DAX30
Gold
Brent Oil
EUR/USD
+ Auf Thema antworten
Ergebnis 1 bis 16 von 16

Thema: Was soll ich tun? Tätigkeiten?/Gewerbeanmeldung? Hilfestellungen?

  1. #1

    Dabei seit
    12/2018
    Alter
    29
    Beiträge
    5

    Was soll ich tun? Tätigkeiten?/Gewerbeanmeldung? Hilfestellungen?

    Guten Abend,

    bevor ich zum eigentlich Punkt komme: Ich heiße Miriam, bin 28 Jahre alt und derzeit studiere ich "hauptberuflich" Medieninformatik (Bachelor). Mein einziges - ich sag mal richtiges und regelmäßiges - Nebeneinkommen ist derzeit eine geringfügige Tätigkeit als Reinigungskraft. Allerdings auch schwankend, da das Einkommen davon abhängt, wie oft ich irgendwo einspringen muss. Daher ist es immer so zwischen 70 - 400 €. Die 70 Euro kamen auch erst nur einmal vor. Ansonsten ist es ab 150 aufwärts. Bafög bekomme ich leider nicht mehr, da ich während meines Studiums eine Zeit lang Probleme hatte und demnach nicht mit dem Lernstoff mitgekommen bin. Dadurch hatte ich nicht die notwendigen Credit-Points zum 4. Semester, die man für eine Weiterbewilligung benötigt. Das hat mich finanziell auch in eine Krise gestürzt, allerdings ist das eine andere Geschichte.

    Ich bin jedenfalls hier im Forum gelandet, weil es in meiner Situation wohl mehr Sinn macht, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen bzw. allgemein mal mit jemanden darüber zu reden, der mehr Ahnung davon hat als ich und auch thematisch Hilfestellungen geben könnte.

    Jedenfalls hab ich in soweit Glück bisher, dass ich derzeit noch gerade so über die Runden komme - unter anderem liegt das aber auch an meiner Familie und vor allem auch an meiner Oma, bei der ich glücklicherweise schon seit Studiumsanfang mietfrei unterkommen konnte. Ich helf ihr dafür im Haushalt.

    Das eigentliche Problem ist - und das ist es auch warum ich euch um Rat bitte -, langfristig kann das so nicht weitergehen. Zumal die Reinigungsnebentätigkeit an sich nicht genug zum Leben abwirft und das auch nicht unbedingt länger machen möchte. Das war mir auch schon Anfang des Jahres klar und auch schon im letzten Jahr. Ich sehe mich auch nicht wirklich in einer Angestelltenposition bzw. ich wollte schon immer lieber was selbstständiges machen und hatte meinen eigenen Kopf.

    Ich hab in Richtung Selbstständigkeit/Freiberufliche Tätigkeit auch schon vieles probiert und gemacht, allerdings weiß ich selber gar nicht so recht was ich machen soll bzw. wie ich die Dinge effektiv angehe.

    Im letzten Jahr habe ich zum Beispiel ein Gewerbe als freiberufliche Texterin/Korrekturleserin angemeldet, da dies so mein erster Gedanke war, was ich machen könnte (ich schreibe ja eigene Geschichten und ähnliches).. Nachträglich unüberlegt. Ich hab in dem Bereich nämlich überhaupt kein Fuß fassen können und kam mit diesen Textagenturen wie textbroker etc. auch nicht klar (Inhaltsmäßig sagte mir das zu schreibende auch nicht zu). War also mehr oder weniger ein Schuss in den Ofen.

    Anfang 2017 bzw. Mai/April, als ich auf der Suche nach einer anderen Tätigkeit war, die ich übers Internet machen kann (aufgrund meines Studiums und auch da ich keinen Führerschein habe, kommen für mich auch nur Tätigkeiten in Frage, die ich von zu Hause aus machen kann), bin ich dann auf einen Beitrag zum Thema Print On Demand gestoßen - allerdings jetzt nicht für Bücher oder sowas, sondern für T-Shirts. Da ich grundsätzlich sehr kreativ veranlagt bin und auch gern am PC gestalte, hab ich damit auch angefangen. Allerdings auch erstmal ohne Gewerbe, da ich nicht dasselbe Disaster wollte wie mit dem freiberuflichen Texten. Wollte erstmal gucken, ob da überhaupt was bei rumkommt. Hab mich dafür bei Spreadshirt und bei Merch by Amazon angemeldet und mich dann mit den Inhalten in dem Bereich beschäftigt.

    Im Grunde genommen ist auch da nicht so viel bei rumgekommen - hab bei Merch by Amazon um die 50 $ (DE-Version gab's davon ja erst nicht) eingenommen bei 20 Verkäufen und bei Spreadshirt gerade mal 1 Verkauf und dafür 6,99 €. Dennoch wollte ich Mitte des Jahres dafür noch Gewerbe anmelden, da ich denke es liegt daran, dass ich noch zu wenig Designs hochgeladen habe und ich mach das ja auch ohne Werbung. Hatte mich deshalb an das Finanzamt gewendet und darum gebeten, dass die mir die Unterlagen zur Gewerbeanmeldung zusenden sollen (Ich hatte das beim Anmelden meiner Textertätigkeit auch so gemacht).

    Diesmal jedoch haben sie gesagt, dass ich mich dafür an die Gewerbeanmeldung im Ort wenden sollte, da sie dafür nicht zuständig seien. Allerdings da ich zu dem Zeitpunkt mit Prüfungen etc. beschäftigt war, hab ich das erstmal nicht gemacht - Gewerbeanmeldung muss ich hier persönlich nämlich machen und ich kam letztlich nicht dazu dahin zu gehen, da ich ja von morgens bis abends in der Hochschule am Lernen war.

    Ich hab in der Zeit allerdings auch das mit Print On Demand pausiert bzw. es ist jetzt auch noch pausiert - ich hab damals und auch derzeit noch keine neuen Designs hochgeladen. Nur halt die Designs, die ich schon hatte, sind ja online und haben sich ab und zu auch verkauft.

    Weiterhin bin ich auch anderen Tätigkeiten nachgegangen wie ne zeitlang Affiliate Links/Werbung oder Microjobs. Allerdings bin ich bei Affiliates Links und co. nicht so wirklich da durchgestiegen, wie ich am besten da Vorgehen sollte bzw. wie man das effektiv macht.

    Jetzt aktuell denk ich darüber nach, aufgrund meiner kreativen Ader (ich bastel auch gerne und neben dem Schreiben (Geschichten etc.) tue ich auch Zeichnen/Malen), es vielleicht mal mit eigenem Schmuck/Anhängern zu versuchen. Allerdings dachte ich auch schon über An- und Verkauf nach, da ich das in einem anderen Rahmen früher schon mal gemacht habe, aber das war ne einmalige Geschichte.

    Ich hab es vorerst auch deswegen verworfen, da ich auch nicht weiß worauf ich mich am besten spezialisieren sollte und für Ankauf braucht man ja auch Kapital, was ich in meiner angespannten Lage eben auch nicht da habe. Das ist also mehr ne fixe Idee als wirklich durchgeplant.

    Jedenfalls brauch ich also ne Tätigkeit, die ich ohne viel finanziellen Aufwand und sofort auch mal anfangen könnte. Aber ich möchte nicht wieder zu voreilig handeln. Mein Problem ist einfach, dass ich nicht so recht weiß, was ich machen kann und wie ich das alles richtig anstellen soll, damit das auch was abwirft.

    Somit ist das bei mir immer mehr so Try & Error - ich probier's, klappt's nicht auf Anhieb, dann suche ich Fehler und versuch was zu ändern und klappt es dann immer noch nicht, bin ich schnell mal enttäuscht oder komme zu dem Schluss, dass das wohl nichts für mich ist. Ich versuch's zwar dennoch immer wieder mal, aber bisher hat von meinen ganzen Tätigkeiten ja nicht wirklich was geholfen. Aber so langsam muss ich was passendes für mich finden, womit ich auch mal mit voran komme.

    Zudem hätte ich auch Fragen wegen Gewerbeanmeldung, wenn ich das jetzt machen würde: Das Formular hab ich mir jetzt ja auch mal angesehen und da wird ja auch nach Tätigkeiten gefragt, die man anmelden möchte. Muss ich da auch die reinschreiben, die ich schon angemeldet habe? Und auch die Frage nach Beginn der Tätigkeit ist für mich ein wenig problematisch.. Da ich ja Print On Demand ja auch angeben müsste und das ist ja eigentlich schon im April gewesen, obwohl das ja mehr so Probelauf war. Und Finanzamt weiß ja rein theoretisch auch davon, weil ich das da ja auch angefragt hatte. Könnte also auch Probleme geben?

    Auch so ne Sache, wenn ich jetzt ein Gewerbe anmelde, das dauert ja sicherlich ne Weile bis das durch ist, aber ich wollte ja gern schon zeitnah anfangen (gerade auch wegen Weihnachtsgeschäft - vieles dürfte sich ja gerade jetzt, wenn ich auch spät dran bin, noch lohnen?).

    Also generell wollte ich euch da mal um Hilfestellungen bitten, was ihr meint und evtl. hat ja jemand noch ein paar Tipps/Ideen, was ich machen könnte und wie die nächsten Schritte allgemein aussehen würden? Es hilft ja oftmals einfach auch, wenn man eine Sicht von Außen bekommt. Hat mir bisher immer irgendwie weitergeholfen.

