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Thema: Naturkatastrophen und Staatsbankrotte

  1. #1
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    Avatar von Robert Rethfeld
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    Naturkatastrophen und Staatsbankrotte

    Im April 1783 brach der 150 km von Tokio entfernte Vulkan Asama aus. Etwa 1.300 unmittelbare Todesopfer waren zu beklagen. Die mittelfristigen Folgen dieses Ausbruchs waren gravierender: Die Verseuchung der Erdböden durch die Eruptionen und die monatelange Verdunkelung des Himmels haben in den Folgejahren Missernten und Hungersnöte zur Folge gehabt, denen über eine Million Japaner (bei einer damaligen Bevölkerungszahl von 25 Millionen) zum Opfer gefallen sein sollen. Es kam zu Bauernaufständen; Häuser der privilegierten Bürger und Wucherer wurden zerstört.

    Parallel zur Eruption des Asama in Japan fand der Ausbruch des Laki-Krater auf Island statt. Dieser begann am 8. Juni 1783 und dauerte acht Monate. Dieser Ausbruch hatte tiefgreifende Auswirkungen auf das globale Klima. 100 Millionen Tonnen Schwefeldioxid wurden in die Atmosphäre geschleudert. Der Naturforscher Benjamin Franklin sprach 1784 davon, dass sich „ein konstanter Nebel über ganz Europa und große Teile Nordamerikas gelegt habe“. Die gesamte nördliche Hemisphäre kühlte sich im Durchschnitt um 1,5 Grad Celsius ab. Es kam verbreitet zu Missernten und Hungersnöten, die Getreidepreise stiegen stark an. Die Eruptionen des Laki gehörten zu den Schwerwiegendsten der letzten 2000 Jahre, heißt es bei Wikipedia.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Laki-Krater

    Wolfgang Behringer vermutet in seinem im Jahr 2007 erschienenen und sehr lesenwerten Buch „Kulturgeschichte des Klimas“ einen Zusammenhang zwischen den klimatischen Bedingungen Europas der 1780er Jahre und dem Ausbruch der französischen Revolution im Jahr 1789. Er schreibt, dass die Getreidepreise in Frankreich just am Tag des Sturms auf die Bastille am 14. Juli 1989 einen Hochpunkt erreichten.

    Die damalige Gemengelage war nicht allein durch Hunger und Teuerung, sondern durch eine praktische Insolvenz des französischen Staatshaushaltes gekennzeichnet. Die Ausgaben übertrafen die Einnahmen um 20 Prozent. 50 Prozent der Ausgaben entfielen auf Zins- und Tilgung für die enorme Staatsverschuldung. 7 Prozent des Budgets verschlang der königliche Hof (incl. Pensionszahlungen).

    http://de.wikipedia.org/wiki/Franz%C...che_Revolution

    Die Steuereintreiber waren in jener Zeit besonders aktiv. Die Bevölkerung geriet in eine Zwangslage: Einerseits hungerte man, anderseits sollte man durch Steuerzahlungen dazu beitragen, dass Gläubiger ihre regelmäßigen Zinszahlungen erhielten und der Hof weiter seine Feste feiern konnte. Es kam zu einer Explosion des Hasses gegen die damaligen Herrscher.

    In unserem Ende 2009 erschienenen Ausblick auf die laufende Dekade (2010 – 2020) postulierten wir eine sich aus den Umständen zwangsläufig ergebene Neuordnung des Weltfinanzsytems, ohne dass Ereignisse wie die Aufstände im arabischen Raum oder die Natur- und Nuklearkatastrophe in Japan damals vorhersehbar waren.

