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Thema: DAX - 10 Jahre Hausse und zweimal 270 Prozent seit der dotcom-Blase

  1. #1
    Avatar von Zenturion
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    DAX - 10 Jahre Hausse und zweimal 270 Prozent seit der dotcom-Blase

    Hallo Börsenforum-Leser,

    Heute mal ein neuer Schreiber zum täglichen Börsengeschehen. Ich werde nicht immer zu jeder Bewegung schreiben, aber hier mal ein bisschen Statistik im Rückblick...

    Im Sommer 2008 betrug der DAX-Höchststand 8151 Punkte. Mit Beginn der Finanzkrise durch den Lehman-Crash verminderte sich dieser Index bis März 2009 auf sagenhafte 3666 also minus 55%. Interessanterweise war dieses Tief immer noch 66% höher als das 20-Jahrestief bei 2205 Punkten im März 2003 nach dem Platzen der dotcom-Blase im Jahr 2000 mit vergleichsweise ähnlichen DAX-Höchstständen bei 8137 Punkten. Damals verlor der Index von seinem Hoch sagenhafte 73% - der größte Bärenmarkt seit Aufzeichnung der deutschen Börsenkurse. Der Neue Markt-Index wurde nach über 90% Verlust sogar gänzlich abgeschafft. Misst man den Abstand der 2009er Tiefs von 2205 auf die Höchststände kurz vor des Lehman-Absturzes liefert das ein sagenhaftes Plus von 270%.

    Die letzte Hausse-Bewegung: Seit den markierten Lows in 2009 bei 3666 gelang dem Standardwerte-Index wiederum ein historischer Anstieg. Nun die Kuriosität: Die Spitze der 2009 bis 2018er Bewegung reichte bis 13559 Punkten im DAX, so gewann der Index wiederum ziemlich exakte 270%. Verblüffend wie ich meine - zweimal in einem fast 20-jährigen Kontext taucht der Faktor 3,7 auf.

    Nun zu heute: Waren zu Beginn 2019 noch erheblich konjunkturelle Zweifel angebracht, die sich jüngst auch noch durch schlechte BIP-Zahlen bestätigt haben, so ging es an den Börsen trotzdem wieder vehement nach oben - Zugpferd diesmal die NASDAQ. Beachtlich ist die jüngste Rallye im DAX, die sich aus der Jahresend-Korrektur bei ca. 10.381 kurz vor Weihnachten zugetragen hat. Die vorherige Abwärtsbewegung stoppte wieder mit einem Einbruch von 24% zu den Höchstständen, eine Korrektur die es bereits in gleicher Klasse in den Jahren 2011 (Fukushima) und 2015 (Zinsangst) gegeben hatte. Von unten nach oben gerechnet beträgt das aktuelle Plus zum heutigen Verlaufs-Top bei 12402 bereits wieder gute 19% Plus. Nun befinden wir uns auch noch mitten in der Berichts- und Dividendensaison, mit teilweise sehr verhaltenen Ausblicken. Da es gar nicht mehr korrigiert darf vermutet werden, dass langfristige Positionsänderungen von institutionellen Anlegern wiederum erst nach den üppigen Ausschüttungen von im Schnitt 3,7% im DAX getroffen werden. Dann käme es wieder zur Sell-in-May Veranstaltung...

    Nochmal das gleiche Spiel nach oben (?): Nimmt man die Verlaufstiefs aus 2015 von 9427 als Maßstab für den Beginn einer neuen 10-jährigen Hausse mit Anstiegsfaktor 270%, dann landen wir in 2025 bei sagenhaften 34880 Punkten. Den Profi unter Ihnen erinnert dies sicherlich an die 1989er-Bewegung in Japan als der Nikkei 225 getrieben von einer sagenhaften Immobilienblase die 40000 Punkte anlief - auch hier war es ein Anstieg von etwa 300%. Mal sehen wie weit uns die Liquiditätsspritzen der Notenbanken derzeit noch bringen werden, aber angeblich ist die Zeit der immer wachsenden Notenbank-Bilanzen auch vorbei.

    Wie geht´s weiter (?): Neutral betrachtet befindet sich der DAX eigentlich noch im Korrekturmodus der vorherigen Abwärtsbewegung (2018). Vom Beginn einer neuen großen Hausse zu sprechen, wäre aus heutiger Sicht doch noch etwas kühn. Dennoch, aktuell liest man m.E. das Wort "Crash" schon wieder zu oft, als dass wir unmittelbar vor einem Abwärts-GAP stünden. Aber Vorsicht an der Bahnsteinkante - heutige Züge fahren eben auch deutlich schneller als zur Jahrtausendwende. Rekordhalter bleibt auch in diesem Thema: Japan.