    Ich bedanke mich im Voraus für die Antworten und auch fürs Durchlesen.

    Viele Grüße

  2. #2

    Dabei seit
    11/2012
    Alter
    37
    Beiträge
    703
    Versuch doch erstmal im ersten Schritt den Reinigungsjob durch eine ganze 450 EUR Stelle auszutauschen. Klingt danach, dass dies reicht um erstmal über die Runden zu kommen. Das du hier schon mal abgesichert bist und dein Studium abschließen kannst.

    Dann kannst du im nächsten Schritt (auch schon Während des Studiums) weitersehen, ob und was du dir aufbauen kannst. Alle Bereiche die du so genannt hast. Quasi mit die klassischen die man online so kennt, sind meiner Meinung nach eher Bereiche, wo du kaum Geld verdienen wirst. Nur die wenigsten schaffen es hier und die meisten verschwenden nur Zeit. Und was bringt es dir, wenn du 20 Stunden im Monat investierst, um 100 EUR zu verdienen?

    Ich denke du solltest hier weiter abseits suchen. Mach nicht das, was alle alle anderen machen. Probleme die du Lösen kannst, bei denen es kaum Konkurrenz gibt und somit auch fair bezahlt werden. Da musst du sehen was du kannst und was dich interessiert bzw. wo du dir vorstellen kannst dich einzuarbeiten.

    Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass die Branchen, in denen die Firmen im Geld schwimmen auch Probleme haben, die andere nicht lösen können/wollen und dies gut bezahlen. Bei der Ideenfindung kann ich selbst aber nicht helfen. Nimm dir hier Zeit, ggf. auch Zeit für die Forschung, mache Pilotprojekte und sehe dann weiter.

  3. #3

    Dabei seit
    12/2018
    Alter
    29
    Beiträge
    5
    Hallo smilla,

    vielen Dank erstmal für deine Antwort/Rat. Leider ist es nicht möglich den Reinigungsjob auf 450 € zu erweitern, da hier in der Gegend keine Stelle mehr frei ist und ich nicht mobil bin (kein Führerschein und zudem wohne ich auf dem Land - öffentliche Verkehrsmittel fahren nur sporadisch zu bestimmten Zeiten). Darum geht bei mir nur Springertätigkeit, wenn eben die Reinigungskräfte für die bestehenden Stellen hier im Ort, Urlaub machen oder längere Zeit ausfallen.

    Weiterhin würden die 450 € auch nicht reichen, um die laufende Kosten zu decken. Wie gesagt: Ich muss um Hilfe bitten, damit ich überhaupt überstehe. In dem Fall springen meine Familie und meine Oma ein, aber die haben ja so langsam auch nichts mehr übrig. Das ist ja auch so ein Grund, warum ich dringend jetzt was finden muss. Erstmal ist es mit 28 Jahren überhaupt nicht schön, wenn man noch von der Familie abhängig ist und bei seiner Oma wohnen muss. Zum anderen hab ich den Ruf innerhalb der Familie, dass aus mir eh nichts wird. Das ich viel versuche und tue, sehen die zum Beispiel auch nicht so. Sie sehen nur das Scheitern.

    Ich bin meiner Familie mit Sicherheit dankbar und es ist sicherlich auch Glück, dass sie mich wenigstens nicht im Stich lassen, aber es kann nicht so weitergehen. Schon um meiner selbst Willen nicht. Und ich möchte auch aus dem finanziellen Loch raus und dazu muss ich mehr Einnahmen haben.

    Mein Studium wäre im Übrigen auch in Gefahr, weil demnächst auch wieder die Studienbeiträge fällig werden und das hab ich auch nicht übrig.. Ich kann nicht schon wieder nach Geld fragen. Daher ist es umso wichtiger für mich eine für mich geeignete Tätigkeit zu finden, die sich auch langfristig ausbauen lässt. Ich kann also da auf keinen Fall bis nach dem Studium warten. Mir gehen nur die Ideen aus so langsam, was ich machen könnte. Deshalb brauch ich ja Hilfe und frage hier nach.

    Wegen der fehlenden Mobilität ist es generell auch schwer etwas in Festanstellung zu finden, mal von ab, dass ich das so auch nicht möchte. Das mit dem Job als Reinigungskraft hab ich ja auch nur in der Not angefangen, weil ich eben irgendwie an Geld kommen muss, obwohl der Job an sich eigentlich überhaupt nicht zu mir passt.

    Weil ich viel lernen muss und dementsprechend viel Zeit zu Hause verbringe, kommt für mich auch nur eine Tätigkeit in Frage, die ich übers Internet machen bzw. generell von zu Hause aus managen kann. Gerade die Zeit abends und in den frühen Morgenstunden eignen sich gut um Zeit in Tätigkeiten zu investieren, da ich da oft noch Leerlauf habe. Vorlesungen sind bei mir meist erst Mittags rum und fürs Lernen hab ich auch meine feste Routine/Zeitpläne, so dass ich Freiräume habe, die ich gern in Geld umwandeln würde.

    Ich stimme dir zu, dass ich was die Bereiche angeht, in denen ich es versucht habe, möglicherweise wegen der Konkurrenz untergehe. Allerdings kann es ja auch sein, dass ich es bisher einfach nur falsch aufgezogen habe bzw. ich arbeite ja auch nur nach Infos, die ich finde, weil ich eben noch kein Experte auf dem Gebiet bin. Das ja auch wieder so ein Grund, warum ich mich hier hin wende. Ich bin verzweifelt auf Lösungssuche und um es mal deutlicher zu sagen: Ich wäre schon froh, wenn ich mit 20 Stunden irgendwie 100 € kriegen würde. Aber das ist nicht Sinn der Sache, weil ich mehr will und auch brauche.

    Ich weiß daher auch nicht direkt, was das 'abseits' ist und wie ich das finde, in dem ich auch voran komme. Ich bin wie gesagt mehr der kreative Mensch und gerade in dem Bereich fällt mir nichts ein, was ich nicht schon versucht hätte. Auch nichts, wo ich denke, wofür sich Firmen interessieren könnten. Das Einarbeiten wäre auch kein Problem, wenn es zumindest ein Bereich ist, der zu mir passt und mich interessiert. Alle Bereiche, die ich bisher gemacht habe, hab ich immer viel gelesen und eingearbeitet, so gut es ging. Oft auch stundenlang. Ist halt nur ne traurige Bilanz, dass es nicht viel gebracht hat..

  4. #4
    Moderator
    Dabei seit
    12/2015
    Beiträge
    228
    Du bist ein schwieriger Fall!

    Ohne Führerschein und PKW wird's schwer.
    Dann noch ein Gewerbe oder freiberufliche Tätigkeit ohne Geld ausüben zu wollen... du schreibst ja, wenn es nicht funktioniert bist du schnell mal enttäuscht... denkst du, sowas startet von heute auf morgen von 0 auf 100?!
    Würde ich also gleich mal komplett vergessen.

    Vergiss sowas wie Spreadshirt & Co. damit wirst du keine Einnahmen generieren um das hauptberuflich machen zu können.
    Der Markt ist dafür zu groß.

    Bei deinem jetzigen AG, der Reinigungsfirma(?), würde ich fragen ob die anderen Kollegen nicht woanders putzen könnten damit du vor Ort mehr zum Putzen bekommst.
    Das wäre erstmal eine Alternative um mehr Einnahmen/Geld zu haben.
    Egal ob der Job Spaß macht oder nicht!

    Mit Studium kenne ich mich nicht aus.
    Wie lange würde das noch gehen (bis du einen Abschluss hast)? Kannst du das unterbrechen? Dann arbeitslos melden um ggf. den Führerschein bezahlt zu bekommen und einen PWK kaufen zu können mit dem du mobil wirst.
    Dann findet sich bestimmt Arbeit, auch wenn nicht nach deinem Geschmack, aber du könntest damit erstmal für deinen Unterhalt sorgen.
    [URL="https://www.existenzgruenderforum.de/threads/9240-mehrwertsteuer-im-erstattungsfall?p=21774&viewfull=1#post21774"]Link: Wer seine USt.-Voranmeldungen und somit seine Buchungen selbst machen kann, für den ist eine extra Software, schon allein wegen den Berichten, sehr nützlich![/URL]

  5. #5

    Dabei seit
    12/2018
    Alter
    29
    Beiträge
    5
    Hallo VomFach,

    danke auch für diese Einschätzung?/Rat/Hilfestellung.

    Ich weiß durchaus, dass es ohne Führerschein und PKW nicht einfach ist. Ist nicht das erste Mal, dass ich das höre bzw. auch aus meiner Erfahrung heraus ist es kompliziert bisher.

    Bezüglich der Einschätzung zum Gewerbe/freiberufliche Tätigkeit - ich glaube ich habe mich mit "schnell" enttäuscht falsch ausgedrückt. Ich habe nämlich nicht gesagt, wie lange ich an den Tätigkeiten dranbleibe bzw. drangeblieben bin. Ich habe - je nach Tätigkeit - mindestens immer ein halbes bis 1 1/2 Jahre damit zugebracht und mich eingelesen, getan und gemacht, was ging.

    Und wenn man dann nach der Zeit immer noch keine Erfolge sieht, dann ist man natürlich enttäuscht und ich fing nach gut einem halben Jahr (was nach einer längeren Zeit auch meiner Meinung nach normal ist und man auch tun sollte) dann auch gelegentlich an mich zu fragen, ob es das richtige ist oder ob ich was falsch mache etc.

