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Thema: Irakkrieg und der Ölpreis

  1. #1

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    Irakkrieg und der Ölpreis

    Folgende Artikel fand ich am Samstag in der Rheinischen Post aus Düsseldorf:

    ...ein amerik. Angriff auf Irak würde die Ölpreise zwar zunächst in die Höhe treiben.
    Auf längere Frist würde ein Machtwechsel im Irak aber zu einer Erhöhung des Angebotes und
    damit zu tieferen und stabileren Preisen führen.

    ...Moskau hat Angst vor einem rapiden Verfall der Ölpreise bis zu einem Niveau von
    12 bis 15 Dollar. Führende Experten sagen voraus, spätestens ein halbes Jahr nach einem möglichen
    Preissturz breche die russische Wirtschaft zusammen, weil sie sehr stark von der Ölkonjunktur abhänge.

    Bitte hierzu Eure Einschätzungen. Danke

  2. #2
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    Meine Meinung ist folgende,

    die Experten, die bei einem Ölpreisverfall auf ca. 12 bis 15 Dollar, die russische Wirtschaft zusammenbrechen sehen, wissen anscheinend nicht das die russische Wirtschaft bei weitem nicht mehr so öllastig ist wie vor 5 Jahren.
    Das der Ölpreis unter 20 Dollar fällt, wird sicherlich die OPEC zu vermeiden wissen es war schon immer ihr Bestreben den Ölpreis zwischen 20 und 22 Dollar zu halten und es ist abzuwarten ob Bush in den Irak einfällt, Es wird nicht mit einem schnellen und kurzen Schlag zu machen sein also ist mit einer lang anhaltenden Invasion zu rechnen, welche einen anhaltenden hohen Kurs um die 30$ begründen sollte. Der kontinuierliche Anstieg des Ölpreises ist letztendlich nicht nur auf die Diskussion auf einen bevorstehenden Krieg zurückzuführen sondern auch auf eine kontrollierte Expansion der USA auf den Ölsektor. Bei ca. 112 Milliarden Barrel geschätzten Öls im Irak und 256 Milliarden im Saudiarabischen Raum stecken doch andere Absichten Amerikas dahinter als den Terrorismus zu bekämpfen sondern die Kontrolle über das Öl zu erlangen, zumal die USA immer betont die Ölreserven seien für einen möglichen Krisenfall nicht ausreichend.

    mfG

  3. #3

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    Sehe mitlerweile den Ölpreis durchaus längerfristig (länger als ca. März 03) auf hohem Niveau (über 28$). Gründe:

    - Der Nahe Osten wird so oder so längerfristig destabilisiert, natürlich ganz besonders durch den (drohenden) Irak-Krieg. Saudi Arabien könnte ebenfalls massiv destabilisiert werden. All das wird Versorgungsunsicherheit in den Ölpreis treiben.

    - Der Irak fördert mit veralteten Anlagen, die nicht über Nacht eine "Superproduktionssteigerung" von sehr großen Ölmengen leisten kann. Selbst im günstigsten Fall - so meine ich das aus Artikeln gelesen zu haben - würde also der Zustrom von Öl auf den Weltmarkt nicht innerhalb von einigen Wochen/wenigen Monaten massiv ausgeweitet werden können. Abgesehen davon: Evtl. beschädigt oder zerstört Saddam die Anlagen ja auch im Verlauf des Krieges.

    Die zur Produktionsausweitung nötigen Infrastrukturmaßnahmen brauchen zunächst einmal die Bildung einer staatlichen irakischen Ölagentur (o. ä.) und danach Verträge zwischen dieser Agentur und ausländischen Ölfirmen. Und dieser Kuchen wird ganz sicher heftig umstritten sein unter Firmen der USA und der Briten. Brosamen gehen dann bei vorherigem Wohlverhalten im UN-Sicherheitsrat noch an französische, russische und chinesische Firmen. Voraussichtlich dauert die Klärung, wer welche Pfründe ausbeuten darf, und die administrative Absicherung der Ausbeutungsrechte über neue Verträge viel länger als der danch erst mögliche Aufbau der Technik selbst. Dieser "Klärungsprozess" ist allerdings bereits im Gange, die Korruption der moralischen Bedenken von Frankreich und Russland mit der Teilhabe an den Produktionsrechten im Irak läuft bereits. Nach Verlauf einer Schamfrist und nach Konstruktion eines passenden "Umfallereignisses" (z. B. Saddam hat die UN-Waffeninspektoren nicht auf sein Klo gelassen) werden sowohl Frankreich wie Russland dem Lockruf des Geldes nicht erliegen können und im Sicherheitsrat die USA bei ihrem Angriffskrieg unterstützen. Dennoch wird bei der Beuteverteilung das Gesetz des Stärkeren gelten, oder wie Bush es vermutlich ausdrücken würde: "Big dogs eat first!"


    [Dieser Beitrag wurde von Benjamin am 08.10.2002 editiert.]

  4. #4
    Premium-Mitglied Avatar von Walter
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    @Benjamin

    <BLOCKQUOTE><font size="1" face="verdana,arial">Zitat:</font><HR><font face="verdana,arial" size="2">
    Saudi Arabien könnte ebenfalls massiv destabilisiert werden.
    </font>[/quote]

    auch darüber haben wir vor einigen Monaten disskutiert (möglicher Machtkampf in Riad, mysteriöser Tod mehrerer Prinzen, starke islamische Fundamentalisten im Land u.s.w.).

    Ich bleibe bei meiner Meinung, daß es nicht zum Krieg kommt. Ein Krieg in Irak wäre mit Sicherheit keine Angelegenheit von ein paar Wochen oder Monaten. Dieser Krieg würde zum Flächenbrand in der arabischen Welt führen und die zerstritenne arabische Nationen zusammenrücken lassen. Die amerikanische Politik funktionierte seit Jahrzehnten in dieser Region nach dem Prinzip : "teile und herrsche!". Würden die arabische Länder sich im Kampf gegen den "amerikanischen Imperialismus" einig, verliert Amerika die Kontrolle über diese Region. Ein Terror-Krieg gegen die USA könnte beginnen und ich bezweifle, ob die Amis diesen Krieg trotz ihrer High-Tech Waffen gewinnen können. Das billige Öl könnte es dann für Jahrzehnte nicht geben.
    Wenn der Bush noch nicht ganz vertrottelt ist, wäre er gut beraten es bei den Drohungen gegen Irak zu belassen und nur einen politischen Umsturz in Irak anstreben...aber auch das würde dauern!
    Egal was passiert: die Amis müssen wenigstens einen Teil (10%?) ihres Energiebedarf irgendwo anders herkriegen. Russland bietet sich regelrecht an.



  5. #5

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    @Walter
    Deine Sorgen sind völlig berechtigt, darum bin ich auch so zynisch geworden in meinem Beitrag oben. Hier läuft etwas grundlegend und ganz fürchterlich aus dem Ruder! Nur meine ich, dass die USA tatsächlich den Krieg beginnen werden und damit einen Zug in Bewegung setzen werden, dessen Ziel sie selber nur bedingt werden beeinflussen können. Wer sich so lange schon so verhält wie Bush, der will auch angreifen, der kann nunmehr auch nicht mehr anders. Die USA werden zwar im Irak militärisch siegen, aber möglicherweise andere Dominosteine zum Kippen bringen (Saudi Arabien). Und sie verändern de facto das Völkerrecht und die Regeln, die bislang unter den Staaten gelten/galten; nicht zuletzt die Rolle und Bedeutung vieler internationaler Einrichtungen wie die Uno, die Nato, die WTO, den internationalen Gerichtshof, etc. werden durch den Machtanstieg und das Verhalten der USA immer mehr in Frage gestellt.

    Die USA werden/sind wohl eine neue Hegemoniemacht und werden die internationalen Spielregeln zunehmend nach ihrem Gusto beeinflussen. Die Organisationen und Staaten haben zunehmend nur noch diese Wahl: Entweder sie schließen sich der US-amerikanischen Meinung jeweils an (unter dem Vorwand, die US-Haltung dann wenigstens beeinflussen zu können, was i. d. R. eine Illusion sein dürfte) und erhalten dann im Gegenzug von den USA die Möglichkeit, sich im späteren Erfolg der USA auch etwas sonnen zu dürfen, verbunden mit der Möglichkeit, die Illusion der eigenen großen Bedeutung noch weiter aufrecht zu erhalten zu können gegenüber den eigenen Mitgliedern/Wählern.

    Mit anderen Worten: Es geschieht im wesentlichen ohnehin das, was die USA wollen, nur einmal im "Verbrüderungsfall" mit der Illusion von Gestaltungsmöglichkeiten und individuell eigenem Erfolg, im "Distanzierungsfall" mit der Gewissheit der eigenen Bedeutungslosigkeit und ggf. Druck. In jedem Falle dürfte der Gang der Dinge mehr oder weniger unabhängig vom eigenen Tun so verlaufen, wie es die USA wollen.

    Was ich persönlich nur schwer verdauen kann ist diese Predigermiene von Bush, wenn er seine moralischen Werte hochhält und sagt, er müsse die amerikanischen Kinder vor dem Teufelzeug bei Saddam beschützen.

    Außer ganz wenigen Leuten in den USA kann offenbar niemand diese angeblichen Beweise für die Existenz von Massenvernichtungswaffen bei Saddam einsehen und deren Existenz, Stichhaltigkeit und Aussagekraft unabhängig bewerten. Der Normalbürger muss den Politikern glauben. Nur: Fast alle, die jetzt für den Angriffskrieg die Stimme erheben, haben nichts von diesen angeblichen Belegen selber gesehen. Die erzählen doch nur nach, was US-Politiker vorgesagt haben. Hier wird doch 'Stille Post' gespielt! Die Argumentation betr. Terrorismus und Massenvernichtungswaffen wäre stichhaltig, wenn es denn diese Anhäufung von Bedrohungsmitteln wirklich und tatsächlich gibt. Aber dieser Beweis wird nicht erbracht; die USA lassen doch offen erkennen, dass sie an einer Beweisführung vor Ort überhaupt kein Interesse haben. Damit Kollabiert in meinen augen die Glaubwürdigkeit der Argumentation hinsichtlich Massenvernichtungswaffen! Und wenn man der US-Administration nicht mehr glauben kann, dann muss man letztlich zu diesen zynischen Schlussfolgerungen kommen. Glaubwürdigkeit ist in dieser Welt offenbar ein immer knapper werdendes Gut geworden...

    [Dieser Beitrag wurde von Benjamin am 08.10.2002 editiert.]

  6. #6
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    @Benjamin
    wenn die Amis wirklich diesen Flächenbrand in der Golfregion riskieren werden, denkst du , daß sie auch einen wirtschaftlichen Konflikt mit den Russen wegen des irakischen Öls riskieren wollen? Wäre auch für den Cowboy Bush etwas zu viel außenpolitische Scherben auf ein mal! Der Krieg im Irak darf nur mit der russischen Zustimmung (wenn auch stummen) stattfinden. Diese Zustimmung gibt es nur mit der Wahrung russischer Interessen im Irak! Immerhin hat Irak den Russen ein 40 Mrd.$ Geschäft versprochen...das müssen die Amis wenigstens teilweise mithalten.

