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Thema: KatastrophenWinter2019/2020

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    KatastrophenWinter2019/2020

    Menschen sollen Sachen packen und sofort flüchten

    Aufgrund der starken Schneefälle kommt es österreichweit zu Einsätzen.

    In Salzburg und Kärnten wird die Zivilbevölkerung vor der Lage gewarnt.

    Zivilschutzalarm

    https://www.boersenforum.de/showthre...l=1#post308953

    https://www.boersenforum.de/showthre...l=1#post308950

    In Kärnten mussten mehrere Straßen wegen Lawinen- und Murenabgängen gesperrt werden. In Kolbnitz wurde Zivilschutzalarm ausgelöst. Alle Personen in der Nähe des Zandlacherbach sollen das Nötigste packen und ihre Häuser sofort verlassen. Zivilschutzalarm auch in Obervellach im Mölltal, hier droht ein Hang abzurutschen. Auch hier sollen Anrainer sofort ihre Sachen packen und die Gefahrenzone verlassen.

    Aufgrund der Gefahr einer Hangrutschung wurde auch seitens des Bürgermeisters der Stadtgemeinde Gmünd die Evakuierung der Bewohner eines Wohnhauses angeordnet. Auf Grund einer beginnenden Hangrutschung in der Gemeinde Reichenau (Bezirk Feldkirchen) veranlasste der Bürgermeister der Gemeinde die Evakuierung der Bewohner zweier Wohnhäuser. In der Steiermark wurden mehrere Straßen wie hier un Predlitz vermurt.

    Im Gemeindegebiet von Mallnitz (Bezirk Spittal/Drau) wurden auf Grund der Wetterverhältnisse bei extremer Lawinengefahr und der Gefahr durch die Schneelast umstürzender Bäume sämtliche Täler (Seebachtal, Tauerntal und Dösental) gesperrt und die Bevölkerung wird seitens des Bürgermeisters aufgerufen zu Hause zu bleiben.

    In der Gemeinde Reißeck (gleicher Bezirk) wurden eine Frau und ihr Sohn von einer Mure verschüttet, sie konnten geborgen werden. Die Mure riss aber ihren landwirtschaftlichen Hof komplett samt den Tieren mit. Die Lage war für die Einsatzkräfte zu gefährlich, sie mussten abrücken.

    Evakuiert werden mussten bisher wegen Murenabgängen und Überschwemmungen die Ortsteil Schmelzhütte, Grafenberg, Laas, Innerfragant in der Gemeinde Flattach, die Ortsteile Semlach Nord und Pfaffenberg in der Gemeinde Obervellach, die Ortsteile Rottau, Zamlach und Unterkolbnitz in der Gemeinde Reißeck sowie der Ortsteil Lassach in der Gemeinde Mallnitz.

    Das Land Salzburg am Sonntag um 17 Uhr den Zivilschutzalarm für vier Gemeinden wegen Hochwasser- und Murengefahr ausgelöst. Betroffen sind die Gemeinden Muhr (Lungau), Großarl, Hüttschlag und Bad Hofgastein (alle Pongau). Die Bevölkerung wird ersucht, die Häuser aus Sicherheitsgründen nicht zu verlassen. Das Video zeigt den Murenabgang in Muhr:

    Die anhaltend schweren Schneefälle und der Starkregen sorgen auch im Zugverkehr in Tirol für Probleme. Derzeit sind folgende Strecke und Verbindungen betroffen:

    Brenner

    Der grenzüberschreitende Fernverkehr der Destination München – Verona verkehrt aktuell nur zwischen München und Innsbruck. Aufgrund der Schneefälle ist die Strecke auf italienischer Seite bei Franzensfeste unterbrochen.

    Da auch die Straßen in der Region teilweise gesperrt bzw. unbefahrbar sind, kann auch kein Schienenersatzverkehr angeboten werden.

    Es wird daher empfohlen, nicht unbedingt notwendige Reisen wennhttps://web.de/magazine/panorama/evakuierungen-inoesterreich-sorge-hangrutschungen-34192118 möglich zu verschieben und sich vor Reiseantritt über die aktuellen Verhältnisse zu informieren.

    Drautal/Osttirol

    Weiterhin unterbrochen bleibt auch die Bahnstrecke in Osttirol. Auch dort ist ein Schienenersatzverkehr aufgrund von Lawinengefahr nicht möglich.

    Außerfern

    Die Außerfernbahn bleibt wegen Sturmschäden voraussichtlich bis Montagabend (18. November) gesperrt.

    Salzburg-Tiroler-Bahn

    Nach einem Murenabgang gesperrt werden musste auch der Abschnitt zwischen Hochfilzen und Saalfelden auf der Salzburg-Tiroler-Bahn. Die Strecke steht voraussichtlich bis 17 Uhr nicht für den Zugverkehr zur Verfügung.

    Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde zwischen Saalfelden und Hochfilzen eingerichtet. Fahrgäste müssen derzeit in diesem Bereich rund 60 Minuten mehr Reisezeit einplanen.

    Aufgrund von Unwetterschäden musste die Tauernstrecke Sonntag in den Abendstunden bis auf weiteres gesperrt werden. Ein Schienenersatzverkehr zwischen Spittal/Millstättersee und Bischofshofen wird eingerichtet.

    Die ÖBB arbeiten, sofern es die Sicherheit der Arbeiter zulässt, mit Hochdruck daran, die Strecken wieder frei zu machen.

    "Wir bitten alle Reisenden um Verständnis für die Unannehmlichkeiten und empfehlen, sich vor geplanten Reisen nochmals über den aktuellen Status zu informieren", so die ÖBB.

    Kontaktadresse

    Alle Infos zum aktuellen Bahnverkehr und Einschränkungen findest du auf www.oebb.at oder unter der Telefonnummer 05-1717.

    wil 17.11.2019 19:55 | Akt: 17.11.2019 20:37

    https://www.heute.at/s/oesterreich-s...rkehr-59588051


    Vor 9h

    Immer mehr Häuser wegen Unwettern evakuiert

    Nach einer verhältnismäßig ruhigen Nacht bleibt die Lage in Kärnten und Osttirol angespannt. Im Bezirk Spittal mussten einige Familien ihre Häuser verlassen.
    Schneefälle und Starkregen machen den Einsatzkräften im Süden Österreichs weiter zu schaffen. 600 Haushalte sind in Kärnten ohne Strom. In Osttirol zählt man rund 1.700.

