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Thema: Als Roboterprogrammierung sich selbständig machen

  1. #1

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    Frage Als Roboterprogrammierung sich selbständig machen

    Hallo,

    seit 19 Jahren bin ich Programmierer in der Steuerungstechnik und vorwiegend im Bereich der Roboterprogrammierung tätig.
    Mir schreiben immer wieder Headhunter und auch Bekannte und bieten mir Projekte für Freelancer an, die ich aber immer ablehne, weil ich ja doch angestellt bin.

    Nun spiele ich mit dem Gedanken freiberuflich als Roboterprogrammierung zu arbeiten, was gibt es dabei zu beachten?

    So wie ich das sehe ist oft eine Zeit des Projektes die Vorbereitung, sowie der Offline-Programmierung im Home-Office. Die meiste Zeit nimmt aber dann die Inbetriebnahme beim Kunden im Anspruch, da wo die Produktionslinie aufgebaut wird.

    Information und Hilfe für Freiberufler gibt es im Netz ja mehr als genug, aber wie sieht es in der Automation aus, als Roboter- bzw. SPS-Programmierer?

    Kann ich in diesem Umfeld überhaupt als Freiberufler arbeiten, oder brauche ich dafür einen Gewerbeschein?

    Was kann ich als Stundensatz verlangen?

    Da ich ja meinen jetzigen Job aufgeben muss, was passiert wenn ich scheitern sollte? Ist es möglich mich beim Arbeitsamt arbeitslos zu melden? Gibt es da eine Sperrfrist?

    Danke schon mal!

    Gruß, Andreas

  2. #2

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    Freiberufler kann ich mir hier nicht vorstellen. Kannst du aber vorher entsprechend absegnen lassen.

    Stundensatz sollte nicht die Frage sein, was du verlangen kannst, sondern was du brauchst. Ich würde nicht unter 100 EUR anfangen, weil du ja auch irgendwo von Leben musst und du dich nicht zu billig verkaufen solltest. Selbst habe ich für Programmierungen in der Vergangenheit auch schon 250 EUR die Stunde genommen. Es kommt immer auf die Kunden und Konkurrenz an. ggf. sind Wartungsverträge auch sinnvoll.

    Ich würde sichergehen, dass du Sicherheiten für 3-6 Monate hast um zu überlegen, solltest aber möglichst schauen, dass du sofort genügend Aufträge hast. Je nachdem was du machst und mit dem, müsstest du bei Scheinselbstständigkeit aufpassen.

    Halte zu deinen Kunden so einen guten Kontakt und liefer saubere Arbeit ab, dass du dich ggf. direkt bei einen Einstellen lassen kannst, wenn es mal nicht klappt. Quasi baue dir hier eine Versicherung auf.

    Generell gilt, nur weil man Unternehmer ist, kommen Geld und Aufträge nicht von allein. Viele Gründer stellen sich das falsch vor und haben dann auch kaum Geld.

    Vielleicht kannst du ja auch nebenberuflich anfangen, wenn der Arbeitgeber zustimmt.

  3. #3

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    93
    Erbringung von IT-Dienstleistungen (für i. d. R. verschiedene Auftraggeber) ist fürgewöhnlich eigentlich als freiberufl. Tätigkeit anerkennungsfähig. Sollte ein regionales Finanzamt die Anerkennung verweigern, was in Einzelfällen mitunter vorkommt, müsste dies nicht unbedingt hingenommen werden und bedürfte mindestens einer plausiblen Begründung. Ob Du Steuerungen programmierst oder sonstige IT-Faxen machst, ist dabei meines Wissens nicht von Belang.

    Die Honorar- bzw. Stundensatzfrage betrachte ich als lediglich bedingt zu verallgemeinernde strategische Markpositionierungsentscheidung, in welche diverse Einflussfaktoren wie Branchenvergleich, persönliche Skills, , Portfolio, mögliche Einkommensquellen, Art und Umfang von Referenzen, Ziele, Vertriebsmethoden etc. und nicht zuletzt auch die gegebenen eigenen Lebensverhältnisse und Bedürfnisse hineinspielen. Die Auftragsgewinnung mithilfe von Vermittlungsdienstleistern bzw. Consulting beinhaltet z. B. ganz andere Regeln und Voraussetzungen als Eigenakquise, inkl. jeweils innewohnender spezieller Chancen und Risiken.

    "Möglichst sofort genügend Aufträge", wie smilla schreibt, kann natürlich den Start in die Selbstständigkeit erleichtern. Sagt bei einem Solisten ohne Orchester freilich nichts über die langfristige Tragfähigkeit seines gewählten Geschäftsmodells aus. Seinen Umsatz ausschließlich mit dem Verkauf der eigenen Zeit zu erzielen, ist wegen dieser nur begrenzt verfügbaren Ressource eine in mehrerer Hinsicht kritische Angelegenheit und für unvorhergesehene Ereignisse/Entwicklungen besonders anfällig. Zu manchen Zeiten sind vielleicht mehr Aufträge zu bekommen, als man annehmen könnte und zu anderen Zeiten hat man vielleicht keinen Job, wenn man unbedingt einen bräuchte. Insbesondere sind Projektvermittler aller Art moderne Wanderheuschrecken - mit ihren heutigen Wunschkonzert-Geschäftsmodellen ist ihnen das völlig wurscht. Alles was sie tun, dient ausschließlich ihren eigenen Interessen und niemals Deinen. Falls Dir irgend möglich, wäre ein mindestens existenssichernder Eigenakquiseanteil zu empfehlen. Wo es einen Markt gibt, dort auch immer mehrere Zugangswege.

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