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Thema: Steuerfrage

  1. #1

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    Steuerfrage

    Hallo geehrte Community,

    pikante Frage:

    Ich habe einen Kunden in Frankreich.
    EXW-Lieferung

    Der hat wiederum ein Projekt in Hamburg.

    Ich soll nicht wie immer nach Frankreich liefern, sondern direkt nach Hamburg.

    Normal hätte ich für die Frankreich-Lieferung keine UST erheben brauchen.

    Wenn ich nach HH liefere muss ich doch UST nehmen oder?


    Jetzt sagt der Kunde ich soll nach Frankreich liefern um ne Ausfuhrbescheinigung zu erhalten und "ER" liefert mit dem gleichen Auto quasi die Sendung zurück.


    Somit spart er sich die Steuern, aber ich habe Angst das sowas ganz schnell mal als Steuerhinterziehung oder sonstiges enden könnte !?

    Was sagt ihr und habt ihr ggf nen Rat?

    Gruß Tort

  2. #2
    Avatar von imported_schorsch
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    823
    Das ist ein Reihengeschäft im EU Binnenmarkt mit der Definition, das der Warenfluss nicht gleichzeitige der Rechnungsfluss ist.
    Also der Warenfluss ruht an einer Stelle.

    Vorab, wichtig ist hierbei nur, das du beachtest, wer in welchem Land Umsatzsteuerpflichtig ist ? denn das ist der Knackpunkt.
    Viele verkaufen die Ware einfach netto und egal, das kann sich leider bös rächen.

    Ich habe da vor einiger Zeit etwas entdeckt, was das richtig gut erklärt finde ich .

    Check mal den Link
    http://www.tls-stuttgart.de/download...innenmarkt.pdf

    Hier werden einige Varianten beschrieben und erklärt.

    Aber ich denke dein Kunde ist voll Mehrwertsteuerpflichtig, da die Ware nie physikalisch D verlässt. Es handelt sich um ein in D getätigtes Geschäft.

    Dein Kunde macht das aus dem Grund, er will die französische Mehrwertsteuer sparen.
    Wenn die Ware in F ankommt, muss er die dortige MWST berücksichtigen, auch wenn die Ware später wieder nach D geht und der Empfänger dort seine MWSt berücksichtigen muss.

    Somit fällt 2 mal MWST an.

    MWST freie Lieferungen gibt es in der EU nicht mehr, denn der Empfänger ist VST Pflichtig. So das Prinzip.

    Wenn du direkt nach HH lieferst sind 19 % MWST fällig auf alle damit verbunden Waren und Leistungen (Transport etc).

    Diese kann der Franzose aber wieder geltend machen, für in andere EU Länder bezahlte MWST.
    VORSIcHT: Überschreitet die MWST in D für den Franzosen eine gewisse Grenze, muss er hier eine Umsatzsteuererklärung abgeben.

    Anderung zu 2012 Schwellenwerte
    • Für Bauaufträge: 5.000.000 EUR
    • Für Liefer- und Dienstleistungsaufträge: 200.000 EUR
    • Für Sektorenauftraggeber bei Liefer- und Dienstleistungsaufträgen: 400.000 EUR
    • Für Oberste oder Obere Bundesbehörden sowie vergleichbare Bundeseinrichtungen bei Liefer- und Dienstleistungsaufträgen: 130.000 EUR

    Nettobeträge.

    Ergo, volle MWST berechnen, ansonsten fahr im das Zeug nach Frankreich, und der soll sich dann um den Rest kümmern, dann biste Raus aus der Kiste.

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