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Thema: Senvion und die Wahrheit?

  1. #1

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    Senvion und die Wahrheit?

    Viele Akteure des Börsengeschehens werden sicherlich gestern die Ereignisse
    um Senvion verfolgt haben. Gestern Morgen kam ja bekanntlich die kleine An-
    sage vom Vorstand, dass die Gesellschaft erwägt, den Insolvenzantrag zu
    stellen. Bekanntlich wurde dieser am späten Nachmittag 9.4.2019 gestellt.
    Was sollen nun die Aktionäre und Mitarbeiter der Unternehmung von diesem
    schlechten Theater halten? Laut Verlautbarungen sitzt die Firma Senvion auf
    einem Auftragspolster von fast 5 Mrd. Euro. Die Großgläubiger Deutsche Bank
    und BayernLB hätten Kredite über 950 Mio. vergeben und sähen sich nicht in
    der Lage dem erhöhten Kapitalbedarf nach Auftragslage nachzukommen? Der
    Großaktionär Centerbrigde wäre bereits mit einem Kredit von 80 Mio. zur Hilfe
    geeilt. Und Hedgefonds hätten Anleihen über 400 Mio. gekauft, die diese gern
    in Aktien getauscht hätten? Für die kleinen Aktionäre und Mitarbeiter wird hier
    wahrscheinlich spanisch gesprochen; also eine Sprache die keiner so richtig
    verstehen möchte. Auf Grundlage des Umsatzes ging die Produktion 2018 auf
    1,45 Mrd. Euro bei moderatem Gewinn zurück. Bei einem Auftragspolster von
    5 Mrd. Auftragswert ist dies bekanntlich kaum zu verstehen. Es kommt noch
    schlimmer; wegen nicht eingehaltener Lieferversprechungen müssten noch
    Konventionalstrafen gezahlt werden? Dies alles sind Ereignisse, die etwas von
    Frühzeitkapitalismus an sich haben. 1 Minute vor zwölf fällt dem Management ein,
    dass für das Auftragspolster ein erhöhter Kapitalbedarf nötig ist. Komisch,
    weiter wird bei der Insolvenz nur von der GmbH Senvion gesprochen. Ein Krimi
    von James Bond könnte wahrscheinlich nicht spannender sein, nur leider geht
    es sich hier um 4000 bis 5000 Menschen deren Arbeitsplätze stark gefährdet
    sind. Ob die Selbstverwaltung in der Insolvenz hier von Personen etwas bringt,
    die ja leider viel zu spät oder bis heute nicht richtig gehandelt haben, etwas
    bringt? Im Rückblick hat dieses Management wahrscheinlich nur etwas gelesen,
    wie gute Unternehmungen gegen die Wand gefahren werden. Vielleicht hat die
    Nordex ein Erbarmen und übernimmt einen Teil der Mitarbeiter und der noch zu
    fertigen Anlagen. Größenwahn und Überschätzung kann leider in den Ruin führen.

  2. #2

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    Wie g. es weiter bei Senvion nach der Insolvenz für Mitarbeiter und Aktionäre

    Welcher Leser kann etwas über eine Firmeninsolvenz schreiben?
    Frage1: Behalten die Mitarbeiter bei einer Insolvenz ihren Arbeitsplatz
    Frage2: Bei Senvion könnte ja auch ein Kapitalloch sein. (Gründe und Abgründe)
    Frage3: Werden die laufenden Projekte zu Ende geführt?
    Frage4: Muss der Staatsanwalt einer Selbstverwaltung zustimmen?
    Frage5: Muss bei einer Insolvenz eine Stichtags Bilanz vorgelegt werden?
    Frage6: Kann in einer Insolvenz bereits eine neue Auffanggesellschaft gegründet
    werden?
    Wahrscheinlich sind ja bei der Senvion alle Firmen im Konsortium von der
    Insolvenz betroffen und haben einen Antrag gestellt?
    Frage7: Muss eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden?

  3. #3

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    Wie könnte es weitergehen mit der Insolvenz bei Senvion?

