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Thema: Coronavirus

  1. #67
    Premium-Mitglied Avatar von Luis
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    Zitat Zitat von vladimirbush - User error die fressen batburger und schlürfen batsoup - Beitrag anzeigen
    und wieder merkt niemand etwas

    Schleichwerbung kannste dir sparen. Lol...

    Duckt dich, hier kommen deine Produkte: https://www.youtube.com/watch?v=J-xJyG_fjpQ

  2. #68
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    Zwei Tote und über 50 Infizierte in Italien - heute, 11.29 Uhr Update: 19.19

    In Italien sind binnen weniger Stunden zwei Menschen an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Nachrichtenagentur ANSA meldete am Samstag unter Berufung auf Insider in den Gesundheitsbehörden, eine 75-Jährige in der Lombardei sei der Infektion erlegen. Wenige Stunden zuvor war ein Mann in Venetien gestorben. In der Lombardei herrscht so etwas wie Ausnahmezustand: Zehn Ortschaften wurden praktisch abgeriegelt. Am Samstag erklärte schließlich auch Friaul den Coronavirus-Notstand.

    Bei dem ersten Opfer handelte es sich um einen 78-Jährigen, der zuvor positiv auf das Virus getestet worden war, so Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza am Freitag. Der Mann sei wegen einer anderen Krankheit seit etwa zehn Tagen in einem Krankenhaus in der Region Venetien im Norden Italiens behandelt worden. Das Spital von Schiavonia ist Medienberichten zufolge seit Freitag abgeriegelt – rund 450 Personen dürfen das Gebäude nicht verlassen.

    Zu dem zweiten Opfer wurden keine Angaben gemacht, es hieß lediglich, die Frau habe mit einem infizierten 38-jährigen Mann in der Lombardei Kontakt gehabt. Laut italienischen Medien soll es sich um eine 75-jährige Frau handeln. In der Lombardei seien mittlerweile 46 Personen an Covid-19 erkrankt, in Venetien seien es elf. Dazu komme ein weiterer Fall im Piemont, wie die Nachrichtenagentur ANSA am Nachmittag mit Verweis auf Behördenangaben mitteilte. Zu den Infizierten zählen auch mehrere Ärzte und Krankenpfleger.

    Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Italien damit aktuell das europäische Land mit den meisten Sars-CoV-2-Infizierten. In Deutschland wurden 16 Fälle gemeldet, in Frankreich sind zwölf Fälle erfasst, darunter ein Todesfall. Weiterhin keinen Fall gibt es in Österreich.

    Gipfeltreffen der Regierung

    Nachdem in Padua am späten Freitag der erste europäische Coronavirus-Tote gemeldet worden war, beschloss die italienische Regierung weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie. „Wir möchten die Bevölkerung beruhigen. Wir haben alle Personen unter Quarantäne gestellt, die mit den infizierten Menschen in Kontakt gekommen sind“, erklärte Premier Giuseppe Conte.

    Dopo la riunione di ieri sera, in collegamento con i governatori di Lombardia e Veneto Attilio Fontana e Luca Zaia, fra...

    Gepostet von Giuseppe Conte am Samstag, 22. Februar 2020

    Conte leitete am späten Freitag ein Gipfeltreffen mit Gesundheitsminister Speranza und mit Zivilschutzchef Angelo Borrelli, nachdem in der Lombardei und in Venetien einige Coronavirus-Fälle gemeldet wurden.

    Öffentliche Gebäude geschlossen

    Zehn Gemeinden in der Provinz Lodi mit insgesamt 50.000 Bürgern, aus denen die Infizierten stammen, riefen ihre Bürger auf, zu Hause zu bleiben und auf „soziale Kontakte“ zu verzichten. Beschlossen wurde die Schließung der Schulen, der Gemeindebüros und aller öffentlichen Lokale wie Restaurants und Diskotheken. Auch Lebensmittelgeschäfte, Bars und Sportzentren sollen in den betroffenen Orten mindestens für eine Woche geschlossen bleiben, teilte Gesundheitsminister Speranza nach der Krisensitzung mit. Die lombardische Stadt Cremona schloss ihre Schulen. Ähnliche Maßnahmen wurden auch in dem Dorf in der Provinz Padua ergriffen, aus dem das erste Todesopfer stammte.

