Quelle: Börse Online

Kürzlich hat sich die Bundesrepublik Deutschland einen Anteil an dem Tübinger Biotech-Unternehm CureVac gesichert (BO.de berichtete). "Der beabsichtigte Erwerb einer Bundesbeteiligung an CureVac soll sicherstellen, dass das Unternehmen nicht durch einen ausländischen Investor übernommen wird und ins Ausland abwandert" heißt es laut Medienberichten in einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags. Gleichzeitig wird in dem Schreiben darauf verwiesen, dass CureVac beabsichtigt, im Juli an die US-Börse Nasdaq zu gehen.





Laut einem Bericht der Wirtschaftsagentur Bloomberg, die sich auf Insider bezieht, arbeitet das Unternehmen bereits mit der Bank of America und der Jefferies Financial Group an einem US-Börsengang. Der Zeitpunkt des Börsengangs ist gut gewählt, gerade hat das Unternehmen, das mehrheitlich Dietmar Hopp gehört, einen Corono-Impfstoff in die Testphase gebracht. Sollte das Unternehmen mit dem Stoff erfolgreich sein, wäre das ein riesiger Markt und würde der Aktie Schubkraft verleihen. Diese Fantasie kann beim Börsengang jetzt genutzt werden. Sollte der Impfstoff scheiten, würde die Aktie wohl abstürzen.

Was ist das Unternehmen wert? Der Bund hat 300 Millionen Euro bezahlt und sich dafür 23 Prozent gesichert. Damit dürfe der Gesamtwert bei 1,3 Milliarden Euro liegen. Für einen Vergleich bei der Bewertung bietet sich das Mainzer Biotech-Unternehmen BioNtech an, das ebenfalls seit kurzem einen Impfstoff in der Testphase hat und schon an der Nasdaq notiert ist. Das Unternehmen hat derzeit einen Börsenwert von 11,6 Milliarden US-Dollar (10,3 Milliarden Euro). Irgendwo zwischen diesen beiden Werten könnte sich der Börsenwert von Curevac befinden.