    Leider wurde ja bereits ein Antrag auf Insolvenz für die Senvion GmbH gestellt. Aus
    informierten Kreisen heißt es weiter, dass noch weitere Gesellschaften folgen könnten.
    Inwieweit die vielen Unternehmungen im Ausland von der Insolvenz betroffen sind
    und eventuell folgen müssen, ist zur Zeit noch nicht wirklich bekannt. Auch ist nicht
    bekannt, ob das Gericht, wo der Antrag gestellt wurde, dem Ansinnen zustimmen wird.
    Normal ist ja erstmal, dass bei einer Insolvenz der Schuldner -Firma- die rechtliche
    Herrschaft über das gesamte Vermögen verliert und erst nach Zustimmung durch das
    Gericht bei einer Eigenverwaltung wieder ordnungsgemäß handeln darf. Sicherlich ist
    es hier bereits hilfreich, dass die Firma Senvion von außen Experten ins Boot geholt
    hat, die bei einer Selbstverwaltung Erfahrung haben -Dr. Gerrit Hölzle u.Dr. Thorsten B.
    Das Gericht ist bekanntlich nicht an diesem Vorschlag gebunden. Von Gläubigerseite
    kommt die Verlautbarung, dass der Großaktionär Centerbridge in den letzten 9 Monaten
    bereits mit 82 Mio. eingesprungen sei und weitere Großgläubiger nicht abgeneigt seien
    weitere Mittel zur Verfügung zu stellen. Das zuständige Gericht steht hier vor einer sehr
    schweren Aufgabe. Bekanntlich müssen die Eigenmittel -Eigenkapital- einer Unternehmung
    in einem gesunden Verhältnis zum Umsatz stehen. Aus jetziger Sicht muss davon ausge-
    gangen werden, dass das Eigenkapital aufgebraucht ist. Wo könnten jetzt die Fehler
    gelegen haben? Einmal wird sicherlich ein Fehler in der Kalkulation der vielen Projekte
    gemacht worden sein. Was nützt es einer Unternehmung, wenn in einem Bieterverfahren
    Aufträge an Land gezogen werden, die letztendlich nicht kostendeckend sind und
    waren. In Artikeln von verschiedenen Zeitschriften ist hier zu lesen, dass in den letzten
    Jahren nur starke Verluste eingefahren wurden. Dies heißt, dass praktisch bei den
    meisten Projekten Geld zugeschossen wurde. Der Fehler liegt hier zum Ersten in der
    Vorkalkulation. Bei jedem Projekt muss bekanntlich vorab gewährleistet sein, dass eine
    Bank oder ein Kreditgeber Geld im nötigen Umfang bereitstellt. Hier wurde es also ver-
    säumt von der Geschäftsleitung für die nötigen Gelder Vorsorge zu treffen. Selbst Ver-
    zögerungen in der Fertigstellung von Großprojekten müssen hier einkalkuliert werden.
    Wenn Senvion hier anführt, dass es bei nicht fristgemäßer Fertigstellung zu Konventional-
    strafen gekommen ist, kann dies auch ein Fehler im Vertrag mit dem jeweiligen Kunden
    gewesen sein. Auch eine Firma muss sich nicht jede Bedingung von Kunden aufzwingen
    lassen. Gerade bei der Herstellung von Windrädern gibt es auch viele Unbekannte beim
    jeweiligen Bodenwerk. Also ein Preis für ein Windrad oder Projekt kann hier bekanntlich
    nur die Grundausstattung beinhalten. Wenn ein viel stärkeres Fundament nötig wäre -in
    einem X beliebigen Beispiel- müsste der Kunde entsprechend mehr bezahlen. Hier hilft
    wahrscheinlich nur, die Produktion runterfahren und Projekte fortzuführen, die wirklich
    kostendeckend sind. Hier kann nicht ohne weiteres ein Freibrief ausgestellt werden.
    Das Gericht und die Gläubiger können hier nur richtig entscheiden, wenn
    Bilanz und G u. V von 2018 auf dem Tisch liegen. Auch scheint die Stichtagsbilanz bei
    der Insolvenzeröffnung von Nöten zu sein. Mit wie viel Geld -Einnahmen- ist bei den jetzt
    noch laufenden Projekten zu rechnen und wie hoch ist hier noch der nötige Kapitalbedarf.
    Der Servicebereich wird sicherlich die geringste Schwachstelle sein und kostendeckend
    arbeiten. Bei der Entwicklung könnte es schon ein Fragezeichen geben. Es scheint ehren-
    wert zu sein, wenn die Gläubiger hier zuschießen möchten und eine größere Kapitalerhöhung
    anstreben. Nur wenn sich die ganze Herstellung von Windrädern als Fass ohne Boden
    herausstellt, wäre wahrscheinlich jeder Cent zu viel. Die großen Luftlöcher und Luft-
    schlösser haben sich bekanntlich hier über viele Jahre aufgetürmt? Für die Mitarbeiter
    wäre es wünschenwert, wenn es zu einem Vergleich mit den Gläubigern kommen könnte.
    Ein Verzicht auf einen Teil der Schuld oder ein weiterer Zahlungsaufschub kann hier in
    bestimmten Fällen helfen. Selbst bei der Überprüfung von zukünftigen Projekten sollte
    ein Verzicht oder eine Nachverhandlung durchaus überlegenwert sein. Für die Aktionäre
    könnte es bei einer zukünftigen Kapitalgabe zu einem großen Spagat kommen. Bei dem
    jetzigen Umsatz wäre sicherlich 50 bis 100 Mio. Eigenkapital auf Dauer von Nöten. Bei
    einer bewilligten Selbstverwaltung wird der Staatsanwalt der Gesellschaft Senvion sicher-
    lich einige Monate Zeit geben. Auch Vater Staat und das jeweilige Land werden sicherlich
    die Augen nicht verschließen und in bestimmten Formen der Gesellschaft helfen.