    Das öffentliche Leben ist praktisch zum Erliegen gekommen, hier in der Kleinstadt Codogno

    „Italien ist gut vorbereitet“

    Das Verteidigungsministerium stellte eine Reihe von Strukturen in der Lombardei und in der Emilia-Romagna zur Verfügung, die Personen unter Quarantäne aufnehmen sollen. 130 Plätze wurden in einer Militäreinrichtung in Piacenza bereitgestellt, in Mailand gibt es circa 60 Plätze.

    „Italien ist gut vorbereitet, um mit dem Coronavirus-Notstand umzugehen. Wir haben bereits in den vergangenen Wochen einen Plan entworfen, den wir jetzt auf effiziente Weise umsetzen wollen“, sagte Gesundheitsminister Speranza am Freitag bei einer Pressekonferenz in Mailand.

    „Wie in Wuhan“

    Die Epidemie ist aber eine Hiobsbotschaft für die Lombardei, den „wirtschaftlichen Motor“ Italiens. Die lombardische Bahngesellschaft Trenord beschloss, nicht mehr in der Kleinstadt Codogno zu halten, in dem ein 38-Jähriger positiv auf das Virus getestet worden war. „In Codogno ist keine Seele mehr auf der Straße. Alle Geschäfte sind geschlossen. Es ist, als wären wir in Wuhan“, kommentierte ein Bewohner der Kleinstadt. Nachdem auch der Bahnhof geschlossen wurde, sei die Ortschaft wie ausgestorben.

    #Coronavirus, Regione #Friuli #Venezia Giulia decreta stato di emergenza (prima di #Lombardia e #Veneto🤔)
    Primo caso a Torino (ma legato al paziente di #Codogno)#coronarvirusitalia #COVID19italia pic.twitter.com/zFmn5QS7EH

    — carla signorile (@carlasignorile) 22. Februar 2020

    „Wir müssen stark sein, wir werden diese Lage überwinden“, sagte Elia Delmiglio, Bürgermeister von Casalpusterlengo bei Lodi. Erst vor zwei Wochen war die Stadt von einem schweren Bahnunglück auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Mailand – Bologna erschüttert worden. Dabei waren zwei Lokführer ums Leben gekommen, 30 Personen wurden verletzt.

    Friaul erklärt Notstand

    Obwohl bisher kein Verdachtsfall bestätigt worden ist, hat Kärntens italienische Nachbarregion Friaul-Julisch Venetien bis zum 31. Juli den Notstand wegen des Coronavirus ausgerufen. Damit kann die Region Maßnahmen zur Abwendung der Epidemie ergreifen, berichtete der Präsident Friauls, Massimiliano Fedriga, nach einem Treffen mit dem Zivilschutz in Triest.

    Der Beschluss wurde gefasst, nachdem ein Todesfall wegen Coronavirus in der angrenzenden Region Venetien gemeldet wurde. Fedriga bat die italienische Regierung um die Wiedereinführung der Kontrollen an der italienischen Staatsgrenze, das Kabinett lehnte jedoch ab, berichteten friaulische Medien. Eine Aussetzung des Schengen-Abkommens komme laut dem Kabinett in Rom vorerst nicht infrage.

    Nach dem Nachweis bei dem Touristenpaar hatte Italien bereits den Flugverkehr mit China ausgesetzt und am 31. Jänner einen nationalen „Coronavirus-Notstand“ für sechs Monate erlassen – dadurch können Gelder zur Bekämpfung des Virus schneller fließen.

    Erhöhte Vorsicht in Österreich

    Nach der Verbreitung des Coronavirus in Norditalien gelten in Österreich erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht, aber es gibt nach wie vor keinen Grund zur Panik. „Wir haben in Österreich bisher bei 181 Verdachtsfällen Testungen durchgeführt, alle waren negativ“, hieß es Samstagmittag aus dem Gesundheitsministerium.

    Einsatzkräfte in Schutzanzügen beim Desinfizieren eines Flugzeugs

    DEBATTE: Was bedeutet das Coronavirus fürs Reisen?

