DAX30
Gold
Brent Oil
EUR/USD
+ Auf Thema antworten
Ergebnis 1 bis 11 von 11

Thema: Internetshop

  1. #1

    Dabei seit
    08/2010
    Beiträge
    29

    Internetshop

    Hallo
    will in den näschten tagen ein internetshop erstellen !
    Was brauche ich alles also papier kram ?

    Gewerbeschein weis ich und was noch ?



    Vielen dank

  2. #2
    Avatar von Olaf Totzek
    Dabei seit
    10/2011
    Ort
    Niedersachsen
    Alter
    56
    Beiträge
    117
    Moin moin alireh,

    viel Zeit, viel Geduld, AGBs, jumla einen guten Freund der sich auskennt und viel Glück.
    Was ich Dir wünsche!
    Signatur entfernt

  3. #3
    Avatar von imported_schorsch
    Dabei seit
    06/2008
    Ort
    Taiwan, Taipei
    Beiträge
    823
    ausser einem Gewerbeschein brauchst du gar nix
    naja vielleicht dann eine Internetadresse wo dann der Shop liegt

    Ein bankkonto wäre nicht schlecht ...lol

    Paypal checken, da die Kosten nicht unerheblich sind mittlerweile
    Über Nachnahme oder Vorkasse nachdenken ist zu empfehlen.

    Solltest du ins Ausland verschicken, dann Umsatzsteuer ID und EORI beantragen, kostet kein Geld, brauch nur ein paar Tage bis die da sind.

    und fertich is...

    Was du noch beachten solltest, der Verkaufspreis im Shop muss alle Kosten beinhalten (auch MWSt) zzgl Versandkosten, das ist in D so geregelt
    Es dürfen keine Versteckte Kosten in deinem Internetangebot beinhaltet sein.

    Dann noch das Copyright / Urheberrecht beachten. Wenn du Artikel online stellst, nicht einfach irgendwo Bilder rauskopieren.
    Dort wo du deine Ware einkaufst immer nachfragen ob du deren Bilder verwenden darfst bzw nachfragen ob das erlaubt ist oder wo du Bilder von dem Artikel beziehen kannst.
    Hier muss man ein wenig aufpassen.

    Bei manchen meiner Artikel habe ich den Hersteller direkt kontaktiert und den gefragt, dass ich meine Artikel bei dem autorisierten Grosshändler kaufe und ich möchte gerne die Herstellerbilder verwenden.
    Die haben mir dann eine Mail geschickt mit einem Link, wo ich die Bilder runterladen darf, welche für Verkaufszwecke frei sind. Manche Produzenten sagen auch, das man die Bilder vom Grosshändler nehmen darf.

    Wo man aufpassen muss ist zum Beispiel, du kaufst eine gebrauchte Luxustasche von Lous Vuitton, und machst ein Photo und stellst das in den Shop ein. Da fängst du dir eine Abmahnung, weil das VL ist geschützt und bedarf der Genehmigung des Inhabers, welche du nie bekommen wirst, weil die damit den PReis hochhalten können.

    Du siehst, Shop aufmachen ist ganz einfach, aber der eingestellte Artikel birgt Gefahren.

    Achja, Allgemeine Geschäftsbedingungen schreiben und einstellen, das ist wichtig. Onlinekunden zanken sich gerne, gerade was die Regelung angeht wenn der Artikel zurück geht, warum auch immer. Gesetz in D ist da ganz klar, Käufer trägt die Kosten, aber weil die grossen Shops das nicht machen glaubt jeder, die kleinen Shops müsste sich danach auch richten, das ist falsch. Rückgabe genau definieren =!""

    Garantie genau definieren, bei technischen Geräten, also B2C 2 Jahre, B2B 6 Monate oder 1 Jahr je nach dem.
    Gebrauchte Artikel haben auch eine Garantie ! wenn du an Privat verkaufst
    Also ganz genau beschreiben.

    Gerichtstand ist an deinem Heimatort, wichtig das muss drinstehen, denn das wurde geändert seit einigen Jahren. Wenn das nicht definiert ist, dann ist der Gerichtstand der des Klägers und wenn du in München bist und der klagt in Hamburg, dann wird es teuer für dich.

    Die Versandzeiten angeben. Also Ware erst losschicken wenn Geld das ist.
    Da kann ein Versand schon mal 1 Woche dauern, da wird schon manch Kunde nervös. Deshalb immer in Mailkontakt bleiben mit dem Kunden, und mitteilen was gerade passiert. Ware Bestellt, Versandfertig, Geld angekommen, Ware versand etc.

    Vorsicht bei Bestellungen aus dem Ausland und Bezahlung via PAYPAL. Wärend die Ware auf dem Weg ist, wird die Zahlung zurückgeholt mit der Begründung, nicht angekommen. Bis das geklärt ist ist die Ware schon angekommen und verschwunden, denn die Zustelladressen sind Fake die Paypalkonten gehackt.
    Das hatten wir schon häufig mit Italien oder Portugal diese Betrugsfälle.
    EU Nachnahme ist eine Lösung, dauert zwar eine Weile bis das Geld da ist, aber da gibts nur Ware gegen CASH.