    [Dieser Beitrag wurde von Walter am 08.10.2002 editiert.]

  7. #7

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    @Walter,
    nach meiner Meinung überschätzt Du hier die Bedeutung Russlands beim Irak-Konflikt. Russland könnte gewissermaßen nur mit einem Schwert drohen, dass am Griff Rasiermesser eingebaut hat: Wenn es Öl als Waffe einsetzen wollte, würde es sich selbst wohl mehr verletzen als die USA: Die Öleinnahmen würden fehlen, und der Absatzmarkt USA könnte an andere Anbieter gehen. Zudem braucht Russland dringend Investitionsgelder auch aus den USA. Putin kann nicht erlauben, er darf sich bewerben.

  8. #8
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    @Benjamin
    ich meine nich, daß Russland drohen wird. Die Amerikaner hatten schon mal ein Marionetten Regime in dieser Region, im Iran...womit dieses endete wissen wir. Mehr Öl als die Saudis hat Irak auch nicht. Wenn sich die Amis wegen dem Krieg mit Irak mit Saudis, Kuwait, Russen und anderen Arabern anlegen, könnte es zu einer Ölpreis-Einigung zwischen OPEC und Russland kommen...sooo viel Öl hat Irak auch wider nicht. Wie auch immer Irak schuldet Russland aus "alten" Zeiten noch 8 Mrd.$. Vom Programm "Öl für Lebensmittel" profitiert Russland mit über 1 Mrd.$ jährlich. Irak hat zugesagt für über 40 Mrd.$ in den nächsten Jahren Einkäufe in Russland zu tätigen. Ein Krieg gegen Irak wäre für das wirtschaftlich noch schwache Russland ein Krieg gegen Russland, oder besser gesagt, gegen die Interessen Russlands. Die Amerikaner müssen dieses Problem lösen, sonst passiert das Gegenteil davon, was die amerikanische Politik schon seit Jahren anstrebt, die alleinige Großmacht weltweit zu sein. Eine Missachtung der Interessen Russlands würde die Welt wider teilen. Auf Ost und West? Ich fürchte nicht! Die Russen könnten neue Freunde in der arabischen Region bekommen. Ob das von den Amis gewollt ist bezweifle ich.
    Vor einigen Tagen las ich über Waffeneinkäufe der Kuwaitis in Russland. sogar die russischen Journalisten habe diese Käufe als ein Dank für die Stellung Russlands im Irak Konflikt interpretiert.
    Die Amis sollten ihre Kalkulationen für den Irak-Krieg um 50-60 Mrd.$ sicherheitshalber erhöhen (als Entschädigung für die Russen). Naja, ob die es tun steht auf den anderem Blatt.

  9. #9

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    @Walter
    Also Du meinst, dass es zu einer machtvollen Gegenkoalition von Russland und OPEC-Staaten gegen die USA kommen könnte, wenn Washinton nicht politisch aufpaßt. Sorry, halte ich für unwahrscheinlich, weil
    - das identisch wäre mit einer Solidarisierung mit dem Irak. Solange Saddam dort der Chef ist, ist das eine politisch in keinem Land mit Fernehen durchhaltbare Position.
    - dann Putin seine ganze Strategie der Annäherung an den Westen zu Wirtschaftszwecken komplett vergessen kann. Russland würde in eine tiefe Depression stürzen.
    - wir hier von Konkurrenten um die wertvollen wenigen lukrativen Öl-Absatzmärkte reden. Beim Öl sind real die Abnehmer knapp, nicht die Anbieter. Wäre der Markt Irak-entspannt, jeder bekäme soviel billiges Öl, wie er nur wollte! Der Preis ist momentan doch nur deshalb so hoch, weil unnatürlich deutlich gebunkert wird zu Vorsorgezwecken.
    - die USA hier hineingehen werden, um zu siegen. Das bedeutet, sie werden ihr ganzes Gewicht einsetzen, um die Situation unter Kontrolle zu halten. Diese Alianzvorstellung dürfte schon im Keim erfolgreich erstickt werden.
    - Diese ganzen übrigen Staten dort einschließlich Russland sind alles kleine Fische im Vergleich zur USA. Wenn die USA wirklich beschließt, die klassischen "Benimmregeln" des Völkerrechts über Bord zu werfen und sich wie eine Hegeminiemacht zu verhalten, dann wird sie auch diese Hegemonie ausüben können kraft ihrer militärischen und wirtschaftlichen Stärke. Diese Staaten dort werden sich a) nie einig werden über ein Gegenbündnis und b) nicht genügend 'Muckies' aufbieten können, um ernsthaft der neuen Hegemoniemacht USA erfolgreich und nachhaltig die Stirn zu bieten. Ganz im Gegenteil, die Führungen vieler arabischer Staaten wird alle Hände voll zu tun haben, überhaupt an der Macht zu bleiben: Liefern sie Öl, sind sie Kollaborateure, liefern sie nicht, lassen sie ihr Volk verarmen. Ein Kräftemessen mit den USA wäre das letzte, was die sich ans Bein binden würden.
    ----------------------------

    Zitat: "Ein Krieg gegen Irak wäre für das wirtschaftlich noch schwache Russland ein Krieg gegen Russland, oder besser gesagt, gegen die Interessen Russlands."
    Das gilt nur, wenn Putin im UN-Sicherheitsrat nicht einlenkt und bei seiner ablehnenden Haltung bleibt. Die Lockangebote Washingtons wurden doch schon unterbreitet: Unterstützt Du mich jetzt im Sicherheitsrat und vor den Fernsehkammeras, unterstütze ich Dich später bei der Verteilung der Ölförderrechte nach dem Sieg über den Irak.
    Fast ganz Russland gilt als korrupt, warum sollte das hier anders sein?

    [Dieser Beitrag wurde von Benjamin am 08.10.2002 editiert.]

  10. #10

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    an die fünfjahre wird es andauern,
    bis der irak seine ölförderung auf dem alten stand von 1988 gebracht hat.
    da müssen zuerstmal die alten ölleitungen erneuert, und verlegt werden.
    die technische ölausrüstung des irak sei stark veraltet.
    zuerst müssen mal an zig milliarden us-dollars in die irakische ölfördertechnik investiert werden, bevor eine nennenswerte rohölmenge vermarktet werden kann.
    aus diesem grunde sehe ich das mit der gelassenheit:
    der rohölpreis wird für die erdöl förderländer in den kommenden jahren eher stabil bleiben, als sich reduzieren!
    der verbrauch an rohöl wird weiterhin bei hoher marktnachfrage auch nicht einbrechen.
    somit dürfte russland für die nächsten jahren, weiterhin mit viel öldollars versorgt werden.

    mfg ravensburger


  11. #11
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    @Benjamin
    genau das habe ich gemeint! Amerika wird sich die freie Hand in Irak mit den Zugeständnissen an Russland und ev. sogar China erkaufen müssen.
    Das wollte ich mit meiner Bemerkung, daß die Amis gut beraten wären ihre Kriegskosten-Kalkulationen um einige -zig Mrd. zu erhöhen und die Russen und Chinesen zu entschädigen, sagen. Und wenn es doch noch zum Krieg kommt, wird das wahrscheinlich der Weg sein, den die Amis gehen werden.

    [Dieser Beitrag wurde von Walter am 08.10.2002 editiert.]

  12. #12
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    Moskau folgt Frankreichs Linie
    Russland ist unter bestimmten Bedingungen zu einer neuen Irak-Resolution des UN-Sicherheitsrates bereit...
    Moskau - ... lehnt jedoch den Vorschlag der USA ab, dem irakischen Diktator Saddam Hussein mit Waffengewalt zu drohen. "Eine neue Resolution sollte erstens keine neuen unerfüllbaren Forderungen erhalten, zweitens auf bisherigen Resolutionen fußen und drittens keine Punkte erhalten, die eine automatische Gewaltanwendung nach sich ziehen", so Vize-Außenminister Jurij Fedotow.

    Fedotow sagte, Russland unterstütze daher den Vorschlag Frankreichs für eine neue UN-Resolution ohne Gewaltandrohung. "Unser vorrangiges Ziel ist es, so schnell wie möglich die UN-Waffeninspektoren in den Irak zu lassen. Dazu brauchen wir eigentlich keine neuen juristischen Entschließungen." Die Aufnahme der Waffeninspektionen soll aus russischer Sicht mit einem schrittweisen Abbau der Sanktionen gegen den Irak einhergehen.

    Russlands Außenminister Igor Iwanow beziffert die bisherigen russischen Verluste aufgrund des Irak-Embargos auf 30 Milliarden Dollar. Die für September geplante Unterzeichnung eines Investitionsabkommens über 40 Milliarden Dollar zwischen Moskau und Bagdad fand bislang nicht statt. Zahlreiche russische Unternehmen wie der größte Ölkonzern LUKoil haben im Irak Geschäftsinteressen.
    JH.



    [Dieser Beitrag wurde von Walter am 09.10.2002 editiert.]

  13. #13

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    @Walter, hier meine Überlegungen zum kommenden günstigen Einstiegskurs bei Lukoil und zur weiteren Entwicklung betr. Irak. Dank meiner Lust zur spekulativen Prognose ist der Beitrag etwas lang geraten, daher wohl besser ausdrucken und dann lesen:

    Also, wir sind uns schnell einig: Russland und Frankreich werden sich korrumpieren lassen, bei China bin ich nicht informiert. Es wird eine scharfe UN-Sicherheitsresolution geben, die Inspektoren relativ freie Hand laßt. Saddam wird die aus Gründen Der Spionagefurcht und der letzten Staatssouveränität/Stolz teilweise behindern (eine Behinderungsanschuldigung wird sich immer finden lassen!), die USA (ggf. sogar der Sicherheitsrat) wird das Scheitern dieses Ansatzes feststellen. Damit hat Bush die UN-Legitimation, den Krieg zu beginnen.

    Was wird der Ölpreis machen? Er könnte angesichts des absehbaren Inspektorenbeschlusses der UN, spätestens bei deren Arbeitsaufnahme wieder sinken. Entsprechen wird Lukoil korrigieren - ein letztes mal. Am Boden der jetzt gerade begonnenen Abwärtsbewegung bei Lukoil wäre meiner Einschätzung nach der letzte gute Zeitpunkt, Lukoil zu kaufen. Danach wird der Ölpreis und mit ihm der Lukoilkurs nach oben gehen.

    Interessanterweise ist der Ölpreis derzeit ein guter Vorläufer für den Lukoilkurs: Steigerungen/Abschwächungen dort finden sich 2-3 Tage später in entsprechenden Kursbewegungen bei Lukoil wieder. Vor einigen Monaten war das anders, das kann sich also ändern.

