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Thema: Wo ist das Geld geblieben?

  1. #1

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    Wo ist das Geld geblieben?

    Die Antwort auf diese Frage versucht uns DIE ZEIT zu geben, ist nicht uninteressant aber vermutlich nicht die ganze Wahrheit ;) .
    http://www.zeit.de/2008/49/DOS-Wo-steckt-das-Geld

  2. #2
    Premium-Mitglied Avatar von Luis
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    Praktisch pleite und ziemlich sauer...

    http://blix.info/images/stories/arch...X_JanFeb13.pdf

    Ab Seite 45 bis 48 in http://blix.info/

    Praktisch pleite und ziemlich sauer
    Es muss im Ravensburger Rathaus ein Gefühl
    wie Weihnachten ausgelöst haben, als die WGV
    2004 ihre zwei Jahre zuvor gegründete Holding
    als Muttergesellschaft für mehrere Konzerntöchter
    ins Schussental verlegte. Denn zwischen der
    Holding in Ravensburg und der WGV Versicherung
    AG in Stuttgart soll es einen so genannten
    Ergebnisabfindungsvertrag geben, der besagt,
    dass die Erträge in die Holding fließen, die dann
    ihre Steuerpflicht in Ravensburg erfüllt. Bei einer
    Bilanzsumme von zuletzt 2,1 Milliarden Euro und
    einem Gewinn von 42,5 Millionen Euro wurde die
    WGV-Holding zu einem der größten Steuerzahler
    Ravensburgs. Seit 2004 sollen bis jetzt jährlich
    zwischen fünf und sieben Millionen Euro Gewerbesteuer
    in den Ravensburger Stadtsäckel geflossen
    sein, ein bedeutender Teil am gesamten Gewerbesteueraufkommen
    von 40 Millionen Euro.
    Der Grund für die Verlagerung der WGV-Holding
    nach Ravensburg war nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden
    Hans-Joachim Haug die
    „seinerzeit nicht vorhandene bauliche Expansionsmöglichkeit
    am Standort Stuttgart“. Daher
    habe man sich eigentlich ganz aus Stuttgart verabschieden
    wollen. Später hätten sich dann aber
    doch Baumöglichkeiten in Stuttgart ergeben und
    der weitere Verlegungsgedanke sei aufgegeben
    worden. Ravensburg habe sich als Sitz der Holding
    auch deshalb angeboten, weil man dort seit über
    20 Jahren eigene Räumlichkeiten besitze und ein
    Service- und Schadensbearbeitungszentrum betreibe.
    „Natürlich“, räumt Haug ein, habe bei der Entscheidung
    für Ravensburg auch der Gewerbesteuerhebesatz
    eine Rolle gespielt. Der ist in Ravensburg
    mit 350 vom Hundert deutlich günstiger als in
    Stuttgart mit 420 vom Hundert, jedoch auch wiederum
    nicht so günstig, als dass es, wie Haug sagt,
    nicht noch andere Städte mit einem niedrigeren
    Hebesatz gegeben hätte. Nach dem Bericht eines
    Insiders soll am Anfang der Überlegungen sogar
    über die Ansiedlung der Holding in der Schweiz
    oder in Liechtenstein nach dem Beispiel des Liebherr-
    Konzerns diskutiert worden sein, doch habe
    man sich entschlossen, als alteingesessene württembergische
    Versicherung im Land zu bleiben.
    In Stuttgart, wo der Kämmerer von Steuerflucht
    spricht, will man die Steuermillionen nicht einfach
    der Stadt Ravensburg überlassen. Zum
    konkreten Fall schweigt der Kämmerer - wegen
    des Steuergeheimnisses. Doch ließe sich aus der
    Tatsache, dass die weitaus überwiegende Mehrheit
    der etwas über 800 WGV-Angestellten in
    RAVENSBURG. Zwischen der ehemals freien
    Reichsstadt Ravensburg und der Landeshauptstadt
    Stuttgart bahnt sich ein steuerrechtlicher Streit an,
    der die Ravensburger Kommunalpolitik über Jahre
    hinaus beeinträchtigen dürfte und schlimmstenfalls
    in den finanziellen Abgrund führen könnte.
    Stuttgart tätig sind, ableiten, dass die WGV dort
    auch eine Steuerpflicht hat. Eine Sprecherin des
    Gemeindetags erwähnt in diesem Zusammenhang
    § 4 des Gewerbesteuergesetzes. Dieser besagt,
    dass Gewerbebetriebe der Gewerbesteuer in der
    Gemeinde unterliegen, in der eine Betriebsstätte
    zur Ausübung des stehenden Gewerbes unterhalten
    wird. „Befinden sich Betriebsstätten desselben
    Gewerbebetriebs in mehreren Gemeinden, so
    wird die Gewerbesteuer nach dem Verhältnis der
    gezahlten Arbeitslöhne in der jeweiligen Betriebsstätte
    aufgeteilt“. Die Finanzverwaltung nennt
    das eine Steuerzerlegung. Ein Unternehmen könne
    sich also nicht einfach aussuchen, wo es Gewerbesteuer
    zahlen wolle.
    Weil es aber zwischen der WGV Holding AG in
    Ravensburg und der WGV Versicherung AG jenen
    seinerzeit von der Hauptversammlung der Gesellschaft
    beschlossenen Ergebnisabführungsvertrag
    gibt, ist der alleinige Nutznießer der Gewerbesteuer
    die Stadt Ravensburg. Oberbürgermeister Daniel
    Rapp zeigt sich überzeugt,
    dass sich die WGV
    steuerlich korrekt verhalten
    hat. Er verweist dazu
    auf ein Fachgutachten
    aus dem Jahr 2005. Außerdem
    hätten sowohl
    die Konzernprüfung und
    das zuständige Finanzamt
    Ravensburg in diesem
    Frühjahr die Richtigkeit
    der Steuerzerlegung
    bestätigt. Gegen diesen
    Bescheid hat die Stadt
    Stuttgart allerdings Einspruch
    eingelegt. Derzeit
    warten die Beteiligten
    gespannt auf den Einspruchsbescheid
    des
    Finanzamts Ravensburg.
    Bestätigt dieser ebenfalls
    das bisherige Zerlegungsverfahren,
    will
    die Stadt Stuttgart beim
    Finanzgericht Baden-
    Württemberg klagen,
    wie Erster Bürgermeister
    Michael Föll bereits angekündigt hat.
    In Ravensburg ist man ob des schweren Geschützes,
    das die Stuttgarter aufgefahren haben,
    ziemlich sauer: „Stuttgart hat fünf Jahre lang die
    Bescheide erhalten, ohne jemals dagegen vorzugehen.
    Erst jetzt kommt Stuttgart auf die Idee, in
    Ravensburg eventuell Geld erstreiten zu können.
    Dagegen werden wir uns wehren“, hält OB Rapp
    dagegen.
    Rapp ist sich wohl bewusst, dass ein Rechtsstreit
    mit einem gewissen Risiko behaftet ist und hat
    deshalb angeordnet, den Haushalt vorläufig „auf
    Sicht“ zu fahren und eine Risikorücklage zu bilden.
    Denn die Haushaltslage ist unter anderem durch
    Zuschussprojekte wie Humpis- und Kunstmuseum
    ziemlich angespannt. Zwar sind Rechtsstreitigkeiten
    wie im vorliegenden Fall nach Auskunft von
    Städtetagssprecher Jan Gutjahr eher selten, doch
    hat die Stadt Stuttgart schon einige Male in Steuerzerlegungsstreitigkeiten
    zumindest teilweise
    obsiegt, einmal gegen die Deutsche Telekom und
    Stuttgart fordert mindestens 50 Millionen Euro an
    Gewerbesteuer zurück, die die Württembergische
    Gemeindeversicherung (WGV) an Ravensburg bezahlt
    hat, obwohl sich der Hauptsitz des Konzerns in der
    Landeshauptstadt befindet. Doch die Ravensburger
    sind überzeugt, dass ihnen das Geld zusteht.
    Ti tel BLIX
    Hier ist auch die WGV
    Holding AG in Ravensburg
    zu finden.
    Foto: Schlegel

    ein anderes Mal gegen die EnBW. Auch die Stadt
    Ulm hatte vor einigen Jahren ein Erfolgserlebnis
    und erstritt im Falle der Firmengruppe Merckle/
    Ratiopharm 14 Millionen Euro von der Stadt Blaubeuren.
    Verlöre Ravensburg einen wahrscheinlich mehrere
    Jahre dauernden Prozess, wäre die Stadt praktisch
    pleite. Sie könnte, Rapps Angaben zufolge,
    zwar über den kommunalen Finanzausgleich einen
    Großteil des Steuerausfalls von 50 Millionen Euro
    – möglicherweise sogar bis zu 100 Millionen Euro,
    weil die Steuerzahlungen der WGV weiterlaufen
    - auffangen, doch träfe eine Rückzahlungsverpflichtung
    auch den Landkreis – und zwar über die
    Kreisumlage. Ravensburg, das dieses Jahr rund 17
    Millionen Euro an den Kreis überwiesen hat, fiele
    für wenigstens zwei Jahre als Umlagezahler aus,
    was wiederum die übrigen Kreiskommunen über
    steigende Umlagen zu spüren bekämen. Denn der
    Landkreis wird viel Geld benötigen, um das riesige
    Defizit der Oberschwabenklinik auszugleichen und
    die schmaler werdenden Dividenden des kränkelnden
    EnBW-Konzerns aufzufangen. Die Unruhe unter
    den Bürgermeistern ist wegen des drohenden
    Rechtsstreits jedenfalls bereits groß. Vorsorglich
    hat der Kreistag schon mal einen „Solidaritätsbeitrag“
    über 10.000 Euro als eine Art Prozesskostenbeihilfe
    für Ravensburg beschlossen.

    „Tochter zur Wanderhure gemacht“
    Die Forderung, dass eine Steuererklärung auf
    einem Bierdeckel Platz haben sollte, ist ein
    gern gehörter Gag, der in diesem Wahljahr
    wieder zum running gag wird, wenn Politiker
    sich besonders volksnah gebärden. Denn es
    stimmt ja: Wer findet sich noch zurecht in
    dem überbordenden Steuerdschungel? Aber
    was dem einen schiere Last, ist dem anderen
    pure Lust. Zu Letzteren zählt Herbert
    Stüble, nicht zuletzt deswegen, weil er als
    Steuerberater damit sein Geld verdient. Doch
    der Diplom-Volkswirt ist nicht nur ehrgeiziger
    Fachmann, sondern auch kritischer
    Geist, mit dem er auch die Kommunalpolitik
    vor seiner Haustüre begutachtet. Von
    Fronhofen aus blickt er aufs Schussental
    und das Oberzentrum Ravensburg. Und
    was er dort beobachtet, treibt ihm die
    Zornesröte ins Gesicht. Unten in der Stadt
    zeigt man sich genervt von den finanzpolitischen
    Vorhaltungen vom Berg oben. „Die
    leben auf einem anderen Stern“, behauptet
    der 59jährige Volkswirt mit Verweis
    auf die Schuldenlast der Ravensburger und
    geißelt deren Lust am Geld ausgeben zum
    Beispiel beim Kunstmuseum. „Querulant“
    wird er dort geschimpft. „Lieber Querulant
    als Ignorant“, piesackt Stüble zurück. BLIX
    sprach mit dem Steuerfachmann über das
    Steuerdickicht, das die WGV umgibt, die
    Württembergische Gemeinde-Versicherung
    auf Gegenseitigkeit. Es war gedacht als eine
    Liaison auf Gegenseitigkeit von Stadt und
    Unternehmen. Stübles Analyse lautet: auf
    Gedeih und Verderb – „Ravensburg droht ein
    potenziertes Aulendorf II zu werden!“

    Welche Funktion und welche Aufgaben hat die
    Holding in einer Unternehmensstruktur, wie sie
    die WGV aufweist?
    Es handelt sich um eine passive Holding, die
    keine Geschäftsführungszentrale des Konzerns
    darstellt – von Umfang und Zahl der Geschäftsvorfälle
    hätte sie in jedem Bahnhofschließfach
    Platz. Im WGV-Konzern ist die offizielle Aufgabe
    der WGV Holding AG die Vermögensverwaltung
    und das Halten der Beteiligungen.
    Also hat das zunächst nichts mit der Ausnutzung
    von Steuerschlupflöchern zu tun?
    Wenn Sie ‚zunächst‘ mit ‚offiziell‘ gleichsetzen,
    dann ist es sicher so, dass es offiziell nicht darum
    geht, Steuern zu sparen, aber wenn man
    sich die Unternehmenskonstruktion genauer
    anschaut, dann muss man genau zu diesem
    Schluss kommen.