    Ausland nur gegen Vorkasse über die Bank, alles andere kann schnell in einen Betrug vom Kunden enden, also PAYPAL oder Kreditkarte etc.

    Keine Schecks annehmen egal was die erzählen !


    Zur Technik

    SHOP IMMER BACKUP MACHEN REGELMÄSSIG ! Sowohl vom Shop als auch von der Datenbank

    Shops werden liebend gerne gehackt, denn man will an die Kundendaten ran oder umsomst Ware bestellen.
    OSCOMMERCE / XT COMMERCE oder andere stehen da ganz oben auf der Hacker liste.

    Es sollte täglich ein Backup gemacht werden und die Backups sollten mindesten über 2 Monate laufen bzw 2 Monate zurückreichen.

    Nicht zu viel automatisieren, denn das gibt Betrug oder Hacker die Möglichkeit, den Shop wenn er gehackt ist in sekundenschnelle amok laufen zu lassen.
    Der Schaden kann enorm sein. Lieber mal an einer Stelle ein Kontrollmechanismus einbauchen, also ein Klick vom ADMIN wird benötigt.
    So behälst du den Überblick
    Vorsicht mit Mails die du erhälst, manche schicken dir böse Anhänge um deinen Shop über deinen PC auszuhebeln.
    Nenne den ADMINISTRATOR um in Verwalter oder sonst einen Namen, wie kitekat.
    Es gibt BOTS die so was automatisiert abfragen um zu hacken.

    Klingt alles schlimmer als es ist. Wenn du jeden Tag deinen Shop checks, hast du schon gut den Überblick.
    Auch jeden Tag das Bankkonto checken, ob die Rechnungssumme mit der Überweisung übereinstimmt. Manche trixen auch da. So mal eben die Versandkosten vergessen und dann meckern wo die Ware bleibt und mit der Polizei drohen. So Idioten hatte ich auch schon, da habe ich mal eben angerufen und dem das erklärt, da war dann Ruhe im Karton.
    Denn wenn ein Webshop dich anruft, damit rechnen die nicht hehehe.

    Also ergo:

    Was brauchst du:
    Gewerbeschein
    UST ID
    EORI
    Bankkonto
    AGBs schreiben
    Tabelle Versandkosten schreiben
    Rücksendung definieren
    Gerichtstand definieren
    Ausland Bestellungen Definieren > Ablauf und Bezahlung

    Eventuell Paypal Kto eröffnen
    oder Firma suchen welche das Clearing macht für kreditkartenzahlung (lohnt nur bei vielen Bestellungen am Tag)


    Klärung Versandkosten
    DHL / UPS / TNT / HERMES etc
    Einfach anrufen und Preisliste schicken lassen

    Webshop
    Provider suchen
    1 und 1 / Strato etc
    Webshop aussuchen, also OSCOMMERCE oder XT Commerce
    es gibt auch andere OPENCART z.b

    Design checken und erstellen
    Artikel einstellen

    Bestellungen und Bezahlungen durchspielen mit deinem Shop

    BACKUP EINRICHTEN oder Planen
    auch mal testen wie das geht, also den Shop wieder herstellen, dann siehst du ob das Backup was taugt bzw seinen Zweck erfüllt.

    WICHTIG: sich auch mal Gedanken machen, wenn du 200 Bestellungen am Tag erhälst, wie du das abwicklen willst. Kannst du das alles alleine oder brauchst du Hilfe. Denn wenn mehr Manpower gefragt ist hast du auch mehr Kosten, sind also die Verkaufspreis ok in deinem Shop.

    So das mal so grob

    good luck

  4. #4
    Avatar von Olaf Totzek
    Dabei seit
    10/2011
    Ort
    Niedersachsen
    Alter
    56
    Beiträge
    117
    Hallo schorsch,

    sei bitte so nett und schreib mir wie ich das abwickeln muss mit EU Nachnahme. Finde nix im Netz!
    Mein Fall soll nach Spanien an Firma überweisen die Hälfte der Auftragssumme. Nach Erhalt der Ware den Rest. Aber die Hälfte ist hier schon ein Entspannter Monat für den falschen Empfänger. Wie wickle ich das ab. Ich danke Dir! Olaf
    Signatur entfernt

  5. #5
    Avatar von imported_schorsch
    Dabei seit
    06/2008
    Ort
    Taiwan, Taipei
    Beiträge
    823
    Jeder Paketdienst bietet das an, ob DHL/HERMES oder UPS bzw TNT
    das musst du als gewünschte Leistung nur ankreuzen.
    Hier gibt es Extrakosten und das Geld braucht ca. 10 Tage bis es dann auf deinen Konto ist

    Unterschiede werden nur gemacht in der Höhe des Betrages, welcher per Nachname eingefordert werden kann und die Gebühren hierfür natürlich

    check mal hier die DHL Seite als Beispiel
    https://www.dhl.de/de/paket/informat...rnational.html

    ach ja hatte ich vergessen.
    Du kannst ein Paket nicht in D losschicken und dann auf ein Konto in Spanien auflaufen lassen. Das verbietet die Regelung zur Geldwäsche und auch die internationalen Vereinbarungen im Post- und Paketverkehr.