    Mir ist im übrigen der Kriegsgrund klarer geworden: Es geht natürlich nicht unmittelbar um Terrorismus beim Irak. Massenvernichtungswaffen zum Einsatz durch Terroristen können nicht nur im Irak, sondern wohl in einem dutzend Länder dieser Erde vorbereitet werden, z. B. Lybien, Iran, etc. Auch die Übergabe der Technologie und ggf. Materialien an Terroristen braucht nicht notwendigerweise ein übles Regime, sondern eine üble Organisation mit vielfältigen Kontakten. Terrorismus ist nicht ländergebunden. Es geht also nicht (so sehr) um Terrorismus, sondern um die langfristige Lage im Nahen Osten. Die US-Regierung wird sich gefragt haben, wie diese Lage dort in ca. 5 Jahren aussehen wird mit Saddam, und wie ohne Saddam. Die Entwicklung geht in die Richtung, dass die Feudalregime in Saudi Arabien und Co. zunehmend destabilisieren auch ohne Krieg, weil die Ölexportländer an Zahl und Produktionsmenge zunehmen, das Nah-Ost-Monopol also schwindet, damit dort die Einnahmen, damit dort die Stabilität der existierenden Feudalstrukturen. Wenn Saddam in 5 Jahren in der Region noch immer da ist und ggf. in der Zeit bis dahin Gelegenheit hatte, sich insgeheim tatsächlich Waffen in relevantem Ausmaße zu besorgen, stellt er eine zusätzliche Unsicherheit/Gefahr in dieser dann recht instablilen Region dar. Die Möglichkeiten der Intervention wären für die USA dann sehr klein, jedenfalls viel kleiner als heute. Hingegen, greifen die USA jetzt ein und schaffen aktiv Strukturen, die ihnen genehm sind, dann können sie noch auf die Unterstützung der sich jetzt noch leidlich im Sattel haltenden Feudalregierungen dort stützen, sind also in einer viel besseren Lage, als sie es in z. B. 5 Jahren wären. Das ist für mich eine zwar zynische, aber rationale Kalkulation und Abwägung von politischen Realitäten. Zur Schaffung der emotionalen Unterstützung wird man die Terrorismus-Bedrohung der USA durch Massenvernichtungswaffen aus irakischer Hand hochspielen, aber die Entscheider werden wissen, dass es letztlich um die langfristige Stabilisierung der US-Ölimporte aus der Weltregion mit den mit Abstand größten Vorkommen zu günstigen Einkaufspreisen geht.

    Es geht also um sehr viel Geld, und voraussichtlich werden Russland, Frankreich und China den Interventionskurs mittragen, weil sie bei der langfristigen Ausbeutung der Ölfelder im Nahen Osten dabeisein wollen.

    Es geht aber auch um sehr viel Geld, dass in den kommenden Monaten wirtschaftlich recht unproduktiv eingesetzt werden wird: Allein die Militäraktion (3 Monate Kampf, 5 Jahre Besatzung) wird zwischen 200 - knapp 300 Mrd.$ veranschlagt. Dazu wird Geld kommen müssen für einen Wiederaufbau Iraks wenigstens so weit, dass es dort nicht zu Unruhen under der späteren neuen Führung kommt.

    Das alles wird aus zwei Geldquelle kommen müssen:

    1. Geld aus Ölverkäufen irakischen Öls durch die Länder, die beim Krieg mitgemacht haben. Partnerstaaten im Krieg würden nach dem Krieg von den USA das Previleg erhalten, ihre jeweiligen nationalen Ölunternehmen zur Beute führen zu dürfen. Diese Geldquelle wird 3 Parteien zufriedenstellen müssen: a) die Angreifer (Kriegsunkostenerstattung primär an die USA), b) die Ölunternehmen (die wollen Profit machen) und c) die neue irakische Regierung (Haushalt der Regierung, Wiederaufbauprogramm). Diese Geldquelle wird also hart umkämpft sein. Für die Ölunternehmen ist sie anfangs primär strategisch, nicht so sehr finanziell von Bedeutung, da ihre sonst übliche Gewinnmarge dort durch die Ansprüche der beiden anderen Anspruchsteller reduziert sein wird. Für Lukoil wird das zwei Dinge bedeuten:
    a) Bald nach dem erkennbar werden des Endes des Krieges/der Spannungen dort in der Region wird der Markt den Ölpreis wieder deutlich zurücknehmen: Reduzierung der Gewinnmarge.
    b) Von den erzielten Ölverkaufserlösen irakischen Öls verbleiben Lukoil voraussichtlich eine noch geringere Gewinnmarge als sonst üblich wegen der zusätzlichen Hälse, die mit dem Geld aus den Ölverkäufen gestopft werden müssen. Lukoil wird daher nicht besonders im Kurs eine Sonderstellung bekommen wird, weil es zu den previlegierten Ölunternehmen im Irak zählt, weil sich kurzfristig der Effekt auf die Lukoil-Zahlen eher negativ ausnehmen wird: Es kostet viel Invest-$ und bringt kurzfristig wenig ein. Die strategische Position würde sich erst längerfristig auszahlen. Niedriger Ölpreis = niedrige Margen = niedriger Kurs; das bedeutet, dass es voraussichtölich in 2003 auch einen Verkaufszeitpunkt von Lukoil-ADR geben sollte.

    2. Geld aus Staatkassen der USA und ihrer Kriegskoalitionäre. Diese Geldquelle wird die Vorfinanzierung leisten müssen, also zuerst belastet werden und sich dann später erstatten lassen aus Geldquelle 1 sowie aus erhofften Steuereinnahmen wegen eines allmählich sich doch verbessernden Wirtschaftswachstums auf Basis eines sehr niedrigen Ölpreises. Es handelt sich also quasi um eine staatliche Investition mit mehrere Jahre andauernder Amortisationszeit.

    Das ganze Geld wird zumeist für Lohn der Soldaten, für Verbrauchsarktikel, Dienstleistungen, Waffen, Munition, etc. ausgegeben werden. Das ist etwas anderes als ein Konjunkturprogramm, das an unmittelbar wirtschaftlich vorteilhaften Zielen ausgerichtet ist, z. B. dem Infrastrukturausbau in den USA. Hier wird viel Geld schlicht für Konsum- und Ausrüstungsgüter ausgegeben werden, nicht für langfristig strukturell wirksame Maßnahmen für die Wirtschaft. Und der US-Schuldenberg würde weiter enorm wachsen. Geld wird immer kostbarer werden insbesondere für Unternehmen, die etwas "unternehmen" wollen. In den kommenden Jahren werden recht wenige langfristige Investitionen durchgeführt werden, weil sie kaum zu finanzieren sein werden: Nicht so sehr, weil die Zinsen hoch wären, das Geld also teuer wäre, sondern weil die Banken immer härtere Qualitätskriterien anlegen werden an das Unternehmen und das jeweilige Vorhaben, bevor sie Geld überhaupt herausrücken. Es wird ein länger andauerndes Abschmelzen der Produktionskapazitäten geben. Das alles läßt mich sehr besorgt werden für die künftigen Aktienkurse!


    [Dieser Beitrag wurde von Benjamin am 10.10.2002 editiert.]

  14. #14
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    Bagdad, Moskau und das Öl

    Rußlands wirtschaftliche Interessen im Irak / Von Markus Wehner


    MOSKAU, 9. Oktober. Amerika hatte sich zu früh gefreut. Vergangene Woche hatte der russische Außenminister Iwanow gesagt, in der Frage einer neuen Irak-Resolution des UN-Sicherheitsrates werde man mit sich reden lassen. Diese Woche heißt es aber in Moskau, eine neue Resolution sei zwar möglich, wenn auch nicht notwendig, doch dürfe sie keinesfalls auf dem amerikanisch-britischen Entwurf, der eine militärische Drohung enthält, beruhen.

    Rußlands Taktieren in der Irak-Frage nährt sich aus mehreren Motiven: Moskau will sein verbliebenes Ansehen in der arabischen Welt nicht aufs Spiel setzen, und es fürchtet wie die Europäer eine Destabilisierung der Region im Fall eines Krieges. Zugleich will man eine Einigung im Sicherheitsrat, da alles andere einem Prestigeverlust gleichkäme. Vor allem aber will man, wenn man Washington schon nicht aufhalten kann, den ökonomisch größten Nutzen aus einer Einigung mit den Amerikanern ziehen. Es geht um Öl. Rußland ist neben Saudi-Arabien der größte Erdölproduzent der Welt. Da Amerika seine Abhängigkeit von den Golfstaaten verringern will, sieht Rußland langfristig eine Chance auf dem amerikanischen Markt. Zugleich will Moskau seine großen Investitionen in die irakische Ölwirtschaft auch nach einem Regimewechsel in Bagdad bewahrt sehen.

    Die großen russischen Ölkonzerne reden deshalb ein wichtiges Wort mit, wenn es um die Haltung Moskaus zu Amerikas Irak-Plänen geht. Der Chef des größten russischen Ölkonzerns, Lukoil, Wagit Alekperow, äußerte unlängst, die russische Regierung habe ihm versichert, daß die Amerikaner die Interessen der russischen Ölindustrie in den Tagen nach einem Sturz Saddam Husseins berücksichtigen würden. Lukoil hat 1997 einen Vertrag über 20 Milliarden Dollar mit dem Irak abgeschlossen, um die Ölfelder in West-Qurna zu erschließen, wo die Vorkommen auf zwanzig Milliarden Barrel geschätzt werden. Von den sechs Milliarden Dollar, die dort schon investiert wurden, hat Lukoil mehr als zwei Drittel aufgebracht. Das russische Unternehmen Sarubeschneft hat eine Konzession für das Ölfeld Umar zugesagt bekommen, dessen Wert mehrere Dutzend Milliarden Dollar betragen soll.

    Rußland hat daher im Irak mehr zu verlieren als die sieben bis acht Milliarden Dollar Schulden, die Bagdad in Moskau hat. Die Zusammenarbeit zwischen dem Irak und Rußland im Ölsektor ist über viele Jahrzehnte gewachsen; sie ist auch unter dem UN-Programm "Öl für Lebensmittel" weiterentwickelt worden. Rußland hat mit Einnahmen von einer Milliarde Dollar im Jahr mehr als alle anderen Staaten von dem Programm profitiert. Die technische Ausrüstung im Irak ist zum großen Teil sowjetischer Herkunft und müßte dringend erneuert werden. Fallen die UN-Sanktionen, hat Rußland unbestrittene Marktvorteile in dem Land mit dem zweitgrößten erforschten Erdölvorkommen - vorausgesetzt, daß die Amerikaner nicht einen Strich durch diese Rechnung machen. Der Irak sucht indes die alten Verbindungen für sich zu nutzen: Moskau ist seit Monaten ein bevorzugtes Ziel für Politiker und Wirtschaftsfunktionäre aus dem Irak. Um den Schlag Amerikas abzuwenden, umwirbt Bagdad seinen traditionellen Partner mit angeblich lukrativen Vorschlägen, so mit einem 40 Milliarden Dollar umfassenden Kooperationsprogramm für die kommenden fünf Jahre. Moskau hat den Besuchern aus Bagdad jedoch klargemacht, daß man nichts unterschreiben werde, solange die Krise nicht gelöst sei und die Waffeninspekteure nicht in den Irak zurückgekehrt seien. Die russische Führung ist sich klar darüber, daß es einen Status quo im Irak ohnehin nicht geben wird und daß dies auch zum Vorteil Rußlands sein könnte. Denn unter den UN-Sanktionen sind die Konzessionen, die Milliarden Dollar bringen sollen, eingefroren und bringen keinen Profit - ganz abgesehen davon, daß Vereinbarungen mit Saddam Hussein ohnehin ein riskantes Unterfangen sind.

