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Thema: Themen des Tages

  1. #1

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    Themen des Tages

    Heute kein Brexit
    Oder vielleicht doch? Am Tag des ursprünglich geplanten Austritts der Briten aus der EU bringt Theresa May den Hauptteil ihres Scheidungs-Abkommens erneut zur Abstimmung im Parlament. Ihr Rücktrittsversprechen hat die Arithmetik verändert, aber wahrscheinlich nicht ausreichend. Sollte das Parlament bis 23 Uhr Londoner Zeit das Abkommen nicht absegnen, muss Großbritannien entscheiden, ob es entweder am 12. April die EU ohne eine Abkommen verlässt - was die Wirtschaft schwer treffen würde - oder den Brexit womöglich um viele Monate oder gar Jahre aufschiebt. May hat derzeit weder ausreichend viele Abgeordnete ihrer eigenen Partei, noch die 10 Mitglieder der nordirischen DUP auf ihrer Seite, die ihre Minderheitsregierung stützen.

    Chancen für deutsche Großbankenfusion schwinden
    Deutsche Bank und Commerzbank prüfen weiterhin eine Fusion, aber die Chancen auf einen Deal sind gesunken, heißt es von mehreren Personen, die darum baten, namentlich nicht genannt zu werden. Widerstände von Seiten der Arbeitnehmer und Gewerkschaften seien groß und einige der Hauptaktionäre der Deutschen Bank, darunter die Regierung von Katar, seien skeptisch bezüglich des Plans. Auch innerhalb der Banken wüchse wegen den Notwendigkeiten einer Neubewertung des Kreditportfolios der Commerzbank und einer Restrukturierung der Investmentbank der Deutschen Bank die Skepsis. Sollte eine Fusion kommen, sind auch Arbeitsplatzverluste in Asienvorprogrammiert, schreibt Bloomberg-Kolumnistin Nisha Gopalan.

    Hoffnung auf Handelsabkommen unterstützt Aktienmärkte
    Die Aktien stiegen weltweit am Freitag, da Anleger die Wachstumsaussichten und Chancen für ein Handelsabkommen zwischen den USA und China einzuschätzen versuchten. Bergbauwerte und Einzelhändler führten Gewinne im Stoxx Europe 600 Index an. Ob die Aktienmarkterholung bis in das zweite Quartal hinein anhalten kann, hängt möglicherweise vom Ergebnis der Handelsgespräche zwischen chinesischen und amerikanischen Verhandlungsführern ab, die sich derzeit Zeile für Zeile durch den Text eines Abkommens arbeiten, wie von informierten Personen zu erfahren war. Unter den deutschen Werten stiegen SLM Solutions um bis zu 20 Prozent nach einer Meldung, dass Großaktionär Elliott Advisors seinen Anteil im Zuge einer Kapitalerhöhung aufstocken wird. Nemetschek klettern um bis zu 7,2 Prozent nach Vorlage von Zahlen und Ausblick. Im DAX verloren Wirecard gegen den Trend, da ein neuer FT-Bericht belastete.

    Die Türkei ist ein heißes Eisen für Investoren
    Vor den türkischen Kommunalwahlen am Sonntag sind die Finanzmärkte des Landes auf Achterbahnfahrt, wie Tagesgeldsätze zwischen 24 Prozent und 1.300 Prozent in dieser Woche zeigten. Der 210 Milliarden Dollar schwere türkische Markt für Schuldtitel bringt die höchsten Renditen unter den Schwellenländern, aber Teilnehmer tun sich mit der Positionierung schwer. Die Währung brach am letzten Freitag um mehr als 5 Prozent ein, bevor sie am Montag und Dienstag steile Gewinne verzeichnete, da die Regierung die Banken unter Druck setzte, gegen Lira-Liquidität vorzugehen. Die Lira sank wieder, nachdem Präsident Recep Tayyip Erdogan sich als "Feind der Zinsen" bezeichnet hatte. Die Infektionsgefahr für EU-Banken ist begrenzt, heißt es bei Goldman Sachs.

    Achten Sie auf Ihren Zugnachbarn!
    Am 15. Juli 2014 stieg ein Dealmaker von Lazard Ltd. in einen Eurostar-Zug von London nach Paris und tippte wild auf mehreren Mobiltelefonen herum. Er achtete nicht auf seinen Sitznachbarn mit Drei-Tage-Bart und Freizeitkleidung. Verhängnisvoller Fehler. Dealmaker Vincent Le Stradic arbeitete während der zweieinhalb Stunden dauernden Fahrt weiter, ohne zu ahnen, dass er seinem Sitznachbarn, einem UBS-Banker, Einblick in ein kurz vor der Veröffentlichung stehendes Übernahmeangebot in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar bot. Einzelheiten des Vorgangs kamen am Donnerstag bei einer Anhörung der französischen Finanzmarktaufsichtsbehörde ans Licht. Hintergrund des Falls ist der kühne Versuch der Übernahme von T-Mobile US Inc. durch Iliad SA, ein von Xavier Niel gegründeten französischen Mobilfunkanbieter. Le Stradic war und ist einer der engsten Finanzberater des französischen Milliardärs, während der Mann auf dem Sitz neben ihm, Alexandre Zaluski, im Investment-Banking-Bereich der UBS in London tätig war und sich auf den Aktienmarkt konzentrierte.

  2. #2

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    Europas Autoindustrie steht vor Umbau
    PSA und Fiat Chrysler prüfen eine Partnerschaft, um Investitionskosten beim Bau von Autos in Europa zu senken, heißt es von Personen, die mit den Gesprächen vertraut sind. Die Konzerne haben Vorgespräche geführt, um eine gemeinsame "Superplattform" für Pkw zu schaffen, was die Investitionskosten in der wettbewerbsintensiven Region reduzieren würde. Die Härte des Wettbewerbs ist es, die den Druck in Richtung Kooperationen und Übernahmen erhöht, schreibt Bloomberg-Kolumnist David Fickling. Auch wenn nationale Interessen einer Konsolidierung häufig im Wege stehen, seien angesichts niedriger Finanzierungskosten und Unternehmensbewertungen im Sektor Bar-Übernahmen derzeit "phänomenal billig."

    Erdogan verliert wichtige türkische Städte
    Zum ersten Mal seit 1994 haben sich viele türkische Städte am Sonntag gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan gewandt. Die Hauptstadt Ankara und Städte entlang der Mittelmeerküste gingen Erdogans Bündnis bei Kommunalwahlen verloren. Auch in Istanbul liegt die Opposition vorn, während Erdogans Block sich weitgehend im ländlichen Landesinneren behauptete. Die türkische Lira sank am Montag um 1,9 Prozent auf 5,6762 pro Dollar um 10:47 Uhr in Istanbul. Die Overnight-Swapsätze stiegen und die Aktien gaben nach.

    China-Daten stützen Aktienmärkte
    Die europäischen Aktien stiegen, da starke Produktionsdaten aus der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt dazu beitrugen, die Sorgen der Anleger über eine Verlangsamung des globalen Wachstums zu verringern. Der Stoxx Europe 600 Index kletterte und die europäischen Automobilhersteller präsentierten sich mit dem stärksten Anstieg binnen drei Monaten, nachdem die PMI-Daten der chinesischen Industrie im März die höchste Schätzung in Bloomberg-Umfragen übertrafen, was auf eine Beschleunigung der dortigen Aktivität hindeutet. In Deutschland stiegen ProSiebenSat.1 um bis zu 2,9 Prozent, nachdem das Unternehmen sein bestes erstes Quartal seit 2016 gemeldet hatte. Wirecard stiegen, nachdem CEO Markus Braun in einem Interview mit der FAZ die Auswirkung einer Fehlbuchung von 2,5 Millionen Euro auf die Bilanz als "marginal" bezeichnet hatte. .

    Im Brexit-Drama übernimmt wieder das Parlament
    Bereits zum zweiten Mal werden die britischen Abgeordneten am heutigen Montag die Kontrolle über die parlamentarischen Verfahren übernehmen, um Premierministerin Theresa Mays dreimal durchgefallenen Brexit-Plan durch einen zu ersetzen, den sie unterstützen können. Das Unterhaus wird wahrscheinlich Brexit-Optionen wie eine Zollunion, den Binnenmarkt oder eine Kombination aus beidem diskutieren, und auch die Durchführung eines Bestätigungs-Referendums zum Brexit wird zur Debatte stehen. Unterdessen wächst in Brüssel die Befürchtung, dass angesichts des Zeitdrucks eine wirtschaftlich schädliche Trennung ohne Einigung nicht zu vermeiden sein könnte. Hier eine Übersicht über die Optionen.

    Deutsche Industrie im März noch schwächer als gedacht
    Der Rückgang im deutschen verarbeitenden Gewerbe, der Investoren auf die Flucht in Safe-Haven-Anlagen geschickt hatte, erweist sich als tiefer denn ursprünglich erwartet. IHS Markits Einkaufsmanagerindex fiel im März auf 44,1, was unter dem vorläufigen Wert von 44,7 war, der bereits deutlich unter den Schätzungen der Ökonomen lag. Bloomberg-Volkswirte sehen nur begrenzten Raum für Optimismus bezüglich der deutschen Wirtschaft und haben ihre Wachstumsprognose für das erste Quartal auf 0,1 Prozent gesenkt von 0,2 Prozent, und das Wachstum im zweiten Quartal auf 0,2 Prozent von 0,3 Prozent herabgestuft. Damit dürfte die Wirtschaft 2019 nur noch um 0,6% wachsen. In der Eurozone fiel der PMI auf den niedrigsten Stand seit April 2013.

  3. #3

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    USA und China nähern sich Handelsabkommen
    Chinas Vizepremier*Liu He*nimmt am heutigen Mittwoch in Washington die*Handelsgespräche*mit US-Finanzminister*Steven Mnuchin*und dem Handelsbeauftragten*Robert Lighthizer*wieder auf. Die meisten Fragen im Zusammenhang mit dem Deal seien gelöst, aber eine Einigung stehe noch in der Frage aus, was mit den bestehenden US-Zöllen auf chinesische Waren geschehen soll,*berichtete*die FT unter Berufung auf Verhandlungskreise. Auch bei der Festlegung eines Durchsetzungsmechanismus, der sicherstellt, dass Peking die Vereinbarungen umsetzt, hakt es demnach noch. Nach den Verhandlungen in der vergangenen Woche hatte China von "neuen Fortschritten" gesprochen. Beide Seiten arbeiten sich Zeile um durch eine Vorlage für die Präsidenten der beiden Länder, hieß es aus informierten Kreisen.

    Deutsche Bank USA drückte bei Danske ein Auge zu
    Compliance-Mitarbeiter der Deutschen Bank haben beizeiten auf einen Teil von mindestens 150 Milliarden Dollar an Transaktionen hingewiesen, die die US-Tochter für eine winzige estnische Tochter der Danske Bank abwickelte, so ein ehemaliger Compliance-Verantwortlicher. Manche der in Florida angesiedelten Angestellten, die um eine erweiterte Überprüfung bestimmter Klienten ersuchten, erhielten von ihren Vorgesetzten eine vertraute Antwort:*Halten Sie die Klappe, konzentrieren Sie sich auf die Transaktion vor Ihnen, archivieren Sie Ihren Papierkram und machen Sie weiter. Die Deutsche Bank wollte sich zu ihren vergangenen Praktiken nicht äußern, wies aber darauf hin, dass ihre US-Tochter in den letzten Jahren die Kontrollen verstärkt und mehr Personal zur Bekämpfung von Finanzkriminalität eingestellt habe.

    Europas Aktien profitieren von Handelsoptimismus
    Die europäischen Aktien steigen aufgrund von frischem Optimismus, dass die USA und China bei der Wiederaufnahme der Handelsgespräche in Washington eine Einigung erzielen werden. Der Stoxx Europe 600 Index schloss sich einer globalen Rally an, wobei Bergbauwerte und Automobilhersteller zulegen konnten. Auch Daten aus China unterstützten. "Die jüngsten Ergebnisse der chinesischen Unternehmensstimmung zeigten eine deutliche Verbesserung", sagte*Dariusz Kowalczyk, Seniorstratege bei Credit Agricole. Sorgen über eine übermäßige Verlangsamung der Weltwirtschaft könnten allmählich zu den Akten gelegt werden und Risikoaktiva sollten weiter zulegen, so Kowalczyk. Bei den DAX-Werten führten Infineon die Liste der Gewinner an, da*Chip-Werte*positiv auf die Handels-Neuigkeiten reagierten.*Metro*legten um bis zu 2 Prozent zu nach einem Handelsblatt-Bericht, wonach der Real-Verkauf auf der Zielgeraden sei und zwei Investoren Gebote in Höhe von jeweils rund 900 Millionen Euro abgegeben hätten.