    Neue Wetterwarnung

    Und die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Zamg) hat eine neue Wetterwarnung für Osttirol und Kärnten ausgegeben: "Am Sonntag regnet und schneit es in Oberkärnten und Osttirol weiterhin stark und auch stellenweise in den südlichen Regionen von Salzburg und Nordtirol."

    In Mallnitz mussten wegen Lawinengefahr mehrere Straßen gesperrt werden, darunter die Ankogellandestraße (L 8). "Die Mallnitzer Bevölkerung wird gebeten, die Häuser nicht zu verlassen. Vorsicht vor Dachlawinen", gab die Feuerwehr Mallnitz bekannt.

    Zwischen Leoben und Kremsbrücke ist Sonntagfrüh oberhalb der Katschberg Bundesstraße (B 99) ein Hang abgerutscht. Die Straße wurde ebenfalls gesperrt. Eine Umfahrung ist nur über die Tauernautobahn (A 10) möglich.

    Auch folgende weitere Bundesstraßen sind laut ÖAMTC gesperrt:



    B88, Kleinkirchheimer Straße zwischen Bad Kleinkirchheim und

    Radenthein

    B99, Nassfeld Straße: Staatsgrenze Nassfeld

    B99 Katschberg Straße zwischen Lieserbrücke und Trebesing,

    Kremsbrücke und Eisentratten, AS A10 - Rennweg-Katschberg und

    Landesgrenze Salzburg / Kärnten

    B107, Großglockner Straße zwischen Heiligenblut - Glocknerstraße und

    Döllach, Landesgrenze Kärnten / Tirol und Winklern

    B111, Gailtal Straße zwischen Landesgrenze Kärnten / Tirol und

    Kötschach

    B186, Ötztal Straße zwischen Huben und Sölden

    Krisenstab tagt

    In Lavamünd wappnet man sich für Hochwasser, "Heute.at" berichtete. Unter anderem wird der Völkermarkter Stausee abgelassen und Sandsäcke aufgefüllt und geschlichtet.

    Im Bezirk Spittal mussten sechs Häuser evakuiert werden. Nach vier Gebäuden in Millstatt und Lendorf bei Spittal gab es noch in der Nacht auf Sonntag die Verordnung, dass zwei Häuser im Moosweg von Spittal, oberhalb des Friedhofes, geräumt werden müssen.

    Faak droht Überflutung

    Der Wasserstand ist am Faaker See einen Meter als sonst. Bereits an mehreren Stellen ist der See über die Ufer getreten. Da durch den Ort Faak ein Zufluss fließt, wird nun befürchtet, dass auch die Ortschaft überflutet werden könnte. Bewohner in der Umgebung wurden gebeten in den Häusern zu bleiben, da Bäume umstürzen könnten.

    Schulen bleiben in Osttirol geschlossen. Mittlerweile tagt der Landeskrisenstab in Kärnten. Dort werden weitere Maßnahmen besprochen.

    https://www.heute.at/s/immer-mehr-ha...uiert-55932244


    Ergo: Nur noch Selbstmörder fahren in die Alpen - vernünftige Leute bleiben zu Hause.


    Schneerekord im Bündnerland – Berninalinie gesperrt

    Das gab es im November noch nie: In Graubünden hat es bis zu 77 Zentimeter Neuschnee gegeben.

    Sonntag 17. November 2019 20:51

    In Samedan im Oberengadin und in Santa Maria im Münstertal ist im November noch nie so viel Schnee gefallen wie dieses Jahr. Die Schneehöhe in den beiden Bündnergemeinden betrug am Sonntagmittag 77 beziehungsweise 71 Zentimeter.

    Das meldeten Meteonews und SRF Meteo. Der bisherige November-Schnee-Rekord in Santa Maria Val Müstair stammte aus dem Jahr 1959 mit 65 Zentimetern Schneehöhe, wie Felix Bühler von SRF Meteo gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte.

    In der Nacht auf Sonntag fiel besonders in Graubünden viel Neuschnee. Zwischen Pontresina und Poschiavo musste deswegen am Sonntagmorgen die Berninalinie der Rhätischen Bahn (RhB) gesperrt werden. Sie soll aber ab Montag wieder durchgehend offen sein. Wie die RhB mitteilte, verkehren auf der gesperrten Strecke Ersatzbusse. Reisende müssten jedoch mehr Zeit einrechnen, hiess es.

    Lawine rollt ins Dorf

    In der Gemeinde Martell in Südtirol sind zwei Lawinen niedergegangen, eine davon traf den Ortskern, wie RAI Südtirol berichtet. Ein Einwohner konnte auf Video festhalten, wie die Schnee- und Geröllmasse ins Dorf rollt. Die Aufnahme stellte er anschliessend auf Facebook. Mehrere Häuser mussten evakuiert werden, verletzt wurde jedoch niemand. Das Dorf ist laut der Tiroler Tageszeitung aktuell von der Welt abgeschnitten. Die Schulen dürften am Montag geschlossen bleiben.

    Saas-Fee mit Auto nicht mehr erreichbar

    Aufgrund der starken Schneefälle musste die Strasse zwischen Saas-Grund bis Saas-Fee gesperrt werden, wie die Region auf Twitter mitteilte. Leser berichten jedoch davon, dass die Strasse nach wie vor befahrbar sei.

    Bahnlinien unterbrochen

    Die Berninalinie der Rhätischen Bahn (RhB) ist zwischen Pontresina und Poschiavo für den Bahnverkehr gesperrt, wie die Rhätische Bahn in einer Mitteilung schrieb. Die Ursache dafür ist der starke Schneefall. Zwischen Pontresina und Poschiavo verkehren Bahnersatzbusse. Die Berninalinie der Rhätischen Bahn (RhB) ist ab Montag, 18. November 2019, wieder durchgehend geöffnet werden. Für den jeweils ersten Zug je Richtung verkehrt zwischen Pontresina und Poschiavo noch ein Bahnersatzbus. Danach verkehren die Züge gemäss Fahrplan.