    Wir schrieben: „Die zweite Dekade eines Jahrhunderts ist häufig eine Dekade, in der eine „neue Ordnung“ entsteht: Man denke nur an den im Jahr 1714 beendeten spanischen Erbfolgekrieg, an den Wiener Kongress von 1814/15 im Gefolge der napoleonischen Kriege oder an den ersten Weltkrieg 1914 bis 1918. Diese Ereignisse zogen in vielen Belangen eine Neuordnung incl. Neuanfang nach sich. Eine solche erscheint – mit Blick auf unser Finanzsystem – dringlicher den je. Ein Neuanfang kommt nicht allein: Er wird durch Ereignisse erzwungen. Das muss nicht notwendigerweise Krieg bedeuten. Wirtschaftliche Negativereignisse können stark genug sein, um die Staatengemeinschaft dazu zwingen, die Finanzwelt neu zu ordnen.“

    Auch wenn viele Analysten das Wort von einem Kollaps oder Zusammenbruch des Weltfinanzsytems vorziehen, dürfte das Wort „Neuordnung“ der bessere Ausdruck sein. Neuordnung besagt, dass es Politikern gelingt, nach einer chaotischen Periode der Unruhe zu Standards und Regeln zurückzufinden. Im Übergang von der chaotischen zur stabilen Periode werden sich große Chancen auftun.

    Momentan befinden sich die alten Industrienationen in einer unstabiler werdenden Situation. Die Spannungen in Europa werden durch unterschiedliche Verschuldungsgrade und entsprechend unterschiedlichen Bewertungen der Länder an den Finanzmärkten hervorgerufen.

    In den USA drohen nicht nur politische, sondern auch gesellschaftliche Spannungen (man denke an das Geschehen im US-Bundesstaat Wisconsin). Die im Schafspelz der Republikaner daherkommende Tea Party-Bewegung führt zu einer Gegenbewegung, die sich in Wisconsin bereits etabliert hat. Die Spannungen zwischen diesen Bevölkerungsgruppen dürften sich weiter verschärfen. Nicht zuletzt deshalb, weil sich die Verschuldungssituation auf kommunaler und Landesebene weiter zuspitzt. Zuletzt haben die US-Länder- und –Gemeinden so wenig Anleihen emittiert wird seit Jahren nicht mehr. Man hat Angst vor dem Urteil der Kapitalmärkte. Stattdessen werden an Schulen und in kommunalen Verwaltungen 4-Tage-Wochen eingeführt, um die finanzielle Not zu lindern. In Krisenphasen der USA war stets auf die Ausweitung der Beschäftigung im öffentlichen Sektor verlass. Diesmal geschieht das Gegenteil. Lediglich im privaten Sektor kommt es derzeit zur Schaffung von Stellen. Insgesamt dürfte das Sparen der öffentlichen Hand die Spaltung der US-Bevölkerung weiter erhöhen. Staatsbedienstete und Pensionsempfänger bilden die eine Seite, die Tea Party-Bewegung die andere. Wenn man in einigen US-Blogs liest, wie derzeit über Lehrer (=Staatsbedienstete) hergezogen wird, kann einem Angst und Bange um die Erziehung der amerikanischen Kinder werden. Da wächst eine Generation heran, die - teilweise in 4-Tage-Wochen – von unmotivierten Lehrern unterrichtet wird. Der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit der USA dürfte dies kaum gut tun.

    Üblicherweise führt eine Naturkatastrophe zu einem Rückgang des BIP und zu fallenden Aktienkursen. Jedoch beeinflusst die Wiederaufbauleistung das BIP nach einiger Zeit positiv, so dass auch die Aktienkurse wieder steigen. Man nehme als Beispiel das Erdbeben von San Francisco aus dem Jahr 1906, das in den USA einen Kurssturz mit anschließender V-förmiger Erholung zur Folge hatte.

    rr8.JPG

    Angesichts der Katastrophe in Japan wird sowohl die japanische Notenbank als auch die japanische Regierung Finanzmittel zur Verfügung stellen. Ob der bereits jetzt hohen Staatsverschuldung ist zu hinterfragen, ob sich das gezeigte Muster wiederholen kann.

    Der japanische Staat hat die vergangene Dekade nur deshalb ohne Insolvenz überlebt, weil die Renditen extrem niedrig waren. Das aktuelle Ereignis könnte das Fass zum Überlaufen bringen. Ohne Zweifel wächst die Gefahr einer Renditeanstiegs für japanische Staatsanleihen. Die 10jährigen japanischen Staatsanleihen notierten am Freitag bei 1,27 Prozent. Ein Anstieg auf 2,5 Prozent oder mehr würde unweigerlich zu einer japanischen Staatsinsolvenz führen.