    May geht bei Brexit auf Labour zu
    Kurz nach Mittag Londoner Zeit am Mittwoch wird*Theresa May*eine Vorstellung davon haben, ob ihr*Erzrivale Jeremy Corbyn*behilflich sein kann, ihren Brexit-Deal zu retten. Am Dienstagabend gab sie ihre Strategie auf, Brexit zu einem Projekt ihrer Konservativen Partei und der nordirischen DUP zu machen, und bat Labour-Chef Corbyn, ihr zu helfen. Ihre Begegnung im Unterhaus gegen Mittag wird einen Hinweis auf die Erfolgschancen eines gemeinsamen Brexit-Ansatzes geben. Mays Hinwendung zu Corbyn öffnet die Tür zu einer viel weicheren Form von Brexit. Das könnte der britischen Wirtschaft helfen, deren dominanter Dienstleistungssektor im vergangenen Monat*zum ersten Mal seit mehr als zweieinhalb Jahren schrumpfte.

    Gold hui, Bitcoin pfui
    Gold*wird nach Meinung der Bloomberg-Intelligence-Analysten im Jahr 2020 voraussichtlich stärker gesucht werden, gestützt durch Käufe von Zentralbanken, Schmuck-Nachfrage und Käufen von Investoren, die das Metall als Absicherung nutzen. Die Attraktivität des Edelmetalls als sicherer Hafen könnte steigen, wenn die Aussichten für das globale Wirtschaftswachstum durch eine bestätigte Abkühlung der chinesischen Wirtschaft inmitten geopolitischer Spannungen und Handelskriege erschüttert werden, heißt es bei BI. Bitcoin hingegen tauge nicht als sicherer Hafen, und der Sprung über 5.000 Dollar vom Dienstag sei*kein guter Grund, zum Krypto-Bullen zu werden, schreibt Bloomberg-Kolumnist*Leonid Bershidsky*in einem Kommentar.

  4. #4

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    Altmaier fällt beim Mittelstand durch
    Der Verband der deutschen Familienunternehmer wird 70 und Peter Altmaier ist nicht eingeladen - in voller Absicht, wie es*bei der FAZ*heißt. In der Einladung fordere der Verband seine Mitglieder sogar auf, die Feier zur Demonstration gegen den Bundeswirtschaftsminister zu machen. "Altmaier hat das Wirtschaftsministerium beschädigt", sagt Verbandspräsident Reinhold von Eben-Worlée. Manche Unternehmer wünschten sich sogar einen Sozialdemokraten zurück: "Unter Sigmar Gabriel war mehr Zug drin", zitiert die Zeitung VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann. Nach der Europawahl könnte Altmaier als EU-Kommissar nach Brüssel wechseln,*schreibt*Ex-Handelsblatt-Mann Gabor Steingart unter Berufung auf "interne Planspiele".

    May versucht es mit Corbyn
    Die britische Premierministerin Theresa May hofft, die festgefahrenen Brexit-Verhandlungen zusammen mit ihrem politischen Hauptkonkurrenten Jeremy Corbyn*wieder in Gang zu bringen, da sie nach einem Kompromissplan sucht, den sie den EU-Regierungschefs auf einem Gipfel in dieser Woche verkaufen kann. Bei allen Differenzen mit Labour bestehe das Risiko, dass Großbritannien ohne Corbyns Unterstützung die EU nie verlassen werde, sagte May am Wochenende. Persönliche Treffen hat es am Wochenende aber anscheinend nicht gegeben und für Montag seien auch keine geplant, hieß es aus informierten Kreisen. Am Dienstag trifft May in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen. Das*Pfund stieg. Ohne eine weitere Fristverlängerung würden die Briten die EU am Freitag um 23.00 Uhr Ortszeit ohne Deal verlassen.

    Pessimismus an den Märkten zu Wochenbeginn
    Die Anleger starteten vorsichtig in die neue Woche, wobei europäische Aktien nach unten tendierten. Ein Handelsabkommen zwischen den USA und China lässt weiter auf sich warten. Der Stoxx Europe 600 Index rutschte ab, angeführt von IT- und Finanzwerten. In Deutschland stiegen*Rocket Internet*gegen den Trend, nachdem die Deutsche Bank die Aktien als unterbewertet bezeichnet hatte.*Continental*fielen nach einer Herabstufung bei Kepler. Bei*BMW*ging es abwärts, nachdem der deutsche Autohersteller im Zusammenhang mit einem EU-Kartellverfahren eine Rückstellung von mehr als 1 Milliarde Euro ankündigte.

    Die Eurozone ist - noch - nicht Japan
    Europas sklerotisches Wachstum und politische Dysfunktionalität führen häufig zu Vergleichen mit Japans verlorenem Jahrzehnt ab Mitte der 90er Jahre, aber da sind wir noch nicht. Das aktuelle Elend der Region - vom Einbruch der Industrie in Deutschland über die*Unfähigkeit Italiens zur Reform*bis zur offensichtlichen Niederlage der EZB bei der Normalisierung ihrer Geldpolitik - könnte ein ewiges Siechtum unvermeidlich erscheinen lassen, und tatsächlich ähnelt die Wirtschaft des Euroraums dem asiatischen Pendant vor zwei Jahrzehnten: Zinssätze bei oder unter Null, Berge von Schulden und notleidenden Krediten sowie eine alternde Gesellschaft. Kollegin Carolynn Look hat herausgearbeitet,*wo die Parallelen enden.

    Kleine Israel-Wahlkunde:
    Die*Israelis gehen am Dienstag zur Wahl, um die neue 120-köpfige Knesset zu wählen. Premierminister Benjamin Netanjahu liegt*in Umfragen vorn*und strebt eine fünfte Amtszeit an, was ihn zum dienstältesten Premier der einzigen Demokratie im Nahen Osten machen würde. Netanjahus Verwicklung in drei Korruptionsfälle hat allerdings der neuen "Blau-Weiß"-Partei unter der Führung von Ex-Militärchef Benny Gantz Rückenwind gegeben. Netanjahus aktuelle Koalition verfügt über eine hauchdünne Mehrheit von 61 Sitzen und besteht aus fünf Parteien; keine Partei hat jemals eine absolute Mehrheit errungen. Kleine Parteien - unter ihnen jüdische Ultra-Nationalisten und wirtschaftsorientierte Zentristen - könnten Königsmacher werden.

  5. #5

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    USA, China wollen Handels-Deal Ende Mai
    Hochrangige Regierungsbeamte der beiden größten Volkswirtschaften planen weitere Handelsgespräche, um bis Anfang Mai ein Abkommen zu erzielen, das Präsident Donald Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping Ende Mai unterzeichnen könnten, heißt es aus informierten Kreisen. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin planen demnach, in der Woche des 29. April nach Peking zu reisen. In der Woche darauf werde der chinesische Vizepremier Liu He zu Verhandlungen nach Washington kommen, und anlässlich seines Besuchs soll ein Deal verkündet werden. Ein Unterzeichnungsgipfel soll dann Ende Mai folgen. Der Präsident hatte am Mittwoch gesagt, er erwarte "erfolgreiche" Verhandlungen.

    Deutschlands Industrie im April weiter schwach
    Die deutsche Industrie steckt zu Beginn des zweites Quartals weiter in der Flaute. Nur dank einer kräftigen Expansion im Dienstleistungsbereich wies die deutsche Wirtschaft im April ein leichtes Wachstum auf, wie IHS Markit auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Demnach lag der Industrie-PMI im April kaum verändert gegenüber dem Vormonat bei 44,5, während Ökonomen mit einem Anstieg auf 45,0 gerechnet hatten. Der Dienstleitungs-PMI stieg von 55,4 auf 55,6, der Composite-PMI von 51,4 auf 52,1. Trotz des Anstiegs des zusammengesetzten Index zeige sich, "dass das Wirtschaftswachstum im April genauso schwach ausgefallen ist wie im Durchschnitt des ersten Quartals 2019", sagte Phil Smith, Principal Economist bei IHS Markit.

    Europas Aktienmärkte vor Ostern mit Verlusten
    Die europäischen Aktien sind am Donnerstag nach schwachen Industriedaten und vor einem für viele Märkte langen Wochenende gefallen. Bank- und Bergbau-Aktien führten den Stoxx Europe 600 Index nach unten, da die meisten nationalen Marktbarometer in der Region aufgrund der schwachen Zahlen aus Deutschland und dem Eurogebiet nachgaben. Aktienanleger scheinen vor dem Osterwochenende vorsichtiger Stimmung zu sein. Viele wichtige Märkte - auch in den USA - bleiben am Freitag geschlossen und Börsen in ganz Europa ebenfalls am Montag. Solide Wirtschaftsdaten aus China, optimistische Signale von den Handelsgesprächen und ein ordentlicher Start in die Gewinnsaison reichten nicht aus, um die Risikobereitschaft anzuregen. In Deutschland verloren Osram nach einer Meldungen, wonach bei Bain Capital und Carlyle Group das Interesse an dem Unternehmen abgekühlt sei.

    Wird Spanien das nächste Italien?
    Gerade schicken sich spanische Anleihen an, ihre renditestarken italienischen Pendants bei der Anziehung von Investoren zu übertrumpfen, während die Regierung in Rom mit der EU im Clinch liegt. Gleichzeitig sieht es vor den spanischen Parlamentswahlen am 28. April danach aus, dass mit Vox eine rechtspopulistische Partei ähnlichen Kalibers wie Italiens Liga zweistelligabschneiden könnte. Bloomberg-Kolumnist Ferdinando Giugliano meint, dass weder eine von den Sozialisten angeführte Koalitionsregierung, noch eine von Vox unterstützte rechte Regierung einen Konflikt mit Brüssel heraufbeschworen würde. Selbst im Falle von Neuwahlen habe die spanische Wirtschaft sich auch ohne eine starke Regierung als robust erwiesen.

    100 Car-Sharing-Mercedes in Chicago vermisst
    Das gemeinsame Carsharing- und Mobilitätsunternehmen von Daimler und BMW hat seinen Service in Chicago nach einem Betrugsfall ausgesetzt. Am Mittwochabend wurden 100 Fahrzeuge vermisst, und die Strafverfolgungsbehörden glauben, dass 50 von ihnen, alle Mercedes-Benz-Modelle, sich noch im Großraum Chicago befinden, sagte ein Sprecher der Chicagoer Polizei. Einige Fahrzeuge könnten mittels betrügerischer Mittel mithilfe der mobilen App des Unternehmens gemietet worden sein, der Share-Now-Dienst sei aber nicht gehackt worden. Das Problem sei auf Chicago beschränkt, die persönlichen Daten der Mitglieder seien nicht gefährdet.

  6. #6

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    Das mit dem Carsharing von Car2go ist ja interessant. ich habe mir schon immer gedacht, dass es nur eine Frage der Zeit ist bis dieses Sharing Modell anfällig für Betrugsfälle wird. Es gibt ja viele Studiuen die darauf hindeuten, dass Carsharing in Zukunft von sehr hoher Relevanz sein wird und wir in einer "sharing-gesellschaft" leben würden. Für mich wäre das zumindest mal überhaupt nichts.

    Zu der schwächelnden deutschen Industrie: Genau das habe ich ja vermutet. Mein Short Position auf den Dax bei Xm reagiert hoffentlich auch bald sodass ich die ersten Gewinne einstreichen kann. Die schwache US Konjunktur zeigt auch in welche Richtung es geht.

  7. #7

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    Sorgen über eine Eskalation des Handelskonflikts haben am Mittwoch die Asienbörsen gedrückt. China schickt diese Woche zwar seinen Chef-Unterhändler zu Gesprächen nach Washington. Die US-Drohung am Montag mit höheren Zöllen auf chinesische Güter hatte gezeigt, dass ein Abkommen diese Woche - wie von vielen Marktteilnehmer erwartet - keineswegs eine ausgemachte Sache ist. Der Yen war im Zuge der Risikoaversion an den Märkten gefragt und stieg auf ein Sechswochenhoch. Dagegen sank der neuseeländische Dollar, nachdem die Zentralbank des Landes ihren Leitzins auf ein Rekordtief gesenkt hatte. Die Kryptobörse Binance meldet derweil in der Nacht einen Hackerangriff, bei dem auf einen Schlag Bitcoins im Wert von etwa 40 Mio $ gestohlen wurden.