    Der liberale Teil der politischen Elite und die großen russischen Ölkonzerne setzen deshalb auf eine Übereinkunft mit den Amerikanern. Die soll gar über den Irak hinausgehen. Lukoil-Chef Alekperow träumt davon, daß Rußland ein Zehntel des amerikanischen Ölmarktes übernehmen könnte. Dafür will man eine Pipeline in den Norden nach Murmansk bauen, um von dort das Öl nach Amerika zu schiffen. Doch lassen sich die Geschäfte mit Amerika schleppend an, weil die amerikanischen Ölgiganten sich zieren, in großem Stil in Rußland zu investieren. Konzerne wie Chevron-Texaco fürchten plötzliche Änderungen der Steuer- und Zollgesetze und anderer Rahmenbedingungen, die ein langfristiges Engagement unberechenbar erscheinen lassen.

    Rußlands Geostrategen warnen hingegen vor Illusionen, ein Geschäft mit Amerika könne Gewinn bringen. Am Ende werde man wieder mit leeren Händen dastehen, prophezeien sie. "Wenn die Amerikaner Saddam absetzen, wird es keine russische Ölgesellschaft mehr geben, die irakisches Öl kontrolliert. Statt dessen werden Männer aus Texas und Alabama die Kontrolle haben", heißt es. Wenn die Amerikaner erst über irakisches Öl verfügten, seien sie auch kaum mehr auf das russische angewiesen. Der Ölpreis werde dann von den derzeit hohen 30 Dollar auf 15 oder 13 Dollar fallen, mit katastrophalen Folgen für die russische Wirtschaft. Rußland solle deshalb lieber seine Kontakte in der arabischen Welt nutzen, um eigenständig und ohne das begehrte amerikanische Kapital eine Rolle als Ölweltmacht zu spielen.

    Präsident Putin kann solche Stimmungen, die in der in ihrer Mehrheit antiamerikanischen Elite des Landes verbreitet sind, nicht völlig ignorieren. Zugleich wird er im Wissen um Rußlands politische und ökonomische Schwäche auf keinen Fall einen Konflikt mit Amerika eingehen. Der Raum für russische Manöver, um den neuen Partner Amerika nicht zu verärgern und den alten Partner Irak nicht zu verlieren, ist eng. Rußland hat im Schachern um die Irak-Politik nicht mehr anzubieten als sein diplomatisches Gewicht. Doch das will es zum besten Preis verkaufen.

    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2002, Nr. 235 / Seite 6

  15. #15

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    US-Repräsentantenhaus ermächtigt Bush für Irak-Schlag

    (DER IRAK KRIEG KOMMT!)

    Das US-Repräsentantenhaus hat US-Präsident George W. Bush in einer Entschließung ermächtigt, gegen den Irak mit Gewalt vorzugehen, wenn dies nötig werden sollte. Das verlautete heute in Washington. Im demokratisch beherrschten Senat zeichnet sich ebenfalls ein Sieg für Bush ab. Mehrere Opponenten, darunter der demokratische Mehrheitsführer Tom Daschle, hatten heute ihre Zustimmung signalisiert.

    Große Mehrheit für Bush

    Das US-Abgeordnetenhaus billigte die von Bush verlangte Kriegsvollmacht mit großer Mehrheit: Für die Entschließung stimmten 297 Abgeordnete, dagegen votierten 132. Damit hat Bush vom Repräsentantenhaus eine weitreichende Vollmacht erreicht - innenpolitisch weiter für seine Vorhaben gestärkt.

    Im UNO-Weltsicherheitsrat gab es dagegen auch heute Widerstände gegen eine neue Irak-Resolution. Der Irak bot den USA eine Inspektion jener Anlagen an, in denen angeblich Massenvernichtungswaffen hergestellt werden.


  16. #16
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    @Benjamin
    Auch eine Interessante Info. Läuft die Irak Kriese für Lukoil positiv aus, wird Lukoil seine nachgewiesene Ölreserven von 14 Mrd.Barrel auf 28 Mrd.Barrel verdoppeln können. Die Irak-Reserven Lukoils sind bei den 14 Mrd.Barrel bis jetzt nicht berücksichtigt worden. Und das wären weitere 14 Mrd.Barrel aus ganz jungen Quellen. D.h. extrem hohe Rentabilität bzw. geringe Förderkosten.
    Ich meine das allein ist schon Grund genug für eine Spekulation! Und was wäre ven Lukoil teilweise amerikanisch (Chevron) oder deutsch(Ruhrgas) wäre? Den Segen des Westens würde Lukoil für ihre Geschäfte dann auch bekommen.


    Nach Spaziergang mit Blair: Putin kann sich Einigung auf Resolution vorstellen
    Russlands Präsident Wladimir Putin versprach ihm und den USA Kooperation im Weltsicherheitsrat in der Irak-Frage
    Von Jens Hartmann
    Moskau - Es war wohl beim Mittagsspaziergang durch den Park der Residenz Sawidowo bei Moskau, als der britische Premier Tony Blair seinen Gastgeber wenigstens ein Stück weit überzeugt hatte. Russlands Präsident Wladimir Putin versprach ihm und den USA Kooperation im Weltsicherheitsrat in der Irak-Frage. Angesichts der bisherigen negativen Erfahrungen mit dem irakischen Diktator Saddam Hussein und der Arbeit der Waffeninspekteure sei auch eine neue UN-Resolution denkbar, wenn sie den politischen Druck auf den Machthaber von Bagdad erhöhe, befand Putin.

    Es war wohl kein Zufall, dass der Blitzbesuch Blairs zusammenfiel mit der Entscheidung im Washingtoner Kongress, die von US-Präsident George Bush geforderte Kriegsentschließung mitzutragen. "Blair legt für Bush ein gutes Wort in Moskau ein", schrieb denn auch die Zeitung "Kommersant".

    Trotzdem wird Blair keinen russischen Freibrief mitnehmen. Für den Kreml-Chef gilt weiter, dass eine neue Irak-Resolution, wie Vizeaußenminister Alexander Saltanow formuliert, "keine Carte blanche für Gewaltanwendung" beinhalten darf. Die UNO dürfe nicht das Heft des Handelns aus der Hand geben. Russland fehlen bis heute Beweise, dass Saddam über Massenvernichtungswaffen verfügt, sagte Putin. "Wir haben aber die Befürchtung, dass er welche hat, und deshalb sind wir für eine baldige Entsendung der Inspekteure." Von traditioneller Freundschaft zwischen Saddams Irak und Russland kann unter Putin keine Rede mehr sein. Auch ihm ist der Diktator suspekt.

    Wie aus russischen diplomatischen Kreisen zu hören ist, gefallen Moskau weiterhin die französischen Gedanken zu einer neuen UNO-Resolution. Sie sehen den Sicherheitsrat als Handlungsträger und wollen die Quadratur des Kreises schaffen, nämlich Saddam ohne Kriegsdrohung zwingen, seine Waffenarsenale zu zeigen. Russland würde gerne ein Entgegenkommen Saddams bei den Inspektionen mit einer Lockerung des Embargos belohnen. "Offiziell wollen wir aber diesen Vorschlag nicht vortragen", so ein Mitarbeiter des Außenministeriums. Im Kreml scheint sich trotzdem die Auffassung durchgesetzt zu haben, dass ein Angriff der USA unausweichlich geworden ist. Als Vorboten von Kriegshandlungen sieht Moskau die Attacken auf irakische Radarstellungen in der Flugverbotszone.

    Für Russland geht es jetzt darum, sich auf diplomatischem Parkett zu platzieren. Nur allzu gut ist in Moskau noch das Jahr 1990 in Erinnerung, als der damalige außenpolitische Berater des sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow, Jewgeni Primakow, in Bagdad weilte, um den Golfkrieg doch noch zu verhindern. Bilder herzlicher Umarmungen mit dem Diktator - ein Super-GAU sowjetischer Diplomatie - gingen um die Welt.

    Blair betonte, Russlands "berechtigte Wirtschaftsinteressen im Irak" müssten gewahrt bleiben. Von einem Kuhhandel wollte Putin indes nichts wissen. "Ich habe Tony Blair und seine Gattin nicht eingeladen, um wie auf einem orientalischen Basar zu feilschen."

    Für den Kreml geht es im Irak, dem wichtigsten Wirtschaftspartner im arabischen Raum, um die Interessen seiner Ölfirmen. So hält der Ölkonzern Lukoil 68 Prozent am irakischen West-Kurna-Ölfeld, mit mehr als 20 Milliarden Barrel eines der größten Vorkommen weltweit. Seit dem Embargo wird dort nicht mehr gefördert, die Verluste liegen im Milliarden-Dollar-Bereich. Unter neuen Machthabern könnten solche Verträge kassiert werden, fürchtet Moskau.

    Russische Experten warnen zudem vor einem Ölpreisverfall, sollte Saddam gestürzt werden und ein neuer Herrscher die Ölhähne aufdrehen. Michail Chodorkowski, CEO des zweitgrößten russischen Ölkonzerns Yukos, sieht dann den Ölpreis von gegenwärtig circa 28 auf bis zu zwölf Dollar pro Barrel absacken. Ein solcher Preissturz würde nicht nur die russischen Ölkonzerne beuteln. Auch der Staatshaushalt wäre Makulatur - und Russland steckte in den Wahljahren 2003 und 2004 mitten in einer Wirtschaftskrise.


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  17. #17

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    Russian oil tycoon warns of Iraqi war consequences

    Yukos chairman Mikhail Khodorkovsky is convinced that if the US is successful in forcing a regime change in Iraq, the price for Russian Urals-grade oil may slump to $12-14 per barrel, which is lower than the Finance Ministry’s most pessimistic forecasts envisioned in next year’s draft budget.




    Khodorkovsky the board chairman of Russia’s second largest oil firm Yukos, who took part in the session of the State Duma’s Fatherland All Russia faction on Thursday, believes a US attack on Iraq may inflict substantial damage to the oil industry of Russia, and, subsequently, to Russia’s oil-dependent budget. ''If the campaign is quick and effective, the oil price may drop for a while,'' Khodorkovsky told the deputies.

    According to the optimistic forecasts, if the US succeeds in establishing control over Iraqi oilfields, the price for Russian Urals may drop to $14-16 per barrel.

    The more pessimistic scenario in the case of a swift US victory is a price for Russian Urals on the world market not exceeding $12-14 per barrel. According to Khodorkovsky, the oil price will return to its ''acceptable level'' of $27 per barrel ''in the medium-term perspective'', or three and a half years.

    Yukos’ chief is convinced that the Russian government has to take into consideration such an unfavourable scenario when discussing Russia’s position on the possible military campaign of the United States and their allies against Iraq.

    This is especially important given that the financial plan drawn up by the Finance Ministry is calculated on the basis of relatively high oil prices. The Ministry’s forecast of the country’s economic development up to 2005, too, is based on the same figures. The average price for Urals in the past months has amounted to $23.6.

