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Thema: Geldpolitik vernichtet Vermögen

  1. #1
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    Geldpolitik vernichtet Vermögen

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    Null- und Negativzinsen konnten bisher nicht den erwünschten Inflationswert der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent erreichen. Eigene Vermögensvorsorge ist wichtig.

    Selten, dass die Inflationsmarke die zwei Prozent in den vergangenen Jahren überschritten hat. Im Mai legte die Teuerung nur um 1,2 Prozent zu. Grund für EZB-Chef Draghi aktuell weitere geldpolitische Lockerungen anzukündigen.

    Da nutzte weder Nullzinspolitik noch der Kauf von Anleihen. Da stellt sich für den Normalbürger die Frage, ob nicht eine Inflation von null Prozent besser wäre. Aber da ist die Angst der Zentralbanken vor einer Deflation, also wenn die Preise fallen. Denn dies führt zu einer geringeren Nachfrage nach Gütern, nach niedrigeren Preisen und letztendlich zu Deflation.

    Was ist so schlimm an einer Deflation? Die Schulden werden aufgewertet, also höher. Schulden können womöglich nicht mehr getilgt werden. Daher beugen die Zentralbanken vor, jedenfalls versuchen sie es. Doch hier scheint die Globalisierung, das Mitwirken von Niedriglohnländern zu wirken – gegen die Intension der Zentralbank.

    Denn Globalisierung drückt naturgemäß auf die Preise. Ein weiterer Faktor ist der demografische Wandel, das heißt unsere Gesellschaft wird immer älter, dies hat Folgen. Immer mehr Jüngere müssen zum Beispiel die Renten der Älteren finanzieren. Die Sorgen um einen Altersruhestand ohne finanzielle Probleme nehmen zu und verringern so Umsätze, denn es wird gespart.

    Aber das Sparen ist problematisch geworden, denn es gibt ja wie gesagt, keine Zinsen oder sogar Negativzinsen. Was tun? Was die Europäische Zentralbank auch immer versucht, Vorsorge und damit eine auf mehreren Füßen basierende, gesunde Vermögensanlage ist gefragt. Auch wenn noch viele Deutsche das Investment in Aktien nicht dazuzählen, besteht doch eine Option sich in verschiedene Richtungen abzusichern. Ein gut diversifiziertes Aktienportfolio gehört dazu, damit auch die Möglichkeit einen Teil des Vermögens in Edelmetallaktien anzulegen.

    Hier wären beispielsweise Maple Gold Mines - https://www.maplegoldmines.com/ - oder US Gold zu nennen. Maple Gold Mines - http://rohstoff-tv.net/c/c,search/?v=299177 -, ein fortschrittliches Goldexplorations- und Entwicklungsunternehmen, besitzt das Douay-Goldprojekt im Abitibi Grünsteingürtel in Quebec, Kanada. Dieses brachte bis zu 21 Gramm Gold je Tonne Gestein bei Bohrungen hervor.

    U.S. Gold - http://rohstoff-tv.net/c/c,search/?v=298867 - besitzt diverse Konzessionsgebiete. Besonderes Augenmerk legt die Gesellschaft auf sein Keystone-Goldprojekt in Nevada und sein Copper King-Projekt in Wyoming.

    Dieser Bericht wurde von unserer Kollegin Frau Ingrid Heinritzi verfasst, den wir nur als zusätzliche Information zur Verfügung stellen.

    Aktuelle Unternehmensinformationen und Pressemeldungen von Maple Gold Mines (- https://www.resource-capital.ch/de/u...old-mines-ltd/ -) und von U.S. Gold (- https://www.resource-capital.ch/de/u.../us-gold-corp/ -).

    Viele Grüße
    Ihr
    Jörg Schulte




    Gemäß §34 WpHG weise ich darauf hin, dass Jörg Schulte, JS Research UG (haftungsbeschränkt) oder Mitarbeiter des Unternehmens jederzeit eigene Geschäfte in den Aktien der vorgestellten Unternehmen erwerben oder veräußern (z.B. Long- oder Shortpositionen) können. Das gilt ebenso für Optionen und Derivate, die auf diesen Wertpapieren basieren. Die daraus eventuell resultierenden Transaktionen können unter Umständen den jeweiligen Aktienkurs des Unternehmens beeinflussen. Die auf den „Webseiten“, dem Newsletter oder den Research-Berichten veröffentlichten Informationen, Empfehlungen, Interviews und Unternehmenspräsentationen werden von den jeweiligen Unternehmen oder Dritten (sogenannte „third parties“) bezahlt. Zu den „third parties“ zählen z.B. Investor Relations- und Public Relations-Unternehmen, Broker oder Investoren. JS Research UG (haftungsbeschränkt) oder dessen Mitarbeiter können teilweise direkt oder indirekt für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und andere Dienstleistungen von den besprochenen Unternehmen oder sogenannten „third parties“ mit einer Aufwandsentschädigung entlohnt werden. Auch wenn wir jeden Bericht nach bestem Wissen und Gewissen erstellen, raten wir Ihnen bezüglich Ihrer Anlageentscheidungen noch weitere externe Quellen, wie z.B. Ihre Hausbank oder einen Berater Ihres Vertrauens, hinzuzuziehen. Deshalb ist auch die Haftung für Vermögensschäden, die aus der Heranziehung der hier behandelten Ausführungen für die eigenen Anlageentscheidungen möglicherweise resultieren können, kategorisch ausgeschlossen. Die Depotanteile einzelner Aktien sollten gerade bei Rohstoff- und Explorationsaktien und bei gering kapitalisierten Werten nur so viel betragen, dass auch bei einem Totalverlust das Gesamtdepot nur marginal an Wert verlieren kann. Besonders Aktien mit geringer Marktkapitalisierung (sogenannte "Small Caps") und speziell Explorationswerte sowie generell alle börsennotierten Wertpapiere sind zum Teil erheblichen Schwankungen unterworfen. Die Liquidität in den Wertpapieren kann entsprechend gering sein. Bei Investments im Rohstoffsektor (Explorationsunternehmen, Rohstoffproduzenten, Unternehmen die Rohstoffprojekte entwickeln) sind unbedingt zusätzliche Risiken zu beachten. Nachfolgend einige Beispiele für gesonderte Risiken im Rohstoffsektor: Länderrisiken, Währungsschwankungen, Naturkatastrophen und Unwetter (z.B. Überschwemmungen, Stürme), Veränderungen der rechtlichen Situation (z.B. Ex- und Importverbote, Strafzölle, Verbot von Rohstoffförderung bzw. Rohstoffexploration, Verstaatlichung von Projekten), umweltrechtliche Auflagen (z.B. höhere Kosten für Umweltschutz, Benennung neuer Umweltschutzgebiete, Verbot von diversen Abbaumethoden), Schwankungen der Rohstoffpreise und erhebliche Explorationsrisiken.