    JÜNGSTE MELDUNGEN:

    • Wirecard erhöht Gj Prognose für Ebitda
    • Commerzbank steigert Nettozinsergebnis im Q1 um 12%
    • Norma sieht EBITA-Marge GJ am unteren Ende der Spanne (1)
    • Fraport Q1 Umsatz schlägt höchste Erwartung
    • Siemens plant Abspaltung, Spin-Off der Gas-and-Power-Sparte
    • BASF erwägt Kooperation mit Sinopec im Batterie-Geschäft
    • UBS droht 83 Mio EUR Strafe in deutscher Steuerhinterziehungssache
    • Nestlés Skincare-Verkauf geht in die letzten Runden
    • Fraport Q1 Umsatz schlägt höchste Erwartung
    • Uniper lehnt Knight-Vinke-Forderung nach Aufspaltung ab
    • Schaeffler Q1 Umsatz schlägt höchste Erwartung
    • MorphoSys Q1 Umsatz übertrifft Erwartungen der Analysten
    • Bilfinger Q1 Umsatz liegt 3,5% über den Erwartungen
      • Bilfinger macht Schadenersatz geltend, versendet Schreiben

    • Allgeier plant Kapitalerhöhung; Q1 ber. Ebitda steigt 34% gg Vj
    • 1&1 Drillisch zahlt 0,05 EUR/Aktie Dividende bei 5G-Auktionserfolg
    • Heidelberger Druck vorl. Gj Umsatz entspricht Erwartungen
    • FMS findet neuen Chef nach Wechsel von CEO zur BayernLB
    • Norma sieht EBITA-Marge GJ am unteren Ende der Spanne


    WICHTIGE TERMINE AM MITTWOCH:

    • 07:00 Uhr: DE Siemens AG Q2
    • 07:00 Uhr: DE Commerzbank AG Q1
    • 07:00 Uhr: DE Fraport AG Q1
    • 07:00 Uhr: DE Osram Licht AG Q2
    • 07:00 Uhr: DE TLG Immobilien AG Q1
    • 07:00 Uhr: DE Norma Group SE Q1
    • 07:25 Uhr: AT Lenzing AG Q1
    • 07:30 Uhr: DE Munich Re Q1
    • 07:30 Uhr: DE Bilfinger SE Q1
    • 07:45 Uhr: CH Arbeitslosenquote Apr
    • 08:00 Uhr: DE Schaeffler AG Q1
    • 08:00 Uhr: AT Verbund AG Q1
    • 08:00 Uhr: DE Industrieproduktion Mrz
    • 13:00 Uhr: US MBA Hypothekenanträge Vorwoche
    • 13:30 Uhr: EZ EZB/Draghi spricht in Frankfurt
    • 16:30 Uhr: US Rohöllagerbestände Vorwoche
    • 18:00 Uhr: CH Pargesa Holding SA Q1
    • ohne Zeit: DE Wirecard AG Q1 19


    AKTIENMÄRKTE:

    • Die Asienbörsen haben am Mittwoch weiter unter Druck gestanden, während die Aussicht auf eine baldige Anhebung der US-Zölle auf chinesische Importe die Märkte belastete. Der MSCI AC Asia Pacific Index notierte um 07:05 Uhr MESZ 0,9% niedriger bei 159,16 Zählern. Optimistischer als der Markt zeigte sich übrigens Jamie Dimon. Der CEO von JPMorgan Chase & Co. sieht eine Wahrscheinlichkeit von 80%, dass ein Handelsabkommen zwischen China und den USA zustandekommt.
      • Überdurchschnittliche Verluste gab es in Japan: Der Nikkei 225 rutschte um 1,8% ab, der Topix sogar um 2%. Aktien von Toyota Motor Corp. gerieten mit einem enttäuschenden Ausblick unter Druck. Rabatte in den USA drücken die Marge. Der Autohersteller kündigte einen Aktienrückkauf an.

    • An der Wall Street haben die Kurse am Dienstag nachgegeben, belastet von der Sorge um eine Eskalation des Handelskonflikts. "Die Selbstzufriedenheit der Anleger hat den Markt letztlich eingeholt, da ein reibungsloser Ablauf bis hin zu einem Handelsabkommen vor dieser Woche so gut wie eingepreist war", sagteChris Zaccarelli, Chief Investment Officer der Independent Advisor Alliance. "Leider ist das wirkliche Leben nicht so einfach, und wir stoßen auf Probleme, während wir uns dem Ende der Handelsgespräche nähern." Die Aktien von Spiele-Entwicklern waren gesucht, nach starken Zahlen von Electronic Arts.


    AKTIENFUTURES:

    • Dow Jones mini +0,031%, S&P 500 mini +0,026%


    ANLEIHEMÄRKTE:

    • Bundesanleihen haben ihre Kursgewinne am Dienstag im Verlauf stetig ausgebaut. Die EU-Kommission hatte auch die Wachstumsprognose für Deutschland reduziert und davor gewarnt, dass ein eskalierender Handelskonflikt die Aussichten einzutrüben droht. Die Rendite der zehnjährigen Bunds rutschte damit wieder deutlich unter die Marke von null Prozent. Für Italien sagte die EU eine höhere Defizitquote als die Regierung in Rom voraus, was BTPs frühe Gewinne wieder komplett aufholen und den Kurs dann klar ins Minus drehen ließ.
      • Rendite 10j Bunds -4,4 Bp auf -0,038%
      • Rendite 10j BTPs +4,0 Bp auf 2,619%
      • Bund-Future 166,01; EONIA -0,363%

    • Die starke Nachfrage nach Treasuries zum Wochenauftakt setzte am Dienstag in abgeschwächter Form fort, die Rendite 10j USTs gab um 1,4 Bp nach. Am frühen Mittwochmorgen rentierten diese Papiere wieder 0,4 Bp höher bei 2,462%.


    DEVISENMÄRKTE:

    • Der Bloomberg Dollar Spot Index lag am frühen Morgen knapp 0,1% niedriger, nach einem minimalen Anstieg am Dienstag.
    • Der Euro notierte zuletzt 0,1% höher bei 1,1205$. Am Vortag hatte die Gemeinschaftswährung 0,1% verloren.
    • Der Schweizer Franken war zum Euro 0,1% niedriger bei 1,1414 CHF. Zum Dollar gewann die eidgenössische Währung derweil 0,1% auf 1,0186 CHF.
    • Der Bloomberg Galaxy Crypto Index (BGCI) gab zuletzt um 0,9% nach, nach einem Minus von ebenfalls 0,6% am Dienstag. Der Handelsplatz Binance teilte in der Nacht zum Mittwoch mit, dass Hacker 7.000 Bitcoin gestohlen haben. Die bekannte Kryptowährung kostet derzeit rund 5.800 Dollar je Coin.


    ROHSTOFFMÄRKTE:

    • Ölpreis WTI-Kontrakt +0,7% auf 61,84$/Barrel; Brent-Kontrakt +0,5% auf 70,21$/Barrel
      • Der Ölpreis der US-Sorte West Texas Intermediate hat von einem Fünfwochentief auf wieder zugelegt. Dem privaten American Petroleum Institute (API) zufolge sollen die Rohöllagerbeständeletzte Woche zwar um 2,81 Mio Barrel gestiegen sein, doch die Benzinvorräte gaben in einem ähnlichen Ausmaß nach und lieferten damit ein bullishes Signal für die Nachfrage. Im Tagesverlauf werden die offiziellen Daten der Energy Information Administration veröffentlicht.

    • Goldpreis am Kassamarkt +0,2% auf 1.286,69$ je Unze
      • Die Goldimporte von Indien sollen unterrichteten Kreisen zufolge im April vor dem Fest Akshaya Tritiya sprunghaftangezogen haben, da in der Zeit viele Hochzeiten geplant sind und daher der Schmuckbedarf zunimmt. China erhöhte seine Goldreserven den fünften Monat in Folge.

  8. #8

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    Die Asienbörsen haben am Donnerstag zusammen mit denUS-Aktienfutures unter Abgabedruck gestanden. US-Präsident DonaldTrumpverschärfte kurz vor der nächsten Verhandlungsrunde mit ChinasVize-Ministerpräsident Liu He über den Handelskonflikt in Washingtonseine Rhetorik gegenüber Peking. Sollte es bei den Gesprächen keine Einigunggeben, droht sich die Spirale der Strafzölle Ende dieser Woche weiterzudrehen.
    Der US-Präsdident sagte in Florida auf einerWahlveranstaltung, dass Peking das bislang ausgehandelte Abkommen"gebrochen" habe und dafür zahlen werde. Denn auch wenn es zu keinemDeal kommen sollte, sei "nichts daran falsch, 100 Mrd $ pro Jahr mehreinzunehmen" durch die Importzölle auf chinesische Güter, so Trump. Erfügte aber auch an, dass am Ende "alles klappen" dürfte. Die USAhatten zuletzt angekündigt, die Zölle auf Produkte im Wert von 200 Mrd$ am Freitag anheben zu wollen. China droht mitGegenmaßnahmen, wenn dies geschehen sollte.

    Der chinesiche Yuan fiel auf den niedrigstenStand seit Januar, während der japanische Yen und US-Treasuriesangesichts der Risikoaversion am Markt gesucht waren. Bitcoins klettertenderweil wieder über 6.000 Dollar und erreichten damit den höchsten Stand seitsechs Monaten.


    AKTIENMÄRKTE:
    Die Asienbörsen haben am Donnerstag nachgegeben, wobeidie Benchmarks von Tokio über Seoul und Hongkong bis zu Shanghai um mehr als 1%nachgaben. Der MSCI AC Asia Pacific Index notierte um 07:00 Uhr MESZ 1,2%niedriger bei 156,89 Zählern. Die regionale Benchmark ist in dieser Woche anjedem Tag gefallen. In Japan gewannen Takeda Pharmaceutical Co. 0,4% nachdem Verkauf der Augenheilkunde-Assets an Novartis AG.
    An der Wall Street hat der S&P 500 nachzwischenzeitlichen Gewinnen am Mittwoch den dritten Tag in Folge im Minusgeschlossen. Die weiter die Schlagzeilen beherrschenden Handelsstreitigkeitenließen bei den Anleger Zweifel aufkommen, ob China und die USA bei derWiederaufnahme ihrer Gespräche in dieser Woche Fortschritte machen werden. Eintrüber Ausblick von Intel Corp. zog Tech-Aktien im späten Handel herunter. DerHalbleiterriese rechnet in den nächsten drei Jahre mit einem Umsatzwachstumim unteren einstelligen Prozentbereich.

    ANLEIHEMÄRKTE:
    Zehnjährige Bundesanleihen bauten am Mittwoch imHandelsverlauf ihre Kursgewinne wieder ab und italienische Staatsanleihengrenzten frühe Verluste ein, während sich die europäischen Aktienmärkte wiederetwas erholten. Trump twitterte, China habe ihn informiert, dass eineDelegation anreisen werde, um einen Deal mit den USA zu machen, wasan den Märkten als ein Zeichen der Entspannung aufgefasst wurde Britische Giltsentwickelten sich überdurchschnittlich und bauten angesichts der anhaltenden Brexit-Unsicherheit ihreGewinne aus.
    Rendite 10j Bunds -0,6 Bp auf -0,044%
    Rendite 10j Gilts -2,1 Bp auf 1,137%
    Rendite 10j BTPs -0,5 Bp auf 2,614%
    Bund-Future 166,25; EONIA -0,366%
    Treasuries waren am Donnerstagmorgen über alle Laufzeitenhinweg gefragt, nachdem Trump noch im Zollstreit mit China nachgelegt hatte.Die Rendite zehnjähriger USTs gab zuletzt 2 Bp auf 2,471% nach. Bei der Auktionvon US-Staatsanleihen in dem Laufzeitbereich am Vorabend fiel die Nachfrage sogering aus wie seit 2009 nicht mehr.

    DEVISENMÄRKTE:

    Der Bloomberg Dollar Spot Index lag am frühenMorgen 0,1% im Plus, nach einem Anstieg um 0,1% am Mittwoch.
    Der Euro trat wie am Vortag auf der Stelle beizuletzt 1,1191$.
    Der Schweizer Franken war zum Euro und Dollar etwasniedriger bei 1,1423 CHF bzw. 1,0207 CHF. Die eidgenössische Währung hatte amVortag gegenüber beiden Devisen je 0,1% verloren.
    Der Bloomberg Galaxy Crypto Index (BGCI) legtezuletzt um 1,7% zu. Die bekannte Kryptowährung Bitcoin kletterte erstmals seitNovember wieder über 6.000$.
    "Das langfristige technische Profil von Bitcoinsdeutet weiterhin auf einen neuen Aufwärtszyklus hin", erklärtedertechnische Stratege Rob Sluymer von Fundstrat Global Advisors LLC in Note amMittwoch.

    ROHSTOFFMÄRKTE:

    Ölpreis WTI-Kontrakt -0,9% auf 61,58$/Barrel;Brent-Kontrakt -0,8% auf 69,79$/Barrel
    Die Ölpreise haben angesichts der verschärften Rhetorikvon Trump gegenüber China nachgegeben, weil die Hoffnung auf eine Einigungzwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt im Handelskonfliktgeschwunden ist. Am Vortag hatten die Ölpreise noch zugelegt, nachdem Daten derEnergy Information Administration für die Vorwoche einen überraschendenRückgang de Rohöllagerbestände gezeigt hatten.
    Goldpreis am Kassamarkt +0,1% auf 1.282,06$ je Unze
    Der Goldpreis hat sich nach seinen Rückgang vom Vortag amfrühen Donnerstag wieder stabilisiert. "Im Wesentlichen sind die sicherenHäfen im Moment der Dollar, der Yen und festverzinslicheAnlagen", sagteGeorge Gero, Managing Director bei RBC Wealth Management."Im Moment gibt es einen Rücksetzer" in Gold.

