DAX30
Gold
Brent Oil
EUR/USD
+ Auf Thema antworten
Ergebnis 1 bis 5 von 5

Thema: CE-und RoHS -Zertifikate und Berichte vorhanden, was nun?

  1. #1

    Dabei seit
    06/2014
    Beiträge
    3

    CE-und RoHS -Zertifikate und Berichte vorhanden, was nun?

    Hallo,

    ich bin Einzelhändler hier in Deutschland. Ich habe das Forum zu meinem Thema durchsucht und habe einige Anhaltspunkte gefunden, allerdings nicht meine Frage beantwortet bekommen.

    Folgendes Problem:
    Ich möchte Beleuchtung für den Outdoorbereich aus China importieren. Im Importgeschäft bin ich noch neu. Der Produzent ist eine größere Unternehmung in China.
    Ich habe sämtliche Zertifikate und Prüfberichte und ein Probeprodukt vorliegen: (Die CE-Kennzeichnung am Produkt selbst wäre unproblematisch)

    - EC - Zertifikat und Prüfbericht LVD (Niederspannungsrichtlinie)
    - EC - Zertifikat und Prüfbericht EMC (Elektromagnetische Verträglichkeit)
    - RoHS - Zertifikat und Prüfbericht

    Die Sprache ist Englisch, alle von Ende Dezember 2013. Es sind auch die Test-Standarts erwähnt. Diese jetzt noch aufzuzählen würde wohl den Rahmen hier sprengen.
    Das prüfende Unternehmen nenn sich "BST" genauer "Shenzhen BST Technology Co. Ltd"
    Was von diesen chinesischen "Prüfanstalten" zu halten ist habe ich bereits gelesen.
    Vielleicht kenn jemand genau diese und kann was dazu sagen?

    Die Frage ist nun, was sind die weiteren Schritte um diese Produkte rechtssicher in Deutschland vertreiben zu dürfen?

    Eine zusätzliche deutsche Prüfung würde wohl meinen finanziellen Rahmen sprengen und die ganze Sache unrentabel machen.

    Mir fällt es sehr schwer bei Dschungel an Richtlinien und Auflagen den Durchblick zu behalten.

    Vielen Dank im Voraus für die Hilfe!

  2. #2

    Dabei seit
    01/2014
    Ort
    Nähe Dortmund
    Beiträge
    8
    Hallo,
    mit Richtlinien für Elektronik kenne ich mich leider nicht 100%ig aus, versuche aber trotzdem einmal etwas zu
    helfen...

    Die genannten Zertifikate sind notwendig und werden wohl in den Analysenwerten z. B. bei RoHS entsprechen. Dabei sind es in der Hauptsache Grenzwerte für Schwermetalle(z.B. Blei, Cadmium ). Im englischen steht dann dort meistens als Ergebnis: Pass.

    Soweit ich weiss ist allerdings die CE Kennzeichnung ebenfalls Pflicht um Waren in Europa auf den Markt zu bringen beziehungsweise zu importieren. Das wäre, so meine ich ebenfalls , Sache des Herstellers.

    Das genannte Prüflabor kenne ich leider nicht. Ich war einaml auf der Internetseite und habe gelesen, das sie FDA Zertifiziert sind. Das ist die amerikanische Überwachungsbehörde und eigentlich strenger als die Europäische beziehungsweise Deutsche.

    Um sicher zu gehen könntest du dich einmal unverbindlich an SGS( ein akreditiertes Prüflabor in Deutschland) oder an den TÜV Rheinland wenden. Eventuell bekommst du dort einige Antworten auf Fragen ( welche Zertifikate du insgesamt brauchst) und einen Kostenvoranschlag für notwendige Dienstleistungen.

    Ebenso könntest du dich an ein Überwachungsamt wenden. Normalerweise helfen sie dir dort gerne weiter, da man natürlich daran interessiert ist das keine gefährdenden Waren hier auf den Markt kommen das wäre kostenlos.

    Schöne Grüsse

  3. #3

    Dabei seit
    11/2009
    Ort
    92342 Freystadt
    Alter
    67
    Beiträge
    114
    Hallo,
    dem Thema CE-Zertifizierung widme ich mich seit geraumer Zeit. Eigentlich bin ich Spezialist für Fragen aus dem Zoll- und Außenwirtschaftsbereich - das hat lediglich eine Parallele und zwar die Verhandlungen mit Behörden im weitesten Sinne. Inhaltlich habe beide Themen nichts miteinander zu tun. Die Statist. Warennummer für "Lampen" ist:
    9405 40 91 Beleuchtungskörper Of a kind used with filament lamps (Glühlampen)
    und hat einen Importzollsatz von 2,7%. Ist nur ein Beispiel - Deine Lampen können anders aussehen, aber das weiß ich jetzt nicht.
    Zur CE Zertifizierung habe ich gelernt, dass derjenige, der die Waren in den Verkehr bringt für die Zertifizierung verantwortlich ist - und das ist meistens nicht der Hersteller.
    Die chinesische Prüfstelle scheint akzeptabel zu sein. Wenn diese Stelle von der Food and Drug Association (FDA) zertifiziert wurde, dann ist das schon einmal gut. Ich würde die Zertifikate und die Testlampe nehmen und zu einer sog. Benannten Stelle (TÜV, Dekra) gehen und um ein Gespräch bitten. Ich gehe davon aus, dass eine Prüfstelle in Deutschland die chinesische Prüfgesellschaft kennt, einschätzen kann und die Dokumente auf ihre Echtheit eine Aussage machen kann. Kosten, wenn überhaupt, dürften übersichtlich sein.
    Viel Glück und denk dran: wenn man will findet man Wege, wenn man nicht will findet man Gründe
    Gruß
    Reinhard

  4. #4

    Dabei seit
    03/2016
    Beiträge
    1
    Ich beschäftige mich auch gerade mit dem Thema, jedoch mit anderem elektronischen Zubehör.

