Hallo zusammen,

das ist mein erster Beitrag hier und ich hoffe auf Hilfe erfahrener Importeure. Wir haben einen Container über eine Spedition importieren lassen. Das war der dazugehörige Angebotstext:

" ab FOB ... bis DAP ... bitte sehen Sie nochmals anbei:

Ab FOB bis DAP EUR
Zoll und Einfuhrumsatzsteuer gem. Auslage

Dieses Angebot ist exklusive einer Transportversicherung, Zölle und Steuern, Lagergeld, Wartezeiten, Demurrage, Detention und Drop Off Gebühren. Es basiert auf heutigen Kursen/Kosten und ist freibleibend bis zum endgültigen Abschluss."


Das Schiff sollte am 11.10. in Hamburg ankommen und am 16.10. sollten wir den Container in unserem Lager ausladen können. Am 12.10. habe ich die Nachricht erhalten, dass noch keine Zollfreigabe vorliegt und die Anlieferung sich um einen Tag auf den 17.10.10. verschiebt. Am 13.10. wurde ich vormittags darüber informiert, dass die Deadline für eine Anlieferung am 17.10. eine Zollfreigabe bis 12 Uhr ist. Am gleichen Tag um kurz nach 14 Uhr wurde mir mitgeteilt, dass weiterhin keine Zollfreigabe vorliegt und die Bahn die Verladung des Containers auf den frühestmöglichen Zeitpunkt, den 23.10. verschiebt. Dadurch entstehen die oben genannten zusätzlichen Kosten für Lagergeld, Demurrage und Detention.

Alternativ hatte mir die Spedition angeboten, den Container am Donnerstag, den 19.10. per LKW holen zu lassen und für einen hohen dreistelligen Aufpreis zzgl. der bis dahin entstanden Lagerkosten etc. am Freitag, den 20.10. anzuliefern. Dem habe ich aus verschiedenen Gründen zugestimmt.

Nun überlege ich, ob ich tatsächlich die gesamten anfallenden Kosten (Lager etc. sowie LKW-Transport) tragen muss. In einem Gespräch mit dem Zoll habe ich erfahren, dass die Voranmeldung am 10.10. um 16.01 Uhr vorlag, der Container am 13.10. um 16.20 Uhr freigegeben war. Laut Zoll wäre das eine übliche, momentan sogar außergewöhnlich schnelle Abfertigungszeit. Wenn die Spedition den Weitertransport so knapp plant, dass die Zeit nicht reicht und dann zeitnah keinen alternativen, freien Bahnplatz erhält oder einen LKW stellen kann, ist das meines Erachtens nicht mein Verschulden, sondern das der Spedition. Daher sollte die Spedition die Zusatzkosten tragen. Anders wäre für mich die Situation bei Lagergeld, das aufgrund nicht von der Spedition zu verantwortenden Umstände anfällt.

Wie seht ihr die Situation?

Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße
Julian Sauter