    Fazit: Die Kombination von Naturkatastrophen, hohen Lebensmittelpreisen und einer hohen Staatsverschuldung war schon immer dazu angetan, größere Umbrüche im Weltgeschehen zu provozieren. Genauso wenig wie Japan auf die Kombination von Erdbeben und Tsunami vorbereitet war, ist das Weltfinanzsytem in der Lage, eine mögliche Insolvenz Japans abzufedern. Japan ist - nach den USA und China - die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Die USA und Europa haben mit eigenen Problemen zu kämpfen. Mehr und mehr werden Politiker von den Märkten dazu gezwungen werden, den Schritt in eine Neuordnung des Weltfinanzsystems zu gehen. Verfolgen Sie die Entwicklung der Finanzmärkte in unserer handelstäglichen Frühausgabe.

    Robert Rethfeld
    Wellenreiter-Invest

    P.S. Ein kostenloses 14tägiges Schnupperabonnement erhalten Sie unter www.wellenreiter-invest.de

  2. #2
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    Vulkane brechenen aus - weltweit rumoren Vulkane: was ist los mit der Erde?

    Schon etwas seltsam und sonderbar dieses Jahr, dass so viele Vulkane ausgebrochen?

    Die im Jahr 2018 erfolgten Erdbeben, gehen in die Tausende, Tausende Menschen kamen darin um.

    In Deutschland haben wir auch eine Reihe schlafender Vulkane, wenn brechen die wieder aus?

    Ein Unglück kommt selten alleine daher. Wenn was kommt, ereignet sich alles in Serie.


    Vulkanismus in Deutschland: Schlafende Vulkane in der Oberpfalz - BR

    Wer an Vulkane in der Nähe denkt, dem fallen vielleicht Vesuv, Ätna oder Stromboli ein. Aber in Deutschland? Dabei gab es hier einst zahlreiche aktive Feuerspucker - sogar in Bayern. In der Oberpfalz schlummern sie gerade nur ...

    Vulkanismus in der Oberpfalz

    Die meisten Feuerberge in der Oberpfalz sind vor mehr als 20 Millionen Jahren entstanden, als sich die Alpen auffalteten: In einem von Nordosten nach Südwesten verlaufenden Streifen - von der tschechisch-polnischen Grenze im Nordosten über Nordböhmen und das Egerland bis zum Oberpfälzer Wald und das Fichtelgebirge - haben sich der Erdmantel und die darüberliegende Erdkruste aufgewölbt. Durch die Dehnung sind tiefe Brüche entstanden, in denen Magma aufsteigen konnte. So hat sich entlang des sogenannten Egerrifts eine Kette aus Vulkanen gebildet. Die Aufwölbung der Erdkruste hält immer noch an.

    Der jüngste Vulkan Bayerns

    2015 wurde durch eine Forschungsbohrung des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) Bayerns jüngster Vulkan nachgewiesen: in einem Wald, etwa 1,5 Kilometer südöstlich von Neualbenreuth im Landkreis Tirschenreuth in der Oberpfalz. Wissenschaftler schätzen, dass der Vulkan zuletzt vor etwa 150.000 bis 300.000 Jahren ausgebrochen sein könnte. Bei seiner Explosion ist ein Trichter in der Erde entstanden, der sich anschließend mit Wasser gefüllt hat - ein sogenanntes Maar. Über die Jahrtausende hinweg hat sich darin mehr als 90 Meter Sediment abgelagert. Bereits 2007 hatten Wissenschaftler nur vier Kilometer entfernt ein Maar im tschechischen Mýtina entdeckt.

    https://www.br.de/themen/wissen/vulk...pfalz-100.html


    Der Schwäbische Vulkan / The Swabian Volcano (Vulkanwelten 12):

    https://youtu.be/GkPE2pxTBRk

    https://www.google.com/search?client...578958571!5i14

    Hegau Vulkane / Hegau volcanoes (Vulkanwelten 16)

    https://youtu.be/G308hY0HmmI


    https://www.google.com/search?client...%A4bischen+alp

    Meteorkrater Steinheim am Albuch

    Meteorkrater Steinheimer Becken (Eberhard Stabenow)Vor 15 Millionen Jahren wurde unser Landstrich vom Einschlag zweier Meteoriten erschüttert. Hinterlassen haben sie einen Krater auf der Ostalb in Steinheim und einen im Ries. Anschaulich sind die erdgeschichtlichen Vorgänge im Museum erläutert. Auf Wanderschaft geht es auf dem geologischen Pfad oder dem Meteorkraterweg. Wer es sportlicher liebt, radelt auf dem Radweg von Krater zu Krater ins Nördlinger Ries.