    Disclaimer: Alle im Bericht veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die besprochenen Aktien, noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Dieser Bericht gibt nur die persönliche Meinung von Jörg Schulte wider und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch ihre Bank unumgänglich. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber und seine Mitarbeiter für vertrauenswürdig erachten. Für die Richtigkeit des Inhalts kann trotzdem keine Haftung übernommen werden. Für die Richtigkeit der dargestellten Charts und Daten zu den Rohstoff-, Devisen- und Aktienmärkten wird keine Gewähr übernommen. Die Ausgangssprache (in der Regel Englisch), in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle, autorisierte und rechtsgültige Version. Diese Übersetzung wird zur besseren Verständigung mitgeliefert. Die deutschsprachige Fassung kann gekürzt oder zusammengefasst sein. Es wird keine Verantwortung oder Haftung: für den Inhalt, für die Richtigkeit, der Angemessenheit oder der Genauigkeit dieser Übersetzung übernommen. Aus Sicht des Übersetzers stellt die Meldung keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar! Lesen Sie hier - https://www.js-research.de/disclaimer-agb/-. Bitte beachten Sie auch, falls vorhanden, die englische Originalmeldung.

  2. #2
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    Prämiensparverträge gekündigt Sparkasse schmeißt 16 000 Sparer raus...

    Verbraucherschützer raten: anfechten

    https://bilder.bild.de/fotos-skalier...h,c=0.bild.jpg

    Sparkassen- Vorstandsvorsitzender Matthias Everding. Sein Geldinstitut hat im vergangenen Jahr 20 Millionen Euro Gewinn gemachtFoto: Klaus Schillinger


    von: Peter Lauschmann veröffentlicht am
    25.07.2019 - 11:39 Uhr

    Nürnberg – Sparer-Wut bei Nürnberger Sparkassen-Kunden. Die wirft 16 000 Anleger aus ihren Verträgen.

    Es geht um 21 000 Prämien-Sparverträge von 16 000 Kunden. Die Verträge stammen aus den Jahren 1993 bis 2015. Sie garantierten Prämien bis zu 50 Prozent auf das jährlich Eingezahlte, was unterm Strich eine Super-Verzinsung bedeutet. Die ARD-Sendung „Boerse vor acht“ berichtete darüber.

    Denn diese Erträge will die Sparkasse plötzlich nicht mehr zahlen! Beate Treffkorn (53), Pressesprecherin Sparkasse Nürnberg: „Es liegt an der lang anhaltenden Niedrigzinsphase. Wir können keine Zinsen zahlen, die nicht marktgerecht sind.“

    Angelika Funk (40) ist eine Betroffene: „Als ich das Kündigungsschreiben bekam, war ich total überrascht. Von meiner Beraterin hieß es nur: 'Es tut mir leid, aber da kann man nix machen.'“

    https://bilder.bild.de/fotos-skalier...h,c=0.bild.jpg

    Der Prämiensparvertrag von Angelika Funk (40) wurde im Juni gekündigt. „Ich bin beim Sparen konservativ, schon seit Jahrzehnten bei der Sparkasse. Der Vertrag lief schon 15 Jahre. Ich hätte zumindest erwartet, dass ich zu der Kündigung eine Beratung bekomme.“Foto: Klaus Schillinger

    Die Sparkasse beruft sich auf ein Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) zu einem Fall aus Stendal (Sachsen-Anhalt). Dort hatten zwei Sparer gegen die Kündigung ihrer Verträge geklagt, der BGH gab der dortigen Sparkasse Recht.