    Zu welchem?

    Steuerrechtlich formuliert: Es liegt meines Erachtens
    nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes
    ein Gesamtplan zur Erzielung
    einer Gewerbesteuerersparnis vor. Und salopp
    formuliert, hat der Vorstand und der Aufsichtsrat,
    darunter auch der damalige Ravensburger
    OB Vogler, das Gewerbesteuerrecht mit Vorsatz
    ins Abnormale verdreht und als Ergebnis seine
    Konzerntochter zur Gewerbesteuer-Wanderhure
    gemacht. Dabei wurde zuvor schon alles in
    Stuttgart so eingerichtet, dass der Staatsbetrieb
    nur noch seine Holding als eine Art Briefkastenfirma
    von Stuttgart nach Ravensburg zu verlegen
    brauchte, um ab diesem Umzug Gewerbesteuern
    in Millionenhöhe zu sparen. Und der
    Schluss sei religiös formuliert: Für 30 Silberlinge
    und ein Kunstmuseum…
    Als Aktiengesellschaft ist die Holding entsprechenden
    Gesetzesvorschriften unterworfen.
    Welche sind vor dem Hintergrund des Konflikts

    um die Gewerbesteuer relevant?
    Im Kern geht es um die §§ 28ff des Gewerbesteuergesetzes,
    die Vorschriften zur Zerlegung
    des Gewerbesteuermessbetrages auf mehrere
    Betriebsstättengemeinden.
    Welche Rolle spielt hierbei der Ergebnisabführungsvertrag,
    der zwischen der WGV Versicherung
    AG und der WGV Holding AG besteht?
    Ohne den Ergebnisabführungsvertrag bestünde
    keine so genannte Organschaft. Dann wäre
    nur die originär in Ravensburg entstandene
    Gewerbebesteuer für Ravensburg fällig: ein Taschengeld
    im Vergleich zur Gewerbesteuer bei
    Organschaft. Ohne den Ergebnisabführungsvertrag
    gäbe es also keinen Transfer der gesamten
    Gewerbesteuer der WGV-Versicherung AG von
    Stuttgart nach Ravensburg.

    Ist die Argumentation von Seiten des Finanzbürgermeisters
    von Stuttgart, wonach die Steuerpflicht
    sich an den Arbeitsplätzen des Unternehmens
    zu orientieren habe, stichhaltig?
    Der Finanzbürgermeister hat vermutlich darauf
    hingewiesen, dass für die Regelzerlegung des
    Gewerbesteuermessbetrages das Verhältnis der
    Arbeitslöhne in den einzelnen Betriebsstätten
    der gesetzliche Maßstab ist. Und er wird wohl
    kritisiert haben, dass durch eine ‚steuerliche
    Gestaltung‘ die geschätzten 400 Arbeitsplätze
    aus der Verteilung zwischen Ravensburg und
    Stuttgart weggezaubert wurden, so dass nicht
    die – wirtschaftlich richtige – Verteilung zwischen
    Ravensburg und Stuttgart im Verhältnis
    1,5 zu 400, sondern 1,5 zu 0 angewendet wurde.
    Das bedeutet, der gesamte Steuerkuchen geht
    nach Ravensburg.

    WGV-Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim
    Haug begründet den Umzug der Holding nach
    Ravensburg mit fehlenden Expansionsmöglichkeiten
    der Holding am Standort Stuttgart. Was
    gibt es daran auszusetzen?
    Alles, weil eine solche Begründung lachhaft
    ist. Denn praktisch braucht die Holding für ihre
    Art von Geschäftstätigkeit maximal einen PC,
    ein paar Leitzordner und einen Platz, wo man
    das verschließen kann – dafür würde ein Bahnhofsschließfach
    ausreichen und das hätte sich
    sicherlich auch noch in Stuttgart finden lassen,
    Stuttgart 21 hin oder her.
    Steuern zu sparen, ist nicht nur legitim, sondern
    im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen
    auch legal und auf jeden Fall betriebswirtschaftlich
    sinnvoll. Also ist die WGV doch gut beraten,

    wenn sie durch ihren Umzug nach Ravensburg
    erheblich an Gewerbesteuern spart? Das müssten
    Sie als Steuerberater doch rundum gut befinden?
    Diese Frage lässt sich zuspitzen: Wieso war die
    Holding durch den Umzug nach Ravensburg gut
    beraten, wenn sie durch den Umzug beispielsweise
    nach Zossen oder Walldorf noch viel mehr
    Steuern hätte sparen können? Und warum nicht
    in die Schweiz – wie zum Beispiel Liebherr und
    Würth? Für private Unternehmen mag das legitim
    sein, doch bei der WGV handelt es sich um
    ein von Kommunen getragenes Unternehmen,
    das mit einer äußerst fragwürdigen Gestaltung
    der einen Kommune, nämlich Stuttgart,
    die Gewerbesteuer entzieht, um in einer anderen
    Kommune, nämlich Ravensburg, weniger
    Steuern entrichten zu müssen und das alles nur
    mit einer Adressenänderung und mit Hilfe von
    Kommunalpolitikern, die im WGV-Aufsichtsrat
    das Sagen haben. Das ist ein politischer Skandal.
    Denn wenn das Schule macht, dann hat keine
    Kommune mehr Planungssicherheit bezüglich
    ihres Gewerbesteueraufkommens.

    Der Ravensburger Oberbürgermeister Dr. Rapp
    wirft Stuttgart vor, dass es fünf Jahre lang geschwiegen
    habe zur steuerlichen Veranlagung
    der WGV Holding und erst dadurch der Streitwert
    so hoch geworden sei. Ist dieser Vorwurf
    berechtigt und wie hoch muss man das umstrittene
    Steueraufkommen tatsächlich ansetzen?
    Der Ravensburger Oberbürgermeister Dr. Rapp
    war in der Landesfinanzverwaltung und kennt
    die Grundlagen des Verfahrensrechts, das ist
    die Abgabenordnung. Insbesondere auch den
    § 164 der Abgabenordnung, die Vorschrift über
    den Vorbehalt der Nachprüfung. Vereinfacht
    besagt diese sehr wichtige Vorschrift: Große
    Firmen geben ihre Steuererklärung ab und das
    Finanzamt übernimmt ohne irgendwelche Prüfungen
    die Angaben 1:1 in den Steuerbescheid.
    Im Gegenzug behält sich das Finanzamt vor, den
    Steuerbescheid auch noch nach Jahren ändern
    zu können, wenn es dann tatsächlich eine Prüfung
    bei dem Steuerpflichtigen in seinen Geschäftsräumen

    durch
    seine Spezialprüfer
    durchgeführt hat. Das
    war jetzt 2011 der Fall,
    die Bescheide waren
    wohl von 2004 bis 2010
    unter dem Vorbehalt der
    Nachprüfung ergangen.
    Unter Berücksichtigung,
    dass Steuerschulden
    und Erstattungsansprüche
    nach genauen Regeln
    zu verzinsen sind,
    habe ich ausgerechnet,
    genauer gesagt: qualifiziert
    abgeschätzt, dass
    Ravensburg einschließlich
    des Jahres 2012 mit
    Zinsen rund 87 Millionen
    an die WGV bezahlen muss. Und Stuttgart
    von der WGV wegen des höheren Steuersatzes
    104 Millionen in seine Kasse bekommt. Wenn
    Stuttgart im Finanzrechtsstreit obsiegt!

    Recht haben und Recht bekommen, ist nicht
    unbedingt deckungsgleich. Inwieweit ist die Begründung
    der WGV für den Umzug der Holding
    nach Ravensburg und der Abführung der Gewerbesteuer
    in die dortige Stadtkasse rechtens und
    was würde es bedeuten, wenn dies höchstrichterlich
    durch den Bundesfinanzhof in München
    bestätigt würde?
    Um es zu vereinfachen, wenn die WGV keinen
    guten außersteuerlichen Grund für den Umzug
    von Stuttgart nach Ravensburg hatte, kann sich
    Stuttgart schon allein wegen der Vorschrift des
    § 42 Abs. 2 der Abgabenordnung zur rechtsmissbräuchlichen
    Gestaltung durchsetzen. Es
    ist aber zu beachten, dass in dem Finanzrechtsstreit
    schon noch zwei andere Punkte und jeder
    für sich genügen können, die ganze Konstruktion
    scheitern und Stuttgart siegen zu lassen. Das
    ist erstens eine mögliche Zuordnung zahlreicher
    Arbeitsverhältnisse, die arbeitsrechtlich mit der
    WGV a.G. bestehen, auf die WGV-Versicherung
    AG, was der wirtschaftlichen Betrachtungsweise
    entspräche, und
    zweitens natürlich die
    Frage, ob der Ort der
    Geschäftsleitung der
    WGV Holding überhaupt
    Ravensburg war, beziehungsweise
    ob in der
    Organschaft tatsächlich
    eine Betriebstätte
    in Ravensburg bestand.
    Unterstellt man mal,
    dass in allen drei umstrittenen
    Rechtsfragen
    der Bundesfinanzhof so
    entscheidet, wie Ravensburg
    und die WGV
    das gerne hätten, würde
    das bedeuten, dass
    der Bundesfinanzhof es
    absegnet, dass mit geringem
    Aufwand jeder
    Gewerbesteuerzahler
    sich den Ort aussuchen
    kann, an dem er Gewerbesteuer zahlen möchte.
    Mit der WGV ist ein kommunales Unternehmen,
    das getragen wird von Kommunen und beaufsichtigt
    wird von Kommunalpolitikern, Zankapfel
    zwischen zwei Kommunen. Die WGV ist dabei
    Partei auf Seiten Ravensburgs. Welche Interessen
    und Motive haben Ihres Erachtens die streitenden
    Parteien?
    Das ist nun wirklich kein steuerrechtliches, sondern
    ein rein politisches Thema – dazu auch nur
    als politische Einschätzung: Stuttgart braucht
    Geld – außerdem möchte es, da es den höchsten
    Hebesatz im Land hat, nicht, dass künftig
    alle seine Gewerbesteuerzahler mit einfachsten
    Mitteln – Holding, Organschaft, Geschäftsleitungsverlegung
    – Steuerflucht begehen können.
    An dieser freien Ortswahl zur Gewerbesteuerzahlung
    würden Großstätte wie Stuttgart und
    München in die Knie gehen, weil sie die höchsten
    Hebesätze haben. Der Grund, weshalb die
    WGV die ganze Sache so aufgezogen hat, ist etwas
    unzugänglich, ob es die 15 Millionen Steuerersparnis
    allein waren, wage ich zu bezweifeln,
    denn dann hätte die WGV die Gestaltung noch
    viel radikaler umsetzen können.