    https://www.geopark-alb.de/de/geopar...e_objectID=147


    Lageplan Randecker Maar + Schopflocher Moor - Torfgrube:

    https://www.google.com/maps/place/Sc...26!4d9.5203829


    Ihre Geschichte bleibt aber weiter turbulent: Abtragung während der Kreidezeit (vor 140 - 65 Mio. Jahren), Vulkanausbrüche und ein Meteoriteneinschlag während des Tertiärs (vor 65 – 2,6 Mio. Jahren) prägen das Bild. Danach machte sich über die Jahrtausende das Regen- und Grundwasser an den Kalksteinen des Jura zu schaffen. Es löste den Kalk und schuf so die höhlenreichste Region Deutschlands. Einige Höhlen der Alb waren in der Eiszeit bewohnt und die ältesten Kunstwerke der Menschheit – knapp 40.000 Jahre alt – wurde hier in den letzten Jahren gefunden.

    Aber jeder Zeitabschnitt der letzten 200 Mio. Jahre hat so viele eigene Geschichten zu erzählen, dass wir am besten vorne beginnen. Los geht es mit dem Keuper

    https://www.geopark-alb.de/bilder/Ge...ichtskarte.jpg

    https://www.geopark-alb.de/de/geopark-wissen/geologie/


    Welche Vulkane sind zur Zeit aktiv? - interaktive Weltkarte:

    https://www.volcanodiscovery.com/de/...e-vulkane.html

    https://www.google.com/search?client...%C3%BCche+2018


    Vulkane unter Rheintal und Eifel werden wieder aktiver:

    https://www.wr.de/unter-dem-rheintal...209279271.html


    Wilder Planet 1 3 Vulkane [Doku]:

    https://youtu.be/MXuZ0WOKJU4


    Pulverfass Vesuv - Wilder Planet:

    https://youtu.be/1913kbROOwQ


    Erdbeben erschüttert Osten Indonesiens :

    https://orf.at//stories/3105744/

    https://orf.at/stories/3105662/



    17 seltsame Phänomene auf unserer Erde

    Manchmal geschehen oder tauchen mystische und undefinierbare Objekte, oder Phänomene verstreut auf der ganzen Welt auf, welche unerklärlich für uns Menschen sind.

    http://www.faktenguru.de/17-seltsame...523928530.html

  3. #3

  4. #4
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    Vulkan Bolschaja Udina im Osten Russlands galt lange als erloschen

    Bricht dieser Vulkan aus, könnte er das Klima verändern - Stand: 14.06.2019 | Lesedauer: 3 Minuten

    Der Vulkan Bolschaja Udina im Osten Russlands galt lange als erloschen, nun nimmt seine Aktivität stetig zu. Die Wahrscheinlichkeit, dass er ausbricht, liegt bei 30 Prozent.

    Wie aus einem Prospekt für den Skiurlaub wirken die Berge auf der Pazifik-Halbinsel Kamtschatka im Osten Russlands. Doch unter den Schneemassen lauert Gefahr: Ein für erloschen gehaltener Vulkan ist vor einiger Zeit wieder erwacht. „Es kann jederzeit zu einem Ausbruch kommen“, sagt der Vulkanologe Iwan Kulakow der Nachrichtenagentur dpa. Seit gut zwei Jahren stellen Wissenschaftler fest, dass die seismische Aktivität des Vulkans Bolschaja Udina in der Vulkan-Gruppe Kljutschewskaja zunimmt. Sollte er ausbrechen, könnte das verheerende Folgen haben, nicht nur in Russland.