  4. #4
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    Hallo HuppertzR, liebevoll nachgefragt:

    Mit wie viele Tausende K biste bei Senvion beteiligt?

    Für mich ist das alles reine Nebensache - bis vor ein paar Tagen nicht mal gewusst dass es den überschuldeten Laden Senvion gibt.

    https://i.pinimg.com/originals/73/2b...6d1a8a18b7.jpg

  5. #5

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    Senvion

    Hallo Luis, habe ein paar Kröten in den Laden gesteckt, weil ich meinte,
    dass der Laden auf dem richtigen Weg ist. Eigentlich sollten die großen
    Windradproduzenten bekannt sein. Nordex, Siemens-Gamesa, Senvion
    und viele andere. Ich denke trotz der persönlichen Pleite, dass die Er-
    neuerbaren eine gute Zukunft haben. Der persönliche Verlust ist zu ver-
    kraften. Viel schlimmer könnte im Extrem sein, wenn die vielen Menschen
    den Arbeitsplatz verlieren. In der Rubrik Insolvenzen habe ich Deine Hand-
    schrift gelesen und so dachte ich, dass dieses Thema auch interessant
    für Dich sei. Selbst die Gewerkschaften sind bei Senvion besorgt, dass
    die vielen Menschen den Arbeitsplatz verlieren. Im Prinzip interessiere ich
    mich immer für notleidende Unternehmen und besonders, wenn es um den
    Verlust von Arbeitsplätzen geht. Hier ist auch interessant, wie vornehm
    sich die Politik außen vor lässt? Also im Prinzip ist jede Insolvenz sehr
    wichtig, weil es sich in den meisten Fällen auch um den Verlust von
    Arbeitsplätzen geht.