    „Wir sind über das ‚Early Warning and Response System‘ der EU rund um die Uhr mit allen Ländern der EU vernetzt und können damit unmittelbar nach dem allfälligen Auftauchen des Verdachts einer Verbindung nach Österreich sofort Maßnahmen ergreifen. Österreich ist sicher eines der am besten vorbereiteten Länder der EU“, wurde Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) in einer Aussendung zitiert.

    Weitere Todesfälle in Südkorea und dem Iran

    Zwei Tote gibt es mittlerweile auch in Südkorea: Die Behörden meldeten einen zweiten Todesfall in Verbindung mit dem Virus. Es handle sich um eine 54-jährige Frau, die am Freitag nach dem Transfer vom Daenam-Krankenhaus im südöstlichen Cheongdo in eine Klinik der Küstenmetropole Busan starb. Einen Tag zuvor war bei einem Mann, der in derselben Klinik in Cheongdo behandelt worden war, das Virus nach dem Tod nachgewiesen worden.

    Fünf Tote wurden aus dem Iran gemeldet. Außerdem sei die Zahl der positiv getesteten Patienten von elf auf 28 gestiegen, hieß es aus dem Gesundheitsministeriums. Die Berichte haben im Iran wenige Wochen vor dem persischen Neujahrsfest am 20. März für Verunsicherung gesorgt. Viele Menschen befürchten, dass es weitaus mehr Tote und Infizierte gibt als bisher bekannt. In der Hauptstadt Teheran sind in fast allen Drogerien, Apotheken und Supermärkten Desinfektionsmittel ausverkauft. Das Gesundheitsministerium versucht derweil, die Menschen zu beruhigen.

    WHO sorgt sich um ungeklärte Krankheitsfälle

    Die aus China gemeldeten Zahlen liegen nach wie vor um ein Vielfaches höher als die aller anderen Länder zusammengerechnet: Wie die Gesundheitskommission in Peking am Samstag mitteilte, fielen dem Virus in der Volksrepublik weitere 109 Menschen zum Opfer. Insgesamt habe die Epidemie schon rund 2.350 Menschenleben in der Volksrepublik gefordert. Zudem sei die Zahl der neu bestätigten Infektionen um 397 auf nun 76.288 Fälle gestiegen, allerdings änderten die Behörden einmal mehr die Zählweise.

    Die WHO äußert sich besorgt über die Infektionsfälle, bei denen es keine klare epidemiologische Verbindung gibt. Viele Menschen hätten sich mit Covid-19 angesteckt, ohne dass sie nach China gereist seien oder Kontakt mit einer Person gehabt hätten, bei der das Coronavirus nachgewiesen worden sei, schrieb WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

    https://orf.at/stories/3155281/
    Geändert von Luis (22.02.2020 um 20:44 Uhr) Grund: Das wird noch alles bitter Ernst...

  3. #69
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    Zitat Zitat von vladimirbush Beitrag anzeigen
    es macht mir Spass zu sehen wie total blind dem Oligarch Zar geglaubt wird. Der ist keine Spur besser als der Donald.

    Der Coronavirus sorgt - demnächst - für viel Klarheit - bis Weihnachten 2020 können wir - sofern Ihr überhaupt das Virus Inferno überlebt- große Veränderungen miterleben.
    Das Virus, wird, vor den mächtigen, keinen Halt machen....

    https://www.boersenforum.de/showthre...l=1#post311611

    Norditalien

    Karneval und Sportevents wegen Coronavirus verboten

    Einige Zeit schien es, das neuartige Coronavirus könne weitgehend auf China beschränkt bleiben. Nun aber kommt es in immer mehr Ländern zu nicht sofort entdeckten Ausbrüchen. In Europa ist vor allem Italien betroffen.

    22.02.2020, 18:50 Uhr

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/...d-424df1bd9d6a


    Das alles habe ich in meiner Jugendzeit bereits gelesen, eine große Seuche kommt nach dem Jahr 2000 - und wird die halbe Menschheit wegputzen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, in Wirklichkeit kommen da noch weitere Probleme auf die Überlebenden zu.