    Italientief bringt Regen und Schnee

    Tief Ingmar lag am Samstag noch über Tunesien, zieht aber bis heute Sonntag nach Norditalien. Durch die Verlagerung des Tiefs Richtung Norden wird wieder viel Feuchtigkeit aus dem Mittelmeerraum zu den Alpen getragen.

    Lawinengefahr im Bergell gross

    Nach dem vielen Neuschnee besteht im Bergell grosse Lawinengefahr. Laut Schnee- und Lawinenforschungsinstitut (SLF) ist die Gefahr dort auf Stufe vier von fünf. Auf der ganzen Alpensüdseite sowie in den Walliser Südtälern, im Urserental (Uri) und in weiten Teilen des Kantons Graubünden ist die Lawinengefahr erheblich.

    Sehr grosse Niederschlagsmengen gibt es einmal mehr im Süden Österreichs und im Nordosten von Italien. Hier berechnen die Wettermodelle – nach den bereits in den letzten Tagen massiven Niederschlägen – von Samstagabend bis Sonntagabend stellenweise nochmals über 150 mm Niederschlag. Bei uns in der Schweiz fallen die Niederschlagsmengen zwar geringer aus, trotzdem wird der Sonntag aber auch bei uns kühl und nass ausfallen.

    Am meisten Niederschlag dürfte von der Simplonregion bis ins Engadin fallen. Da der Niederschlag in mittleren und höheren Lagen als Schnee fällt, muss in den erwähnten Regionen mit über einem halben Meter Neuschnee gerechnet werden. Ob der Schnee im Flachland da und dort liegen bleibt, ist fraglich, aber zumindest aufgrund der aktuellen Unterlagen möglich. Winterlich wird es vor allem oberhalb von 600 bis 800 Metern – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Verkehrssituation.

    Quelle: step/red/sda

    Sonntag 17. November 2019 20:51

    https://www.bazonline.ch/panorama/ve...story/21042459



    Evakuierungen in Österreich - Sorge vor Hangrutschungen

    Aktualisiert am 17. November 2019, 21:33 Uhr

    Der heftige Wintereinbruch macht Österreich zu schaffen. Mit den Wassermassen drohen Hänge abzurutschen. Erste Wohnhäuser werden vorsorglich evakuiert, eine Gemeinde in der Steiermark wird zum Katastrophengebiet erklärt.

    Mehr Panoramathemen finden Sie hier

    Im Westen und Süden Österreichs wächst aufgrund der starken Regen- und Schneefälle die Sorge vor gefährlichen Hangrutschungen auch in Wohngebieten. Die Gemeinde Stadl an der Mur im Bundesland Steiermark wurde am Sonntagabend zum Katastrophengebiet erklärt. Bereits am Nachmittag wurden hier 15 Wohnhäuser aufgrund einer drohenden Hangrutschung evakuiert. Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete, begannen weitere Hänge abzurutschen. Zudem traten in der 1000-Einwohner-Gemeinde mehrere Bäche über die Ufer, wie das Büro des Katastrophenreferenten mitteilte.

    Manche Täler sind nicht mehr erreichbar

    Im Bundesland Salzburg wurden laut dem Landesmedienzentrum aufgrund des Starkregens bis 19.30 Uhr fast 80 Gebäude evakuiert. Unter anderem waren Zell am See, Embach und das hintere Rauriser Tal am Abend nicht erreichbar. Auch im Gurktal in Kärnten mussten sechs Menschen zwei Wohnhäuser aufgrund einer beginnenden Hangrutschung aus Sicherheitsgründen verlassen. (best/dpa)

    https://web.de/magazine/panorama/eva...ungen-34192118


    KatastrophenWinter2019/2020
    Geändert von Luis (17.11.2019 um 23:16 Uhr)

  2. #2
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    Felbertauernstrasse gesperrt!

    Lage in Osttirol wird stabiler

    Nach Tagen mit heftigen Schneefällen und Unwettern scheint sich die Lage in Osttirol langsam zu beruhigen. Probleme verursachten aber am Montag und Dienstag noch Muren und Hangrutsche.

    Online seit heute, 7.13 Uhr

    Bei Baggerarbeiten in Gaimberg wurden am Montagabend durch einen Bagger mehrere Elemente einer Hangsicherung aus dem Boden gerissen um diese auszutauschen. Durch diese Arbeiten erschien laut Polizei der Hang instabil und drohte auf darunterliegende Häuser abzurutschen. Der Bürgermeister ließ die Arbeiten daraufhin einstellen.

    Landesgeologe ordnete Evakuierung an

    Die Begutachtung des Hanges durch den Landesgeologen ergab, dass die Hangsicherung wegen mehrerer gebrochener Sicherungselemente instabil und nicht mehr gegeben war. Ein Hangrutsch war nicht mehr auszuschließen, weshalb auf Anraten des Landesgeologen und auf Anordnung des Bürgermeisters die darunter befindlichen Wohnhäuser evakuiert wurden. 18 Personen aus sieben Häusern wurden von der Freiwilligen Feuerwehr aus ihren Häusern gebracht, sie kamen zum Teil in einem Hotel und zu einem Teil bei Verwandten unter.

    Mure drang in Haus ein

    Am Dienstag ging oberhalb von Dölsach eine Mura aus Geröll, Erde und umgerissenen Bäumen ab. Zuerst traf sie auf eine Steinschlagsicherung und eine Gemeindestraße, welche beschädigt wurden, danach traf sie zwei darunterliegende Wohnhäuser und eine Holzhütte. Bei einem Wohnhaus drückte die Mure die Fenster ein und gelangte so in das Hausinnere. Die Betroffenen blieben unverletzt, sie kamen bei Verwandten unter. Nach einem Lokalaugenschein konnte der Landesgeologe Entwarnung geben, die Bewohner können damit wieder in ihre Häuser zurück.

    Bewohner im Debanttal abgeschnitten

    Nach einem Murenabgang am Dienstagmorgen sind im Debanttal die Bewohner von etwa zehn Häusern von der Umwelt abgeschnitten, weitere Häuser im Tal sind jedoch von Iselsberg erreichbar.

