Wertes trademind-Kompetenzteam,

ich spiele mit dem Gedanken, den EU-Vertrieb von Sportartikeln aus Hong Kong für eine neu gegründete Marke mit Sitz in Südafrika zu übernehmen.

Der Urheber der Marke lässt in einem eigens gegründeten Büro/Lager in Hong Kong die aus versch. asiatischen Ländern kommende Ware sammeln, kontrollieren, konfektionieren und direkt an die Kunden versichert verschicken. Das entspricht wohl in etwa dem Incoterm DDP (Duty Delivered Paid), oder?

Damit beschränken sich in Punkto Vertrieb meine Aufgaben vorerst auf die Akquise von (naturgemäß Neu-)Kunden und der Annahme und Weiterleitung von Bestellungen.

Dabei tauchen erstmal zwei Fragen auf:

1)Gelte ich, sobald ich vom Lieferanten eine Rechnung bekomme, meine Marge/Provision aufschlage und dem Kunden meine Rechnung stelle, schon als Importeur, mit allen (Produkthaftungs-)Pflichten? Selbst wenn ich die Waren garnicht "angefasst" habe. Wem obliegt hierbei die Verzollung? Der Kunde, der die Waren bestellt und annimmt, oder ich, der die Ware in dem Fall beim Lieferanten am Ende ordert und bezahlt.

2)Oder bin ich sogar schon Importeur, wenn ich die Bestellung einfach nur weiterleite und ein Provision pro Auftrag beim Lieferanten in Rechnung stelle? Also nichts mit dem Zahlungsverkehr und dem Versand der Ware zu tun habe. Das ist ja dann nur eine Dienstleistung für den Lieferanten und kein wirklicher Handel mit dem Kunden.

Wer mag zu 2) ein bischen aus dem Nähkästchen plaudern und mich über branchenübliche Verträge und Vergütungen im Bereich Sportartikel-Vermittlung aufklären? Wie sichert man sich z.B. vertraglich ab, dass nach der ersten Bestellung von Kunde X, nicht die nächste Bestellung an mir vorbei abläuft, quasi einen Gebietsschutz festlegt? Wie werden z.B. Werebkostenzuschüsse des Lieferanten an mich abgerechnet? Mustertexte gibt´s da wohl nicht, oder? Wollte nicht gleich einen Fachanwalt bemühen.

Best Grüsse