  4. #70

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    Zitat Zitat von Luis Beitrag anzeigen
    22.02.2020, 18:50 Uhr

    [
    Das alles habe ich in meiner Jugendzeit bereits gelesen, eine große Seuche kommt nach dem Jahr 2000 - und wird die halbe Menschheit wegputzen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, in Wirklichkeit kommen da noch weitere Probleme auf die Überlebenden zu.
    Flüchtlingää! Mässastächääär! Einwanderäär in Zosialsischtemää! Kaputtgesparte Beamte!
    ach so und Heuschrecken.

  5. #71
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    Zitat Zitat von vladimirbush Beitrag anzeigen
    Flüchtlingää! Mässastächääär! Einwanderäär in Zosialsischtemää! Kaputtgesparte Beamte!
    ach so und Heuschrecken.
    Heuschrecken?


    vladimirbush, verrückt auf ein Heuschrecken Menü? Bon Appétit!

    https://www.google.de/search?q=Heusc...fyMov2j1Ja8bxM

    Vier-Gänge-Menü mit Mehlwürmern und Heuschrecken

    https://www.swr.de/natuerlich/fuer-e...7ps/index.html
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  6. #72

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    Zitat Zitat von Luis Beitrag anzeigen
    Heuschrecken?


    vladimirbush, verrückt auf ein Heuschrecken Menü? Bon Appétit!

    https://www.google.de/search?q=Heusc...fyMov2j1Ja8bxM

    Vier-Gänge-Menü mit Mehlwürmern und Heuschrecken

    https://www.swr.de/natuerlich/fuer-e...7ps/index.html
    AfD Dumpfschrill: "Das deutsche völkische Volk : Beamten -Notopfer das Gebot für alle völkischen!"
    "Ok ich mach elfe von dene platt wie ville machste alle Kalle? "

  7. #73
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    Virologe: Pandemie wohl nicht mehr aufzuhalten - 23.02.2020

    Die Entwicklung in Italien nährt ebenso wie die zunehmend kritische Situation in Südkorea, dem Iran und anderen Ländern die Befürchtung, dass eine Pandemie nicht mehr aufzuhalten ist. Noch am Freitag hatte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gewarnt, dass das Zeitfenster für einen erfolgreichen Kampf gegen Sars-CoV-2 immer kleiner werde. „Wir dürfen nicht eines Tages zurückblicken und es bereuen, dass wir von diesem Zeitfenster nicht Gebrauch gemacht haben“, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus.

    Inzwischen könnte es bereits zu spät sein! „Eine Eindämmung in letzter Sekunde ist wohl auch mit allen verfügbaren Kräften nicht mehr erreichbar“, sagte der Berliner Virologe Christian Drosten am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

    https://www.bild.de/news/ausland/new...8920.bild.html


    Ergo: das Thema der Globalen Pandemie haben wir - im Labor - in den 70er Jahren - bereits besprochen. Das sind wie Brandherde - die können nicht mehr gelöscht werden - das Virus verhält sich wie ein Feuer - kaum zu löschen. Unsere Zivilisation steht am Abgrund….

    https://orf.at/stories/3155373/

  8. #74
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    Zitat Zitat von vladimirbush Beitrag anzeigen
    AfD Dumpfschrill: "Das deutsche völkische Volk : Beamten -Notopfer das Gebot für alle völkischen!"
    "Ok ich mach elfe von dene platt wie ville machste alle Kalle? "
    Mein lieber Augsburger, bitte drücke dich etwas klarer aus - mit besten Dank verbunden.



    Virologe: Pandemie wohl nicht mehr aufzuhalten :

    Das Gefährliche an dem wohl auf einem Wildtiermarkt in Wuhan auf den Menschen übergesprungene Virus sei, dass die meisten Infektionen mild verlaufen. Das ermögliche Sars-CoV-2 eine unbemerkte Übertragung, erklärte Drosten: Wer nur milde oder keine Symptome habe, gehe nicht zum Arzt und werde nicht getestet – könn das Virus aber auf Dutzende andere Menschen übertragen, die es wiederum in ihr Netz von Sozial- und Arbeitskontakten tragen.

    https://www.bild.de/news/ausland/new...8920.bild.html

    Ergo: das Thema der Globalen Pandemie haben wir - im Labor - in den 70er Jahren - bereits besprochen. Das sind wie Brandherde - die können nicht mehr gelöscht werden - das Virus verhält sich wie ein Feuer - kaum zu löschen. Unsere Zivilisation steht am Abgrund….