    Nach und nach würde eine Straßenverbindung nach der anderen wieder aufgehen. Zudem seien Kindergärten und Schulen großteils wieder geöffnet, teilte das Land am Dienstag mit. Auch die Lawinengefahr ging von Stufe 4, große Gefahr, auf Stufe 3, erhebliche Gefahr, zurück. Eine spezielle Gefahr bleibt vorerst noch in Form von Gleitschneelawinen, die durch die feuchten Schneemassen auf den steilen Wiesenhängen ausgelöst werden könnten.

    Felbertauernstraße noch geschlossen

    „Von 64 Anforderungen für Hubschrauber-Erkundungsflüge konnten bereits 53 abgearbeitet werden. Laufend werden Straßen wieder geöffnet, die Felbertauernstraße muss noch geschlossen bleiben“, erklärte Bezirkshauptfrau Olga Reisner.

    https://tirol.orf.at/stories/3022267/

    https://www.grossglockner.at/gg/de/webcam

    https://grossglockner.panomax.com/

    https://edelweissspitze.panomax.com/

    https://fuschertoerl.panomax.com/

    https://www.google.de/search?q=Gro%C...UNtCekQBQgyKAA

    http://www.felbertauernstrasse.at/
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  3. #3
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    In Heiligenblut fielen rund dreieinhalb Meter Schnee - 20.11.2019

    In Heiligenblut fielen rund 3,5 Meter Schnee - 20.11.2019

    Heiligenblut ist seit Dienstagabend wieder über die Straße erreichbar, dennoch herrscht auch dort noch Lawinengefahr für die abgelegenen Höfe und Siedlungen. Insgesamt fielen in Heiligenblut dreieinhalb Meter Schnee. Gefahr herrsche aber auch für die Einsatzkräfte beim Räumen der Straßen und Wege, sagte Peter Suntinger von der Lawinenkommission. „Wir haben glücklicherweise vier Bergführer überall bei unseren Räummannschaften dabei, sodass das den Fahrern schon eine Sicherheit gibt. Die wissen, dass die Bergführer das Gelände vorweg kontrollieren. Natürlich muss ich aber auch sagen, dass es nach wie vor keine Situation ist, wo man einfach zur Tagesordnung übergehen kann.“ Die Güterwege bleiben weiterhin gesperrt.

    Familie Brandstätter vom Anderlebauern war eine Woche eingeschneit, seit Freitag ist hier auch der Strom weg. „Man kann gar nichts tun, man muss sich den Handyakku einteilen. Es ist wirklich eine Ausnahmesituation“, so Magdalena Brandstätter. Auch zentral gelegene Häuser im Ortszentrum waren eine Woche unerreichbar. „Mit dem Essen war es eigentlich kein Problem. Ich war eigentlich ganz froh, weil die Tiefkühltruhe endlich ein wenig leerer geworden ist“, sagte Karl Pichler aus Heiligenblut mit einem Schmunzeln.

    In der Ortschaft Zwenberg hoch über Reißeck wurde ein ganzer Kuhstall von einem gewaltigen Erdrutsch in die Tiefe gerissen. Die Bäuerin arbeitete zu diesem Zeitpunkt gerade im Gebäude. „Als der Erdrutsch passiert ist, ist mir eingefallen, dass meine Frau im Stall war. Dann bin ich heruntergelaufen und habe nach ihr geschrien. Nach dem dritten oder vierten Mal hat sie dann geantwortet. Sie war glücklicherweise nicht im Stall, denn ich hätte keine Chance gehabt, da hineinzukommen. Sie hat mir dann erzählt, dass sie durch die Wucht des Erdrutsches quasi aus der Tenne herausgeschleudert wurde“, so Landwirt Michael Grechenig.

    „Beim Haus sind die Muren auch nach der Reihe heruntergekommen. Da bin ich dann hinein und habe die Kinder und meine Mutter geholt. Wir haben nur das Nötigste mitgenommen. Dann sind wir abgehaut. Ich habe dann mit dem Schneepflug eine Spur durch den Schlamm gezogen. Als wir uns dann ins Auto setzen wollten, kam die Feuerwehr. Meine verletzte Frau wurde dann von der Polizei mitgenommen“, schilderte Grechenig weiter. Von den 24 Rindern konnte der Großteil gerettet werden, vier Kühe und zwei Kälber befinden sich noch immer im verschütteten Stall.

    Mallnitz weiterhin abgeschnitten

    Mallnitz ist weiterhin von der Umwelt abgeschnitten. Die Mallnitzer Straße (B105) bleibt aufgrund von Lawinen und umgestürzten Bäumen gesperrt, am Mittwoch wird aber schon an einer Umfahrung gebaut, am Donnerstag soll dann ein Geologe entscheiden, ob diese Umfahrung auch für den Verkehr freigegeben werden kann. Die Straße zwischen Obervellach und Flattach ist nur über eine Ersatzstraße einspurig befahrbar.

    Schaden im dreistelligen Millionenbereich

    Ernüchterung herrschte nach Erkundungsflügen in den betroffenen Gebieten im Bezirk Spittal. „Praktisch in jeder Ortschaft hat es Murenabgänge, Überschwemmungen und Hangrutschungen gegeben, die manchmal bis in die Ortskerne Verwüstungen angerichtet haben“, teilte das Bezirksfeuerwehrkommando Spittal an der Drau mit.

    Gerhard Schöffmann, Vorstandsdirektor der Kärntner Landesversicherung, rechnet mit hohen Unwetterschäden im Privatbereich: „Der Gesamtschaden wird mindestens im dreistelligen Millionenbereich liegen“, sagte Schöffmann. Die Schäden an kommunalen Einrichtungen und Straßen ließen sich noch gar nicht abschätzen. Allerdings sagte Schöffmann, dass der versicherte Schaden bei Hochwasser und Vermurung sich nur auf einen Betrag um die zehn Millionen Euro belaufen werde: „Das deckt die tatsächlich eingetretenen Schäden bei Weitem nicht ab“, so Schöffmann.