    Heute ist immerhin ein auffälliger Reversal-Tag: Nach einem neuen DAX-Top 2019 verbleibt bis 21:30 Uhr nur noch die Hang Seng-Indikation im Plus, sonst liegen fast alle Bewegungen im roten Bereich und die Öl-Hausse scheint auch auf dem Rückzug...

    Aufwärts sieht gemeinhin anders aus, ich glaube dieser Mai wird spannend...

    Anmerkung: In der Überschrift steht 370% - das ist natürlich falsch, soll 270% heißen

  2. #2
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    DAX - Dividendensaison enttäuschend...jetzt kommt das Sommerloch

    Fast vor einem Monat hatte ich hier die mittelfristigen Kursziele des DAX analysiert mit dem Schluss, dass 12400 wohl oben sein könnte. Zwischendurch rauschte der Markt dann von seinem Verlaufshoch bei 12453 bis auf 11620 letzte Woche um dann wiederum mit sagenhaften 500 Punkten in der Folgewoche nach oben zu korrigieren. Das alles kostet riesig Kraft und führt nun zum einem Erschöpfungszustand, der uns wahrscheinlich gleich nahtlos ins Sommerloch überführt.

    Ganz unbemerkt haben sich die Alternativanlagen zu Aktien, die Edelmetalle drastisch verteuert. GOLD avancierte von 1260 auf heute über 1350 USD - ja wir befinden uns ja auch wieder in einer neuen Krisenzeit: Politische Turbulenzen in Europa, Trumps täglichen Ergüsse zur Handelspolitik, brennende Tanker im Golf und eine neue weltweite Verschuldungs- und Bondblase (jetzt auch bei den Unternehmensanleihen).

    Kommen wir zurück zu unserem Lieblings-Index dem DAX ex Dividende - die Ausschüttungen sind abgearbeitet, aber der index steht sogar unter dem Niveau wie vor den Ausschüttungen, d.h. wer hier genau mitrechnet - Dividendenabschläge konnten nicht aufgeholt werden, heisst 3,7% Verlust auf die kurse gerechnet obwohl der index nur 300 Punkte unter seinem Jahreshoch notiert. Das ist erbärmlich - Hausse sieht anders aus! Und wenn man sich als Analyst auch noch die Fundamentaldaten aus der Wirtschaft anschaut mit BIPs um gut 1% tiefer als 2018, dann kommt man zu dem Schluss: DAX sell (12170)- GOLD long (1350)

    Good Luck!

  3. #3
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    DAX - Das hätte wohl niemand gedacht...

    DAX - Das hätte wohl niemand gedacht...

    So kurz vorm Juni-Settelment (Triple-Witching) kommt nochmal ein steiler Anstieg. gestern mal kurz unter 12.000 dann im Hoch 12350. Stark würde ich mal sagen. Die ganze Welt um FAANG wieder bombenfest, Draghi soll es gewesen sein...Mario Draghi, oberster Euro-Hüter, hat überraschend noch mehr billiges Geld in Aussicht gestellt. Das ruft den US-Präsidenten auf den Plan, der eine verbotene Euro-Abwertung wittert. Trumps Schimpftirade ist gleich in mehrfacher Hinsicht aufschlussreich. Der USD ging gleich mal superfest auf 1,1185 - da klebt er auch heute noch. Die Erklärung ist klar: Unendlich niedrige Zinsen in Deutschland (10Y Rendite -0,32%) und weiterhin schlechte Zahlen aus der Wirtschaft. Wie tief können Zinsen eigentlich gehen? Und wer kauft diese Wahnsinns-Negativ-Renditen? Alles egal - rein in die Aktien: Wie immer zählt der "Evergreen": Aktien sind alternativlos! - Heute 12.340, sollte die 12.450-80 noch fallen gibt es für die Shorties einen Biss in den sauren Apfel am Freitag, denn dann ist Zahltag...VDAX wieder bei 14,2 und VIX bei 15,05 - Alles in Butter: RISK ON! Bis demnächst.

  4. #4
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    DAX - jetzt knacken wir das obere Bollinger-Band

    Anschnallen - ein Quick Move bis 12600 ist bis Morgen zum Settlement möglich.