    Ich hab aber deshalb nicht direkt aufgegeben, sondern ich hab es nebenher noch weiter laufen lassen (auch mit T-Shirt Business etc. bin ich drangeblieben - hab's ja nun nicht völlig aufgegeben, sondern nur pausiert und ab und an vorhandenes auch optimiert. Heißt also überhaupt nicht, dass ich mich nicht weiter mit dem Thema beschäftigt habe). Ich hab auch versucht weitere Tätigkeiten zu finden, um eben in der Summe auf einen Betrag zu kommen - nur weil ich in dem einen Bereich nicht das große Geld verdient habe, heißt es ja auch nicht, dass es gar nichts nützt. Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.

    Ich schmeiße also gar nicht direkt die Flinte ins Korn und steck den Kopf in den Sand! So war das mit schnell enttäuscht nicht gemeint. Nicht im Sinne jedenfalls, dass ich es gleich hinwerfe und was anderes versuche. Zugegebenermaßen klingt es im Ausgangspost von mir leider etwas zu drastisch.. bzw. auch zuweilen sprunghaft. Für die missverständliche Ausdrucksweise entschuldige ich mich. Es war auch spät als ich auf dieses Forum hier gestoßen bin. Jedenfalls hoffe ich, man weiß was ich meine.

    Ich gebe mir jedenfalls die größte Mühe und versuche stets mein bestes. Nur nach nem halben Jahr ohne den kleinsten Erfolg - ich denke mal, es ist normal, dass man bisweilen auch mal enttäuscht ist. Aber ich hab auch gelernt, wenn man hinfällt soll man wieder aufstehen. Somit versuch ich ja das passende zu finden.

    Und auch von 0 auf 100 war jetzt auch nicht verlangt: Dass es Zeit braucht bis es in Gang kommt, ist mir vollkommen klar. Ich bringe auch meine Zeit immer ein. Es geht mir eher um den langfristigen Erfolg, dass ich was für mich finde, was in Zukunft mir auch mal was bringt. So aktuell halt ich mich irgendwie immer über Wasser. Ich versuche so wenig wie möglich zu leihen, gelegentlich verschaffe ich mir ein Plus durch den Verkauf ungenutzter Sache, die ich entweder selber habe oder geschenkt bekomme. Ab und zu mach ich auch kleinere Jobs wie Babysitten, wenn jemand fragt. Vorerst hab ich für die ein oder anderen Kosten einen Plan, um mir dahingehend Zeit zu verschaffen.

    Aber ich brauch so langsam eben eine Tätigkeit, um langfristig der Problematik Herr zu werden. Etwas was ich auch zukünftig machen kann. Auch in Ergänzung zu den bisherigen Tätigkeiten.

    Die Reinigungsfirma versetzt im Übrigen keine Mitarbeiter, die vorher schon da waren. Da gehts auch indirekt um Hierachien. Die Mitarbeiter hatten die Stelle vor mir und putzen da schon seit Jahren. Meinetwegen, zumal ich keine volle Stelle habe und auch nicht machen könnte, versetzen die niemanden. Das fällt weg und andere Putzjobs gibt es hier auch nicht. Ich habe alles mögliche schon abgeklappert und auch drauf beworben. Entweder die Stellen waren schon vergeben oder ich war aufgrund meiner eingeschränkten Verfügbarkeit ungeeignet.

    Auch aus gesundheitlicher Sicht, wäre der Job als Reinigungskraft nicht möglich, da ich starke Gelenkprobleme habe. Selbst bei den Springertätigkeiten muss ich mehr Zeit einplanen als ich bezahlt bekomme, weil ich es andernfalls gar nicht könnte. Ich tue es nicht aus Spaß, sondern aus der Not heraus. Wie ich in meinem vorherigen Beitrag schon sagte: Ich bin für den Job überhaupt nicht geeignet eigentlich, aber hab angenommen, weil es das einzige war was mir angeboten wurde und ich auch direkt anfangen konnte. Es sollte eigentlich nur als Überbrückungstätigkeit fungieren bis ich was passenderes gefunden hätte. Jetzt bin ich da aber auch schon mehr als ein Jahr angestellt und da ich immer mal wieder nur für ein paar Tage einspringe, ist es auch einigermaßen ok. In Vollzeit könnte ich das aber definitiv nicht machen.

    Auch davor hab ich in Vertretung mal Zeitung ausgetragen (auch in dem Bereich sind keine Stellen frei übrigens), was auch nicht gut für mich war, aber ich tue was ich kann. Da brauch ich niemanden, der mir sagt, dass mir der Job Spaß machen soll oder nicht - es geht nur darum überhaupt Geld zu haben, um Leben bzw. in meinem Fall überleben zu können. Aber Jobs aus den Bereichen sind definitiv nicht die Lösung. Schon allein rententechnisch nicht.

    Bezüglich Studium: Ich hab noch gut 2-3 Semester vor mir, vorausgesetzt ich bestehe alle Prüfungen auf Anhieb. Hat sich bei mir ja leider alles verschoben, da ich diese Probleme mit dem Nichtbestehen schon mal hatte und einige der Module nur in bestimmten Zeiten angeboten werden (entweder Winter- oder Sommersemester). Unterbrechen würde ich allerdings nicht.

    Erstmal bezahlt das Arbeitsamt hier nicht einfach direkt den Führerschein und das hab ich durchaus schon mal versucht. Da wurde mir gesagt, dass die dahingehend schon schlechte Erfahrungen mit ihren Klienten gemacht haben und die das deshalb nicht bezahlen. Das tun die hier nur noch, wenn du auch nachweisen kannst, dass du einen Job sicher kriegen könntest, wenn du den Führerschein hättest. Sprich der zukünftige Arbeitgeber macht eine Zusage unter der Bedingung man hat einen Führerschein und gibt dir das schriftlich auf die Hand.

    Und das müsste ich ja erstmal finden, was auch längere Zeit dauern kann. Und das Studium so lange unterbrechen macht auch keinen Sinn im Hinblick darauf, dass ich nicht ewig studieren kann und es auch schwieriger wird, wenn man nicht mehr in der Materie steckt. Ich hab jetzt gerade endlich alles aufgeholt, was ich zuvor verpatzt habe. Das möchte ich genauso wenig aufs Spiel setzen.

    Wie eben mit der Schule: Ist man schon lange raus, vergisst bzw. verlernt man über die Hälfte. Ich hab einfach schon jetzt so viel Zeit ins Studium investiert und alle Themen aufgearbeitet, so dass ich es mir auch da nicht leisten kann, es einfach zu unterbrechen.

    Schlicht gesagt: Es löst keines meiner Probleme und frisst eher noch mehr von der Zeit, die mir später dann fehlt. Zumal ich diese Zeit auch nachholen müsste, was eben nicht geht und ich werde ja nun auch nicht jünger. Ab 30 wird es dann generell noch schwieriger. Bafög kann ich theoretisch nämlich wieder kriegen, wenn ich die fehlenden Credit-Points aufholen kann und das könnte ich schaffen bzw. darauf arbeite ich auch hin. Ab 30 allerdings ist man auch nicht mehr Bafögberechtigt. Somit wäre auch da eine Unterbrechung kontraproduktiv.

  6. #6
    Moderator
    Dabei seit
    12/2015
    Beiträge
    228
    Dann hat der Chef der Reinigungsfirma auch kein wirkliches Interesse an dir, denn sonst würde man eine Lösung finden indem man Mitarbeiter anderweitig einsetzt um dir - vor Ort - zu helfen.

    Zitat Zitat von MiamRi Beitrag anzeigen
    Bezüglich Studium: Ich hab noch gut 2-3 Semester vor mir...
    Und wie lange genau ist das in Jahren?
    1 Semester sind, nach Google, 6 Monate. Also ca. 18 Monate (1,5 Jahre) für 3 Semester?
    Da bist du schon lange pleite!

    Zitat Zitat von MiamRi Beitrag anzeigen
    Unterbrechen würde ich allerdings nicht.
    Dann wird's wohl auch deshalb schwer.
    Auf der einen Seite brauchst du Geld, also einen Job, aber auf der anderen Seite ist die Bildung.

    Nehmen wir einfach mal "das Gute" an und gehen mal davon aus du würdest irgendwas nebenher an Job finden was dir Geld einbringt und du würdest dein Studium erfolgreich beenden können.
    Was willst du denn nach dem Studium genau machen?
    Wer soll dich dann, mit über 30, noch für eine Ausbildung(?) einstellen?!
    Oder bist du dann etwas besonderes mit Studium wo du keine Ausbildung mehr bräuchtest?
    Was strebt dir dann als Job vor?

    Jemand mit Studium muss nicht zwangsläufig besser sein als jemand ohne!
    Anderes Thema!;)

    Zitat Zitat von MiamRi Beitrag anzeigen
    Bafög kann ich theoretisch nämlich wieder kriegen, wenn ich die fehlenden Credit-Points aufholen kann und das könnte ich schaffen bzw. darauf arbeite ich auch hin. Ab 30 allerdings ist man auch nicht mehr Bafögberechtigt. Somit wäre auch da eine Unterbrechung kontraproduktiv.
    Macht es wirklich Sinn sich auf das Bafög zu konzentrieren?
    Das muss man doch bestimmt auch wieder zurückzahlen?!