    Nürnbergs OB Ulrich Maly (58, SPD) ist Verwaltungsrat der Sparkasse Nürnberg. Maly: „Die Kündigung der Prämiensparverträge ist für die betroffenen Kundinnen und Kunden nicht erfreulich. Sie leiden damit genauso wie Banken und Sparkassen in der Eurozone unter der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank.“

    Verbraucherzentralen werden jetzt von Anfragen überschwemmt. Glasklarer Rat: Widerspruch einlegen, Kündigung anfechten. Finanzjuristin Sibylle Miller-Trach: „Der BGH hat nur über einen Einzelfall entschieden, der sich von den vorliegenden Kündigungsfällen durchaus unterscheiden kann.“

    Sparkassen-Vorstand Matthias Everding war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.


    https://www.bild.de/regional/nuernbe...e.bild.desktop

    Ergo: Die Banken wollen kein Geld mehr verwalten, weil Strafzinsen das Geschäft vermasseln. Geld wird zur Last - ohne Geld kommen die Banken zu recht?

    Wir haben schon komische Zeiten, früher haben die Banken nach jedem Spargroschen gegriffen, heute tuen sie so, wie wenn Geld, nur noch aus saur Bier Bestände.
    Geändert von Luis (26.07.2019 um 14:36 Uhr)

  3. #3
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    Deflation bringt Rezession: Deutschland am Abgrund? - 25.09.2019

    Der deutsche Einkaufsmanagerindex ist im September überraschend gefallen. "Die Industriedaten sind einfach schrecklich", kommentierte ein Markit-Ökonom. Die Prognosen prophezeien ein düsteres Bild. Daten und Hintergründe.

    von Sven Weisenhaus

    Erst kurz vor der Sommerpause von Stockstreet hatte ich noch am 27. August geschrieben: Die „Wolken am Himmel der Wirtschaft und damit des Aktienmarktes haben sich jüngst noch einmal etwas mehr verdunkelt“. Damit bezog ich mich auf das ifo Geschäftsklima und die Einkaufsmanagerindizes für den Monat August. Heute wurde der aktuelle ifo Geschäftsklimaindex für den Monat September veröffentlicht. Und demnach haben sich die dunklen Wolken noch nicht verzogen.

    Unternehmen blicken erneut skeptischer in die Zukunft

    Denn die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich gegenüber dem im August erreichten niedrigsten Wert seit November 2012 nur leicht verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im September lediglich von 94,3 auf 94,6 Punkte gestiegen.

    http://www.stockstreet.de/images/new...190924-ifo.png

    Und der knappe Anstieg ist lediglich auf eine verbesserte Einschätzung der aktuellen Lage zurückzuführen (blaue Linie in der Grafik). Die Erwartungen an die kommenden Monate sind derweil erneut gesunken (grün). Dabei sind insbesondere das verarbeitende Gewerbe und der Handel weiterhin pessimistisch, was natürlich den Handelskonflikten geschuldet ist. Dienstleistungssektor und Bauhauptgewerbe zeigen sich dagegen weiterhin robust, letzteres wohl vor allem wegen der erneut gesunkenen (Hypotheken-)Zinsen.

    http://www.stockstreet.de/images/new...o-Sektoren.png

    Doch insgesamt steht der Zeiger der ifo-Konjunkturuhr weiterhin deutlich auf Abschwung. Und das bestätigen auch die vorläufigen Einkaufsmanagerdaten, die gestern veröffentlicht wurden.

    http://www.stockstreet.de/images/new...24-ifo-Uhr.png

    Deutschland in der technischen Rezession

    Demnach laufen die Geschäfte der Industrie in Deutschland sogar so schlecht wie seit dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise 2009 nicht mehr. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex von IHS Markit sank nach der monatlichen Umfrage unter rund 800 Firmen im September um 2,1 auf nur noch 41,4 Punkte. Die Wachstumsschwelle von 50 Punkten wird damit immer deutlicher unterschritten.

    http://www.stockstreet.de/images/new...-Industrie.png

    Die Probleme der Industrie schwappen inzwischen auch immer stärker auf den Dienstleistungssektor über. Der dazugehörige Einkaufsmanagerindex sank um 2,3 auf 52,5 Zähler – ein 9-Monats-Tief. Der Einkaufsmanagerindex für die gesamte Privatwirtschaft rutschte dadurch mit einem Rückgang um 2,6 auf 49,1 Punkte erstmals seit April 2013 wieder unter die Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

    http://www.stockstreet.de/images/new...4-D-Markit.png

    Eine technische Rezession (zwei Quartale in Folge mit sinkendem BIP) der deutschen Wirtschaft ist damit quasi besiegelt.

    Zunehmende Diskrepanz zwischen Konjunktur- und Aktienkursentwicklung

    Die Diskrepanz zwischen der Kursentwicklung des DAX und der Wirtschaft wird damit immer größer. Will der deutsche Leitindex sein Niveau halten, dann müsste die Wirtschaft ihr Tief nun erreicht haben und in Kürze wieder zulegen. Ansonsten muss man damit rechnen, dass es sich bei den jüngsten Kursgewinnen im DAX lediglich um eine Zwischenerholung im Abwärtstrend gehandelt hat. Letzteres halte ich mit Blick auf die oben genannten Frühindikatoren aktuell für durchaus wahrscheinlich.

    Zumal der Auftragseingang der Industrieunternehmen in Deutschland laut den Umfrageergebnissen von IHS Markit jüngst das höchste Minus seit über 10 Jahren auswies. Und bei den deutschen Dienstleistern gab es erstmals seit Dezember 2014 ein Minus. All dies deutet darauf hin, dass die Produktion im 4. Quartal 2019 weiter zurückgefahren wird.