    Die Anleger wollen zwar nicht kaufen...aber Sie müssen wegen ihrer Derivate.

    Das Highlight heute: GOLD knackt die 1380 USD - Watch it!

  5. #5
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    DAX - Dynamik zu schwach...

    Angesichts eines neuen S&P Hochs bei 2954 ist schon verwunderlich, dass der DAX nicht so richtig ins Laufen kommt. 12439 war die Marke, dann wieder runter auf 12350. Heute ein bisschen Hin-und-Her Gedaddle zwischen 12330 - 12430, da wird zum Settlement nicht mehr allzu viel passieren. Eigentlich ist heute auch kein Indikator für die nächsten 6 Monate, denn es werden nur die Derivate bezahlt oder gerollt werden müssen. Bei den Oszillatoren ist der Markt ganz oben, den Rand des Bollingers konnten wir gestern kurzfristig durchstoßen. Man ist also durchaus auf dem Sprung...es fehlt nur die Dynamik, die aber auch nicht von alleine kommt. Also entweder die Amerikaner legen nochmal was auf die Schippe drauf oder man holt das Gold wieder auf 1350 USD runter. So wie wir jetzt stehen, passt es jedenfalls hinten und vorne nicht zusammen. Die nächste Woche wird also die Wahrheit bringen...STAY TUNED und Gewehr bei Fuß. DAX 12800 oder 11800 bedeutet GOLD 1350 oder 1500 USD? So einfach ist Börse

  6. #6
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    DAX - Ausbruchsversuch ohne wirkliche News

    Guten Morgen,

    Jetzt haben wir es das schöne Ausbruchs-GAP gleich am Montag Morgen. Bis 12624 ging die Morgen-Rallye begründet auf der Hoffnung, dass der Zollstreit zwischen China und den USA nun endlich begraben wird. "Hoffnung" war schon immer ein guter Nährboden für steigende Kurse. Fakt ist: Beschlossen wurde fast nichts - was treibt uns dann an - Entspannung: Aktien fest, Öl fest, Gold runter aber warum steigt der Bund-Future abermals? Schon mal dran gedacht, dass Herr Trump in den Wieder-Wahlkampf geht und sich mit Europa noch gar nicht so richtig befasst hat. Seine verachtende Haltung gegenüber der Deutschen Regierung spricht Bände!. Zinssenkungs-Phantasie hatten wir ja noch vergessen. Auf beiden Seiten des Atlantiks schwächt sich die Konjunktur sichtlich ab - da müssen die Notenbanken doch reagieren! Als täten sie das nicht schon 2008 in einem durchgehenden Zyklus "The Money Mania" - OK. Dieser Aufschwung an den Börsen kommt nicht ganz unerwartet, denn Technisch hatten wir die Zone 11600-11850 nun 3-mal getestet und wenn es nicht unten durch geht, dann eben oben...mal sehen wie das heute noch enden wird. Sollte es unter die 12400 bröseln diese Woche: Rette sich wer kann...richtig fest wird es allerdings über der Zone 12660-12850. Dann muss jedes arme Schwein (=Benchmark-getriebener Asset-Manager) kaufen!

    Bis dahin einfach Zuschauen und gute Musik hören 12624 >>> 12599 >>> 12547 schubidubidu

  7. #7
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    DAX - Widerstandszone voraus 12660 bis 12850

    HURRA: Nun ist es gewiss - nach unten geht gar nichts, gestern bis 12492 und sofort wieder hoch. Also wird sich der Markt nun auf der Oberseite austoben, denn die V-Formation aus dem Juni ist erfolgreich nach oben durchbrochen. Dann gibt es nur noch die hier beschriebene Widerstandszone 12660-12850. Wichtig wäre, dass auch die Zykliker nicht mit einer Gewinnwarnung nach der anderen aufwarten, sondern mit dem freundlichen Börsenklima auch mal positive Meldungen aus der Industrie verlauten lassen. Oder was noch keiner auf dem Radar hätte: Die Makroökonomie lässt wieder Freude kommen. Die Meldungen vom G20-Treffen "Wir werden wieder sprechen und vorerst gibt es keine neuen Zölle" werden wohl niemanden groß helfen - sie sind am Markt eh nach 4 Stunden Aufregung einfach verpufft. Also - nun schaut jeder auf die Trends und seine Lieblingswerte...Sorgen waren gestern: Es gilt der Blick nach oben...STAY TUNED!

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