  9. #75
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    Flüchtende lösen strengere Anordnung aus – Polizei und Armee im Einsatz

    Stand: 16:34 Uhr |

    Ganze Orte in Norditalien sind abgeriegelt, über 100 Menschen infiziert, der Karneval in Venedig ist abgesagt: Das neuartige Coronavirus ist endgültig in Europa angekommen. Wie viele Erkrankungen verliefen unbemerkt?

    Italien kämpft gegen den weitaus schlimmsten bekannten Ausbruch von Sars-CoV-2 in Europa. Wie großflächig das neuartige Coronavirus schon um sich gegriffen hat, lässt sich derzeit kaum absehen. In der stark betroffenen Stadt Codogno waren viele Straßen am Wochenende menschenleer, immer mehr Menschen trugen Mundschutz. Unter den Infizierten war auch mindestens ein Unilever-Beschäftigter, Mitarbeiter der lokalen Fabrik des Verbrauchsgüterkonzerns schützten sich mit Mundschutz. Etliche Schulen und Geschäfte wurden geschlossen, zig Sportveranstaltungen und andere Großevents abgesagt, etwa die weltberühmten Karnevalsfeiern in Venedig.

    Die Angst greift in Norditalien angesichts der rasanten Entwicklung um sich. Bis Mittwoch schien die Welt noch in Ordnung, nur drei Infektionen waren landesweit bekannt, alle drei wurden früh erkannt. Am Donnerstag folgte der Schock: Bei einem schwer erkrankten 38-Jährigen in einer Klinik in Codogno wurde das Virus nachgewiesen. Die italienischen Behörden reagierten schnell, stellten zig Menschen unter Quarantäne, veranlassten umfassende Tests auf das Virus bei Krankenhauspersonal, Verwandten, Arbeitskollegen und Freunden des Mannes.

    Doch das Virus hatte längst Dutzende weitere Menschen erfasst, darunter Ärzte und Krankenschwestern der Klinik. Mehrere Bewohner der 15.000-Einwohner-Kleinstadt steckten sich offenbar bei einem Treffen in einer Kneipe bei ihm an. Wer das Virus nach Italien einschleppte, ist noch unklar.

    Unterdessen wurde ein weiterer, zunächst deutlich kleinerer Ausbruch in Venetien bekannt. Dort starb in der Gemeinde Vo‘ ein 78-Jähriger wohl an Covid-19, der vom Virus verursachten Lungenkrankheit, wie die Behörden annehmen. Mehr als zehn Menschen in seinem Umkreis sind ebenfalls infiziert. In der Lombardei wurde das Virus bei einer am Donnerstag verstorbenen 77-Jährigen nachgewiesen. Auch wo diese beiden Todesopfer sich infizierten, blieb zunächst rätselhaft: Beide hatte nach Angaben der Behörden keinen Kontakt mit Rückkehrern aus China.

    Bis Sonntag kletterte die Zahl der bekannten Infektionen auf über 100. Schon am Samstagabend hatte die italienische Regierung hart durchgegriffen, um eine weitere Ausbreitung von Covid-19 im wirtschaftlich wichtigen Norden einzudämmen: Knapp ein Dutzend Orte südöstlich von Mailand mit etwa 50.000 Einwohnern sowie Vo‘ mit rund 3000 Bewohnern wurden abgeriegelt. Eine Abriegelung der Ortschaften bedeutet, dass das Betreten oder Verlassen verboten ist, wie Ministerpräsident Giuseppe Conte erklärte. Die Anordnung werde von der Polizei und notfalls auch der Armee durchgesetzt, jedwede Verletzung dieser Sperre werde strafrechtlich verfolgt.

    Bis zum Sonntag waren Anwohner der betroffenen Städte lediglich angewiesen, das Gebiet nicht zu verlassen. Conte zufolge habe man sich auf strengeren Maßnahmen geeinigt, nachdem eine Familie abgefangen wurde, die im Begriff gewesen sei, eine der Städte verlassen.