    Mast geknickt

    Wie schwer der Schnee ist, zeigt auch ein Mastbruch bei der 110-kV-Hochgebirgsleitung der Kärnten Netz GmbH zwischen den Umspannwerken in Außergragant und Oberdrauburg. Ein Mast ist geknickt, weitere sind beschädigt. Noch wirkt sich das Gebrechen nicht auf die Versorgung aus, sagte Robert Schmaranz von der Kärnten Netz, da es sich um eine Ringleitung handelt. Nach wie vor sind 50 Haushalte im Mölltal ohne Strom, und zwar in den lawinengefährdeten Seitentälern. Wiederhergestellt ist die Versorgung im Lesachtal.

    Einige Schulen bleiben geschlossen

    Auch einige Schulen bleiben geschlossen. Die Volksschulen Flattach, Heiligenblut und Stall im Mölltal bleiben am Donnerstag und Freitag zu. Am Donnerstag bleibt die Schule auch in Baldramsdorf zu. Wieder geöffnet haben am Donnerstag die Schulen in Großkirchheim und Mörtschach.

    https://kaernten.orf.at/stories/3022546/

    Ergo: Im Hochgebirge der Hohe Tauern, fielen bisher über 5 Meter Schnee und der November 2019 ist noch nicht vorüber. Da wird, sicherlich, noch mehr Schnee hinzukommen. Gut für die Gletscher. Während der Kleinen Eiszeit, waren die hohen Gebirgsortschaften mit bis zu 11 Meter Schnee zugedeckt, bis zum Frühsommer von der Außenwelt abgeschnitten. Am Monte Pasubio, während des I WK, wurden bis zu 33 Meter Schnee gemessen.

    https://upload.wikimedia.org/wikiped...iner_Alpen.png

    https://www.google.de/search?q=Monte...hrome&ie=UTF-8

    https://www.google.de/search?q=Monte...w=1920&bih=903
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    Geändert von Luis (21.11.2019 um 10:23 Uhr)

  4. #4
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    Zu warmes Meer „schickte“ Unwetter - 20.11.2019

    Nach den Unwettern der vergangenen Tage ist in den betroffenen Gebieten Aufräumen angesagt. An der Südseite der Alpen waren innerhalb weniger Tage Unmengen an Schnee und Regen niedergegangen. Dafür verantwortlich war auch das – zu warme – Mittelmeer.

    https://assets.orf.at/mims/2019/47/7...a.jpg?faa03e2b

    „Südlich von Österreich“ lägen die Wassertemperaturen derzeit ein bis drei Grad über den für diese Jahreszeit durchschnittlichen Werten, heißt es aus der ORF-Wetterredaktion. Und „überdurchschnittliche Wassertemperaturen tragen zu überdurchschnittlicher Verdunstung bei und damit zu überdurchschnittlichen Niederschlägen“. Mit anderen Worten: Über dem warmen Mittelmeer konnte die Luft zuletzt verhältnismäßig viel Wasser aufnehmen, das sie später wieder loswerden musste. In den vergangenen Tagen tat sie das an der Südseite der Alpen.

    Das bescherte so mancher Region in Österreich in wenigen Tagen viermal so viel Schnee und Regen wie in einem ganzen durchschnittlichen November. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) schrieb bereits zu Wochenbeginn, dass etwa das Osttiroler Lienz mit derartigen Niederschlagsmengen nur „alle 40 bis 50 Jahre“ konfrontiert sei. Noch weiter nördlich, zum Beispiel in Bad Gastein, kämen „derartige Dreitagesschneemengen“ überhaupt seltener als alle 50 Jahre vor. Denn üblicherweise würden sich „die vom Mittelmeer aufziehenden Regen- und Schneewolken“ bereits an den „ersten Gebirgsketten“ entleeren.

    https://assets.orf.at/mims/2019/47/6...a.jpg?dc53ca9e

    Erinnerung an vergangenen Winter

    Das war dieses Mal anders. Und das lag eben auch daran, dass über dem Mittelmeer ungewöhnlich viel Wasser verdunstete. Ein ähnliches Phänomen war auch im vergangenen Winter zu beobachten – wenn auch geografisch aus der anderen Richtung: Anfang des Jahres war die Nordsee für die Jahreszeit noch relativ warm. So konnte sich die Luft überdurchschnittlich stark mit Feuchtigkeit „volltanken“.

    Die feuchte Luft wurde dann nach Süden transportiert, wo sie an der Nordseite der Alpen hängen blieb. Historisch große Schneemengen waren die Folge. Auf den Zusammenhang wies Anfang der Woche auf Twitter auch der deutsche Klimaforscher Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimaforschung hin. Im Moment sind übrigens laut der ORF-Wetterredaktion die Temperaturen „im Atlantik westlich von Europa durchschnittlich bis leicht unterdurchschnittlich, in der Nordsee normal bis überdurchschnittlich“.

    Die Wassertemperatur an der Oberfläche der Meere ist dabei von mehreren Faktoren abhängig. Maßgeblich wird sie durch Sonneneinstrahlung und die Lufttemperatur beeinflusst. Aber auch Meeresströmungen haben Auswirkungen darauf, wie stark sich das Oberflächenwasser erwärmt. Die relevanten Klimamodelle rechnen in den kommenden Jahrzehnten jedenfalls mit einem deutlichen Anstieg der Meeresoberflächentemperatur. Dieser hätte unter anderem zur Folge, dass sich mehr Feuchtigkeit in der Atmosphäre sammelt – die dann auch wieder abregnen muss. Das ist einer der Gründe, warum die Klimaforschung für die Zukunft von mehr Starkwetterereignissen ausgeht.

    Jetstream schwächelt

    Es ist aber nicht die einzige mögliche Verbindung, die sich zwischen Erderwärmung und Extremwetter auftut: Sowohl für die jüngsten Niederschlagsmengen als auch die Schneemassen im vergangenen Winter war vermutlich auch der Jetstream mitverantwortlich. Die Höhenströmung schiebt üblicherweise die großen Wettersysteme in unseren Breiten von West nach Ost. Angetrieben von Temperaturunterschieden zwischen Tropen und Arktis weht der starke Westwind in etwa zehn Kilometer Höhe rund um den Globus.

    Doch die Arktis erwärmt sich zurzeit besonders schnell. Laut Klimaforscher Rahmstorf hat das vermutlich einen Einfluss darauf, dass sich der Jetstream destabilisiert. Und mit dieser Ansicht ist er nicht allein. Tatsächlich konnte die Wissenschaft in den vergangenen Jahren eine Abschwächung des Windbandes beobachten. Der Jetstream begann zu mäandern und Schlangenlinien über die Nordhalbkugel zu ziehen.