  9. #9

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    China will gegen die USA zurückschlagen, Trump könnte Europa als nächstes ins Visier nehmen, Europas Aktienmärkte erholen sich, Thyssenkrupp sagt Aufspaltung ab, und Bund zieht bei grünen Anleihen nach. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

    China will gegen die USA zurückschlagen
    US-Präsident Donald Trump hat am Freitag die Zölle auf Waren aus China im Volumen von mehr als 200 Milliarden Dollar erhöht, um die Führung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt zu Handelszugeständnissen zu bewegen. China reagierte dann zwar prompt mit einer Erklärung, dass nun Vergeltungsmaßnahmen ergriffen würden, gab aber keine Details bekannt. Zuvor hatte es bei Gesprächen zwischen dem führenden Handelsbeauftragten von Präsident Xi Jinping und seinen amerikanischen Amtskollegen am Donnerstag in Washington kaum Fortschritte gegeben. Die Stimmung sei düster gewesen, sagten mit den Gesprächen vertraute Personen. Die Verhandlungen sollen am Freitagmorgen Washingtoner Zeit wieder aufgenommen werden.

    Ist Europa als nächstes dran?
    Das Wiederaufflammen der Handelsspannungen, das die Märkte in dieser Woche aus ihrer Selbstgefälligkeit gerissen hat, sollte Europas Aktienmarkt-Bullen zusätzliche Angst einjagen, schreibt Markets-Live-Kollege Cormac Mullen. Unabhängig vom Ergebnis der laufenden Verhandlungen zwischen den USA und China müssten europäische Investoren nun höhere Risikoprämien einplanen, da der alte Kontinent wahrscheinlich als nächstes in Trumps Schusslinie gerate. Washington hatte bereits letzten Monat im Zusammenhang mit Airbus-Subventionen angekündigt, dass man Europa nicht vergessen habe. Eine anhaltende Periode der Outperformance sei bei europäischen Aktien, mit ihren aktuell überdurchschnittlichen Bewertungen, kaum drin, so Mullen.

    Europas Aktienmärkte erholen sich
    Aktien in Europa erholten sich am Freitag nach den von Handelssorgen getriebenen Verlusten am Vortag. Banken und Technologiewerte führten den Stoxx Europe 600 Index nach oben. "Obwohl wir glauben, dass irgendwann ein Handelsabkommen zwischen den USA und China zustande kommen wird, ist das Risiko eines vollständigen Scheiterns der Handelsgespräche sicherlich gestiegen", schrieb Michael Taylor, Kreditstratege bei Moody's Investors Service in Hongkong. "Höhere Zölle könnten auch weltweit zu einer Neubewertung von Risikoaktiva, schwierigeren Finanzierungsbedingungen und einem langsameren Wachstum führen". In Deutschland legten Bechtle zu, nachdem die Umsätze der IT-Service-Firma die Erwartungen in Q1 übertroffen hatten. Unter den Dax-Werten gewannen Thyssenkrupp deutlich.

    Thyssenkrupp sagt Aufspaltung ab
    Thyssenkrupp und Tata Steel rechnen nicht mehr damit, dass ihre geplante Fusion des Stahlgeschäfts die Genehmigung der Aufsichtsbehörden erhalten wird. Vor diesem Hintergrund gibt Thyssenkrupp die geplante Aufspaltung der Geschäftsbereiche auf und will dem Aufsichtsrat den Börsengang der Aufzugssparte vorschlagen. Thyssenkrupp, die bei Metzler auf Haltenangehoben wurden, legten um bis 11 Prozent zu . Noch am 6. Mai hatte das Unternehmen Spielraum für eine Einigung mit der EU gesehen.

    Bund zieht womöglich bei grünen Anleihen nach
    Der Bund erwägt die Begebung grüner Anleihen, sagte Jörg Kukies, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, am Freitag. Die Anleihen würden Investoren nicht unbedingt eine höhere Rendite bieten und müssten positiv für den deutschen Steuerzahler sein. Vorher hatte die Börsen-Zeitung gemeldet, dass der Bund schon im nächsten Jahr mit einer "Innovation" im Bereich grüner Anleihen an den Start gehen könnte, die ähnlich auch von Dänemark verfolgt würde. In einem Kommentar beglückwünschte die Zeitung die Finanzagentur für die Einführung eines Produkts, auf das der Markt "viele, viele Jahre schon" gewartet habe, verbunden mit der Aufforderung: Keep it simple!

  10. #10

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    Die Asienbörsen haben am Dienstag angesichts desschwelenden Handelskonflikts zwischen China und den USA erneut unter Druckgestanden, kamen aber wieder von ihren Tagestiefs zurück.US-Präsident Donald Trump hatte sich optimistisch gezeigt, letztlicheine Lösung im Handelsstreit zu finden, und kündigte ein Treffen mit seinemchinesischen Amtskollegen Xi Jinping auf dem G20-Gipfel Ende Juni an.Die US-Aktienfutures notierten angesichts der versöhnlichen Signale im Plus,Treasuries gaben leicht nach und die Ölpreise erholten sich wieder etwas. DieKryptowährung Bitcoinsetzte ihre Rally fort und riss in der Nacht dieMarke von 8.000$.

    JÜNGSTE MELDUNGEN:
    Wie glaubwürdig sind Treasury-Verkäufe durch China? Nichtsehr
    Bayer muss 2 Mrd $ Schadenersatz zahlen im 3.Roundup-Prozess
    VW leitet Traton-IPO ein, erwägt Verkauf von MAN Energy,Renk
    Allianz Q1 oper. Gewinn schlägt höchsteAnalysten-Erwartung
    Merck KGaA Gj ber. Ebitda Prognose liegt im Mittel 1,7%über Erw.
    Beiersdorf erwirbt Coppertone von Bayer für 550 Mio.Dollar
    Lanxess Gj ber. Ebitda Prognose im Mittel entspricht Erw.
    Dufry Q1 Umsatz schlägt höchste Erwartung
    Deutsche Wohnen Q1 FFO I EU144,2 Mio
    Evotec SE Q1 ber. Ebitda schlägt höchste Erwartung
    Grammer sieht weiter Gj Umsatz von über EU2,1 Mrd
    Manz Q1 Umsatz EU76,8 Mio
    Indus Holding Q1 Umsatz EU437,6 Mio
    Scout24 Q1 Umsatz schlägt höchste Erwartung
    Vonovia erzielt mit Kapitalerhöhung Bruttoerlös von 744Mio €
    Rocket Internet will gesamten HelloFresh-Anteilplatzieren
    EZB erwarb letzte Woche Anleihen von Schaeffler, Snamüber CSPP
    TUI will scheidenden Daimler-CEO Zetsche zum AR-Chefmachen: FAZ

    WICHTIGE TERMINE AM DIENSTAG:
    06:45 Uhr: CH Dufry AG Q1
    07:00 Uhr: DE Allianz SE Q1
    07:00 Uhr: DE Merck KGaA Q1
    07:00 Uhr: DE Innogy SE Q
    07:00 Uhr: DE Deutsche Wohnen SE Q1
    07:00 Uhr: DE Thyssenkrupp AG Q2
    07:00 Uhr: DE Fraport AG Verkehrszahlen Apr
    07:00 Uhr: DE Lanxess AG Q1
    07:00 Uhr: DE Ströer SE Q1
    07:00 Uhr: DE K+S AG Q1
    07:00 Uhr: DE Evotec SE
    07:00 Uhr: AT Bawag Group AG Q1
    07:30 Uhr: DE Scout24 AG Q1
    07:30 Uhr: DE Nordex SE Q1
    07:30 Uhr: DE Indus Holding AG Q1
    08:00 Uhr: DE Großhandelspreise Apr
    08:00 Uhr: DE Verbraucherpreise (endg.) Apr
    08:30 Uhr: CH Erzeuger- & Importpreise Apr
    09:00 Uhr: AT Handelsdebüt von Frequentis AG erwartet
    09:15 Uhr: US Fed/Williams spricht aufSNB/IWF-Veranstaltung in Zürich
    10:00 Uhr: DE BayernLB Q1
    11:00 Uhr: EZ Industrieproduktion Mrz
    11:00 Uhr: EZ ZEW-Umfrage Mai
    14:30 Uhr: US Import- und Exportpreise Apr
    18:45 Uhr: US Fed/George spricht vor Economic Club of Minnesota

    AKTIENMÄRKTE:
    Die Asienbörsen standen am Dienstag unter Abgabedruck,wenn auch nicht so stark wie zuvor noch die Wall Street. Der japanische Topixgrenzte seinen Verlust von in der Spitze 2,1% wieder ein, Südkoreas Kospikehrte seinen Rückgang um, während chinesische Aktien moderate Abschlägeverzeichneten. Der MSCI AC Asia Pacific Index fiel zuletzt um 1% auf 154,20Zähler.
    An der Wall Street sind die Kurse amMontag abgerutscht. Der S&P 500 gab so stark nach wie seit vierMonaten nicht mehr, der Dow Jones Industrial Average brach um mehr als 600Punkte ein und der Nasdaq Composite verzeichnete den größten Rückgang desJahres, nachdem China einige der größten Exporteure des Landes ins Visiergenommen hatte. Boeing und Caterpillar Inc. verloren fast 5%, während AppleInc. 5,8% niedriger schloss.
    Der Aktienkurs von Navistar kletterte derweilbis zu 4,7%, als Volkswagen den Plan für einen teilweisen Börsengang seinerLkw-Tochter Traton wieder aus der Schublade geholt hatte. Als VW die Pläne vorzwei Monaten auf Eis gelegt hatte, waren die Navistar-Aktien unter Druckgeraten, weil Investoren der Ansicht waren, dies würde einen möglichen,kompletten Takeout von Navistar verzögern.


    Dow Jones mini +0,443%, S&P 500mini +0,561%

    ANLEIHEMÄRKTE:
    Der verschärfte Handelskonflikt hat die Kurse der alssicher geltenden Bundesanleihen zum Wochenauftakt gestützt. ItalienischeAnleihen standen derweil unter Abgabedruck, bauten ihre Verluste aber wiederab, nachdem die Rendite 10j BTPs bis an 2,74% gestiegen war und China imHandelsstreit Vergeltungsmaßnahmen angekündigt hatte. Einem Berichtvon MNI zufolge könnte die EZB im Juni strengere TLTRO-Konditionen ankündigen,was negativ für BTPs wäre, erklärte Mizuho.
    Rendite 10j Bunds -2,5 Bp auf -0,070%
    Rendite 10j BTPs +1,7 BP auf 2,700%
    Bund-Future 166,36; EONIA -0,368%
    Zehnjährige Treasuries waren am Montag stark gesucht,nachdem China zusätzliche Zölle auf US-Produkte angekündigt hatte - in Reaktionauf die jüngste Erhöhung der US-Zölle auf chinesische Importe. Damit eskalierteder Handelskonflikt weiter, und Anleger sorgten sich, China könne auchTreasuries auf den Markt werfen. Doch die Wahrscheinlichkeit dafürsei sehr gering bis nicht vorhanden, schrieb Ye Xie am Montag imMarkets Live Blog von Bloomberg. Am frühen Dienstagmorgen rentierten 10j USTswieder 1,2 Bp höher bei 2,416%, nachdem die Rendite am Vortag um 6,6 Bpgefallen war.

    DEVISENMÄRKTE:

    Der Bloomberg Dollar Spot Index stieg am frühenMorgen um 0,1%, nach einem Anstieg um 0,2% am Freitag.
    Der Euro legte zuletzt 0,2% auf 1,1241$ zu,bevor im Tagesverlauf die deutsche ZEW-Umfrage für Mai für Impulse sorgenkönnte. Auch Daten zur Industrieproduktion im Euroraum für März stehen an, hierwird auf Monats- und Jahressicht mit einem Rückgang gerechnet. Am Montag hattedie Gemeinschaftswährung 0,1% verloren.
    Der Schweizer Franken fiel zum Euro um knapp 0,2% auf1,1310 CHF, nach einem Sprung von 0,6% am Montag. Zum Dollar trat dieeidgenössische Währung zuletzt bei 1,0062 CHF auf der Stelle, nach einemAnstieg um 0,5% am Vortag - als der Franken als sicherer Anlagehafen gefragt war.
    Der Bloomberg Galaxy Crypto Index (BGCI)kletterte nach dem Sprung von fast 17% am Montag zuletzt um weitere 6,1%. DerPreis der bekannten Kryptowährung Bitcoin durchbrach in der Nacht dieMarke von 8.000$. Die Bitcoin-Bullen laufen allerdings langsam aufeine Konfrontation mit Futures-Shorts zu.