    Du musst aus dem "Land/Dorf" raus, irgendwo hin wo du näher an einer Stadt bist.
    Selbst, wenn es nur eine Kleinstadt wäre. Heißt ja nicht, dass du dort nicht auch ländlich (günstig) wohnen kannst. Busse fahren dann aber bestimmt nicht nur sporadisch in die Kleinstadt und von dort aus sind die Verbindungen in eine Großstadt bestimmt viel besser.
    Das du dann eine Wohnung (auf dem Land oder in der Kleinstadt) mieten müsstest ist klar.
    Hast du dich dahingehehen schon einmal beim Arbeitsamt informiert?
    [URL="https://www.existenzgruenderforum.de/threads/9240-mehrwertsteuer-im-erstattungsfall?p=21774&viewfull=1#post21774"]Link: Wer seine USt.-Voranmeldungen und somit seine Buchungen selbst machen kann, für den ist eine extra Software, schon allein wegen den Berichten, sehr nützlich![/URL]

  7. #7

    Dabei seit
    12/2018
    Alter
    29
    Beiträge
    5
    Zitat Zitat von VomFach Beitrag anzeigen
    Dann hat der Chef der Reinigungsfirma auch kein wirkliches Interesse an dir, denn sonst würde man eine Lösung finden indem man Mitarbeiter anderweitig einsetzt um dir - vor Ort - zu helfen.
    Erstmal hab ich nichts mit dem Chef zu tun. Das wird von der Objektleiterin für meinen Bezirk gesteuert. Zum Anderen find ich es nicht schlecht, weil der "Chef" zeigt, dass er Mitarbeiter fokussiert denkt. Ich bin nur in Springertätigkeit dabei und keine volle Mitarbeiterin. Desweiteren sind die Mitarbeiter, von denen du sagst man soll über sie hinweg entscheiden, alle länger dabei als ich. Viele davon sind mehr als 20-30 Jahre da angestellt. Wie würdest du es als langfristiger Mitarbeiter sehen, wenn man dich zwingt die Stelle zu wechseln, wegen einer mit reiner Springertätigkeit? Sie haben leider nun mal keine Vollzeitstelle für mich verfügbar. Gefragt habe ich das ja schon, ob sie mehr zu tun für mich hätten. Da kann ich keinem Chef böse drüber sein. Denn was nicht da ist, ist nun mal nicht da oder? Sofern was frei ist, werde ich ja auch gefragt, da ich ja im Ort wohne. Aber mehr ist nun mal nicht drin. Das muss man so akzeptieren und heißt nicht, dass der Objektleiterin in dem Fall vollkommen egal ist, was mit mir ist. Aber sie muss auch an die Mitarbeiter denken, die schon länger dabei sind und die eben diese Stellen seit Jahren zuverlässig bearbeiten.

    Zitat Zitat von VomFach Beitrag anzeigen
    Und wie lange genau ist das in Jahren?
    1 Semester sind, nach Google, 6 Monate. Also ca. 18 Monate (1,5 Jahre) für 3 Semester?
    Da bist du schon lange pleite!
    Stimmt, was dir Google gesagt hat. Ein Semester sind immer 6 Monate. Und es gibt somit auch pro Jahr immer nur ein Sommer- und ein Wintersemester. 18 Monate wäre das Maximum, was ich noch machen müsste. Davon 1 Semester allerdings auch ein Praxissemster, das gemacht werden muss in einem Unternehmen.

    Na ja ich würde allerdings nicht vorher sagen, dass ich da dann pleite bin. Ich balanciere finanziell am Rand und jongliere dazu noch. Erstmal rede ich eh noch von diesem Semester und das nächste krieg ich wohl auch noch finanziert. Knapp vielleicht, aber ich krieg es hin. Auch werde ich bei weitem nicht 18 Monate tatenlos daneben stehen. Man reagiert ja wohl bevor der Worst-Case eintritt und man vollkommen zahlungsunfähig wird. Darum bin ich ja hier und suche nach Ideen/Hilfen, um der Problematik langfristig entgegen zu treten.

    Zitat Zitat von VomFach Beitrag anzeigen
    Dann wird's wohl auch deshalb schwer.
    Auf der einen Seite brauchst du Geld, also einen Job, aber auf der anderen Seite ist die Bildung.
    Es ist beides wichtig. Ich hab in mein Studium auch viel Zeit und Geld gesteckt. Natürlich will ich es nicht "hinschmeißen". Und ich geb dir genauso recht, dass ich Geld brauche. Ich suche ja nach Tätigkeiten, die ich machen kann. Es ist natürlich nicht leicht, aber auch nicht unmöglich.

    Zitat Zitat von VomFach Beitrag anzeigen
    Nehmen wir einfach mal "das Gute" an und gehen mal davon aus du würdest irgendwas nebenher an Job finden was dir Geld einbringt und du würdest dein Studium erfolgreich beenden können.
    Was willst du denn nach dem Studium genau machen?
    Wer soll dich dann, mit über 30, noch für eine Ausbildung(?) einstellen?!
    Oder bist du dann etwas besonderes mit Studium wo du keine Ausbildung mehr bräuchtest?
    Was strebt dir dann als Job vor?
    Du stellst aber auch Fragen.. das hat in keinster Weise was mit dem ursprünglichen Thema zu tun, weshalb ich hergekommen bin. Studium war immer mein Wunsch. Ich hab mich für Medieninformatik entschieden, weil es eben etwas beinhaltet hat, was mich persönlich interessiert hat. Medien, Mediendesign, Fotografie war auch bei.

    Informatik ist zudem auch immer eine relativ "sichere" Branche, was ja zum Teil auch mit bei ist. Ich hab also schon immer vorgehabt, was mit dem kreativen in mir anzufangen. Studium per se ist für mich mehr eine Zusatzqualifikation - Die genaue Richtung ist noch offen. Also da ich sowieso etwas selbstständiges machen wollte, ist es nicht so, dass ich mich jetzt direkt auf einen besonderen "Job" spezialisiert habe. Und im Übrigen bin ich damit nicht alleine. 80 % der Studenten aus meinem Studiengang haben überhaupt keine genaue Richtung im Kopf und lassen das ebenso offen.

    Üblicherweise ist es auch so, dass die ehemaligen Studenten, mit denen ich Kontakt hatte und die mit dem Studiengang fertig sind, direkt angestellt wurden ohne zusätzliche Ausbildung. Also es ist nicht so, dass ich nach dem Studium angesehen werde wie jemand ungelerntes. Zudem hab ich auch eine abgeschlossene Ausbildung als kaufmännische Assistentin für Fremdsprachen und Korrespondenz. Es geht also sowieso nicht darum, dass ich eine Ausbildung nochmal machen möchte.

    Sondern ich möchte etwas finden, was mich finanziell absichert, aber gleichzeitig auch mich persönlich erfüllt. Schließlich arbeitet man heutzutage 30-40 Jahre in einem einzigen Beruf und der sollte einem daher auch Freude machen. Das funktioniert anders auch nicht. Ich bin jedenfalls auch der Meinung, dass um in seinem Job gut sein zu können man auch eine gewisse Freude daran haben sollte. Kurzfristig kann man viele Jobs machen, auch wenn sie einem nicht liegen. Wie ich mit Reinigungsjob. Der macht mir ja nun mal gar keine Freude, aber ich krieg damit ein bisschen Geld zusammen. Aber langfristig kann ich es einfach nicht.

    Gut möglich, dass du das anders siehst. Ist auch vollkommen in Ordnung. Darüber urteile ich auch nicht. Aber jeder Mensch hat dazu nun mal seine eigene Sicht. Schließlich muss man mit sich selbst leben können zu guter letzt. Dafür muss ich mich auch vor niemanden rechtfertigen. Hab ich zu oft gemacht in meinem Leben - oft genug vor meiner eigenen Familie.

    Zitat Zitat von VomFach Beitrag anzeigen
    Jemand mit Studium muss nicht zwangsläufig besser sein als jemand ohne!
    Anderes Thema!;)
    Ich hab nirgends gesagt, dass jemand ohne Studium schlechter ist. Darum gehts auch nicht. Ich maße mir so ein Urteil auch nicht an. Es gibt auch Menschen, die nicht mal die Schule abgeschlossen haben und dennoch ist aus denen was geworden. Gerade unter Künstlern findest du solche Personen. Die sind auch keine schlechteren Menschen. Aber die haben eben auch ihr Ding gemacht und das was sie gut können. Ihre Berufung, wenn du so willst. Ich hab davor den größten Respekt und hoffe einfach, dass ich meine auch finde.

    Zitat Zitat von VomFach Beitrag anzeigen
    Macht es wirklich Sinn sich auf das Bafög zu konzentrieren?
    Das muss man doch bestimmt auch wieder zurückzahlen?!
    Ich konzentriere mich null auf das Bafög. Ich hab es jetzt ja auch nicht. Aber sofern ich meine Credit-Points halt zusammen kriege und es als finanzielle Hilfe in Anspruch nehmen kann (das ist ja der Sinn des Bafögs), sehe ich da kein Problem. Ich hab übrigens schon Bafög bezogen. Und ja das muss man zum Teil zurückzahlen. 50 % des Darlehens in meinem Fall (gibt ja verschiedene Arten von Bafög). Man hat bis zu 20 Jahre Zeit es zurückzuzahlen - entweder im Ganzen oder in Raten - und frühstens damit anfangen muss ich 5 Jahre nach der Förderungshöchstdauer (also in dem Fall erst 5 Jahre nach Ende meines Studiums soweit ich das richtig verstanden habe) und die Raten werden nach Einkommen angepasst. Die Raten zahlt man auch nur vierteljährlich soweit ich das verstanden habe. Nicht monatlich.