    Das kann dann dazu führen, dass – wie in den vergangenen Tagen – feuchte Luft vom Mittelmeer im großen Stil nach Norden bis in die Alpen gedrückt wird. Auch die Kältewelle in den USA im Jänner war dem sich schlängelnden Jetstream geschuldet. Zugleich kann eine Abschwächung des Windbandes dazu führen, dass Wetterlagen nicht mehr so schnell „abtransportiert“ werden. Das gilt für starken Regen ebenso wie für drückende Hitze.

    Murengefahr für das Frühjahr

    Wie viel Schnee und Regen der heurige Winter bringen wird, ist freilich noch offen. „Über die zu erwartenden Niederschlagsmengen des Winters gibt es nach dem aktuellen Stand der Forschung keine seriöse Vorhersagemöglichkeit“, so die ORF-Wetterredaktion.

    Sehr wohl an eine – durchaus besorgniserregende – Vorhersage wagte sich hingegen der Salzburger Landesgeologe Gerald Valentin. Laut Valentin sind viele Berghänge von den jüngsten Wassermassen „verwundet und verletzt“. Spätestens mit der Schneeschmelze im Frühjahr könnten erneut viele Berghänge ins Rutschen geraten – mehr dazu in salzburg.ORF.at.

    mars, ORF.at

    Links:

    ORF-Wetter

    Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

    https://orf.at/stories/3144861/

    https://pbs.twimg.com/media/EJo1ENlWsAA0KQo.jpg:large

    https://pbs.twimg.com/media/EJo-jHCWoAIGaUK.jpg:large

    https://pbs.twimg.com/media/EJo_8K9WoAALUA_.jpg:large

    https://twitter.com/rahmstorf/status...rc=twsrc%5Etfw

  5. #5
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    Unwetterschäden kaum abgedeckt - 22.11.2019

    Erste Schätzungen ergeben alleine an Häusern Schäden von 100 Millionen Euro. Diese Schäden sind von den Versicherungen kaum abgedeckt, weil Hochwasser und Vermurungen grundsätzlich nicht versichert sind. Auch im Wegenetz gibt es Schäden in Millionenhöhe. 200 Häuser sollen noch abgeschnitten sein.

    Online seit heute, 11.41 Uhr

    Der Sprecher der Kärntner Versicherungen, Gerhard Schöffmann, schätzt den Schaden der vergangenen Tage in Kärnten auf 100 Millionen Euro. Nicht einberechnet sind dabei die Schäden, die an den Straßen und öffentlichen Einrichtungen entstanden sind. Die Schäden, die an den privaten Häusern angerichtet wurden, sind dabei kaum gedeckt, so Schöffmann. "Grundsätzlich sind Schäden, die durch Hochwasser und Vermurungen entstehen, überhaupt nicht versichert.

    Unbürokratische und schnelle Hilfe

    Aber einzelne Versicherungen würden dennoch versuchen, mit kleineren Beträgen den Versicherten unbürokratisch zu helfen. „Wir stellen pro Haus, Wohnungsinhalt und Gebäude bis zu 15.000 Euro zur Verfügung“, so Schöffmann. Dafür reicht es, den Namen bei der Versicherung bekannt zu geben und einige Fotos von den Schäden mitzuschicken.

    Pflichtversicherung für alle gefordert

    Diese Situation sei sehr unbefriedigend, so Schöffmann. Die Österreichische Versicherungswirtschaft fordert deshalb eine Pflichtversicherung für solche Fälle. „Wir denken, dass gegen einen geringen Beitrag – 20 bis 50 Euro pro Haus und Jahr – wir den Unwettergeschädigten helfen können.“ Auch Schäden durch Terrorismus oder Erdbeben könnten dadurch abgedeckt werden. Er wünsche sich, dass die neue Bundesregierung diese Pflichtversicherung umsetzt.

    Millionenschäden im Wegenetz

    Auch für das ländliche Wegenetz liegt eine erste Zwischenbilanz zu den Unwetterschäden vor. Laut Agrarlandesrat Martin Gruber (ÖVP) wird derzeit mit 4,8 Millionen Euro Schaden an Güterwegen und rund elf weiteren Millionen Euro an Forststraßen gerechnet. Bei den Güterwegen entfällt der Hauptschaden auf die Gebiete unteres Mölltal, Liesertal und unteres Drautal. „Hier müssen wir davon ausgehen, dass circa zwei Drittel der Wege beschädigt sind“, so Gruber. Weitere Schäden sind im Gegendtal sowie im restlichen Drau- und Mölltal aufgetreten.

    Viele Schadstellen sind immer noch nicht erreichbar. „Leider sind derzeit immer noch 200 Höfe und Häuser von der Außenwelt abgeschnitten. Wir arbeiten deshalb mit Hochdruck daran, hier die Erreichbarkeit herzustellen“, sagt Gruber.

    Team Kärnten für Pflichtversicherung

    Auch das Team Kärnten spricht sich für die Einführung einer Pflichtversicherung gegen Unwetter aus. „Aufgrund der immer häufiger auftretenden Schäden durch Unwetter wäre diese Versicherung zukünftig ein Muss. Entschädigungen aus dem Katastrophenfonds stellen oft nur einen Tropfen auf dem heißen Stein dar. Es besteht kein Rechtsanspruch und zudem fallen die Entschädigungssummen sehr niedrig aus. Bürger müssen auch oft sehr lange auf die Gelder warten“, so Team-Kärnten-Chef Gerhard Köfer.

    Köfer betont im Zusammenhang mit der „Unwetter-Versicherung“, dass es in Belgien und der Schweiz beispielsweise bereits das erfolgreiche Modell der Naturkatastrophenversicherung geben würde: „An diesen Konzepten kann sich Österreich orientieren. Die neue Bundesregierung muss handeln", so Köfer.

    https://kaernten.orf.at/stories/3022810/



    Einige Höfe bis Weihnachten unerreichbar

    Nach den enormen Niederschlägen in Kärnten gingen am Freitag die Aufräumarbeiten weiter. Einige abgelegene Höfe bleiben bis Weihnachten nicht erreichbar. Rund 200 Höfe sind derzeit noch abgeschnitten. Die ÖBB-Tauernschleuse wurde am Freitag wieder geöffnet.

