In der ersten Liga der französischen Banken spielt sicherlich die Societe Generale. Das gute
Ertragsergebnis konnte hier bereits über Jahre gehalten werden. Eigentlich scheint die
Dividendenrendite über 9,83 % bei dieser Bankaktie nebensächlich zu sein. Die Societe
Generale legt über 40 % in die Rücklage für zukünftige Störfälle. Dies reicht aber immer
noch den Aktionäre eine Bruttodividende über Euro 2,20 zu zahlen. Für alle Finanztitel
gilt das relativ schwierige Umfeld aufgrund der Null-Zinspolitik der EZB.
Die Zahlen aus 2018 lauten wie folgt:
Gesamtertrag Euro 25.205 Mrd.
Jahresüberschuss Euro 3.864 Mrd.
Bilanzsumme Euro 1.310 Billionen
Eigenkapital Euro 61.026 Mrd.
Ergebnis je Aktie Euro 4.24
Dividende Euro 2.20
Die Schwierigkeit bei den systemischen Banken ist, wie hoch die zynischen Papiere in der
jeweiligen Bilanz sind. Natürlich sollten hier auch nicht die ausfallgefährdeten Anleihen außer
Acht gelassen werden. Die EZB ist zwar in speziellen Einzelfällen bemüht, die Alarmglocke
zu schlagen. In der Praxis werden die ausfallgefährdeten Papiere jedoch weiter in der
Bilanz geführt und nicht eben in eine BAD-BANK ausgelagert. Schlimmer ist noch, dass für
die Ausfallpapiere nicht immer Ausversicherungen abgeschlossen werden. Hier läge auch
eine Verpflichtung der EZB dafür Sorge zu tragen, dass die systemischen Banken diese
Ausfallversicherungen für gestörte Kredite abschließen. In der Zukunft sollen die Aktionäre
bei einer möglichen Insolvenz die systemischen Banken retten. Macht die EZB sich die
Prüfung der Banken nicht zu einfach?