    Was du machen kannst, du kannst eine Spedition beauftragen im Namen der spanischen Firma und bei der Beauftragung eine Nachname verfügen die dann an die spanische Firma geht. Dann geht aber auch die Frachtrechnung dahin normalerweise.
    Aber das kannst du machen.

    Bei grossen Summen empfiehlt sich eh andere Wege an das Geld zu kommen, z.B. 10000 Euro...da arbeitet man besser mit einer Bank zusammen um mit Bürgschaften etc zu arbeiten.

    Nachname ist nur geeignet so bis maximal 1000 Euro, alles darüber machen die Paketdienst glaube ich gar nicht mehr.
    Bei DHL ist z.b. Spanien nur mit 1124 EUro Höchstbetrag möglich

  6. #6
    Avatar von Olaf Totzek
    Dabei seit
    10/2011
    Ort
    Niedersachsen
    Alter
    56
    Beiträge
    117
    Hallo schorsch,

    ich danke Dir für Deine Antwort.
    Signatur entfernt

  7. #7
    Avatar von imported_schorsch
    Dabei seit
    06/2008
    Ort
    Taiwan, Taipei
    Beiträge
    823
    gern geschehen und viel Glück für den Shop

  8. #8

    Dabei seit
    08/2010
    Beiträge
    29
    Vielen Dank schorsch

    die AGBs kann man ja kaufen!

  9. #9
    Avatar von imported_schorsch
    Dabei seit
    06/2008
    Ort
    Taiwan, Taipei
    Beiträge
    823
    Achtung , ab dem 1.1.2015 tritt eine Änderung der Mehrwertsteuerergelung in Kraft, welche schon ab 01.10.2014 losgeht.
    Soweit ich das verstanden habe, müssen bei Eservices die lokale Mehrwertsteuer des Landes vom Käufer berechnet und abgeführt werden

    Mal bei der Webseite beim Bundesamt für Finanzen schauen unter Internationale/Nationale Umsatzsteuer.

    Das ist echt ein Problem da man in allen Finanzämtern der EU Länder registriert sein muss.

  10. #10

    Dabei seit
    11/2006
    Beiträge
    284
    Zitat Zitat von schorsch Beitrag anzeigen
    Achtung , ab dem 1.1.2015 tritt eine Änderung der Mehrwertsteuerergelung in Kraft, welche schon ab 01.10.2014 losgeht.
    Soweit ich das verstanden habe, müssen bei Eservices die lokale Mehrwertsteuer des Landes vom Käufer berechnet und abgeführt werden

    Mal bei der Webseite beim Bundesamt für Finanzen schauen unter Internationale/Nationale Umsatzsteuer.

    Das ist echt ein Problem da man in allen Finanzämtern der EU Länder registriert sein muss.
    Das betrifft doch aber nur Dienstleistungen - keine Warenlieferungen? Oder hat jemand ne anderen, belastbare Quelle dazu?
    Hajo Badura Import-Export & Vertrieb
    Handel mit Industriebedarf
    Logistikservices & Fulfillment

    Johann-Georg-Herzog-Str 3
    D-96369 Weissenbrunn
    Tel (+49) 09261 / 9620 477
    Fax (+49) 09261 / 9620 478
    [email]office@HB-Impex.com[/email]

  11. #11
    Avatar von imported_schorsch
    Dabei seit
    06/2008
    Ort
    Taiwan, Taipei
    Beiträge
    823
    Das betrifft z.B: EBOOKS oder Software Downloads, Musik Downloads, etc ESERVICES halt.

    Das Ministerium für Finanzen startet damit einen Testballon, wenn sich das bewährt, soll das für alle Waren eingeführt werden.
    Gilt aber nur im Geschäftsverkehr für B2C .
    Im B2B Bereich wird damit das Reverse Charge Verfahren weiterhin gelten

    Aktuel von der Webseite

    Vat on eServices

    Gegenstand des Verfahrens Vat on eServices (VOES) oder eCommerce (ECOM) ist die Umsatzbesteuerung der elektronischen Dienstleistungen, die von Unternehmern mit Sitz außerhalb der EU an in der EU ansässige private Leistungsempfänger erbracht werden. Die am Verfahren teilnehmenden Drittlandsunternehmer lassen sich in einem Mitgliedstaat ihrer Wahl registrieren, geben dort ihre Steuererklärung für sämtliche von ihnen in der EU erbrachten steuerpflichtigen Leistungen ab und zahlen den fälligen Steuerbetrag. Die einzelnen Mitgliedstaaten tauschen turnusmäßig Informationen über Registrierungen, Steuererklärungen und Zahlungen aus, spielen empfangene Daten in ihre jeweilige Datenbank ein und leiten für andere Mitgliedstaaten erhaltene Zahlungen an diese weiter.

+ Auf Thema antworten

Lesezeichen

Lesezeichen