    In the meantime, even the most pessimistic forecasts coming from the Finance Ministry envisage only the possibility of a return to a moderately low average oil price. In that case Russian Urals will cost $17-18.5 per barrel, which, according to the Finance Minsitry, will turn a surplus budget into a deficit one.

    As regards to the more favourable forecast, the Finance Ministry considers it optimal if oil prices remain between $21.5-22.5 per barrel until 2005. This is especially important because with high oil prices there is a chance for a higher price for Russia’s natural gas, which is also important for the national budget, whereas a slump in oil prices leaves that sector with little hope.

    The Duma deputies, who are very familiar with the Finance Ministry’s figures, listened to Khodorkovsky’s forecasts with great attention – in view of the second reading of the draft budget, to be held in a week, they may come in very useful.
    11 Okt., gazeta.ru



  18. #18
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    DER SPIEGEL 42/2002 - 14. Oktober 2002
    URL: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,218129,00.html
    Waffenhandel

    Raketenschild für Golf-Scheichs

    Vor zwei Jahren hatten die Vereinigten Arabischen Emirate bereits für 734 Millionen Dollar 50 Flugabwehrsysteme bei den Russen bestellt. Nun aber wollen sich die Scheichs Waffensysteme einer ganz neuen Generation maßschneidern lassen.

    Russlands Rüstungsindustrie steht damit vor einem bislang beispiellosen Vertragsabschluss: Im Auftrag der Emirate wird Moskau ein völlig neues Luftabwehrsystem entwickeln. Mit den Waffen möchten sie strategische Objekte und Militäreinheiten am Golf schützen. Dazu gehören modernste Ziel- und Ortungsmittel sowie elektronische Abwehranlagen, die automatisch potenzielle Angreifer abfangen können.

    Die Emirate finanzieren die Entwicklung des Systems, das auch in der russischen Armee eingesetzt werden soll. Einzige Bedingung: Moskau darf es vorläufig an keine anderen Staaten verkaufen. Das Vertragsvolumen wird auf vier Milliarden Dollar geschätzt - eine Summe, die etwa dem Gesamtumfang des russischen Militärexports im letzten Jahr entspricht. Für die Entwicklung des Abwehrsystems wurden 43 Rüstungsfirmen in einem neuen Konzern zusammengefasst.

    Ihm steht als Chef des Direktorenrates Wiktor Iwanow vor, ein enger Vertrauter des russischen Präsidenten. Der gelernte Elektrotechniker und spätere KGB-General diente fast zeitgleich mit Wladimir Putin in der Leningrader Geheimdienst-Filiale, wechselte mit ihm in die Stadtverwaltung und folgte dem Kameraden später bis nach Moskau: Seit Putins Einzug in den Kreml ist er Vizechef der Präsidialadministration.


    --------------------------------------------------------------------------------

    © DER SPIEGEL 42/2002

  19. #19
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    Und die Saudis suchen jetzt scheinbar neue "Freunde" im Osten:

    Russian-Saudi commission for collaboration to meet in Moscow

    RBC, 15.10.2002, Moscow 09:19:49.Today, the first meeting of the Russian-Saudi commission for trade, economic, scientific and technical collaboration will take place in Moscow. The co-chairmen of the commission are Russian Energy Minister Igor Yusufov and Minister of Finance and National Economy of Saudi Arabia Ibrahim Abdulaziz Al-Assaf.

    Major attention will be paid to the situation and prospects of trade and to investment collaboration between Russia and Saudi Arabia. Additionally, the participants of the meeting will discuss outlooks for expanding the bilateral dialog in oil and gas production and procession, energy, transportation, agriculture and healthcare.

    The governmental commission is also to discuss opportunities of expanding collaboration in tourism, science, advanced technologies, education and cultural exchange.


  20. #20
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    Der Standard

    ANALYSE

    Moskau bangt um Irak-Geschäft und Einfluss bei Arabern

    Annäherung an US-Position mit Blick auf die Zeit danach

    Eduard Steiner aus Moskau

    Russlands Wirtschaft braucht sowohl die arabische Welt inklusive Irak als auch die USA als Partner. Seit Wochen laviert Moskau, nähert sich Washington scheinbar an, um dann wieder seine Ablehnung gegen beziehungsweise Bedingungen für eine neue UN-Resolution zu formulieren oder diese seit neuestem nicht mehr auszuschließen. Präsident Wladimir Putins Administration ist in erster Linie eine pragmatische. Bezüglich Irak hat dies Mitte der Vorwoche Präsidentenberater Sergej Jastrschembski geäußert: "Was uns beunruhigt, sind unsere wirtschaftlichen und finanziellen Interessen."

    Russlands Staatshaushalt hängt einseitig vom Rohstoffexport wie Erdöl oder Erdgas sowie vom Handel mit Waffen und Atomenergie ab. Größere Erschütterungen in diesem Bereich können fatale Folgen für Russlands Wirtschaft haben. Dies ist neben der Sorge um die Stabilität im arabischen Raum die größte Angst und somit das vorrangige Motiv, sich nicht durch offensichtliche Unterstützung der USA um die traditionell guten wirtschaftlichen Beziehungen zur arabischen Welt, vor allem mit dem Irak, zu bringen.

    Moskau hängt nicht an Saddam Hussein, Russland will und braucht Geld aus dem Irak. Ganz abgesehen von den ausständigen acht Milliarden Dollar Schulden aus der Sowjetzeit sind lukrative Geschäfte in Gefahr. Nicht zufällig drängt Russland auf die schnelle Zulassung von Waffeninspektoren bei gleichzeitiger Lockerung des UN-Embargos. Dieses hat laut Russlands Außenminister Igor Iwanow Russlands Wirtschaft bisher Verluste von 30 Milliarden Dollar beschert.

    Der Irak braucht zur Erschließung seiner weltweit drittgrößten Erdölvorkommen Hilfe aus dem Ausland. Russische Konzerne haben sich längst Förderrechte erworben und stehen mit den geplanten Investitionen im zweistelligen Dollar-Milliarden-Bereich in den Startlöchern. Seitens des Irak hat man in letzter Zeit Moskau gar mit einem kolportierten Wirtschaftsabkommen von 40 Milliarden Dollar für die nächsten fünf Jahre umworben.

    Sollten die USA den Irak angreifen, fürchtet Russland nicht nur einen Ölpreisverfall und damit gewaltige Verluste bei den Staatseinnahmen. Russland sieht vor allem seine jetzige privilegierte Position im Irak durch einen von Washington geleiteten Regierungswechsel gefährdet, es sei denn, die USA würden ihm garantieren, auch nach einem Sturz Husseins nicht vom Markt verdrängt zu werden. Sehr bewusst hat der britische Premier Tony Blair vergangene Woche in Moskau mit der Aussage zu beruhigen versucht, dass die "legitimen ökonomischen Interessen Russlands im Irak" auch zu berücksichtigen seien.

    Sich mit den USA gut zu stellen, gebietet aber auch die Hoffnung, dass diese künftig immer mehr Öl aus Russland kaufen. Der politische Wille seitens Washingtons wurde mehrfach geäußert, nur die Umsetzung durch private Firmen gestaltet sich bisher sehr zögerlich. In allen internationalen Fragen hat Russland seit Putins Machtantritt entweder mit dem Westen kooperiert oder gegen Ende hin seinen Protest verstummen lassen. Manche Beobachter sehen das auch in der Irak-Frage kommen. Dabei nicht das Image in der arabischen Welt zu verlieren, wäre ein weiterer Bravourakt in Putins Risikomanövern.



  21. #21

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    Is it all about oil? Cheap oil may not be the prime US motive in confronting Hussein, but it could be the outcome.


    WASHINGTON, Oct 16, 2002 (The Christian Science Monitor via COMTEX) -- Oil - a
    commodity synonymous with wealth and power for a century - could be the great
    prize of a new US war with Iraq.

    Not that you'd know that from listening to most recent Washington rhetoric.
    President George W. Bush doesn't mention it when making his case for
    confrontation with Saddam Hussein. Lawmakers debating Iraq in Congress last week
    talked much more about Mr. Hussein's nuclear program than his vast oil reserves.

    Does this amount to a conspiracy of silence over US plans to seize millions of
    barrels of petroleum? There's scant evidence for that charge, which is heard
    frequently overseas. It might be easier to gain access to Iraqi oil via
    seduction than by fighting, in any case. The US could simply lift sanctions and
    cut sweet deals with Iraq's dictator.

    But there's no denying that access to oil has long been the chief US strategic
    interest in the Gulf region. And Iraq, seen in this context, is immensely
    interesting. Its millions of barrels of petroleum could fund Iraqi national
    reconstruction, change the balance of power in the region, and perhaps help
    stabilize gas prices for a generation.

    "If we go to war it's not about oil... But after Saddam, it becomes all about
    oil," says Lawrence Goldstein, president of the Petroleum Industry Research
    Foundation.

    That the US push to oust Saddam is really a grab for oil resources has become a
    staple position of many European critics of the White House, as well as the
    domestic anti-war left. The president himself was an oilman, as was Vice
    President Dick Cheney, goes the reasoning. National Security Adviser Condoleezza
    Rice served on Chevron's board - she even had an oil tanker named after her, for
    goodness sake.

    These Oilpeople-in-chief know that US dependence on imported petroleum is
    increasing, say critics, with imported supplies predicted to jump to two-thirds
    of national consumption by 2010. Instead of pushing conservation, or funding
    alternate energy sources, they have turned their eyes towards Iraq. Their plan:
    Foment a crisis about weapons of mass destruction as a pretext for seizing
    Hussein's pumps.

    A female protester who briefly disrupted a congressional appearance by Secretary
    of Defense Donald Rumsfeld this summer put the matter succinctly. "Mr. Rumsfeld
    ... is this really about oil?" she shouted before guards hustled her out of the
    room.

    There's little but circumstantial evidence to support this Big-Oil-based
    conspiracy theory, however. And the oil industry is one that in the age of the
    OPEC operates more by coziness than confrontation. Prior to last Sept. 11, the
    oil lobby in Washington generally favored the relaxation of US restrictions on
    doing business with Hussein, not his removal.

    Furthermore, the all-about-oil theorists tend to downplay Hussein's past
    thuggish behavior and his very real weapons programs. Debate on Iraq at the
    United Nations and in the US Congress has centered on the best way to contain
    the Iraqi leader - not whether or not he is a nice guy.

    Finally, war with Iraq carries real risks that the US would face a worse world
    oil market throughout George W. Bush's and Dick Cheney's political careers.

    One hint of the possibilities: An impending conflict has already added a "war
    premium" of $3 to $5 a barrel to the cost of oil, according to some analysts. A
    US invasion would almost certainly take Iraq's current production of about 1.7
    million barrels of oil a day off the market, at least for a time. Under a
    worst-case scenario, Hussein would respond to the onset of hostilities by
    lashing out at Saudi and Kuwaiti oilfields, lacing them with biological or
    chemical weapons in an attempt to send the price of oil sky-high for years to
    come.

    About oil? Yes and no

    "Clearly, there is more than just oil at stake" in Iraq, says Alan Tonelson, a
    research fellow at the US Business and Industrial Council Educational Foundation
    who has written extensively about US economic interests in the Gulf.