    Zitat Zitat von VomFach Beitrag anzeigen
    Du musst aus dem "Land/Dorf" raus, irgendwo hin wo du näher an einer Stadt bist.
    Selbst, wenn es nur eine Kleinstadt wäre. Heißt ja nicht, dass du dort nicht auch ländlich (günstig) wohnen kannst. Busse fahren dann aber bestimmt nicht nur sporadisch in die Kleinstadt und von dort aus sind die Verbindungen in eine Großstadt bestimmt viel besser.
    Das du dann eine Wohnung (auf dem Land oder in der Kleinstadt) mieten müsstest ist klar.
    Hast du dich dahingehehen schon einmal beim Arbeitsamt informiert?
    Ich stimme dir zu, dass ich irgendwo anders hin müsste. Ich wohne im Dorf, aber ne Kleinstadt ist in der Nähe. Nur problematisch, da auch da nicht viel ist bzw. ich komm zu vielen auch nicht hin, wegen der öffentlichen Verkehrsanbindung. Allerdings kommt ein Umzug für mich ja aktuell sowieso nicht in Frage, da ich es mir schlichtweg nicht leisten kann. Ich sag nicht, dass man dort nicht auch günstig irgendwo wohnen kann. Aber ich wohne hier derzeit zum Nulltarif. Das krieg ich - egal wie günstig es in einer Kleinstadt auch sein kann - nirgends.

    Und ja informiert hab ich mich darüber schon mal. Ist aber auch einiges länger her. 5-6 Jahre bestimmt, wo ich zuletzt da hinmusste zweck Überbrückungszeitraum. Aber da sah man keine Notwendigkeit, dass ich schon ne Wohnung benötige. Zumal ich ja eben nur kurzfristig überbrücken musste.

    Bezweifle, dass sich das groß geändert hat.

  8. #8

    Dabei seit
    11/2012
    Alter
    37
    Beiträge
    703
    Über den Umzug in eine WG mal nachdenken.

    Vielleicht kannst du anderen Leute im Ort noch helfen. Die klassischen Schüler Jobs, wobei ich dies nicht als Lösung betrachten würde, sondern nur um mehr Geld erstmal zu bekommen.

    Such dir ein kleines Unternehmen, deren Webseite du bereust. Ich meine kein Webdesign, sondern wo du rechtliche Anpassungen machst, Inhalte pflegst, Dinge ergänzt, ... viele Online Shops brauchen hier z.B. Hilfe. Ich denke da hast du schon Chancen auf 10-20 EUR die Stunde zu kommen und das geht von daheim aus.

    Auf die Selbstständigkeit würde ich mich gar nicht so sehr fokussieren. Denn ohne Kapital wirst du nicht kurzfristig von deiner Firma leben können.

    Ich würde mich schon spezialisieren, z.B. Robotic, Bildanalyse, ... ggf. kommst du dann auch an einen online Studentenjob. Such dir einen Bereich den du magst und bilde dich da selbst weiter und werde Experte. Dann kannst du hier ggf. schon arbeiten und Erfahrungen sammeln und in 3-4 Jahren es selbst versuchen.

    Schaue welche Ziele kurzfristig wichtig sind und kümmere dich erstmal darum. Ich finde es übrigens nicht verkehrt auch an morgen zu denken, daher finde ich die Anregungen von vomfach nicht verkehrt. Aber es kommt drauf an, was du erreichen willst und es hängt von dir ab, ob du was daraus machst.

    Du könntest du auch verrückt werden und Youtube Video nebenbei drehen

  9. #9

    Dabei seit
    12/2018
    Alter
    29
    Beiträge
    5
    Zitat Zitat von smilla Beitrag anzeigen
    Über den Umzug in eine WG mal nachdenken.
    Die Idee ist sicherlich nicht schlecht, aber auch in dem Bereich findet sich nichts zum Nulltarif. Das ist es eben. Ich kann es mir finanziell leider nicht leisten. Daher brauch ich erstmal eine Tätigkeit um aus der Bredouille mit der finanziellen Seite zu kommen bzw. auch Rücklagen für solche Dinge wie Umzug etc. zu bilden. Man zieht ja auch nicht von heute auf morgen um.


    Zitat Zitat von smilla Beitrag anzeigen
    Vielleicht kannst du anderen Leute im Ort noch helfen. Die klassischen Schüler Jobs, wobei ich dies nicht als Lösung betrachten würde, sondern nur um mehr Geld erstmal zu bekommen.
    Schülerjobs hab ich durchaus schon gemacht bzw. auch hier gesucht. Nur eben nicht viel und auch oft gebietstechnisch - da eben ländlich - sehr breit gefächert, so dass es mehr Aufwandskosten teilweise macht, als das es einbringt. Aber ich halte da weiterhin trotzdem die Augen offen. Kommt ja sicherlich mal was passendes rein.

    Zitat Zitat von smilla Beitrag anzeigen
    Such dir ein kleines Unternehmen, deren Webseite du bereust. Ich meine kein Webdesign, sondern wo du rechtliche Anpassungen machst, Inhalte pflegst, Dinge ergänzt, ... viele Online Shops brauchen hier z.B. Hilfe. Ich denke da hast du schon Chancen auf 10-20 EUR die Stunde zu kommen und das geht von daheim aus.
    Die Idee ist wirklich gut. Auf den Gedanken bin ich tatsächlich noch gar nicht gekommen. Möglicherweise allerdings auch, weil ich das selbst noch nie so gesehen habe. Aber sicherlich ein Versuch mal wert.

    Zitat Zitat von smilla Beitrag anzeigen
    Auf die Selbstständigkeit würde ich mich gar nicht so sehr fokussieren. Denn ohne Kapital wirst du nicht kurzfristig von deiner Firma leben können.
    Da hast du sicherlich recht. Ich bin auch nicht zu fokussiert darauf. Klar langfristig ist es mein Ziel dahin zu kommen und das was ich bisher gemacht habe, waren dahingehend erste Versuche. Hätte ja gut gehen können und ich bin so, dass ich mir sage ein Versuch schadet nicht. Hätte ich das mit dem finanziellen nicht, wäre das auch nicht so schlimm letztlich. Aktuell geht's einfach nur darum überhaupt Geld zu bekommen - egal wie. Trotzdem aber schadet es ja nicht nach evtl. selbstständigen Tätigkeiten Ausschau zu halten. Natürlich geht's nicht von 0 auf 100. Und nicht alles selbstständige braucht direkt großes Kapital. Gibt ja auch genug Geschichten, die im Keller begangen ohne großes Kapital und mit Zeit und Fleiß trotzdem was geworden sind. Natürlich mit kleinen Schritten und auch teils über Jahre. Aber es geht. Bzw. die Anfänge sind eben meistens erstmal klein.

    Mir geht's halt auch darum einen Anfang zu finden bzw. meinen Weg zu finden. Ich hab halt oft auch das Gefühl von Haltlosigkeit, weil ich eben nicht weiß wohin ich mich bewegen soll und generell noch nicht so einen Aha-Moment hatte, der mir sagt, dass ich in die richtige Richtung gehe. Ich denke da halt nur ans Überleben im Moment.


    Zitat Zitat von smilla Beitrag anzeigen
    Ich würde mich schon spezialisieren, z.B. Robotic, Bildanalyse, ... ggf. kommst du dann auch an einen online Studentenjob. Such dir einen Bereich den du magst und bilde dich da selbst weiter und werde Experte. Dann kannst du hier ggf. schon arbeiten und Erfahrungen sammeln und in 3-4 Jahren es selbst versuchen.

    Schaue welche Ziele kurzfristig wichtig sind und kümmere dich erstmal darum. Ich finde es übrigens nicht verkehrt auch an morgen zu denken, daher finde ich die Anregungen von vomfach nicht verkehrt. Aber es kommt drauf an, was du erreichen willst und es hängt von dir ab, ob du was daraus machst.

    Du könntest du auch verrückt werden und Youtube Video nebenbei drehen
    Ich find deine Vorschläge wirklich gut. Und ich werd es mir sicherlich zu Herzen nehmen und guck mal, was sich für mich als Spezialisierung so eignet. Ist auf jeden Fall auch was langfristiges als Ziel.

    Kurzfristig geht's mir wie gesagt ums Überleben und wieder auf die Beine kommen + Studium vollenden. Ich möchte auch nicht sagen, dass VomFach unrecht hat mit an morgen denken. Das will ich wirklich nicht sagen. Nur so aktuell ist das ein wenig zu weit nach vorne gedacht. Ich hab gelernt, dass vieles im Leben nicht wirklich nach Plan läuft und manches ergibt sich auch aus einem Zufall heraus. Also wirklich explizit hab ich nun mal keinen Jobwunsch oder so im Kopf. Wie so viele meiner Mitstudenten eben auch. Ich mach das natürlich immer für mich und meine Zukunft. Aber man sollte es dahingehend auch nicht übertreiben.