  6. #6

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    Senvion -Insolvenz-

    Für die Mitarbeiter von Senvion wird sicherlich interessant sein,
    wann die zuständige Staatsanwalt auf Eröffnung der Insolvenz
    in Selbstverwaltung zustimmt. Es wäre hier sicherlich wünschens-
    wert, wenn bis Ende nächster Woche dem Antrag entsprochen
    würde. Dies hieße für die Mitarbeiter, dass die Arbeitsagentur
    sich die nächsten 3 Monate um die Gehälter kümmern würde.
    Bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens liegen sicherlich
    fällige Rechnungen auf Eis. Nach der Eröffnung könnte auch ein
    Moratorium nicht die schlechteste Lösung für die nötigen um-
    fangreichen Kontrollen sein. Auf den Sachwalter warten hier sehr
    schwere Aufgaben.
    Die Probleme bei der Senvion sind bekanntlich nicht von heute auf
    morgen entstanden. Es scheint, dass in den letzten Jahren fort-
    während ein Eigenkapitalverbrauch vorgelegen hat. Hier kann also
    nicht ausgeschlossen werden, dass der große Bereich Forschung
    und Entwicklung große Summen vom Eigenkapital verschluckt hat.
    In der Autoindustrie kann hier gesehen werden, dass durch
    Kooperation mit anderen Automobilherstellern die Kosten gesenkt
    werden. Dies könnte sicherlich auch für die Senvion ein Ansatz
    sein, mit einem anderen Windkrafthersteller bei Forschung und
    Entwicklung eine Zusammenarbeit zu vereinbaren. Immerhin sind
    hier viele Arbeitsplätze direkt gefährdet. Es wäre sicherlich hier
    eine Unterstellung, wenn davon gesprochen würde, dass diese
    Kosten nicht richtig einkalkuliert wurden.
    Der größte Fehler wird sicherlich darin gelegen haben, dass bei
    der jeweiligen Angebotsabgabe keine Vereinbarung bei Banken
    oder einem Konsortium ausgehandelt wurde, um für den jeweiligen
    nötigen Kredit -Projektbezogen- zu sorgen. Das jeweilige
    Management hat ja bekanntlich die letzten 3 Jahre gewusst, wie
    es um die dürftige Kapitalbasis bestimmt war. Wäre es hier bei
    jedem Projekt zu einer Absicherung durch Banken gekommen, wäre
    die prekäre Sachlage nicht entstanden. Auch Pannen und Liefer-
    verzögerungen können bekanntlich nicht fortlaufend anhalten.
    Bekanntlich ist die Senvion ja aus der Repower entstanden und
    wusste hier aus Erfahrung, was ein Kapitalmangel bedeutet. Für
    die Aktionäre wäre es sicherlich einfach die 100 Mio. Euro für
    eine Kapitalerhöhung zu stemmen. Wenn hier jedoch Forschung
    und Entwicklung zu viel Geld verschlingen, wäre die ganze Sache
    ein Fass ohne Boden. Die Banken haben jetzt das Wort, ob für die
    projektbezogenen Maßnahmen die jeweiligen Kredite bewilligt werden.
    Für die Mitarbeiter bleibt weiter zu hoffen, dass nicht Geld in dunkle
    Kanäle verschwunden ist. In einem solchen Fall ist der Sachwalter
    verpflichtet, dieses Geld zurückzufordern.

  7. #7
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    In Deutschland gibt es Tausende Pflegefälle und der dt. Staat interessiert-

    das ein feuchter Kehricht.


    Zitat Zitat von HuppertzR Beitrag anzeigen
    Hallo Luis, habe ein paar Kröten in den Laden gesteckt, weil ich meinte,
    dass der Laden auf dem richtigen Weg ist. Eigentlich sollten die großen
    Windradproduzenten bekannt sein. Nordex, Siemens-Gamesa, Senvion
    und viele andere. Ich denke trotz der persönlichen Pleite, dass die Er-
    neuerbaren eine gute Zukunft haben. Der persönliche Verlust ist zu ver-
    kraften. Viel schlimmer könnte im Extrem sein, wenn die vielen Menschen
    den Arbeitsplatz verlieren. In der Rubrik Insolvenzen habe ich Deine Hand-
    schrift gelesen und so dachte ich, dass dieses Thema auch interessant
    für Dich sei. Selbst die Gewerkschaften sind bei Senvion besorgt, dass
    die vielen Menschen den Arbeitsplatz verlieren. Im Prinzip interessiere ich
    mich immer für notleidende Unternehmen und besonders, wenn es um den
    Verlust von Arbeitsplätzen geht. Hier ist auch interessant, wie vornehm
    sich die Politik außen vor lässt? Also im Prinzip ist jede Insolvenz sehr
    wichtig, weil es sich in den meisten Fällen auch um den Verlust von
    Arbeitsplätzen geht.
    Und warum soll sich der dt. Staat um die Senvion Insolvenz kümmern?

    https://www.google.com/search?client...%C3%BCmmern%3F

    Merkels Politik ist klar vorgegeben: Deutschland soll gezielt De-industrialisiert werden.

    https://youtu.be/WgKV-D3fI_U?t=236

    Hier haben wir die Beweise zur Hand:

    Wie kann man Deutschland möglichst schnell in den Ruin treiben?