    Die Standortverlegung der Holding nach Ravensburg
    erfolgte 2004 noch unter OB Vogler,
    der zugleich Aufsichtsratsmitglied der WGV war
    und ist. Warum ausgerechnet 2004 und warum
    ausgerechnet nach Ravensburg? Und wer entscheidet
    in einer Aktiengesellschaft über eine
    solche unternehmerische Veränderung? Wer
    muss darüber informiert werden und wer muss
    zustimmen?
    Bekannt ist die Gründung der Holding 2002 noch
    als GmbH, der Abschluss des Ergebnisabführungsvertrages
    nur mit der WGV-Versicherung
    AG zum 1. Januar 2004 und der Umzug der Holding
    im Herbst 2004 nach Ravensburg. Bekannt
    ist ferner, dass Hermann Vogler im Aufsichtsrat
    der WGV saß und sitzt. Es wäre Aufgabe von
    Gemeinderat und Presse aufzuklären, ob aktive
    Handlungen von Vogler maßgeblich dazu beigetragen
    haben, dass die Sitzverlegung stattgefunden
    hat. Über alle wichtigen Entscheidungen
    bei einer AG entscheidet der Vorstand und der
    Aufsichtsrat muss nicht nur informiert, sondern
    auch gehört werden. Der Vorstand wird vom
    Aufsichtsrat gewählt. Kurz und gut: Die Sitzverlegung,
    die der Zündung der Steuersparbombe
    gleichkam, war den Bürgermeistern und anderen
    Offiziellen des baden-württembergischen
    Gemeindewesens, die alle im Aufsichtsrat der
    WGV sitzen, bekannt und wurde gebilligt. Sie
    müssen gewusst haben, dass sie mit dieser Entscheidung
    den Gewerbesteuersegen von rund
    fünf bis neun Millionen jährlich von Stuttgart,
    wo er erwirtschaftet wurde, auf Ravensburg, wo
    er vervespert wurde, umgeleitet haben.
    Die Causa WGV kam durch eine Indiskretion aus
    dem Gemeinderat an die Öffentlichkeit. Die Verwaltung
    schimpft, dass dadurch das Steuergeheimnis
    verletzt worden sei und wollte zunächst
    rechtliche Schritte einleiten. Welche Konsequenzen
    würden für Ravensburg entstehen, wenn der
    Streit zu seinen Ungunsten entschieden würde?
    Und was müsste Ravensburg Ihres Erachtens
    tun, um dagegen gewappnet zu sein?
    Dann hätte man: ein potenziertes Aulendorf
    II. Vogler verkündete seinerzeit noch als OB,
    Ravensburg könne – bei etwa 160 Millionen
    Haushaltsvolumen wohlgemerkt – bestenfalls
    eine Million jährlich einsparen. Wie sollen da
    87 Millionen oder auch nur 25 Millionen getilgt
    werden – wenn gleichzeitig bis zu neun Millionen
    zukünftig jährlich fehlen würden? Dagegen
    kann es sich nicht wappnen. Die Entscheidungen
    werden andere treffen. Die, die aufpassen
    sollten, stehen aber selber in der Kritik: eine
    Gemeindeprüfungsanstalt, die sich wohl nur
    grundsätzlich und immer um Fünf-Euro-Kassenbelege
    kümmert und ein voll versagendes
    Regierungspräsidium. Dr. Strampfer hätte nicht
    nur Aulendorf I, sondern auch Aulendorf II aufsichtlich
    zu verantworten.
    Mit der OB-Wahl in Stuttgart schürt der Ravensburger
    Landtagsabgeordnete Manfred Lucha
    von den Grünen die Hoffnung, dass sich mit dem
    neuen grünen OB Fritz Kuhn eine außergerichtliche
    Einigung, ein wie auch immer gearteter
    Kompromiss, finden lässt. Wie könnte Ihres Erachtens
    ein solcher Kompromiss aussehen und
    hätte dieser rechtlich Bestand?
    Rein rechtlich, das hat ein Staatssekretär aus
    dem Landesfinanzministerium bereits verkündet,
    würde die Finanzverwaltung jeden Kompromiss
    zwischen den Städten akzeptieren – und
    das wäre gemäß § 33 GewSt auch möglich. Aber
    die Situation stellt sich anders dar: Ravensburg
    macht grundsätzlich die Rechnung ohne
    den Wirt. Dort versteht man nicht, dass einzig
    und allein Stuttgart entscheidet, wie ein Kompromiss
    aussehen könnte. Aber Stuttgart hat
    in dem Fall nichts zu verlieren. Stellen sie sich
    den klassischen Kompromiss mit 50:50 vor –
    Ravensburg wäre auch mit der Hälfte ruiniert.
    Und nun überlegen Sie sich, ob ein Bürgermeister
    von Stuttgart, welcher Partei auch immer,
    seinem Gemeinderat und seinen Bürgern sagen
    kann, wir haben vom Kuchen 90 oder 50 Pro-
    zent Ravensburg gelassen. Das geht politisch
    nicht. Und das wäre auch eine weitere Ermunterung
    für Steuerflucht aus Stuttgart. Es wird
    keinen Kompromiss geben. Lucha ist ein politischer
    Maulheld.
    Wie sieht der weitere Prozess aus und wie lange
    wird er dauern, sollte es zu keiner Einigung kommen
    und der Rechtsweg beschritten wird?
    Der steinige Finanzrechtsweg geht über das Finanzgericht
    Baden-Württemberg mit Sitz in
    Stuttgart zum Bundesfinanzhof in München. Das
    kann Jahre gehen. Aber, so stellt sich die Frage,
    kann dem die Aufsichtsbehörde weitere Jahre
    tatenlos zusehen? Wichtig erscheint mir auch,
    dass der Einspruchsentscheidung des Ravensburger
    Finanzamtes eine Weichenstellung zukommt,
    wie schnell in Ravensburg die Lichter ausgehen
    – oder brennen bleiben. Es könnte sein, dass die
    Einspruchsentscheidung schon zugunsten Stuttgarts
    gefallen ist. Dann wäre bereits ein Antrag
    auf Aussetzung der Vollziehung die logische Reaktion
    von Ravensburg. Und über einen solchen
    Antrag hätte dann das Finanzgericht ‚sofort‘ zu
    entscheiden. ‚Sofort‘ kann im Finanzrechtsweg
    auch schon wieder Monate bedeuten. Aber wenn
    als Ergebnis der Prüfung des Aussetzungsantrages
    die Aussetzung abgelehnt würde, wäre es
    soweit: Die Aufsichtsbehörden, das Regierungspräsidium
    und das Innenministerium, müssten
    übernehmen. Griechenland lässt grüßen!

    Ab Seite 45 bis 48 in http://blix.info/

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  3. #3
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    Scheindemokratie & Scheingeld in einer Scheinheiligen Welt


  4. #4
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    Wir werden einfach immer reicher und reicher...

    Von QUENTIN FOTTRELL

    1. „Wir werden einfach immer reicher und reicher."

    Auch 2013 hat das Vermögen der Milliardäre auf der Welt ein neues Rekordhoch erreicht – unter anderem durch 200 Neuzugänge in den Club der Milliardäre wie Facebook FB +2,88% -Gründer Mark Zuckerberg. Die Forbes-Liste aus diesem Jahr nennt 1.426 Milliardäre, die gemeinsam 5,4 Billionen US-Dollar wert sind – ganze 17 Prozent mehr als vergangenes Jahr.

    Königsfamilien und Diktatoren sind dabei noch nicht einmal mitgezählt. 442 der Milliardäre leben laut Forbes in den USA, 386 im asiatisch-pazifischen Teil der Welt, 366 in Europa, 129 im übrigen Amerika und 103 im Nahen Osten und Afrika. Laut einer von der Vermögensberatungsfirma Wealth-X und UBS UBSN.VX -1,02% durchgeführten Studie war ein US-Milliardär im Durchschnitt 10,8 Milliarden schwer – im vergangenen Jahr waren es im Schnitt noch 9,1 Milliarden.

    US-Investor und Milliardär Warren Buffett.

    Im Rest des Landes ist das Durchschnittsvermögen unterdessen seit der Rezession gefallen und muss sich noch immer erholen. Inflationsbereinigt lag das reale Nettovermögen pro US-Haushalt Ende 2013 laut Daten der US-Notenbank bei rund 650.000 Dollar – und damit noch rund 5 Prozent unter dem Niveau von 2007 von rund 685.000 Dollar. Wenn Ihnen das ungewöhnlich viel vorkommt, liegt das daran, dass für die Mehrheit der US-Haushalte ihr Nettovermögen im Eigenheim steckt.

    Der Durchschnitt wird aber auch von Millionären und Milliardären aufgeblasen: De facto haben laut einer Analyse der Fed-Daten, die das Pew Research Center durchgeführt hat, mehr als die Hälfte der US-Haushalte ein Nettovermögen von nicht mehr als 83.000 Dollar. Während allerdings das Vermögen von Durchschnittsamerikanern seit der Rezession 2007 gefallen ist, ging es für die Milliardäre aufwärts – und zwar um mehr als 50 Prozent.

    Was steckt hinter dem Aufstieg der Milliardäre? „Täglich neue Rekorde an den Finanzmärkten sind die Ursache für die steigenden Nettovermögen der reichsten 1 Prozent", sagt Mark Martiak, Vermögensstrategie bei Premier Financial Advisors in New York. Auch der Wert von Gewerbe- und Wohnimmobilien habe sich erholt, sagt er. „Kombiniert mit einer niedrigen Inflation und niedrigen Zinsen für Kredite, ist das im Großen und Ganzen ein günstiges Umfeld für die Vermögenden – trotz höherer Steuern, hartnäckig hoher Arbeitslosigkeit, der Aussicht auf einen möglichen Ausstieg der Fed aus der lockeren Geldpolitik und dem politischen Streit in Washington", sagt Martiak.

    2. „Millionäre sind auch nicht mehr das, was sie mal waren."

    In Zeiten, in denen der Medianwert bei Wohnungen in Manhattan laut der Immobilien-Website Trulia TRLA -0,55% bei einer Million Dollar liegt, bedeutet Millionär zu sein nicht notwendigerweise, reich zu sein. Es kann auch einfach bedeuten, dass jemand eine Eigentumswohnung in New York oder San Francisco besitzt oder ein Ferienhaus am Meer in Jersey. „Das Wort hat heute nicht mehr so viel Kraft", sagt der Buchautor Charles Merlot, der das Buch „The Billionaire's Apprentice: How 21 Billionaires Used Drive, Luck and Risk to Achieve Colossal Success" geschrieben hat. „In den Augen der Öffentlichkeit wird selbst ein Vermögen von 10 Millionen Dollar als am unteren Ende unter den Vermögenden gesehen."

    Damit die globale Elite mit den Gates und Buffetts dieser Welt einigermaßen mithalten kann, muss sie mindestens ein achtstelliges Jahreseinkommen erzielen. Auf der Website Jameslist.com, eine Art Schwarzes Brett der Superreichen, finden sich Schnäppchen wie ein Hubschrauber für 7 Millionen Dollar und mehr. Wer sich das nicht leisten kann, kann allerdings auf Seiten wie FlexJet immerhin noch einen Anteil daran kaufen.