    Vulkane, in denen es lange nicht rumorte, seien besonders gefährlich, erklärt der Wissenschaftler. „Die erste Eruption kann sehr stark und explosiv sein.“ Bei aktiven Vulkanen könne sich die Energie nicht im Inneren ansammeln. „Bei inaktiven Vulkanen ist das anders. Da kann eine Eruption katastrophal sein.“ Für die Menschen in den dünn besiedelten Gebieten herum werde das wohl nicht sehr gefährlich. „Sie werden höchstwahrscheinlich nicht in größerem Ausmaß betroffen sein.“

    Als folgenreich beschreibt Kulakow, wenn Aschewolken ausgestoßen werden, die dann Tausende Kilometer weit fliegen könnten. „Wenn sie in die Stratosphäre gelangen, können die Partikel sehr schnell in einen anderen Teil der Welt gelangen und das Klima verändern.“ Denn die Aschepartikel mindern die Sonneneinstrahlung und absorbieren diese. Das Resultat: Die Stratosphäre erwärmt sich, die darunter liegende Troposphäre kühlt hingegen ab – genauso wie dann auch die Erdoberfläche.

    „Aschewolken sind sehr gefährlich für Flugzeuge“

    Auswirkungen werde es dann auch auf den Flugverkehr geben. „Aschewolken sind selbst in geringer Konzentration sehr gefährlich für Flugzeuge.“ Asche kann die Turbine der Maschinen verstopfen.

    2010 war der Vulkan Eyjafjallajökull in Island ausgebrochen. Er hatte große Mengen Asche mehrere Kilometer in die Höhe gejagt und dadurch den Flugverkehr in Nord- und Mitteleuropa zeitweise zum Erliegen gebracht. Menschen saßen auf Flughäfen fest.

    Der Vulkanologe Kulakow hatte zusammen mit Kollegen aus Ägypten und Saudi-Arabien eine Studie zu dem Vulkan auf Kamtschatka erstellt und sie jüngst in der Fachzeitschrift für Vulkanologie und Geothermie veröffentlicht. Panik will er nicht verbreiten. „Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Vulkan ausbricht, liegt bei 30 Prozent“, sagt der Vizechef des Instituts für Petroleum-Geologie und Geophysik in Nowosibirsk. Wann das – wenn überhaupt – passiert, lasse sich nicht vorhersagen. So etwas zeichne sich in der Regel erst wenige Tage vor einem solchen Ereignis ab. „Vulkanologen können Ausbrüche eine Woche im Voraus vorhersagen. Es gibt keine Langzeitvorhersagen“, sagt er.

    Die Wissenschaftler wollen nun weitere Messstationen um den Vulkan herum im zentralen Teil der Kamtschatka-Halbinsel aufstellen. „Das Problem aber ist, dass er weit entfernt von Straßen und Städten liegt. Um dorthin zu gelangen, benötigen wir Hubschrauber.“ Das Wetter sei allerdings nicht immer gut, berichtet der Forscher. Und: „Diese Flüge sind sehr teuer.“ Weil der Vulkan bislang als nicht aktiv galt, gibt es nicht sehr viele Messstationen dort.

    Von Mai bis Juli vergangenen Jahres sind der Untersuchung zufolge 559 Erdbeben unter Bolschaja Udina registriert worden. Die Forscher änderten daraufhin die Einstufung – der Vulkan könne nicht länger als erloschen gelten. Im Februar dieses Jahr sei unter dem Vulkan ein Erdbeben der Stärke 4,3 registriert worden – die stärkste seismische Aktivität in dieser Region, heißt es in der Studie.

    Der Vulkan auf der Halbinsel im Nordosten Asiens ist nicht der einzige, in dem es rumort. Um ihn herum in einer Entfernung von 20 Kilometern gebe es mehr als zehn Vulkane. „Drei von ihnen sind sehr aktiv“, sagt der Vulkanologe. Die 1200 Kilometer lange und bis zu 450 Kilometer breite Halbinsel zählt rund 160 Vulkane. Es kommt immer wieder zu Ausbrüchen. Die Vulkanregion gehört zum Weltnaturerbe.

    https://www.welt.de/wissenschaft/art...eraendern.html


    https://www.google.com/maps/search/B....2266185,5.07z

  5. #5
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    Vor einigen Tagen der Vulkan Raikoke im Nordpazifik ausgebrochen...