    https://youtu.be/5RKNenaJ9TY


    Wir werden niemals vergeben und niemals vergessen!!!

    https://orf.at/#/stories/3118786/


    Verpfuschte Reformen und Duckmäusertum Merkels Ex-General zerlegt die Führung der Bundeswehr
    General a.D. Erich Vad war von 2006 bis 2013 wichtigster militärischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel.:

    https://www.bild.de/bild-plus/politi...ogin.bild.html


    Grabschrift auf Deutschland: Abschied von Deutschland

    https://youtu.be/FfY1E5uI54s

    https://www.youtube.com/channel/UCi5...QfjyU4A/videos


    Enteignung Debatte in Berlin:

    https://www.google.com/search?client...w=1348&bih=895

    https://www.google.com/search?client...iz.kyMw68xx3bM


    Realsatire der dt. Industrie: Industriechefs werfen Europa Naivität gegenüber China vor

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/so...ents-box-pager


    Ergo: Merkels Politik zerlegt Deutschland.

  8. #8

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    Senvion Eröffnung des Insolvenzverfahrens per 9.4.2019

    Das Amtsgericht in Hamburg hat das Insolvenzverfahren bei Senvion im
    Eigenverwaltungsverfahren eröffnet und genehmigt per 9.4.2019. Die bis-
    herige Geschäftsleitung bleibt weiter im Amt. Herr Christoph Morgen wurde
    als Sachwalter vom Gericht bestellt. Dies teilte die Senvion in einer Add-
    Hoc-Meldung mit.

  9. #9
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    Anlegerschutzgesetze sind nichts anderes als Bankenschutzgesetze

    Zitat Zitat von HuppertzR Beitrag anzeigen
    Das Amtsgericht in Hamburg hat das Insolvenzverfahren bei Senvion im
    Eigenverwaltungsverfahren eröffnet und genehmigt per 9.4.2019. Die bis-
    herige Geschäftsleitung bleibt weiter im Amt. Herr Christoph Morgen wurde
    als Sachwalter vom Gericht bestellt. Dies teilte die Senvion in einer Add-
    Hoc-Meldung mit.
    Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Quirin Privatbank und einst Gründer des Online-Brokers Consors, fordert eine grundsätzliche Neuaufstellung des Anlegerschutzes in Deutschland. „Die heutigen Anlegerschutzgesetze sind nichts anderes als Bankenschutzgesetze“, sagte Schmidt gegenüber WELT AM SONNTAG.

    Banken und ihre Anwälte wüssten hierdurch genau, wie sie was dokumentieren müssten, damit sie am Ende gut aus der Sache herauskämen. „Die sehr viel einfachere Lösung wäre eine Beweislastumkehr“, so Schmidt. Eine Bank müsse bei einer angeblichen Fehlberatung beweisen, dass sie alles richtig gemacht habe.

    Schmidt geht für die kommenden Jahre von einer grundsätzlichen Veränderung der Bankenlandschaft aus. „Viele der bekannten Marken werden verschwinden, an ihre Stelle rücken große Technologieplattformen wie Apple und Google“, sagte er. Über sie würden die Menschen mehr und mehr auch ihre Geldgeschäfte erledigen.

    https://www.welt.de/wirtschaft/artic...astumkehr.html

  10. #10

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    Ist das schon die Rettung für Senvion?

    Die Senvion erhält einen Massekredit der Gläubiger über 100 Mio. Euro.
    Ist dies schon die Rettung für die Senvion. Wahrscheinlich kann hier-
    mit wenigstens das Alltagsgeschäft vorläufig weitergeführt werden. Die
    Kritik am Management bleibt weiter bestehen, dass vor Angebotsabgabe
    bei den Banken keine Bestätigung für nötige Kredite für Großprojekten
    eingeholt wurde. Im Nachhinein Kredite zu bekommen kann bekanntlich
    teuer werden. Zumal noch Aufträge von über 5 Mrd. Euro bei der Unter-
    nehmung vorliegen. Dem Kurs hat es jedenfalls sehr gut getan; es kam
    fast zu einer Kursverdoppelung ausgehend vom niedrigsten Kurs.
    Dies soll nun keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung sein. Die Kreditmühle
    ist sehr schwer zu beurteilen.

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