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Thema: Frage zum Währungsrisiko

  1. #1

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    Frage zum Währungsrisiko

    Ich habe US-Aktien, welche in € in meinem Depot liegen.
    Wenn jetzt der € gegen den $ im wert fällt, steigt mein Aktienwert dann oder fällt er?
    Heißt konkret, bezieht sich der Börsenpreis in € auf den Wert in $ an der US-Börse oder werden die Aktien in $ und € getrennt bewertet und gehandelt.

    Vielen dank!

  2. #2

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    Aktienkurse US und Devisenkurse?

    Es ist leider so, dass die Währungsvorteile selten bei den Aktionären ankommen. Die Ent-
    wicklung von Aktienkursen hat wenig mit Währungskursen zu tun. Ein Beispiel: Kaufen die
    Aktionäre beispielsweise Microsoft; so wäre es logisch aus heutiger Sicht bei einem er-
    starken des US-Dollars, dass die Anleger im europäischen Raum einen Vorteil erreichen
    könnten. Umgekehrt wäre es natürlich auch möglich, dass der Euro stark steigt und sich
    aus Währungssicht ein Nachteil ergebe. Leider geht diese Rechnung in den seltesten
    Fällen auf, da die Kurse von Unternehmungen eine Eigenentwicklung haben.

    Ein Absicherungsgeschäft gegen Währungsverlust durch den Kauf von Aktien ist also nicht
    ungefährlich. Unter Umständen könnten die Anleger an der Valuta und am jeweiligen Kurs
    verlieren. Im günstigsten Fall könnten sie an der Währung US-Dollar und dem Börsenkurs
    der Unternehmung verdienen.

    Microsoft ist ein schönes Beispiel: Der Kurs befindet sich seit einigen Tagen wieder in einem
    Aufwärtskanal.
    Dies ist keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung für den genannten Wert sondern nur ein
    Beispiel
    PS: Die Anleger sollten auch bedenken, dass die Währungskurse stark von der Notenbank-
    politik eines Landes abhängen. Manchmal greifen sogar Staaten indirekt in die Notenbank-
    politik ein.

  3. #3

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    Ja, das stimmt wohl, allerdings zielte meine Frage auf etwas anderes ab.

    Ein zwar übertriebenes Beispiel, aber ich denke gut zu erklären:

    Das verhältnis Euro zu Dollar ist 1:1
    Ich kaufe mir eine US-Aktie für 100€ über meine Bank (100$ am Heimatmarkt).
    1 Jahr später ist das Verhältnis 1:2 (der Dollar ist doppelt so viel Wert)
    Jetzt verkaufe ich meine Aktie. Der Wert der Aktie ist unverändert.
    ->Bekomme ich dann 200€, da es eine US-Aktie ist und auf $ Basiert oder bekomme ich lediglich meine 100€ zurück, da die Aktie in € in meinem Depot ausgezeichnet wird?

    Ist zwar zahlentechnisch sehr überspielt, aber ich denke der Gedanke wird klar.

    Vielen dank!

  4. #4
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    An den Fragen erkennt man den Intellekt eines Menschen.
    Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber es ist m.E. besser, wenn Du niemals an die Börse gehst.

  5. #5

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    Und an deiner Antwort erkennt man, dass leute, die anscheinend zu viel am Computer sitzen, offenbar zu wenig soziale Fähigkeiten besitzen und lieber häufiger ans Tageslicht sollten, um weniger asozial zu sein.

  6. #6
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    Meine Antwort sollte eigentlich nur ein Rat sein und nicht beleidigend sein.
    Wenn Du den emotionalen und wertenden Teil wegblenden kannst, dann nimm meine Meinung zu Deiner Frage als guten Rat an!
    Ich habe schon genug Leute kennen gelernt, die solchen Ratschlag nicht oder zu spät bekommen haben und nun Omas "Kleinhäuschen" verloren haben.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Hocer Beitrag anzeigen
    Ich habe US-Aktien, welche in € in meinem Depot liegen.
    Wenn jetzt der € gegen den $ im wert fällt, steigt mein Aktienwert dann oder fällt er?
    Heißt konkret, bezieht sich der Börsenpreis in € auf den Wert in $ an der US-Börse oder werden die Aktien in $ und € getrennt bewertet und gehandelt.

    Vielen dank!
    Nun konkret zu Deiner Frage:
    Bewertet werden Aktien in alles und nichts. Man guckt nur, was man dagegen augenblicklich eintauschen kann.
    Eine Aktie in Kaurischnecken steigt gegen Kaurischnecken, wenn die Kaurischnecken im Wert gegen alle anderen Tauschgüter fällt.
    Eine Aktie notiert an jeder Börse gegen ein anderes Tauschmittel. Das kann der US$, der Euro, Der Yuan, der Rubel, der CFA-Franc oder sonstwas sein. Notiert und gehandelt werden muß an der Börse üblicherweise gegen ein staatlich festgelegtes Zahlungsmittel.
    Wenn Dein Depot in Deutschland liegt, so wird Dein Depotbestand im Wert gegen Euro ausgewiesen, liegt das Depot in den USA, so wird Deine Aktie eben in Dollar ausgewiesen.
    Es ist völlig wurst, in welcher Währung eine Aktie oder sonst ein Wertgegenstand ausgewiesen wird.
    Der Wert des Wertgegenstandes ändert sich nicht, wenn sich des Tauschmittel im Wert verändert.
    Es erscheint dem Eurobilanzierer nur so, als ob die Aktie im Wert von 100 auf 200€ gestiegen ist, wenn sich der Euro gegen alle anderen Tauschmittel (hier u.a. auch den Dollar) halbiert.
    Schauen wir uns ruhig Extrema an:
    Eine Währung fällt durch Hyperinflationierung gegen alle anderen Währungen auf ein Tausendstel.
    Alle Aktiendepots steigen nun auf das Tausendfache, ohne daß sich der reale Wert verändert hat.
    Fällt der Euro gegen Dollar auf ein Tausenstel, so ist Deine Aktie nun in Dollar weiter 100US$ wert, aber nun 100.000Euro. Da durch die Hyperinflation auch Löhne, Grundstücke und so weiter in Europapier vertausendfacht haben, erscheint es nur so, als ob Du gigantisch gewonnen hättest.
    Es hängt vom Betrachter, vom Bilanzstandpunkt ab, wie man Bewertungsänderungen interpretiert.
    Allerdings freut es die Steuer (wenn Du in Deutschland versteuerst), wenn der Euro stark abwertet, denn die guckt die Wertveränderung in Euro an und knabbert Dir 30% von Deinem Wert weg, obwohl der Wert der Aktie gegen alle anderen Werte weiter unverändert ist.