    Konjunktur der Eurozone schwächelt erneut

    Ähnlich dramatisch ist die Lage in der gesamten Eurozone. Hier musste die Industrie bei den Neuaufträgen das größte Minus seit Juli 2012 hinnehmen. Der Einkaufsmanagerindex für die gesamte Privatwirtschaft der Eurozone hielt sich mit einem Rückgang um 1,5 auf 50,4 Punkte nur noch knapp oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Zählern und fiel damit auf den tiefsten Wert seit Juni 2013.

    http://www.stockstreet.de/images/new...-EU-Markit.png

    Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie des Währungsgebietes ist von einem bereits niedrigen Niveau auf nun 45,6 Punkte gefallen und liegt damit tief im Rezessionsbereich. Die aktuellen Einschätzungen der Einkaufsmanager deuten für das 3. Quartal 2019 auf ein BIP-Wachstum der Eurozone von nur noch 0,1% zum Vorquartal hin, mit nachlassender Dynamik im September. Im 1. Quartal wuchs das BIP des Währungsgebiets noch um +0,4 % und im 2. Quartal immerhin noch um +0,2 %.


    Fazit:

    Am Aktienmarkt scheint das Prinzip Hoffnung zu herrschen. Die Hoffnung darauf, dass die Geldpolitik die Kurse weiter oben halten oder sogar noch antreiben kann. Und die Hoffnung darauf, dass ein Ende des Handelsstreits vielleicht zu einer konjunkturellen Trendwende führt. Doch letztere Hoffnungen wurden bislang stets enttäuscht.

    Der Handelsstreit bleibt ein unkalkulierbarer Risikofaktor für die Wirtschaft und damit für die Märkte (siehe auch gestrige Börse-Intern). Und die Schere zwischen Kurs- und Konjunkturentwicklung bleibt dadurch nach wie vor weit geöffnet. Wenn sich die Wolken am Konjunkturhimmel nicht bald aufhellen, dann gehe ich daher stark davon aus, dass uns noch ein saisonal schwacher Herbst an den Aktienmärkten bevorsteht.

    https://www.mmnews.de/wirtschaft/131...and-am-abgrund


    Ergo: Die Minuszinsen der EZB bringen unseren Staat in eine schlimme Deflation die jetzt schnell in eine ausweglose Rezession mündet - wenn Millionen Menschen ohne Arbeit dastehen wird der Euro zerbrechen.

  4. #4

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    Geldpolitik vernichtet Vermögen?

    Die Greta legt für die Wirtschaft vor? Alle Wirtschaftsbereiche müssen sich einem Wechsel
    unterziehen. Für die Autoindustrie heißt dies, es müssen neue bezahlbare Antriebsformen
    auf den Weg gebracht werden. Die Staaten Japan und Korea haben beim Hybridantrieb
    schon leichte Vorteile. Ob die deutsche Autoindustrie die Zeichen der Zeit erkannt hat und
    ab 2020 auf Hybrid-Fahrzeuge, Lithium-Ionen-Antrieb und Brennstoffzelle umstellt. Der her-
    kömmliche Antrieb mit nur fossilen Brennstoffen hört schon jetzt der Vergangenheit an. Hier scheint wirklich eine Goldene Zukunft für die Autoindustrie zu kommen.
    Den Verbrauchern sollte der Hybrid-Antrieb schmackhafter gemacht werden. Die Regierung
    scheint ja nicht abgeneigt, hier Abwrackprämien auf den Weg zu bringen. Für was gibt es
    die Public Relation-Abteilungen in den Firmen. Die Werbung muss hier wahrscheinlich den
    Autofahrern den Hybrid als Zwischenlösung besser anpreisen.

    Wie schnell kann die LKW Industrie die Brennstoffzelle mit Wasserstoff einführen? Was bei
    den U-Booten möglich ist, sollte doch auch bei den LKW `s möglich sein. Hier wird es be-
    stimmt auch noch andere Möglichkeiten bei den zukünftigen Antriebsformen geben. Die Greta scheint auch hier der Industrie neue Vorlagen zu bieten.

    Bei den Flugzeugen sollte eigentlich der Raketenmotor mit Wasserstoff doch die Vorlage
    für die Zukunft sein. Die Starthilfen bei dem Propeller-Antrieb greifen auch auf Kartuschen
    zurück, um zusätzlichen Schub zu erreichen. Dem menschenlichen Intellekt für neue Ent-
    wicklungen sind doch keine Grenzen gesetzt. Die Greta scheint auch hier der Flugzeug-
    industrie eine "Goldene Brücke" für zukünftige gute Entwicklungen zu bauen.

    In der Schifffahrt ist es leider nicht so einfach. Hier wird es nicht so schnell möglich sein,
    den Wasserstoffantrieb in einen guten Antrieb umzusetzen. Auch hier fordert die Greta
    die Entwickler auf, etwas zu bringen? Die Regierungschefs meinen es ja bekanntlich sehr
    Ernst mit dem "Weg" von den fossilen Brennstoffen.

    Jetzt bleiben noch die Schornsteine der Industrie, der Haushalte und den öffentlichen
    Gebäuden. Die Stromheizungen haben ja hier schon bei sehr vielen Haushalten Einzug
    gehalten. Die Greta scheint hier die leichteste Aufgabe zu haben den Regierungen der
    Welt hier etwas Gutes darzulegen. Auch hier scheint für die Industrie eine "Goldene
    Zukunft" zu liegen.