    ROHSTOFFMÄRKTE:
    Ölpreis WTI-Kontrakt +0,3% auf 61,21$/Barrel;Brent-Kontrakt +0,3% auf 70,44$/Barrel
    Nachdem Sorgen über die Auswirkungen des Handelskonfliktsdie Preise am Montag noch deutlich unter Druck gesetzt hatten, stabilisiertesich Öl zuletzt wieder. Es setzte sich die Hoffnung durch, dass amEnde doch noch eine Einigung zwischen China und den USA gefunden wird.
    Goldpreis am Kassamarkt -0,1% auf 1.299,22$ je Unze
    Der Goldpreis hielt sich in der Nähe von1.300$, während Anleger auf die weiteren Entwicklungen im Handelskonfliktwarten.
    Geändert von NewBeing (14.05.2019 um 12:24 Uhr)

  11. #11

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    Die Asienbörsen haben am Mittwoch in der Hoffnung auf Konjunkturimpulse aus Peking zugelegt, nachdem die jüngsten Wirtschaftsdaten aus China schwächer als erwartet ausgefallen waren. Auch die US-Aktienfutures legten zu. Unter den weltweiten Währungen war der australische Dollar nach den China-Daten der größte Verlierer. Der Ölpreis stand wegen eines Branchenberichts über anziehende US-Vorräte unter Druck. Der Blick der Anleger richtet sich am Vormittag auf die BIP-Zahlen aus Deutschland und dem Euroraum, bevor am Nachmittag eine Reihe von US-Konjunturdaten anstehen.

    Zwei US-Notenbanker hielten in Reden am Kurs der Fed fest, betonten erneut die Notwendigkeit stetiger Politik ohne Bias bei geldpolitischen Entscheidungen fest und nahmen den eskalierenden Handelskrieg zwischen den USA und China und Druck des US-Präsidenten betreffend Zinssenkungen gelassen hin.
    Premierministerin Theresa May will das Parlament Anfang Junierneut über das Brexit-Abkommen abstimmen lassen.

    JÜNGSTE MELDUNGEN:
    ING, UniCredit heuern wohl Berater zur Commerzbank-Evaluation an
    Ex-Deutsche-Banker holen Goldman als Investor für ihr Startup
    LafargeHolcim Q1 Umsatz schlägt höchste Analysten-Erwartung
    RWE profitiert von steigenden Strompreisen trotz Hambach-Tumult
    Merck KGaA: FDA erteilt Zulassung für Bavencio plus Axitinib
    Thyssenkrupp könnte herabgestuft werden durch Moody's
    Thyssenkrupp-Gewerkschaft sieht 2019 kein IPO der Aufzugssparte
    Leoni erleidet Nettoverlust in Q1 wegen Sondereffekten
    Aurubis Q2 oper. Ebit verfehlt niedrigste Analysten-Erwartung
    Osram Licht beendet Aktienrückkaufprogramm wegen Konzernumbau
    MLP Q1 Ebit EU12,5 Mio, Ausblick bestätigt
    Adler Real Estate Q1 FFO I EU21,6 Mio, Ebit EU46,1 Mio
    ABN Amro Q1 Gewinn 4,2% unter Erwartungen

    WICHTIGE TERMINE AM MITTWOCH:
    06:30 Uhr: CH LafargeHolcim Ltd Q1
    07:00 Uhr: DE RWE AG Q1
    07:00 Uhr: DE Aurubis AG Q2
    07:30 Uhr: AT Raiffeisen Bank International Q1
    07:30 Uhr: DE United Internet AG Q1
    07:30 Uhr: DE 1&1 Drillisch AG Q1
    07:30 Uhr: DE Wüstenrot & Württembergische Q1
    07:30 Uhr: DE MVV Energie AG Q2
    07:30 Uhr: DE Salzgitter AG Q1
    07:30 Uhr: DE Adler Real Estate AG Q1
    08:00 Uhr: DE TUI AG Q2 19
    08:00 Uhr: DE BIP (1. Veröff.) Q1
    08:45 Uhr: FR Verbraucherpreise (endg.) Apr
    10:00 Uhr: IT Industrieaufträge und -umsatz Mrz
    11:00 Uhr: EZ Beschäftigung Q1
    11:00 Uhr: EZ BIP (2. Veröff.) Q1
    14:30 Uhr: US Empire-State-Index Mai
    14:30 Uhr: US Einzelhandelsumsatz Apr
    15:15 Uhr: US Industrieproduktion Apr
    16:00 Uhr: US NAHB-Index Mai
    16:00 Uhr: US Lagerbestände Mrz
    16:30 Uhr: US Rohöllagerbestände Vorwoche
    17:40 Uhr: DE Deutsche EuroShop AG Q1
    22:00 Uhr: US Langfristige Netto TIC FLows Mrz
    ohne Zeit: DE Bertelsmann SE Q1 19

    AKTIENMÄRKTE:
    Die Asienbörsen haben am Mittwoch im Handelsverlauf an Fahrt aufgenommen. Der MSCI AC Asia Pacific Index gewann zuletzt 0,4% auf 154,20 Zähler. Besonders hohe Aufschläge verzeichneten die Börsen in China, obgleich Industrieproduktion, Einzelhandelsumsatz und Anlageinvestitionen im April schwächer als erwartet gewachsen waren. Die Daten zeigten, dass die chinesische Wirtschaft nach einer Erholung im März wieder etwas an Dynamik verloren hat, bevor Trump die jüngsten Zollerhöhungen vornahm - was Hoffnung Stützungsmaßnahmen aus Peking schürte.
    In Japan holten die großen Indizes frühe Verluste auf und notierten zuletzt moderat im Plus. Während Immobilien- und IT-Werte gefragt waren, standen vor allem Titel aus dem Gesundheitswesen unter Druck. Takeda Pharmaceutical Co. verloren zuletzt 8%, nachdem das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr überraschend einen operativen Verlust in Aussicht gestellt hatte, aufgrund von Kosten und Belastungen im Zusammenhang mit der Übernahme von Shire Plc. Bei Nissan Motor Co. verfehlte die Prognose für den operativen Jahresgewinn selbst die pessimistischte Analystenerwartung, was den Kurs 7% abrutschen ließ. Zudem kappte der japanische Autohersteller seine Dividende.
    An der Wall Street haben die Kurse am Dienstag einen Teil ihrer Vortagesverluste wieder aufgeholt. Hintergrund war wieder aufkeimende Hoffnung auf eine Einigung im Handelskonflikt zwischen China und den USA, nachdem US-Präsident Donald Trump Zuversicht über einen Deal mit Peking verbreitet hatte. Der Aktienkurs des Mitfahrdienstes Uber Technologies Inc. legte erstmals seit dem Börsengang zu und gewann 7,7%.

    AKTIENFUTURES:
    Dow Jones mini +0,235%, S&P 500 mini +0,194%

    ANLEIHEMÄRKTE:
    Zehnjährige Bundesanleihen sind am Dienstag kaum verändert aus dem Handel gegangen. Der unerwartet eingetrübte ZEW-Erwartungsindex hatte somit keinen nachhaltigen Einfluss auf die Kurse der deutschen Anleihen. Italienische Bonds gerieten derweil nach der Aussage des stellvertretenden Ministerpräsident Matteo Salvini unter Druck, dass ein Bruch der EU-Defizitregeln vorstellbar wäre, wenn dies zur Belebung des italienischen Arbeitsmarkts notwendig sein sollte. Solche Aussagen drohen die Haushaltsdebatte mit der EU wieder aufleben zu lassen.
    Rendite 10j Bunds unverändert bei -0,070%
    Rendite 10j BTPs +2,9 BP auf 2,729%
    Bund-Future 166,65; EONIA -0,366%
    Zehnjährige Treasuries haben am Dienstag etwas nachgegeben, während sich die Wall Street wieder von dem Schock eines eskalierenden Handelskonflikts erholte. Nach Einschätzung von Tommi Utoslahti von Bloomberg steht die jüngste Treasury-Rally aber erst am Anfang. Er verweist in seiner Macro View-Kolumne auf den ausgedehnten Handelskonflikt und bearishe Netto-Positionen. Am frühen Mittwoch rentierten 10j USTs 0,2 Bp niedriger bei 2,410%, nachdem die Rendite am Vortag um 0,9 Bp gestiegen war.

    DEVISENMÄRKTE:
    Der Bloomberg Dollar Spot Index stieg am frühen Morgen um knapp 0,1%. An den beiden Vortagen hatte der Index für den Greenback um jeweils rund 0,2% zugelegt.
    Der Euro trat zuletzt bei 1,1206$ auf der Stelle, nach einem Rückgang um 0,2% am Dienstag. Nach den BIP-Daten aus Deutschland und dem Euroraum für das erste Quartal stehen im späteren Tagesverlauf Reden der EZB-Direktoren Coeure und Praet auf verschiedenen Veranstaltungen an.
    Der Schweizer Franken war zuletzt kaum verändert zum Euro und Dollar bei 1,1304 CHF bzw. 1,0088 CHF.
    Der Bloomberg Galaxy Crypto Index (BGCI) setzte seine Aufwärtstendenz weiter fort und legte am Mittwochmorgen um 6,9% zu. Der Wilde Westen des Kryptowährungshandels erhält in den USA nun etwas, das normalerweise mit den sichersten Sparkontos in Verbindung gebracht wird: FDIC-Schutz, das Pendant zur Einlagensicherung hierzulande.

    ROHSTOFFMÄRKTE:
    Ölpreis WTI-Kontrakt -0,7% auf 61,32$/Barrel; Brent-Kontrakt -0,4% auf 70,94$/Barrel
    Ein Branchenbericht, der einen sprunghaften Anstieg der Rohöllagerbestände in den USA signalisierte, setzte die Ölpreise unter Druck. Dem privaten American Petroleum Institute (API) zufolge kletterten die US-Ölvorräten in der vergangenen Woche wohl um 8,63 Mio Barrel. Sollte die offiziellen Lagerdaten der Energy Information Administration (EIA), die heute bekanntgegeben werden, das bestätigen, wäre es der zweite Anstieg über 8 Mio. Barrel seit April. Das milderte Sorgen über Angebotsengpässe, die nach einem Drohnenangriff auf zwei Pumpstationen in Saudi-Arabien aufgekommen waren.
    Goldpreis am Kassamarkt -0,1% auf 1.295,07$ je Unze
    Der Goldpreis hielt sich in der Nähe von 1.300$, während Anleger auf die weiteren Entwicklungen im Handelskonflikt zwischen China und den USA warten und die Spannungen zwischen Washington und Teheran im Auge behalten. Der New Yorker Fed-Präsident John Williams und seine Kollegin aus Kansas City, Esther George, die in diesem Jahr stimmberechtigt sind, räumten ein, dass neue Zölle auf chinesische Importe die Aussichten für Inflation und Wachstum der USA beeinflussen könnten. Beide sahen jedoch keine Notwendigkeit für eine Reaktion der Zentralbank.

  12. #12

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    Die Asienbörsen haben am Donnerstag nachgegeben. Die Haltung der USA in Handelsthemen bestimmt die Agenda. Die US-Futures tendierten leichter. Öl rückte vor; Gold tendierte seitwärts.
    US-Präsident Donald Trump hat im Konflikt mit China den Druck weiter erhöht. Trump unterzeichnete am späten Mittwoch einen Erlass und erklärte damit den nationalen Notstand in Zusammenhang mit Bedrohungen, die aus Telekom-Technologie und -Diensten erwachsen können. Der Erlass richtet sich nicht an einzelne Staaten oder Unternehmen. Kurz danach indes teilte das US-Handelsministerium mit, der chinesische Telekomanbieter Huawei sei auf eine sogenannte schwarze Liste gesetzt worden, welche potenziell das Geschäft mit US-Unternehmen untersagen könnte. Huawei signalisierte in einer ersten Reaktion Bereitschaft, mit der US-Regierung zusammenzuarbeiten, verwies indes auch auf mögliche rechtliche Schritte.
    Im Handel der USA mit Kanada und Mexikko zeichnet sich ab, dass eine Einigung zum Abbau der Zölle auf Zoll und Aluminium zustande kommt, sagte US-Finanzminister Steven Mnuchin am Mittwoch vor dem US-Senat.
    Die US-Börsen waren am Mittwoch fester aus dem Handel gegangen. Für Zuversicht hatte gesorgt, dass Trump der EU und Japan bei Zöllen auf Autos wohl Aufschub gewähren dürfte; die Meldung hatte bereits dem späten europäischen Handel Auftrieb gegeben; Trump muss in der Sache bis 18. Mai entscheiden
    Eine Übersicht über die Aktien von chinesischen Unternehmen, die von einer weiteren Zuspitzung des Handelskonflikts mit den USA potenziell am stärksten betroffen sind, finden Sie hier

    JÜNGSTE MELDUNGEN:
    NESTLÉ IN GESPRÄCHEN ÜBER VERKAUF HAUTPFLEGESPARTE 10,2 MRD CHF
    Novartis wohl vor Einigung in 1 Mrd. Dollar Rechtsstreit: Stat
    Höhere Zinsen würden Franken-Aufwertungsdruck erhöhen: SNB/Moser
    Sunrise sieht Gj ber. Ebitda von CHF613 Mio bis CHF628 Mio
    Deutsche Bank nimmt neuem Anlauf für ihr Kern-Problem: Wachstum
    SAP und Neuseelands Regierung unterzeichnen Rahmenabkommen für Cloud
    Patrizia Immobilien Q1 oper. Ergebnis EU24 Mio