    But neither is the face-off with Hussein not about oil, says Mr. Tonelson. The
    presence of so much petroleum in and around Iraq is at the very least a
    complicating factor as the US and the world weigh their options. "If Saddam
    Hussein were located on a remote Pacific island and he were developing weapons
    of mass destruction, we would not be so concerned," says Tonelson.

    Oil, after all, is a main reason the US is so interested in the Middle East in
    the first place. The region remains the world's preeminent source of
    high-quality, easy-to-obtain petroleum, despite the resurgence of the Russian
    oil industry and the increased importance of Latin American petroleum exports.

    US as guarantor of stability

    The US has served as the western world's guarantor of Gulf stability since the
    end of World War II, when it took over that role from a weakened Britain. For
    Saudi Arabia and the smaller gulf oil states the arrangement has worked well,
    with Washington serving as a bulwark of their sovereignty. Other nations in the
    region have not always found that to be the case. In Iran, for instance, the CIA
    conspired in the 1953 coup that overthrew elected prime minister Mohammed
    Mossadegh primarily due to US concerns about impending nationalization of oil
    fields. And militant Islam has found the American security presence near its
    holiest sites to be a constant irritant. Osama bin Laden often cited the
    deployment of US troops in Saudi Arabia as a reason for calling for
    anti-American jihad.

    Iraq, before the brutalities of Hussein's regime crushed its commercial spirit,
    was one of the easiest countries in the Middle East for western firms to do
    business with. It was long stereotyped as the Germany of the Middle East -
    relatively well-educated, efficient, and eager to make money. Though they say
    little publicly, some administration officials are already planning for the day
    when Baghdad resumes this role following a change in regime.

    In a rare discussion of this topic, Under Secretary of Commerce Grant Aldonas
    said earlier this month that war with Iraq might end up having a positive
    economic effect.

    "It will open up the spigot on Iraqi oil, which would certainly have a profound
    effect in terms of the performance of the world economy for those countries that
    are manufacturers and oil consumers," he said during a press conference.

    Iraq's proven reserves of oil are about 112 billion barrels. That's more than
    double Russia's 49 billion barrel reserve, and is topped only by Saudi Arabia's
    261 billion barrels.

    Hussein plays oil card

    Hussein has attempted to use his oil as lever of influence. Allowed to pump
    petroleum under the UN's humanitarian oil-for-food program, he has shut off
    supplies so often in protest of one US or UN action or another that the market
    basically discounts the availability of Iraqi crude when factoring prices, say a
    number of analysts. Currently Iraq produces about 3 percent of world supply,
    around 1.7 million to 2.4 million barrels a day.

    Similarly, Hussein appears to have tried to curry favor by striking deals with
    French and Russian firms to develop new fields. It remains a mystery what might
    happen to these contracts in a post-Hussein regime, as Iraqi opposition factions
    differ on whether they should be honored or scrapped - or whether Iraqi oil
    should be nationalized entirely. The US, which might have a final say in the
    matter, may itself be discussing future petroleum considerations with France and
    Russia in an attempt to swing their votes for a tougher UN resolution on Iraqi
    weapons inspections.

    In the short run, the threat of fighting has been good for the region's other
    oil producers. Worried that conflict might disrupt shipments, the markets have
    tacked on a "war premium" that Cambridge Energy Associates estimates at $3.5 a
    barrel. This has made it easy for OPEC to keep prices up near its preferred
    level of $30 per barrel.

    But after a war Saudi Arabia could be in for a nasty shock. It would take some
    time - five years or so - but eventually the Iraqi oil industry could produce
    upwards of six billion barrels a day, estimates Amy Myers Jaffe, an energy
    analyst at the James A. Baker Institute for Public Policy at Rice University.

    It's possible that the Iraqis would manipulate this flow in concert with fellow
    OPEC members to keep prices high. It's also possible that a new Iraqi regime
    would try to pump as much as possible to help fund vast reconstruction projects
    - and, perhaps, to keep its new ally the US happy.

    Today Saudi Arabia is the only country in the world that has the reserves to
    replace the oil exports of any other country in the world in a crisis. That
    makes the country critical to the future stability of oil markets.

    Iraq could shoulder much of that same role - making Saudi Arabia less
    strategically important to the West.

    Will prices plunge or jump?

    And if pumped at full capacity, abundant Iraqi oil could lower the world price
    by $3 to $5 per barrel.

    "If Iraq really came into play the oil market would look a lot more like the
    [relatively cheap] 1980s than the last three years," says energy analyst Ms.
    Jaffe.

    US officials are already counting on oil providing most of the money to pay for
    post-regime-change rebuilding in the country. Unlike Afghanistan, a transition
    government in Iraq would not have to beg for donations to pay ministers and
    install phones in its early days.

    There is also a darker scenario, in which Iraqi chemical or biological weapons
    shut down oil terminals in the Gulf for years and the price spirals up towards
    $100 a barrel.

    Appetite for gasoline in fast-developing nations, notably China and India, is
    growing quickly, and the world might end up short of petroleum before the end of
    the decade.

    Even if the price does not go up, the US public may be waking up to the reality
    that 30 years after the first OPEC-induced oil shock, the nation is no less
    dependent on oil from a volatile region of the world.

    That is one reason why some experts believe that the US is now missing an
    opportunity to publicize conservation as a more important part of national
    energy policy.

    "Average people in this country now want to know why we are so dependent on
    these imports," says Ms. Jaffe. "They would really like to do something, and
    they don't know what it is."


    By Peter Grier
    Staff writer of The Christian Science Monitor




  22. #22

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    Tatneft oil experts leave for Iraq

    RBC, 16.10.2002, Kazan 10:00:37.The Russian oil company Tatneft has sent the second group of drilling experts consisting of 20 people to Iraq. The company's press service reported that this group would join specialists who had arrived in Iraq earlier, a month and a half ago, for preparing drilling equipment before putting it into operation.

    The combined group of 26 experts will be working in compliance with a contract with Zarubezhneft for the Iraqi North Oil Company. This contract as well as the drilling of 33 oil wells was officially approved by the UN Security Council.


  23. #23

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    Falls die aktuelle Rally an den Westbörsen lediglich eine Bullenfalle sein sollte, die sehr bald und sehr scharf nach unten korrigiert werden sollte,
    UND
    2) falls der Ölpreisanstieg für die nächsten Tage/Wochen in eine Seitwärtsbewegung übergehen sollte, weil die USA realistischerweise nur mit mindestens einer weiteren UN_Resolution losschlagen können und diese Relolution noch eine ganze Weile auf sich warten läßt,
    DANN
    könnten russ. Ölwerte demnächst sogar auch wieder etwas fallen/schwächeln, weil die potentiellen Aktienkäufer sich anstecken lassen würden von der Verkaufsstimmung im Westen und von der Überlegung, dass das mit dem Irak-Krieg ja vielleicht doch alles nur ein ungelegtes Ei ist.
    Zum DOW Jones vom 17.10.02 aus einem anderen Forum:
    "Wir sehen, daß die Volatilität noch immer steigend ist und noch nicht längst
    ihren Höchstpunkt erreicht hat, der einen Wendepunkt markieren könnte.
    Auch wurde die Rally von einem sehr geringen Volumen getragen.

    Dies deutet momentan noch auf eine eher technische Gegenreaktion hin,
    wenn auch eine fulminante.
    Es ist also festzuhalten, daß der DowJones einen Zwischenstopp einlegt.
    Unglücklicherweise genau an einer technisch wichtigen Marke. Oder gerade deswegen ?
    Man kann dem DowJones aber ruhig noch etwas Spielraum nach unten zugestehen.
    Unterhalb von 7500 Punkte wäre aber ein Ausblick auf mittelfristige Erholungen
    erstmal obsolet."

  24. #24

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    Brent crude oil edges lower midday after signs of US/UN compromise on Iraq

    Story filed: 12:17 Friday 18th October 2002

    Brent crude edged lower in late morning trade, following signs of a breakthrough between the US and the United Nations on the issue of the return of weapons inspectors to Iraq, dealers said.

    At 11.48 am benchmark Brent crude contracts for December delivery were trading down 5 cents on the day at $27.92.

    The UN Security Council today appeared to be moving closer to compromise on a resolution on Iraq, with UN Secretary General Kofi Annan saying that a compromise solution on sending weapons inspectors to Iraq was looking increasingly likely.

    "I think that the Council will approve a new resolution about strengthening the possibilities of inspectors and sending them to Iraq again with the demand that Iraq fulfils their demands," Annan said, through an interpreter.

    Energy analyst John Fry at Barcalys Capital said: "The US have signalled that they will make concessions on UN resolutions on Iraq, whereby they will accept a two-phase resolution."

    The US had previously been resistant to French demands for a two-stage resolution, demanding instead a tough single resolution which would allow the use of force as deemed necessary by Washington.

    "It is difficult to say what effect this is having on prices," said Fry.

    "On the one hand it gets the process moving after recent deadlock, but on the other, it defers the likelihood of military action, because the inspectors look set to go in now, and they will not only need to find incontravertible evidence (of weapons development) but also then return to the UN for further debate before any military option is taken."

    "So it's a longer process and I think this development is on the negative side for crude prices," he added.

    The price of Brent has risen from around $25.50 a barrel in early August to highs of almost $30.00 in late September on fears that conflict with Iraq could cause instability in other Arab oil-producing countries, leading to disruption to supplies from the region.

    © AFX News

  25. #25

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    Oil: Prices up, underpinned by Iraq concern

    New Zealand Herald, 18.10.2002

    Oil prices rose marginally on Thursday as fears of a looming war on Iraq outweighed the impact of a rebound in tight US crude stocks.

    US light crude for November delivery rose 15 cents to US$29.62 a barrel, while Brent crude oil futures for December delivery closed up 8 cents at US$27.97 in London.

    Fears that a possible US military campaign against Iraq could disrupt supplies from the oil-rich Middle East were keeping a solid floor under prices.

    "The price is expected to remain stable until there are some concrete developments on Iraq," said Tony Wood of Royal Bank of Scotland.

    Data from the US government's Energy Information Administration (EIA) confirmed a sharp build in crude stocks in the world's biggest energy consumer -- recently at their lowest level for more than 25 years.

    EIA crude figures showed US crude supplies jumped 8.9 million barrels last week, rising for the first time since August. Even now stocks are still over 30 million barrels -- or 9 per cent -- below year-ago levels, the EIA said.

    The figures also showed big draws in stocks of gasoline and distillate products, including heating oil, a key fuel for the approaching winter season.

    Some fresh market direction could come from the United Nations. Nation after nation lined up before the UN Security Council to warn Washington against military action as the Bush administration prepared to submit a new draft UN resolution that would authorize force against Iraq.

    At a rare open meeting of the council on the Iraqi crisis on Wednesday, governments from around the world advocated that UN arms inspectors be given a chance to search for weapons of mass destruction before any decision is made to use force.

    In the latest alarm bell on a war with Iraq from an Arab country, Syrian President Bashar al-Assad said on Thursday there was no justification for a US war on Iraq, adding it would kill millions of people and plunge the whole Middle East into uncertainty.

    "What America did in Afghanistan is not applicable to Iraq. Afghanistan was a piece of cake compared with Iraq," he told Reuters in an interview.