    Ich habe sehr viel über diese Seite erfahren, welche mir Informationen sehr gut verständlich näher gebracht hat.

    http://www.ce-zeichen.de/

    Ich würde dir auch raten, jedes dieser Gesetze und Richtlinien, welche auf dein Produkt zutreffen mal bei nem Glas Rotwein zu lesen und die wichtigsten Paragraphen zu markieren. Oft werden gewisse Voraussetzungen und Plichten bei den Ratschlägen in Foren oder sonstwo vergessen.

    Bspw. dieser §9 II EMVG:

    "Zu jedem Gerät sind auf dem Gerät, seiner Verpackung oder den beigegebenen Unterlagen der Name und die Anschrift des Herstellers anzugeben. Ist der Hersteller nicht in der Gemeinschaft ansässig, sind auch der Name und die Anschrift seines in der Europäischen Union ansässigen Bevollmächtigten oder der Person anzugeben, die für das Inverkehrbringen des Gerätes in der Gemeinschaft verantwortlich ist."

    Machst du das nicht, ist das schon mal ein Abmahngrund!

    Ich stelle mir auch gerade die Frage, in wie weit ich den Zertifikaten des chinesischen Herstellers vertrauen kann. Kennzeichnungen können die drucken was das Zeug hält, aber wozu diese dienen, wissen viele nicht!

    Ich habe bisher auch noch keine Prüfstelle in Deutschland aufgesucht. Ich nahm auch an, dass mich das ein Vermögen kosten würde!

    Informationen zu benannten Stellen findet man beispielsweise auf der Seite der Bundesnetzagentur.
    Prüfstellen gibt es in nahezu jeder Stadt! Google mal bspw. "EMV Prüfstelle + deine Stadt"

    Ich hatte mich vor kurzem mit einem Importeur/Händler (10000 verschiedene Produkte) getroffen und Rat eingeholt. Er meinte, dass es gängig ist, dass bspw. deutsche Anleitungen aus Kostengründen oft nicht angefertigt werden. Man hat hin und wieder eh mit der Bundesnetzagentur oder anderen zuständigen Behörden zu tun und einigt sich und zahlt etwas Strafe, was zu verkraften wäre.
    Darüber war ich sehr erstaunt! Nichts desto trotz, werde ich auch versuchen, alles bestmöglich der Norm entsprechend zu lösen und vielleicht hat hier jemand noch Erfahrungen und Ratschläge für mich zu dem Thema!

    Viele Grüße

  5. #5
    Avatar von imported_schorsch
    Dabei seit
    06/2008
    Ort
    Taiwan, Taipei
    Beiträge
    823
    Einen Testbericht zu haben ist schon mal der Anfang. Jetzt must du rausfinden, ob anhand des "Musters" deines Produktes schon eine Zertifizierung vorliegt bei einer Akreditierten Stelle , wie TÜV China, welcher annerkannt ist vom Bundesamt.

    Das kannst du nur rausfinden, wenn du den TÜV in China anrufst und die fragst, ob das Produkt schon mal bei denen ware bzw SGS macht das auch.
    Ein Chinesischesn Prüflabor ist in D / EU nicht akreditiert, die erstellen lediglich nur die Berichte über das Produkt im Auftrag des Produzenten.
    Ich glaube die BST stellt nur die Betriebssicherheit fest und was in dem Produkt enthalten ist, was man wieder für die ROHS braucht.
    check mal www.bst-test.com, das ist deren Seite.
    Soweit ich weis macht die BST keine CE Zertifizierung.

    Eine CE in China ist auf alle Fälle schneller und billiger als in Deutschland. In Deutschland fragen beim Import auch schon die Zöllner danach. Wenn du keine hast, bleibt die Ware so lange stehen im Lager bist du eine hast. Das alleine kann schon gut Geld kosten wenn man nur an die Lagergebühren denkt.

    Ruf deinen Produzenten an und sag denen du brauchst CE auf dem Produkt sonst kannst du es nicht kaufen. Wenn der schon rumeiert, dann weis der das es schwierig wird. Wenn der sofort ja sagt, dann lass den machen.

    Ich kauf nix in China was nett CE hat, den Stress das selber zu machen, tuhe ich mir nicht an. Ich prüfe nur das Zertifikat ob das echt ist und das wars.

+ Auf Thema antworten

Ähnliche Themen

  1. DAX ohne Unterstützungslinie
    Von Thomas Heydrich im Forum Thomas Heydrich
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 07.11.2011, 14:54
  2. Samaraenergo (WKN 912361)
    Von Hasi im Forum Aktien aus Osteuropa und Russland / GUS
    Antworten: 44
    Letzter Beitrag: 08.08.2011, 13:28
  3. Rede Putin's zur Hannovermesse Eröffnung
    Von HIG im Forum Aktien aus Osteuropa und Russland / GUS
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 11.04.2005, 11:12

Lesezeichen

Lesezeichen