    WICHTIGE TERMINE AM DONNERSTAG:
    06:45 Uhr: CH Sunrise Communications Group Q1
    07:00 Uhr: DE Stratec SE Q1
    07:30 Uhr: AT Uniqa Insurance Group AG Q1
    07:30 Uhr: AT Wienerberger AG Q1
    07:30 Uhr: AT Österreichische Post AG Q1
    07:30 Uhr: DE KWS Saat SE Q3
    07:30 Uhr: DE Zooplus AG Q1
    07:30 Uhr: FR Arbeitsmarkt Q1
    08:00 Uhr: LU RTL Group SA Q1
    10:00 Uhr: DE Südzucker AG Gj
    10:00 Uhr: IT Verbraucherpreise Apr
    11:00 Uhr: EZ Handelsbilanz Mrz
    14:30 Uhr: US Baubeginne und -genehmigungen Apr
    14:30 Uhr: US Philly-Fed-Index Mai
    14:30 Uhr: US Erstanträge Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    20:00 Uhr: EZ EZB/Coeure spricht in Genf
    23:00 Uhr: CH Alcon Inc Q1
    ohne Zeit: DE Patrizia Immobilien AG Q1



    AKTIENMÄRKTE:
    Die Asienbörsen haben am Donnerstag nachgegeben. Der MSCI AC Asia Pacific Index notierte um 06.29 Uhr (MESZ) 0,3% im Minus und sank damit auf 154,87 Zähler. Die Börsen in Hongkong, China und Sydney rückten vor, während die Indizes in Tokio deutlicher verloren.
    Die Aktien von Elektronik-Herstellern und Banken waren im Topix am stärksten unter Druck. Japans Regierung könnte nächste Woche die Wachstumsprognose senken, berichtetReuters und beruft sich auf Regierungskreise. Titel von Autoherstellern, darunter Toyota Motor Corp. und Subaru Corp. konnten Anfangsgewinne nicht halten. Nissan schlägt wohl vor, Renault-CEO Thierry Bolloré in den Aufsichtsrat des japanischen Autobauers zu berufen.
    Tencent waren in Hongkong nach Zahlen 0,8% im Minus; das Umsatzwachstum verzeichnete den niedrigsten Anstieg seit 2004 und verfehlte die Erwartungen der Analysten.
    An der Wall Street haben die Kurse am Mittwoch zugelegt; der Kursgewinn den zweiten Tag in Folge war auf Zwei-Tages-Sicht der größte seit mehr als einem Monat. Im US-Handel hatte die Einigung im Handelsstreit mit Mexiko, Kanada und bei Autozöllen für Zuversicht gesorgt. Erneute Vorsicht kam erst nachbörslich auf: JPMorgans Chef-Stratege für US-Aktien Dubravko Lakos-Bujasschrieb, der S&P 500 könnte aud 2550 Zähler sinken, sollten die Gespräche mit China ergebnislos abgebrochen werden. In einem solchen Fall kalkuliert Lakos-Bujas mit einem Rückgang der Gewinne je Aktie von 9% auf 12-Monats-Sicht im S&P 500.

    AKTIENFUTURES:
    Dow Jones mini -0,347%, S&P 500 mini -0,350%

    ANLEIHEMÄRKTE:
    Zehnjährige Bundesanleihen sind am Mittwoch mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Die Rendite der 10-jährigen Bunds fiel unter die diesjährigen Jahrestiefstände, so dass nun die historischen all-time-lows aus dem Juli 2016 bei etwa -20 Basispunkten in Angriff genommen werden könnten. Im späten Handel waren die Gewinne etwas abgeschmolzen, nach der Meldung, US-Präsident Trump erwäge offenbar, keine Zölle auf Fahrzeugimporte einzuführen.
    Rendite 10j Bunds -2,8 BP bei -0,098%
    Rendite 10j BTPs +1,8 BP auf 2,747%
    Bund-Future 167,08; EONIA -0,368%
    Zehnjährige Treasuries haben am Donnerstag im frühen Handel behauptet rentiert; die Rendite der 10j USTs 0,4 Bp niedriger bei 2,371%. Der Bestand an USTs in chinesischen Portfolios ist im März auf den tiefsten Stand seit März 2017 gefallen, zeigen Daten des US-Finanzministeriums, die Bloomberg ausgewertet hat. Der Rückgang war allerdings nicht ausgeprägt; es war der erste seit November. Wie glaubwürdig Treasury-Verkäufe durch China in erheblichem Umfang sind, haben wir zuletzt hier analysiert.

    DEVISENMÄRKTE:
    Der Bloomberg Dollar Spot Index stieg am frühen Morgen um knapp 0,1%. Am Vortag war der Index wenig verändert.
    Der Euro war zuletzt bei 1,1210$ 0,1% fester.
    Der Schweizer Franken war zuletzt wie am Vortag kaum verändert zum Euro bei 1,1302 CHF Zum Dollar rutschte der Franken geringfügig ab, erstmals nach drei Tagen, und notierte 0,1% im Minus bei 1,210 CHF.
    Der Bloomberg Galaxy Crypto Index (BGCI) setzte seine Aufwärtstendenz weiter fort und legte am Donnerstagmorgen um 2,3% zu.

    ROHSTOFFMÄRKTE:
    Ölpreis WTI-Kontrakt +0,5% auf 62,33$/Barrel; Brent-Kontrakt +0,5% auf 72,13$/Barrel
    Die Ölpreisnotierungen sind den dritten TAg in Folge fester, nach einem Rückgang der Öllagervorräte in den USA, welche den Nachfrageausblick stützen.
    Goldpreis am Kassamarkt seitwärts bei 1.296,81$ je Unze

  13. #13

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    "Mexican Standoff", China konkretisiert seineSeltene-Erden-Drohung, Handelskrieg schickt Aktienmärkte südwärts, BorisJohnson ist wieder da, und Merkel hat in Harvard ein Heimspiel. Marktteilnehmerkönnte heute beschäftigen:

    Trump eröffnet neue Front im Handelskrieg

    "Mexican Standoff" nennen die Amerikaner dasPatt zweier Pistoleros im Wilden Westen, und US-Präsident Donald Trumpsneueste Idee zur Begrenzung der Einwanderung erinnert an dieses Bild:mexikanische Güter werden ab dem am 10. Juni mit 5% Strafzoll belegt: GleichDaumenschrauben können die Zölle schrittweise steigen und am 1. Oktober 25%erreichen, sofern die illegale Zuwanderung aus dem Land nicht gestoppt wird.Warum dieser Vorschlag nicht nur für US-Bürger, die es sich gerne beiGuacamole und einer Margarita gut gehen lassen, nachteilig ist, sondernselbst Republikaner Missbrauch präsidentieller Befugnisse wittern,lesen Sie hier. Bloomberg-Kolumnist David Fickling hält Trumps jüngstenSchritt für "grenzwertig verrückt", SebastianBoyd erklärt im Markets Live Blog, warum das jüngste Manöver vonTrump nach hinten losgehen könnte.

    China konkretisiert seine Seltene-Erden-Drohung

    Peking hat einen Plan zur Beschränkung der Exportevon Seltenen Erden in die USA vorbereitet, den es wenn nötig aktivierenkann, heißt es von informierten Personen. China würde demnach seineHandelsdominanz bei den wichtigen Mineralien gezielt dazu nutzen, um dieUS-Wirtschaft zu schädigen. Die Maßnahmen dürften sich auf schwere SelteneErden konzentrieren, bei denen die USA besonders stark von China abhängig sind.Die in der Hochtechnologie unverzichtbaren Zutaten seien einmal in jedemJahrzehnt Anlass zu kollektiven Panik-Attacken, schreibt David Fickling ineinem Kommentar. Tatsächlich sei die Drohung mit einem Exportstop jedoch ein Papiertigerund Seltene Erden gar nicht so selten.

    Handelskrieg schickt Aktienmärkte auf Talfahrt

    Das Szenario eines auf Mexiko ausgeweiteten Handelskriegshat den Stoxx Europe 600 Index am Freitag in die Verlustzone getrieben.Angeführt vom Automobilsektor, waren alle Sektoren unter Druck. Die Renditenauf deutsche 10J-Benchmark-Anleihen fielen auf ein Rekordtief von-0,206%, Gold stieg auf ein Zwei-Wochen-Hoch. "Wir sehen einenTrump, der bis zum Äußersten geht", sagte Kay Van-Petersen vonSaxo Capital Markets. "Damit wird der Druck nicht nur für Mexiko undKanada, sondern auch für China erhöht". Wirecard führten die Liste derVerlierer im Dax an, nachdem das Handelsblatt berichtet hatte, dassdas Unternehmen wohl als Zahlungsabwickler für Cyberkriminelle fungiert habe,was das Unternehmen dementierte. Autowerte litten unter TrumpsMexiko-Plänen, angeführt von Volkswagen.

    Boris Johnson ist wieder da

    Der britische Ex-Außenminister und frühere LondonerBürgermeister ist unter einem Dutzend Kandidaten die darum kämpfen, Theresa Mayals Vorsitzende der britischen Konservativen abzulösen. Die einzige Frage sei,ob der Befürworter eines No-Deal-Brexit siegreich sein undPremierminister wird, schreibt Theresa Raphael in einem Kommentar. Die im Julianstehende Partei-Entscheidung habe monumentale Folgen für den Brexit. So warntdie größte Wirtschaftslobby des Landes die Kandidaten auch bereits vor einemEU-Austritt ohne Abkommen, was als Warnschuss in RichtungJohnson gelesen werden kann. Der könnte nächste Woche mit Trumpzusammentreffen, der das Vereinigte Königreich besucht, und bei der Gelegenheitauch Nigel Farage sprechen möchte.

    Merkel hat in Harvard ein Heimspiel

    Ohne den US-Präsidenten auch nur namentlich zu erwähnenhat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag die mehrheitlichTrump-kritischen Absolventen des Harvard-Jahrgangs 2019 für sich vereinnahmt.In einer Art politischem Testament arbeitete sie eine Liste von Fragen ab, beidenen sie mit Trump kollidiert war - vom Handel, über Einwanderung bis hin zumKlimawandel. Die FAZ kommentiert: "Und es ist gewiss kein Zufall, dass manihr Vermächtnis als Gegenentwurf zu allem begreifen kann, wofür DonaldTrump steht. Genau deshalb hatte Harvard, das wissenschaftliche Zentrumdes amerikanischen Liberalismus, die Deutsche eingeladen. Und genau dafürfeiert man sie nun".

  14. #14

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    Daimler senkt Ausblick, VW setzt auf AI
    Daimler hat im zweiten Quartal auf Konzern-Ebene einenEbit-Verlust von 1,6 Mrd. Euro verzeichnet, verglichen mit einem Gewinn von 2,6Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum, und damit ein Ergebnis “signifikant unterden Markterwartungen”, wie der Stuttgarter Autokonzern am Freitag mitteilte. ImGesamtjahr werde das Konzern-Ebit “deutlich unter dem Vorjahreswert” liegen.Aktien im europäischen Autosektor reagierten zunächst mit Verlusten,ehe ab 10.00 Uhr Käufe einsetzten. VW vertieft die Zusammenarbeit mitFord, beider KI-Tochter Argo AI investiert und die Wolfsburgerbringen dazu auch die entsprechenden Aktivitäten der Tochter Audi ein. Aktienvon VW und Audi legten je rund ein Prozent zu, Aktien von Ford rückten inFrankfurt 1,8% vor. Daimler waren im Mittagshandel 0,9% leichter. Die Reaktionder BI-Analysten zu Daimler findet sich hier, Kolumnist Chris Bryantist schockiert über die vierte Gewinnwarnung binnen 12 Monaten.

    Notenbank-Wettlauf könnte Euro stärken
    Die besten Währungsprognostiker gehen davonaus, dass der Dollar sich in diesem Jahr abschwächt und der Euro hiervonprofitiert, da im Wettlauf der geldpolitischen Lockerung die Fed der EZBdavongaloppiert. Auch ein Ende des Handelskriegs zwischen den USA und Chinakönnte unterstützend wirken beim Anstieg der Gemeinschaftswährung auf 1,17Dollar bis Jahresende, so Kyriakos Pavlou von der Eurobank Zypern, derBloombergs Rangliste der Devisenprognosen im zweiten Quartal anführte. Rabobankund Julius Bär, die auf den Plätzen zwei und drei folgen, teilen die Sicht,erwarten für den Dollar aber einen nicht ganz so kräftigen Rückgang. Der Eurowerde in den nächsten Monaten wegen der jüngst taubenhaften EZB auf 1,11 Dollarfallen und zum Jahresende wieder steigen, so Pavlou.

