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Thema: Muß ich mein Account von Privat auf Gewerblich umändern?

  1. #1

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    Muß ich mein Account von Privat auf Gewerblich umändern?

    Hallo,
    wir sind eine 4-köpfige Famile (Eltern und 2 Kleinkinder).
    Da wir unsere Kinder und uns zum Teil auch jede Saison neu einkleiden, überwiegend mit Makren und zum Teil auch mit Designersachen, stellen wir 2 Mal im Jahr (immer saisonbedingt) unsere gebrauchte Kleidung, die den Kindern nicht mehr passt oder uns nicht mehr gefällt, bei Ebay ein.
    Es sind pro Saison ca. 120-150 Auktionen mit ausschließlich gebrauchten Sachen und keinerlei Neuware.
    Wir bekommen für die Klamotten insgesammt pro Saison ca. 5.000-7.000 Euro, also im Jahr zwischen 10.000-14.000 Euro.
    Dies ist aber nur ein kleiner Bruchteil von dem was wir für die Sachen neu bezahlt haben.

    Nun meine Frage, muß ich dafür ein Gewerbe anmelden, obwohl wir kein Gewerbe haben?

    Wenn ja, dann müssen wir von dem Erlös auch noch Steuern oder sonstige Kosten bezahlen? In welcher Höhe prozenmäßig?

    Diese Fragen stelle ich deshalb, weil ich letztens, eine Mail von einem Ebaymitglied die-steuerfahnder (Bewertungsprofil -50%) bekommen habe, mit der Aufforderung ein Gewerbe anzumelden, weil die Summe der einnahmen so hoch wäre. Nun sind wir irritiert, weil wir uns keiner Schuld bewußt sind.

    Würde mich über eine Aufklärung freuen.

    Liebe Grüße
    Jenni

  2. #2

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    Eine difinitive Antwort kann Dir darauf niemand geben. Es gibt keine festen Grenzen für geschäftsmäßigen oder gewerbsmäßigen Handel. Auf den ersten Blick mögen 10.000 bis 14.000 Euro sehr viel klingen (das ist für andere die Gesamtjahressumme).
    Wirklich entscheiden kann das nur ein Richter und deren Sprüche/urteile fallen von Fall zu Fall verschieden aus.
    Auf jeden Fall wäre es gut, wenn Ihr alle Belege sammelt und im Zweifelsfall nachweisen könnt, was Ihr verkauft habt und woher die Waren stammen.

    zwei gute Links zum Thema:
    http://www.internetrecht-rostock.de/unternehmer.htm
    http://www.internetrecht-rostock.de/...ehmer-ebay.htm

  3. #3
    Gast2573
    Gast-Trader
    Wir bekommen für die Klamotten insgesammt pro Saison ca. 5.000-7.000 Euro, also im Jahr zwischen 10.000-14.000 Euro.
    Dies ist aber nur ein kleiner Bruchteil von dem was wir für die Sachen neu bezahlt haben.
    respektable Leistung, aber wenn ihr wirklich nur Verlust macht wird euch niemand jemals einen gewerblichen Handel nachweisen können

    aber besser ist dann schon die Einkaufsbelege aufzuheben und auf verlangen dem FA vorzulegen, dann kann nichts schief gehen

  4. #4

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    Ich bin da anderer Meinung.

    Gewerbliches Handeln liegt vor bei einer planmäßigen, auf gewisse Dauer angelegten selbstständigen Tätigkeit. Eine Gewinnerzielungsabsicht muss nicht vorliegen. Lesenswert.

    Es handelt sich hier auch nicht um eine einmalige Verkaufsaktion eines privaten Anbieters (Sammlungsauflösung, Haushaltsauflösung o.ä.), die als nichtgewerbliche Tätigkeit angesehen werden kann, sondern um regelmäßig wiederkehrende Verkaufsaktionen beträchtlichen Umfangs, deren Erlös offensichtlich teilweise der Neubeschaffung von Kleidung dienen soll.