    Natürlich ist Vorsicht und Vorausdenken wichtig, nur ich plane mein Leben mit Sicherheit nicht 10 Jahre im Voraus. Mit 17 Jahren hab ich auch nicht gedacht, dass ich mal studieren würde. Ich hab da noch nicht mal gedacht, dass ich generell mal an Abi denken würde. Und dennoch ist es passiert. Genauso wie die Fehler im Leben, die ich am liebsten gar nicht gemacht hätte, aber andererseits lernt man immer fürs Leben und ich wäre nicht der Mensch, der ich heute wäre, wenn ich die Fehler nicht gemacht hätte. Man weiß halt nicht, was gewesen wäre, wenn es anders gekommen wäre. Somit halte ich einfach nichts davon, mich mit wenn's und vielleicht's zu befassen oder gar zu weit vorauszuplanen. Man kann sich zwar fragen, wo will ich in 10 Jahren stehen, aber mehr auch nicht. Und wenn es danach gegangen wäre, dann wäre ich jetzt Autorin.

    Was ich also in Kurz sagen wollte: An Morgen denken ist wichtig, aber erfahrungsgemäß kann sich vieles von einem Moment auf den anderen verändern. Daher auch nicht übertreiben.

    Und ich bin nicht so für Youtube Videos Influencer oder Youtuber mag heutzutage zwar eine Art Beruf sein, aber ich bin nicht so die Person, die gerne vor der Kamera arbeitet. Ein Grund wieso ich mich nicht für ein Journalismusstudium entschieden habe.

  10. #10

    Dabei seit
    08/2018
    Beiträge
    93
    Beginnen wir mit den Sachfragen zu Finanz- u. Gewerbeamt. Bei Deiner Anmeldung der Textertätigkeit nahm das Finanzamt den Freiberuflerstatus an. Denn hierfür ist das möglich, oder auch, falls es als IT-Dienstleistung deklariert würde. Und was sonst hätte es annehmen sollen, als die Anmeldung als eine freiberufl. Tägigkeit, wenn der Art nach als solche ankennungsfähig und da Du es beim Finanzamt anmeldetest, statt als Gewerbe. Anders bei der POD/Tshirtgeschichte. Außer der künstlerischen Gestaltung, was ebenso freiberuflich ginge, verkaufst Du die Dinger ja auch (über genannte Onlinemarktplätze). Kommerzieller Warenhandel jeglicher Art ist nicht als freiberufliche Tätigkeit anerkennungsfähig. Zwar können werkschaffende Künstler ihre Werke ebenso verkaufen. Hierbei handelt es sich allerdings um selbstgeschaffene Werke. Die Abgrenzung, wofür der Freiberuflerstatus möglich und was sonst noch dabei wichtig zu wissen ist, kannst Du bei diversen Quellen im Internet nachlesen. Jedenfalls mochte das Finanzamt Auftragsproduktion und Verkauf von Tshirts offensichtlich nicht als freiberuflich einordnen und erklärte sich deshalb für nicht zuständig. Weil ein Gewerbe beim Gewerbeamt anzumelden ist. Beim Finanzamt hat hernach nur die Steueranmeldung zu erfolgen. Mit dem geringen Ertrag macht es für Dich freilich keinen Kostenunterschied, von der Gewerbeanmeldunggebühr mal abgesehen (je nach Gemeinde ca. 20 - 30 Euro), weil sämtliche Freibetragsgrenzen damit unterschritten werden.

    Soweit dies im Allgemeinen. Allerdings kannst Du diese Tätigkeiten eh allesamt knicken, weil Du mit keiner davon nennenswerte Einnahmen erzielst. Es jedoch Zeit und Energie bindet, und beides hast Du in Deiner Situation keineswegs im Überfluss. Und Zeiten der Ruhe und Entspannung brauchst Du ebenfalls regelmäßig. So merkwürdig dies vielleicht in Deinen Ohren klingen mag - Energie nachtanken können, das musst Du auch. Sonst läuft Du irgendwann innerlich leer und drehst Dich in Deiner Verzweiflung unendlich im Hamsterrad, kommst dabei aber nie irgendwo an.

    Na ok, Du willst und musst aus dieser Nummer raus. Mit Prio 1 Gefahrenbeseitigung bzgl. der Fortsetzung Deines Studiums (Studiengebühren etc.). Erster Schritt: Vollständige fundierte Analyse Deiner Rechte und Möglichkeiten zur Sicherung des regelmäßigen Lebensunterhalts, ohne dafür mit nahezu brotlosen Erwerbstätigkeiten den Verbleib an der Hochschule und den Studienabschluss gefährden zu müssen. Denn Du hast durchaus weitreichende Rechte auf Hilfe zum Lebensunterhalt, die Du freilich nur wahrnehmen und ggf. Widerstände auch durchsetzen kannst, wenn Du diese in allen Details kennst, also sehr gründlich recherchierst, inkl. ggf. kostenfreie Beratungsangebote außerhalb der zuständigen Behörden, z. B. anwaltliche Beratung (evtl. Beratungsgutschein beim Rechtspfleger im Amtsgericht holen) und soziale Beratungsstellen, das Studentenwerk, und sogar kirchliche Sozialberatungstellen können eine evtl. hilfreiche Anlaufstelle sein, auch wenn Du nicht religiös sein solltest. Überleg mal, eine engagierte intelligente junge Studentin, die nichts, aber auch garnichts unversucht ließ, Ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen, das geht doch nicht, kann unmöglich ungelöst bleiben. Ich bin mir ziemlich sicher, Du wirst Unterstützung erhalten. Nicht überall, und vielleicht auch teils sogar massiven Widerständen begegnen, wie z. B. Behördensachbearbeiter, welche die Wahrnehmung Deiner Rechte zu torpedieren suchen. Die Lösung kommt nicht von selbst zu Dir geflogen, aber kämpfen kannst Du ja. Lies zunächst diesen Beitrag durch - als mittellose Studentin ohne BAFÖG-Anspruch hast Du Anspruch auf ALGII-Grundsicherung. Bei Vorliegen der nötigen Voraussetzungen, was bei Dir anscheinend gegeben ist. Es gab hierzu eine Gesetzesreform zu Deinen Gunsten:
    https://www.studis-online.de/StudInfo/Studienfinanzierung/alg2.php
    Und beachte bitte den Tipp, Dich sehr gründlich selbst über die exakte Gesetzeslage zu informieren, auch nach außerbehördlichen Beratungsangeboten zu suchen, BEVOR Du Dich auf die Socken zur ARGE machst. Denn die ARGE beschäftigt Mitarbeiter, die speziell darauf geschult und dafür da sind, Antragsteller abzuwimmeln und dafür auch keine feindseeligen Kommentare, keine Scheinheiligkeit, und keine Falschauskünfte scheuen. Bleibt Dir als Studentin bzw. Auszubildende der akademischen Laufbahn womöglich erspart. Doch sicher ist sicher, man kann niemals zu gut informiert sein.

    Selbstverständlich solltest Du nicht nur das vorstehende Kernthema gründlichst recherchieren, sondern darüberhinaus auch sämtliche verknüpften relevanten Infos, wie etwa die Bestimmungen zur Unterhaltspflicht Verwandter direkter Linie (u. a. Eltern und Großeltern). So kann es vielleicht geschickter sein, dass Dir Deine Oma den Wohnraum offiziell vermietet inkl. anteiliger Energiekosten, statt kostenloses Wohnen. Erhöht vielleicht Deinen Anspruch, viellleicht aber auch insgesamt günstiger, bei der reinen Wahrheit zu bleiben. Es dann aber unbedingt als vorübergehende Beherbergung zu deklarieren und keinesfalls als "Wohnen". So könntest Du womöglich erreichen, statt auf dem Dorf in der Stadt zu wohnen, wo Deine Hochschule liegt, und dass sich so Dein ALGII-Anspruch um die Wohnkosten erhöht. Wichtig ist auch der Punkt Deiner Putztätigkeit. Meines Wissens dürftest Du als ALGII-Empfänger bis 120 Euro monatlich hinzuverdienen und darüber hinausgehendes Einkommen würde abgezogen. Vielleicht jedoch für Studenten anders. Anderenfalls wäre zu klären, ob Du als Studentin das Recht hättest, den Umfang der Nebentätigkeit entsprechen zu kürzen oder diese sogar ganz zu beenden. Jedenfalls könntest Du mit ALGII als Studentin sorgenfrei leben, immerhin knapp 500 € Grundsicherung monatl. plus aller Kosten wie Wohnkosten inkl. Energie, Krankenversicherung, usw.. Die Studiengebühren würden Dir vielleicht als Kredit gewährt, oder Du dürftest den Nebenverdienst dafür verwenden. Eines wäre wohl klar - Dich als "ewige Studentin" darauf ausruhen, statt das Studium schnellstmöglich durchzuziehen, wäre sicher keine gute Idee. Dem hätten die zuständigen Behörden garantiert etwas schmerzlich Wirksames entgegenzusetzen.

    Also dann, komm in die Gänge damit. Wenn nicht jetzt, wann denn dann. Ich drück Dir die Daumen, dass das klappt. Falls nicht, kannst Du wieder einen Punkt von Deiner ToDo-Liste streichen. Ihn ungeprüft übergehen, vielleicht weil Dir das damit verbundene Ämtergedöns nicht gefällt (täte es mir auch nicht), diesen Luxus kannst Du Dir an sich nicht mehr erlauben. Zumindest vermute ich, dafür ist Dein gegenwärtiger Leidensdruck zu groß.

  11. #11

    Dabei seit
    08/2018
    Beiträge
    93
    Nun auch noch meine auf Dein Problem bezogenen Gedanken zum Thema Selbstständigkeit ...