    Wo steckten sich die Männer an?

    Derweil wird nach dem Ursprung beider Ausbrüche gesucht: Wo steckten sich die beiden Toten und der 38-Jährige an, auf die wohl alle weiteren Nachweise in Venetien, der Lombardei und dem Piemont zurückgehen? Noch ist die Quelle vollkommen unklar. Im Unterschied zum Aufflackern von Sars-CoV-2 in Bayern mit insgesamt 14 Infizierten gibt es keinen „Patienten 0“, keinen bekannten Ersterkrankten. Möglicherweise brachten Touristen oder Geschäftsleute aus China das Virus irgendwann unwissentlich mit. Die Statistiker zählen in Italien rund 300.000 Chinesen, dazu kamen zuletzt jährlich 5,3 Millionen Übernachtungen aus dem Land.

    Die Entwicklung in Italien zeigt ebenso wie die zunehmend kritische Situation in Südkorea, dem Iran und anderen Ländern, dass eine Pandemie, ein unaufhaltsamer weltweiter Siegeszug des Virus, wohl nicht mehr aufzuhalten ist. Noch am Freitag hatte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gewarnt, dass das Zeitfenster dafür immer kleiner werde. „Wir dürfen nicht eines Tages zurückblicken und es bereuen, dass wir von diesem Zeitfenster nicht Gebrauch gemacht haben“, so Tedros Adhanom Ghebreyesus. Nun könnte es zu spät sein.

    „Eine Eindämmung in letzter Sekunde ist wohl auch mit allen verfügbaren Kräften nicht mehr erreichbar“, sagte der Berliner Virologe Christian Drosten nun der Deutschen Presse-Agentur. Das wohl auf einem Wildtiermarkt in Wuhan auf den Menschen übergesprungene Virus spielt seinen Trumpf aus: Weil die meisten Infektionen mit Sars-CoV-2 mild verlaufen, sind sie kaum erfassbar.

    Seine Eigenschaften ermöglichten Sars-CoV-2 eine unbemerkte Übertragung, erklärt Drosten. Wer nur milde oder keine Symptome hat, geht nicht zum Arzt und wird nicht getestet – kann das Virus aber auf Dutzende andere Menschen übertragen, die es wiederum in ihr Netz von Sozial- und Arbeitskontakten tragen. Nach einer Modellrechnung des Imperial College London würden geschätzt nur ein Drittel aller importierten Fälle aus China überhaupt wahrgenommen, so Drosten. „Ich glaube nicht mehr daran, dass eine Pandemie vermeidbar ist.“

    In immer mehr Ländern fällt erst auf, dass das Virus längst große Kreise gezogen hat, wenn Menschen schwer erkranken oder sterben. So war es im Iran, so war es in Südkorea, so ist es nun auch in Italien. Und auch in etlichen anderen Ländern könnten längst Ausbrüche um sich greifen, von denen bisher niemand ahnt – auch in Deutschland. „Irgendwann wird es wahrscheinlich dazu kommen, dass unbemerkte Infektionen plötzlich bemerkt werden“, hatte Drosten kürzlich erklärt.

    Wie hoch wäre die Sterblichkeit in Deutschland?

    In so manchem privaten Kommentar im Internet war in den vergangenen Wochen zu lesen, es werde viel zu viel Aufhebens um ein Virus gemacht, das nur ein paar alte Leute sterben lasse, man solle die Epidemie doch einfach laufen lassen. Zum einen mag dahingestellt bleiben, ob die Schreiber solcher Bemerkungen das so auch ihren Eltern oder Großeltern sagen würden. Zum anderen gibt es gute Gründe, Ausbrüche so gut wie möglich einzudämmen.

    Erstens sei nicht genau abzuschätzen, wie die Schwere, Sterblichkeit und die Risiko-Gruppen aussähen, wenn Covid-19 große Bevölkerungsteile Deutschlands erfassen würde, erklärt Gérard Krause vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig. „Zweitens haben wir – anders als bei Influenza – keinen Impfstoff gegen Covid-19 zur Verfügung und werden ihn auch nicht rechtzeitig einsetzbar haben.“ Auch speziell auf den Kampf gegen das Virus zugeschnittene Medikamente seien nicht so rasch verfügbar.