    Online seit heute, 8.03 Uhr (Update: 18.56 Uhr)

    Die Tauernschleuse für den Autoreisezug zwischen Mallnitz und Böckstein nahm am Freitagfrüh den Betrieb wieder auf. Bei allen anderen Strecken in Kärnten und Osttirol gab es vorerst noch keine Änderungen. Die Sperre der Tauernbahn zwischen Spittal/Drau und Schwarzach-St. Veit bleibt aufrecht. Ein Ersatzverkehr wurde eingerichtet. Nachtzüge werden umgeleitet.

    Die ÖBB arbeiten, sofern es die Sicherheit der Mitarbeiter zulässt, mit Hochdruck daran, die Strecken wieder frei zu machen, hieß es am Freitag. Auch viele Straßen sind nach wie vor gesperrt, weil Bäume umzustürzen und Hänge abzurutschen drohen, mehr dazu in Unwetter: Übersicht zu Straßensperren.

    Bundesheer weiter im Einsatz

    Seit den frühen Morgenstunden sind Feuerwehren und auch das Bundesheer wieder im Einsatz, um Verbindungsstraßen freizubekommen. Das könne aber noch Tage und Wochen dauern, hieß es von der Einsatzleitung. In Flattach beispielsweise schätzt Bürgermeister Kurt Schober, dass manche Höfe bis Weihnachten nicht erreichbar sein könnten. Insgesamt sind in Flattach noch rund 30 Höfe von der Außenwelt abgeschnitten.

    Per Hubschrauber haben der Landesgeologe, Mitarbeiter der Lawinenverbauung und der BH Spittal in den letzten Tagen die Unwettergebiete erkundet, sagt der Bezirkskatastrophenreferent von Spittal Markus Lerch. Der Großteil der Hauptverbindungen in die Täler ist bereits wieder frei. „Tatsache ist aber, dass noch viele Höfe abgeschnitten sind. Das betrifft vor allem den Bereich des oberen Mölltales aber auch des Liesertales. Dort sind wir gerade dabei, zu koordinieren, dass die Personen dort oben versorgt werden oder ob weitere Evakuierungsmaßnahmen durchzuführen sind. Wir sind über das ganze Wochenende bereit, falls eine Akutsituation eintreffen sollte“.

    Laut Lerch sind einige Dutzend Höfe noch von der Außenwelt abgeschnitten. „Das ein oder andere Gebiet ist diesbezüglich erfahren, das heißt, die sind das gewohnt, dass hin und wieder drei Tage nichts geht. Es ist jetzt schon eine etwas längere Zeit, wir schauen da, dass wir mit den Gemeinden Kontakt halten und eine Versorgung gegeben ist“. In Stall im Mölltal, Stockenboi und Feld am See stand das Bundesheer am Freitag wieder im Einsatz, mehr dazu in Nächstes Tief bringt geringen Niederschlag.

    Hilfe aus der Luft

    Vom Parkplatz des Tourismusbüros in Flattach werden angeforderten Lebensmittel, Futter für die Tiere aber auch Benzin für die Notstromaggregate mit dem Bundesheerhubschrauber zu den vielen Hofbesitzern geflogen. Markus Megymorez kennt das Gebiet in Flattach mittlerweile sehr gut. Mit dem Hubschrauber fliegt er am Freitag vier hochgelegene Höfe an. Einer der Bergbauern ist Josef Pacher, seit Tagen gibt es hier keinen Strom. Per Hubschrauber bekommt der Bergbauer Kraftfutter für seine 22 Mutterkühe. Aber auch die Post aus dem Gemeindeamt ist dabei. „Ich bekomme schon seit einer Woche keine Rechnungen mehr, das ist irgendwo auch wieder ein Vorteil“, schmunzelt Josef Pacher.

    Der Bergbauer nimmts leicht, so scheint es zumindest, er erzählt aber, wie angespannt die Situation hier heroben war, als bei dem tagelangen Regen, rundherum die Bäume geknickt sind, und auf einmal der Strom weg war „Die ersten Tage waren natürlich schlimm, weil man nicht gewusst hat, was in der Nacht noch passieren kann. Jetzt ist das Problem, dass wir keine Straße mehr haben, scheinbar für mehrere Wochen. Jetzt werden wir vom Bundesheer versorgt, dass wir das Nötigste daheim haben.“

    Auch Schulen blieben am Freitag zu

    Weil es nach wie vor zu gefährlich ist, Schüler in die Schule zu schicken, blieben auch am Freitag einige Volksschulen in Oberkärnten geschlossen, keinen Unterricht gab es am Freitag in Heiligenblut, Flattach und Stall. Vom Unterricht entschuldigt sind auch all jene Kinder, die ihre geöffneten Schulen nicht gefahrenfrei erreichen können.

    Spezialbagger an der Gurk im Einsatz

    Um die Verklausungen entlang der Gurk zu beseitigen, steht seit Freitag ein Spezialbagger im Einsatz. Im Auftrag der Einsatzleitung und unter Aufsicht von Sachverständigen des Amtes für Wasserwirtschaft sowie Unterstützung durch Feuerwehrkräfte wird versucht, die Verklausungen bis zur Herstellung der Sicherheit zu entfernen. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis nächste Woche andauern, hieß es am Freitag.

    Draubermen wieder geöffnet

    Eines der beliebtesten Naherholungsgebiete Villachs, die Draubermen, kann ab Freitagnachmittag nach dem Hochwasser der vergangenen Woche wieder geöffnet und damit für alle freigegeben werden. Einige abschließende Arbeiten werden noch erledigt, dennoch sind alle Wege frei begehbar.

    https://kaernten.orf.at/stories/3022766/
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    Soziales: „Wir spenden statt schenken“ - 30.11.2019

    Das Sturmtief, das vergangene Woche in Kärnten gewütet hat, hat in Kärnten Millionenschäden verursacht. Um den betroffenen Menschen zu helfen, starteten der ORF Kärnten und „Licht ins Dunkel“ am Samstag eine Spendenaktion. Die Spendenbereitschaft der Kärntner ist überwältigend. Bis Sonntag wurden 215.000 Euro gespendet.