    Ich hoffe, ich habe Dir etwas geholfen!

  8. #8
    Premium-Mitglied Avatar von Luis
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    Zitat Zitat von LabasRytas Beitrag anzeigen
    Allerdings freut es die Steuer (wenn Du in Deutschland versteuerst), wenn der Euro stark abwertet, denn die guckt die Wertveränderung in Euro an und knabbert Dir 30% von Deinem Wert weg, obwohl der Wert der Aktie gegen alle anderen Werte weiter unverändert ist.
    Hallo LabasRytas,

    die Versteuerung greift erst, wenn die Papiere verkauft werden?

    Solange kein Verkauf vorliegt, kann der Fiskus, keine Versteuerung vornehmen.

    https://www.google.com/search?client...auft+werden%3F

    https://www.google.com/search?client...rung+vornehmen.

  9. #9
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    Ja, die Steuer greift erst nach dem Verkauf zu.

    Ich war unpräzise.

  10. #10

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    das Währungsrisiko kann auch zu einem Währungsvorteil werden ;)

  11. #11
    Premium-Mitglied Avatar von Luis
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    Daumen hoch Sanktionen aufgehoben - Russland bekommt Stimmrecht zurück

    https://www.boersenforum.de/showthre...l=1#post305727

    Zitat Zitat von Martin1 Beitrag anzeigen
    das Währungsrisiko kann auch zu einem Währungsvorteil werden ;)
    Jawohl, das liegt sehr nah, der R-Rubel hat in den letzten Monaten eine erstaunliche Stabilisierung hingelegt:


    https://www.ariva.de/chart/images/ch...H0~w940x420~W1


    Das könnte eventuell, in die Bewertungen unserer Russland Anlagen, mit einfließen und auch zugutekommen?

    Denn der Europarat das die Sanktionen gegen Russland, ab heute, für aufgehoben, erklärt.




    DIENSTAG, 25. JUNI 2019

    Sanktionen aufgehoben - Russland bekommt Stimmrecht zurück

    Wegen der Krim-Annexion verliert Moskau vor fünf Jahren sein Stimmrecht in der Parlamentarischen Versammlung des Europarats. Nach Protesten des Kreml entscheiden die Abgeordneten nun, die Sanktionen gegen das Land aufzuheben.

    Nach stundenlangen heftigen Debatten hat die Parlamentarier-Versammlung des Europarats ein Ende der Sanktionen beschlossen, die nach der Krim-Annexion gegen die russische Delegation verhängt worden waren. Mit dem Votum wurde in der Nacht die Voraussetzung für einen Verbleib Russlands in der paneuropäischen Länderorganisation geschaffen.

    Die russischen Abgeordneten boykottierten die Arbeit der Versammlung, seit ihnen im April 2014 wegen der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim das Stimmrecht entzogen wurde. Seit Juni 2017 zahlt Moskau außerdem keine Mitgliedsbeiträge mehr an den Europarat. Laut Satzung droht einem Land der Ausschluss, wenn es zwei Jahre lang keine Beiträge gezahlt hat. Um dies zu verhindern, änderte die Parlamentarier-Versammlung nun ihre Geschäftsordnung - ungeachtet heftiger Proteste vor allem von ukrainischen Abgeordneten. Die Versammlung beuge sich damit der "russischen Erpressung", kritisierte der Konservative Oleksii Goncharenko.

    Laut Neuregelung können die Abgeordneten künftig nicht mehr einseitig Sanktionen verhängen, sondern nur in Absprache mit dem Ministerkomitee, dem die Außenminister der 47 Europaratsländer angehören. De facto erhalten die 18 russischen Mitglieder in der Versammlung damit ihre Stimmrechte zurück - rechtzeitig vor der am Mittwoch geplanten Wahl eines neuen Generalsekretärs der Länderorganisation. Moskau hatte wiederholt mit einem Austritt aus dem Europarat für den Fall gedroht, dass die Sanktionen gegen die russische Delegation aufrechterhalten bleiben.

    Der Europarat mit Sitz im französischen Straßburg ist die größte Staatenorganisation auf dem europäischen Kontinent. Gegründet vor 70 Jahren, versammelt sie 47 Mitgliedsstaaten. Gemeinsam mit dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) kümmert sich der Europarat um die Einhaltung der Menschenrechte von rund 830 Millionen Bürgern in den Mitgliedsländern. Der Parlamentarier-Versammlung des Europarats gehören 318 nationale Abgeordnete aus den Europaratsländern an. Die Versammlung tagt vier Mal im Jahr in Straßburg.

    Quelle: n-tv.de, jpe/dpa


    https://www.n-tv.de/politik/Russland...e21105837.html


    https://www.google.com/search?q=Denn...hrome&ie=UTF-8
    Geändert von Luis (Gestern um 12:26 Uhr)

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