    Raikoke Vulkan

    https://www.tagesschau.de/multimedia...-videowebl.jpg

    Überraschend ist vor einigen Tagen der Vulkan Raikoke im Nordpazifik ausgebrochen.

    Die Crew der Internationalen Raumstation ISS konnte das Ereignis fotografieren. | Bildquelle: REUTERS

    https://www.google.com/maps/place/Ra...!4d153.2540014

    https://lh5.googleusercontent.com/p/...w408-h257-k-no

    https://www.google.com/search?client...Vulkan+Raikoke


    Raikoke: Erste Bilder der Eruption - 25. Juni 2019 von Marc Szeglat

    Der Vulkan Raikoke auf den Kurilen ist immer noch aktiv und eruptiert Aschewolken. Die letzte VAAC Meldung warnt den Flugverkehr vor Vulkanasche in einer Höhe von 11.600 m. Die Asche steigt in Höhen auf, die durchaus für Flugzeuge relevant sind. Die Warnungen kommen in größeren Zeitintervallen, als in der Anfangsphase des Vulkanausbruchs. Die Stärke der Eruptionen ist rückläufig. Das Team von Volcano Discovery startet nächsten Monat zu einer lang geplanten Expedition zum Inselbogen der Kurilen, vielleicht gelingen ihnen ja noch einzigartige Aufnahmen vom Raikoke. Erste Bilder des Ausbruchs wurden jetzt veröffentlicht und ich möchte sie euch nicht vorenthalten.

    http://www.vulkane.net/blogmobil/rai...-der-eruption/

  6. #6
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    Waldsterben - Förster befürchten Milliardenschaden - 20.07.2019

    Schon einmal waren große Teile Deutschlands abgeholzt und kahl. Nun bedroht der Klimawandel den deutschen Wald. Das verursacht Kosten in Milliardenhöhe – und große Gefahren für Mensch und Umwelt.

    https://media0.faz.net/ppmedia/aktue...-mit-einer.jpg

    Die deutschen Waldbesitzer fürchten wegen Borkenkäfer-Plage und Dürre Milliardenkosten. Der Dachverband der Waldeigentümer geht davon aus, dass 2018 und 2019 insgesamt 70 Millionen Festmeter sogenannten Schadholzes anfallen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Käferholz und bei Stürmen umgeknickte Bäume. Ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter. Allein der Abtransport könnte nach Schätzung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) 2,1 Milliarden Euro kosten.

    „Es handelt sich um eine Jahrhundertkatastrophe für die Wälder in Deutschland“, sagt AGDW-Sprecherin Larissa Schulz-Trieglaff. Die Arbeitsgemeinschaft ist der Dachverband der kommunalen und privaten Waldbesitzer in Deutschland.

    Stürme und Borkenkäfer haben bundesweit mutmaßlich etwa 110.000 Hektar Wald zerstört. Die Waldeigentümer schätzen, dass bundesweit für die Wiederaufforstung etwa 300 Millionen Bäume nachgepflanzt werden müssten, die Kosten beliefen sich nach Schätzung der AGDW auf weitere 640 Millionen Euro. Sowohl der Bund als auch einzelne Bundesländer wie Thüringen böten finanzielle Hilfen, die aber nicht die Kosten deckten.

    Der Schwarzkiefernwald bei Erlabrunn leidet

    „Die Dürre und die vorangegangenen Stürme haben ganze Wälder in Mittel- und Ostdeutschland zerstört“, sagt Schulz-Trieglaff. „Für manche Forstbetriebe ist dies existenzbedrohend, da der Markt mit dem beschädigten Holz übersättigt ist und sich die Holzpreise halbiert haben oder noch weiter gesunken sind.“

    Forstwissenschaftler und -fachleute sind bundesweit tief beunruhigt. „Wir haben bei fast allen Baumarten täglich Hiobsbotschaften über Vitalitätsminderung und Schäden“, sagt Olaf Schmidt, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) in Freising.

    Ein Beispiel: der Volkenberg bei Erlabrunn nordwestlich von Würzburg. Dort steht der Ende des 19. Jahrhunderts angepflanzte größte Schwarzkiefernwald Deutschlands. Heimat dieses Baums ist der trockene Süden Europas, doch auch der Schwarzkiefernwald bei Erlabrunn leidet.