    Die chemische Industrie braucht bei den Produkten nicht direkt als Luftverschmutzer
    aufzutreten. Hier wird es bestimmt auch Zwischenlösungen geben, die eine "Goldene
    Zukunft" bringen.

    Der jetzige Optimismus von vielen Ökonomen scheint wirklich angebracht zu sein. Na-
    türlich, den Kopf in den Sand stecken geht nicht. Die neuen Lösungen müssen schnell
    umgesetzt werden und an den Markt gebracht werden.

    Die EZB tritt hier mit dem niedrigen Leitzins und der neuen Geldschleuse in eine Art Vor-
    leistung für Produkte, die noch gar nicht auf dem Markt sind. Letztendlich soll ja das
    Geld hier nicht nur für Finanzderivate verpuffen. Die Finanzindustrie lebt ja davon Kredite
    zu vergeben. Auch hier scheint eine "Goldene Zukunft" für die Kreditwirtschaft zu
    kommen. Die Ausgeglichenheit zwischen Gütermenge und Geldmenge bleibt sicherlich
    weiter ein Ziel der EZB. Für die Menschen bieten sich neue Beschäftigungsmöglichkeiten.

    Die weltweiten Staaten werden direkt von höheren Steuern profitieren.

    Die jetzigen Sorgenkinder scheinen die Zukunft zu sein.

  5. #5
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    Das liest sich ja wie ein Märchen!
    Leider lebt Deutschland nicht im Kosmos.
    Die Industrie braucht Rahmenbedingungen, die eine rentable Produktion IN Deutschland ermöglichen.
    Merkels Zukunftsvisionen haben einen Nachteil - sie sind am Weltmarkt nicht durchsetzbar.
    Die derzeitigen deutschen Schlüsselindustrien Automobilbau, Chemieindustrie, Metall- und Elektroindustrie verlieren ihre Wettbewerbsfähigkeit.
    Das sind genau die Hochlohnbereiche, von denen dann auch die Bürokratie und der Servicesektor ebenfalls gut leben.
    Wenn, wie bei der Stahlherstellung, diese Industrien wegen ausufernden Basiskosten eine Verlagerung der Produktion nach Asien durchführen, dann freut sich China über eine weitere Wirtschaftsförderung dort.
    Hier werden wir die Zeit vor Schröder neu erleben, zyklisch steigende Arbeitslosigkeit.
    Keine Weltfirma, die halbwegs bei Trost ist, wird hier in Deutschland noch investieren.
    Ein Manager schrieb schon vor Jahren "Eine Düngemittelproduktion in der EU ist ja faktisch nicht mehr möglich". Auch die anderen energieintensiven Bereiche werden abwandern müssen. Das ist der Welt doch egal, sie kauft die Produkte dort, wo sie am billigsten sind, wenn es keine konkurrenzlosen Produkte sind. Stahl wird schon jetzt faktisch nur noch in China produziert, bald auch Alle Autos, Chemieprodukte, Maschinen...?

  6. #6
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    Deutsche EZB-Direktorin tritt zurück - 26.09.2019

    Berlin – Das EZB-Direktoriumsmitglied Sabine Lautenschläger tritt vorzeitig zurück.

    Lautenschläger habe den Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, darüber informiert, dass sie ihren Posten zum 31. Oktober 2019 vorzeitig räumen werde, teilte die EZB am Mittwochabend mit.

    Draghi dankte Lautenschläger laut Mitteilung „für ihre maßgebliche Rolle beim Aufbau und der Steuerung der europaweiten Bankenaufsicht“.

    Die Deutsche Lautenschläger gehört zu den Kritikern einer extrem lockeren Geldpolitik. Vor der jüngsten geldpolitischen Sitzung der Notenbank hatte sich die Juristin gegen einen Neustart des milliardenschweren Anleihekaufprogramms ausgesprochen.

    Kurz vor dem Ende der Amtszeit Draghis hatte die EZB Mitte September mit ihrer Geldpolitik noch einmal alle Register gezogen – zum Leidwesen von Sparern und Banken. Die Zentralbank erhöhte nicht nur ihre Strafzinsen für Banken, die Geld bei der Notenbank parken. Sie legte auch die Wertpapierkäufe neu auf. Ab 1. November sollen monatlich 20 Milliarden Euro in den Erwerb von Anleihen gesteckt werden. Dieser Teil des Pakets war im EZB-Rat umstritten, wie Draghi eingeräumt hatte. Ein genaues Ende der Käufe legte das Gremium nicht fest.

    Ende Dezember hatte die EZB ihr gewaltiges Kaufprogramm von Staats- und Unternehmensanleihen vorerst beendet. Seit Januar fließt kein frisches EZB-Geld mehr in diesem Rahmen, Gelder aus auslaufenden Wertpapieren werden jedoch reinvestiert. Von März 2015 bis Ende 2018 steckte die EZB rund 2,6 Billionen Euro in Anleihen.

    https://www.bild.de/geld/wirtschaft/...6398.bild.html


    Ergo: EZB-Zinspolitik: wir müssen Zinsen auf Erspartes & Immobilienbesitz bezahlen!

    EZB warnt vor Gefahren am Immobilienmarkt

    Mario Draghi warnt vor etwas, das er selbst jahrelang durch die Null-Prozent-Zinspolitik verursacht hat.

    Durch diese Politik werden die Leute zum Schuldenmachen und Immobilienkauf getrieben, da dies noch die einzige Möglichkeit ist, eventuell Erträge zu erwirtschaften.