    Also, Deine Anmerkung, unbedingt "irgendeine" wenigsten halbwegs honorierte Tätigkeit zu brauchen, die den Arsch rettet, und das sofort. Merkst Du was? Du folgst gedanklich und dann im Handeln stets wieder dem gleichen Pfad. Übrigens ist es nicht so, dass sich mit Affiliate kein gutes Geld verdienen ließe. In Relation zu Deinen sonstigen Optionen jedoch alles andere als leicht verdientes Geld. Das Prinzip ist simpel, erfordert aber beträchtlichen Arbeitsaufwand, hinreichend solide Kenntnisse zu besitzen oder zu erwerben, im Webdesign und - sehr wichtig - der Nutzung geeigneter SEA-Tools. Um damit ein regelmäßigen Monatsertrag von vielleicht 2.000 Euro vor Steuer und mehr zu erwirtschaften, müsstest Du als Grundstock etwa 20 - 30 gut rankende Nischen-Webseiten aufzubauen, fortlaufend weitere, sowie alle gut pflegen. Gäbe noch weit mehr dazu zu sagen, doch empfehle ich kein solches Projekt. Nicht weil ich diesen vielfach redundanten Online-Müll nicht ausstehen, denn diese persönliche Haltung steht in keiner Beziehung zu Deinem Problem. Sondern weil mir das nach meiner Schätzung zu erwartende Verhältnis von Aufwand zum Ertrag und die Dauer bis zum Breakeven im Vergleich mit anderen Geschäftsfeldern zu unattraktiv erscheint. Die kurze Ausführung nur zur Begründung, weshalb es nicht dasselbe ist, ob etwas bei entsprechender Vorgehensweise durchaus zu Ergebnissen im erwarteten Rahmen führen kann, wie z. B. gut gemachte Affiliate-Nischenwebseiten, aber dennoch irgendwie doof, oder ob etwas von vornherein völlig aussichtsloser Quatsch ist, wie etwa Online-Texter/in bei einem der einschlägigen allesamt inaktzeptable Mikohonorare bietenden Portale, oder die POD-Geschichte, die auch nicht großartig besser ist.

    Letztlich will ich damit ausdrücken, man kann einen Fehler vergleichbarer Art einmal machen, vielleicht auch zweimal, dann aber wohl langsam mal gut damit. Weißt Du, was passiert, wenn Du als IT-Consultant mit einem Konzept um die Ecke kommst, das nicht sämtliche Variablen, Parameter und fundierten Risikoschätzungen enthält? Du fliegst ganz einfach raus, schneller als Du Aua sagen kannst.

    Mir scheint, verabschiede Dich am besten von der Suche nach irgendeiner schnellen schmalspurigen Sofortlösung anhand online publizierter Steilvorlagen vergleichbarer schöngeredeter Machart. Sonst sammelst Du die weiteren dieser Art womöglich auch noch auf, wie z. B. "Dropshipping", und landest damit prompt in der nächsten Sackgasse.

    Ich sage nicht, flott erfolgreich umzusetzende Geschäftskonzepte seien unmöglich. Denn das stimmt nicht. Funktioniert jedoch nicht nach dem Motto "Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn", oder wenn, wäre es purer Zufall. Tatsächlich geht es um Methodik. Die garantiert zwar nicht, dass sich unter den untersuchten Ideen genügend aussichtsreiche befinden, in die Umsetzungsauswahlliste zu gelangen. Doch mindestens, dass solcher Kram wie das Ding mit der Onlinetexterei trotz einer gefühlten Million extrem negativer glaubhafter Erfahrungsberichte in die Umsetzungsauswahl hineingelangt. Vielleicht machst Du den Denkfehler, den Stunden kontraproduktiv eingesetzter Zeit nur den Wert Deines momentan pro Stunde erzielte Minimaleinkommens zuzuordnen. Tatsächlich hat aber jede dieser Stunden bereits heute jenen Wert, den Sie nach ggf. Erreichung Deiner anspruchsvollsten Fernziele erlangen kann. Jede heute ertragsverlustige Stunde. Nicht am Beginn, sondern am Ende des Tunnels wird offenbar, was Du weniger oder garnicht mehr erreichen wirst. Anders gesagt erfolgt die Bestellung jetzt, und die Rechnung macht der Wirt zum Schluss.

    Oder sagen wir mal, Du wüsstest heute, unter der Vorraussetzung der nötigen Fachkenntnisse mit Webdesign/-entwicklung durchschnittlich 50 Euro/Std. einnehmen zu können. Denn das ist tatsächlich realistisch möglich, wenn auch die Gewinnung der ersten Aufträge noch ohne Referenzen realisierter Projekte nicht ganz einfach ist und bis dahin vermutlich nur um die ca. 30 €/Std. herausspringen. Es würde sogar ideal mit Deinem Studienziel harmonieren. Weiter angenommen, abhängig vom akt. Stand der nötigen Fachkenntnisse, Du bräuchtest ein Jahr zu deren Erwerb auf Mindestlevel, die Erstellung zunächst noch recht einfacher Webseiten anbieten zu können. Gelänge Dir eine Alternative, die Dich innerhalb des veranschlagten Jahres erheblich schneller und nachhaltig aus der Finanzkrise brächte, wäre es vielleicht die bessere. Stündest Du hingegen nach dem Jahr immer noch genauso oder nur wenig besser da, Dich mit brotlosen Aktivitäten irgendwie durchzuwurschteln, oder gar noch schlimmer als derzeit, noch Fragen. Bedeutet nicht, Du sollst ins Webdesign einsteigen - vielleicht eine Idee, falls Du denkst, es könnte Dir liegen. Vielmehr wollte ich darauf hinaus, aus welchem Blickwinkel Du Lösungsoptionen, deren Reichweite und erkennbare Chancen und Risiken beurteilst, sowie auf welchen Infos basierend. Das Beispiel Webdesign zeigt den Unterschied zwischen mittels objektiver Wirtschaftsdaten gesicherter Fakten und ungesicherter bloßer schöngefärbter Behauptungen von Geschäftemachern fraglicher Seriösität. Denn die branchenspezifischen, auch in Spezialisierungen unterteilten Einkommens- und Zielmärktestatisiken entsprechen nachweislich der Realität und die erhobenen Daten stimmen bei allen seriösen ernstzunehmenden Herausgebern mit nur geringen Abweichungen überein.

  12. #12

    Dabei seit
    08/2018
    Beiträge
    93
    Zitat Zitat von MiamRi Beitrag anzeigen
    Somit halte ich einfach nichts davon, mich mit wenn's und vielleicht's zu befassen oder gar zu weit vorauszuplanen.
    Hihi, schon klar, was Du damit ausdrücken wolltest und ein bisschen gemein von mir, es als Teilzitat einfach aus dem Kontext zu reißen. Brachte mich halt zum Grinsen. Wie süß, Du studierst Informatik, hältst aber nichts von Wenn´s und Vielleicht´s. Na gut, die verwöhnten Luxus-ITler mit ganz viel schnuckligen Medien drin, und ein bisschen IT zur Verzierung, die dürfen das. Aber immerhin seid ihr so nett, den doofen Hardcore-Programmierern wenigstens die ganzen eigentlich völlig überflüssigen Wenn´s und so übrig zu lassen. Die brauchen das, sind ja nämlich im Job die reinsten Kontrollfreaks. Deshalb heißen die komischen verschwurbelten Konstrukte, in denen dauernd die Wenn´s und deren verwandte übliche Verdächtige vorkommen, auch Kontrollstrukturen. Bloß die Vielleicht´s, hast Du Dir fein ausgedacht, probst die Revolution, arten bei Bedarf in üble Basteleien mit Regular expressions, rekursiven Verschachtelungen und all sowas aus, gehören da nicht wirklich hin. Eher in Unterarten der KI, Fuzzy logic bzw. repräsentieren die Vielleicht´s eine Unschärferelation. He, Miriam, bist Du womöglich eine Unschärferelation? Ach nee, stimmt, bist Du ja eben nicht, magst die Vielleichts nicht leiden. ;)

    Na jedenfalls, die Idee von @smilla mit der Contentpflege fertiger produktiver Websites und Onlineshops finde ich für Deinen akt. Bedarf auch nicht übel. Da dachte ich auch nicht dran, wahrscheinlich weil ich das hasse und wenn ich mich ausnahmsweise mal dazu bequatschen lasse, wenn die Kundenredakteure etwas nicht gebacken kriegen, rechne ich dafür den Stundensatz von 76,50 netto ab, und ab 2019 82 €. Meinen günstigsten Pauschaltarif, für einfache Arbeiten gültig, bin schließlich kein Unmensch.