    - REUTERS

  26. #26
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    Peking und London rechnen mit Krieg
    Die Mitarbeiter chinesischer Firmen haben begonnen, den Irak zu verlassen


    Peking – Trotz des Kompromissangebotes der USA rechnet das UN-Sicherheitsratsmitglied China, das mit Russland und Frankreich gemeinsam einen US-Militärschlag gegen den Irak verhindern will, längst mit einem Kriegsfall in Bagdad. Firmen und ihre Mitarbeiter haben begonnen, den Irak zu verlassen, wo mehr als 200 chinesische Staatsangehörige bei der Botschaft, der UN-Mission und vor allem in Betrieben und Handelshäusern beschäftigt sind.

    In der am heutigen Freitag erscheinenden, der WELT bereits vorliegenden Zeitschrift „International Herald Leader“, die von der Staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua herausgegeben wird, berichtet Bagdad-Korrespondent Wang Bo von nur noch 119 Chinesen, die mit ihren Firmen ausharren. „Täglich ziehen mehr ab.“ Botschafter Zhang Weiqiu wird mit den Worten zitiert, dass die derzeitige Irak-Krise gefährlicher als alle vorhergehenden sei und seine Botschaft rechtzeitig Sicherheitsmaßnamen getroffen habe.

    Während die einen abziehen, bereiten sich mehrere Journalisten in Peking auf ihre Abreise zur Kriegsberichterstattung in den Irak vor, um die beiden einzigen bisher in Bagdad arbeiteten Xinhua-Korrespondenten zu verstärken. Wang berichtet, dass sie sich Nahrungs- und Wasservorräte zulegen und ihre Geländewagen überholen.

    Auch aus Großbritannien werden weitere Kriegsvorbereitungen gemeldet. Die Regierung von Tony Blair will 234 Panzer vom Typ Challanger 2 für den Wüstenkrieg umbauen. erl/AP


  27. #27
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    OPEC pres says cartel to act if Iraq war slows oil output


    PETROLEUMWORLD
    Caracas, Oct 22

    DJ -If war with Iraq disrupts oil production, the Organization of Petroleum Exporting Countries will take action, OPEC President Rilwanu Lukman said Tuesday in a CNBC interview.

    However, if the war pushes up oil prices without interrupting production, OPEC will remain on the sidelines, Lukman said.

    He said he hopes to see oil prices between $22 and $25 a barrel. Although some experts fear that a war with Iraq might push oil prices to $50 or $100 a barrel, Lukman said, "I don't believe it."

    During the Gulf War in 1990-91, when Iraqi and Kuwaiti oil were taken off the market, oil prices rose to $40 a barrel, he pointed out.

    By Amy Braunschweiger, Dow Jones Newswires

    NEW YORK
    DOW JONES NEWS 10-22-02 02:05 PM



  28. #28
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    Crude Oil Rebounds as Bush Says U.S. May Act Alone Against Iraq
    By Thomas Tugendhat


    London, Oct. 23 (Bloomberg) -- Crude oil rebounded from a two- month low on traders concern that U.S. may act alone against Iraq, without reaching an agreement with the United Nations, disrupting exports from the region.

    The U.S. had initially sought an automatic right to use force in the event Iraq failed to comply. The new compromise draft calls for consultations with the Security Council after an alleged violation. President George W. Bush said the U.S. is prepared to act against Saddam Hussein without UN authority.

    Bush may want to attack unilaterally, said Ignace De Coene, a fund manager at Fortis Investment Management in Paris, who oversees 80 billion euros ($78 billion) of assets. ``Other countries are not in favor and so it is difficult to reach agreement in the UN.''

    Brent crude oil for December settlement rose 17 cents, or 0.6 percent, to $26.61 a barrel on the International Petroleum Exchange in London at 12:50 p.m. Brent, the benchmark for two- thirds of the world's oil, has risen 34 percent this year, in part on concern of war in the Persian Gulf.

    The UN ``must resolve itself to be something other than just a debating society,'' Bush told a Republican campaign rally in Downingtown, Pennsylvania, yesterday. ``If the United Nations cannot make its mind up, we will lead a coalition to disarm him for the sake of peace.''

    Russia and France have objected to a U.S.-drafted resolution, reducing the likelihood of an imminent UN-sanctioned attack on the Iraq, bordered by Saudi Arabia and Iran, Middle East's top two producers.

    In the U.S., crude oil for December delivery rose 16 cents, or 0.6 percent, to $28.23 a barrel in electronic trading on the New York Mercantile Exchange.

    U.S. Imports Rise

    U.S. supplies rose more than expected as imports jumped 21 percent to 9.9 million barrels last week, the American Petroleum Institute reported, after the close of New York markets. This was the second-highest gain this year, as shipments to U.S.'s main refining area surged after storms in the Gulf of Mexico abated.

    The industry report said last week U.S. inventories rose 4.9 million barrels, or 1.7 percent, to 288 million barrels. Analysts expected supplies in the biggest energy-consuming nation to rise as much as 2.7 million barrels, according to a Bloomberg survey.

    ``The surge in imports partly reflects the backlog caused by the storms in the past few weeks,'' said Steve Turner, an oil analyst at Commerzbank Securities.

    Supplies of distillates, the category that includes heating oil and diesel fuel, have risen 1.4 million barrels, or 1.1 percent, to 125 million barrels, in line with year ago levels. Gasoline stockpiles fell 2.9 million barrels, or 1.5 percent, to 197 million barrels.


  29. #29

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    Oil: US cold snap steadies oil prices

    25.10.2002

    NEW YORK - Oil prices held steady on Thursday (NY time) as a cold snap hit the world's largest oil market, the United States, and the diplomatic stand-off over Iraq continued at the United Nations.

    After a sharp drop at the beginning of the week when US President George W. Bush said Iraq could be disarmed peacefully, prices have stabilized around US$27-$28, still about 40 per cent up since the start of the year.

    US crude gained two cents to US$28.20 while benchmark Brent crude oil fell six cents to US$26.45 a barrel in London.

    Forecasters at Weather Services Corp said temperatures in the US Northeast and Midwest would be 3-6 degrees centigrade below normal for the next few days, and demand for heating fuel would be above normal.

    Expectations of stronger demand combined with renewed talk of war on Iraq, which dealers fear could disrupt supplies from the Gulf region that pumps a quarter of world oil.

    "The dynamics of the market are shifting again as the threat of war is moving to the forefront again," said Simon Games-Thomas, head of energy at NM Rothschild & Sons in Sydney.

    Impatient at weeks of inconclusive talks, the Bush administration stepped up pressure for the United Nations to adopt its resolution on Iraqi disarmament despite continued French and Russian objections.

    The United States introduced an amended text on Wednesday to push a move to a vote, possibly late next week.

    In Wednesday's revised text, Washington dropped a proposal to send troops on UN inspections.

    US Secretary of State Colin Powell said he was open to more changes but emphasized that finding Iraq in "material breach" of UN resolutions and warning Baghdad of "serious consequences" would be kept in the draft.

    Both Russia and France, who have veto rights, believe this language gives the United States legal cover for a military strike without an explicit authorisation of force. Reuters

    - REUTERS

  30. #30

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    Wenn sich sogar BP als größte Ölfirma des Waffenbruders UK sich Sorgen macht, vom großen Partner nicht ans Futter gelassen zu werden, dann dürften russische Unternehmen wie Lukoil erst recht keinerlei Chance haben.
    Die Befürchtung geht um, Bush wird brutal nach der Devise handeln "Big dogs eat first"! Brutalo-Kapitalismus!

    Für Lukoil-Aktionäre wie z. B. mich selber bedeutet dies, dass sie sich alle Irak-Aussichten aus dem Kopf schlagen können.
    Da es bis jetzt zu keinerlei Deal gekommen ist zwischen Bush und Putin (wäre dem so, Putin hätte sich bei den Gesprächen im Sicherheitsrat ganz sicher anders verhalten), gebe ich diesen Gedanken auch für die Zukunft definitiv auf. Er wurde schon in den letzten Wochen immer weniger wahrscheinlich. Jetzt ist die Sache tot.
    -----------------------------------
    BP chief fears US will carve up Iraqi oil riches

    Terry Macalister
    Wednesday October 30, 2002
    The Guardian

    Lord Browne, chief executive of BP and one of New Labour's favourite industrialists, has warned Washington not to carve up Iraq for its own oil companies in the aftermath of any future war.
    The comments from the most senior European oil executive, who has impeccable political connections in the UK, will be seen by anti-war protesters as further proof that US president George Bush has already made his mind up about an early attack.

    They will also serve to underline concern that the US is primarily concerned with seizing control of Saddam Hussein's oil and handing it over to companies such as ExxonMobil rather than destroying his weapons of mass destruction.

    Britain's biggest company is reviewing what impact a regime change in Baghdad would have on its own business and global crude supplies.

    Both London and Washington have been lobbied by the UK oil giant, which is concerned that European companies could be left out in the cold.

    "We have let it be known that the thing we would like to make sure, if Iraq changes regime, is that there should be a level playing field for the selection of oil companies to go in there if they're needed to do the work there," said Lord Browne yesterday at a briefing on the company's results.

    Lord Browne said that most exploration for new supplies had halted there when the Iraqis nationalised their industry. But he believed there was a plenty of oil and gas waiting to be discovered in Iraq and that BP should be in prime position to capitalise because it had found most of the country's oil before being thrown out in the 1970s.

    BP said it had had no contact with Baghdad since 1989. Iraq's reserves amount to 115bn barrels of oil, making it the biggest source of oil in the world behind Saudi Arabia.

    Lord Browne's views will be listened to carefully in Downing Street because the BP executive team has such close links with the UK government that it was once dubbed Blair Petroleum. A number of former BP executives, such as Lord Simon, have been seconded into Whitehall while one of Mr Blair's personal assistants, Anji Hunter, joined Lord Browne's team.

    Impending war with Iraq has given a financial boost to BP and other western oil firms by driving up the price of oil to $27 per barrel.

  31. #31

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    If war erupts, how high can oil prices go?


    28.10.02, By Ashfak Bokhari

    THE world is poised to suffer a major rise in oil prices and unpredictable hardships for commonfolks unless President Bush decides to resolve the Iraq crisis without a war.

    The hardest-hit will be the developing countries where oil prices are already a severe burden on their economies and their people. In Pakistan, the motor gasoline prices have already crossed the mark of Rs35 and may jump to Rs40 or beyond, at the outset, if and when the long-feared attack comes off. How costly the oil can be depends on how long Americans take to conquer Baghdad.

    More than a decade ago, when the Gulf war was about to break out, the oil prices had more than doubled and came down only when the fighting was about to end. Fears about a new attack have already pushed the oil prices by about 50 per cent this year to 30 dollars a barrel, the highest since February 2001. That includes what the Washington Post recently described as "fear premium of five dollars per barrel."

    Since the key objective of the Bush administration's Iraq campaign is more a regime-change and less a weapons' elimination, Saddam Hussein could go to any extreme to protect his regime. One action he could take is to block oil shipments from Saudi Arabia towards the West which amount to 5 million barrels a day - and no one in the world can make up that shortfall.