    Schon Mitte Februar hatte es vom Robert-Koch-Institut (RKI) geheißen, Ziel in Deutschland sei es, eine Erkrankungswelle hinauszuzögern, um zu vermeiden, dass die Covid-19- und die derzeitige Grippewelle zusammenfallen. Das würde eine kaum zu stemmende Doppelbelastung von Kliniken und Praxen bedeuten. „Wir müssen mit angemessenem Aufwand versuchen, die Ausbreitung zu verlangsamen, um einen intensiven Belastungspuls auf das Gesundheitssystem abzumildern“, erklärt Drosten. „Die Zahl der Infektionen sollte über eine möglichst lange Zeit ausgedehnt werden.“

    Manche Experten hoffen darauf, dass der Covid-19-Erreger in einer Eigenheit dem genetisch eng verwandten Sars-Virus ähnelt: Die Epidemie mit insgesamt etwa 8000 erfassten Infektionen war nach einem bis dahin stürmischen Anstieg im April und Mai 2003 sehr rasch abgeflaut. Ähnlich wie die Grippewelle könnte auch die Covid-19-Welle im Frühjahr abflauen, so eine vage Vermutung.

    Das Sars-Virus wurde nach 2003 nie wieder bei Menschen nachgewiesen. Das allerdings wird allein angesichts der schieren Zahl der Infektionen bei Covid-19 womöglich anders sein. Die Lungenkrankheit könne zu einer etablierten Krankheit wie die Grippe werden, hatte Wang Chen, Präsident der China Academy of Medical Science, kürzlich gesagt.

    https://www.welt.de/vermischtes/arti...Anordnung.html

  10. #76

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    Vermuten vermuten

    in wissenschaftlich orientierten Foren habe ich schon früher geschrieben Virologie ..ist eine experimentelle Wissenschaft es gibt keine "theoretische Virologie" da kann man vermuten bis man schwarz wird. Und wieder mal selbstgefällig auf eine Arbeit von mir als Student hingewiesen : die Pest breitete sich schneller aus als es jedes damals verfügbare Transportmittel zugelassen hätte....auch "Zugvögel" passte nicht.
    Aber eins passte : Winde Wolken Regen...
    Nun aber...stets starker Reiseverkehr Deutschland Italien. Werden wir jetzt die Bayern los?
    Auch ganz ohne "China Reisende"? Das soll kein Spass sein.

  11. #77
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    Zitat Zitat von vladimirbush - Vermuten vermuten - Beitrag anzeigen
    in wissenschaftlich orientierten Foren habe ich schon früher geschrieben Virologie ..ist eine experimentelle Wissenschaft es gibt keine "theoretische Virologie" da kann man vermuten bis man schwarz wird. Und wieder mal selbstgefällig auf eine Arbeit von mir als Student hingewiesen : die Pest breitete sich schneller aus als es jedes damals verfügbare Transportmittel zugelassen hätte...auch "Zugvögel" passte nicht.
    Aber eins passte : Winde Wolken Regen...
    Nun aber...stets starker Reiseverkehr Deutschland Italien. Werden wir jetzt die Bayern los?
    Auch ganz ohne "China Reisende"? Das soll kein Spass sein.


    Corona-Verdacht: Zug an Österreichs Grenze gestoppt - Virologe: "Pandemie nicht vermeidbar"

    https://www.focus.de/gesundheit/news..._11576018.html

    Ergo: das Virus wird auch nicht vor dem hartnäckigen vladimirbush halt machen - seine Fuggerstadt heimsuchen.

    Das Virus dringt - leicht - durch die Haut in den Organismus - Mundschutz?- alles für die Katz.

    Infektionen der Haut: Bakterien, Viren und Pilze

    Bakterien, Pilze, Viren – unsere Haut ist Eintrittspforte für die verschiedensten Krankheitserreger. Besonders gute Chancen, die Hautbarriere zu überwinden, in tiefere Hautschichten einzudringen und Infektionen auszulösen, haben die Erreger, wenn unser Immunsys tem geschwächt oder die Hautoberfläche verletzt ist.

    https://www.allergie-elternmagazin.d...n/infektionen/
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