    Als Nächstes wird die EZB davor warnen, dass alle EU-Staaten überschuldet sind und es deshalb nicht möglich sein wird, irgendwann wieder die Zinsen zu erhöhen.

    Mit dieser jahrelangen EZB-Zinspolitik muss unser Gesellschaftssystem notgedrungen kollabieren.

    Um die nächsten Jahre doch noch so weitermachen zu können, werden wir Zinsen auf Erspartes und auf Immobilienbesitz zahlen müssen.


    Ergo: auch auf Anleihen und Derivate wird die EZB in Bälde Zinsen einheben sowie auf weitere Geldanlagen - wie Aktien!


    Das Papiergeld bleibt auch werthaltig wenn hinter der ersten Stelle 100 Nullen stehen...Lol...

    https://qpress.de/wp-content/uploads...nder-qp-01.jpg


    https://www.boersenforum.de/showthre...l=1#post307895

    https://www.boersenforum.de/showthre...l=1#post307892

    https://www.boersenforum.de/showthre...-Verm%C3%B6gen



    https://youtu.be/-u-P0AkcXMo

  7. #7
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    Sparkasse kündigt Tausende Prämien-Spar-Verträge

    Außerdem behält sich die größte bayerische Sparkasse vor, vom 1. Oktober an von Neukunden mit Guthaben von mehr als 100 000 Euro auf Giro- oder Cashkonto Strafzinsen zu verlangen.

    Damit will die Sparkasse verhindern, dass ihre Einlagen zu stark wachsen.

    https://www.bild.de/geld/mein-geld/m...6034.bild.html

  8. #8
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    Steinbrück: Geldpolitik hat Handlungsfähigkeit verloren - 22. Oktober 2019

    Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) fordert die künftige EZB-Chefin Christine Lagarde auf, trotz der flauen Konjunktur nur sehr langsam aus den Negativzinsen auszusteigen. "Das bedarf nicht sofortiger Entscheidungen, aber einer kommunikativen Vorbereitung", sagte Steinbrück der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagsausgabe). Lagarde übernimmt die EZB am 1. November.

    Steinbrück sagte, er halte es für wichtig, "eine Wende beim Zins und der Liquiditätspumpe einzuleiten". Das abflauende Wirtschaftswachstum sei kein Grund, die Negativzinsen beizubehalten. Zwar werde es "einige Gegenargumente geben, weil wir konjunkturell gerade etwas absacken", sagte er.

    Er nehme das Wort Rezession aber nicht in den Mund, "nur weil wir zweimal hintereinander im Quartal leicht im Minus waren. Ich hielte es für richtig, den Mechanismus der Geldpolitik langsam wieder zu reaktiveren, so dass er in einer richtigen Krisenzeit wieder zu Verfügung steht".

    Steinbrück betonte, er werde keinesfalls in die Kritik am scheidenden EZB-Präsidenten Mario Draghi einstimmen. "Mario Draghi war ein respektabler Präsident der Europäischen Zentralbank, daran gibt es nichts zu deuteln", sagte Steinbrück. "Ich bin weit davon entfernt, wie andere ein Draghi-Bashing zu betreiben."

    Der EZB-Chef habe Versäumnisse der Euro-Staaten ausgleichen müssen. "Er repräsentierte in einer großen Krise mit der EZB die einzig handlungsfähige Institution Europas und wurde zum Ersatzakteur der Politik verdammt". Steinbrück zufolge hätte Draghi aber vor etwa zwei Jahren eine Änderung der Geldpolitik einleiten müssen.

    Inzwischen würden die Nachteile überwiegen:

    "Erstens, die Geldpolitik hat ihre Handlungsfähigkeit verloren. Wenn wir jetzt in einer Krise kommen, ist sie kastriert. Dann kann nur noch die Fiskalpolitik gegensteuern.

    Zweitens, der Zinssatz hat seine Funktion als Risikoindikator völlig verloren.

    Drittens, es ist enorm viel Liquidität im Markt und eines Tages kommt die Frage, wie kriege ich die Zahnpasta wieder in die Tube.

    Viertens, durch die Geldschwemme sind Unternehmen und Banken leicht an Geld gekommen, obwohl sie kein wettbewerbsfähiges Geschäftsmodell aufweisen. Einige nennen sie daher Zombiebanken und Zombieunternehmen.

    Das fünfte ist, dass einige Staaten durch den leichten und billigen Zugang zur Refinanzierung ihrer Staatsschulden davon entlastet worden sind, notwendige Reformen durchzuführen. Diese Nachteile überwiegen jetzt".

    https://www.mmnews.de/aktuelle-press...gkeit-verloren


    Zitat: Viertens, durch die Geldschwemme sind Unternehmen und Banken leicht an Geld gekommen, obwohl sie kein wettbewerbsfähiges Geschäftsmodell aufweisen. Einige nennen sie daher Zombiebanken und Zombieunternehmen.

    Ergo: Deutschland wird zum Zombiestaat: BaFin sieht Banken vor perfektem Sturm

    https://www.boersenforum.de/showthre...l=1#post308344


    9mm Zombiestaat : https://youtu.be/Vs1Cp_Yk_1U

    Sänta kam zu Ohren, dass Zombies gesehen wurden. Und schon kann ihn nix mehr halten, den das Zombiejagdfieber hat in gepackt.

  9. #9
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    Whatever it takes - was auch immer notwendig ist - Dragih geht Lagarde kommt

    Whatever It Takes : https://youtu.be/gOsM-DYAEhY - am Ende steht alles in Flammen!!!