    Zinshoffnungen stützen Europas Aktienmärkte
    Aktien in Europa stiegen zusammen mit US-Aktienfutures,da die Anleger an ihrem vorsichtigen Optimismus bezüglich einer Lockerung derGeldpolitik in den größten Wirtschaftsräumen der Welt festhielten. Der StoxxEurope 600 legte bei einer Erholung von Bergbau- und Automobilwerten zu.Während die Rallye der Risikoaktiva durch die taubenhaften Kommentare desFed-Vorsitzenden Jerome Powell einen neuen Schub erhielt, zeigten die starkenUS-Inflationsdaten vom Donnerstag mögliche Komplikationen für die Zentralbankauf. Der Dax zeigte sich kaum verändert. SiemensHealthineers verloren nach einer Abstufung beiHSBC. Krones drehten trotz einer Abstufung bei Kepler am Freitag nachzweistelligen Verlusten am Donnerstag in die Gewinnzone. Die jüngsten Prognosenvon Strategen zum DAX bis Jahresende hier, zum Euro Stoxx 50 und Stoxx600 hier.

    Fast niemand hat Libra lieb
    US-Präsident Donald Trump hat Facebook wegenseiner Pläne gewarnt, eine digitale Währung namens Libra zu schaffen. Facebookbrauche eine Zulassung und müsse sich der Regulierung unterwerfen, “genau wieandere Banken auch”, twitterte Trump am Donnerstagabend. Er sei kein Freund vonBitcoins und anderer Kryptowährungen, die auf “heißerLuft” basierten, so Trump. Zuvor hatte Fed-Chef Jerome Powell mit Blickauf Libra gesagt, diese werfe “viele ernsthafte Bedenken in Bezug aufPrivatsphäre, Geldwäsche, Verbraucherschutz und Finanzstabilität auf”. Für dasEurosystem hatte der Franzose Francois Villeroy de Galhau am Donnerstag von “ernsthaftenFragen und möglichen Vorbehalten” gesprochen. Libra bedroht dasMonopol der Gelddrucker. DerBlockchain-Bundesverband begrüßt Facebooks Initiative.

    Restaurant-Tipps für London-Besucher
    Bloomberg-Leser, die das anstehende Wochenende in Londonverbringen möchten, stehen womöglich vor dem Problem, dass es so vieleneue Restaurants in der britischen Hauptstadt gibt, dass man gar nichtweiß, wohin man gehen soll. In der Stadt gibt es unzählige Gourmet-Tempel undDutzende regionaler Küchen. Kollege Richard Vines hat mit führenden Köche undGastronomen wie Gordon Ramsay, Daniel Boulud, Danny Meyer und Yotam Ottolenghigesprochen und sie nach ihren Favoriten unter den Restaurants gefragt. Undnatürlich gibt es auch eine Bloomberg-Funktion, die die Wahl erleichtern kann.

  15. #15

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    Trump verunsichert mit Zoll-Äußerungen
    US-Präsident Donald Trump hat bekräftigt, dass er zusätzliche Zölle auf chinesische Importe erheben könne, nachdem er zuvor zugesagt hatte, im Handelskrieg mit China zunächst darauf zu verzichten. "Wir haben noch einen langen Weg vor uns, was die Zölle in Bezug auf China betrifft, wenn wir wollen. Wir haben weitere 325 Milliarden Dollar, auf die wir Zölle erheben können, wenn wir wollen", sagte Trump bei einer Kabinettssitzung Dienstag. Finanzminister Steven Mnuchin und der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer könnten nach Peking reisen, wenn telefonische Gespräche diese Woche produktiv sind, sagte Mnuchin am Montag. Die Teams beider Seiten seien in Kontakt geblieben, so ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums am Mittwoch.

    EU-Autoabsatz geht weiter südwärts
    Europas Pkw-Neuzulassungen sind im Juni stark eingebrochen und damit wieder in die Abwärtsspirale zurückgekehrt, die in diesem Jahr zu einer Gewinnwarnung bei Daimler und einem Quartalsverlust im Automobilbereich beim Wettbewerber BMW geführt hatte. Der Absatz fiel im Juni um 7,9% auf 1,49 Mio Autos, was den schwersten monatlichen Einbruch seit Dezember darstellt. Rückgängen in Deutschland und Großbritannien um 4,7% bzw. 4,9% stehen Einbrüche von mehr als 8% in Frankreich und Spanien gegenüber. Zwar könnten Arbeitstag-Effekte eine Rolle gespielt haben, aber die schwache Entwicklung passt zur negativen Stimmung für den Sektor und bringt den Rückgang auf 3,1% seit Jahresbeginn.

    Europas Aktien richtungslos
    Die Aktienmärkte in Europa zeigten sich am Mittwochvormittag ohne klare Richtung, da neue Sorgen zu Handelsspannungen durch eine Reihe solider Unternehmensergebnisse und Wirtschaftsdaten ausgeglichen wurden. Der Stoxx Europe 600 Index schwankte zwischen Gewinnen und Verlusten inmitten gemischter Zahlen von Unternehmen wie Ericsson und ASML. "Nach Berichten, dass es Anzeichen von Fortschritten bei den US-chinesischen Handelsgesprächen gab, nutzte Präsident Donald Trump die Gelegenheit, die Märkte auf dem falschen Fuß zu erwischen", sagte Siobhan Redford von FirstRand Bank in Johannesburg. In Deutschland fielen Salzgitter nach einer Herabstufung durch die Deutsche Bank. Dialog Semiconductor stiegen nach höher als erwartetem operativen Gewinn im zweiten Quartal.

    Von der Leyen setzt grünen Schwerpunkt
    Ursula von der Leyens Vision, die Erde vor einer Klimakatastrophe zu bewahren, ohne dabei die Wirtschaft zu zerstören, könnte ihr am Dienstag entscheidende Stimmen beschert haben. Die 60-jährige Deutsche hatte im Vorfeld den Klimaschutz zu ihrer Priorität gemacht und Härte gegenüber Handelspartnern wie den USA und China signalisiert, falls diese den EU-Ambitionen nicht folgen wollen. Nicht nur will sie bis 2050 netto ohne CO2-Emissionen auskommen. Sie ist außerdem bereit, Abgaben auf Importe aus Ländern zu erheben, die weiter ungebremst CO2 emittieren. Dies sei "mutig", sagte Tomas Wyns von der Uni Brüssel, und ihr grüner Aufschlag ein "starkes Signal an die globale Klima-Community, insbesondere in den USA".

    Metro wehrt sich gegen Tschechen
    Die Metro AG erwägt Kreisen zufolge die Zahlung einer Sonderdividende aus dem Verkauf von zwei Geschäftsbereichen, um eine Übernahmeofferte in Höhe von 5,8 Milliarden Euro des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky und seines slovakischen Investmentpartners Patrik Tkac abzuwehren. Sollten die Aktiva-Verkäufe erfolgreich durchgeführt werden, könnte Metro eine einmalige Zahlung ins Spiel bringen, um Aktionäre auf ihre Seite zu ziehen, heißt es. Nachdem das Management erklärt hatte, dass die tschecho-slovakische Offerte das Unternehmen erheblich unterbewerte, bereitet es für nächste Woche eine begründete Stellungnahme zum Gebot vor und konzentriert sich dabei auf Bedenken bezüglich des zukünftigen Schuldenniveaus, sagten die Personen.

  16. #16

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    SAP hat ein Cloud-Problem
    SAPs 10-Milliarden-Dollar-Wette auf das Cloud-Geschäft hat einen Rückschlag erlitten, da Cloud-Buchungen im zweiten Quartal an Schwung verloren und Maßnahmen zur Verbesserung der Gewinnmargen nicht vorankamen. Die SAP-Performance im zweiten Quartal sei enttäuschend, schrieb Citi-Analyst Walter H. Pritchard in einer Note. Finanzvorstand Luka Mucic betonte hingegen gegenüber Bloomberg, dass die Cloud-Profitabilität stark zunehme. Die Aktie notierte am späten Vormittag deutlich über Tagestiefs, war gleichwohl klares Schlusslicht im DAX.

    Dalio empfiehlt Gold
    Bridgewater-Gründer Ray Dalio glaubt, dass die gegenwärtige Ära der niedrigen Zinsen und der quantitativen Lockerung zu Ende geht. Seine Antwort auf ein neues Paradigma, das durch einen eskalierenden politischen Konflikt geprägt sein könnte, lautet: Gold. "Ich glaube, dass es sowohl risikoreduzierend als auch renditestärkend wäre, Gold in sein Portfolio aufzunehmen", sagte der Milliardär. Für Dalio könnte die Notenbankpolitik zu einer neuen Ära der Schuldenmonetarisierung und Währungsabwertung führen. Das werfe die Frage auf, "welche Investitionen in einem reflationären Umfeld, das von hohen fällig werdenden Verbindlichkeiten begleitet wird, und bei erheblichen internen Konflikten zwischen Kapitalisten und Sozialisten, sowie externen Konflikten, gut abschneiden werden", so Dalio. Erstmals hat Dalio übrigens vor rund einem Jahr Gold eine glänzende Aussicht attestiert.

    Gewinnsorgen drücken Europas Aktien; SMI dank Pharmawerten im Plus
    Aktien fielen in Europa inmitten zunehmender Sorgen um den Ausblick für Unternehmensgewinne und den Welthandel. Der Stoxx Europe 600 sank den zweiten Tag in Folge, belastet durch Ergebnisse bei SAP, dem britischen Modehändler Asos und dem Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont. Heidelberger Druck sackten nach einer Gewinnwarnung um bis zu 17% ab. Die Verschlechterung beim freien Cash-Flow sei alarmierend, so Warburg in einer Notiz. Hochtief waren wegen australischer Tochter unter Druck und verloren über 9%. Unter den Schweizer Nebenwerten waren Bobst auffällig schwach und verloren zweistellig, nach gesenkter Ebit-Prognose. Novartis indes kletterten auf Allzeithoch, der Basler Pharmariese hob bereits zum zweiten Mal den Ausblick im laufenden Jahr an. Roche rücken ebenfalls vor.

    Iran will die Bombe nicht
    Der Iran könne "sehr schnell" Atomwaffen herstellen und auch die Straße von Hormuz für den internationalen Schiffsverkehr schließen, wolle aber beides nicht, sagte Außenminister Javad Zarif in einem Interview mit Bloomberg Editor in Chief John Micklethwait. Ayatollah Ali Khamenei sei eine "religiöse Verpflichtung" eingegangen, dass die Massenvernichtungswaffe verboten sei, und deshalb "werden wir es nicht tun", so Zarif. "Wenn wir Atomwaffen bauen wollten, hätten wir sie schon vor langer Zeit bauen können". Auch habe sein Land die Fähigkeit, ein Nadelöhr des globalen Öltransports zu schließen, "aber wir wollen es bestimmt nicht tun, weil die Straße von Hormuz und der Persische Golf unsere Lebensader sind".

    Anleger mögen intelligente Diktatoren

    Anleger investieren mehr Geld in autoritäre Regime, deren Führer eine solide Ausbildung haben, wie eine finnische Studie zeigt. Wenn diese höhere Bildung in Wirtschaftswissenschaften erfolgte und der Potentat über frühere Erfahrungen in der Wirtschaft verfügt, sind die Investitionen noch höher, so die Studie, die Daten über ausländische Direktinvestitionen in 100 diktatorischen Ländern zwischen 1973 und 2008 untersucht hat. "Inkompetenz schränkt Investitionen stärker ein als Enteignungsrisiko", schrieben die Autoren. Der ehemalige burmesische Führer Ne Win zum Beispiel "ruinierte Myanmar", auch durch eine von ihm angeordnete Währungsreform, bei der "sein Astrologe ihm riet, neue Stückelungen auszugeben, bei der die Zahlen durch neun teilbar sind".

  17. #17

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    Bayer kann etwas aufatmen
    Bayer kann darauf hoffen, dass die 2-Milliarden-Dollar-Strafe aus dem jüngsten Prozess zum Unkrautvernichter Roundup um 90% oder mehr reduziert wird. Eine kalifornische Richterin erklärte, dass der Schadenersatz für das ältere Ehepaar, das Roundup für ihre Krebserkrankungen verantwortlich macht, auf maximal das Vierfache der rund 50 Mio. Euro verringert werden sollte, die ihnen von der Jury zugesprochen worden war. Bayer nannte den Beschluss in einer Stellungnahme am Freitag einen Schritt in die richtige Richtung, die Aktien stiegen um bis zu 2,2%. Allerdings sind mehr als 13.000 Klagen anhängig. Bloomberg Intelligence erwartet bei einem Vergleichswert von durchschnittlich 500.000 Dollar einen Gesamtschaden von bis zu 7 Mrd. Dollar.

    Trockenheit bedroht wieder die Rheinschifffahrt
    Die Wasserstände des Rheins sinken weiter. Tankschiffe können derzeit 1.800 Tonnen, oder etwa 72% einer Standard-Ladung, transportieren, hieß es beim Marktbeobachter Riverlake Barging am Donnerstag. Anfang der Woche waren Schiffe noch mit einer Kapazität von etwa 80% unterwegs. Wegen sinkender Wasserstände werde die Kapazität in den kommenden Tagen weiter abnehmen, was das Wirtschaftswachstum dämpfen und Unternehmen höhere Kosten bescheren könnte. So hatte BASF im Oktober die Senkung des Ebit-Ziels u.a. mit den niedrigen Rhein-Pegeln im vergangenen Jahr begründet. Ein Bericht der Rheinischen Post vom Montag verdeutlicht die Probleme für die Chemieindustrie.