    Das ist aber nun einmal gewerbliches Handeln. Aktuell: Urteil.

    Zur Verdeutlichung des Umfangs: Einer Hartz IV-Leistungen empfangenden Familie (Eltern, zwei Kleinkinder) stehen p.a. ca. 12.500 EUR (ohne Unterkunft) zur Verfügung. Hier ist von einem Umsatz von bis zu 14.000 EUR/p.a. die Rede.

    Um vor teuren Abmahnungen der gewerblichen Konkurrenz sicher zu sein und etwaigen Ärger mit unzufriedenen Käufern nicht ausweiten zu lassen, rate ich dringend, den Ebay-Account gewerblich zu betreiben!

    ck.

  5. #5
    Gast2573
    Gast-Trader
    Eine Gewinnerzielungsabsicht muss nicht vorliegen.
    Das stimmt soweit schon, aber es liegt nicht nur keine Gewinnerzielungsabsicht vor, es werden auch keine Gewinne erzielt, wenn die Angaben des TE stimmen - das ist ein Unterschied - und es werden auch keine Gegenstände gezielt zum Weiterverkauf erworben, wenn die Angaben des TE stimmen:

    Es sind pro Saison ca. 120-150 Auktionen mit ausschließlich gebrauchten Sachen und keinerlei Neuware.
    nur muss man das auch nachweisen können, daher mein Hinweis auf die Einkaufsbelege

    natürlich kommt man bei dieser Größenordnung eher auf den Gedanken, dass es sich um einen verkappten Second-Hand-Shop handelt, aber der TE will uns doch nicht veralbern, oder?

  6. #6

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    Ein Blick in den Nick würde die Beratung wie üblich erleichtern. Es geht ja auch darum, wie die Auktionen gestaltet sind (siehe oben stehendes Urteil).

    BTW würde so mancher auch gerne 14.000 EUR p.a. als Bruchteil seines Kleidergeldes für zwei Erwachsene und zwei Kleinkinder bezeichnen. Aber, nur kein Neid! Ist doch schön, dass der TE den Euro nicht zweimal umdrehen muss...

    ck. ;)

  7. #7

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    Hallo,

    danke erstmal für die Antworten.
    Natürlich will ich niemanden "veralbern" und es ist alles definitiv so wie ich es beschrieben habe.
    Hätte ich e. Second Hand Laden, dann würde ich ein Gewerbe anmelden und fertig.

    Dass es sich um keine Second Hand Ware Handelt, sieht man aber alleine schon aufgrund der Größen der Klamotten, wir verkaufen nicht Größen von 0 bis unendlich sondern immer nur die Kleidergrößen die unsere Kinder in der Vorsaison getragen haben und aufgrund des Wachstums nicht mehr tragen können.
    Also die Saison haben wir z.B. ausschließlich Jungensachen unseres jüngeren Sohnes in Gr. 68/74 verkauft und von unserem älteren Sohn in Gr. 104.

    Wie schon geschrieben machen wir auf keinen Fall Gewinne damit, aber es ist immerhin besser die Sachen noch für "gutes Geld" zu verkaufen als sie zu verschenken oder wegzuwerfen.

    Was ich jedoch nicht verstehe ist, warum wir ein Gewerbe anmelden müssen bzw. sollten, wo doch gar kein Gewerbe ist?
    Das ist ja fast schon so als wenn ich einen Mord gestehen müßte den ich nie begangen habe. Das ist doch absurd oder nicht?

    Müßte ich tatsächlich ein Gewerbe anmelden, dann würde ich lieber auf den Verkauf unserer Klamotten verzichten, weil mir der Aufwand bei 2 Kindern und einer Vollzeitstelle einfach dafür zu hoch wäre.
    Sprich Rechnungen schreiben, Ware ggf. wieder zurücknehmen usw.

    Ich hatte bis jetzt noch nie Probleme mit den Käufern gehabt und habe ein 100% pos. Bewertungsprofil, aber trotzdem wäre mir das mit einem Gwerbe viel zu aufwändig.