    Alle diejenigen, denen ein Bentley zu – sagen wir mal – naheliegend ist, können zu einem Supersportwagen wie dem Bugatti Veyron für 2,4 Millionen Dollar greifen, das teuerste Serienfahrzeug der Welt. Und Milliardäre, die nicht mögen, dass ihre Nachbarn sie beobachten – oder die sie einfach nicht mögen –, können sich auf PrivateIslandsonline.com ihre eigene Insel als Rückzugsort shoppen. Die rund 22 Quadratkilometer große Insel Katafanga, die zu den Fiji-Inseln gehört, gibt es dort beispielsweise schon für 20 Millionen Dollar.

    In dem Film „The Social Network", der halbfiktiven Gründungsgeschichte von Facebook, sagt Justin Timberlake in der Rolle des Napster-Gründers und frühen Facebook-Teilhabers Sean Parker zu Mark Zuckerberg: „Eine Million ist nicht cool. Weißt du was cool ist? Eine Milliarde Dollar." Parker hat in Interviews abgestritten das jemals gesagt zu haben.

    Tatsächlich sagen aber jene, die mit Milliardären zusammengearbeitet haben, dass innerhalb ihrer Elite eine Million nicht ausreichen. Milliardäre und Millionäre mögen in denselben Aufsichtsräten sitzen. Doch trotz allem Händeschütteln und Lächeln betrachten Milliardäre Millionäre nicht als Gleiche.

    3. „Hier sind Jungs mehr oder weniger unter sich"

    Frauen machen einige Fortschritte: Unter den 1.426 Milliardären auf der Forbes-Liste der Milliardäre dieses Jahr sind 138 Frauen – vergangenes Jahr waren es 104.

    Doch noch immer sind mehr als 90 Prozent der Milliardäre Männer. Das ist vielleicht keine Überraschung, wenn man bedenkt, dass nur 4 Prozent der CEO-Positionen der Fortune-1.000-Unternehmen von Frauen besetzt sind – ein auffallend kleiner Anteil angesichts der Tatsache, dass 18 Prozent der Abgeordneten des US-Kongresses und 30 Prozent der Bundesrichter in den USA Frauen sind.

    Zum Glück ist der Aufstieg auf der Karriereleiter in Konzernen nicht der einzige, nicht einmal der häufigste Weg Milliardär zu werden. Die reichste Frau der Welt – die 91-jährige Liliane Bettencourt, die 30 Milliarden Dollar besitzt – hat ihren Besitz von ihrem Vater geerbt, der den Kosmetik-Riesen L'Oréal gegründet hat. Rosalie Mera, die zu den 20 reichsten Frauen der Welt zählte und im August gestorben ist, hat es aus eigener Kraft geschafft. Obwohl sie mit 11 die Schule abgebrochen hatte, war sie später Mitgründerin des Modelabels Zara.

    Eine der jüngeren Theorien für den „Boy's Club": Für einige junge männliche Milliardäre könnte ihr Testosteron eine Starthilfe gewesen sein. „Das Coolste bei Mark Zuckerberg und Eduardo Saverin ist, das sie das alles nie für Geld taten", sagt Ben Mezrich, Autor der beiden Bücher „The Accidental Billionaires" und „Bringing Down the House", die als Grundlage für den Film „The Social Network" dienten. „Hauptantrieb für sie war von Anfang an, dass sie Mädchen treffen wollten. Daraus wurden eine Milliarde Dollar."

    4. „Ich bin vielleicht smart – aber ich bin ja auch mit Vorsprung gestartet."

    Amerikas Milliardäre sind tendenziell auch die am besten ausgebildeten, zeigen jüngere Studien. In der Studie „Investigating America's Elite", die im Wissenschaftsjournal „Intelligence" publiziert wurde, fand der Psychologe Jonathan Wai von der Duke University heraus, dass es wahrscheinlicher ist, dass Milliardäre ein College mit den höchsten Zugangsbeschränkungen besucht haben, als CEOs, Richter, Senatoren oder Abgeordnete des Repräsentantenhauses.

    Doch wurden sie schlau geboren oder hatten sie bei ihren Eltern Glück? Wai sagt, es sei eine Mischung aus beidem. Die meisten Milliardäre – darunter auch Bill Gates, der reichste Amerikaner und Sohn eines erfolgreichen Anwalts – werden in einer Familie der oberen Mittelklasse groß, sagt er. Der Vater der beiden Milliardäre David und Charles Koch war Fred C. Koch, der Gründer der Wood River Oil and Refining Company, die heute als Koch Industries bekannt ist. Allerdings verwandelten erst die Söhne das Unternehmen in den Multimilliarden-Dollar-Konzern, der er heute ist. Wal-Mart WMT -1,09% -Chef S. Robson Walton ist der Sohn des Wal-Mart-Gründers Sam Walton. „Der erste Trick, Milliardär zu werden, ist als Millionär geboren zu werden", sagt Mezrich.

    Allerdings kommen viele Milliardäre auch nicht aus reichen Familien. Der 80-jährige Sheldon Adelson, CEO des Casino-Hotels Las Vegas Sands, LVS -0,40% wuchs in einem Arbeiter-Viertel in Boston auf, sein Vater war Taxifahrer. Die 54-jährige Lynn Tilton, Gründerin der Private-Equity-Firma Patriarch Partners, wuchs in der Bronx auf und arbeitete in ihren Zwanzigern als alleinerziehende Mutter 100 Stunden in der Woche an der Wall Street. „Ich kann mich an meine Zwanziger gar nicht erinnern", sagt sie, „so düster waren sie."

    5. „Es ist wie Monopoly-Geld"

    Milliardär Donald Trump bot 2011 an, für 100 Millionen Dollar einen Ballsaal für das Weiße Haus zu bauen – doch das ist nichts im Vergleich zu dem, was manche Superreichen ausgeben ohne mit der Wimper zu zucken. 2010 ließ sich der russische Oligarch Roman Abramowitsch seine neueste 163-Meter-Yacht „Eclipse" Berichten zufolge eine Milliarde Dollar kosten. 2009 kaufte der saudische Prinz al-Walid ibn Talal Al Saud einen Airbus EADSY -2,41% A380 für 400 Millionen Dollar. 2006 kaufte der mexikanische Geschäftsmann David Martinez ein Gemälde von Jackson Pollock, das er mit seiner bekannten Tropftechnik hergestellt hatte, für 140 Millionen Dollar von dem Musikproduzenten David Greffen. Und 2012 kaufte der Immobilienmogul Stan Kroenke die fast 1.000 Quadratkilometer große Montana Ranch für mehr als 132 Millionen Dollar.

    Doch der verschwenderische Umgang mit Geld ist relativ: Die 59-jährige Oprah Winfrey soll kürzlich eine 38.000 Dollar teure Handtasche von Tom Ford gekauft haben. Allerdings schätzt Forbes die US-TV-Moderatorin auf 2,9 Milliarden Dollar – die Handtasche hat sie also nur 0,001 Prozent ihres Vermögens gekostet.

    David Friedman von Wealth-X kennt die Superreichen aus eigener Erfahrung. Viele haben den Großteil ihres Lebens damit verbracht, Gewinn zu machen und im Kopf zu bilanzieren. „Sie verlangen die Rechnung im Restaurant und diskutieren wegen 50 Cent", sagt er. „Und im nächsten Moment kaufen sie einen Jet für 50 Millionen Dollar."

    6. „Wovor wir wirklich Angst haben? Scheidungsanwälte!"

    Glücklicherweise – und vielleicht nicht ganz zufällig – sind Scheidungen unter den Vermögenden recht selten. Von den 84 Prozent der Milliardäre, die verheiratet sind, werden laut einer von Wealth-X in diesem Monat veröffentlichten Studie nur 8 Prozent geschieden. Das ist deutlich weniger als die durchschnittliche Scheidungsrate der USA: Zwischen 40 bis 50 Prozent aller Ehen werden laut dem National Marriage Project der University of Virginia geschieden.

    Scheidungen von Milliardären können Hunderte von Millionen Dollar kosten und bergen die Gefahr, die Privatsphäre des Paares in die Öffentlichkeit zu zerren, sagt Janet Lowe, Autor mehrerer Bücher und Biografien von Milliardären wie Charlie Munger von Berkshire Hathaway BRKB -1,31% und den beiden Google GOOG +0,60% -Gründern Larry Page und Sergey Brin. Die Scheidung von General- Electric-Chef Jack Welch und seiner zweiten Frau Jane Welch ist ihm zufolge ein Musterbeispiel: Die eingereichten Scheidungspapiere offenbarten den hohen (und zuvor geheimgehaltenen) Lebensstandard des Paares. Große Zeitungen quer durch die USA haben Details daraus veröffentlicht und stellten vor allem die großzügigen Bezüge von GE heraus, die Welch nach seinem Ruhestand genießt.

    Die US-Börsenaufsicht SEC leitete sogar eine Untersuchung der Bezüge ein und Welch verzichtete freiwillig auf sein Pensionspaket von GE im Wert von 2,5 Millionen Dollar im Jahr. „In dieser Lage will ich nicht, dass ein großartiges Unternehmen mit höchster Integrität wegen meiner Scheidung in einen öffentlichen Streit gezogen wird", schrieb Welch damals in einer Kolumne für das Wall Street Journal, in der er seinen Verzicht erklärten wollte.

    7. „Wir sind nicht mit Aktien reich geworden."

    Wenn Sie Milliardär werden wollen und mit leeren Händen starten, wetten Sie nicht auf den Aktienmarkt, sagen einige Berater. Sicher – jemand, der bei niedrigsten Kursen einsteigt und bei Höchstständen verkauft, macht ohne Frage einen guten Schnitt. „Wenn man die Aktienindizes konstant über 20 Jahre um 1 Prozent über 20 Jahre schlägt, ist man schon ein Superstar", sagt Martin Fridson, Autor des Buches „How to Be a Billionaire: Proven Strategies From the Titans of Wealth". Doch mit einer solchen Rendite dauert es sehr lange bis der Durchschnittsanleger zum Milliardär wird.

    Hier eine andere Sicht auf das Thema: Selbst wenn sie eine astronomische Rendite von 15 Prozent auf pro Jahr auf ihre Investitionen erreichen, müssen sie immer noch mit 65 Millionen Dollar beginnen, um nach 20 Jahren Milliardär zu sein.

    Viele Milliardäre – darunter Steve Jobs, Bill Gates und Mark Zuckerberg – haben ihr Vermögen stattdessen mit Unternehmensgründungen gemacht, sagt Robert Klein, Gründer und President des Retirement Income Center, eine Vermögensberatungsgesellschaft aus Kalifornien. Auch die Twitter TWTR +5,80% -Gründer wurden durch den Twitter-Börsengang Milliardäre.

    „Es ist deutlich wahrscheinlicher, im Silicon Valley ein Milliardär zu werden als an der Wall Street", sagt Vermögensberater Martiak. „Wall Street wird deutlich später erst wichtig, wenn es darum geht, das Vermögen zu erhalten."

    8. „Ihr nennt es hinterziehen – wir nennen es vermeiden."