    Zinssenkungsphantasie stützt Aktien
    Aktien in Europa kletterten zusammen mit US-Futures aufgrund der Zuversicht der Anleger zu einem aggressiveren Kurs der Federal Reserve. Der Stoxx Europe 600 stieg, angeführt von Automobil- und Chemieunternehmen. Wetten auf eine 50 Basispunkte-Zinssenkung der Fed nahmen zu. Investoren erwartenzudem, dass die EZB die Märkte kommende Woche auf eine Zinssenkung einstimmt. Munich Re stiegen nach Bekanntgabe von Zahlen am Vortag, die ein "hohes Ergebnis" in Q2 offenbarten. Wirecard profitierten von der angekündigten Kooperation mit Aldi. Sartorius stiegen nach erhöhter Umsatzprognose. Software AG stürzten nach Veröffentlichung von Q2-Zahlen ab auf den tiefsten Stand seit über drei Jahren. Vor allem in Nordamerika lief es zuletzt nicht rund, schrieb Warburg. Im Nebenwertesegment fielen Norma nach Senkung des Ausblicks.

    Berlin bleibt Startup-Hauptstadt
    Deutsche Startups konnten in den ersten sechs Monaten so viel frisches Kapital einsammeln wie nie zuvor in einem Halbjahr, zeigt der jüngste Marktbarometer der Beratungsgesellschaft EY. Junge Unternehmen erhielten insgesamt 2,8 Mrd. Euro, 13% mehr als im Vorjahreszeitraum. Von den 10 größten Investitionsrunden gingen neun an Unternehmen mit Sitz in Berlin. Auf die Hauptstadt entfielen 41% aller Deals und 76% des investierten Kapitals. Die Branche mit den meisten Zuflüssen war Fintech/Insurtech. "Das Berliner Startup-Ökosystem hat sich im ersten Quartal als sehr stark erwiesen", sagte EY-Partner Peter Lennartz. "Hier werden Trends besonders schnell aufgegriffen und umgesetzt". Die Tendenz zeigt auch für das zweite Halbjahr in die Richtung, wie aktuelle Finanzierungsrunden bei Raisin und N26 belegen.

    Wissenschaft eröffnet neue Front gegen Schmerzen
    Als der Schmerz in Susan Hahlas Füßen sich von Nadelstichen zu aufflammendem Brennen wandelte und auch nach der Diagnose Kleinfaserneuropathie kein Medikament ihr eine nebenwirkungsfreie Linderung verschaffte, kam ihr ein Team deutscher Wissenschaftler zu Hilfe: sie entnahmen eine Zellprobe aus ihrer Haut, programmierten diese über Monate in einen Stammzellen-Typ um, dann in Nervenzellen. Tests zeigten dann, dass ein existierendes Medikament die Schmerzsignale auf zellulärer Ebene zu blockieren schien. Nach fünf Tagen der Anwendung war Hahla fast schmerzfrei. Naomi Kresges Reportage zeigt, welchen Herausforderungen Pharmariesen wie Pfizer, Eli Lilly, Novartis und Roche ausgesetzt sind bei dem Versuch, der Opioid-Krise mit neuen Antworten zu begegnen.


  18. #18

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    "Draghi-Day" in Frankfurt
    Pünktlich zur EZB-Ratssitzung weist der Ifo-Geschäftsklimaindex auf eine Kontraktion der größten Eurozonen-Wirtschaft um 0,5% im dritten Quartal hin. Volkswirte gehen davon aus, dass der Rat Bereitschaft zu weiterer Lockerung signalisieren und sein Wording ändern wird, um die Märkte auf eine Senkung des Einlagensatzes im September einzustellen. Mindestens fünf gute Gründe lassen sich ausmachen, warum die EZB nicht sofort auf eine Eintrübung reagieren wird, für die am Mittwoch bereits die PMI-Daten aus der Eurozone eine Bestätigung geliefert hatten. Die Politik von EZB & Co. hat ihren Preis: Sie schürt Vermögensblasen, die schließlich platzen könnten, und nützt Zombie-Unternehmen, die das Wachstum weiter dämpfen könnten.


    VW hui und Tesla Pfui

    Volkswagen hielt an seinem Jahresausblick fest, nachdem das operative Q2-Ergebnis die Erwartungen übertroffen hatte. "Unser Modellmix verbessert sich und wir waren mit unserer Preisgestaltung erfolgreich", sagte Finanzvorstand Frank Witter gegenüber Bloomberg TV. Das zweite Halbjahr werde allerdings "potenziell schwierig". Nach der starken Performance im ersten Halbjahr könnte die Allianz mit Ford wegen der implizierten technologischen Fortschritte der Auslöser für eine Bewertungsanhebung sein, sagen BI-Analysten. VW gewannen um bis zu 1,8%. Tesla hingegen stürzten nach einem unerwartet starken Verlust ab, und ein weiterer Managementwechsel ließ neue Zweifel an der Zukunft des Elektroautopioniers aufkommen.

    Zinshoffnungen stützen Europas Aktienmärkte
    Europäische Aktien legten zu vor der EZB-Sitzung, von der erwartet wird, dass sie ein Signal für verstärkten monetären Stimulus senden wird. Der Stoxx Europe 600 stieg, angeführt von den Pharma- und Industrie-Sektoren. Während eine Rückkehr zur monetären Lockerung an den Märkten weitgehend bereits eingepreist ist, werden auch die Inflationsziele und die Auswirkungen der weiteren Lockerung auf die Banken im Mittelpunkt stehen. Clariant fielen, nachdem die Gespräche mit Sabic eingestellt wurden. In Deutschland waren Hella wegen eines eingetrübten Ausblicks unter den größten Verlierern im Mdax. Qiagen verzeichneten den stärksten Intraday-Verlust seit Januar 2016, nach Anpassung des Ausblicks für 2019. Kion stiegen nach besser als erwartet ausgefallenen Q2-Zahlen.

    Das Wetter macht den Unternehmen zu schaffen
    Mittwoch war der heißeste Tag in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, mit 40,5 Grad in Geilenkirchen, nördlich von Aachen. Donnerstag wird es noch heißer, mit prognostizierten 42 Grad am Niederrhein. Trockenheit behindert den Schiffsverkehr auf dem Rhein, was nicht ohne Auswirkungen auf die Industrie bleibt. Und mitten in der Hitzewelle machen Unternehmen das Schlammwetter zu Beginn des Jahres für Rückschläge verantwortlich. Unilever sagte am Donnerstag, dass ein nasser Frühling in Europa und Nordamerika die Nachfrage nach Eis dämpfte. Danone bemerkte, dass Regenfälle den Verkauf von Flaschenwasser behinderten, während Anheuser-Busch beklagte, dass schlechtes Wetter auf dem Bier-Durst der Amerikaner gelastet habe.

    Krypto-Pionier Sun verschiebt Buffet-Lunch
    Erinnern Sie sich an Justin Sun? Der Kryptowährungspionier hatte für umgerechnet rund 4 Mio. Euro ein Mittagessen mit Warren Buffett ersteigert, der aus seiner Bitcoin-Abneigung keinen Hehl macht. Diese Woche nun verschob Sun sein Charity-Lunch und nannte gesundheitliche Probleme. Der Preis seiner digitalen Währung namens Tron stürzte daraufhin um bis zu ein Fünftel ab aufgrund sich überschlagender Spekulationen, dass Sun wegen Ermittlungen in China die Ausreise verweigert worden sei. Jetzt schreibt Sun, der diesen Monat 29 Jahre alt wird, er habe unreif gehandelt und ein schlechtes Beispiel für die Öffentlichkeit gegeben, da er seine Verabredung "übermäßig" beworben habe. Er sprach von Konsequenzen, "die ich überhaupt nicht erwartet hatte". Aus Kreisen heißt es, dass mehrere Tron-Führungskräfte von den chinesischen Behörden kurzzeitig festgehalten und erst entlassen wurden, als Sun der Verschiebung zugestimmt hatte.

  19. #19

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    Tech-Werte senden positive Signale

    Mitten in der volkswirtschaftlichen Düsternis diesseits und jenseits des Atlantiks hat der Tech-Sektor eine Reihe positiver Signale gesendet. Die Google-Mutter Alphabet veröffentlichte am Donnerstag über den Erwartungen liegende Zahlen und dämpfte damit Befürchtungen an der Wall Street, dass sich das Wachstum der Gruppe verlangsamen könnte. Auch das Cloud-Geschäft des Unternehmens wuchs stark. Intels Umsatz- und Gewinnzahlen für das zweite Quartal übertrafen ebenso die Markterwartungen wie die Prognose für das dritte Quartal, was als Zeichen gesehen werden kann, dass der Konzern Störungen durch den US-chinesischen Handelskrieg bewältigt. In Europa beflügelte das am Freitag Peers wie AMS und Infineon.

    Juncker mauert gegenüber Johnson
    Wer gedacht hatte, dass die EU dem neuen britischen Premier mit einer Charme-Offensive begegnen würde, musste sich getäuscht sehen. An seinem ersten Tag im Amt teilte Boris Johnson dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, mit, dass das Austrittsabkommen geändert werden müsse, um im britischen Parlament mehrheitsfähig zu sein. Juncker erwiderte, es sei der beste und einzig mögliche Deal, bevor die beiden Telefonnummern austauschten. Das Pfund fiel. "Es sieht so aus, als ob die neue Regierung in den nächsten drei Monaten einen Kollisionskurs mit der EU oder dem Parlament oder beiden einschlagen wird", sagte Jeremy Stretch, Leiter der G-10-Währungsstrategie von CIBC. Das No-Deal-Brexit-Risiko habe sich erhöht.

    Quartalszahlen stützen Europas Aktienmärkte
    Europäische Aktien lagen am Freitagmittag meist leicht im Plus, da Anleger die jüngsten Unternehmenszahlen verdauten und die Zinsentscheidung der Federal Reserve in der kommenden Woche ins Auge nahmen. Unternehmensergebnisse haben die Aktien in dieser Ertragssaison weitgehend beflügelt, der Stoxx Europe 600 Index stieg. "Nachdem die EZB gestern die Tür zu einer lockeren Geldpolitik geöffnet hat, dürfte die Fed die Zinsen nächste Woche senken", schrieb Jörg Krämer, Chefökonom der Commerzbank AG, in einer Note. Nestle verzeichnete im abgelaufenen Halbjahr das stärkste Umsatzwachstum seit vier Jahren. Zwar blieb der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern hinter den Analystenerwartungen zurück, die Aktien legten dennoch zu. In Deutschland stiegen Cancom auf ein Rekordhoch, nachdem das Unternehmen mit seinen Q2-Zahlen für Umsatz und Ebitda die Erwartungen deutlich übertroffen hatte. Nemetschek fielen trotz erwartungsgemäßer Zahlen. BASF führten die Liste der Verlierer im Dax an - der niedrige Rhein-Pegel gefährdet die Lieferketten der deutschen Industrie.

    Lagarde hat Gegner im EZB-Rat
    Wenn Christine Lagarde im November ihre erste Ratssitzung als EZB-Präsidentin leitet, wird sie sich womöglich fragen, welcher ihrer Kollegen sie dort nicht haben will. Am Donnerstag, als der EZB-Rat die Entscheidung der Regierungen absegnete, der ehemaligen IWF-Chefin das Amt zu geben, wurde sie nicht von allen 21 stimmberechtigten Mitgliedern unterstützt, hieß es aus Eurozonen-Kreisen. In einer geheimen Abstimmung habe es zwei Gegenstimmen und eine Enthaltung gegeben. Jens Weidmann und Olli Rehn können es nicht gewesen sein, denn die durften wegen des Rotationsprinzips nicht mitstimmen. Unterdessen nimmt der Druck auf Bundesfinanzminister Olaf Scholz zu, angesichts der Lage der deutschen Wirtschaft doch nicht so knauserig zu sein.

    Das Fed-Team, das gar nichts glaubt
    Margaret McConnell erklärt Zentralbankern oft, dass sie viel verunsicherter sein sollten, als sie zugeben, denn das ist ihr Job. Sie ist Leiterin der Applied Critical Thinking Unit, einer wenig bekannten Einheit der New York Fed mit einem großen Mandat: Die grundlegendsten Annahmen der Zentralbanker infrage zu stellen - die zu massiven politischen Fehlentscheidungen führen können, wenn sie falsch sind. "Was, wenn das, was wir als wahr bezeichnen, nicht wahr ist?", sagte McConnell in einem ihrer seltenen Interviews im Juni. Es ist ein bewusst verstörender Ansatz, der zur Stimmung an den Finanzmärkten passt. Rekordhochs für alle Arten von Vermögenswerten existieren neben dem unbehaglichen Gefühl, dass etwas Großes nicht stimmen könnte.

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