    Then, there is a nightmare scenario - Saddam resorts to a deadly attack on Saudi or Kuwaiti oil infrastructures, which are within the range of Iraqi Scud missiles, with an intention to create a major energy crisis for the West, though the rest of the world would equally suffer its effects. The United States will, in such an event, draw upon from its Strategic Petroleum Reserve which contains an eight-week supply. European reserves are much smaller.

    Such a desperate act on the part of Saddam Hussein, though a remote possibility, could impose on the world, a crisis more catastrophic in consequences than 1973 Opec oil embargo which had rocked the post-war global order, caused four-fold rise in oil prices and slid the global economy into a prolonged recession. It was for the first time that oil was used as a political weapon by the Arab oil-producing countries against Israel and the West.

    According to Jeremy Rifkin, a writer on energy issues, the story of oil gives credence to the idea that what goes around eventually comes around. Oil, the energy that helped make the West the unchallenged economic, political and cultural force in the world in the 20th century, could become its undoing at the hands of an Islamic world determined to turn the tables and restore its former status as the world's spiritual and cultural arbiter.

    Malaysian Prime Minister Dr. Mahathir Mohammad, known for his radical views, has, of late, been advocating use of oil as a political weapon by Muslim oil producers to restrain the US from committing blatant excesses against the Islamic world. He said it again when he was in Islamabad on a short visit last week. But such an action looks almost impossible now although Israel has never been so unrestrained in its savage attitude towards Palestinians, nor had the United States been so arrogant and unscrupulous in the past in humiliating its 'Muslim' adversaries. There are two reasons for Arabs' passivity: the end of cold war and September 11.

    The current configuration of the Middle East, according to Los Angeles Times, has its roots in treaties and understandings that grew out of the post-World War I settlement of the broken Ottoman Empire. It was based on an assumption that the Russian Revolution had removed both Russia and Central Asia from the world oil market. So the Middle East was to be the only stable source of oil for the West. But this configuration underwent a change in 1989 when the Soviet Union began to disintegrate and Russia and Central Asia came back to the world oil market.

    However, a traditional redistribution of "spheres of influence" among the big powers did not occur. Instead, the multinationals and the concerned countries began playing a new "great game" in Central Asia. Now Russians are competing with the Saudis for a sizable share in the market.

    The recent tension between the US and Saudi Arabia owes its origin to Washington's bid to have alternate oil sources in case Riyadh has to be abandoned for some strategic reason. In a major policy shift, the Bush administration showed its interest in developing long-term oil deals with Russia last year although Moscow's ability to ship crude to America is meagre. The purpose behind this policy shift is to weaken Opec solidarity and control on oil supply.

    The Saudi-American relations have deteriorated rapidly since the 9/11 attacks. In the event of US attack on Iraq, any Saudi move to help Washington could trigger bitter domestic opposition. At Osaka summit of Opec in September, Riyadh had spurned US requests for an increase in oil production to counteract rising prices.

    The Rand Corporation's briefing to Pentagon in the first week of August was an indication of which way the wind was blowing. In the briefing, which signalled Washington's distancing from Saudi Royal family, Riyadh was called 'kernel of evil'. The briefing suggested to the US to be ready for a showdown with its former ally and make no hesitation to seize its oilfields, if necessary, to meet America's crucial energy needs. Hence, the indications are that if a unilateral US attack on Iraq becomes a reality, then one major casualty may well be the system of alliances that the United States has maintained since the World War II, in the Middle East.

    A pro-American Iraq could well serve as a counterweight to Saudi oil. And it could play a vital role in diminishing the influence of OPEC. Such a development, which for Washington could mean a cherished dream coming true, raises the possibility of a new and more stable market in which oil is priced at between 18 and 22 dollars per barrel. But for Moscow, it will be a bitter pill to swallow.

    Russia is wary of the consequences of a war in Iraq - and that reflects its position on the US resolution in the Security Council - because the Saddam regime owes Russia about $8 billion in debts and had recently signed a $40 billion trade deal with Moscow. President Putin wants President Bush to guarantee protection of Russian interests in Iraq after the war, if he wants his (Putin's) support to regime-change in Baghdad. The issue has become a sticking point in negotiations between the two countries.

    Russian companies are seriously worried that a pro-Washington regime in Baghdad will cancel their previously signed agreements and favour the US oil industry in a big way. Then, as the new regime would prefer enhanced oil production to raise money for reconstruction projects, the price of oil is likely to fall to even less than 20 dollars per barrel. Such a decline will hit hard Russia's economy as it depends on oil for about 40 per cent of its export revenue. In the first week of October, both secretary of state Colin Powell and commerce secretary Donald Evans met Russian officials in Washington and Houston and gave assurances. But these have not satisfied Moscow.

    America's Saddam fever is motivated not by oil factor alone. Its true motive lies in reorganizing the Middle East geo-politics by carving out a triangle to be formed by Turkey, Israel and US-controlled Iraq. This will, in turn, enable Washington to control the oil supply and the Arab world. But such a strategy, seemingly a corollary of the Bush doctrine issued on September 17 which propounds "pre-emption" policy for the future, is fraught with serious dangers. It can aggravate tensions between the West and the Muslim world though it will merely be a clash between capitalism's core and its peripheries and not the so-called clash between the civilizations as theorized by Samuel Huntington.

  32. #32
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    Crude Oil Little Changed as Russia Says Iraq Agreement Close
    By Stephen Voss


    New York, Nov. 1 (Bloomberg) -- Crude oil was little changed after Russia said the United Nations was close to an agreement that would allow the return of weapons inspectors to Iraq.

    The U.S. will present a revised resolution to the UN next week after spending two months seeking UN approval for an attack on Iraq if it interferes with inspectors. Russian Foreign Minister Igor Ivanov said the UN Security Council has moved closer to a resolution. Oil fell 11 percent last month on reduced expectations for military action.

    ``There are very few people willing to put a risk premium on oil prices for the chance of war,'' said Jan Stuart, head of global research at ABN Amro Inc. in New York. ``The involvement of the U.S. in the UN system means you won't see a war any time soon.''

    Crude oil for December delivery was up 6 cents, or 0.2 percent, at $27.28 a barrel at 11:21 a.m. on the New York Mercantile Exchange. Prices rose 0.7 percent this week.

    In London, the December Brent crude-oil futures contract was 3 cents lower at $25.69 a barrel on the International Petroleum Exchange.

    ``In recent days, we have moved closer in discussions involving the five permanent UN Security Council members to preparing a possible resolution on Iraq,'' Ivanov said, the Interfax news service reported. ``We have moved seriously closer on a range of issues.''

    U.S. Secretary of State Colin Powell yesterday spoke by phone with Ivanov amid signs Russia and France were softening their opposition to the U.S. position on Iraq.

    ``With war tensions getting less severe, the oil market doesn't seem to care about Iraq anymore,'' said Peter Tindell, an oil broker at Starsupply Petroleum Inc., in Englewood, New Jersey.

    Gasoline Rally

    Oil prices were propped up by gasoline, which rose because of strengthening demand and falling inventories, traders said.

    Slowdowns in refinery processing because of pre-winter maintenance schedules, low profit margins and storm-related disruptions helped reduce gasoline and heating-oil inventories in recent weeks. Wholesale prices rose after the expiring November futures contract surged in late trading yesterday, analysts said.

    ``Gasoline demand has been supportive for prices and people are becoming concerned about inventories'' of gasoline, diesel and heating oil, ABN Amro's Stuart said. In contrast, ``crude-oil markets are oversupplied,'' he said.

    Gasoline for December delivery was up 1.79 cents, or 2.4 percent, to 77.25 cents a gallon on the New York exchange. The contract rose 1.7 cents yesterday while November surged 3.52 cents on its last day of trading.

    U.S. refiners operated at 87.5 percent of capacity in the week ended Oct. 25, which was 4.8 percentage points less than a year earlier, according to the American Petroleum Institute. Gasoline inventories were 11 million barrels, or 5.3 percent, lower than a year earlier, institute figures showed.



  33. #33

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    Saddam may co-operate on UN resolution


    By Carola Hoyos at the United Nations and Roula Khalaf in London
    Published: November 5 2002 4:00 | Last Updated: November 5 2002 4:00


    Saddam Hussein, the Iraqi president, yesterday gave the first indication that Baghdad might co-operate with a new United Nations resolution on Iraq. The move came as US President George W. Bush's national security team met to decide on final changes in the text aimed at winning broad support in the Security Council.


    Iraqi television quoted the president as saying he would consider a UN decision if it was not intended as a pretext for a US-led war to topple his regime. "If a resolution is issued which respects the UN charter, international law and Iraq's sovereignty, security and independence, and does not provide a cover for America's ill intentions, we will view it in a way that makes us deal with it," Mr Hussein told Jörg Haider, the far-right Austrian politician, according to Reuters news agency.

    Iraqi envoys have been hinting to Arab officials in recent weeks that they will consider a new UN decision, particularly if the US draft is watered down by Russia and France. Paris and Moscow do not want to give the US the green light to wage war against Iraq and continue to fear that some of the draft resolution's language could serve as a "trigger" for war.

    US officials - who do not want the US to be obliged to return to the Security Council to gain authority for military action if Baghdad balks at the UN's demands - said the Bush administration was aware of the concerns voiced by Russia and France. They added it was up to the different agencies in Washington to decide how much further they would be willing to compromise to assure the broadest possible international support.

    Tony Blair, UK prime minister, said yesterday: "We are reaching the point of closure, I think. I don't want to prejudge the negotiations, but they are proceeding relatively satisfactorily."

    Diplomats believe the US could win as many as 12 votes in favour of the resolution, and that there could be two abstentions - by Russia and China - and one opposing vote by Syria. The US is expected to submit text for a vote by the middle of this week, by which time the US mid-term elections will be over. Arab officials say they sense a willingness by Baghdad to give inspectors unfettered access to Iraq's eight presidential compounds.

    On Sunday, Saud al-Faisal, Saudi foreign minister, of Saudi Arabia, insisted a diplomatic solution to the Iraqi crisis was possible.

    -----------------------------------------

    Die Frage ist, ob "Iraq's sovereignty, security and independence" nicht zwangsläufig für Saddams Geschmack zu weit eingeschränkt werden muss für die Veranstaltung, die Bush im Irak plant?

    Verträgt sich Saddams Regime mit dem Ausmaß an "Transparenz" und Aufgabe eigener Souveränität, die im Rahmen der UN-Inspektoren verlangt wird? Und selbst wenn es bei den UN-Inspektoren noch funktionieren sollte, wir sprechen hier über eine langfristige und völlige Kontrolle, die verlangt wird. Kann so etwas auf Dauer für irgend einen Staatsmann hinnehmbar sein?

    Ist zu erwarten, dass Saddam eine Metamorphose durchläuft vom "Monster" bzw. vom "gefeierten Held des Volkes" hin zum eingeschüchterten, gebrochenen und nach außen pro-westlichen "Papier-Führer", der bald Wahlen ausschreiben wird, nur um selber als Person am Leben und noch eine gewisse Restzeit des Übergangs an der Macht zu bleiben?

    Nur wer all diese Fragen mit "JA" beantwortet, für den ist die Ölpreiswette gelaufen.

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