    Es gibt keine verlässlichen Daten darüber, ob die Ultrareichen sich ihrer Verantwortung, Steuern zu zahlen, häufiger entziehen als der Durchschnittsbürger – doch derartige Vorfälle bei Milliardären sorgen ganz gewiss für mehr Medienaufmerksamkeit. „Eine Menge Milliardäre versuchen es zu vermeiden", sagt Friedman von Wealth-X. Der jüngste bekanntgewordene Fall ist der 69-jährige Ty Warner, Chef des Plüschtierhersteller Ty – er ist zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Sein Vermögen schätzt Forbes auf 2,6 Milliarden Dollar.

    Ty Warne verlässt die Verhandlung am 2. Oktober nach seinem Schuldeingeständnis.

    „Ich möchte mich für meine Tat entschuldigen", sagte Warner im Oktober vor einem US-Bezirksgericht in Chicago. „Ich habe einen Fehler gemacht. Ich bin dafür vollständig verantwortlich." Er schuldet der Regierung nun 53,6 Millionen Dollar Strafe für das Verschweigen von Konten im Ausland. Es ist eine der höchsten Strafen für ein derartiges Delikt in der Geschichte der USA.

    Die Linie zwischen illegaler Steuerhinterziehung und der legalen Steuervermeidung ist oft schwammig. Laut Matiak versucht in den meisten Fällen „niemand, absichtlich Steuern zu hinterziehen." Die besonders Reichen – darunter auch Milliardäre – besitzen außerdem die Möglichkeit, einen viel kleineren Teil ihres Einkommens zu versteuern, da der Großteil ihres Einkommens aus Investments kommt und daher niedriger besteuert wird als Gehälter.

    Rund 25 Prozent aller Millionäre – insgesamt 94.500 Steuerzahler – haben eine geringere Steuerquote als 10,4 Millionen Steuerzahler mit durchschnittlichen Einkommen, geht aus einem Untersuchungsbericht des Congressional Research Service von 2012 hervor, einer US-Behörde die politische Daten analysiert.

    9. „Meine Familie hasst mich – liebt aber mein Geld."

    Denken Sie einen Moment lang an die 59-jährige Gina Rinehart, Australiens reichste Frau, deren Kinder John Hancock (37) und Bianca Rinehart (36) sie verklagen. Sie werfen ihr schwerwiegendes Fehlverhalten in ihrer Rolle als Treuhänderin des Multimilliarden-Dollar-Fonds der Familie vor, indem sie den Zeitpunkt hinauszögern wolle, bis die Profiteure des Fonds – ihre vier Kinder – Zugriff auf das Geld haben. Die von Gina Rinehart beauftragte Kanzlei Corrs Chambers Westgarth sagt, das Rinhart sämtliche Vorwürfe bestreitet. In einer Pressemitteilung wird sie zitiert, dass sie bereit sei, ihre Rolle als Treuhänderin aufzugeben, um den Rechtsstreit zu beenden.

    Nicht bei allen Familienstreitigkeiten geht es allerdings ums Geld. Und es ist auch nicht immer so, dass stets die Kinder ihre Eltern verklagen: Unternehmer und Öl-Investor T. Boone Pickens beispielsweise verklagte seinen Sohn Michael im Februar wegen angeblicher Beleidigung, Verleumdung, Verletzung der Privatsphäre, dem absichtlichen Zufügen von emotionalen Leid und dem Ausspähen von Daten. Auslöser war die Tatsache, dass der Sohn ein Blog namens „5 Days in Connecticut" gestartet hatte, in dem er über die eigene Familie schrieb. Der Anwalt des Sohnes sagte auf Anfrage, dass der Fall derzeit von einem Bezirksgericht in Dallas verhandelt wird und bislang noch kein Urteil gefallen sei.

    10. „King Lear hat mir alles beigebracht "

    Die meisten Milliardäre haben ihr Vermögen traditionell an ihre Kinder vererbt oder bringen sie in das Familienunternehmen mit ein. Beispiel: Drei der Kinder von Donald Trump arbeiten für das Familienunternehmen und treten sogar in seiner Reality-Fernsehsendung „The Apprentice" auf.

    Heutzutage allerdings handeln Milliardäre etwas anders. Mindestens 30 Milliardäre haben sich der 2009 gestarteten Initiative „The Giving Pledge" verpflichtet, die Ultrareiche dazu ermuntert, die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke abzugeben. Warren Buffett hat sich sogar auf 99 Prozent verpflichtet. Einem TV-Moderator sagte er einmal: „Ich will meinen Kindern nur genau so viel geben, dass sie das Gefühl bekommen, alles tun zu können – aber nicht so viel, dass sie meinen, nichts tun zu müssen."

    Zu den anderen, die ein so weitreichendes Versprechen abgegeben haben, gehören etwa der Hotelier Barron Hilton, der Banker David Rockefeller, der Investor Ronald Perelman, Citigroup C -0,71% -Gründer Sandy Weill und seine Frau Joan, die Hedgefonds-Manager Julian Robert Jr. und Jim Simons, die Private-Equity-Investoren David Rubenstein und „Star Wars"-Erfinder George Lucas. Der 69-Jährige hat bereits einen großen Teil seines Geschäftsimperiums im vergangenen Jahr verkauft, womit er einen Machtkampf unter seinen drei adoptierten Kindern um sein Erbe vermeiden wird, sagen manche.

    Für viele Milliardäre ist das, was sie der Nachwelt hinterlassen, wichtiger geworden, als ihr Geld, sagt Martin Fridson, Autor des Buches „How to be a Billionaire: Proven Strategies from the Titans of Wealth." Auch wenn sie sicher nicht aus Zufall Milliardäre wurden, würden viele Milliardäre mit den Jahren milde: „Sie sagen dir in der Regel: ‚Ich wollte nie Milliardär werden, ich wollte Gutes tun."

    Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de

    http://www.wsj.de/article/SB10001424...obref=obinsite

  5. #5
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    Der bedrohte Frieden...

    17.07.2012

    Carl Friedrich von Weizäcker sagte bereits 1983 den Niedergang des Kommunismus voraus. Doch die Prognose für das, was danach kommt, ist grauenvoll: "Die Menschheit wird nach dem Niedergang des Kommunismus, das skrupelloseste und menschenverachtendste System erleben, wie es die Menschheit noch niemals zuvor erlebt hat, ihr Armageddon."

    von Rolf Ehlers

    Carl Friedrich v. Weizsäcker: “Vergangene und zukünftige Ereignisse haben eine verschiedene Seinsweise: vergangene sind faktisch, zukünftige möglich. Wirklich im engsten Sinne sind beide nicht.

    Beide aber sind von höch*ster Bedeutung für uns. Die Vergangenheit hat den Rahmen von Tatsachen geschaffen, in den unsere Gegenwart unausweichlich gespannt ist; die Geschichte ist das Schicksal. Die Zukunft aber wird einmal Gegenwart sein. An ihr haben wir also ein vitales Interesse.

    Wir versuchen, sie zu ergründen, sie zu beeinflussen. Ständig nimmt unsere Phantasie Zukünftiges vorweg. Sie be*handelt Mögliches, als wäre es schon wirklich. Und in der Tat, einmal wird es wirklich sein.”


    Auszug aus dem Buch “Der bedrohte Friede” - politische Aufsätze des berühmten Naturwissenschaftlers und Friedensforschers Carl Friedrich von Weizsäcker aus dem Jahr 1983.


    Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus wurde daraus 1994 das Buch: “Der bedrohte Friede heute”, in dem er aufzeigte, welche Zustände in der Welt schon zwanzig Jahre danach, also 2014, voraussichtlich herrschen sollten. Heute, nur zwei Jahre vor diesem Zeitpunkt, wo ganz augenscheinlich mit der unkontrollierten Globalisierung, der “Reform” des Sozialstaats und der Weltwirtschaftskrise die Grundlagen für die aufgezeigte Entwicklung geschaffen worden sind, lohnt es sich sehr, einmal den Gedanken dieses großen Mannes nachzugehen.


    Die Anregung stammt von Maximilian Schmidt, der dankenswerter Weise im Querdenkerforum die Kenraussagen aus der Einschätzung dieses ohne Zweifel zu den bedeutendsten deutschen Geistern des 20. Jahrhunderts zählenden Menschen ins Netz gestellt. Schmidt leitet die Wiedergabe mit folgenden Worten ein:

    Es ist schon bemerkenswert, was Carl Friedrich von Weizsäcker, der ältere Bruder unseres ehemaligen Bundespräsidenten, damals in seinem letzten Buch u.a. schrieb: Er sagte in seinem letzten großen Werk bereits 1983, innerhalb weniger Jahre den Niedergang des Sowjet Kommunismus voraus (er wurde ausgelacht).

    Seine Prognose, auf welches Niveau der Lohn,- Gehaltsabhängige zurückfallen würde, wenn der Kommunismus nicht mehr existiert, war schockierend. Ebenso die weiteren Prognosen, in welche Richtung sich der entfesselte Kapitalismus entwickelt.


    Von Weizsäckers Thesen aus dem Buch "Der bedrohte Frieden" und die Realität heute - eine Gegenüberstellung:


    1. Die Arbeitslosenzahlen werden weltweit ungeahnte Dimensionen erreichen.

    Da sind wir längst angekommen. Nur die permanente Fälschung der Statistiken und die Verdrängung der Arbeitnehmer in unwürdige, nicht existenzsichernde Arbeitsbeziehungen haben es den Politikern und den gleichgeschalteten Medien bisher möglich gemacht, die Bevölkerung über das wirkliche Ausmaß zu täuschen. Es ist aber sicher, dass bald die Dämme brechen werden.



    2. Die Löhne werden auf ein noch nie da gewesenes Minimum sinken.


    Reallohnverluste gibt es schon seit mindestens einem Jahrzehnt. Selbst in akademischen Berufen sind die Einkommen seit der Wende um 50 Prozent gesunken.


    3. Alle Sozialsysteme werden mit dem Bankrott des Staates zusammenbrechen. Rentenzahlungen zuerst. Auslöser ist eine globale Wirtschaftskrise ungeheurer Dimension, die von Spekulanten ausgelöst wird.

    Biedenkopf wusste es schon in den siebziger Jahren, dass das Rentensystem zusammenbrechen würde. Dennoch haben Millionen dem kleinen Albakus Norbert Blüm geglaubt, die Rente sei sicher. Sicher ist, dass sie nur noch die Hälfte wert ist. Jetzt geht es auch den Pensionen an den Kragen.


    4. Ca. 20 Jahre nach dem Untergang des Kommunismus, werden in Deutschland wieder Menschen verhungern.

    Cirka .. Ob es wirklich schon in zwei Jahren so weit sein wird, ist nicht ganz sicher. Aber der Zulauf zu den Tafeln zeigt, dass die Armut grassiert.


    5. Die Gefahr von Bürgerkriegen steigt weltweit dramatisch.

    Natürlich zuletzt in Deutschland. Wir gehören ja zu den Braven, die sich nach zwei verlorenen Kriegen nicht mehr zucken, wenn unsere Obrigkeit fremden Mächten ihren Willen tut. Unser Beitrag zum Krieg in Afghanistan ist nur ein Beispiel.


    6. Die herrschende Elite wird gezwungen, zu ihrem eigenen Schutz Privatarmeen zu unterhalten.

    Noch sehen wir in Deutschland davon nicht viel. In den USA, wo noch bis in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts jedermann sein Haus offen stehen ließ und beim Einkauf die Autoschlüssel im Fahrzeug, mehrten sich schon in den siebziger Jahren die abgeriegelten und streng bewachten Siedlungen für die Betuchten. Heute kann man in Mexiko City sehen, wo wir sehr bald landen werden. Dort sind alle Privatgrundstücke rundum mit Schutzzäunen und Schutzanlagen eingeigelt. In den Wohngebieten kommt man sich vor wie vor endlosen Gefängnissen – nur dass die Bewohner sich selbst sämtlich festungsmäßig eingesperrt haben. Wer Geld hat, leistet sich natürlich Bodyguards.