    Raupen und Schmetterlinge vermehren sich explosionsartig

    „Bisher ist die Schwarzkiefer dort auch ganz gut gewachsen“, sagt LWF-Präsident Schmidt. „Seit einigen Jahren ist der Bestand von dem Pilz Diplodia befallen, der das Kieferntriebsterben verursacht. Ich bin fest überzeugt, dass der Klimawandel den Pilz fördert, denn der liebt Wärme und Trockenheit.“ So trage der Klimawandel zu den Schäden an den Schwarzkiefern bei – „vielleicht direkt durch die Trockenheit, auf jeden Fall aber sekundär durch den Pilzbefall“.

    Und es gibt noch viele andere Beispiele, die Förster, Waldliebhaber und -besitzer schwermütig stimmen. „Insekten und Pilze reagieren sehr schnell und feinfühlig auf die Klimaveränderungen“, sagt Schmidt. So vermehren sich in manchen Regionen explosionsartig die Raupen der Schmetterlingsarten Schwammspinner und Eichenprozessionsspinner, die Eichen und andere Laubbäume kahlfressen.

    In Bayern seien die beiden Arten zwar schon lange bekannt, „aber sie hatten bis vor circa dreißig Jahren keine forstliche Bedeutung“, berichtet Schmidt. „Nun haben sich diese Arten so schnell ausgebreitet, wie es noch vor 15 Jahren niemand erwartet hätte.“

    Bäume haben Sonnenbrand

    Auch die massenhafte Vermehrung der Fichtenborkenkäfer in Mitteleuropa steht nach Überzeugung vieler Wissenschaftler im Zusammenhang mit dem Klimawandel. „Normalerweise kann die Fichte die Käfer durch Harzbildung abwehren. Aber wenn es zu trocken wird, hat sie kein Wasser und damit kein Harz mehr. Dann kann es innerhalb weniger Wochen zum Absterben der Bäume kommen“, sagt Schmidt.

    Die idyllischen Wälder in vielen Teilen Deutschlands sind nicht natürlich gewachsen, sondern Ergebnis einer großen Wiederaufforstungskampagne im 19. Jahrhundert. Zu Zeiten Napoleons war Deutschland weitgehend entwaldet, weil Holz bis dahin als gängigster Brennstoff und Baumaterial diente. Das heutige Modewort „nachhaltig“ ist eine Erfindung der Forstwirtschaft des 18. Jahrhunderts und bedeutet ursprünglich, nicht mehr Holz einzuschlagen als nachwachsen kann – so dass der Wald erhalten bleibt.

    Doch nun droht den Wäldern eine andere Gefahr als die Abholzung: „Wir haben auch vermutlich wärmebedingte Schäden an Buchenbeständen“, sagt LWF-Präsident Schmidt. „Viele Buchen haben dürre Kronen, die sehen zwar von unten betrachtet noch grün belaubt aus, aber aus der Luft sind die Schäden sichtbar.“ Möglicherweise leiden die Buchen unter Sonnenbrand: „Wir vermuten, dass es sich dabei um Schäden handelt, die durch die intensive Sonneneinstrahlung verursacht beziehungsweise gefördert werden“, sagt der Wissenschaftler.

    Kanzlerin ist besorgt

    Besorgniserregend ist eine Baumkrankheit, die für Menschen Gefahr bedeutet: „Auch die Ahorn-Rußrindenkrankheit breitet sich aus, die ebenfalls von einem wärmeliebenden Pilz verursacht wird“, sagt Schmidt. „Das ist besonders bedenklich, weil dieser Pilz Gesundheitsprobleme bei Menschen verursacht.“ Denn dessen Sporen können nach dem Einatmen Entzündungen auslösen.

    Für die Waldbesitzer – ob Kommunen, Bundesländer oder Privatleute – bedeuten die Folgen des Klimawandels neben hohen Ausgaben und schrumpfenden Einnahmen immensen Arbeitsaufwand. Von Borkenkäfern befallene Fichten müssen eigentlich schnell aus dem Wald entfernt werden, weil die Insekten sich in rasender Geschwindigkeit auf Nachbarbäume ausbreiten.