    Draghi geht, Euro bricht?

    25. Oktober 2019

    "Whatever it takes": Die Rettung des Euro ging bei Draghi über alles. Hat der scheidende EZB-Chef das letzte Pulver verschossen? Welche Optionen hat Nachfolgerin Lagarde noch bei der nächsten, sicheren existentiellen Krise der Gemeinschaftswährung?

    https://www.ariva.de/chart/images/ch...~Uyear~W0~z620

    Börsen-Zeitung:" Die Geister, die er rief", Kommentar zu EZB-Präsident Mario Draghi von Detlef Fechtner

    Mario Draghi hat dafür gesorgt, dass die letzte Ratssitzung unter seiner Leitung in Sachen geldpolitische Signale ein echtes "Non-Event" war. Das liegt freilich daran, dass er vor einem Monat bereits das ganz große geldpolitische Besteck ausgepackt hat - und sich nun darauf beschränken konnte, die Ankündigungen (etwa der Wiederaufnahme von Netto-Anleihekäufen) zu bestätigen.

    Die Kritik seiner Kollegen aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden, die zuvor ungewöhnlicherweise sogar öffentlich auf Distanz gegangen waren, lächelte Draghi weg. Die Tatsache, dass am Donnerstag die Bestätigung der September-Beschlüsse abgenickt wurde, zeige doch, dass es im EZB-Rat letztlich recht einvernehmlich zugehe.

    Man konnte als Zuschauer geneigt sein, dem scheidenden EZB-Präsidenten diese harmonische Bestandsaufnahme abzukaufen. Das aber wäre denn doch ein bisschen zu viel rosa Brille.

    Gewiss, was die Bewertung von Draghis achtjähriger Amtszeit angeht, kann man zu unterschiedlichen Urteilen gelangen. Durch sein "Whatever it takes" und die anschließende Entschlossenheit zur Umsetzung hat er die Finanzkrise in einem explosiven Moment entschärft - und die Eurozone vom Risiko riesiger Schäden befreit, falls die Regierungen nicht schnell genug zu Potte gekommen wären, um die Feuerkraft ihrer Rettungsfonds angemessen zu erhöhen.

    Aber so bemerkenswert erfolgreich, wie Draghi bei der Stabilisierung in den Hochzeiten der Krise war, so deutlich ist sein Scheitern beim Versuch, die Geldpolitik später wieder in die Normalität zurückzuführen.

    Dass vieles im vorigen Jahr nicht so rund lief in der Eurozone, war kein Grund, sich umgehend wieder in den Vollkrisenmodus zu flüchten. Wie dem Zauberlehrling Goethes ist es Draghi nicht gelungen, die Geister, die er rief, wieder loszuwerden.

    Noch schwerer wiegt, dass er einen gespaltenen EZB-Rat hinterlässt - und durch die Zementierung des ultralockeren Kurses über seine Amtszeit hinaus dafür sorgt, dass seine Kollegen, selbst wenn sie wollen, nur äußerst langsam umsteuern können.

    Die Gefahr ist offensichtlich: Falls die Eurozone in den nächsten Jahren in eine Krise schlittert, ist nicht nur das Instrumentarium an Gegenmaßnahmen weitgehend ausgereizt. Noch dazu ist die Glaubwürdigkeit der EZB angekratzt.

    Wenn sich also Christine Lagarde irgendwann hinstellt und "Whatever it takes" ankündigt, kann es gut sein, dass die Märkte ihr das nicht mehr abnehmen. Daran wäre dann weniger die Französin schuld als vielmehr ihr Vorgänger.

    https://www.mmnews.de/wirtschaft/132...ht-euro-bricht


    Whatever It Takes : https://youtu.be/gOsM-DYAEhY - am Ende steht alles in Flammen!!!

  10. #10
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    US-Finanzsystem: Geldschwemme durch die Hintertür - 31. Oktober 2019

    Schon wieder Zinssenkung in den USA. Doch auch schon vorher hat die FED die Geldschleusen geöffnet.

    Hinter den Kulissen geht die Angst vor einer neuen Finanzkrise um.

    Es gibt erste Warnsignale.


    von Ernst Wolff

    Obwohl sie es öffentlich bestreitet, hat die US-Zentralbank FED in den vergangenen Wochen die nächste Geldschwemme eingeleitet – und zwar durch die Hintertür. Hier die Details:

    Das US-Finanzsystem hätte die Krise von 2007/08 nicht überstanden, wenn die FED nicht eingegriffen, ihre Bilanz auf etwa 4,5 Billionen US-Dollar ausgeweitet und den Leitzins mehrmals gesenkt hätte.

    Den FED-Verantwortlichen war allerdings klar, dass eine solche Geldpolitik das System auf Dauer zerstören würde. Deshalb haben sie 2015 begonnen, die Zinsen vorsichtig zu erhöhen und die Bilanz der FED zu reduzieren.

    Zu spät, wie sich Ende 2018 gezeigt hat: Der Aktienmarkt erlebte seinen schlimmsten Dezember-Einbruch seit 70 Jahren und beruhigte sich erst wieder, nachdem Jerome Powell eine Rückkehr zur lockeren Geldpolitik versprach.

    Die Reaktion des FED-Chefs machte deutlich, was in den zehn Jahren zuvor passiert war: Die Finanzindustrie war vom billigen Geld abhängig geworden und verlangte wie ein Suchtkranker nach weiteren Injektionen.

