Online Auktionen


Bei einer Internetauktion kommt ein Kaufvertrag mit Abgabe des Höchstgebotes zustande, wenn der Versteigerer bei Freischaltung der Angebotsseite die Erklärung abgibt. Der Versteigerer nimmt bereits zu diesem Zeitpunkt das höchste, wirksam abgegebene Angebot an. Der Anbieter der Web-Site tritt sowohl für den Versteigerer als auch den Bieter jeweils als Empfangsvertreter auf. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind bei den meisten online Auktionen wirksam einbezogen, da die Teilnehmer zumeist bereits auf der Startseite sowie nochmals bei der Anmeldung auf die jeweiligen AGB hingewiesen werden und die Bestimmungen sowohl online eingesehen als auch in druckgerechter Form von den Teilnehmern abgerufen werden können. Damit ist den Anforderungen des § 2 AGBG Genüge getan.

Der Besteller kann sein Angebot nach §§ 119, 120 BGB anfechten, wenn seine Willenserklärung via Provider falsch übermittelt worden ist. Macht der Besteller irrtümlich bei der Erstellung seiner Mail falsche Angaben, kann er nach § 119 Abs. 1, 2. Alt. BGB anfechten. Eine Anfechtung kommt dagegen nicht bei computergenerierten Erklärungen in Betracht, deren Fehler auf lange zuvor eingegebenem, falschem Datenmaterial beruht. Insgesamt scheidet bei Verwendung fehlerhaften Datenmaterials eine Anfechtung aus, da es sich nur um einen unbeachtlichen Motivirrtum handelt. Bei Übertragungsfehlern kommt eine Anfechtung nach § 120 BGB analog in Betracht.Wenn man versehentlich ein falsches, mit anderen Worten zu hohes Gebot abgegeben hat und man danach zur Erkenntnis gelangt, dass die angebotene Sache viel weniger wert ist, hat man Pech. Ein Rücktritt oder eine Anfechtung ist hier nicht möglich.W Dieses Problem wird aber im Online-Bereich durch § 3 FernabsG zugunsten der Verbraucher gelöst. Fernabsatzgesetz

Gewährleistungsrecht stehen dem Käufer nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch zu.


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