    7. Um ihre Herrschaft zu sichern werden diese Eliten frühzeitig den totalen Überwachungsstaat schaffen, eine weltweite Diktatur einführen.

    Unsere Regierung, auch unter dem osterfahrenen Innenminister de Maiziere, mischt da kräftig mit. Die Diktatur funktioniert auch dann schon, wenn formal noch Verfassungen gelten, solange die Regierungen nur tun, was von ihnen verlangt wird.

    Etwa wie seinerzeit Joschka Fischer nach eigenem Bekunden direkt nach seiner Vereidigung zum deutschen Außenminister erst einmal zum Befehlsempfang nach Washington reisen musste.


    8. Die ergebenen Handlanger dieses Geldadels sind korrupte Politiker.

    Was ist Klientelpolitik anderes als Korruption! Die Schwelle zur fast offenen dreisten Korruption riss schon früh der Neoliberale Otto Graf Lambsdorff. Ihm war aber der noch weit effektivere Liebling der Bayern und der Erzkonservativen, Franz-Josef Strauß, vorhergegangen. Heute herrscht in Berlin eine ungeschminkte Parteienoligarchie, die folgsam alles umsetzt, was die Wirtschaftsmächtigen ihnen diktieren.


    9. Die Kapitalwelt fördert wie eh und je, einen noch nie dagewesen Nationalismus (Faschismus), als Garant gegen einen eventuell wieder erstarkenden Kommunismus.

    Das ist ein Punkt, an dem von Weizsäcker nicht ausreichend dirfferenziert hat. Der Nationalismus dort, wo sich die Kapitalmacht konzentriert, war schon immer beachtlich. Für alle Länder, die willig folgen müssen, gilt dagegen das Diktat der Anpassung an eine ungehemmte Globalisierung.


    10. Zum Zweck der Machterhaltung wird man die Weltbevölkerung auf ein Minimum reduzieren. Dies geschieht mittels künstlich erzeugter Krankheiten. Hierbei werden Bio-Waffen als Seuchen deklariert, aber auch mittels gezielten Hungersnöten und Kriegen. Als Grund dient die Erkenntnis, dass die meisten Menschen ihre eigene Ernährung nicht mehr finanzieren können, jetzt wären die Reichen zu Hilfsmaßnahmen gezwungen, andernfalls entsteht für sie ein riesiges, gefährliches Konfliktpotential.

    Die Weichen sind gestellt. Der Codex Alimentarius ist ein wichtiges Hilfsmittel. WHO, FAO,WTC und IPCC sind Teil des Systems. BSE, Vogelgrippe, Tamiflu, Schweinegrippe und auch die Treibhauslüge sind Beispiele dafür, dass es längst abgeht in die augezeigte Richtung.


    11. Um Rohstoffbesitz und dem eigenen Machterhalt dienend, werden Großmächte Kriege mit Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen führen.

    Der Einsatz von Atomwaffen ist immer eine Option. Aber auch ohne sie kämpft Amerika im Vorderen Orient ums Öl. Verträge mit den Scheichs und die verlogenen Kriege im Irak und in Afghanistan zeigen deutlich, worum es geht. Der nächste Stein im Puzzle ist der Iran.


    12. Die Menschheit wird nach dem Niedergang des Kommunismus, das skrupelloseste und menschenverachtendste System erleben, wie es die Menschheit noch niemals zuvor erlebt hat, ihr Armageddon.
    Das System, welches für diese Verbrechen verantwortliche ist, heißt “unkontrollierter Kapitalismus”.


    Carl Friedrich von Weizsäcker lässt keinen Zweifel daran, dass die Menschheit kaum eine Chance hat, diesem Szenario zu entgehen. Wir können nur hoffen, dass er vielleicht doch nicht Recht hat. Vielleicht hat er nicht sehen können, was vernetzte Opposition in allen Teilen der Welt bewegen kann. Aber wirklich nur vielleicht.


    http://www.mmnews.de/index.php/polit...drohte-frieden

  6. #6
    Premium-Mitglied Avatar von Dagobert Duck
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    Jedes Schneeballsystem ( & Lüge) hat ein Ende ...

    @ Luis

    ...
    ...

    Carl Friedrich von Weizsäcker lässt keinen Zweifel daran, dass die Menschheit kaum eine Chance hat, diesem Szenario zu entgehen. Wir können nur hoffen, dass er vielleicht doch nicht Recht hat. Vielleicht hat er nicht sehen können, was vernetzte Opposition in allen Teilen der Welt bewegen kann. Aber wirklich nur vielleicht.


    ...
    ...

    Mein Verstand schließt sich der Meinung des Carl Friedrich von Weizsäcker an.

  7. #7
    Premium-Mitglied Avatar von Luis
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    Scheitert Deutschland? : die "Finanzielle Zeitbombe"...

    "Finanzielle Zeitbombe"

    Vor 21 Jahren: Hellsichtig sagt Arnulf Baring die heutige Euro-Probleme voraus.

    Zitat Zitat von Dagobert Duck Beitrag anzeigen
    @ Luis

    ...
    ...

    Carl Friedrich von Weizsäcker lässt keinen Zweifel daran, dass die Menschheit kaum eine Chance hat, diesem Szenario zu entgehen. Wir können nur hoffen, dass er vielleicht doch nicht Recht hat. Vielleicht hat er nicht sehen können, was vernetzte Opposition in allen Teilen der Welt bewegen kann. Aber wirklich nur vielleicht.


    ...
    ...

    Mein Verstand schließt sich der Meinung des Carl Friedrich von Weizsäcker an.
    Vor 21 Jahren und damit fünf Jahre vor Einführung des Euro veröffentlichte der Historiker und Politikwissenschaftler Arnulf Baring ein Buch mit dem Titel "Scheitert Deutschland?" Obwohl längst vergriffen lohnt sich ein Griff in den Bücherschrank. Denn darin habe Baring, so schreib kürzlich die SdZ, " mit unheimlicher Hellsicht verhergesagt, was wir heute erleben". Nachfolgend einige Passagen aus dem 1997 erschienen Buch.

    Arnulf Baring

    Wir haben es bei der Europäischen Währungsuni-
    on mit einem Projekt zu tun, das entweder über-
    flüssig ist oder gefährlich. Im Verhältnis zwischen
    den Niederlanden, Österreich und Deutschland ist
    es entbehrlich, weil die Notenbanken dieser Länder
    über die Währungspolitik hinaus in ihrer Finanz-
    politik, ihrer Steuerpolitik und ihrer Budgetpolitik
    eine konsequente Stabilitätspolitik betrieben ha-
    ben, die zur Folge hatte, dass keine Veränderungen
    der Wechselkurse notwendig waren. Wir hatten
    hier also bereits eine Quasi-Währungsunion, aber
    eine nicht institutionalisierte und deshalb erfolg-
    reiche. Bei allen übrigen Ländern der Europäischen
    Wirtschaftsgemeinschaft ist die Währungsunion
    hingegen ein gefährliches Unterfangen. Keines
    dieser Länder war und ist daran gewöhnt, eine
    Währungs- und Wirtschaftspolitik wie bei uns, in
    Österreich und den Niederlanden zu verfolgen. Wer
    vermag zu glauben, dass sie sich gerade jetzt, in
    wirtschaftlich und sozial schwierigen Zeiten, dazu
    aufraffen werden?

    ***

    Alle unsere Politiker behaupten bisher, Transfer-
    zahlungen kämen nicht in Frage. Jedermann weiß,
    was sie bedeuten werden:

    höhere Steuern, um die

    Faulenzer, so wird es dann heißen, die an südlichen
    Stränden in Cafés sitzen, aus unseren Taschen zu
    finanzieren. Wir haben es dann nicht, wie bei der
    deutsch-deutschen Währungsunion, mit 17 Millionen
    ostdeutschen Landleuten, die jahrzehntelang
    unter dem Sozialismus gelitten haben, zu tun,
    sondern mit hundert Millionen Menschen anderer
    EU-Staaten, die uns weitaus ferner stehen als die
    Rostocker oder die Dresdner.

    Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen,
    dass massive Transferzahlungen in schwächere
    Mitgliedstaaten bei uns (wie in anderen Geberländern)
    alles andere als populär sein werden.
    Dennoch werden uns die Anhänger der Währungs-
    union, wenn es so weit ist, weismachen wollen,
    es sei besser, diese Konzessionen zu machen,
    als die Währungsunion auseinanderbrechen zu
    lassen. Wenn man, wird es dann weiter heißen, die
    Zerstörung der Währungsunion abwenden wolle,
    müsse man vorübergehend auch protektionistische
    Maßnahmen in Kauf nehmen.


    Wir können eines Tages vor der Alternative stehen,
    entweder einer politischen Radikalisierung in
    den Mitgliedsländern der Europäischen Währungsunion
    tatenlos zuzusehen, mit all den damit
    verbundenen Gefahren für den Freihandel und den
    damit wiederum einhergehenden Risiken für den
    Fortbestand der Europäischen Union – oder aber die
    innenpolitischen Spannungen in dem betroffenen
    Mitgliedsland der Europäischen Währungsunion
    durch Transferzahlungen zu mildern.

    Vor diese Alternative gestellt, kann man nicht
    sicher sein, was als das kurzfristig geringere Übel
    begriffen werden wird. Man wird uns dann sagen,
    wenn wir den sozialen Frieden innerhalb der Euro-
    päischen Union erhalten und keine Radikalisierung
    fördern wollen, wenn es weder Chauvinismus noch
    Nationalismus, weder ideologischen Fanatismus
    noch gewalttätigen Extremismus geben soll, wer-
    den wir zahlen müssen. Die Wahrscheinlichkeit,
    dass wir es hier mit einer finanziellen Zeitbombe
    zu tun haben, ist sehr groß. Die Bereitschaft zu
    Transferzahlungen wird als unvermeidbarer Preis
    für die erforderliche Sicherung des Binnenmarktes
    propagiert und begriffen werden.

    ***

    Die Währungsunion wird daher am Ende auf ein
    gigantisches Erpressungsmanöver hinauslaufen.
    Man wird uns sagen:

    Wenn ihr wollt, dass die Währungsunion funktioniert
    und uns Europa nicht um die Ohren fliegt,

    dann müssen wir künftig Transferzahlungen leisten.

    Dass mit den Transferzahlungen aber eine

    ...steuerliche Zusatzbelastung...

    der eigenen Volkswirtschaft einhergeht,

    die unsere Konkurrenzfähigkeit in einem global
    ausgetragenen Wettbewerb stark beeinträchtigen wird,
    ist offensichtlich. Ob die politische Solidarität innerhalb EU-
    Europas als unerlässliche Grundlage eines solchen
    Finanzausgleichs vorausgesetzt werden kann, muss
    mit einem großen Fragezeichen versehen werden.
    Wenn man diesen Gedankengang fortführt,

    könnte es eines Tages auch heißen,

    man solle ruhig fünf, sechs oder gar zehn Prozent Inflation

    im Interesse des größeren Europas in Kauf nehmen.