    Auch wenn die FED es öffentlich bestreitet - genau solche Injektionen erleben wir zurzeit im Zusammenhang mit den Interventionen am US-Repo-Markt, und zwar in ungewöhnlich rasch zunehmendem Ausmaß.

    Was ist der Repo-Markt?

    Der Repo-Markt ist ein Teil des US-Anleihenmarktes, auf dem sich US-Banken und Hedgefonds bei Bedarf mit frischem Geld versorgen. Repo steht für Repurchase Operation, zu deutsch: Rückkaufgeschäft. Finanzinstitute, die für Transaktionen Geld brauchen, leihen es sich nicht einfach, sondern verkaufen über Nacht Wertpapiere, insbesondere US-Staatsanleihen, um diese am folgenden Tag wieder zurückzukaufen.

    Der US-Repo-Markt bewegt sich in einer Größenordnung von etwa 2,2 Billionen Dollar und hat seit den Turbulenzen im Rahmen der Weltfinanzkrise weitgehend reibungslos funktioniert. Wer US-Staatsanleihen hielt und frisches Geld brauchte, konnte es sich durch einen befristeten Verkauf über Nacht besorgen. Umgekehrt konnten die Institute, die über genügend Geld (im Fachjargon „Liquidität“ genannt) verfügten, durch einen befristeten Aufkauf von Staatsanleihen Zinsen kassieren.

    Am 16. und 17. September ist es auf eben diesem Repo-Markt zu heftigen Turbulenzen gekommen. Um negative Auswirkungen auf den Interbankenhandel zu verhindern, griff die FED zum ersten Mal seit 2008 in das Geschehen ein und versorgte das System mit „Liquidität“. Das heißt: Sie trat selbst als Käufer auf und sorgte so für eine Senkung der vorübergehend in die Höhe geschossenen Zinsen sowie einen zunächst reibungslosen weiteren Ablauf der Transaktionen.

    Was steckt hinter den Problemen?

    Medien, Großbanken und FED verwiesen umgehend darauf, dass es sich um ein technisch bedingtes, kurzfristiges Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage handle, ausgelöst unter anderem durch eine Geldknappheit der Unternehmen auf Grund der am Quartalsende fälligen Steuervorauszahlung und wegen kurz zuvor getätigter umfangreicher Staatsanleihenkäufe.

    Diese Version der Ereignisse ist inzwischen durch die weitere Entwicklung widerlegt worden. In der Zwischenzeit sind die Probleme nämlich nicht verschwunden, sondern haben sich hartnäckig gehalten und dazu geführt, dass Schritt für Schritt immer größere Summen ins System gepumpt werden.

    Was die Ursache ist und warum die Maßnahmen der FED offensichtlich nur geringe Wirkung gezeigt haben, ist bis heute nicht klar. Klar ist dagegen, dass anfänglich von einem dreitätigen Eingriff der FED die Rede war. Kurz darauf hieß es, man werde bis zum 10. Oktober mit mindestens $ 75 Milliarden pro Tag in den Repo-Markt eingreifen und den notleidenden Banken (die namentlich nicht genannt wurden) drei 14-tägige Repo-Operationen von jeweils mindestens $ 30 Milliarden anbieten.

    Aus den $ 75 Milliarden sind inzwischen $120 Milliarden und aus den $ 30 Milliarden zwei wöchentliche $ 45 Milliarden-Spritzen geworden, insgesamt also atemberaubende $ 690 Milliarden pro Woche. Zudem hat die FED am 11. Oktober angekündigt, sie werde bis zum Juni 2020 monatlich für $ 60 Milliarden kurzfristige US-Staatsanleihen kaufen. In den vergangenen 14 Tagen hat sie bereits T-Bills für $ 30 Milliarden erstanden.

    Es gibt kein Halten mehr

    Niemand kann sagen, warum die FED gerade jetzt zu diesem Mittel greift. Spekuliert wird darüber, dass ihre Führung wegen der einsetzenden Rezession mit Problemen bei einigen Großbanken rechnet, aber auch darüber, dass ein ungeordneter Brexit wegen der auf ihn abgeschlossenen Wetten im Derivatebereich diverse Banken oder Hedgefonds in Schwierigkeiten bringen könnte.

    Egal, was der Grund ist, eines steht auf jeden Fall fest: Das frisch geschaffene Geld wird auch diesmal nicht in die Realwirtschaft, sondern über Großinvestoren („primary dealers“) ins Finanzcasino fließen und die ohnehin vom Platzen bedrohten Blasen an den Märkten weiter vergrößern.

    Damit ist das globale Finanzsystem in eine neue Phase eingetreten, denn diesmal ist klar: Es wird – wie bei einem Süchtigen, dem in höchster Not immer mehr Drogen verabreicht werden müssen - kein Zurück mehr geben. Die Entscheidung der FED bedeutet, dass die Geldschleusen auf Dauer geöffnet sind und die Welt – wegen der Übermacht des US-Dollars - einer Phase nicht mehr aufzuhaltender Geldentwertung entgegengeht.

    https://www.mmnews.de/wirtschaft/133...die-hintertuer


    Inflation : https://youtu.be/G-fR2gE-fyU


    Gott erhalte Franz den Kaiser (Kaiserhymne; Gott erhalte, Gott beschütze) : https://youtu.be/3p39ulIfnzc

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