahr 2020 eine Preissteigerung um 50 Prozent, bis 2030 sogar eine Verdopplung des Heizölpreises.

    so ein Hafenkäse...

    je mehr Oekofritzen auf dieser Welt rumpalavern, desto "überflüssiger" (und billiger) wird Erdoel.
    Wetten dass...:eek:

    Denke eher, dass $ und € bis 2020 nur noch die Hälfte wert sind
    ... und wer Prognosen bis 2030 wagt, ist eh nicht ganz dicht:eek:

  6. #6
    Premium-Mitglied Avatar von Luis
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    Billiger wird eh Nix mehr...

    Zitat Zitat von winner Beitrag anzeigen
    so ein Hafenkäse...

    je mehr Oekofritzen auf dieser Welt rumpalavern, desto "überflüssiger" (und billiger) wird Erdoel.
    Wetten dass...:eek:

    Denke eher, dass $ und € bis 2020 nur noch die Hälfte wert sind
    ... und wer Prognosen bis 2030 wagt, ist eh nicht ganz dicht:eek:

    Wer darauf hofft, dass alles billiger wird, läuft auf dem Inflationsweg direkt in die große Pleite.
    Wann Pleite, weil Geld wertlos, dann geht auch Nix mehr und die Küche bleibt kalt.
    Unter der Inflation zu sterben kann für die Angehörigen & Hinterbliebene zum 1A Finanzrisiko werden.
    Dann heißt es in der „Blöd-Zeitung“:
    Der Tod brachte die plötzliche Pleite über diese und jene Familie.
    Großvater pflegte zu sagt:
    Da kommt der Tag, wo die Lebenden die Toten beneiden.
    Ergo: Der Euro wird sicherlich verloren sein, weil zunächst diese Kunstwährung, stark abwertet und irgend wann in seiner nahen Zukunft wegen der hohen Beliebtheitsquote, so wie Fußpilz, seinen Dienst quittieren wird. Und wer in großen Mengen Inflationgeld (ge)bunkert, kann dieses Altpapier gut zu Heizzwecke einsetzen.

    Extrem-Winter: Neuer Kälterekord in Sibirien mit -71 Grad

    Minus 71 Grad wurden jetzt in dem russischen Ort Oimjakon gemessen – die tiefste je in einer Siedlung gemessene Temperatur. Ihre Pferde lassen die Menschen dennoch weiterhin draußen. Von Ulli Kulke

    http://www.welt.de/vermischtes/artic...t-71-Grad.html

    Sibirisches Duell um Minusrekord: Unzulässige Messung?

    Zwischen den beiden Kleinstädten Oimjakon und Werchojansk in der sibirischen Republik Sacha ist ein kurioser Streit entbrannt. Just die Frage, wer von beiden denn die kälteste bewohnte Ortschaft der Welt ist, wurde zum Zankapfel. Die Einwohner von Oimjakon beanspruchen den Titel seit der Messung von minus 67,7 Grad Celsius vor rund 70 Jahren für sich. Um 0,1 Grad kälter will Werchojansk sein.

    Vor einigen Jahrzehnten wurden in Oimjakon minus 67,7 Grad Celsius notiert. Die Bewohner der Kleinstadt Werchojansk beharren nun darauf, dass bei ihnen bereits im Jahr 1885 noch niedrigere Temperatur gemessen worden seien, und zwar exakt minus 67,8 Grad Celsius.

    Während die beiden Dörfer zanken, dürfte der kälteste unbewohnte Ort der Welt die russische Forschungsstation Wostok in der Ostantarktis liegen und weit kälter sein. Im Jahr 1983 wurden dort wissenschaftliche Messungen durchgeführt. Mit dem offiziell bestätigten Wert von minus 89,2 Grad Celsius handelt es sich um den „absoluten Kältepol“ für die Erdoberfläche.

    http://orf.at/stories/2167426/2167425/
    Geändert von Luis (19.02.2013 um 20:58 Uhr) Grund: Extrem-Winter Neuer Kälterekord in Sibirien mit -71 Grad Minus 71 Grad wurden jetzt in dem russischen Ort Oimjakon gemessen – die tiefste je in einer Siedlung gemessene Temperatur. Ihre Pferde lassen

  7. #7

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