    „Wir brauchen heuer keine Geschenke, wir werden spenden“, so Anna Winkelbauer aus Viktring, die beim Aktionstag des ORF Landesstudios Kärnten am Samstag im Südpark Klagenfurt für die Unwetteropfer gespendet hat. „Wenn man das Leid sieht, dann geht einem das durch und durch.“

    Per Telefon, via Facebook, Onlinebanking und auch beim Aktionstag des ORF Kärnten im Klagenfurter Einkaufszentrum Südpark zeigten Hunderte Kärntner eine unglaubliche Spendenbereitschaft. „Seit sieben Uhr früh liefen bei uns die Telefone heiß, die Anrufer spendeten Hunderte Euro für die Unwetteropfer, auch aus der Südsee hatten wir einen Anrufer, der Geld überwiesen hat“, so ORF-Redakteur Andreas Kimeswenger am Samstagabend.

    „Hier ist jemand für Oberkärnten“

    Insgesamt wurden bis Sonntagfrüh 215.000 Euro gespendet. Überwältigt von der Spendenfreudigkeit der Kärntner ist Simone Oliva, ORF-„Licht ins Dunkel“-Koordinatorin für Kärnten: „Ich muss sagen, ich bin so überwältigt. Die Leute kommen extra zu uns her, um den Unwetterfamilien in Oberkärnten zu helfen. Ich sag vielen Dank für jede Unterstützung. Der Slogan vom Verein Licht ins Dunkel war immer: ‚Ist da jemand?‘ Es ist hier jemand für die Familien in Oberkärnten. Vielen, vielen Dank.“

    Radio Kärnten sendete am Samstag den ganzen Tag live aus dem Einkaufszentrum Südpark in Klagenfurt. Gegen eine freiwillige Spende konnten sich Hörerinnen und Hörer beim „Wurlitzer“ ihre Lieblingslieder wünschen. ORF-Mitarbeiter verteilten Weihnachtskrapfen für eine Spende. „Ich komm mit dem Einpacken der Krapfen gar nicht nach. Es ist beeindruckend, wie großzügig die Menschen sind und wie viel sie spenden“, so Daniela Winkler aus dem ORF-Landesstudio Kärnten.

    Auch in Wien wurden viele Anrufer von freiwilligen Helfern angenommen: „Es rufen ganz viele Leute an und die geben großzügige Spenden“, so Barbara Moser. So hätte etwa eine Frau aus dem Mölltal angerufen, die von den Unwettern nicht direkt betroffen war, aber sie wolle ihren Nachbarn helfen, die Unwetterschäden haben.

    „100 Euro ist die Durchschnittsspende“

    Karl Hofbauer, ebenfalls ein freiwilliger Helfer, der in Wien die Spendenanrufe entgegennimmt, spürt auch die große Spendenbereitschaft für die Kärntner Unwetteropfer. „100 Euro ist schon fast die Durchschnittsspende“, so Hofbauer. Nachsatz: „Aber jeder Euro ist wichtig.“

    Vielen Kärntnern war es einfach ein Anliegen, zu helfen – jeder so gut es ihm möglich war. Lukas Ritscher spendete sein Taschengeld in der Höhe von zehn Euro. „Helfen ist das Beste, was man machen kann“, so Lukas. Eine Frau spendete einen Teil ihrer Pension. „Es ist mir einfach ein Anliegen.“ Alleine im Südpark kamen 22.600 Euro zusammen.

    Schäden in Oberkärnten enorm

    Weite Teile Kärntens wurden stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Aufräumarbeiten werden noch lange dauern, zumal die Schäden vom Sturmtief „Vaia“ im Jahr 2018 auch noch nicht zur Gänze behoben sind. Es fehlten Schutzwälder, die 2018 zerstört wurden, auch das trug zu Felsrutschen und Muren im heurigen November bei. Es ist auch ein Todesopfer zu beklagen – mehr dazu in Mann tot unter Mure geborgen. Versicherungen schätzen die Schäden auf bis zu 100 Millionen Euro, wobei es in einigen Fällen zu Uneinigkeit über Haftungen gibt. Daher berät auch die Arbeiterkammer (AK) Betroffene über ihre Rechte.

    Zerstörung in Teuchl
    Schwere Verwüstungen richtete das Unwetter auch in der Teuchl, einem Seitental des Mölltals, an Geld für die Betroffenen.

    Um sofort helfen zu können, gibt es nun den Aktionstag des ORF Kärnten. Die Spenden kommen den Familien zugute, die aufgrund der Unwetter in eine Notsituation geraten sind. Das Spendenkonto bleibt über den Aktionstag hinaus bestehen, und es kann auch unabhängig von den aktuell laufenden Aktivitäten das ganze Jahr über für „Licht ins Dunkel“ gespendet werden.

    Mure Bad Kleinkirchheim
    In Bad Kleinkirchheim verschütteten Erdmassen dieses Einfamilienhaus, ein Mann kam ums Leben

    ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard: „Jeder Cent, der am 30. November unter dem Stichwort ‚Unwetter in Kärnten‘ gespendet wird, bleibt automatisch in Kärnten und kommt den Familien zugute, die aufgrund der Unwetter in Oberkärnten dringend Hilfe benötigen. Der ORF Kärnten unterstützt mit dieser Aktion den Verein Licht ins Dunkel in allen Medien. Jedem einzelnen Spender gilt mein besonderer Dank.“

    Spendenkonto
    Gespendet werden kann weiterhin unter der kostenlosen A1-Nummer 0800 664 24 12.
    Spenden können ebenso online, auf der Facebook-Seite des ORF Kärnten oder per Überweisung getätigt werden.
    Die Kontonummer lautet: BAWAG P.S.K. IBAN: AT 20 6000 0000 0237 6000, BIC BAWAATWW Verwendungszweck: „Unwetter in Kärnten“.

    red, kaernten.ORF.at

    Links:
    Nach Erdrutsch kam das Feuer
    Oberkärnten: Unwetterschäden enorm
    Unwetterschäden kaum abgedeckt
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