    Wie auch immer, @smilla´s Angabe zum Studententarif für Webseiten-Contentpflege kann ich bestätigen. In Metropolregionen sind eher 20 Euro dafür üblich, als darunter. Womit Du evtl. auch diesbezüglich fündig werden könntest - so einige niedergelassene Handels- und Dienstleistungsfirmen betreiben außerdem einen Onlineshop und das lässt sich im Netz herausfinden. Die sind mitunter einfacher zu kontaktieren. Hürden können sein, dass Deine Kunden unterschiedlichste Systeme einsetzen, darunter auch uralte Exoten mit kryptischer Backend-Bedienung, wofür sich keine Doku mehr auftreiben lässt. Möglich, dass dann der Bedarf vor allem darin begründet ist, selber nicht gut damit klarzukommen und Du bist ihr rettender Expertenengel. Doch doch, die Idee klingt gut. Auch noch aus einem anderen Grund. Prima Aufhänger, mal durch die Läden und Industriegebietsfirmen Deiner Hochschulstadt zu tingeln und deren Personalentscheidern Dein Anliegen vorzutragen. Kontakte, Kontakte, Kontakte. Wer weiß, dabei könntest Du noch ganz andere Sachen finden als das, wonach Du eigentlich suchtest. Und Du kannst ganz viel, hast Abi, kfm. Ausbildung, Informatik, Medienbearbeitung, und, und, und. Scheint fast unmöglich, dass in einer etwas größeren Stadt in direkter Ansprache keine Firma geben sollte, deren Entscheidern nicht einfiele, dass sie genau Dich gut brauchen können, wenn Du vor ihnen stehst. Wer weiß, vielleicht ist es das Zahnlabor, das jemanden für die Monatsabrechnungen mit den Zahnärzten braucht, vielleicht ein Altenheim oder eine Klinik Nachtwachen, die Modeboutique eine Verkaufsaushilfe, die aufstrebende IT-Bude allgemeine Bespaßung und weniger als 20 €/Std. vertrügen sich nicht mit dem Image. Das machst Du auch, Hauptsache gute Löhnung. Die Expertin für Unternehmensbeglückung wartet nicht auf Einladungen, holt jedes genau dort ab, wo es steht.

    Ja, könnte er sein, Dein individueller quasi customized Lösungsweg. @smillas Initialzündung und wenn ich es mir recht überlege, ist wurscht, wonach Du fragst. Es braucht bloß den glaubhaften plausiblen sympathischen Aufhänger, der ruhig auch ein bisschen bedürftig wirken darf, aber nicht zuuu bedürftig, um mit den Entscheidern ins Gespräch zu kommen. An Deinem Schreibstil seh ich, Du kommst mit Menschen bestimmt gut klar
    Krieg sie in die Finger und Du erfährst ihren aktuellen Unterstützungsbedarf, wenn es welchen gibt. Wenigstens von denen, die sich etwas Zeit für Dich nehmen und Dich spontan sympathisch finden. Direktvertrieb, ganz einfach.

    Falls Du es probierst, verlieren könntest Du dabei nichts, lässt Du uns, hoffentlich wissen, wie es gelaufen ist. ALGII für anspruchsberechtigte Studenten kannst Du unabhängig davon trotzdem abchecken. Selbst wenn vom Bewilligungsbetrag nach Einkommensanrechnung nix hängenbliebe, wäre es eine Bedarfsabsicherung, z. B. bei erkrankungsbedingtem Einkommensausfall.

    Was ich nicht verstehe, wieso Deine Eltern Dich dauernd kritisieren, wo es doch das Normalste von der Welt wäre, furchtbar stolz auf Dich zu sein, wie Du es verdienst. Ok, die BAFÖG-Points vergeigt, na und? Kann passieren, niemand ist eine programmierbare Lernmaschine, schon garnicht bei Doppelbelastung, um zu überleben. Als Studentin hast Du Unterhaltsanspruch ohne Altersbegrenzung gemäß der Düsseldorfer Tabelle gegenüber den Unterhaltspflichtigen, soweit ihr Einkommen über dem Selbstbehalt liegt. Ist die finanzielle Leistungsfähigkeit nicht gegeben, springt der Staat ein. Besteht kein BAFÖG-Anspruch, dann ALGII-Anspruch. Dafür sind die Eltern verpflichtet, der ARGE ihr Einkommen nachzuweisen, genauso wie bei BAFÖG-Antrag dem Studentenwerk. So ist das.

    Wir haben auch eine studierende Tochter. Dass es uns gut genug geht, für ihre Lebenshaltung und sonstigen Kosten allein aufzukommen, darf doch keinen Unterschied machen für die jungen Leute in Ausbildung. Zumindest keinen existenziellen. Oder haben wir hier schon eine Bananenrepublik und ich hab´s bloß noch nicht gemerkt.

  13. #13
    Moderator
    Dabei seit
    12/2015
    Beiträge
    228
    Sorry, wenn da auch mal private Fragen kommen, aber da kann man sich doch eher ein Bild machen.;)
    Jetzt weiß ich in welche Richtung dein Studium geht, da kann man sich dann auch eher Gedanken für einen Job machen.;)
    Zitat Zitat von MiamRi Beitrag anzeigen
    ... Aber ich wohne hier derzeit zum Nulltarif. Das krieg ich - egal wie günstig es in einer Kleinstadt auch sein kann - nirgends.

    Und ja informiert hab ich mich darüber schon mal. Ist aber auch einiges länger her. 5-6 Jahre bestimmt, wo ich zuletzt da hinmusste zweck Überbrückungszeitraum. Aber da sah man keine Notwendigkeit, dass ich schon ne Wohnung benötige. Zumal ich ja eben nur kurzfristig überbrücken musste.

    Bezweifle, dass sich das groß geändert hat.
    Tja, wer nicht fragt der nicht gewinnt.;)

    Da sich in den 5-6 Jahren bei dir nichts geändert hat (?) könnte das Arbeitsamt dies nun schon anders sehen und dir ggf. eine Wohnung finanzieren.

    Das mit der Betreuung von Webseiten sehe ich (leider) auch eher kritisch.
    Firmen lassen rechtliche Anpassungen doch eher von einem Dienstleister mit Erfahrung machen (sind dadurch abgesichert) und Inhalte zu pflegen... wer nicht einmal ein CMS einsetzt bei dem ändern sich auch keine Inhalte.
    Wo sich Inhalte ändern, die haben dann ggf. schon einen Mitarbeiter für Werbung etc. (oder eben Dienstleister) der das dann auch machen kann.
    Und ein Unternehmen, dass einen nicht persönlich kennt, wird auch niemanden die Betreuung einer (Firmen-)Webseite überlassen.

    Mal was anderes, persönlicheres:
    Was sagt denn eigentlich dien Familie udn was rät sie dir denn?
    Sollst du in dem Ort bleiben; dein Stuidum fertig machen...?


    Edit:
    Falls noch nicht getan, schau mal auf die Jobbörse der arbeitsagentur und filtere dort mal nach Heimarbeit, Homeoffce und Homejob, dann findest du u.a. Jobs die von Zuhause aus gemacht werden können.

    Mir fällt auch noch die Deutsche Post ein, die suchen oft für ihr Frachtpostzentrum Be- und Entlader für Container (heben bis 31,5kg!) sowie Briefsortierer, in Tag- und Nachtschicht, auch nur für ein paar Stunden. Du musst also keine 6h oder 8h arbeiten, sondern könntest auch pro Tag bzw. Nacht weniger Stunden machen.
    Kannst dir also sogar aussuschen ob du am Tag (ab Mittag; bei dir wohl eher nicht möglich) oder in der Nacht arbeiten möchtest.
    Wird gut bezahlt! Es gibt Nachtzuschläge!

    Gesucht werden auch Softwareentwickler. Falls das für die Zukunft was für dich wäre und du dich darin einarbeiten möchtest... z.B. die Programmiersprache Ruby, damit kann man dann Anwendungen/Programme schreiben und wenn man Ruby kann, kann man noch Ruby on Rails (dazu) lernen, dann kann man Web-Anwendungen schreiben.

    Bei uns sind z.B. hin und wieder Gästeführer gefragt - dazu muss ich sagen, dass wir viel Touristen in dem Gebiet haben - die Gästen dann die (Alt-)Stadt und Sehenswürdigkeiten zeigen und dazu erzählen.

    Was ggf. auch gehen könnte sind eigens programmierte Indie- bzw. Retro-Games in Pixelgrafik. Wenn du da gut drin bist/wirst, kann auch das ein Erfolg werden.
    [URL="https://www.existenzgruenderforum.de/threads/9240-mehrwertsteuer-im-erstattungsfall?p=21774&viewfull=1#post21774"]Link: Wer seine USt.-Voranmeldungen und somit seine Buchungen selbst machen kann, für den ist eine extra Software, schon allein wegen den Berichten, sehr nützlich![/URL]

  14. #14

    Dabei seit
    01/2014
    Beiträge
    23
    Was interessiert Sie oder wo können Sie sich vorstellen, sich zu engagieren?

  15. #15

    Dabei seit
    07/2014
    Ort
    Dortmund
    Alter
    46
    Beiträge
    28
    wenn man eine Sicht von Außen bekommt. Hat mir bisher immer irgendwie weitergeholfen.
    [FONT=Verdana,Arial,Helvetica,Sans serif][SIZE=3]Kämpfen für den Frieden ist etwa so sinnvoll wie Poppen für die Keuschheit [/SIZE][/FONT]

  16. #16

    Dabei seit
    01/2014
    Beiträge
    23
    auch Zeit für die Forschung, mache Pilotprojekte und sehe dann weiter.

+ Auf Thema antworten

Ähnliche Themen

  1. Zumtobel CEO verlässt das Unternehmen
    Von NewBeing im Forum Hotstocks, Pennystocks & Zockeraktien
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 02.02.2018, 12:17
  2. EUR/JPY weiterhin in der Seitwärtsphase
    Von Winfried Strauss im Forum Winfried Strauss
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 23.08.2013, 13:42
  3. Erdöl als Königsmacher
    Von Robert Rethfeld im Forum Robert Rethfeld
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 20.02.2012, 19:17
  4. US- Housing -Industrie
    Von Schiwago im Forum Aktien aus Amerika, Kanada und Australien
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 11.06.2004, 18:21

Lesezeichen

Lesezeichen