    Doch das ist in diesem Jahr nahezu unmöglich, weil so viele Bäume befallen sind: „Die Kapazitäten für den Transport sind nicht vorhanden“, sagt Philipp Bahnmüller, Sprecher der Bayerischen Staatsforsten, des mit 800.000 Hektar größten deutschen Forstbetriebs.

    Mittlerweile sorgt sich selbst die Bundeskanzlerin um die deutschen Wälder. Angesichts „sehr, sehr großer Waldschäden“ könne der Wald seine Rolle als Speicher von Kohlendioxid (CO2) nicht mehr gut übernehmen. Merkel nannte die Wiederaufforstung eine große Aufgabe.

    Quelle: jvb./dpa


    https://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-16294300.html

  7. #7
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    Ein Vulkan erwacht zum Leben: Campi Flegrei - der Supervulkan - 13.07.2019

    ARTEde - Am 13.07.2019 veröffentlicht

    https://youtu.be/WqYtmrvZpac

    Er ist der gefährlichste Vulkan der Welt: der Campi Flegrei - ein Supervulkan im Westen Neapels. Der feuerspeiende Riese wird immer aktiver und kann jederzeit ausbrechen. Unter der ständigen Bedrohung leben drei Millionen Menschen. Können Wissenschaftler vorhersagen, wie sich die nächste Katastrophe abspielen wird?

    Neapel wird von zwei mächtigen aktiven Vulkanen flankiert. Im Osten vom Vesuv, der einst die Stadt Pompeij zerstörte, und im Westen lauert eine noch größere Gefahr, ein schlafender Riese:

    die Phlegräischen Felder - ein Supervulkan, der Wissenschaftlern zufolge immer aktiver wird. Sie überwachen das Gebiet rund um die Uhr, wo drei Millionen Menschen mit der Gefahr eines Vulkanausbruchs leben. Die Forscher wissen, dass die Vulkane erneut ausbrechen werden: Das Gebiet um Neapel ist eine der am stärksten von vulkanischer Aktivität bedrohten Regionen der Welt, da hier zwei der großen tektonischen Platten des Planeten, die eurasische und die afrikanische, aufeinandertreffen.

    Die Phlegräischen Felder bieten Anlass zur Sorge: Der Kohlendioxid-Ausstoß hat in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen, und das bedeutet, dass Magma näher an die Oberfläche steigt. Doch welche Zerstörungen könnte ein Ausbruch anrichten? Um diese Frage zu beantworten, wirft die Dokumentation einen Blick in die Vergangenheit: 79 nach Christus legte ein Ausbruch des Vesuvs die gesamte römische Stadt Pompeji in Schutt und Asche und forderte über 2.000 Todesopfer.

    Auch ein Ausbruch der Phlegräischen Felder könnte einen todbringenden Asche- und Steinregen sowie pyroklastische Ströme verursachen. Der italienische Zivilschutz, der auch bei Naturkatastrophen zuständig ist, arbeitet derzeit an einem neuen Evakuierungsplan.Wenn es zu einem Ausbruch kommt, müssen die Behörden mit 72 Stunden Vorlauf benachrichtigt werden, um die Bevölkerung in Sicherheit bringen zu können.

    Bei so vielen potenziellen Opfern ist der Druck auf die Wissenschaftler enorm: Ständig perfektionieren sie ihr Frühwarnsystem. Prof. Dr. Luca De Siena ließ beispielsweise Messstationen rund um die Phlegräischen Felder aufstellen, die Aufwölbungen der Erde durch Magma-Ansammlungen melden. Eines Tages wird der Berg wieder Feuer spucken. In einem Wettlauf gegen die Zeit tun die Forscher alles in ihrer Macht Stehende, um für eine eventuell bevorstehende Vulkan-Apokalypse gewappnet zu sein

    Dokumentation von Duncan Bulling (GB 2018, 52 Min)


    Abonniert den Youtube-Kanal von ARTE: http://www.youtube.com/user/ARTEde

    https://www.youtube.com/watch?v=WqYtmrvZpac

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