    Daher nochmal die Frage, muß ich es wirklich machen oder sollte ich lieber persönlich bei unserem Finanzamt anfragen?
    Was würdet ihr mir raten?

    Liebe Grüße
    Jenni

  8. #8

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    Alleine schon...
    Original von ck.

    Um vor teuren Abmahnungen der gewerblichen Konkurrenz sicher zu sein und etwaigen Ärger mit unzufriedenen Käufern nicht ausweiten zu lassen, rate ich dringend, den Ebay-Account gewerblich zu betreiben!
    ck.

    P.S.
    Original von kullerauge
    Das ist ja fast schon so als wenn ich einen Mord gestehen müßte den ich nie begangen habe. Das ist doch absurd oder nicht?
    Absurd finde ich den Vergleich.

  9. #9

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    Viele Leute mit ähnlichen Problemen melden einfach mehrere Accounts an.

    Ändert nichts an der Tatsache aber die Menge der verkauften Artikel kann man so halbieren bzw. dritteln..

  10. #10

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    @ mr.tiger




    ... ;)

  11. #11

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    Hallo Mr. Tiger,

    aber eigentlich wollte ich keine Tipps haben wie man mit Trixen möglichst unauffällig viele Sachen verkaufen kann, sondern wollte mir eure Meinungen zu dem Vorwurft vom Ebaymitglied die-steuerfahnder einholen.
    Die Meinungen scheinen ja unterschiedlich zu sein.

    Ein 2. Account kommt für uns nicht in Frage, daher werden wir uns einen Termin beim Finanzamt geben lassen und uns dort beraten.
    Sollte uns das Finanzamt dazu auffordern in Zukunft nur noch gewerblich unsere Klamotten zu verkaufen, dann werden wir lieber komplett auf die Verkäufe verzichten, da uns der Aufwand dafür zu groß wäre und wir auf das Geld nicht angewiesen sind.

    Vielen Dank nochmal.

    Liebe Grüße
    Jenni

  12. #12

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    Privates Konsumverhalten kann eigentlich kein Grund für einen Gewerbeschein sein.

    War das nicht so, wenn man innerhalb zwei Jahren, als Gewerbe, keinen Gewinn macht, erklärt das Finanzamt jenes als Liebhaberei und entzieht einem den Schein wieder?

  13. #13

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    Handels- und Gewerberecht = Apfel
    Steuerrecht = Birne

    Wenn das Finanzamt Deine Verluste steuerlich wg. Liebhaberei nicht mehr berücksichtigen möchte, ändert das an Deinen übrigen Pflichten als gewerblicher Verkäufer nichts.

    ck. ;)

  14. #14

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    Kann oder sollte man denn einen gewerblichen Account besitzen ohne ein Gewerbe zu führen?

    Es müssten ganz schön viele Leute umsteigen, wenn man die Definition für einen gewerblichen Acc zu ernst nimmt. Ich denke denke dabei an all die Leute, die ihre Kleidung regelmäßig, statt in den Container werfen, lieber erstmal bei ebay, einstellen. Ich kenne ganze Schulklassen voller Mädchen, die das tun.

    Falls der Threadstarter nochmal hier reinschaut: Was ist denn beim Finanzamt rausgekommen?

  15. #15
    Hallo Kullerauge!

    Weisst Du überhaupt, was man als gewerblicher Verkäufer alles beachten muss?
    Und in welche Abmahnfallen man da tappen kann?


    Ist bei Weitem schlimmer als als Privatverkäufer, z.B. muss man Gewährleistung geben, AGB`s einfügen, oder doch nicht? Ich bin momentan total verwirrt, es macht keinen Spass mehr auf EBAY zu verkaufen, ich müsste so 1000 Artikel für jemanden verkaufen und traue mich wegen der Gesetzeslage die Erpressungen zulässt nicht ran an die Sache...

  16. #16

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    So genau kann ich dir das leider auch nicht sagen, aber wenn du auf der sicheren Seite seine möchtest würde ich dir schon raten ein Gewerbe anzumelden!

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