    ***

    Wenn wir Deutschen Währungsdisziplin einfor-
    dern, werden andere Länder für ihre finanziellen
    Schwierigkeiten eben diese Disziplin und damit uns
    verantwortlich machen Überdies werden sie, selbst
    wenn sie zunächst zugestimmt haben, uns als eine
    Art Wirtschaftspolizisten empfinden. Wir riskieren
    auf diese Weise, wieder das bestgehasste Volk
    Europas zu werden.

    https://peutinger-collegium.de/wp-co...er-03-2012.pdf


    Die EU ist "Das Narrenschiff":

    https://youtu.be/8Lz_qPvKCsg

    EZB plant Albtraum deutscher Sparer...

    Jetzt geht es ans Eingemachte - die Vergemeinschaftung der Einlagensicherung in Europa. Die Eurozone verwandelt sich immer mehr zur Transferunion. Die Umverteilung innerhalb Europas nimmt tagtäglich zu und - sollte EDIS (European Deposit Insurance System) Realität werden, wovon wir stark ausgehen - wird sie massiv zunehmen.

    Einlagensicherungssysteme werden mit den Beiträgen von Banken finanziert. Sie garantieren im Fall einer Insolvenz einer Bank die Einlagen der Kunden und sollen einen Bankrun (Schaltersturm) verhindern. Draghi plant also ein System einzurichten, das EU-weit bei einer Bankenkrise - welche in Anbetracht der maroden Banken Südeuropas mit Sicherheit kommen wird - das Geld der Sparer zu schützen. Was geschieht jedoch, wenn die Mittel erschöpft sind?

    https://www.heise.de/tp/features/EDI...r-4085017.html


    Mühlhäusels Prophezeiungen:

    „Einerlei Geld kommt auf“
    „Der letzte Krieg wird der Bankabräumer sein“

    “ Seine bekanntesten Voraussagen sind wohl die von einem kommenden "letzten" Krieg,
    den er als Zeit des „Bänkeabräumens“ bezeichnete. Die Zeit vor diesem Krieg sollte an verschiedenen Zeichen erkennbar sein,
    die von ihm nur vage, aber bildstark angedeutet wurden und daher die Fantasie der Zuhörer und Nachgeborenen anregten.

    https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BChlhiasl


    Alois Irlmaier, der u.a. Anfang der 1950-er Jahre zu einem Nachbarskind sagte:

    »Mädchen, du erlebst die große Umwälzung, die kommen wird.
    Zuerst kommt ein Wohlstand wie noch nie.
    Dann folgt ein Glaubensabfall wie nie zuvor.
    Darauf eine noch nie da gewesene Sittenverderbnis.
    Alsdann kommt eine große Zahl fremder Leute ins Land.
    Es herrscht eine hohe Inflation.
    Das Geld verliert mehr und mehr an Wert.
    Bald darauf folgt die Revolution«.

    Euro-Crash (?)

    Im Sommer 2011 habe ich in Siegsdorf bei Traunstein/Obb. einen Mann interviewt, dessen Familie früher Kontakt hatte zu Irlmaier (Irlmaier wohnte bis Ende der 20er Jahre in Siegsdorf). 1948 soll man Irlmaier bei der Einführung der D-Mark gefragt haben, wie es mit dem neuen Geld werde. Irlmaier soll sinngemäß gesagt haben:

    "Das neue Geld ist OK, aber vor dem, was danach kommt, müsst ihr euch in Acht nehmen."

    http://www.alois-irlmaier.de/Neue%20Recherchen.htm

    http://www.alois-irlmaier.de/DAS%20Extrablatt.htm

    Der Finanzcrash kommt! Unfassbare Prophezeiungen zur Zukunft Europas:

    Der bekannte Hellseher Martin Zoller lag erstaunlich oft mit seinen Vorhersagen über politische und gesellschaftliche Ereignisse richtig. So ahnte er etwa voraus, dass Trump US-Präsident werden würde, und dass die SPD nach der Bundestagswahl interne Streitigkeiten bekommen würde. Auf dem Welt-im-Wandel-Kongress 2018 gab er nun weitere Prognosen ab. Sie betreffen unter anderem den Zusammenhalt der Europäischen Union, das Verhältnis zu Russland, die Entwicklung der Börse. Im Gespräch mit Robert Fleischer wagen wir den Blick in die Zukunft. Soviel sei gesagt: Es stehen große Herausforderungen bevor…

    https://youtu.be/dSnrswWRIaM
    Geändert von Luis (17.12.2018 um 13:12 Uhr)

  8. #8
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    Euro zerstört Europa und unseren Wohlstand - die Bürger werden es bezahlen

    Mittlerweile dämmert es immer mehr Bürgern, dass der Euro uns offensichtlich nicht das bringt, was uns von der Politik versprochen wurde. Dennoch halten die Protagonisten in Brüssel,Straßburg und Berlin krampfhaft an einem Währungsexperiment fest,welches scheitern wird. Für die Realitätsverweigerung der Politiker in ihren Elfenbeintürmen werden die Bürger der Eurozone die Zukunft noch bitter bezahlen.

    Wann werden die Euro Befürworter endlich erkennen, dass der Euro viel zu schwach für Deutschland und viel zu stark für Südeuropa ist und dass sich dieser Sachverhalt auch nicht ändern wird. Wann werden sie lernen, dass wirtschaftshistorisch bisher alle Währungsunionen gescheitert sind? Wann werden sie den teuren Fehler sich eingestehen und die Verarmung der EU-Bürger beenden? Der Euro zerstört Europa anstatt es zu einen! Wie lange ist der deutsche Bürger noch bereit, für eine zum Scheitern verurteilte Währung zu bezahlen? Wie lange können die Euro-Befürworter die Bevölkerung noch über diese Tatsachen hinwegtäuschen? Brauchen wir weitere Gelbwestenbewegung in ganz Europa?

    https://www.focus.de/finanzen/expert..._10090622.html


    Volker Pispers erklärt Geld und Schulden:

    https://youtu.be/g-pNlHa07P4


    Gehört mir mein Haus ? - leider nein:

    https://youtu.be/ISNSFD8AJ8c

    Dein Land, Grundstück, Haus, Eigentumswohnung bzw. Immobilien, gehört dem Staat - wir sind keine Eigentümer und werden nie Eigentümer werden. Wer die auferlegten Rechnungen nicht bezahlt, kann ein Lied davon Singen...

    https://www.focus.de/immobilien/kauf...id_725935.html

    Geldentwertung Zwangshypothek und Geldwanderung das Spiel der Großen:

    https://youtu.be/jUt5_bwNwyA

    Den Witz fand ich ganz gut, hier noch in Textform Arnie zieht aufs Land und das erste was Arnie macht er kauft sich von einem Bauer einen Esel für den der Bauer 100 € haben will. Er gibt dem Bauer das Geld und dieser verspricht ihm das Tier am nächsten Tag vorbei zu bringen. Am nächsten Tag kommt der Bauer angefahren mit seinem Traktor mit Viehanhänger und sagt zu Arnie "lieber Arnie ich muss dir was gestehen der Esel ist gestern Abend noch gestorben." Darauf sagt Arnie na ja da kann man nichts machen dann gib mir meine 100 € zurück. Da sagt der Bauer das ist ganz blöd ich war nämlich gestern Abend noch in der Kneipe und habe das Geld auf den Kopf gehauen, ist nichts mehr da alles weg. Na gut sagt Arnie dann lade den toten Esel halt ab. Sagt der Bauer was willst du denn mit einem toten Esel? Oh sagt Arnie ich mache eine Lotterie und werde ihn verlosen. Darauf der Bauer du kannst doch einen toten Esel nicht verlosen. Doch sagt Arnie ich brauche ja niemandem zu erzählen das der Esel Tot ist. Drei Wochen später treffen sich die beiden wieder in der Kneipe, der Bauer sieht Arnie und fragt du Arnie wie ist den das letztens mit dem Esel und der Lotterie gelaufen? Arnie erwidert: Wunderbar ich habe 898 € Gewinn gemacht deine 100 € habe ich schon abgezogen. Da sagt der Bauer ganz verwundert wie hast du den das gemacht? Darauf erklärt ihm Arnie das war ganz einfach ich habe 500 lose zu je 2 € gedruckt und drauf geschrieben das man einen Esel gewinnen kann. Der Bauer fragt ja hat den das keinen ärger gegeben hat den da keiner geschimpft? Doch sagt Arnie aber nur der wo den Esel gewonnen hat, und dem habe ich halt seine 2 € wieder zurück gegeben. Das ist das System, Arnie sitzt heute im Vorstand eines Konzerns und geht gerade an die Börse und alle laufen ihm hinter her. Das ist eines unserer großen Probleme.


    Zwangshypothek auf Immobilien ab 2019 - Die Fakten - die Lösung:

    https://youtu.be/91TH5GRICrY


    Der Euro bricht und ruiniert uns:

    https://youtu.be/EulJhY4E9iE
    Geändert von Luis (19.12.2018 um 22:56 Uhr)

  9. #9
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    Finanzamt soll automatisch den Steuerbescheid erstellen..

    ...der Steuerzahler muss nur noch sein Servus dazu abgeben - sofern der Einkommensteuerbescheid auch richtig erstellt wurde. Denn die Kontrolle deines Einkommenssteuerbescheids ist wichtiger den je, denn dein Steueramt versenden oft genug fehlerhafte Einkommensteuerbescheide zu. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.



    In Schweden gibt es bereits seit Jahren eine vollautomatische Steuererklärung, bei der ein Steuerzahler nur noch per SMS seine Bestätigung ans Finanzamt abschickt.

    https://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-15962488.html


    Der Staatsknochen zockt uns immer Meer ab: 6,7 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen:

    https://youtu.be/UK4TuonjRqE

    Bis zum Jahr 2023 hat der Bundesfinanzminister Scholz die Steuerschätzung um 6,7 Milliarden Euro erhöht – auf insgesamt 377 Milliarden Euro.

  10. #10
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    Bankenkrise zur Eurokrise durch Italien

    Eigentlich überwacht die EZB eine relativ kleine Bank nicht, die nur eine Bilanzsumme von 24 Milliarden Euro ausweist. Aber man wirft ein besonderes Auge auf die angeschlagenen italienischen Geldhäuser, was als Vorbereitung auf einen neuen Crash gewertet werden kann. Die Initialzündung könnte aus dem drittgrößten Euroland Italien kommen, denn von dem gesamten Volumen fauler Kredite im Umfang von fast 660 Milliarden Euro in Europa sitzen die italienischen Banken allein auf fast einem Viertel. Sie sind deshalb weiter besonders anfällig.

    Auch sie leiden weiter unter der Nullzinspolitik der EZB. Allerdings kam für die italienischen Geldhäuser zuletzt die unsägliche Debatte über den Haushaltsentwurf Italiens hinzu. Es folgten Kursverluste an den Börsen - und das wirkt sich auf die Kapitalausstattung aus.

    Die Interimsverwalter Pietro Modiano, Fabio Innocenzi und Raffaele Lener sollen nun die Kapitalbasis der Carige stärken und Partner für eine Fusion suchen. Als möglicher Käufer für die Absturzbank wird nach Gerüchten auch die große Mailänder UniCredit gehandelt. Die fällt aber selbst immer wieder wegen hoher Verluste auf, weil auch sie viele faule Kredite schultern musste. Zuletzt war die UniCredit wieder wegen Verlusten in der Türkei-Krise aufgefallen.

    Inzwischen wird auch gemeldet, dass es teuer für italienische Banken würde, sollte es ausnahmsweise doch einmal zu der Abwicklung einer Bank wie die Carige kommen. Der italienische Einlagensicherungsfonds (FITD) müsste dann für Sparkonten von bis zu 9,4 Milliarden Euro geradestehen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters mit Bezug auf einen Insider. (Ralf Streck)

    https://www.heise.de/tp/features/All...e-4265009.html

  11. #11
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    Diätenerhöhung im Juli: Abgeordnete knacken die 10 000-Euro-Grenze

    Der Bundestag knackt die 10.000-Euro-Grenze: Laut einem Medienbericht werden ab Juli die Diäten der Abgeordneten erhöht. Ein CDU-Politiker profitiert demnach am meisten von der Erhöhung.

    Die 709 Bundestagsabgeordneten können einem Medienbericht zufolge ab Juli mit einer Erhöhung ihrer Diäten um drei Prozent rechnen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung (Montag) und verweist auf die vom Statistischen Bundesamt errechnete Erhöhung der Nominallöhne im vergangenen Jahr, an die die Diäten gekoppelt seien.

    Diätenerhöhung: Wolfgang Schäuble profitiert am meisten

    Nach den vorläufigen Zahlen würden die Diäten um fast 300 Euro auf 10.073,69 Euro brutto im Monat steigen. Damit wäre es die stärkste Erhöhung seit 2011.

    Dem Bericht zufolge profitiert Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) am meisten vom Diätenanstieg. Weil er eine Zusatz-Diät als Amtsgehalt erhält, würde er damit 20.147 Euro monatlich bekommen.

    Die fünf Vizepräsidenten erhalten laut "Bild"-Zeitung je 15.111 Euro, die Vorsitzenden der Bundestagsausschüsse jeweils 11.585 Euro.
    Erhöhung erfolgt ohne Abstimmung

    Das Plus wirke sich auch auf die Pensionen der Abgeordneten aus. Künftig betrage der Pensionsanspruch pro Mandatsjahr 251,84 Euro - zahlbar ab einem Alter von 67 Jahren.

    Die Erhöhung erfolgt dem Bericht zufolge ohne Aussprache und Abstimmung, weil das Parlament die automatische Anpassung entsprechend der Entwicklung der Nominallöhne für die gesamte Dauer der Wahlperiode beschlossen hatte. (am/dpa)

    https://web.de/magazine/politik/diae...marke-33569190

    Entschädigung: Krass, was die Bahn für Verspätungen zahlen muss

    https://i0.web.de/image/350/33570350...teaser-xxl.jpg

    https://www.bild.de/geld/wirtschaft/...8260.bild.html


    Sanifair-Bons: So funktioniert die dreiste Abzocke :

    70 Cent fürs Pinkeln: Was steckt hinter dem Geschäft an den Autobahn-Raststätten? Zur ganzen heute-show in der Mediathek: https://ly.zdf.de/VUt/

    https://www.youtube.com/watch?v=utwOAxm6Cak

  12. #12
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    Reichtums-Lüge der Politikern...

    Ökonom Daniel Stelter bei „Markus Lanz“Ökonom wirft Politikern Reichtums-Lüge vor – jetzt legt er bei Lanz nach...

    Der gestrige TV-Auftritt von Wirtschaftsökonom Daniel Stelter schlägt hohe Wellen. FOCUS Online hatte bereits im Vorfeld mit ihm gesprochen und er untermauerte seine Vorwürfe, dass die Politiker in Deutschland so tun, als hätten sie einen Geldspeicher im Keller.

    Was ist der Unterschied zwischen Solvenz und Liquidität? Die Fragezeichen in den Gesichtern der Bürger könnten nach dem Auftritt von Wirtschaftsökonom Daniel Stelter bei „Markus Lanz“ etwas geringer geworden sein. Auch mit anderen Thesen öffnete er vielen im Studio und vor dem TV die Augen.

    Doch zurück zur Frage: Solvenz heißt schlicht, ob man pleite ist oder nicht. Liquide zu sein bedeutet, ob man 100 Euro in der Geldbörse hat oder nicht. Stelter: „Wenn alle zur Bank gehen und ihr Geld abheben wollen, ist die Bank solvent, aber nicht mehr liquide.“ Deshalb habe die Regierung vor Jahren politisch alles richtig gemacht, als sie gesagt hatte, die Sparguthaben seien sicher.


    Die hohen Einkommen der Bürger und die dadurch hohen Einnahmen des Staates aktuell verstellen nach Stelter den Blick auf die Realität. Wir kümmern uns nicht um die Frage, ob die Einnahmen, die wir derzeit erzielen, nachhaltig sind. Stattdessen stoßen die Politiker eine Verteilungsdiskussion an, die sich mit einem höheren Mindestlohn und der Respektrente beschäftigt. Dabei bezeichnet Stelter diesen Reichtum als Illusion und veranschaulicht das Problem an einem plakativen Beispiel:

    Die Situation entspricht jener eines Gewinners einer Lotterie. Wir haben einmalig viel Geld zur Verfügung und wissen, dass diese Situation nicht ewig andauern kann. Wenn man 1.000 Euro gewinnt, gönnt man sich etwas, spart vielleicht etwas, zahlt womöglich Schulden zurück. Was man aber auf keinen Fall macht, ist, in eine neue Wohnung zu ziehen, die 1.000 Euro pro Monat mehr kostet. Weil man weiß, dass man sich die eben nur leisten kann, wenn man weiterhin jeden Monat 1.000 Euro im Lotto gewinnt. Und die Politiker tun aktuell so, als würden sie jede Woche im Lotto gewinnen.

    https://www.focus.de/finanzen/alters..._10349447.html

    https://www.google.com/search?client...der+Politikern...

  13. #13
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    Dexcar: Betrugsverdacht bei Autovermietung

    15.04.2019 - 10:42 Uhr

    Die Mietwagenfirma Dexcar mit Sitz in Essen steht unter europaweitem Betrugsverdacht.

    Das Unternehmen könnte mittels eines Schneeballsystems Zehntausende Autofahrer in mehreren europäischen Ländern geprellt haben, berichten „Süddeutsche Zeitung“ und WDR. Das Unternehmen bestreitet die Vorwürfe.

    In Deutschland ermittelt die Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität in Bochum gegen Dexcar-Verantwortliche, unter anderem wegen Betrugsverdachts. Im ganzen Bundesgebiet seien „eine Vielzahl von Kunden“ betroffen, zitieren die Medien einen Behördensprecher.

    In Österreich und Italien laufen den Angaben zufolge ebenfalls Ermittlungen; die Kartellbehörde in Rom habe eine Strafe von 400 000 Euro gegen Dexcar verhängt.

    Dexcar beschreibt sich selbst als Langzeit-Autovermietung. Kunden können für eine Einmalzahlung von einigen Tausend Euro ein neues Mietauto für ein bis drei Jahre mieten. Versicherungen und Wartungen seien dabei eingeschlossen, sowie eine gewisse Kilometeranzahl. Auf die Autos soll es eine Wartezeit von etwa zwei Jahren geben.

    Nach den Informationen von SZ und WDR liegt genau hier das Problem: 40 000 Kunden in Europa haben demnach Autos bestellt, aber nur 500 seien ausgeliefert worden.

    Italienischer Ermittler gehen sogar von einer Lieferquote von nicht mal einem Prozent aus! Der Vorwurf: Es handle sich um ein Schneeballsystem und bei vielen Kunden komme somit nie ein Auto an.

    Mittlerweile habe Dexcar auch den Firmensitz in Essen geräumt und arbeite von Weißrussland aus online weiter, heißt es in den Berichten. Auf der Firmenwebseite finden sich derzeit keine Stellungnahmen zu den Vorwürfen.

    https://www.bild.de/geld/wirtschaft/...1308.bild.html




    15. April 2019, 12:41 Uhr - Schneeballsysteme - Wie Kunden abgezockt werden

    Mit zwei Dollar soll Ponzi begonnen haben, am Ende verfügte er über 15 Millionen

    Leere Versprechen

    Dexcar aus Essen lockte Zehntausende Kunden mit Mietwägen fast zum Nulltarif. In Deutschland, Österreich und Italien laufen Ermittlungen. Es könnte sich um den größten Mietwagen-Betrug in Europa handeln.   Von Uwe Ritzer, Ulrike Sauer und Georg Wellmann

    https://www.sueddeutsche.de/wirtscha...eger-1.4409632

  14. #14
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    Deutsches Afghanistan-Abenteuer kostete bisher 16 Milliarden Euro

    Das deutsche Engagement in Afghanistan inklusive des Bundeswehr-Einsatzes hat seit 2001 rund 16,4 Milliarden Euro gekostet: Im Jahr 2018 beliefen sich die einschlägigen Ausgaben aus den Etats von Verteidigungsministerium, Auswärtigem Amt, Entwicklungs- und Innenressort auf 770 Millionen Euro.

    Das geht aus der Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer hervor, über welche die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" in ihren Donnerstagsausgaben berichten. Nach Regierungsangaben hat allein der Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch bislang 11,9 Milliarden Euro gekostet.

    Die Ausgaben des Auswärtigen Amtes in Afghanistan seit 2001 belaufen sich auf gut zwei Milliarden Euro, beim Entwicklungsministerium waren es 2,3 Milliarden Euro. Das Bundesinnenministerium investierte in Afghanistan 61 Millionen Euro, aus dem Etat des Agrarministerium flossen 33 Millionen Euro nach Afghanistan, aus dem der Kulturstaatsministerin 34 Millionen Euro.

    den Ausgaben der Geheimdienste - insbesondere des Bundesnachrichtendienstes - für Einsätze in dem umkämpften Land macht die Bundesregierung öffentlich keine Angaben. Laut Antwort des Bundesverteidigungsministeriums auf eine weitere AfD-Anfrage, über die die RND-Zeitungen berichten, sind während des Bundeswehr-Einsatzes am Hindukusch 58 Soldaten ums Leben gekommen.

    "In Afghanistan sind 35 deutsche Soldaten gefallen", so das Verteidigungsministerium. An diesem Freitag jährt sich das sogenannte "Karfreitagsgefecht". Drei deutsche Fallschirmjäger waren 2010 bei dem Angriff in der Provinz Kunduz getötet worden.

    Der AfD-Abgeordnete Springer sagte dem RND, SPD und Grüne hätten einst geglaubt, mit einer Hand voll Soldaten Afghanistan demokratisieren zu können. "Sie sind mit ihren Plänen krachend gescheitert. 18 lange Jahre hat eine kaputtgesparte Bundeswehr für diese politische Fehlleistung nun bereits den Kopf hinhalten müssen", so der Bundestagsabgeordnete. "Deutsche Sicherheitskräfte haben in Afghanistan nichts verloren. Ich fordere die Bundesregierung auf, den Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch zu beenden und unsere Soldaten aus Afghanistan abzuziehen."

    https://www.mmnews.de/politik/122678...illiarden-euro

    Ergo: Unsere "KALTE PROGRESSION" wurde in Afghanistan sinnlos verheizt. Die Deutsche Regierung verheizt unsere Steuergelder vorzüglich und mit großem Elan. Macht weiter so, das schafft ihr schon, noch Meer Steuergelder zu verheizen. Danke Deutschland, und den Krieg in Afghanistan hat Deutschland den gewonnen???

    https://www.google.com/search?client...C3%9Fen+Elan.+

    https://www.google.com/search?client...onnen%3F%3F%3F
    Geändert von Luis (18.04.2019 um 21:38 Uhr)

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